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  1. Open Access in den künstlerischen Fächern

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in den künst­lerischen Fächern In den letzten Jahren haben sich auch die künstlerischen Fächer immer mehr zum Thema Open Access positioniert. Sie nehmen hierbei aufgrund ihrer Stellung zwischen Künsten und Wissenschaften stets eine besondere Rolle ein. Die künstlerischen Fächer zeichnen sich nicht nur durch eine Vielzahl an Disziplinen aus, die sowohl künstlerisch wie wissenschaftlich als auch künstlerisch-wissenschaftlich arbeiten, sondern auch durch eine überaus diverse Publikationslandschaft mit Akteur*innen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Bildung und (Kreativ-)Wirtschaft. Die Vielfalt der künstlerischen Fächer zeigt sich auch im breiten Spektrum der Veröffentlichungen, die text- wie nicht-textbasiert sein können. Ob Künstler*innenbücher, Ausstellungskataloge, Fotos, Musik-/Performance-Inszenierungen oder 3D-Objekte – die Publikationen unterliegen meist zahlreichen rechtlichen Fragen und sind für die Veröffentlichungsplattformen häufig eine Herausforderung. Die derzeitig vorhandenen Infrastrukturen für Open-Access-Veröffentlichungen sind meist auf textbasierte Publikationen ausgelegt und reichen für die Bedürfnisse in den Künsten nicht aus. Die im Bereich der Forschungsdaten zum Teil schon vorhan­denen oder im Aufbau befindlichen Infrastrukturen sind wichtige Anknüpfungs­punkte und wegweisend für Open-Access-Infrastrukturen (nicht nur) in den Künsten. Mit der engen Verbindung zur Kreativwirtschaft betreffen die Entwicklungen in den künstlerischen Fächern zudem einen für die Open-Access-Community neu­en Bereich: die wirtschaftliche Existenz von Künstler*innen. Kunstschaffende sind sowohl bei Kultur- und Bildungseinrichtungen als auch in der Kulturindus­trie tätig. Sie sind auf die Vermarktung ihrer Inhalte angewiesen, die Finanzie­rung der Publikationen erfolgt nur teilweise über Publikationstantiemen. Zudem sind sie häufig Mitglieder von Verwertungsgesellschaften und können ihre Werke daher nur eingeschränkt frei lizenzieren. Eine Open-Access-Strategie in den künstlerischen Fächern muss daher die Einkommenssicherung der Kunst­schaffenden miteinbeziehen. Die künstlerischen Fächer zeigen schon heute deutlich, dass Open Access immer im Kontext aller Open-Science-Bausteine und aller Akteur*innen gesehen werden muss. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter den Stichworten fine arts 627 und music and books on Music 89 Einträge (Stand: März 2024). Die gelisteten Open-Access-Zeitschriften bedienen häufig die auf die Künste bezogenen Wissenschaften und kaum die Künste bzw. die künstlerische Praxis. Zeitschriften sind zudem nicht die dominierende Publikationsform in den künstlerischen Fächern. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort fine arts listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 169 Titel. Die OAPEN Library verzeichnet unter dem Schlagwort art 450 Titel (Stand: März 2024). Allerdings werden als Suchergebnis überwiegend Publikationen aus den Bereichen Kunst- / Geschichte oder auch Ethnologie aufgelistet, weniger aus den Bereichen bildende oder angewandte Künste. Seit 2021 etablieren sich erste Open-Library-Konsortien, wie z. B. die Open Library Medienwissenschaft oder seit 2023 auch KOALA Medienwissenschaften . Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten disziplinären Repositorien in den Künsten gehören: ART-Dok , Fachinformationsdienst Kunst - Fotografie - Design musiconn , Portal des Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft media/rep/ , Open Access-Repositorium für medienwissenschaftliche Publikationen Die genannten Repositorien sind auf textbasierte Publikationen ausgerichtet. Die zunehmende Bedeutung von Open Access in den Künsten verändert auch die disziplinären Repositorien. Bedarfe werden aufgezeigt und neue Projekte entstehen, die sich mit dem Aufbau von Repositorien für nicht textbasierte und multimediale Medien beschäftigen. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Fokusgruppe "OA-Künste" Die digitale Fokusgruppe OA-Künste ist ein Netzwerk mit Mailingliste, das für alle künstlerischen Einrichtungen und Hochschulen offensteht. Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Das Netzwerk Open Access in den Künsten bietet allen künstlerischen Einrich­tungen und Hochschulen ein Forum für Austausch und Diskussion. Dabei sollen Materialien und Informationen geteilt und der Open-Access-Gedanke in den Künsten verankert werden. Der Fokus des Netzwerks liegt auf Bibliotheken, die als Serviceeinrichtung die Etablierung von Open-Access-Strukturen auf verschie­denen Ebenen fördern und mitgestalten. Auch in Kunst- und Museumsbibliotheken gewinnt Open Access an Bedeutung ( Hahn, 2018 ). Neben der Bereitstellung von textorientierten elektronischen Res­sourcen verwalten diese Bibliotheken schon lange analoge Sondersammlungen wie Bildarchive, grafische Sammlungen oder Künstlerbücher. Hier kann Open Access ein Schritt der digitalen Transformation, der Erweiterung des Samm­lungsprofils und des Informationsangebots sein. Dies kann über Synergieeffekte auch Open Access in den Künsten voranbringen. Die AKMB - Arbeitsgemein­schaft der Kunst- und Museumsbibliotheken bietet schon seit mehreren Jahren Fortbildungen im Bereich Open Access an. Open Science in den künst­le­rischen Fächern Open Science ist auch in den Künsten ein zentrales Thema. Der Prozess des Kunstschaffens und auch das Werk selbst bewegen sich häufig zwischen mehre­ren Open-Science-Komponenten. Angesichts der Diversität der Inhalte und For­mate ist es in den Künsten daher sehr sinnvoll, sich nicht nur auf Open Access zu fokussieren, sondern Open Science in seiner Gänze zu betrachten, z. B. auch offene Forschungsdaten. Neben den Open-Access-Infrastrukturen geben auch Angebote von Kulturein­richtungen und Forschungsdateninfrastrukturen Anknüpfungspunkte. Die bei NFDI4Culture und anderen Vertretern aus dem GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums) vorhandene Expertise bietet eine für die Künste wertvolle Unterstützung für die Etablierung von Publikationsinfrastrukturen. Das Konsortium NFDI4Culture ist Teil des Projektes Nationale Forschungs­dateninfrastruktur (NFDI) und vertritt dort die Kunst-, Musik- Theater-, Tanz-, Architektur-, Film- und Medienwissenschaft. Ziel des Konsortiums ist der Aufbau verschiedener Services wie Beratungs- und Trainingsangebote, Handrei­chungen sowie Foren zum fachspezifischen Austausch. NFDI4Culture setzt sich außer­dem mit der komplexen Rechtslage im Umgang mit Kulturgut auseinander, etwa mit Fragen zu Provenienz oder Urheberrechten. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Hahn, C. (2018). Open Access im Museum . Herbstfortbildung AKMB Dresden. https://www.initiativefortbildung.de/pdf/schlaglichter_AKMB2018/Hahn_OA_Museum.pdf Weiterführende Literatur Somajni, Chiara; Tóth-Czifra, Erzsébet; Barbieri, Chiara; Marazza, Suzanna and Pensa, Iolanda (2024). Open Science for Arts, Design andMusic: Guidelines for Researchers, Librarians and Practitioners in the Humanities . SUPSI, CC0 1.0 except where otherwise stated. DOI: 10.5281/zenodo.13896781 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Anika Wilde, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch , und Friederike Kramer, Universitätsbibliothek der UdK Berlin (Stand: Juli 2024)....

  2. Open Access in der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der AVL Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) erforscht auf transnationale, interkulturelle und interdisziplinäre Weise Literatur aus allen Sprachräumen, Epochen und Kulturen. Dabei betreibt sie Grundlagenforschung in den Bereichen Literaturtheorie, Ästhetik und Poetik sowie Literatursemiotik. Neben dem Vergleich unterschiedlicher Literaturen beschäftigt sich die AVL mit der Beziehung der Literatur zu anderen Medien- und Wissensformen. In der lange Zeit sehr stark auf Printmedien fixierten AVL ist das Open-Access-Publizieren noch nicht standortübergreifend als Praxis etabliert. Obwohl sich außerhalb des deutschsprachigen Raums vereinzelt Fachwissenschaftler*innen, wie z.B. Jean-Claude Guédon in Kanada, aktiv für Open Access engagieren (vgl. Eve, 2014, S. 24 ), gibt es weiterhin fach­politisch noch keine offizielle Stellungnahme aus der deutschen AVL. Als Grund hierfür können die heterogenen geisteswissenschaftlichen Publikationskulturen angeführt werden, mit denen die AVL traditionell verbunden ist. Ihre Hauptpub­likationsformen sind die Monografie und der Sammelband. Die Verlagsreputa­tion ist für Publikationsaktivitäten innerhalb der AVL ein wichtiges Kriterium und hat daher direkten Einfluss darauf, wie viel Fachliteratur Open Access erscheint. Für die Publikationspraxis spielen dagegen bibliometrische Indikatoren wie der Journal Impact Factor , Zitationsraten etc. kaum eine Rolle. Open Access hat in der AVL in den letzten Jahren jedoch verstärkt an Bedeutung gewonnen. Angesehene Verlage ermöglichen und treiben mittlerweile Open Access Gold voran und sind auch offen(er) für Open Access Grün . Zugleich gibt es vermehrt institutionelle Angebote zur Förderung von Open-Access-Mono­grafien und -Sammelbänden ( Open-Access-Publikationsfonds ; Förderung von Publikationskosten über Drittmittel; Publikationsbeihilfe der DFG ). Beides hat eine Zunahme von Open-Access-Erstveröffentlichungen zur Folge. Zudem nutzen immer mehr Forscher*innen die Möglichkeit der Zweitpublikation auf institutionellen Repositorien oder Fachrepositorien wie CompaRe . Auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wie z.B. das Leibniz-Zentrum für Literatur und Kulturforschung (ZfL) oder das ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry sind hier aktiv geworden. Ersteres ist Unterzeichner der Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities , macht zahlreiche Publikationen auf CompaRe verfügbar und verfolgt weitere Open-Access-Projekte . Letzteres archiviert nicht nur Publikationen der ICI Berlin Press auf CompaRe , sondern betreibt auch das hauseigene ICI Berlin Repository . Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (DGAVL) hat sich dazu entschieden, ihre Jahrbücher nach einer Embargofrist im Open Access verfügbar zu machen. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort Literature (General) 271 Einträge (Stand: März 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: DIEGESIS DOAJ Komparatistik Online LiTheS DOAJ interlitteraria DOAJ Acta Iassyensia Comparationis DOAJ Internationale literaturwissenschaftliche Diamond Open Access Journals lassen sich auch in der Open Library of Humanities finden. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Literature & Literary Studies listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 1738 Titel; unter Literature: History & Criticism sind es 1538 Titel. OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Literature & Literary Studies 875 Titel. Unter der Rubrik Literature: History & Criticism sind es 1074 Titel (Stand: März 2024). Internationale Open-Access-Bücher, die einen literaturwissenschaftlichen Fach­bezug haben und ohne BPCs als Open Access Diamond veröffentlicht werden, lassen sich auch auf der Website von Open Book Publishers finden. Besondere Relevanz für das Open-Access-Publizieren innerhalb der AVL hat der transcript Verlag . Disziplinäre Repositorien Das zentrale Repositorium der AVL heißt Compa rative Literature Re pository – CompaRe . Es ist das zentrale Open-Access-Serviceangebot von avldigital.de , dem Online-Portal des Fachinformationsdienstes Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) . Im Fachrepositorium CompaRe, das auch für Primärveröffentlichungen zur Verfügung steht, können Komparatist*innen, komparatistische Forschungseinrichtungen und Projekte sowie Fachverlage neue oder bereits anderweitig erschienene Publikationen online zugänglich machen. Wichtig für die AVL sind auch die folgenden Repositorien benachbarter Philologien, Disziplinen und Einrichtungen: GiNDok (Fachrepositorium des Fachinformationsdienst Germanistik ) GenderOpen (Repositorium zur Geschlechterforschung , dessen literaturwissenschaftliche Inhalte besonders relevant für die AVL sind) The Stacks (Fachrepositorium für Amerikastudien, Anglistik , Anglophone Literaturen und Kulturen, Australien- & Neuseelandstudien, Großbritannien- & Irlandstudien und Kanadastudien, einschließlich aller Unterdisziplinen) ICI Berlin Repository (Multidisziplinäres Repositorium des ICI Berlin) Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie ein Einführung. Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Neben dem Fachrepositorium CompaRe bietet der FID AVL einen E-Journal-Hosting-Service für Open-Access-Zeitschriften und andere regelmäßig erscheinende digitale Publikationen wie Arbeitspapiere oder Schriftenreihen an. Call for Papers für Open-Access-Sammelbände und andere Publikationsformen mit Fachbezug zur AVL können über die Kommunikationsplattform Vernetzen beworben werden, die auf dem Fachportal avldigital.de zu finden ist. Die Open-Access-Publikation von Büchern (Monografien und Sammelbände) aus der AVL wird vom FID durch einen fachspezifischen Publikationsfonds gefördert, der aus Eigenmitteln der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg finanziert wird. Auch die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen inzwischen für die AVL relevante Open-Access-Inhalte bereit. Literatur Eve, M. P. (2014). Open Access and the Humanities. Contexts, Controversies and the Future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Weiterführende Literatur Graf, D., Fadeeva, Y., & Falkenstein-Feldhoff, K. (Eds.). (2020). Bücher im Open Access: Ein Zukunftsmodell für die Geistes- und Sozialwissenschaften? Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.17185/DUEPUBLICO/72237 Messerschmidt, N. (2011). Open Access in den Literaturwissenschaften. Ergebnisse qualitativer Interviews mit Wissenschaftlern der Deutschen Literatur. https://doi.org/10.18452/14147 Projekt AuROA (2022). Publizieren und Open Access in den Geisteswissenschaften. Erkenntnisse aus dem Projekt AuROA zu den Stakeholdern im Publikationsprozess . Link: https://projekt-auroa.de/stakeholder/#perspektiven . Söllner, K. (2017). Geisteswissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (1st edition, pp. 247–253). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Bearbeitung der Inhalte der Seite: Arne Mrotzek, Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) (Stand: August 2024)....

