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  1. Open Access in der Berufsbildungsforschung

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Publikation Open Access veröffentlichen können. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Berufs­bildungs­forschung Der Gegenstandsbereich der Berufsbildungsforschung umfasst Forschungsarbeiten, die sich u. a. mit beruflichem Lernen, beruflichen Bildungsinstitutionen und -systemen, der Gestaltung von Arbeitsprozessen, der Berufs- und Arbeitsmarktentwicklung sowie mit Kompetenzentwicklung befassen. Zu den Disziplinen, die Beiträge zur Berufsbildungsforschung leisten, gehören vor allem: Erziehungswissenschaften/Berufs- und Wirtschaftspädagogik Betriebswirtschaftslehre Bildungsökonomie Psychologie/Arbeitspsychologie Soziologie/Berufssoziologie Die wissenschaftlichen Arbeiten in der Berufsbildungsforschung sind aufgrund ihres fachübergreifenden Charakters durch Multidisziplinarität gekennzeichnet. In der Berufsbildungsforschung stellt die Veröffentlichung in Fachzeitschriften die häufigste Publikationsform dar. Über die Hälfte der im VET Repository , dem fachlichen Repositorium für die Berufsbildungsforschung, gelisteten Nachweise sind Zeitschriftenaufsätze. Das gedruckte Buch als klassische Publikationsform ist zwar auf dem Rückzug, hat aber trotzdem noch eine wichtige Bedeutung. Insgesamt wird in der Berufsbildungsforschung immer mehr Open Access publiziert. So gibt es einige wichtige reine Open-Access-Zeitschriften, wie z. B. Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online (bwp@) Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beschäftigte sich von 2018-2021 mit dem Thema Open Access im Rahmen des Forschungsprojekts „Open Access in der Berufsbildungsforschung“ ( OABBF ). Dabei wurde untersucht, welche Faktoren für die Autorinnen und Autoren im Hinblick auf die Akzeptanz, Verbreitung und Nutzung von Open Access eine Rolle spielen. Die Ergebnisse des Projekts legen nahe, dass in der Berufsbildungsforschung noch Vorbehalte zu Open Access bestehen. Diese beziehen sich auf die Reputation und die Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse. In Zukunft sollte die fach- und forschungseinrichtungsübergreifende Kommunikation und Information zu Open Access ausgebaut werden, um das Image von Open Access zu stärken und eventuelle Vorurteile abzubauen (vgl. Getz et al., 2022; Getz & Rödel, 2026). Open-Access-Zeit­schrif­ten Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort “ vocational training ” 16 Einträge (Stand Dezember 2025). Relevante Open-Access-Zeitschriften in der Berufsbildungsforschung sind: Berufs- und Wirtschaftspädagogik Online (bwp@) International Journal for Research in Vocational Education and Training (IJRVET) Journal of Technical Education (JOTED) Zeitschrift für Weiterbildungsforschung - Report (ZfW) Journal for Labour Market Research Schweizerische Zeitschrift für Soziologie Empirical Research in Vocational Education and Training DENK-doch-MAL.de DJI Impulse: Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts weiter bilden: DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung Weitere Informationen finden sich ausführlich kommentiert in der Handreichung Wissenschaftliches Publizieren in Zeitschriften der Berufsbildungsforschung (Linten et al., 2023). Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort “vocational training” listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 219 Titel. OAPEN verzeichnet unter dem gleichen Stichwort 2.714 Titel (Stand Dezember 2025) Außerdem stellt das VET Repository des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 5.280 Bücher im Volltext zur Verfügung (Stand Dezember 2025). Dis­zi­pli­näre Re­po­si­to­rien Das wichtigste disziplinäre Repositorium für die Berufsbildungsforschung ist das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betriebene VET Repository , das 2019 vom BIBB als fachliches Repositorium für die Berufsbildungsforschung gestartet wurde. Hier finden sich neben Monografien auch Zeitschriftenaufsätze und Sammelbandbeiträge. Seit 2025 fungiert das VET Repository auch als Publikationsplattform . Über eine Uploadfunktion bietet es die Möglichkeit für wissenschaftliche Erst- und Zweitveröffentlichungen. Weitere Repositorien mit Beiträgen aus der Berufsbildungsforschung sind: SSOAR EconStor peDOCS Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auf der linken Seite finden Sie hilfreiche Services und Tools, um sich über konkrete Fragen zu Open Access zu informieren. Literatur Getz, L., Langenkamp, K., Weiland, M., Rödel, B., & Taufenbach K. (2022). Wissenschaftliches Publizieren in der Berufsbildungsforschung. Empirische Befunde im Kontext von Open Access. In Ertl, H. & Rödel, B. (Hrsg.), Offene Zusammenhänge: Open Access in der Berufsbildungsforschung (S. 49–64). Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). urn:nbn:de:0035-vetrepository-780892-5 Getz, L., & Rödel, B. (2026). Open Access und Reputation. Widersprüchliche Befunde in der Berufsbildungsforschung. In Y. Fadeeva, S. Franz, D. Kampkaspar, M. Seltmann, T. Steyer, & N.-O. Walkowski (Eds.), Reputation ohne Paywall? Wissenschaftliches Publizieren im digitalen Wandel (S. 62–79). Melusina Press. https://doi.org/10.26298/1981-5838 Linten, M., Rödel, B., Taufenbach, K., & Woll, C. (2023). Wissenschaftliches Publizieren in Zeitschriften der Berufsbildungsforschung . Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). urn:nbn:de:0035-1048-3 Weiterführende Literatur Ertl, H., Rödel, B., & Bundesinstitut für Berufsbildung (Eds.). (2022). Offene Zusammenhänge: Open Access in der Berufsbildungsforschung (1. Auflage). Verlag Barbara Budrich. https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/18249 Bearbeitung der Inhalte der Seite: Dr. Bodo Rödel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (Stand: Dezember 2025)....

  2. Open Access in der Biologie

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Biologie Eine große und stetig wachsende Zahl an Open-Access-Zeitschriften prägt mittlerweile die Publikationslandschaft der Biologie. Initiativen wie Plan S in Europa und Plan U in den USA ( Sever et al., 2019 ) sowie die bundesweiten Lizenzverträge des DEAL-Projektes in Deutschland sorgen auch in der Biologie für einen strukturellen Wandel hin zu Open Access als Standard-Publikationsmodell. Der nächste momentan zu vollziehende Schritt ist die Transition zu Diamond-Open-Access-Modellen . Preprintserver wie bioRxiv sind mittlerweile weitreichend genutzt, da sie die schnelle Kommunikation von Ergebnissen noch vor Abschluss der Peer-Review-Prozesse ermöglichen. Neben Fachartikeln und den damit verknüpften Forschungsdaten sind Softwareentwicklungen sowie KI-Modellen wichtige Ergebnisse des Wissenschaftsprozesses, wobei der freie Zugang zu diesen Ergebnissen durch eine Vielzahl an internationalen Repositorien und Datenbanken gewährleistet wird. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet 897 Open-Access-Zeitschriften unter dem Stichwort Biology und Microbiology (Stand: Dezember 2025). Zu den Wichtigsten gehören u.a.: eLife PLOS Biology PLOS ONE Scientific Reports Open Biology BMC Biology Eines der Zugpferde der Open-Access-Bewegung in der Biologie ist der Verlag Public Library of Science (PLOS) . 2003 setzte er mit Gründung der Zeitschrift PLOS Biology einen Grundstein für die Verbreitung des Open-Access-Gedankens in den Lebenswissenschaften . Neben PLOS Biology betreibt der Verlag mittlerweile weitere Zeitschriften, darunter PLOS ONE. Diese Zeitschrift gilt als Prototyp des sogenannten Megajournals – dieses Modell wurde mittlerweile von vielen anderen Verlagen übernommen (z. B. Scientific Reports von Springer Nature). Ein wichtiges Merkmal dieser Megajournals ist, dass eingereichte Manuskripte ausschließlich auf Basis ihrer wissenschaftlichen Validität bewertet werden. Ablehnungen aufgrund mangelnder Relevanz wie bei vielen anderen Zeitschriften gibt es nicht. Vor diesem Hintergrund zählt PLOS ONE nach Anzahl der jährlich publizierten Artikel zu den weltweit größten wissenschaftlichen Zeitschriften. Ein weiterer Verlag mit Vorreiterrolle im Bereich Open Access ist BioMed Central , der mittlerweile zu Springer Nature gehört. Dieser betreibt eine Vielzahl von Zeitschriften und ist Mitbegründer der Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) . Frontiers gehört ebenfalls zu den prägenden Open-Access-Verlagen. Er veröffentlicht zahlreiche Zeitschriften in den Lebenswissenschaften, ist Mitglied der OASPA und hat sich durch ein Community-Review-Modell in der wissenschaftlichen Begutachtung hervorgetan. Von der Royal Society wurde 2011 die Open-Access-Zeitschrift Open Biology gegründet. Darüber hinaus wurde 2012 die Zeitschrift eLife vom Howard Hughes Medical Institute, der Max-Planck-Gesellschaft und dem Wellcome Trust ins Leben gerufen. Diese, so die Herausgeber*innen, soll eine qualitativ hochwertige Alternative zu Nature, Science und Cell darstellen. Mit Open Research Europe gibt es eine Diamond-Open-Access-Publikationsplattform, die von der Europäischen Kommission initiiert wurde und Forscher*innen aus EU-geförderten Projekten eine sofortige Veröffentlichung von Artikeln, Daten und Methoden ermöglicht. Die Plattform verbindet Preprint-Veröffentlichung mit nachgelagerter, transparenter Begutachtung. Besonders in den Lebenswissenschaften wird sie genutzt, um Ergebnisse aus Horizon-Europe-Projekten rasch zugänglich zu machen, FAIR-konforme Datenpraktiken umzusetzen und eine hohe Sichtbarkeit der Forschung sicherzustellen. Damit bietet sie eine wichtige Alternative zu traditionellen Verlagsmodellen und fördert eine offene Wissenschaftskultur in Europa. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher In der Kategorie Biology, life sciences listet das Directory of Open Access Books 1.550 Titel. OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Biology, life science mehr als 125 Titel (Stand: Dezember 2025). Open-Access-Bücher nehmen in der Biologie bislang keine prominente Rolle ein. Dennoch gibt es zahlreiche Open Access veröffentlichte (Lehr)-Bücher, die durch hohe Qualität glänzen. Hier sei als Beispiel das von OpenStax und American Society for Microbiology Press gemeinsam herausgegebene Buch Microbiology erwähnt. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in der Biologie gehören: bioRxiv : Seit 2013 bietet das Cold Spring Harbor Laboratory diesen speziell auf die Biowissenschaften ausgerichteten Preprint-Server an. Die Nutzung wurde besonders durch die COVID-19-Pandemie beflügelt und in vielen Fächern ist es mittlerweile üblich dort Preprint von Manuscripten abzulegen arXiv : Der von der Cornell University Library betriebene Preprint- und Postprint-Server besitzt seit einigen Jahren den Abschnitt Quantitative Biology mit 11 Kategorien. Preprints : Diese multidisziplinäre Plattform bietet u.a. die Sektion Biology an. PaleorXiv : Dieser subdisziplinspezifische Preprint-Server bietet Preprints aus z. B. der Paläontologie an. PUBLISSO-Fachrepositorium Lebenswissenschaften (FRL) : Dieses von ZB MED gehostete Repositorium bietet die Zweitveröffentlichung von Artikeln und Forschungsdaten an. PubMed Central und Europe PubMed Central : Dies sind die größten Anlaufstellen für Postprint -Versionen von Publikationen weltweit. Die US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) fordern , dass Postprints von Publikationen zu NIH-geförderten Projekten sofort nach Veröffentlichung in einer Zeitschrift via PubMed Central zugänglich sind. Diese müssen nicht zwangsläufig unter einer offenen Lizenz stehen, noch müssen sie im Open-Access-Subset sein, das separat bezogen und durchsucht werden kann. Preprints sind inzwischen ein fester Bestandteil der biologischen Publikationspraxis geworden. Initiativen wie Plan U ( Sever et al., 2019 ) und ASAPbio (Accelerating Science and Publication in biology) propagieren, alle wissenschaftlichen Artikel als Preprint frei zugänglich zu machen. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Medizin und anderen Lebenswissenschaften Hier finden Sie eine Einführung. Open Science in der Biologie In den Biowissenschaften gibt es, auch in Verbindung mit weiteren Fächern, viele Projekte, die sich als Graswurzelbewegungen entwickeln und verschiedene Aspekte des Wissenschaftsprozesses im Sinne des Open-Science-Gedankens an­gehen. So sollen zum Beispiel mehr Forschungsdaten (Open Data), Quellcodes von Programmen (Open Source), Laborjournale (Open Notebook Science) wie auch die Begutachtung von Manuskripten (Open Peer Review) , Lehrmateria­lien (Open Education Resources) , die Quantifizierung des Einflusses von Publikationen (Open Metrics) und Fördergeldanträge mit ihren Gutachten ( Mietchen, 2014 ) öffentlich online zugänglich gemacht werden. Open Science beinhaltet aber auch die Öffnung der wissenschaftlichen Tätigkeit für Laien (Citizen Science; das Projekt Finde den Wiesenknopf des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ ). Auch einige Zeitschriften sehen den Bedarf, die Transparenz der Forschung zu erhöhen. So fordert zum Beispiel PLOS ONE seit 2014 , dass alle zu einer Studie gehörenden Daten mit der Publi­kation zugänglich gemacht werden. PLOS Biology und PLOS Genetics unter­stützen die Research Resource Identification Initiative , mit deren Hilfe Forschungsmaterialien und Methoden eindeutige Kennungen erhalten. Auch in der Biologie haben zahlreiche Communities die FAIR-Prinzipien aufgegriffen, um für effizientere und nachhaltigere Nutzung von Daten und Software zu sorgen. Für einige Daten der Biologie gibt es schon seit vielen Jahren entsprechende Repositorien und Datenbanken. So bieten besonders das National Center for Biotechnology Information (NCBI) wie auch das European Bioinformatics In­stitute (EBI) über Webseiten und Programmierschnittstellen (API) strukturiert Zugriff auf verschiedene Datenkollektionen, wie zum Beispiel Sequenzen und Strukturen von Biomolekülen wie DNA, RNA und Proteinen. re3data listet für den Bereich Biologie gut 1100 begutachtete Datenrepositorien (Stand: Dezember 2025. Trotz all dieser Initiativen und Angebote ist deutlich zu erkennen, dass bei Wei­tem nicht alle Forschungscommunities der Biologie erreicht und alle technischen Potentiale ausreichend genutzt werden, um einen effektiven Wissensaustausch zu gewährleisten. Diese Diskrepanz zwischen theoretischen Möglichkeiten und tatsächlicher Umsetzung lässt sich u. a. durch die unveränderte Bewertung von Wissenschaftler*innen und ihren Arbeiten bei Stellen- und Mittelvergaben begründen. Hierfür wird im Allgemeinen nur auf die formalen Publikationen in Fachzeitschriften und den Journal Impact Factor zurückgegriffen. Diese Praxis wirkt sich auf die Motivation der Wissenschaftler*innen aus, Ergebnisse, Daten und Methoden frühzeitig zu veröffentlichen und verhindert somit deren breite und schnelle Nachnutzung. Hier wäre ein Umdenken in der Evaluation wünschenswert. Die Initiator*innen und Unterzeichner*innen der Declaration on Research Assessment (DORA) streben genau diesen Wandel der wissenschaftlichen Bewertung an. Sie fordern konkret, dass neben der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur Anreize geschaffen werden, die Resultate wissenschaftlichen Arbeitens möglichst früh und frei von technischen, finanziellen und rechtlichen Barrieren öffentlich zugänglich zu machen. Ein weiteres wichtiges Projekt im Bereich Open Science der Biologie stellt der Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) dar. In diesem Rahmen soll Forschungsdatenmanagement technisch und strukturell in ganz Deutschland auf ein neues Fundament gestellt werden. Im Rahmen der ersten beiden Auswahlrunden des Aufbaus der NFDI wurden mehrere Konsortien aus den Lebenswissenschaften und der biomedizinischen Forschung ( DataPlant , GHGA , NFDI4BioDiversity , NFDI4Health , NFDI4Immuno NFDI4Microbiota , NFDI4Bioimage) gefördert. Ziel dieser Konsortien ist es, durch Bereitstellung von Infrastruktur, Know-How und Training, aber auch durch die Entwicklung und Etablierung von (Metadaten)-Standards offene und effiziente Wissenschaft zu fördern sowie die Umsetzung der FAIR-Prinzipien und einem kultureller Wandel dahin zu unterstützen. Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auf der linken Seite finden Sie hilfreiche Services und Tools, um sich über konkrete Fragen zu Open Access zu informieren. Literatur Mietchen, D. (2014). The Transformative Nature of Transparency in Research Funding. PLOS Biology, 1 2(12). https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1002027 Sever, R., Eisen, M., & Inglis, J. (2019). Plan U: Universal access to scientific and medical research via funder preprint mandates. PLOS Biology, 17 (6). https://doi.org/10.1371/journal.pbio.3000273 Weiterführende Literatur Rapp Learn, J. (2019). What bioRxiv’s first 30,000 preprints reveal about biologists. Nature . https://doi.org/10.1038/d41586-019-00199-6 Rat für Informationsinfrastrukturen (RFII). (2016). Leistung aus Vielfalt. Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements in Deutschland . https://rfii.de/download/rfii-empfehlungen-2016/ Galtier, N., Belkhir, K., Antoine, P.-O., Bibal, C., Boëte, C., Delsuc, F., Huchard, E., Kéfi, S., Maeder, C., Paradis, L., Puechmaille, S. J., Queffelec, A., Scornavacca, C., Smadja, C. M. (2026). Time to publish responsibly: DAFNEE, a database of academia-friendly journals in ecology and evolutionary biology, Journal of Evolutionary Biology , 39(2) . https://doi.org/10.1093/jeb/voaf143 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Prof. Dr. Konrad Förstner, ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften (Stand: Dezember 2025)....