  3. Open Access in der Altertumswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Altertums­wissenschaften Unter dem Begriff Altertumswissenschaften werden alle Fächer gebündelt, die sich mit den Kulturen der Klassischen Antike und der vorderasiatischen und europäischen Frühgeschichte befassen, insbesondere der sprachlichen und materiellen Hinterlassenschaften. Dank der Heterogenität der Fächer ist es schwierig, generelle Aussagen zur Entwicklung von Open Access in den Alter­tumswissenschaften zu treffen. Dennoch hat in den vergangenen Jahren in den verschiedenen Fachdisziplinen eine Hinwendung zum Open Access-Publizieren stattgefunden. So haben die Universitätsbibliothek Heidelberg und der Fachin­formationsdienst Propylaeum gemeinsam mit Vertreter*innen der Landes­denkmalämter sowie der altertumswissenschaftlichen Berufsverbände Strate­gien zum digitalen Publizieren in den Archäologien entwickelt (s. Mainzer The­sen zum Open Access Publizieren in der Archäologie ). Auch in der Ägyptologie, der Alten Geschichte und der Klassischen Philologie gibt es inzwischen einige be­deutende Zeitschriften und Buchreihen, die Open Access erscheinen. Zu nennen ist hier beispielsweise das Projekt Digital Classics Online , das von den Althistoriker*innen der Universität Leipzig gestartet wurde und in dessen Rahmen auch die Reihe Digital Classics Books entstanden ist. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet aktuell unter den Suchbe­griffen Archaeology, Ancient History, Greek language and literature. Latin language and literature und History of the Greco-Roman World 226 Open-Access-Zeitschriften auf (Stand: März 2024). Neben diesen neu ge­gründeten Journals werden bestehende Fachzeitschriften retrodigitalisiert und Open Access veröffentlicht. Neue Ausgaben dieser Zeitschriften erscheinen zeitgleich im Print und online oder mit einer Moving Wall. Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Aegyptiaca. Journal of the History of Reception of Ancient Egypt CIPEG Journal: Ancient Egyptian & Sudanese Collections and Museums Archäologische Informationen Archaeology International DOAJ Axon. Greek historical inscriptions DOAJ Ciceroniana DOAJ Digital Classics Online DOAJ Forum Classicum Frankfurter elektronische Rundschau zur Altertumskunde Fundberichte Hessen Digital Gallia DOAJ Göttinger Forum für Altertumswissenschaft Journal of Greek Linguistics DOAJ Journal of Neolithic Archaeology DOAJ Pylon. Editions and Studies of Ancient Texts Tyche – Beiträge zur Alten Geschichte, Papyrologie und Epigraphik In Zusammenarbeit mit dem Fachinformationsdienst Propylaeum stellt die Uni­versitätsbibliothek Heidelberg eine technische Infrastruktur zum Publizieren von Open-Access-Zeitschriften bereit. Das Angebot richtet sich an Altertumswissenschaftler*innen weltweit. Aktuell (Stand: März 2024) werden 48 Open-Access-Zeitschriften über Propylaeum bereitgestellt. Darüber hinaus publiziert die Plattform iDAI.publications des Deutschen Archä­ologischen Instituts digital verfügbare Zeitschriften (und Monografien) des eigenen Instituts, z. B. Archäologischer Anzeiger, Chiron und e-Forschungsberichte . The Ancient World Online ( AWOL ) als Onlineressource vom Institute for the Study of the Ancient World der New York University enthält eine Liste von Open-Access-Zeitschriften im Bereich der Altertumswissenschaften (Stand: Februar 2026). Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Aus dem Bereich der Altertumswissenschaften listet das Directory of Open Access Books (DOAB) unter Themen wie Archaeology, Ancient history to c 500 CE, Classical history / classical civilisation etc. aktuell 2274 Titel (Stand: März 2024). Die OAPEN Library verzeichnet über 2024 Titel (Stand: März 2024) aus dem Feld der Altertumswissenschaften. Die von der Universitätsbibliothek Heidelberg bereitgestellte Open-Access-Pub­likationsplattform Propylaeum eBOOKs veröffentlicht wissenschaftliche Open-Access-Monografien der Fachbereiche Ägyptologie, Alte Geschichte, Byzantinis­tik, Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Mittel- und Neulateinische Philologie und Vor- und Frühgeschichte. Veröffentlicht werden sowohl Erstpub­likationen ( goldener Weg ) als auch Zweitveröffentlichungen ( grüner Weg ). Das kostenfreie Angebot richtet sich an Altertumswissenschaftler*innen weltweit. Von Bedeutung ist darüber hinaus die in der Edition Topoi erscheinende Reihe Berlin Studies of the Ancient World . The Ancient World Online ( AWOL ) als Onlineressource vom Institute for the Study of the Ancient World der New York University enthält eine Alphabetische Liste der Open-Access-Monografie-Reihen in den Altertumswissenschaften (Stand: Februar 2026). Disziplinäre Repositorien Propylaeum-DOK ist die Publikationsplattform des Fachinformationsdiensts Propylaeum. Hier können Altertumswissenschaftler*innen fachspezifische Online-Publikationen (Monografien, Artikel, Vorträge etc.) kostenfrei und ohne Zugangsbeschränkungen veröffentlichen. Auch die Bereitstellung elektronischer Zweitveröffentlichungen bereits gedruckt erschienener Schriften ist möglich und erwünscht. Propylaeum-DOK enthält über 5.550 OA-Publikationen (Stand: Februar 2023). Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Fachportale und Plattformen Propylaeum – Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften : von der UB Heidelberg und der BSB München betriebenes Informations- und Serviceportal für die Altertumswissenschaften Datenbanken u. Ä. PropylaeumSEARCH : zentrales Rechercheportal von Propylaeum, über das Fachbibliographien, Fachausschnitte einschlägiger Bibliothekskataloge und Volltextdatenquellen gleichzeitig durchsucht werden können iDAI.objects arachne : zentrale Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln sowie Teil der iDAI.world Bilddatenbanken Beazley Archive Pottery Database: vom Classical Art Research Centre (CARC) der University of Oxford betriebene, weltweit größte Datenbank für Fotografien antiker Keramik Corpus Vasorum Antiquorum : vom Classical Art Research Centre (CARC) im Namen der Union Académique Internationale (UAI) betriebene Datenbank, über die mehr als 400 digitalisierte Kataloge zu antiker Keramik aus 24 Ländern frei verfügbar gemacht werden Virtual Catalogue of Roman Coins (VCRC) : enthält Abbildungen und Beschreibungen von Münzen von der frühen Republik bis zum Ende des vierten Jahrhunderts n. Chr. Open Science in den Altertums­wissenschaften Edition Topoi, Collections : Informationsinfrastruktur zur peer-reviewten Open-Access-Veröffentlichung von zitierfähigen Forschungsdaten wie 3D-Modellen, hochauflösenden Bildern, Daten und Datenbanken Forschungsdaten bei Propylaeum : Neben der Möglichkeit, Daten in institutionellen Forschungsdatenrepositorien zu archivieren, können über Propylaeum Forschungsdaten langzeitarchiviert werden, die in Verbindung zu dort publizierten Open-Access-Publikationen stehen. Forschungsdaten bei IANUS : deutsches Forschungsdatenzentrum für die Disziplinen der Archäologie und der Altertumswissenschaften. Open-Access-Lehrbücher für alte Sprachen und OERs von The Ancient World Online ( AWOL ) open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Weiterführende Literatur Mainzer Thesen zum Open Access Publizieren in der Archäologie (ein Entwurf) . (2018). Propylaeum.de. https://www.propylaeum.de/fileadmin/media/publizieren/Mainzer_Thesen_draft_2018_04_11-2.pdf Bearbeitung der Inhalte der Seite: Dr. Katrin Bemmann, UB Heidelberg (Stand: Februar 2023)....