  3. Open Access in der Chemie

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Wahrnehmung von Open Access Erhebung zu Anforderungen und Hindernissen in ausgewählten Technik- und Naturwissenschaften: Maschinenbau und Chemie. Open Access in der Chemie Akzeptanz und Verbreitung von Open Access ­­ sind in der Chemie immer noch weniger weit fortgeschritten als beispielsweise in der Physik oder der Biologie . Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen sicherlich auch in der traditionellen Entwicklung der Fachcommunity begründet. Dennoch gibt es in den letzten Jahren in der Chemie zunehmende Open-Access-Aktivitäten. So haben sowohl große Fachverlage einige Zeitschriften in Open Access transformiert als auch Fachgesellschaften ihre Aktivitäten hin zu Open Access verstärkt, wie beispiels­weise der Aufbau des Preprint -Servers ChemRxiv zeigt. Ein Pionier in diesem Fach ist Peter Murray-Rust von der University of Cambridge, der sowohl im Bereich Open Access als auch mit Blick auf den offenen Zugang zu Forschungsdatendaten aktiv war. Weiterhin gibt es Vorbehalte gegenüber Open-Access-Publizieren in der Chemie, auch wegen Ängsten gegenüber der freien Nachnutzung von For­schungsergebnissen durch die Wirtschaft und die damit verbundenen Aspekte von patentrechtlich geschützten Ergebnissen, die allerdings durch die Vergabe geeigneter Nachnutzungslizenzen ausgeräumt werden können. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) äußerte sich zwar 2018 in ihrer Stellungnahme kritisch gegenüber Plan S , ihr Partnerverlag Wiley-VCH hat jedoch 2019 einen Vertrag mit DEAL abgeschlossen ( Schmitz, 2019 ). Seit 2020 ist überdies ein DEAL-Vertrag mit Springer Nature in Kraft und seit 2024 existiert auch ein DEAL-Vertrag mit Elsevier. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort Chemistry 636 Einträge (Indexed Journals, Stand: Oktober 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: ARKIVOC Beilstein Journal of Organic Chemistry Journal of Cheminformatics (BMC) Chemical Science (RSC) ChemistryOpen (Wiley -VCH ) ACS Central Science Communications Chemistry Diese Liste ist nur eine kleine Auswahl an Chemie-Zeitschriften mit Open-Access-Modellen, enthält aber Zeitschriften von einschlägigen Verlagen oder mit langer Open-Access-Tradition. Einige große und durchaus relevante und renommierte Verlage, wie beispielsweise die American Chemical Society (ACS), oder Nature Publishing bieten neben ihren traditionellen subskriptionspflichten oder hybriden auch Open-Access-Zeitschriften für das Fach Chemie an. Die Royal Society of Chemistry (RSC) plant außerdem bis zum Jahr 2028 ihr gesamten Zeitschriften-Portfolio (Stand 2024: 44 Zeitschriften) in Open Access zu transformieren (vgl. https://www.rsc.org/news-events/articles/2022/oct/rsc-oa-commitment/ ). Auch wenn der Impact Factor als Qualitätskriterium sehr umstritten ist (siehe Declaration on Research Assessment, DORA ), ist zu konstatieren, dass dieser bei vielen der genannten Open-Access-Zeitschriften beachtlich ist. So liegt beispiels­weise der Impact Factor der von der Royal Society of Chemistry heraus­gegebe­nen Chemical Science bei 7,6 (JCR Stand 2023) und der Impact Factor der von der American Chemical Society herausgegebenen ACS Central Science bei 12,7 (JCR Stand 2023). Eine bereits seit Beginn der Open-Access-Bewegung frei zugängliche Zeitschrift ist ARKIVOC (im Jahr 2000 gegründet). Sie deckt den Bereich der organischen Chemie ab, einschließlich Bereiche aus der bioorganischen und der metallorga­nischen Chemie. Die Zeitschrift wird bei ARKAT USA, Inc . publiziert, eine im Jahr 2000 durch Spenden gegründete gemeinnützige Organisation, deren Ziel die weltweite Verbreitung Forschung in der organischen Chemie ist und damit Stu­dierende, Wissenschaftler*innen, kommerzielle und nicht-kommerzielle Unter­nehmen unterstützt. Somit ist weder die Einreichung eines Artikels bei ARKIVOC noch die Publikation ist für die Autor*innen mit weiteren Kosten verbunden. Dies gilt auch für das Beilstein Journal of Organic Chemistry (BJOC), das seit 2005 im Open Access erscheint und komplett vom Beilstein-Institut finanziert wird. Beide Zeitschriften fallen damit unter das Label „Platinum“ bzw. „Diamond“ Open Access . Neben der komplett kostenfreien Nutzung werden Artikel auch für die größtmögliche Nachnutzung unter einer CC BY-Lizenz veröffentlicht. Das Journal of Cheminformatics wurde 2009 als Open-Access-Zeitschrift im Verlag BioMed Central (BMC) gegründet, der nun zu Springer Nature gehört. Es deckt alle Bereiche der Chemieinformatik und der molekularen Modellierung ab. Die Zitationsrate hat sich in den letzten 5 Jahren von 3490 Zitierungen im Jahr 2019 auf 9430 im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. Die bei Wiley-VCH seit 2012 verlegte Zeitschrift ChemistryOpen wird von der europäischen Vereinigung chemischer Fachgesellschaften (bis 2020: ChemPubSoc Europe, seitdem ChemistryEurope) herausgegeben. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Chemistry listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 1.960 Titel. Die OAPEN Library verzeichnet mit dem Suchwort Chemistry und in der Rubrik Science rund 972 Titel (Stand Oktober 2024). Zu den wichtigen Verlagen gehören unter anderen Taylor & Francis , Springer Nature und De Gruyter , die jedoch alle im Fach Chemie bisher nur eine kleine Anzahl von Open-Access-Büchern herausgegeben haben. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten disziplinären Repositorien in der Chemie gehören: Beilstein Archives : enthält Preprints aus dem Bereich der organischen Chemie und der Nanotechnologie, die für die Publikation in einem der Beilstein Journals vorgesehen sind. Der Service wird vom Beilstein Institut betrieben und finanziert. ChemRxiv : Preprint-Server für das Fach Chemie und verwandte Gebiete. ChemRxiv wird kooperativ betrieben und finanziert von den weltweit fünf größten Fachgesellschaften ACS, Chinese Chemical Society, Chemical Society of Japan, der GDCh und RSC. PubMed Central : enthält Volltexte von Publikationen aus dem Bereich der Biomedizin und den Lebenswissenschaften (u. a. Biochemie, medizinische Chemie). Es ist das Volltextarchiv der U.S. National Institutes of Health's National Library of Medicine (NIH/NLM). Das Archiv wurde entwickelt und wird betrieben vom National Center for Biotechnology Information (NCBI) der NLM. Für die Chemie relevante institutionelle Repositorien sind beispielsweise das Publikationsportal des Forschungszentrums Jülich - JuSER , die Publikations­datenbank des Helmholtz-Zentrums Geesthacht , das Publikations­repositorium des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf oder auch das Repositorium für Naturwissenschaften und Technik (Renate) der Technischen Informationsbibliothek . Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. FID Chemie Sonstige Angebote Das Fach Chemie ist geprägt von Arbeiten im Labor. Die Dokumentation der durchgeführten Experimente wird in sogenannten Laborjournalen oder Laborbüchern abgelegt. Häufig werden diese Bücher noch in Papierform geführt, mit fortschreitender Digitalisierung allerdings wachsen auch die Möglichkeiten digitaler Dokumentation. Chemotion ist ein elektronisches Laborbuch (Electronic Lab Notebook, ELN) für die Chemie, in dem Moleküle und Reaktionen systematisch in digitaler Form ab­gelegt werden können ( Tremouilhac et al., 2017 ). Die Inhalte und Daten können zudem über das angegliederte Forschungsdaten-Repositorium unter einer Creative-Commons-Lizenz zur freien Nachnutzung bereitgestellt werden. Die Entwicklung der Open-Source-Software von Chemotion wurde vom Karls­ruher Institut für Technologie KIT finanziert. Eine Übersicht über verschiedene elektronische Laborjournale bietet der von der ZB MED herausgegebene ELN-Wegweiser ( Adam & Lindstädt, 2020 ). Open Science in der Chemie Das Thema Open Science und darin enthalten auch der offene Zugang zu Forschungsdaten wird in der Chemie bisher zwar weniger behandelt als in anderen Disziplinen. Es gibt aber Lichtblicke wie bspw. im Bereich der Kristallographie. Das Cambridge Crystallographic Data Centre (CCDC) sowie die Crystallography Open Data­base (COD) bieten einen bereits in dieser Community etablierten Zugang zu kristallographischen Daten. Im Bereich der NMR-Spektroskopie finden sich einige offene Datenbanken (zum Beispiel die Spectral Database for Organic Compounds ) zu Suche nach und Vergleich von spektroskopischen Daten. Allerdings beschränkt es sich hierbei meist mehr auf die Abbildung von Spektren und weniger auf die eigentlichen aufgenommenen Datenpunkte. In der Datenbank PubChem der National Institutes of Health (NIH) können chemische Daten und Informationen abgelegt und frei zugänglich gemacht werden. Es werden u. a. Informationen zu chemischen Strukturen, Identifika­toren, chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie zur biologischen Aktivität gesammelt. Im Rahmen des Aufbaus der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NDFI) wird im Chemie-Konsortium NFDI4Chem das Thema Open Science und der Umgang mit Forschungsdaten auf nationaler Ebene angegangen ( Steinbeck et al., 2020 ). Ziel ist es die Digitalisierung aller relevanten Schritte in der chemi­schen Forschung voranzutreiben, um Wissenschaftler*innen bei der Erfass­ung, Speicherung, Verarbeitung, Analyse, Offenlegung und Wiederverwendung von Forschungsdaten zu unterstützen. Im Rahmen von NFDI4Chem werden auch fachspezifische Repositorien für Forschungsdaten weiterentwickelt, wie z. B. Chemotion für diverse Analytikdaten oder nmrXiv speziell für NMR-Daten. Mit der RADAR4Chem-Instanz wird ein generisches Repositorium für alle chemischen Forschungsdaten angeboten. Für weitere Forschungsdaten-Repositorien für das Fach Chemie, bietet das Registry of Research Data Repositories (re3data) einen guten Überblick. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Adam, B., & Lindstädt, B. (2020). ELN-Wegweiser. Elektronische Laborbücher im Kontext von Forschungsdatenmanagement und guter wissenschaftlicher Praxis—Ein Wegweiser für die Lebenswissenschaften [2. aktualisierte und erweiterte Fassung]. ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften. https://doi.org/10.4126/FRL01-006422868 Schmitz, K. (2019). DEAL-Vereinbarung tritt heute in Kraft . https://web.archive.org/web/20250803053202/https://www.gdch.de/service-information/nachricht/article/deal-vereinbarung-tritt-heute-in-kraft.html Steinbeck, C., Koepler, O., Bach, F., Herres-Pawlis, S., Jung, N., Liermann, J., Neumann, S., Razum, M., Baldauf, C., Biedermann, F., Bocklitz, T., Boehm, F., Broda, F., Czodrowski, P., Engel, T., Hicks, M., Kast, S., Kettner, C., Koch, W., … Wulle, S. (2020). NFDI4Chem—towards a National Research Data Infrastructure for Chemistry in Germany. Research Ideas and Outcomes, 6 , e55852. https://doi.org/10.3897/rio.6.e55852 Tremouilhac, P., Nguyen, A., Huang, Y.-C., Kotov, S., Lütjohann, D. S., Hübsch, F., Jung, N., & Bräse, S. (2017). Chemotion ELN: an Open Source electronic lab notebook for chemists in academia. Journal of Cheminformatics , 9 (1), 54. https://doi.org/10.1186/s13321-017-0240-0 Weiterführende Literatur Brazil, R. (2024, September 2). Will open science change chemistry? Chemistry World . https://www.chemistryworld.com/careers/will-open-science-change-chemistry/4020023.article Jensen, J. (2021, January 8). Open access chemistry publishing options in 2021. Proteins and Wave Functions . https://proteinsandwavefunctions.blogspot.com/2021/01/open-access-chemistry-publishing.html Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Janna Neumann, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften (Stand: Oktober 2024)....

  4. Open Access in der Geowissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in den Geo­wissenschaften Die Geowissenschaften erforschen auf interdisziplinäre Weise die naturwissen­schaftlichen Aspekte des Systems Erde. Die Hauptdisziplinen Geologie, Paläon­tologie, Geophysik, Geodäsie, Mineralogie, Petrologie und Geochemie besitzen dabei enge Bezüge z. B. zur Bodenkunde und zur Atmosphären-, Meeres- und Klimaforschung. Weitere Forschungsrichtungen ergänzen das interdisziplinäre Spektrum der Geowissenschaften, unter anderem Geomikrobiologie und Geoin­formatik. Geowissenschaften gehören zu den Fächern, in denen Open Access vergleichs­weise weit verbreitet ist ( Severin et al., 2020 ). In den Geowissenschaften herr­schen die typischen Publikationskulturen der Naturwissenschaften vor. Am häufigsten werden Artikel in internationalen Zeitschriften publiziert, die über eine Qualitätssicherung durch das Peer-Review-Verfahren verfügen. Reputa­tionszuschreibungen orientieren sich zurzeit noch überwiegend am Impact Factor der Zeitschrift. Bücher spielen insgesamt eine untergeordnete Rolle und werden vor allem als Überblickswerke und Aufsatzsammlungen genutzt. Allerdings gibt es Abwei­chungen in Teildisziplinen, z. B. in der Paläontologie, wo Bücher durchaus größere Bedeutung haben. Früher sehr verbreitete, regionale nicht-englischsprachige Publikationsorte wer­den weniger, haben aber für regionale Themen nach wie vor Bedeutung ( Bertel­mann, 2017 ). Genauere Untersuchungen zum Open-Access-Publikationsverhal­ten in Teildisziplinen liegen für die Geochemie vor ( Pourret et al., 2020a ; Pourret et al., 2020b ). Viele geowissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland geben Zeitschrif­ten heraus oder sind an der Herausgabe beteiligt. Der Großteil dieser Zeitschrif­ten erscheint in Zusammenarbeit mit Verlagen und wird nach dem Subskrip­tionsmodell finanziert. Die führenden und mitgliederstärksten internationalen Fachgesellschaften sind die American Geophysical Union (AGU) und die Euro­pean Geosciences Union (EGU). Die AGU gibt neben Subskriptionszeitschriften auch einige Open-Access-Zeitschriften heraus, die EGU setzt vollständig auf Open Access aller ihrer Zeitschriften. Der Fachinformationsdienst Geowissen­schaften (FID GEO) unterstützt die deutschen geowissenschaftlichen Fachgesell­schaften bei der Umsetzung von Open Access. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter den Subjects Geology, Geodesy, Geophysics. Cosmic physics und Geomagnetism 265 Einträge (Stand: März 2026). Davon erheben 136 Zeitschriften keine Publikationsgebühren. Wichtige Open-Access-Zeitschriften und Verlage sind z. B. European Journal of Mineralogy DOAJ Limnology and Oceanography Letters DOAJ Living Reviews in Solar Physics DOAJ 12 Zeitschriften der AGU (alle in Kooperation mit Wiley) 19 Zeitschriften der EGU , (alle in Kooperation mit Copernicus Publications), z. B. Solid Earth DOAJ ; Climate of the Past DOAJ Weitere 28 Zeitschriften bei Copernicus Publications (inkl. der Zeitschrift für die Publikation von Artikeln über Forschungsdaten(sätze) Earth System Science Data (ESSD) DOAJ ). 6 Zeitschriften bei Springer Nature Mehr als 80 Titel bei MDPI (im Bereich Environmental & Earth Sciences ). 60 Zeitschriften bei Elsevier Beispiele für Open-Access-Zeitschriften, die keine Publikationsgebühren erheben ( Diamond Open Access ): Advances in Geochemistry and Cosmochemistry Geochemical Perspectives Letters DOAJ Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin DOAJ Mineralogia DOAJ Scientific Drilling DOAJ Sedimentologika DOAJ Seismica DOAJ The Sedimentary Record DOAJ Volcanica DOAJ Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Earth Sciences, Geography, Environment, Planning listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 210 Titel (Stand: März 2026). OAPEN kann über die Subject-Suche durchsucht werden. Als Suchbegriffe für geowissen­schaftliche Titel bieten sich entweder geo oder earth an. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in den Geowissenschaften gehören: Agris : ein Angebot der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), vorwiegend für Agricultural Sciences Aquatic Commons : ein Angebot der International Association of Aquatic and Marine Science Libraries and Information Centers zum Fachgebiet der Meeresforschung (wurde 2021 mit OceanDocs zusammengelegt zu einem neuen Repositorium AquaDocs) GEO-LEOe-docs : das Fachrepositorium des Fachinformationsdienstes für die Geowissenschaften (FID GEO) NASA STI Repository : Sammlung von Forschungsergebnissen der Luft- und Raumfahrt der NASA OceanDocs : Dokumentenserver der Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) zum Fachgebiet der Meeresforschung (wurde 2021 mit Aquatic Commons zusammengelegt zum neuen Repositorium AquaDocs) Folgende Repositorien von einschlägigen Forschungsinstitutionen bieten sich besonders für eine direkte Suche an: Earth-prints , Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia EPIC , Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeres­forschung. GFZpublic , Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungs­Zentrum GFZ Oceanrep , GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Preprint -Server: PaleorXiv , ESSOAr und EarthArXiv sind Preprint-Server aus dem Bereich der Geowissenschaften. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Mit BASE (Bielefeld Academic Search Engine) , findet man z. B. über den Menüpunkt Browsing und die Einschränkung nach der Dewey-Dezimal-Klassifikation (DDC) Naturwissenschaften und Mathematik und nachfolgend Geowissenschaften/Geologie mehr als 3.000.000 Titel. Das Discovery System ALBERT erschließt für die Suche auf Artikelebene u. a. auch die einschlägigen Open-Access-Zeitschriften und eine Reihe relevanter Repositorien. Dies schließt auch publizierte Forschungsdaten ein. GEO-LEO ist eine Metasuchmaschine für die Recherche nach Informations­quellen zum System Erde und Weltall. Der FID GEO bietet die kostenlose Digitalisierung geowissenschaftlicher Werke an. Alle durch den FID GEO erstellten Digitalisate werden auf GEO-LEOe-docs , dem Fachrepositorium des FID GEO, frei zugänglich gemacht. Online frei verfügbare Blätter der Geologischen Karte 1:25.000 (GK25) für Deutschland und angrenzende Gebiete werden vom FID GEO dokumentiert. Die in Open-Access-Zeitschriften erschienenen Artikel sind auch über die gäng­igen fachspezifischen bibliografischen Datenbanken und in naturwissenschafts­übergreifenden Angeboten recherchierbar (GeoRef, Science Citation Index, Scopus u. a.). Open Science in den Geo­wissenschaften Der Umgang mit Forschungsdaten ist schon seit dem Internationalen Geophy­sikalischen Jahr (1957/58) ein bestimmendes Thema in den Geowissenschaften. Es ist kein Zufall, dass die ersten Zeitschriftengründungen, in denen ausschließ­lich Aufsätze zu Forschungsdaten erscheinen ( Earth System Science Data (ESSD) oder das Geoscience Data Journal ), im geowissenschaftlichen Feld erfolgt sind. Die deutsche geowissenschaftliche Community organisiert sich in Bezug auf For­schungsdaten in der NFDI4Earth , um gemeinsame und international an­schlussfähige Prinzipien, Regeln und Standards für das Forschungsdaten­management in der Erdsystemwissenschaft zu etablieren, experimentelle Prototyp-Plattformen zu schaffen und Werkzeuge und Mechanismen für die Datenintegration und -analyse bereitzustellen. Dabei setzt die NFDI4Earth auf die Prinzipien von FAIR and open data . Informationen zum Thema Forschungsdaten in den Geowissenschaften (z. B. zu Repositorien, Journals, Initiativen und Literatur) sind auf forschungsdaten.info zusammengestellt. Auf internationaler Ebene verbindet die Coalition for Publishing Data in the Earth and Space Sciences (COPDESS) geo- und weltraumwissenschaftliche Verlage, Datenzentren und weitere Akteure, um die Bestrebungen nach offenen, verfügbaren und nutzbaren Daten in die Praxis umzusetzen. Weitere Beiträge zu einer offenen Wissenschaft sind die International Generic Sample Number (IGSN) für referenzierbare Proben (z. B. Gesteinsproben) oder offene Peer-Review-Verfahren , wie sie z. B. in den Zeitschriften des Verlags Copernicus Publications seit über 10 Jahren durchgeführt werden. Geowissen­schaften sind software-intensive Wissenschaften, dabei rückt der Umgang mit Software, also die Publikation und Referenzierbarkeit derselben, immer stärker in den Fokus (siehe z. B. Stall et al., 2020 ). open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Bertelmann, R. (2017). 5c. Geowissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (pp. 261–266). De Gruyter Saur. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Pourret, O., Hursthouse, A., Irawan, D. E., Johannesson, K., Liu, H., Poujol, M., Tartèse, R., Hullebusch, E. D. van, & Wiche, O. (2020). Open Access publishing practice in geochemistry: Overview of current state and look to the future. Heliyon , 6 (3), e03551. https://doi.org/10.1016/j.heliyon.2020.e03551 Pourret, O., Irawan, D. E., Tennant, J. P., Hursthouse, A., & Hullebusch, E. D. van (2020). The growth of open access publishing in geochemistry. Results in Geochemistry , 1 , 100001. https://doi.org/10.1016/j.ringeo.2020.100001 Severin, A., Egger, M., Eve, M. P., & Hürlimann, D. (2020). Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: An evidence-based review. F1000Research , 7 , 1925. https://doi.org/10.12688/f1000research.17328.2 Stall, S., Townsend, R., & Robinson, E. (2020, April). The paper and the data: authors, reviewers, and editors webinar on updated journal practices for data (and software) . Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.3744660 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Fachinformationsdienst Geowissenschaften (FID GEO) (Stand: Dezember 2025)....