  4. Open Access in der Anglistik / Amerikanistik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Linguistik Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Anglistik/ Amerikanistik Mit Anglistik / Amerikanistik wird hier ein Fächerspektrum benannt, das an deutschen Universitäten mit unterschiedlichen, oft programmatischen Namen (z. B. Anglophone Literaturen und Kulturen oder British and American Studies ) be­zeichnet wird und auch verschiedene regional ausgerichtete und interdisziplinär arbeitende Kulturwissenschaften umfassen kann. Die folgenden Informationen beziehen sich deshalb zum Teil auch auf die Großbritannien-, Irland-, Amerika-, Kanada-, Australien- und Neuseelandstudien sowie übergreifende Forschungs­felder wie die postkolonialen Studien. Neben der Existenz genuin philologischer Themen und Fragestellungen werden nach dem aktuellen Selbstverständnis der Fächer aus dem Anglistik-Kontinuum u. a. auch die Geschichte, Gesellschaft, Po­litik, Kulturgeographie, Massenmedien und Populärkultur der jeweiligen Länder mit unterschiedlichen methodologischen Ansätzen untersucht. Mit dieser fortlaufenden thematischen und disziplinären Öffnung der Anglistik / Amerikanistik konnte die Verbreitung und Akzeptanz von Open-Access-Publika­tionsformen bisher nicht ganz mithalten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, lassen sich aber vor allem in der geisteswissenschaftlichen Publikationskultur finden, die sich zum Teil stark von den Vertriebswegen und Arbeitsmethoden der Naturwissenschaften unterscheidet. Als Ausnahme ist hier die Linguistik zu nennen, die nicht nur in ihren Methoden, sondern auch in der Ausprägung der Wissenschaftskommunikation den Naturwissenschaften näher steht; hier ist z. B. das Konzept der Preprints bzw. der Versionierung von Artikeln weitläufig be­kannt. In den Literatur- und Kulturwissenschaften ist die gedruckte Verlagspub­likation meist noch immer Standard, vor allem bei Qualifikationsarbeiten bzw. Monografien. Die Kosten für Open-Access-Publikationen in der Anglistik / Amerikanistik werden bisher üblicherweise nicht über Article Processing Charges (APCs) finanziert, sondern über Book Processing Charges (BPCs) zur Veröffenltichung von Monografien. Die Veröffentlichung von Open-Access-Monografien wird verschiedentlich unterstützt z.B. über den Monografien-Fonds auf Institutions- oder Landesebene, verlagsseitige Pledging-Initiativen wie Knowledge Unlatched , Drittmittelförderung oder Mitgliedsbeiträge von Fachgesellschaften. Zu einer wichtigen Infrastruktur für geisteswissenschaftliche Open-Access-Zeitschriften hat sich die von verschiedenen Institutionen finanziell unterstützte Open Library of Humanities entwickelt, auf deren Plattform eine ganze Reihe von Zeitschriften aus dem Bereich Anglistik / Amerikanistik zu finden ist. Darüber hinaus wird auch die französische Plattform Hypotheses (als Teil von OpenEdition ) für wissenschaftliche Blogs von zahlreichen deutschen Instituten und Wissen­schaftler*innen zur Publikation ihrer Forschungsarbeiten genutzt. Insgesamt ist die Open-Access-Entwicklung in der Anglistik / Amerikanistik als positiv zu bewerten. Viele Autor*innen, Verlage und Fördereinrichtungen for­dern und unterstützen die Weiterentwicklung der Bereitstellung wissenschaft­licher Ergebnisse im Open Access. Der erstarkende Trend auch in den Geisteswissenschaften, Forschungsergebnisse in Form von Artikeln und Special Issues zu publizieren, trägt auch zu einer vitaleren Open-Access-Fachkultur bei. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter den Schlagwör­tern Language and Literature: English language 92 Einträge, Language and Literature: English Literature 61 Einträge, Language and Literature: American Literature 20 Einträge, History of Great Britain 4 Einträge, History America: America 9 Einträge, History America: United States 2 Einträge und History America: United States local history 3 Einträge (Stand: Mai 2025). Die Fachzuordnung im DOAJ ist nicht immer präzise. Einige der für die Anglistik / Amerikanistik relevanten Zeitschriften sind zum Teil unter den allgemeineren Kategorien wie Language and Literature zu finden. Bei spezifischen Forschungsinteressen lohnt es sich deshalb, auch nach freien Stichwörtern zu suchen. Es existieren außerdem eine Reihe qualitativ hochwertiger Zeitschriften, die bisher nicht im DOAJ gelistet sind. Die oben angegeben Zahlen stellen also nur Orientierungswerte dar. Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Anglistik Journal for the Study of British Cultures Amerikastudien / American Studies New American Studies Journal: A Forum European Journal for American Studies Zeitschrift für Australienstudien/Australian Studies Journal Canada and Beyond European Journal of American Studies Review of Irish Studies in Europe Journal of Transnational American Studies On Culture Postcolonial Text Transformative Works and Cultures Viele lange nur gedruckt erhältliche Fachzeitschriften halten mit ihren meist zu­sätzlich vertriebenen elektronischen Fassungen am klassischen Subskriptions­modell ohne Open-Access-Komponente fest. Andere Fachzeitschriften sind nach wie vor nur gedruckt erhältlich, dies gilt vor allem für thematisch stark spe­zialisierte Zeitschriften. Eine begrüßenswerte Tendenz beim Umstieg von der gedruckten auf eine digitale Version lässt sich bei den Zeitschriften der zentra­len Fachgesellschaften (z. B. Deutscher Anglistenverband , Deutsche Gesell­schaft für Amerikastudien, Gesellschaft für Australienstudien ) beobachten, die mittlerweile fast alle (zusätzlich) Open Access zur Verfügung stehen. Manche dieser Zeitschriften werden weiterhin bei wissenschaftlichen Verlagen, andere über die Webseiten der Gesellschaften herausgegeben. Im Gegensatz dazu wird etwa die Zeitschrift der European Association of American Studies (Vereinigung der nationalen Fach­gesellschaften zu den Amerikastudien) schon seit ihrer Gründung Open Access veröffentlicht. Auf der anderen Seite gab es schon früh einzelne Internet-Publikationen, die von engagierten Wissenschaftler*innen ohne Verlagsunterstützung erfolgreich als scholar-led -Publikation im Diamond Open Access umgesetzt wurden. Neben dem freien weltweiten Zugang wurde v.a. das Potenzial des webbasierten Publizierens erkannt (Hyper­links, Integration von Bildern und audiovisuellen Quellen). Dazu zählen z. B. in Deutschland die Erfurt Electronic Studies in English (1995-2011), das American Studies Journal (seit 1996) sowie Early Modern Literary Studies (Großbritannien, seit 1995) oder Romanticism on the Net (RoN) (Kanada, seit 1996). Auch im Be­reich der Publikationen von early career scholars ist Open Access mittlerweile ein etabliertes Modell: Die Artikel der Current Objectives of Postgraduate Ame­rican Studies (COPAS) (seit 2000) sowie aspeers: emerging voices in american studies (seit 2008 im Dual-Publishing-Modell ) wurden von Beginn an unter CC-Lizenzen veröffentlicht. Manchen dieser frühen oder schon lange laufenden Online-Veröffentlichungen fehlen Merkmale, die sich mittlerweile als Standards für Open-Access-Zeitschrif­ten durchgesetzt haben, wie z. B. DOIs für einzelne Aufsätze oder auch Konzep­te für die Langzeitarchivierung. Der Fachinformationsdienst Anglo-American Culture (FID AAC) bietet hier bereits erste Dienstleistungen an, z. B. für die Zeitschrift für Australienstudien , für die DOIs vergeben und deren Jahrgänge auf dem Fachrepositorium The Stacks archiviert werden. Der FID Anglo-American Culture kuratiert eine Liste von fachrelevanten Open Access-Zeitschriften . Die Liste wird regelmäßig überprüft und erweitert. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) findet zu den Suchbegriffen English literature , English language und American literature insgesamt 451 Treffer (Stand: Mai 2025). Unter den allgemeineren Suchbegriffen American Studies (470 Treffer) und English Studies (43 Treffer) sind ebenfalls zahlreiche Monografien zu finden. Hinzu kommen Veröffentlichungen aus den Bereichen postcolonial studies , literary studies , cultural studies etc. Da die Plattform keine einheit­liche inhaltliche Erschließung anbietet, lohnt sich eine Stichwortsuche nach dem gesuchten Forschungsthema. Zusätzlich bietet die Plattform OAPEN Direktzu­griff auf viele hundert Titel zu den oben genannten Suchbegriffen. Die steigende Verfügbarkeit einer solchen Bandbreite von Open-Access-Büchern und Dokumenten ist eine positive Entwicklung der letzten Jahre. Als wichtige kommerzielle Verlage im deutschsprachigen Kontext, die ein nennens­wertes Open-Access-Angebot für die Fachcommunities rund um die Anglistik / Amerikanistik aufweisen, sind transcript , DeGruyter/Brill und Peter Lang zu nennen. Darüber hinaus bieten mehrere deutsche Universitätsverlage Möglichkeiten, Monografien im Open Access zu publizieren: Exemplarisch seien hier die Schriftenreihe Göttinger Schriften zur Englischen Philologie des Universitätsverlags Göttingen erwähnt oder Berlin University Publishing. Mittlerweile sind die meisten dieser Monografien und Sammelbände über zentrale Plattformen wie OAPEN nachge­wiesen und finden so auch ihren Weg in bibliothekarische Nachweissysteme. Es ist abzusehen, dass die Zahl der Open-Access-Bücher und die Zahl der Open Access fordernden Wissenschaftler*innen in den nächsten Jahren weiter steigt. Nicht nur wird mittlerweile die Open-Access-Publikation von Forschungsergebnissen von Drittmittelgebern wie der DFG oder dem BMFTR zur Förderbedingung erklärt, sondern Initiativen wie Enable! auf nationaler Ebene oder Knowledge Unlatched auf internationaler Ebene haben sich als zusätzliche Katalysatoren etabliert. Viele internationale Verlage, wie z. B. MIT Press haben ihre Geschäftsmodelle zu Gunsten von Open Access umgestellt oder erweitert und bieten eine Vielzahl ihrer Titel unter freien Lizenzen an. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien für die Anglistik / Amerikanistik gehören: The Stacks ist das interdisziplinäre Fachrepositorium für die folgenden Disziplinen: Amerikastudien, Anglistik, Anglophone Postkoloniale Studien, Australien- und Neuseelandstudien, Großbritannien- und Irlandstudien so­wie Kanadastudien einschließlich aller Unterdisziplinen. Es handelt sich um ein Angebot des FID Anglo-American Culture und wird von der Niedersäch­sischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen betrieben. Neben Zweitveröffentlichungen von Verlagspublikationen (Artikel und Monogra­fien) können Wissenschaftler*innen hier bislang unveröffentlichte Doku­mente wie z. B. Vortragsmanuskripte, Lehrmaterialien oder Tagungspro­gramme publizieren. Das Repositorium archiviert außerdem ganze Zeit­schriftenbände, Schriftenreihen und Sammelbände. Alle Dokumente werden entweder sofort oder nach einem frei wählbaren Embargo Open Access zugänglich gemacht. Das Repositorium wurde 2021 mit dem DINI-Zertifikat ausgezeichnet. Humanities Commons (CORE): CORE ist ein interdisziplinäres Open-Access-Repositorium für die Geisteswissenschaften, das u.a. von der MLA (Modern Language Association) betrieben wird. Das Repositorium enthält auch graue Literatur (Lehrmaterialien, Vortragsmanuskripte). GenderOpen ist das Fachrepositorium für die Geschlechterforschung und wird vom Margherita-von-Brentano-Zentrum an der Freien Universität Ber­lin, dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Hum­boldt-Universität zu Berlin und dem Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin betrieben. media/rep/ ist das Fachrepositorium der kulturwissenschaftlichen Medien­wissenschaft sowie thematisch angrenzender Fächer und wird vom Institut für Medienwissenschaft in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg betrieben. CompaRe ist das Fachrepositorium für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und wird vom FID Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft betreut. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Der Bereich English Language and Litera­ture Commons des Digital Commons Network listet als thematisches Verzeichnis Nachweise aus institutionellen Repositorien weltweit (mit einem Schwerpunkt auf US-amerikanischen Institutionen). Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auch die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen frei zugängliche, für die Anglistik / Amerikanistik relevante Open-Access-Inhalte bereit. Open Science in der Anglistik/ Amerikanistik Größere Open-Science-Initiativen wie Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen e.V. sind meist nicht fachspezifisch, sondern richten sich an die Geisteswissenschaften insgesamt. Open Science meint hier vor allem den Zugang zu digitalen Materialien (historische Quellen, literarische Texte, Sprach­korpora) sowie die Aufbereitung von (meist textbasierten) Forschungsdaten durch digitale Werkzeuge und deren nachhaltige Bereitstellung (z. B. im DARIAH-DE Repository ). Gerade in Forschungsbereichen, in denen nicht nur Texte, sondern auch audio­visuelle Quellen zum Forschungsgegenstand gehören, gab es schon früh Pio­nierprojekte im Internet, um von den Möglichkeiten der vielfältigen Verknüpf­ung zu profitieren (Hypermedia) sowie die freie Zugänglichkeit und - v. a. auch interdisziplinäre - Nachnutzbarkeit zu ermöglichen. So liegen beispielsweise die Ursprünge von The Rossetti Archive und The Victorian Web in den 1990er Jahren. Größere Editionsprojekte neueren Datums sind z. B. The Walt Whitman Archive und das James Joyce Digital Archive . In Deutschland schlagen vor allem Wissenschaftler*innen im Bereich der Digital Humanities sowie Projekte an wissenschaftlichen Bibliotheken neue Wege ein. Eine Verankerung von Open Science in den zentralen Fachgesellschaften gibt es bisher nur teilweise, z. B. durch die Digital American Studies Initiative (DASI) , die als Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien u. a. thematische Diskussionsforen auf den Jahrestagungen organisiert. Potenzial für eine zentrale Strategie im Umgang mit sprach- und textbasierten Forschungsdaten liegt aktuell auch in den geisteswissenschaftlichen Konsortien (z. B. Text+ ) innerhalb der Nationalen Forschungsdaten­infrastruktur (NFDI) . open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Weiterführende Literatur Blumesberger, S. (2023). FAIRe Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften: Umfrage über Aufbereitung und Archivierung von Daten. o-bib – das offene Bibliotheksjournal. 10 (4). https://doi.org/10.5282/o-bib/5883 Dreher, L., Lang, I., & Oberländer, A. (2020). Bereitschaft zu Open Access in den Geisteswissenschaften. o-bib – das offene Bibliotheksjournal, 7 (2), 1–20. https://doi.org/10.5282/o-bib/5512 Elstermann, A. (2017). The power of digital publishing: Rethinking knowledge distribution in English philology. In A.-J. Zwierlein, J. Petzold, K. Boehm, & M. Decker (Eds.), Anglistentag 2017 Regensburg. Proceedings: Vol. XXXIX (pp. 39–50). Wissenschaftlicher Verlag Trier. https://www.wvttrier.de/top/Proceedings_2017_WVT.pdf Eve, M. P. (2014). Open Access and the humanities. Contexts, controversies and the future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Fitzpatrick, K. (2011). Planned obsolescence: Publishing, technology, and the tuture of the academy. New York University Press. http://mcpress.media-commons.org/plannedobsolescence/ (Link leads to manuscript version with open peer review .) Projekt AuROA (2022). Publizieren und Open Access in den Geisteswissenschaften. Erkenntnisse aus dem Projekt AuROA zu den Stakeholdern im Publikationsprozess . Link: https://projekt-auroa.de/stakeholder/#perspektiven . Severin, A., Egger, M., Eve, M. P., & Hürlimann, D. (2020). Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: an evidence-based review. F1000Research, 7 , 1925. https://doi.org/10.12688/f1000research.17328.2 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Wiebke Kartheus, UB Greifswald (Stand: Mai 2025)....