  5. Open Access in der Germanistik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Germanistik In der Germanistik lässt sich eine Tendenz zu größerer Offenheit und Akzeptanz gegenüber Open Access beobachten. Darin ähnelt sie anderen Philologien, wie z.B. der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft , in denen ähnliche Entwicklungen stattfinden. Gleichwohl ist die Printfixiertheit in der Germanistik noch immer dominant, ebenso eng bleibt die Verknüpfung zwischen publizierendem Verlag und wissenschaftlicher Reputation. Vorurteile gegenüber Open Access betreffen neben der Sorge um wissenschaftliche Qualität auch die langfristige Verfügbarkeit ausschließlich online erschienener Forschungsbeiträge. Für die Publikationspraxis spielen bibliometrische Indikatoren wie der Journal Impact Factor , Zitationsraten etc. in der Regel eine geringe Rolle. Die Geschäftsmodelle vieler Verlagshäuser mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt sind im Wandel, nicht zuletzt durch die Open-Access-Positionierung der großen nationalen Fördereinrichtungen. Angesehene Verlage ermöglichen und treiben mittlerweile Open Access Gold voran und sind auch offen(er) für Open Access Grün . Zugleich gibt es vermehrt institutionelle Angebote zur Förderung von Open-Access-Monografien und Open-Access-Sammelbänden (Open-Access- Publikationsfonds ; Förderung von Publikationskosten über Drittmittel; Publikationsbeihilfe der DFG ). Beides hat eine Zunahme von Open-Access-Erstveröffentlichungen zur Folge. Zudem nutzen immer mehr Forscher*innen die Möglichkeit der Zweitpublikation auf Repositorien ihrer Hochschulbibliothek bzw. Forschungseinrichtung oder zentralen Fachrepositorien wie GiNDok . Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung langsam aber stetig fortsetzt. Eine eindeutige Positionierung des Deutschen Germanistenverbands (DGV) steht noch aus. Gleichwohl haben sich innerhalb dieser zentralen Fachgesellschaft Arbeitsgruppen etabliert (AG Digitales in Forschung und Lehre; AG Germanistik im digitalen Zeitalter), die sich mit der Digitalisierung und den sich wandelnden Arbeits-, Lehr- und Forschungsweisen im Fach befassen. Hierbei spielt die Auseinandersetzung mit dem Open-Access-Publizieren eine wichtige Rolle. Die AG Germanistik im digitalen Zeitalter hat sich inzwischen aufgelöst. Kritisch zu Open Access äußern sich regelmäßig die Verantwortlichen des Instituts für Textkritik . Open Access in der Linguistik Finden Sie hier eine Einführung. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort (Subject) “German Literature ” 14 und unter “ Germanic languages ” 4 Einträge (ohne skandinavische Sprachen). (Stand: November 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: IASLonline Philologie im Netz (PhiN) Textpraxis. Digitales Journal für Philologie ( DOAJ ) Linguistik online ( DOAJ ) Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZiG) literaturkritik.de Transit. A Journal of Travel, Migration and Multiculturalism in the German-speaking World ( DOAJ ) Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaft (ZfdG) Außerdem zu erwähnen (wenngleich nicht im DOAJ gelistet) sind die „ Germanistischen Mitteilungen “ und die Zeitschrift für Wortbildung . Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Eine Suche nach "German literature" im Directory of Open Access Books erzielt 166 Treffer, nach "German language" 217 Treffer, nach "German linguistics" 22 Treffer und nach "German studies" 171 Treffer (Stand: März 2024). Open-Access-Bücher, die einen germanistischen Fachbezug haben und ohne BPC s im Diamond Open Access veröffentlicht sind, lassen sich auch auf der Website von Open Book Publishers unter "German Studies" finden. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in der Germanistik gehören GiNDok, betrieben vom Fachinformationsdienst (FID) Germanistik und Bestandteil des Portals “ Germanistik im Netz (GiN) ”, sowie der Publikationsserver des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS): GiNDok Publikationsserver des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) Der IDS-Publikationsserver enthält vor allem Veröffentlichungen aus dem Bereich der germanistischen Sprachwissenschaft. GiNDok dient Einzelforscher*innen, Verlagen, Institutionen und Projekten als Plattform für Erst- und Zweitveröffentlichungen aus allen Teilbereichen des Fachs und für nahezu alle Textgattungen. Darüber hinaus bietet der FID Germanistik auch einen E-Journal-Hosting-Service auf Basis der Software OJS an. Wichtig für die Germanistik sind auch die folgenden Repositorien benachbarter Disziplinen: CompaRe - Fachrepositorium für die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft AMAD - Interdisziplinäres Open-Access-Fachrepositorium und Wissenschaftsblog für Mittelalterforschung PsyArxiv (vor allem in germanistischer Linguistik) PhilPapers Eine Übersicht zu relevanten Repositorien im Bereich “ Language and Literature ” gibt auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie rechtliche Informationen rund um Open Access. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige hilfreiche Angebote Der Fachinformationsdienst (FID) Germanistik hat eine Reihe von Tutorials veröffentlicht, die u.a. über die Vorteile des OA-Publizierens informieren und darüber hinaus einschlägige praktische Informationen zu relevanten Themen wie der Langzeitarchivierung oder zu der Zitationsweise digitaler Publikationen kompakt und verständlich auflisten. Literatur Weiterführende Literatur Baillot, A. (2019). Digitales Publizieren und Open Access in der Germanistik. Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbands , 66 (3), 237–247. https://doi.org/10.14220/mdge.2019.66.3.237 Eve, M. P. (2014). Open Access and the Humanities. Contexts, Controversies and the Future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Messerschmidt, N. (2011). Open Access in den Literaturwissenschaften. Ergebnisse qualitativer Interviews mit Wissenschaftlern der Deutschen Literatur . https://doi.org/10.18452/14147 Söllner, K. (2017). Geisteswissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (1st edition, pp. 247–253). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Volker Michel, Fachinformationsdienst Germanistik . Letzte inhaltliche Überarbeitung: Stefan Hartmann, Heinrich Heine Universität Düsseldorf (Stand: November 2024)....

  6. Open Access in der Geschichtswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Wahrnehmung von Open Access Erhebung zu Anforderungen und Hindernissen in ausgewählten geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen: Geschichtswissenschaften und Soziale Arbeit. Open Access in den Geschichts­wissenschaften Bei Historiker*innen besteht generell eine Offenheit gegenüber allen Formen von Open Access . Die Anzahl frei verfügbarer Zeitschriften und digitaler Bestände nimmt in den Geschichtswissenschaften stetig zu. Bei Monografien und Sammelbänden hingegen schreitet Open Access langsamer voran. Als weitere Veröffentlichungsform werden Blogs zur Verbreitung wissenschaftlicher Informationen genutzt. Neben Publikationen sind frei verfügbare historische Quellen von großer Bedeutung, besonders in Form von Digitalisaten und maschinenlesbaren digitalen Editionen. In den für die Geschichtswissenschaften relevanten Bereichen der Digital Humanities spielen zudem frei verfügbare Tools (z. B. bezüglich Text Mining) eine Rolle. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet aktuell unter dem Suchbegriff History 1.582 Open-Access-Zeitschriften. (Stand: Dezember 2025). Einige wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Historische Zeitschrift ( https://doaj.org/toc/2196-680X ) Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte ( https://doaj.org/toc/2196-6842 ) Zeithistorische Forschungen ( https://doaj.org/toc/1612-6041 ) Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften ( https://doaj.org/toc/2510-1358 ) Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung ( https://doaj.org/toc/2701-0449 ) Rezensionen spielen in den Geschichtswissenschaften ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Zeitschriften, die nicht im Open Access publizieren, stellen trotzdem den Rezensionsteil frei zugänglich zur Verfügung. Darüber hinaus existiert eine Reihe von Open-Access-Rezensionsplattformen: Francia-Recensio (Rezensionsjournal des Deutschen Historischen Instituts Paris) recensio.net (Rezensionsplattform für europäische Geschichtswissenschaften) recensio.regio (Rezensionsplattform für Regionalgeschichte) RIDE (Rezensionsportal für digitale Editionen und Ressourcen) sehepunkte (Rezensionsjournal) Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Artikeln, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49536 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) verzeichnet 2.773 Monografien und Sammelbände unter dem Stichwort History (Stand: Dezember 2025). Auch die OAPEN Online Library bietet im Open Access veröffentlichte Volltexte zu historischen Themen . Die Publikationsplattform OpenEdition bietet unter dem Stichwort Geschichte 5.023 verfügbare Bücher. (Stand: Dezember 2025). Insgesamt existiert eine große Vielfalt an Publikationsmodellen, mit stark variierenden Konditionen, Kosten und technischer Umsetzung. Die in der AG Universitätsverlage zusammengeschlossenen deutschsprachigen Universitätsverlage unterstützen nachdrücklich die Open-Access-Bewegung. Ein Großteil von ihnen veröffentlicht geisteswissenschaftliche Monografien und Sammelbände. Wissenschaftsverlage wie z. B. die Verlage Barbara Budrich , de Gruyter , transcript , Wachholtz oder Wallstein bieten im Rahmen der Open-Access-Transformation zunehmend entsprechende Publikationsmöglichkeiten auch für Autor*innen aus den Geschichtswissenschaften. Inzwischen gibt es auch eine Reihe geisteswissenschaftlicher Open-Access-Verlage wie Language Science Press und Edition Topoi , die ausschließlich in diesem Format publizieren und auch keine Publikationsgebühren verlangen. Die vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) gehostete Edition Open Sources macht akademische Editionen von Primärquellen frei verfügbar zugänglich. Vom österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) geförderte selbstständige Publikationen werden Open Access in der FWF-E-Book-Library zur Verfügung gestellt, darunter auch Veröffentlichungen zu historischen Themen. In der Reihe Historisches Forum werden Themenhefte mit Beiträgen und Berichten aus den Geschichtswissenschaften veröffentlicht. Die Hefte erscheinen in Zusammenarbeit mit den Partnern von Clio-Online und der Humboldt-Universität zu Berlin . Disziplinäre Repositorien Das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) listet unter dem Suchbegriff History 26 Repositorien. Im Registry of Research Data Repositories re3data.org werden 141 Forschungsdatenrepositorien mit historischen Inhalten verzeichnet (Stand: Dezember 2025). Für die Geschichtswissenschaften relevante Inhalte und Veröffentlichungsmöglichkeiten finden sich zudem insbesondere in Repositorien, Datenbanken und weiteren Nachweissystemen angrenzender Disziplinen. Eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Inhalten nimmt der Fachinformationsdienst (FID) Geschichtswissenschaft historicum.net ein. Dieser bündelt Angebote zum Publizieren, Archivieren und zur Recherche. Weitere Fachinformationsdienste bieten ebenfalls für Historiker*innen bedeutsame Mehrwerte. Aufgrund der Multiperspektivität des Fachs finden sich vielfältige geschichtswissenschaftliche Inhalte in zahlreichen Teildisziplinen. In den jeweiligen Repositorien können sie durch entsprechende Suchfilter (wie z. B. Geschichte) gefunden werden. Viele Fachinformationsdienste bieten darüber hinaus Dienstleistungen und Beratung zum Thema Open-Access-Publizieren. Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Blogs Neben zahlreichen alleinstehenden historischen Blogs von Forschungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden sowie einzelnen Forscher*innen, bietet das geistes- und sozialwissenschaftliche Blog-Portal Hypotheses , das vom Open-Access-Dienstleister Open Edition realisiert wird, eine zentrale Plattform für mehrere tausend Blogs auch zu geschichts-, archiv- und hilfswissenschaftlichen Themen. Unter History & Archaeology werden knapp 315 Blogs aus den D-A-CH-Ländern gelistet (Stand: Dezember 2025). Das Redaktionsblog des deutschsprachigen Portals dient der Entwicklung und Verbreitung wissenschaft­licher Information sowie der Schaffung eines Netzwerks. Fachportale und Plattformen Fachportale bieten zentrale Einstiegspunkte für die Recherche nach frei verfügbaren Publikationen, Quellen und weiterem Material. Clio online ist ein Fachportal für die Geschichtswissenschaften. Es ist an zahlreichen Projekten wie Zeitgeschichte online , dem Fachportal für Zeithistoriker*innen, und H-Soz-Kult beteiligt. Es stellt mit den Clio Guides Handbücher für verschiedenste Spezialisierungen der Geschichtswissenschaften (bezogen auf Arbeitstechniken, Epochen, Regionen, Sammlungen und Themen) bereit. Diese geben detaillierte Hinweise zu einschlägigen digitalen Informationsressourcen, Medien und Recherchemöglichkeiten. Europäische Geschichte Online des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte veröffentlicht wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte Europas zwischen 1450 und 1950. Die Beiträge in deutscher und englischer Sprache sind dabei mit unterschiedlichen Materialien verknüpft. historicum.net des Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft bietet viele geschichtswissenschaftliche Informationen an und betreibt insbesondere die Deutsche Historische Bibliografie . H-Net - Humanities and Social Sciences online ist ein Netzwerk zur Fachkommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften. H-Soz-Kult ist eine moderierte Informations- und Kommunikationsplattform für Historiker*innen. Sie veröffentlicht fachwissenschaftliche Nachrichten und verweist auf Neuerscheinungen. Datenbanken Für die historische Forschung ist der Zugang zu digitalisierten Ressourcen (Archivalien, Bibliotheks- und Museumsbestände) von großer Bedeutung. Wichtige Datenbanken für das Fach werden oft von einzelnen, für das Fach zentralen Institutionen betrieben oder in institutionsübergreifenden Datenbanken zusammengeführt. Arachne ist die zentrale Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der Arbeitsstelle für Digitale Archäologie am Archäologischen Institut der Universität zu Köln. Das Archivportal Europa bietet u. a. 285 Millionen Akteneinheiten aus mehr als 7.000 Kultureinrichtungen, teils mit Links zu Digitalisaten. Die Deutsche Biographie stellt Informationen zu mehr als 1 Million Personen des deutschen Sprachraums vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart zur Verfügung. Die Deutsche Digitale Bibliothek verzeichnet und verlinkt mehr als 26 Millionen Objekte aus deutschen Kultureinrichtungen (Archive, Bibliotheken, Museen). e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland hat zum Ziel, alle mittelalterlichen und eine Auswahl neuzeitlicher Handschriften der Schweiz durch eine virtuelle Bibliothek frei zugänglich zu machen. Auf e-rara.ch werden digitalisierte Drucke des 15. bis 20. Jahrhunderts aus Schweizer Bibliotheken öffentlich und kostenlos angeboten. In der Europeana werden mehr als 60 Millionen Objekte (Bilder, Textmaterialien, Ton- und Videoaufnahmen sowie 3D-Objekte) aus mehr als 2.000 europäischen Kulturorganisationen aggregiert. Das Handschriftenportal dient als zentraler Nachweis der Handschriften in deutschen Sammlungen und verknüpft diese mit Erschließungsdaten und Digitalisaten. perspectivia.net , die Online-Publikationsplattform der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland , stellt Zeitschriften, Rezensionen, Monografien und Tagungsdokumentationen (elektronische Publikationen wie auch Retrodigitalisate) ihrer Institute sowie ihrer Kooperationspartner im Volltext zur Verfügung. Die Regesta Imperii verzeichnen sämtliche urkundlich und historiographisch belegten Aktivitäten der römisch-deutschen Könige und Kaiser von den Karolingern bis zu Maximilian I. (ca. 751–1519) sowie der Päpste des frühen und hohen Mittelalters in Form deutschsprachiger Regesten. Sie bieten eine frei zugängliche, alle Fachdisziplinen berücksichtigende Literaturdatenbank für die mediävistische Forschung des gesamten europäischen Sprachraums, eine Regestendatenbank und Publikationen. Das Wörterbuch-Netz , ein Projekt des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier bietet u. a. Wörterbücher älterer deutscher Sprachstufen. Open Science in den Geschichts­wissenschaften Im breiten Spektrum der Geschichtswissenschaften sind mit digitalen Quellen, maschinenlesbaren Editionen, dem Einsatz frei verfügbarer Tools für innovative digitale Forschung und der freien Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zentrale Aspekte offener Wissenschaft gegeben. Die Arbeitsgemeinschaft Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V. (VHD) beschäftigt sich mit den Potenzialen der Digital Humanities bzw. E-Humanities für die Geschichtswissenschaften und bietet ein Forum für den Austausch mit historisch arbeitenden Nachbardisziplinen. Seit 2023 wird vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und zusammen mit zehn weiteren Antragstellern (u. a. VHD) ein NFDI-Konsortium für die historisch arbeitenden Geisteswissenschaften namens NFDI4Memory betrieben. Das Konsortium setzt sich für eine qualitätsgesicherte, standardisierte und kompetente Nutzung von Forschungsdaten in den historischen Disziplinen ein. Das EU-Projekt Social Sciences & Humanities Open Cloud (SSHOC) ist ein Online-Marktplatz, der digitale Werkzeuge, Dienste, Trainingsdaten und Datensets im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften mit dem Ziel zur Verfügung stellt, die interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit in diesen Disziplinen zu fördern. Die europäische Forschungsinfrastruktur OPERAS fördert offene wissenschaftliche Kommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften im europäischen Forschungsraum. OPERAS unterstützt offene Wissenschaft unter anderem durch Projekte wie TRIPLE . Dieses Projekt widmet sich der Entwicklung eines mehrsprachigen und multikulturellen Suchdienstes für die Geistes- und Sozialwissenschaften. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Praxistipp Wie und unter welchen Bedingungen audiovisuelle Materialien als Open Educational Resources in Forschung und Lehre genutzt werden dürfen, erläutert das Rechtsgutachten von Klimpel & Rack (2023) . Weiterführende Literatur Daniel, S., Enderle, W., Hohls, R., Meyer, T., Prellwitz, J., Prinz, C., Schuhmann, A., & Schwandt, S. (Eds.). (2023–2025). Clio Guide. Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften ( 3. erw. und aktualisierte Aufl. ). Clio-online. https://guides.clio-online.de/ Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Eva Bunge, Deutsches Museum (Stand: Dezember 2025)....