  5. Open Access in der Berufsbildungsforschung

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Publikation Open Access veröffentlichen können. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Berufs­bildungs­forschung Der Gegenstandsbereich der Berufsbildungsforschung umfasst Forschungsarbeiten, die sich u. a. mit beruflichem Lernen, beruflichen Bildungsinstitutionen und -systemen, der Gestaltung von Arbeitsprozessen, der Berufs- und Arbeitsmarktentwicklung sowie mit Kompetenzentwicklung befassen. Zu den Disziplinen, die Beiträge zur Berufsbildungsforschung leisten, gehören vor allem: Erziehungswissenschaften/Berufs- und Wirtschaftspädagogik Betriebswirtschaftslehre Bildungsökonomie Psychologie/Arbeitspsychologie Soziologie/Berufssoziologie Die wissenschaftlichen Arbeiten in der Berufsbildungsforschung sind aufgrund ihres fachübergreifenden Charakters durch Multidisziplinarität gekennzeichnet. In der Berufsbildungsforschung stellt die Veröffentlichung in Fachzeitschriften die häufigste Publikationsform dar. Über die Hälfte der im VET Repository , dem fachlichen Repositorium für die Berufsbildungsforschung, gelisteten Nachweise sind Zeitschriftenaufsätze. Das gedruckte Buch als klassische Publikationsform ist zwar auf dem Rückzug, hat aber trotzdem noch eine wichtige Bedeutung. Insgesamt wird in der Berufsbildungsforschung immer mehr Open Access publiziert. So gibt es einige wichtige reine Open-Access-Zeitschriften, wie z. B. Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online (bwp@) Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beschäftigte sich von 2018-2021 mit dem Thema Open Access im Rahmen des Forschungsprojekts „Open Access in der Berufsbildungsforschung“ ( OABBF ). Dabei wurde untersucht, welche Faktoren für die Autorinnen und Autoren im Hinblick auf die Akzeptanz, Verbreitung und Nutzung von Open Access eine Rolle spielen. Die Ergebnisse des Projekts legen nahe, dass in der Berufsbildungsforschung noch Vorbehalte zu Open Access bestehen. Diese beziehen sich auf die Reputation und die Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse. In Zukunft sollte die fach- und forschungseinrichtungsübergreifende Kommunikation und Information zu Open Access ausgebaut werden, um das Image von Open Access zu stärken und eventuelle Vorurteile abzubauen (vgl. Getz et al., 2022; Getz & Rödel, 2026). Open-Access-Zeit­schrif­ten Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort “ vocational training ” 16 Einträge (Stand Dezember 2025). Relevante Open-Access-Zeitschriften in der Berufsbildungsforschung sind: Berufs- und Wirtschaftspädagogik Online (bwp@) International Journal for Research in Vocational Education and Training (IJRVET) Journal of Technical Education (JOTED) Zeitschrift für Weiterbildungsforschung - Report (ZfW) Journal for Labour Market Research Schweizerische Zeitschrift für Soziologie Empirical Research in Vocational Education and Training DENK-doch-MAL.de DJI Impulse: Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts weiter bilden: DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung Weitere Informationen finden sich ausführlich kommentiert in der Handreichung Wissenschaftliches Publizieren in Zeitschriften der Berufsbildungsforschung (Linten et al., 2023). Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort “vocational training” listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 219 Titel. OAPEN verzeichnet unter dem gleichen Stichwort 2.714 Titel (Stand Dezember 2025) Außerdem stellt das VET Repository des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 5.280 Bücher im Volltext zur Verfügung (Stand Dezember 2025). Dis­zi­pli­näre Re­po­si­to­rien Das wichtigste disziplinäre Repositorium für die Berufsbildungsforschung ist das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betriebene VET Repository , das 2019 vom BIBB als fachliches Repositorium für die Berufsbildungsforschung gestartet wurde. Hier finden sich neben Monografien auch Zeitschriftenaufsätze und Sammelbandbeiträge. Seit 2025 fungiert das VET Repository auch als Publikationsplattform . Über eine Uploadfunktion bietet es die Möglichkeit für wissenschaftliche Erst- und Zweitveröffentlichungen. Weitere Repositorien mit Beiträgen aus der Berufsbildungsforschung sind: SSOAR EconStor peDOCS Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auf der linken Seite finden Sie hilfreiche Services und Tools, um sich über konkrete Fragen zu Open Access zu informieren. Literatur Getz, L., Langenkamp, K., Weiland, M., Rödel, B., & Taufenbach K. (2022). Wissenschaftliches Publizieren in der Berufsbildungsforschung. Empirische Befunde im Kontext von Open Access. In Ertl, H. & Rödel, B. (Hrsg.), Offene Zusammenhänge: Open Access in der Berufsbildungsforschung (S. 49–64). Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). urn:nbn:de:0035-vetrepository-780892-5 Getz, L., & Rödel, B. (2026). Open Access und Reputation. Widersprüchliche Befunde in der Berufsbildungsforschung. In Y. Fadeeva, S. Franz, D. Kampkaspar, M. Seltmann, T. Steyer, & N.-O. Walkowski (Eds.), Reputation ohne Paywall? Wissenschaftliches Publizieren im digitalen Wandel (S. 62–79). Melusina Press. https://doi.org/10.26298/1981-5838 Linten, M., Rödel, B., Taufenbach, K., & Woll, C. (2023). Wissenschaftliches Publizieren in Zeitschriften der Berufsbildungsforschung . Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). urn:nbn:de:0035-1048-3 Weiterführende Literatur Ertl, H., Rödel, B., & Bundesinstitut für Berufsbildung (Eds.). (2022). Offene Zusammenhänge: Open Access in der Berufsbildungsforschung (1. Auflage). Verlag Barbara Budrich. https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/18249 Bearbeitung der Inhalte der Seite: Dr. Bodo Rödel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (Stand: Dezember 2025)....

  6. Open Access in der Biologie

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Biologie Eine große und stetig wachsende Zahl an Open-Access-Zeitschriften prägt mittlerweile die Publikationslandschaft der Biologie. Initiativen wie Plan S in Europa und Plan U in den USA ( Sever et al., 2019 ) sowie die bundesweiten Lizenzverträge des DEAL-Projektes in Deutschland sorgen auch in der Biologie für einen strukturellen Wandel hin zu Open Access als Standard-Publikationsmodell. Der nächste momentan zu vollziehende Schritt ist die Transition zu Diamond-Open-Access-Modellen . Preprintserver wie bioRxiv sind mittlerweile weitreichend genutzt, da sie die schnelle Kommunikation von Ergebnissen noch vor Abschluss der Peer-Review-Prozesse ermöglichen. Neben Fachartikeln und den damit verknüpften Forschungsdaten sind Softwareentwicklungen sowie KI-Modellen wichtige Ergebnisse des Wissenschaftsprozesses, wobei der freie Zugang zu diesen Ergebnissen durch eine Vielzahl an internationalen Repositorien und Datenbanken gewährleistet wird. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet 897 Open-Access-Zeitschriften unter dem Stichwort Biology und Microbiology (Stand: Dezember 2025). Zu den Wichtigsten gehören u.a.: eLife PLOS Biology PLOS ONE Scientific Reports Open Biology BMC Biology Eines der Zugpferde der Open-Access-Bewegung in der Biologie ist der Verlag Public Library of Science (PLOS) . 2003 setzte er mit Gründung der Zeitschrift PLOS Biology einen Grundstein für die Verbreitung des Open-Access-Gedankens in den Lebenswissenschaften . Neben PLOS Biology betreibt der Verlag mittlerweile weitere Zeitschriften, darunter PLOS ONE. Diese Zeitschrift gilt als Prototyp des sogenannten Megajournals – dieses Modell wurde mittlerweile von vielen anderen Verlagen übernommen (z. B. Scientific Reports von Springer Nature). Ein wichtiges Merkmal dieser Megajournals ist, dass eingereichte Manuskripte ausschließlich auf Basis ihrer wissenschaftlichen Validität bewertet werden. Ablehnungen aufgrund mangelnder Relevanz wie bei vielen anderen Zeitschriften gibt es nicht. Vor diesem Hintergrund zählt PLOS ONE nach Anzahl der jährlich publizierten Artikel zu den weltweit größten wissenschaftlichen Zeitschriften. Ein weiterer Verlag mit Vorreiterrolle im Bereich Open Access ist BioMed Central , der mittlerweile zu Springer Nature gehört. Dieser betreibt eine Vielzahl von Zeitschriften und ist Mitbegründer der Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) . Frontiers gehört ebenfalls zu den prägenden Open-Access-Verlagen. Er veröffentlicht zahlreiche Zeitschriften in den Lebenswissenschaften, ist Mitglied der OASPA und hat sich durch ein Community-Review-Modell in der wissenschaftlichen Begutachtung hervorgetan. Von der Royal Society wurde 2011 die Open-Access-Zeitschrift Open Biology gegründet. Darüber hinaus wurde 2012 die Zeitschrift eLife vom Howard Hughes Medical Institute, der Max-Planck-Gesellschaft und dem Wellcome Trust ins Leben gerufen. Diese, so die Herausgeber*innen, soll eine qualitativ hochwertige Alternative zu Nature, Science und Cell darstellen. Mit Open Research Europe gibt es eine Diamond-Open-Access-Publikationsplattform, die von der Europäischen Kommission initiiert wurde und Forscher*innen aus EU-geförderten Projekten eine sofortige Veröffentlichung von Artikeln, Daten und Methoden ermöglicht. Die Plattform verbindet Preprint-Veröffentlichung mit nachgelagerter, transparenter Begutachtung. Besonders in den Lebenswissenschaften wird sie genutzt, um Ergebnisse aus Horizon-Europe-Projekten rasch zugänglich zu machen, FAIR-konforme Datenpraktiken umzusetzen und eine hohe Sichtbarkeit der Forschung sicherzustellen. Damit bietet sie eine wichtige Alternative zu traditionellen Verlagsmodellen und fördert eine offene Wissenschaftskultur in Europa. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher In der Kategorie Biology, life sciences listet das Directory of Open Access Books 1.550 Titel. OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Biology, life science mehr als 125 Titel (Stand: Dezember 2025). Open-Access-Bücher nehmen in der Biologie bislang keine prominente Rolle ein. Dennoch gibt es zahlreiche Open Access veröffentlichte (Lehr)-Bücher, die durch hohe Qualität glänzen. Hier sei als Beispiel das von OpenStax und American Society for Microbiology Press gemeinsam herausgegebene Buch Microbiology erwähnt. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in der Biologie gehören: bioRxiv : Seit 2013 bietet das Cold Spring Harbor Laboratory diesen speziell auf die Biowissenschaften ausgerichteten Preprint-Server an. Die Nutzung wurde besonders durch die COVID-19-Pandemie beflügelt und in vielen Fächern ist es mittlerweile üblich dort Preprint von Manuscripten abzulegen arXiv : Der von der Cornell University Library betriebene Preprint- und Postprint-Server besitzt seit einigen Jahren den Abschnitt Quantitative Biology mit 11 Kategorien. Preprints : Diese multidisziplinäre Plattform bietet u.a. die Sektion Biology an. PaleorXiv : Dieser subdisziplinspezifische Preprint-Server bietet Preprints aus z. B. der Paläontologie an. PUBLISSO-Fachrepositorium Lebenswissenschaften (FRL) : Dieses von ZB MED gehostete Repositorium bietet die Zweitveröffentlichung von Artikeln und Forschungsdaten an. PubMed Central und Europe PubMed Central : Dies sind die größten Anlaufstellen für Postprint -Versionen von Publikationen weltweit. Die US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) fordern , dass Postprints von Publikationen zu NIH-geförderten Projekten sofort nach Veröffentlichung in einer Zeitschrift via PubMed Central zugänglich sind. Diese müssen nicht zwangsläufig unter einer offenen Lizenz stehen, noch müssen sie im Open-Access-Subset sein, das separat bezogen und durchsucht werden kann. Preprints sind inzwischen ein fester Bestandteil der biologischen Publikationspraxis geworden. Initiativen wie Plan U ( Sever et al., 2019 ) und ASAPbio (Accelerating Science and Publication in biology) propagieren, alle wissenschaftlichen Artikel als Preprint frei zugänglich zu machen. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Medizin und anderen Lebenswissenschaften Hier finden Sie eine Einführung. Open Science in der Biologie In den Biowissenschaften gibt es, auch in Verbindung mit weiteren Fächern, viele Projekte, die sich als Graswurzelbewegungen entwickeln und verschiedene Aspekte des Wissenschaftsprozesses im Sinne des Open-Science-Gedankens an­gehen. So sollen zum Beispiel mehr Forschungsdaten (Open Data), Quellcodes von Programmen (Open Source), Laborjournale (Open Notebook Science) wie auch die Begutachtung von Manuskripten (Open Peer Review) , Lehrmateria­lien (Open Education Resources) , die Quantifizierung des Einflusses von Publikationen (Open Metrics) und Fördergeldanträge mit ihren Gutachten ( Mietchen, 2014 ) öffentlich online zugänglich gemacht werden. Open Science beinhaltet aber auch die Öffnung der wissenschaftlichen Tätigkeit für Laien (Citizen Science; das Projekt Finde den Wiesenknopf des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ ). Auch einige Zeitschriften sehen den Bedarf, die Transparenz der Forschung zu erhöhen. So fordert zum Beispiel PLOS ONE seit 2014 , dass alle zu einer Studie gehörenden Daten mit der Publi­kation zugänglich gemacht werden. PLOS Biology und PLOS Genetics unter­stützen die Research Resource Identification Initiative , mit deren Hilfe Forschungsmaterialien und Methoden eindeutige Kennungen erhalten. Auch in der Biologie haben zahlreiche Communities die FAIR-Prinzipien aufgegriffen, um für effizientere und nachhaltigere Nutzung von Daten und Software zu sorgen. Für einige Daten der Biologie gibt es schon seit vielen Jahren entsprechende Repositorien und Datenbanken. So bieten besonders das National Center for Biotechnology Information (NCBI) wie auch das European Bioinformatics In­stitute (EBI) über Webseiten und Programmierschnittstellen (API) strukturiert Zugriff auf verschiedene Datenkollektionen, wie zum Beispiel Sequenzen und Strukturen von Biomolekülen wie DNA, RNA und Proteinen. re3data listet für den Bereich Biologie gut 1100 begutachtete Datenrepositorien (Stand: Dezember 2025. Trotz all dieser Initiativen und Angebote ist deutlich zu erkennen, dass bei Wei­tem nicht alle Forschungscommunities der Biologie erreicht und alle technischen Potentiale ausreichend genutzt werden, um einen effektiven Wissensaustausch zu gewährleisten. Diese Diskrepanz zwischen theoretischen Möglichkeiten und tatsächlicher Umsetzung lässt sich u. a. durch die unveränderte Bewertung von Wissenschaftler*innen und ihren Arbeiten bei Stellen- und Mittelvergaben begründen. Hierfür wird im Allgemeinen nur auf die formalen Publikationen in Fachzeitschriften und den Journal Impact Factor zurückgegriffen. Diese Praxis wirkt sich auf die Motivation der Wissenschaftler*innen aus, Ergebnisse, Daten und Methoden frühzeitig zu veröffentlichen und verhindert somit deren breite und schnelle Nachnutzung. Hier wäre ein Umdenken in der Evaluation wünschenswert. Die Initiator*innen und Unterzeichner*innen der Declaration on Research Assessment (DORA) streben genau diesen Wandel der wissenschaftlichen Bewertung an. Sie fordern konkret, dass neben der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur Anreize geschaffen werden, die Resultate wissenschaftlichen Arbeitens möglichst früh und frei von technischen, finanziellen und rechtlichen Barrieren öffentlich zugänglich zu machen. Ein weiteres wichtiges Projekt im Bereich Open Science der Biologie stellt der Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) dar. In diesem Rahmen soll Forschungsdatenmanagement technisch und strukturell in ganz Deutschland auf ein neues Fundament gestellt werden. Im Rahmen der ersten beiden Auswahlrunden des Aufbaus der NFDI wurden mehrere Konsortien aus den Lebenswissenschaften und der biomedizinischen Forschung ( DataPlant , GHGA , NFDI4BioDiversity , NFDI4Health , NFDI4Immuno NFDI4Microbiota , NFDI4Bioimage) gefördert. Ziel dieser Konsortien ist es, durch Bereitstellung von Infrastruktur, Know-How und Training, aber auch durch die Entwicklung und Etablierung von (Metadaten)-Standards offene und effiziente Wissenschaft zu fördern sowie die Umsetzung der FAIR-Prinzipien und einem kultureller Wandel dahin zu unterstützen. Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auf der linken Seite finden Sie hilfreiche Services und Tools, um sich über konkrete Fragen zu Open Access zu informieren. Literatur Mietchen, D. (2014). The Transformative Nature of Transparency in Research Funding. PLOS Biology, 1 2(12). https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1002027 Sever, R., Eisen, M., & Inglis, J. (2019). Plan U: Universal access to scientific and medical research via funder preprint mandates. PLOS Biology, 17 (6). https://doi.org/10.1371/journal.pbio.3000273 Weiterführende Literatur Rapp Learn, J. (2019). What bioRxiv’s first 30,000 preprints reveal about biologists. Nature . https://doi.org/10.1038/d41586-019-00199-6 Rat für Informationsinfrastrukturen (RFII). (2016). Leistung aus Vielfalt. Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements in Deutschland . https://rfii.de/download/rfii-empfehlungen-2016/ Galtier, N., Belkhir, K., Antoine, P.-O., Bibal, C., Boëte, C., Delsuc, F., Huchard, E., Kéfi, S., Maeder, C., Paradis, L., Puechmaille, S. J., Queffelec, A., Scornavacca, C., Smadja, C. M. (2026). Time to publish responsibly: DAFNEE, a database of academia-friendly journals in ecology and evolutionary biology, Journal of Evolutionary Biology , 39(2) . https://doi.org/10.1093/jeb/voaf143 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Prof. Dr. Konrad Förstner, ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften (Stand: Dezember 2025)....

  7. Open Access in der Chemie

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Wahrnehmung von Open Access Erhebung zu Anforderungen und Hindernissen in ausgewählten Technik- und Naturwissenschaften: Maschinenbau und Chemie. Open Access in der Chemie Akzeptanz und Verbreitung von Open Access ­­ sind in der Chemie immer noch weniger weit fortgeschritten als beispielsweise in der Physik oder der Biologie . Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen sicherlich auch in der traditionellen Entwicklung der Fachcommunity begründet. Dennoch gibt es in den letzten Jahren in der Chemie zunehmende Open-Access-Aktivitäten. So haben sowohl große Fachverlage einige Zeitschriften in Open Access transformiert als auch Fachgesellschaften ihre Aktivitäten hin zu Open Access verstärkt, wie beispiels­weise der Aufbau des Preprint -Servers ChemRxiv zeigt. Ein Pionier in diesem Fach ist Peter Murray-Rust von der University of Cambridge, der sowohl im Bereich Open Access als auch mit Blick auf den offenen Zugang zu Forschungsdatendaten aktiv war. Weiterhin gibt es Vorbehalte gegenüber Open-Access-Publizieren in der Chemie, auch wegen Ängsten gegenüber der freien Nachnutzung von For­schungsergebnissen durch die Wirtschaft und die damit verbundenen Aspekte von patentrechtlich geschützten Ergebnissen, die allerdings durch die Vergabe geeigneter Nachnutzungslizenzen ausgeräumt werden können. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) äußerte sich zwar 2018 in ihrer Stellungnahme kritisch gegenüber Plan S , ihr Partnerverlag Wiley-VCH hat jedoch 2019 einen Vertrag mit DEAL abgeschlossen ( Schmitz, 2019 ). Seit 2020 ist überdies ein DEAL-Vertrag mit Springer Nature in Kraft und seit 2024 existiert auch ein DEAL-Vertrag mit Elsevier. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort Chemistry 636 Einträge (Indexed Journals, Stand: Oktober 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: ARKIVOC Beilstein Journal of Organic Chemistry Journal of Cheminformatics (BMC) Chemical Science (RSC) ChemistryOpen (Wiley -VCH ) ACS Central Science Communications Chemistry Diese Liste ist nur eine kleine Auswahl an Chemie-Zeitschriften mit Open-Access-Modellen, enthält aber Zeitschriften von einschlägigen Verlagen oder mit langer Open-Access-Tradition. Einige große und durchaus relevante und renommierte Verlage, wie beispielsweise die American Chemical Society (ACS), oder Nature Publishing bieten neben ihren traditionellen subskriptionspflichten oder hybriden auch Open-Access-Zeitschriften für das Fach Chemie an. Die Royal Society of Chemistry (RSC) plant außerdem bis zum Jahr 2028 ihr gesamten Zeitschriften-Portfolio (Stand 2024: 44 Zeitschriften) in Open Access zu transformieren (vgl. https://www.rsc.org/news-events/articles/2022/oct/rsc-oa-commitment/ ). Auch wenn der Impact Factor als Qualitätskriterium sehr umstritten ist (siehe Declaration on Research Assessment, DORA ), ist zu konstatieren, dass dieser bei vielen der genannten Open-Access-Zeitschriften beachtlich ist. So liegt beispiels­weise der Impact Factor der von der Royal Society of Chemistry heraus­gegebe­nen Chemical Science bei 7,6 (JCR Stand 2023) und der Impact Factor der von der American Chemical Society herausgegebenen ACS Central Science bei 12,7 (JCR Stand 2023). Eine bereits seit Beginn der Open-Access-Bewegung frei zugängliche Zeitschrift ist ARKIVOC (im Jahr 2000 gegründet). Sie deckt den Bereich der organischen Chemie ab, einschließlich Bereiche aus der bioorganischen und der metallorga­nischen Chemie. Die Zeitschrift wird bei ARKAT USA, Inc . publiziert, eine im Jahr 2000 durch Spenden gegründete gemeinnützige Organisation, deren Ziel die weltweite Verbreitung Forschung in der organischen Chemie ist und damit Stu­dierende, Wissenschaftler*innen, kommerzielle und nicht-kommerzielle Unter­nehmen unterstützt. Somit ist weder die Einreichung eines Artikels bei ARKIVOC noch die Publikation ist für die Autor*innen mit weiteren Kosten verbunden. Dies gilt auch für das Beilstein Journal of Organic Chemistry (BJOC), das seit 2005 im Open Access erscheint und komplett vom Beilstein-Institut finanziert wird. Beide Zeitschriften fallen damit unter das Label „Platinum“ bzw. „Diamond“ Open Access . Neben der komplett kostenfreien Nutzung werden Artikel auch für die größtmögliche Nachnutzung unter einer CC BY-Lizenz veröffentlicht. Das Journal of Cheminformatics wurde 2009 als Open-Access-Zeitschrift im Verlag BioMed Central (BMC) gegründet, der nun zu Springer Nature gehört. Es deckt alle Bereiche der Chemieinformatik und der molekularen Modellierung ab. Die Zitationsrate hat sich in den letzten 5 Jahren von 3490 Zitierungen im Jahr 2019 auf 9430 im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. Die bei Wiley-VCH seit 2012 verlegte Zeitschrift ChemistryOpen wird von der europäischen Vereinigung chemischer Fachgesellschaften (bis 2020: ChemPubSoc Europe, seitdem ChemistryEurope) herausgegeben. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Chemistry listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 1.960 Titel. Die OAPEN Library verzeichnet mit dem Suchwort Chemistry und in der Rubrik Science rund 972 Titel (Stand Oktober 2024). Zu den wichtigen Verlagen gehören unter anderen Taylor & Francis , Springer Nature und De Gruyter , die jedoch alle im Fach Chemie bisher nur eine kleine Anzahl von Open-Access-Büchern herausgegeben haben. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten disziplinären Repositorien in der Chemie gehören: Beilstein Archives : enthält Preprints aus dem Bereich der organischen Chemie und der Nanotechnologie, die für die Publikation in einem der Beilstein Journals vorgesehen sind. Der Service wird vom Beilstein Institut betrieben und finanziert. ChemRxiv : Preprint-Server für das Fach Chemie und verwandte Gebiete. ChemRxiv wird kooperativ betrieben und finanziert von den weltweit fünf größten Fachgesellschaften ACS, Chinese Chemical Society, Chemical Society of Japan, der GDCh und RSC. PubMed Central : enthält Volltexte von Publikationen aus dem Bereich der Biomedizin und den Lebenswissenschaften (u. a. Biochemie, medizinische Chemie). Es ist das Volltextarchiv der U.S. National Institutes of Health's National Library of Medicine (NIH/NLM). Das Archiv wurde entwickelt und wird betrieben vom National Center for Biotechnology Information (NCBI) der NLM. Für die Chemie relevante institutionelle Repositorien sind beispielsweise das Publikationsportal des Forschungszentrums Jülich - JuSER , die Publikations­datenbank des Helmholtz-Zentrums Geesthacht , das Publikations­repositorium des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf oder auch das Repositorium für Naturwissenschaften und Technik (Renate) der Technischen Informationsbibliothek . Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. FID Chemie Sonstige Angebote Das Fach Chemie ist geprägt von Arbeiten im Labor. Die Dokumentation der durchgeführten Experimente wird in sogenannten Laborjournalen oder Laborbüchern abgelegt. Häufig werden diese Bücher noch in Papierform geführt, mit fortschreitender Digitalisierung allerdings wachsen auch die Möglichkeiten digitaler Dokumentation. Chemotion ist ein elektronisches Laborbuch (Electronic Lab Notebook, ELN) für die Chemie, in dem Moleküle und Reaktionen systematisch in digitaler Form ab­gelegt werden können ( Tremouilhac et al., 2017 ). Die Inhalte und Daten können zudem über das angegliederte Forschungsdaten-Repositorium unter einer Creative-Commons-Lizenz zur freien Nachnutzung bereitgestellt werden. Die Entwicklung der Open-Source-Software von Chemotion wurde vom Karls­ruher Institut für Technologie KIT finanziert. Eine Übersicht über verschiedene elektronische Laborjournale bietet der von der ZB MED herausgegebene ELN-Wegweiser ( Adam & Lindstädt, 2020 ). Open Science in der Chemie Das Thema Open Science und darin enthalten auch der offene Zugang zu Forschungsdaten wird in der Chemie bisher zwar weniger behandelt als in anderen Disziplinen. Es gibt aber Lichtblicke wie bspw. im Bereich der Kristallographie. Das Cambridge Crystallographic Data Centre (CCDC) sowie die Crystallography Open Data­base (COD) bieten einen bereits in dieser Community etablierten Zugang zu kristallographischen Daten. Im Bereich der NMR-Spektroskopie finden sich einige offene Datenbanken (zum Beispiel die Spectral Database for Organic Compounds ) zu Suche nach und Vergleich von spektroskopischen Daten. Allerdings beschränkt es sich hierbei meist mehr auf die Abbildung von Spektren und weniger auf die eigentlichen aufgenommenen Datenpunkte. In der Datenbank PubChem der National Institutes of Health (NIH) können chemische Daten und Informationen abgelegt und frei zugänglich gemacht werden. Es werden u. a. Informationen zu chemischen Strukturen, Identifika­toren, chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie zur biologischen Aktivität gesammelt. Im Rahmen des Aufbaus der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NDFI) wird im Chemie-Konsortium NFDI4Chem das Thema Open Science und der Umgang mit Forschungsdaten auf nationaler Ebene angegangen ( Steinbeck et al., 2020 ). Ziel ist es die Digitalisierung aller relevanten Schritte in der chemi­schen Forschung voranzutreiben, um Wissenschaftler*innen bei der Erfass­ung, Speicherung, Verarbeitung, Analyse, Offenlegung und Wiederverwendung von Forschungsdaten zu unterstützen. Im Rahmen von NFDI4Chem werden auch fachspezifische Repositorien für Forschungsdaten weiterentwickelt, wie z. B. Chemotion für diverse Analytikdaten oder nmrXiv speziell für NMR-Daten. Mit der RADAR4Chem-Instanz wird ein generisches Repositorium für alle chemischen Forschungsdaten angeboten. Für weitere Forschungsdaten-Repositorien für das Fach Chemie, bietet das Registry of Research Data Repositories (re3data) einen guten Überblick. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Adam, B., & Lindstädt, B. (2020). ELN-Wegweiser. Elektronische Laborbücher im Kontext von Forschungsdatenmanagement und guter wissenschaftlicher Praxis—Ein Wegweiser für die Lebenswissenschaften [2. aktualisierte und erweiterte Fassung]. ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften. https://doi.org/10.4126/FRL01-006422868 Schmitz, K. (2019). DEAL-Vereinbarung tritt heute in Kraft . https://web.archive.org/web/20250803053202/https://www.gdch.de/service-information/nachricht/article/deal-vereinbarung-tritt-heute-in-kraft.html Steinbeck, C., Koepler, O., Bach, F., Herres-Pawlis, S., Jung, N., Liermann, J., Neumann, S., Razum, M., Baldauf, C., Biedermann, F., Bocklitz, T., Boehm, F., Broda, F., Czodrowski, P., Engel, T., Hicks, M., Kast, S., Kettner, C., Koch, W., … Wulle, S. (2020). NFDI4Chem—towards a National Research Data Infrastructure for Chemistry in Germany. Research Ideas and Outcomes, 6 , e55852. https://doi.org/10.3897/rio.6.e55852 Tremouilhac, P., Nguyen, A., Huang, Y.-C., Kotov, S., Lütjohann, D. S., Hübsch, F., Jung, N., & Bräse, S. (2017). Chemotion ELN: an Open Source electronic lab notebook for chemists in academia. Journal of Cheminformatics , 9 (1), 54. https://doi.org/10.1186/s13321-017-0240-0 Weiterführende Literatur Brazil, R. (2024, September 2). Will open science change chemistry? Chemistry World . https://www.chemistryworld.com/careers/will-open-science-change-chemistry/4020023.article Jensen, J. (2021, January 8). Open access chemistry publishing options in 2021. Proteins and Wave Functions . https://proteinsandwavefunctions.blogspot.com/2021/01/open-access-chemistry-publishing.html Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Janna Neumann, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften (Stand: Oktober 2024)....

  8. Open Access in der Geowissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in den Geo­wissenschaften Die Geowissenschaften erforschen auf interdisziplinäre Weise die naturwissen­schaftlichen Aspekte des Systems Erde. Die Hauptdisziplinen Geologie, Paläon­tologie, Geophysik, Geodäsie, Mineralogie, Petrologie und Geochemie besitzen dabei enge Bezüge z. B. zur Bodenkunde und zur Atmosphären-, Meeres- und Klimaforschung. Weitere Forschungsrichtungen ergänzen das interdisziplinäre Spektrum der Geowissenschaften, unter anderem Geomikrobiologie und Geoin­formatik. Geowissenschaften gehören zu den Fächern, in denen Open Access vergleichs­weise weit verbreitet ist ( Severin et al., 2020 ). In den Geowissenschaften herr­schen die typischen Publikationskulturen der Naturwissenschaften vor. Am häufigsten werden Artikel in internationalen Zeitschriften publiziert, die über eine Qualitätssicherung durch das Peer-Review-Verfahren verfügen. Reputa­tionszuschreibungen orientieren sich zurzeit noch überwiegend am Impact Factor der Zeitschrift. Bücher spielen insgesamt eine untergeordnete Rolle und werden vor allem als Überblickswerke und Aufsatzsammlungen genutzt. Allerdings gibt es Abwei­chungen in Teildisziplinen, z. B. in der Paläontologie, wo Bücher durchaus größere Bedeutung haben. Früher sehr verbreitete, regionale nicht-englischsprachige Publikationsorte wer­den weniger, haben aber für regionale Themen nach wie vor Bedeutung ( Bertel­mann, 2017 ). Genauere Untersuchungen zum Open-Access-Publikationsverhal­ten in Teildisziplinen liegen für die Geochemie vor ( Pourret et al., 2020a ; Pourret et al., 2020b ). Viele geowissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland geben Zeitschrif­ten heraus oder sind an der Herausgabe beteiligt. Der Großteil dieser Zeitschrif­ten erscheint in Zusammenarbeit mit Verlagen und wird nach dem Subskrip­tionsmodell finanziert. Die führenden und mitgliederstärksten internationalen Fachgesellschaften sind die American Geophysical Union (AGU) und die Euro­pean Geosciences Union (EGU). Die AGU gibt neben Subskriptionszeitschriften auch einige Open-Access-Zeitschriften heraus, die EGU setzt vollständig auf Open Access aller ihrer Zeitschriften. Der Fachinformationsdienst Geowissen­schaften (FID GEO) unterstützt die deutschen geowissenschaftlichen Fachgesell­schaften bei der Umsetzung von Open Access. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter den Subjects Geology, Geodesy, Geophysics. Cosmic physics und Geomagnetism 265 Einträge (Stand: März 2026). Davon erheben 136 Zeitschriften keine Publikationsgebühren. Wichtige Open-Access-Zeitschriften und Verlage sind z. B. European Journal of Mineralogy DOAJ Limnology and Oceanography Letters DOAJ Living Reviews in Solar Physics DOAJ 12 Zeitschriften der AGU (alle in Kooperation mit Wiley) 19 Zeitschriften der EGU , (alle in Kooperation mit Copernicus Publications), z. B. Solid Earth DOAJ ; Climate of the Past DOAJ Weitere 28 Zeitschriften bei Copernicus Publications (inkl. der Zeitschrift für die Publikation von Artikeln über Forschungsdaten(sätze) Earth System Science Data (ESSD) DOAJ ). 6 Zeitschriften bei Springer Nature Mehr als 80 Titel bei MDPI (im Bereich Environmental & Earth Sciences ). 60 Zeitschriften bei Elsevier Beispiele für Open-Access-Zeitschriften, die keine Publikationsgebühren erheben ( Diamond Open Access ): Advances in Geochemistry and Cosmochemistry Geochemical Perspectives Letters DOAJ Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin DOAJ Mineralogia DOAJ Scientific Drilling DOAJ Sedimentologika DOAJ Seismica DOAJ The Sedimentary Record DOAJ Volcanica DOAJ Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Earth Sciences, Geography, Environment, Planning listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 210 Titel (Stand: März 2026). OAPEN kann über die Subject-Suche durchsucht werden. Als Suchbegriffe für geowissen­schaftliche Titel bieten sich entweder geo oder earth an. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in den Geowissenschaften gehören: Agris : ein Angebot der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), vorwiegend für Agricultural Sciences Aquatic Commons : ein Angebot der International Association of Aquatic and Marine Science Libraries and Information Centers zum Fachgebiet der Meeresforschung (wurde 2021 mit OceanDocs zusammengelegt zu einem neuen Repositorium AquaDocs) GEO-LEOe-docs : das Fachrepositorium des Fachinformationsdienstes für die Geowissenschaften (FID GEO) NASA STI Repository : Sammlung von Forschungsergebnissen der Luft- und Raumfahrt der NASA OceanDocs : Dokumentenserver der Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) zum Fachgebiet der Meeresforschung (wurde 2021 mit Aquatic Commons zusammengelegt zum neuen Repositorium AquaDocs) Folgende Repositorien von einschlägigen Forschungsinstitutionen bieten sich besonders für eine direkte Suche an: Earth-prints , Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia EPIC , Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeres­forschung. GFZpublic , Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungs­Zentrum GFZ Oceanrep , GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Preprint -Server: PaleorXiv , ESSOAr und EarthArXiv sind Preprint-Server aus dem Bereich der Geowissenschaften. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Mit BASE (Bielefeld Academic Search Engine) , findet man z. B. über den Menüpunkt Browsing und die Einschränkung nach der Dewey-Dezimal-Klassifikation (DDC) Naturwissenschaften und Mathematik und nachfolgend Geowissenschaften/Geologie mehr als 3.000.000 Titel. Das Discovery System ALBERT erschließt für die Suche auf Artikelebene u. a. auch die einschlägigen Open-Access-Zeitschriften und eine Reihe relevanter Repositorien. Dies schließt auch publizierte Forschungsdaten ein. GEO-LEO ist eine Metasuchmaschine für die Recherche nach Informations­quellen zum System Erde und Weltall. Der FID GEO bietet die kostenlose Digitalisierung geowissenschaftlicher Werke an. Alle durch den FID GEO erstellten Digitalisate werden auf GEO-LEOe-docs , dem Fachrepositorium des FID GEO, frei zugänglich gemacht. Online frei verfügbare Blätter der Geologischen Karte 1:25.000 (GK25) für Deutschland und angrenzende Gebiete werden vom FID GEO dokumentiert. Die in Open-Access-Zeitschriften erschienenen Artikel sind auch über die gäng­igen fachspezifischen bibliografischen Datenbanken und in naturwissenschafts­übergreifenden Angeboten recherchierbar (GeoRef, Science Citation Index, Scopus u. a.). Open Science in den Geo­wissenschaften Der Umgang mit Forschungsdaten ist schon seit dem Internationalen Geophy­sikalischen Jahr (1957/58) ein bestimmendes Thema in den Geowissenschaften. Es ist kein Zufall, dass die ersten Zeitschriftengründungen, in denen ausschließ­lich Aufsätze zu Forschungsdaten erscheinen ( Earth System Science Data (ESSD) oder das Geoscience Data Journal ), im geowissenschaftlichen Feld erfolgt sind. Die deutsche geowissenschaftliche Community organisiert sich in Bezug auf For­schungsdaten in der NFDI4Earth , um gemeinsame und international an­schlussfähige Prinzipien, Regeln und Standards für das Forschungsdaten­management in der Erdsystemwissenschaft zu etablieren, experimentelle Prototyp-Plattformen zu schaffen und Werkzeuge und Mechanismen für die Datenintegration und -analyse bereitzustellen. Dabei setzt die NFDI4Earth auf die Prinzipien von FAIR and open data . Informationen zum Thema Forschungsdaten in den Geowissenschaften (z. B. zu Repositorien, Journals, Initiativen und Literatur) sind auf forschungsdaten.info zusammengestellt. Auf internationaler Ebene verbindet die Coalition for Publishing Data in the Earth and Space Sciences (COPDESS) geo- und weltraumwissenschaftliche Verlage, Datenzentren und weitere Akteure, um die Bestrebungen nach offenen, verfügbaren und nutzbaren Daten in die Praxis umzusetzen. Weitere Beiträge zu einer offenen Wissenschaft sind die International Generic Sample Number (IGSN) für referenzierbare Proben (z. B. Gesteinsproben) oder offene Peer-Review-Verfahren , wie sie z. B. in den Zeitschriften des Verlags Copernicus Publications seit über 10 Jahren durchgeführt werden. Geowissen­schaften sind software-intensive Wissenschaften, dabei rückt der Umgang mit Software, also die Publikation und Referenzierbarkeit derselben, immer stärker in den Fokus (siehe z. B. Stall et al., 2020 ). open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Bertelmann, R. (2017). 5c. Geowissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (pp. 261–266). De Gruyter Saur. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Pourret, O., Hursthouse, A., Irawan, D. E., Johannesson, K., Liu, H., Poujol, M., Tartèse, R., Hullebusch, E. D. van, & Wiche, O. (2020). Open Access publishing practice in geochemistry: Overview of current state and look to the future. Heliyon , 6 (3), e03551. https://doi.org/10.1016/j.heliyon.2020.e03551 Pourret, O., Irawan, D. E., Tennant, J. P., Hursthouse, A., & Hullebusch, E. D. van (2020). The growth of open access publishing in geochemistry. Results in Geochemistry , 1 , 100001. https://doi.org/10.1016/j.ringeo.2020.100001 Severin, A., Egger, M., Eve, M. P., & Hürlimann, D. (2020). Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: An evidence-based review. F1000Research , 7 , 1925. https://doi.org/10.12688/f1000research.17328.2 Stall, S., Townsend, R., & Robinson, E. (2020, April). The paper and the data: authors, reviewers, and editors webinar on updated journal practices for data (and software) . Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.3744660 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Fachinformationsdienst Geowissenschaften (FID GEO) (Stand: Dezember 2025)....

  9. Open Access in der Germanistik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Germanistik In der Germanistik lässt sich eine Tendenz zu größerer Offenheit und Akzeptanz gegenüber Open Access beobachten. Darin ähnelt sie anderen Philologien, wie z.B. der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft , in denen ähnliche Entwicklungen stattfinden. Gleichwohl ist die Printfixiertheit in der Germanistik noch immer dominant, ebenso eng bleibt die Verknüpfung zwischen publizierendem Verlag und wissenschaftlicher Reputation. Vorurteile gegenüber Open Access betreffen neben der Sorge um wissenschaftliche Qualität auch die langfristige Verfügbarkeit ausschließlich online erschienener Forschungsbeiträge. Für die Publikationspraxis spielen bibliometrische Indikatoren wie der Journal Impact Factor , Zitationsraten etc. in der Regel eine geringe Rolle. Die Geschäftsmodelle vieler Verlagshäuser mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt sind im Wandel, nicht zuletzt durch die Open-Access-Positionierung der großen nationalen Fördereinrichtungen. Angesehene Verlage ermöglichen und treiben mittlerweile Open Access Gold voran und sind auch offen(er) für Open Access Grün . Zugleich gibt es vermehrt institutionelle Angebote zur Förderung von Open-Access-Monografien und Open-Access-Sammelbänden (Open-Access- Publikationsfonds ; Förderung von Publikationskosten über Drittmittel; Publikationsbeihilfe der DFG ). Beides hat eine Zunahme von Open-Access-Erstveröffentlichungen zur Folge. Zudem nutzen immer mehr Forscher*innen die Möglichkeit der Zweitpublikation auf Repositorien ihrer Hochschulbibliothek bzw. Forschungseinrichtung oder zentralen Fachrepositorien wie GiNDok . Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung langsam aber stetig fortsetzt. Eine eindeutige Positionierung des Deutschen Germanistenverbands (DGV) steht noch aus. Gleichwohl haben sich innerhalb dieser zentralen Fachgesellschaft Arbeitsgruppen etabliert (AG Digitales in Forschung und Lehre; AG Germanistik im digitalen Zeitalter), die sich mit der Digitalisierung und den sich wandelnden Arbeits-, Lehr- und Forschungsweisen im Fach befassen. Hierbei spielt die Auseinandersetzung mit dem Open-Access-Publizieren eine wichtige Rolle. Die AG Germanistik im digitalen Zeitalter hat sich inzwischen aufgelöst. Kritisch zu Open Access äußern sich regelmäßig die Verantwortlichen des Instituts für Textkritik . Open Access in der Linguistik Finden Sie hier eine Einführung. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort (Subject) “German Literature ” 14 und unter “ Germanic languages ” 4 Einträge (ohne skandinavische Sprachen). (Stand: November 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: IASLonline Philologie im Netz (PhiN) Textpraxis. Digitales Journal für Philologie ( DOAJ ) Linguistik online ( DOAJ ) Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZiG) literaturkritik.de Transit. A Journal of Travel, Migration and Multiculturalism in the German-speaking World ( DOAJ ) Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaft (ZfdG) Außerdem zu erwähnen (wenngleich nicht im DOAJ gelistet) sind die „ Germanistischen Mitteilungen “ und die Zeitschrift für Wortbildung . Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Eine Suche nach "German literature" im Directory of Open Access Books erzielt 166 Treffer, nach "German language" 217 Treffer, nach "German linguistics" 22 Treffer und nach "German studies" 171 Treffer (Stand: März 2024). Open-Access-Bücher, die einen germanistischen Fachbezug haben und ohne BPC s im Diamond Open Access veröffentlicht sind, lassen sich auch auf der Website von Open Book Publishers unter "German Studies" finden. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in der Germanistik gehören GiNDok, betrieben vom Fachinformationsdienst (FID) Germanistik und Bestandteil des Portals “ Germanistik im Netz (GiN) ”, sowie der Publikationsserver des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS): GiNDok Publikationsserver des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) Der IDS-Publikationsserver enthält vor allem Veröffentlichungen aus dem Bereich der germanistischen Sprachwissenschaft. GiNDok dient Einzelforscher*innen, Verlagen, Institutionen und Projekten als Plattform für Erst- und Zweitveröffentlichungen aus allen Teilbereichen des Fachs und für nahezu alle Textgattungen. Darüber hinaus bietet der FID Germanistik auch einen E-Journal-Hosting-Service auf Basis der Software OJS an. Wichtig für die Germanistik sind auch die folgenden Repositorien benachbarter Disziplinen: CompaRe - Fachrepositorium für die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft AMAD - Interdisziplinäres Open-Access-Fachrepositorium und Wissenschaftsblog für Mittelalterforschung PsyArxiv (vor allem in germanistischer Linguistik) PhilPapers Eine Übersicht zu relevanten Repositorien im Bereich “ Language and Literature ” gibt auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie rechtliche Informationen rund um Open Access. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige hilfreiche Angebote Der Fachinformationsdienst (FID) Germanistik hat eine Reihe von Tutorials veröffentlicht, die u.a. über die Vorteile des OA-Publizierens informieren und darüber hinaus einschlägige praktische Informationen zu relevanten Themen wie der Langzeitarchivierung oder zu der Zitationsweise digitaler Publikationen kompakt und verständlich auflisten. Literatur Weiterführende Literatur Baillot, A. (2019). Digitales Publizieren und Open Access in der Germanistik. Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbands , 66 (3), 237–247. https://doi.org/10.14220/mdge.2019.66.3.237 Eve, M. P. (2014). Open Access and the Humanities. Contexts, Controversies and the Future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Messerschmidt, N. (2011). Open Access in den Literaturwissenschaften. Ergebnisse qualitativer Interviews mit Wissenschaftlern der Deutschen Literatur . https://doi.org/10.18452/14147 Söllner, K. (2017). Geisteswissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (1st edition, pp. 247–253). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Volker Michel, Fachinformationsdienst Germanistik . Letzte inhaltliche Überarbeitung: Stefan Hartmann, Heinrich Heine Universität Düsseldorf (Stand: November 2024)....