  7. Open Access in der Geschlechterforschung

    Was ist Open Access? Hier gibt es eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier gibt es Gründe und Vorbehalte. Open Access publizieren Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Publikation Open Access veröffentlichen können. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Geschlechter­forschung Die Geschlechterforschung ist ein Wissensfeld, das stark von inter/transdisziplinären Arbeitsweisen geprägt ist und in dem sich zugleich auch vielfältige disziplinäre Zugänge wiederfinden. Die Veröffentlichungspraktiken und -orte von Geschlechterforschenden richten sich in vielen Fällen nach den involvierten Fachdisziplinen und sind entsprechend heterogen. Es gibt aber auch eine Reihe von dezidiert inter/transdisziplinär ausgerichteten Publikationen. Die Geschlechterforschung nutzt überwiegend Zeitschriften, Sammelbände und Monographien für ihre Publikationsanliegen. Daneben sind Handbücher, Wissenschaftsblogs und verschiedene andere Transferformate verbreitet. Preprints spielen dagegen kaum eine Rolle. Chancen für die Geschlechterforschung Open-Access-Publizieren bietet gerade für die Geschlechterforschung enorme Chancen: Aufgrund von politischen Vorbehalten gegenüber der Geschlechter­forschung und der uneindeutigen Verortung zwischen den Disziplinen sind ihre Ergebnisse Rezeptionssperren ausgesetzt. Open-Access-Publikationen können durch die mögliche größere Sichtbarkeit und den direkten Zugriff auf Volltexte diese Sperren überwinden und so ihre Qualität belegen. Die Chancen des elektronischen Publizierens und insbesondere von Open Access sind in der Geschlechterforschung heute breit akzeptiert. Es gibt in der deutschsprachigen Geschlechterforschung mittlerweile eine Reihe von Open-Access-Publikationen, insbesondere bei Zeitschriften und Wissenschaftsblogs. Eine langsame Zunahme von Open-Access-Veröffentlichungen ist auch im Bereich der Bücher zu verzeichnen. International lassen sich zwei Entwicklungen unterschieden: Auf der einen Seite erscheinen einschlägige, überwiegend englischsprachige Publikationen zur Geschlechterforschung in großen kommerziellen Verlagen, die bis dato leider lediglich hybride Open-Access-Optionen gegen die Zahlung von Zusatzgebühren anbieten. Auf der anderen Seite ist eine wachsende Zahl von Open-Access-Publikationen in der nicht-englischsprachigen Welt zu verzeichnen, die gebührenfreie und wissenschaftsgeleitete Open-Access-Modelle verfolgen und so einen wichtigen Beitrag zur Bibliodiversität leisten. Aktivitäten der Fachgesellschaft Geschlechterstudien Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien positioniert sich aktiv für freies Publizieren. Als eine von vier Herausgeberinnen des Open Gender Journal und Trägerin der Open Gender Plattform hat die Fachgesellschaft Open Access als wichtiges Handlungsfeld in ihrem Aufgabenspektrum verankert. Innerhalb der Fachgesellschaft vernetzt die Arbeitsgruppe Open Digital Gender Studies zudem bestehende Initiativen und setzt sich mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Open Access und Open Science auseinander. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort Gender 151 Einträge (Stand: August 2024). Lediglich 34 der im DOAJ verzeichneten Zeitschriften erheben APCs . In Deutschland erscheinen folgende Open-Access-Zeitschriften im Bereich Gender Studies: Open Gender Journal DOAJ querelles-net (seit 2020 Rubrik des Open Gender Journal ) GENDER DOAJ Gender Forum IZGOnZeit gender­[ed]thoughts FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur Die Rezensionszeitschrift querelles-net , die zu den Pionierinnen der Open-Access-Bewegung in der deutschsprachigen Geschlechterforschung gehört, wird seit 2020 als Rubrik des Open Gender Journals weitergeführt. Die genannten Zeitschriften sind nicht nur kostenfrei zugänglich, sondern erfüllen auch durch die Nutzung von freien Lizenzen die Anforderungen an Open-Access-Publikationen. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier gibt es eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Handbücher Mit dem Handbuch „Politik und Geschlecht“ (herausgegeben von Christine M. Klapeer, Johanna Leinius, Franziska Martinsen, Heike Mauer und Inga Nüthen) existiert seit 2017 ein Open-Access-Einführungswerk in die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung, das kontinuierlich ergänzt und aktualisiert wird. Diese „Living Enzyklopädie“ entstand im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes OAPEnz als Zusammenarbeit zwischen der ZB MED und dem Verlag Barbara Budrich . Wissenschaftliche Open-Access-Blogs Neben klassischen Fachzeitschriften erscheinen mittlerweile auch Wissenschaftsblogs in der Geschlechterforschung als frei lizensierte Open-Access-Publikation. Die Beiträge im blog interdisziplinäre geschlechterforschung , der von der Koordinations- und Forschungsstelle Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW herausgegeben wird, werden im Repositorium der UB Duisburg-Essen langzeitarchiviert. Das Genderblog des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der HU Berlin legt den Schwerpunkt auf die Publikation von Ergebnissen, Projekten und Debatten aus Forschung und Lehre der Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Open Educational Resources Im Bereich der Open Educational Resources bietet die OER Was ist Gender? einen Einstieg in das Thema. Das Portal Gendering MINT digital stellt nachnutzbare Lehreinheiten aus dem Forschungs- und Lehrbereich Gender & MINT zur Verfügung. Die Toolbox Gender und Diversity in der Lehre bietet Materialien für die Gestaltung von diskriminierungskritischer Hochschullehre. Alle Angebote sind frei lizensiert. Was sind Repositorien? Hier gibt es eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie rechtliche Informationen rund um Open Access. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Disziplinäre Repositorien Mit GenderOpen verfügt die Geschlechterforschung seit 2018 über ein diszipli­näres Open-Access-Repositorium , das die langfristige Verfügbarkeit von Veröff­entlichungen unter Open-Access-Bedingungen sichert. Das Repositorium infor­miert Autor*innen auch über ihre Rechte im Bereich der Zweitveröffentlichung und schafft so Bewusstsein für die Möglichkeiten, die ihnen im Rahmen des deutschen Urheber*innenrechts gegeben sind. Gezielte Kooperationen mit ein­schlägigen Fachverlagen ermöglichen in vielen Fällen die Zweitveröffentlichung von originalen Verlagsversionen sowie der zugehörigen Metadaten nach Ablauf einer Embargofrist . Der Schlagwortindex GenderOpen ist ein im Rahmen von GenderOpen ent­wickeltes kontrolliertes Vokabular zur inhaltlichen Beschreibung von Publikatio­nen aus der Geschlechterforschung. Er wird auch von einigen Zeitschriften, dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv und der Gutachter*innen-Datenbank ge­nutzt. GenderOpen erhielt 2019 das DINI-Zertifikat für Open-Access-Publika­tionsdienste. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Sonstige Angebote Open Access wurde in der deutschsprachigen Geschlechterforschung entschei­dend durch einzelne Projekte vorangebracht. Das von der DFG geförderte Pro­jekt Geschlechterforschung und Open Access. Ein Publikationsmodell für ein inter-/transdisziplinäres Forschungsfeld an der Freien Universität Berlin (2011 – 2012) war dafür richtungsweisend. Darin wurden die Chancen und Anforde­rungen an Open-Access-Publikationen in der Geschlechterforschung analysiert. Es wurde gezeigt, dass alle für die Umsetzung eines qualitätsgesicherten Open-Access-Publikationsangebots notwendigen technischen und rechtlichen Mög­lichkeiten vorhanden sind. Open-Access-Veröffentlichungen und elektronische Publikationsabläufe bringen jedoch zusätzliche Anforderungen mit sich, z. B. klare Rollenteilungen, Rechteklärungen sowie Anpassungen an disziplin- und länder­übergreifende Standards. Als weiteres Open-Access-Angebot ist das Projekt Open Gender Platform zu nennen. Darin wurden nachhaltige Ansätze für redaktionelle Workflows, Geschäftsmodelle und Qualitätssicherungsverfahren entwickelt und für die gesamte Geschlechterforschung nachnutzbar zur Verfügung gestellt. Hierzu zählt u. a. eine Gutachter*innen-Datenbank . Dabei handelt es sich um ein Verzeichnis von Expert*innen, die ihre Bereitschaft erklärt haben, für Open-Access-Zeitschriften und -Bücher in Deutschland als Gutachter*innen zu fungieren. Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Open Science in der Geschlechter­forschung Das Thema offene Forschungsdaten wird in der Geschlechterforschung nur zögerlich aufgegriffen. Nach einer Bedarfsanalyse zu Forschungsdateninfra­strukturen in den Gender Studies haben bisher nur wenige Forschende Erfah­rung mit der Nachnutzung von Forschungsdaten gemacht. Die Schwierigkeiten bei der disziplinären Einordnung der Geschlechterforschung wiederholen sich auch in Bezug auf offene Forschungsdaten: Explizit für die Geschlechterfor­schung ausgewiesene Forschungsdatenrepositorien gibt es bislang nicht. Selbst bei guter Metadatenerfassung erfordert eine Recherche stets das Verfolgen un­terschiedlicher Suchstrategien mit verschiedenen Speicherorten, Schlagworten und Disziplinen. Ob jedoch ein eigenständiger Speicherort für offene Forschungsdaten in einem inter- und transdisziplinären Feld wie der Geschlech­terforschung angezeigt ist, in der mit vielfältigen Datenarten gearbeitet wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Kathrin Ganz , Fachinformationsdienst Geschlechterforschung/Gender Studies (FID Gender) (Stand: August 2024)....