  10. Open Access in der Geschichtswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Wahrnehmung von Open Access Erhebung zu Anforderungen und Hindernissen in ausgewählten geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen: Geschichtswissenschaften und Soziale Arbeit. Open Access in den Geschichts­wissenschaften Bei Historiker*innen besteht generell eine Offenheit gegenüber allen Formen von Open Access . Die Anzahl frei verfügbarer Zeitschriften und digitaler Bestände nimmt in den Geschichtswissenschaften stetig zu. Bei Monografien und Sammelbänden hingegen schreitet Open Access langsamer voran. Als weitere Veröffentlichungsform werden Blogs zur Verbreitung wissenschaftlicher Informationen genutzt. Neben Publikationen sind frei verfügbare historische Quellen von großer Bedeutung, besonders in Form von Digitalisaten und maschinenlesbaren digitalen Editionen. In den für die Geschichtswissenschaften relevanten Bereichen der Digital Humanities spielen zudem frei verfügbare Tools (z. B. bezüglich Text Mining) eine Rolle. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet aktuell unter dem Suchbegriff History 1.582 Open-Access-Zeitschriften. (Stand: Dezember 2025). Einige wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Historische Zeitschrift ( https://doaj.org/toc/2196-680X ) Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte ( https://doaj.org/toc/2196-6842 ) Zeithistorische Forschungen ( https://doaj.org/toc/1612-6041 ) Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften ( https://doaj.org/toc/2510-1358 ) Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung ( https://doaj.org/toc/2701-0449 ) Rezensionen spielen in den Geschichtswissenschaften ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Zeitschriften, die nicht im Open Access publizieren, stellen trotzdem den Rezensionsteil frei zugänglich zur Verfügung. Darüber hinaus existiert eine Reihe von Open-Access-Rezensionsplattformen: Francia-Recensio (Rezensionsjournal des Deutschen Historischen Instituts Paris) recensio.net (Rezensionsplattform für europäische Geschichtswissenschaften) recensio.regio (Rezensionsplattform für Regionalgeschichte) RIDE (Rezensionsportal für digitale Editionen und Ressourcen) sehepunkte (Rezensionsjournal) Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Artikeln, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49536 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) verzeichnet 2.773 Monografien und Sammelbände unter dem Stichwort History (Stand: Dezember 2025). Auch die OAPEN Online Library bietet im Open Access veröffentlichte Volltexte zu historischen Themen . Die Publikationsplattform OpenEdition bietet unter dem Stichwort Geschichte 5.023 verfügbare Bücher. (Stand: Dezember 2025). Insgesamt existiert eine große Vielfalt an Publikationsmodellen, mit stark variierenden Konditionen, Kosten und technischer Umsetzung. Die in der AG Universitätsverlage zusammengeschlossenen deutschsprachigen Universitätsverlage unterstützen nachdrücklich die Open-Access-Bewegung. Ein Großteil von ihnen veröffentlicht geisteswissenschaftliche Monografien und Sammelbände. Wissenschaftsverlage wie z. B. die Verlage Barbara Budrich , de Gruyter , transcript , Wachholtz oder Wallstein bieten im Rahmen der Open-Access-Transformation zunehmend entsprechende Publikationsmöglichkeiten auch für Autor*innen aus den Geschichtswissenschaften. Inzwischen gibt es auch eine Reihe geisteswissenschaftlicher Open-Access-Verlage wie Language Science Press und Edition Topoi , die ausschließlich in diesem Format publizieren und auch keine Publikationsgebühren verlangen. Die vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) gehostete Edition Open Sources macht akademische Editionen von Primärquellen frei verfügbar zugänglich. Vom österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) geförderte selbstständige Publikationen werden Open Access in der FWF-E-Book-Library zur Verfügung gestellt, darunter auch Veröffentlichungen zu historischen Themen. In der Reihe Historisches Forum werden Themenhefte mit Beiträgen und Berichten aus den Geschichtswissenschaften veröffentlicht. Die Hefte erscheinen in Zusammenarbeit mit den Partnern von Clio-Online und der Humboldt-Universität zu Berlin . Disziplinäre Repositorien Das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) listet unter dem Suchbegriff History 26 Repositorien. Im Registry of Research Data Repositories re3data.org werden 141 Forschungsdatenrepositorien mit historischen Inhalten verzeichnet (Stand: Dezember 2025). Für die Geschichtswissenschaften relevante Inhalte und Veröffentlichungsmöglichkeiten finden sich zudem insbesondere in Repositorien, Datenbanken und weiteren Nachweissystemen angrenzender Disziplinen. Eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Inhalten nimmt der Fachinformationsdienst (FID) Geschichtswissenschaft historicum.net ein. Dieser bündelt Angebote zum Publizieren, Archivieren und zur Recherche. Weitere Fachinformationsdienste bieten ebenfalls für Historiker*innen bedeutsame Mehrwerte. Aufgrund der Multiperspektivität des Fachs finden sich vielfältige geschichtswissenschaftliche Inhalte in zahlreichen Teildisziplinen. In den jeweiligen Repositorien können sie durch entsprechende Suchfilter (wie z. B. Geschichte) gefunden werden. Viele Fachinformationsdienste bieten darüber hinaus Dienstleistungen und Beratung zum Thema Open-Access-Publizieren. Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Blogs Neben zahlreichen alleinstehenden historischen Blogs von Forschungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden sowie einzelnen Forscher*innen, bietet das geistes- und sozialwissenschaftliche Blog-Portal Hypotheses , das vom Open-Access-Dienstleister Open Edition realisiert wird, eine zentrale Plattform für mehrere tausend Blogs auch zu geschichts-, archiv- und hilfswissenschaftlichen Themen. Unter History & Archaeology werden knapp 315 Blogs aus den D-A-CH-Ländern gelistet (Stand: Dezember 2025). Das Redaktionsblog des deutschsprachigen Portals dient der Entwicklung und Verbreitung wissenschaft­licher Information sowie der Schaffung eines Netzwerks. Fachportale und Plattformen Fachportale bieten zentrale Einstiegspunkte für die Recherche nach frei verfügbaren Publikationen, Quellen und weiterem Material. Clio online ist ein Fachportal für die Geschichtswissenschaften. Es ist an zahlreichen Projekten wie Zeitgeschichte online , dem Fachportal für Zeithistoriker*innen, und H-Soz-Kult beteiligt. Es stellt mit den Clio Guides Handbücher für verschiedenste Spezialisierungen der Geschichtswissenschaften (bezogen auf Arbeitstechniken, Epochen, Regionen, Sammlungen und Themen) bereit. Diese geben detaillierte Hinweise zu einschlägigen digitalen Informationsressourcen, Medien und Recherchemöglichkeiten. Europäische Geschichte Online des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte veröffentlicht wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte Europas zwischen 1450 und 1950. Die Beiträge in deutscher und englischer Sprache sind dabei mit unterschiedlichen Materialien verknüpft. historicum.net des Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft bietet viele geschichtswissenschaftliche Informationen an und betreibt insbesondere die Deutsche Historische Bibliografie . H-Net - Humanities and Social Sciences online ist ein Netzwerk zur Fachkommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften. H-Soz-Kult ist eine moderierte Informations- und Kommunikationsplattform für Historiker*innen. Sie veröffentlicht fachwissenschaftliche Nachrichten und verweist auf Neuerscheinungen. Datenbanken Für die historische Forschung ist der Zugang zu digitalisierten Ressourcen (Archivalien, Bibliotheks- und Museumsbestände) von großer Bedeutung. Wichtige Datenbanken für das Fach werden oft von einzelnen, für das Fach zentralen Institutionen betrieben oder in institutionsübergreifenden Datenbanken zusammengeführt. Arachne ist die zentrale Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der Arbeitsstelle für Digitale Archäologie am Archäologischen Institut der Universität zu Köln. Das Archivportal Europa bietet u. a. 285 Millionen Akteneinheiten aus mehr als 7.000 Kultureinrichtungen, teils mit Links zu Digitalisaten. Die Deutsche Biographie stellt Informationen zu mehr als 1 Million Personen des deutschen Sprachraums vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart zur Verfügung. Die Deutsche Digitale Bibliothek verzeichnet und verlinkt mehr als 26 Millionen Objekte aus deutschen Kultureinrichtungen (Archive, Bibliotheken, Museen). e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland hat zum Ziel, alle mittelalterlichen und eine Auswahl neuzeitlicher Handschriften der Schweiz durch eine virtuelle Bibliothek frei zugänglich zu machen. Auf e-rara.ch werden digitalisierte Drucke des 15. bis 20. Jahrhunderts aus Schweizer Bibliotheken öffentlich und kostenlos angeboten. In der Europeana werden mehr als 60 Millionen Objekte (Bilder, Textmaterialien, Ton- und Videoaufnahmen sowie 3D-Objekte) aus mehr als 2.000 europäischen Kulturorganisationen aggregiert. Das Handschriftenportal dient als zentraler Nachweis der Handschriften in deutschen Sammlungen und verknüpft diese mit Erschließungsdaten und Digitalisaten. perspectivia.net , die Online-Publikationsplattform der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland , stellt Zeitschriften, Rezensionen, Monografien und Tagungsdokumentationen (elektronische Publikationen wie auch Retrodigitalisate) ihrer Institute sowie ihrer Kooperationspartner im Volltext zur Verfügung. Die Regesta Imperii verzeichnen sämtliche urkundlich und historiographisch belegten Aktivitäten der römisch-deutschen Könige und Kaiser von den Karolingern bis zu Maximilian I. (ca. 751–1519) sowie der Päpste des frühen und hohen Mittelalters in Form deutschsprachiger Regesten. Sie bieten eine frei zugängliche, alle Fachdisziplinen berücksichtigende Literaturdatenbank für die mediävistische Forschung des gesamten europäischen Sprachraums, eine Regestendatenbank und Publikationen. Das Wörterbuch-Netz , ein Projekt des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier bietet u. a. Wörterbücher älterer deutscher Sprachstufen. Open Science in den Geschichts­wissenschaften Im breiten Spektrum der Geschichtswissenschaften sind mit digitalen Quellen, maschinenlesbaren Editionen, dem Einsatz frei verfügbarer Tools für innovative digitale Forschung und der freien Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zentrale Aspekte offener Wissenschaft gegeben. Die Arbeitsgemeinschaft Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V. (VHD) beschäftigt sich mit den Potenzialen der Digital Humanities bzw. E-Humanities für die Geschichtswissenschaften und bietet ein Forum für den Austausch mit historisch arbeitenden Nachbardisziplinen. Seit 2023 wird vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und zusammen mit zehn weiteren Antragstellern (u. a. VHD) ein NFDI-Konsortium für die historisch arbeitenden Geisteswissenschaften namens NFDI4Memory betrieben. Das Konsortium setzt sich für eine qualitätsgesicherte, standardisierte und kompetente Nutzung von Forschungsdaten in den historischen Disziplinen ein. Das EU-Projekt Social Sciences & Humanities Open Cloud (SSHOC) ist ein Online-Marktplatz, der digitale Werkzeuge, Dienste, Trainingsdaten und Datensets im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften mit dem Ziel zur Verfügung stellt, die interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit in diesen Disziplinen zu fördern. Die europäische Forschungsinfrastruktur OPERAS fördert offene wissenschaftliche Kommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften im europäischen Forschungsraum. OPERAS unterstützt offene Wissenschaft unter anderem durch Projekte wie TRIPLE . Dieses Projekt widmet sich der Entwicklung eines mehrsprachigen und multikulturellen Suchdienstes für die Geistes- und Sozialwissenschaften. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Praxistipp Wie und unter welchen Bedingungen audiovisuelle Materialien als Open Educational Resources in Forschung und Lehre genutzt werden dürfen, erläutert das Rechtsgutachten von Klimpel & Rack (2023) . Weiterführende Literatur Daniel, S., Enderle, W., Hohls, R., Meyer, T., Prellwitz, J., Prinz, C., Schuhmann, A., & Schwandt, S. (Eds.). (2023–2025). Clio Guide. Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften ( 3. erw. und aktualisierte Aufl. ). Clio-online. https://guides.clio-online.de/ Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Eva Bunge, Deutsches Museum (Stand: Dezember 2025)....