  8. Open Access in der Informatik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Informatik Die noch junge Wissenschaftsdisziplin der Informatik, mit Wurzeln in der Mathematik und Elektrotechnik, verfolgt seit jeher einen offenen Umgang mit erzielten Forschungsergebnissen. Zu den Erfolgsgeschichten gehören auch frei und kostenlos verfügbare Betriebssysteme wie Linux und das Textsatzsystem LaTeX, das gerade im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens einen festen Platz hat. Aufgrund der vielfältigen Verbindungen zu anderen Disziplinen (Bioinformatik, Wirtschaftsinformatik, …) gibt es unterschiedliche Rahmenbeding­ungen für das wissenschaftliche Publizieren in den einzelnen Teilbereichen. In diesem Artikel wird der Kern der Informatik in den Mittelpunkt gestellt. Zur Verbreitung von Forschungsergebnissen haben sich seit Mitte der 1990er Jahre Konferenzen, Symposien und selbst Workshops als Publikationsorte etabliert und gegenüber den klassischen wissenschaftlichen Zeitschriften eine domi­nierende Position eingenommen. Dies spiegelt sich auch im Programm­bereich der wissenschaftlichen Verlage und der als Verlage agierenden Fachge­sellschaften. Dieser starke Fokus auf Konferenzpublikationen führt immer wieder zu Wahrnehmungsproblemen in der Wissenschaftslandschaft, z. B. wenn diese Publikationsform in Evaluierungsprozessen ignoriert wird ( Jagadish, 2008; Vardi, 2009; Vardi, 2010; Konstan & Davidson, 2015 ). Dieses Spannungsfeld zwischen Konferenzpublikationen und Zeitschriftenartikeln zeigt sich auch in den aktuellen Open-Access -Angeboten des Fachs. In einzelnen Unterdisziplinen (z. B. theoretische Informatik und Kryptologie) gibt es eine aus­geprägte Preprint -Kultur. Für Workshops und Konferenzen haben sich unter­schiedliche Publikationsorte etabliert, die sich durch die Höhe der Anforde­rungen bzw. die thematische Fokussierung unterscheiden. Bei den Zeitschriften ist der Fortschritt in Richtung Open Access etwas verhaltener, aber dennoch spürbar. Die kommerziellen Verlage haben darin eine zusätzliche Einnahme­quelle erkannt. Viele Open-Access-Zeitschriften in der Informatik operieren je­doch ohne einen herkömmlichen Verlag im Hintergrund und organisieren sich selbst aus der Community heraus (was mitunter dazu führt, dass der Grad an Professionalisierung sehr unterschiedlich ist, z. B. hinsichtlich einer Nennung im DOAJ ). Die nationalen und internationalen Fachgesellschaften haben sich in Bezug auf Open Access bisher eher konservativ verhalten, wenn auch in den letzten Jahren etwas Bewegung in das Thema gekommen ist: Gesellschaft für Informatik (GI): Zwar hat die deutsche GI in 2007 die Berliner Erklärung unterschrieben und stellt ihre Reihe Lecture Notes in Informatics (LNI) online frei verfügbar; in Bezug auf die Fachzeitschriften der thematischen Fachbereiche ist man jedoch immer noch stark an das klassische Subskriptionsmodell gekoppelt. Über die Digitale Bibliothek können Gliederungen der GI eigene Publikationen im Open Access veröffentlichen. Association for Computing Machinery (ACM): Die amerikanische ACM betei­ligt sich seit Januar 2021 an der Plan-S-Initiative . Zudem ermöglicht sie über den Author-Izer einzelne Artikel über ihre eigene Homepage ohne Bezahl­schranke zugänglich zu machen; jedoch bleibt lizenztechnisch eine Nach­nutzung oftmals unklar, sodass die Ziele des Open Access dadurch nur teilweise erreicht werden. Für Autor*innen besteht zudem die Möglichkeit, über eine author-pays-Option Artikel im Open Access zugänglich zu machen. Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE): Die IEEE Computer Society ist der für die Informatik verantwortliche Teil der IEEE Fachgesell­schaft und agiert als Verlag für Fachzeitschriften und Konferenzbände. Open Access ist bei Hybrid-Zeitschriften und insbesondere dem Open-Access-Megajournal IEEE Access verfügbar. Allerdings gibt es keine dezidier­ten Möglichkeiten, in Konferenzbänden der IEEE Artikel im Open Access zu veröffentlichen. Einige kommerzielle Verlage bieten die Möglichkeit, einzelne Artikel freizu­kaufen ( ACM Author Gateway ; Lecture Notes in Computer Science ) – die Hybrid-Publikation , wie sie im Bereich von Zeitschriften von vielen Verlagen angeboten wird, hat sich also teilweise auch bei Konferenzbänden etabliert. Ein wichtiger Schritt zur Transparenz von wissenschaftlichen Arbeiten ist die Offenlegung von Daten und Software, die zu einem gewissen Grad eine Repro­duzierbarkeit von Ergebnissen und Experimenten zulassen. Im Bereich der Informatik haben sich sogenannte Artifact Evaluations sowohl im Konferenz- als auch im Zeitschriftenbereich etabliert und zugehörige Daten werden sehr oft frei zugänglich gemacht. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort Computer Science 554 Einträge (Stand: März 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: IEEE Access DOAJ IEEE Transactions on Emerging Topics in Computing Journal of Artificial Intelligence Research (JAIR) Journal of Graph Drawing Algorithms and Applications (JGAA) Journal of Machine Learning Research (JMLR) Journal of Spatial Information Science (JOSIS) Journal on Satisfiability, Boolean Modeling and Computation (JSAT) Logical Methods in Computer Science (LMCS) PeerJ Computer Science Proceedings of the VLDB Endowment (PVLDB) Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Computer Science listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 3.220 Titel (Stand: März 2024). Aufgrund der fachspezifischen Konferenzkultur finden sich in der Informatik unter den Open-Access-Büchern vorwiegend Tagungsbände. Reine Monographien werden eher selten im Open Access veröffentlicht. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Open-Access-Konferenzbandreihen für die Informatik: CEUR Workshop Proceedings Electronic Proceedings in Theoretical Computer Science (EPTCS) JMLR Proceedings Lecture Notes in Computer Science (LNCS) (Springer; Hybrid via Open Choice) Lecture Notes in Informatics (LNI) Leibniz International Proceedings in Informatics (LIPIcs) Open Access Series in Informatics (OASIcs) Procedia Computer Science (Elsevier) Proceedings of Machine Learning Research (PMLR) USENIX Das Directory of Open Access Books sowie OAPEN listen einige Open-Access-Bücher im Bereich der Informatik und seinen Sub-Disziplinen, sind aktuell aber in Bezug auf Open-Access-Konferenzbände noch sehr unvollständig. Disziplinäre Repositorien Folgende Repositorien , sowohl fachübergreifend als auch spezialisiert auf eine Subdisziplin in der Informatik, ermöglichen den Zugriff auf von den Autor*innen bereitgestellte Preprints und Postprints . Diese beinhalten darüber hinaus oftmals weitere Details (z. B. technische Beweise) und werden daher oft für eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit einem Thema konsultiert bzw. zitiert: arXiv/CoRR bioRxiv Electronic Colloquium on Computational Complexity (ECCC) HAL IACR Cryptology ePrint Archive Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote In der wissenschaftlichen Selbstorganisation von Konferenzen spielen Konfe­renzmanagementsysteme eine wichtige Rolle in der Informatik. Deren freie bzw. kostenlose Verfügbarkeit ist in der Planung und Organisation von Konferenzen und Workshops wesentlich. Auch wenn es zunächst keine konkrete Verbindung zwischen Open Access und der Verfügbarkeit von Konferenzmanagementsys­temen gibt, muss letzteres bei der Entwicklung von zukünftigen Open-Access-Angeboten im Blick behalten werden, da hier bereits die Metadaten und Roh­fassungen von Beiträgen gesammelt werden. Es folgt eine exemplarische Auflistung von Konferenzmanagementsystemen, die in der Informatik häufig genutzt werden: EasyChair (kostenlos, aber nicht offen) HotCRP (kostenlos, offen) SoftConf START V2 (kostenpflichtig) Recherchieren in der Disziplin Aufgrund der Publikationskultur in der Informatik mit ihrem Fokus auf Konfe­renzpublikationen wird das Fach in disziplinübergreifenden Nachweis- und Recherchesystemen, welche sich auf Zeitschriften stützen, nur unzureichend abgedeckt. Mit der dblp Computer Science Bibliography hat sich seit Anfang der 1990er Jahre ein offener Dienst etabliert . Dieser ermöglicht eine Recherche über einzelne Autor*innen, aber insbesondere über Konferenzen und Zeitschriften in der Informatik. Es folgt eine Liste von für die Informatik relevanten Recherchediensten: ACM Digital Library citeseerx Computer.org dblp IEEE Xplore SemanticScholar Open Science in der Informatik Die Informatik agiert als technologischer Wegbereiter für die aktuelle Diskus­sion um Open Science. Mit Ben Shneiderman hat ein Informatiker den Begriff Science 2.0 ( Shneiderman, 2008 ) wesentlich geprägt und den Diskurs um die technologische Erneuerung von Wissenschaftsprozessen eröffnet. Ein besonde­rer Fokus liegt dabei auf offenen Forschungsdaten . Seit 2011 haben immer mehr Konferenzen (vor allem zum Software Engineering) spezielle Komitees zur Bewertung von sogenannten Forschungsartefakten eingerichtet. Diese Komi­tees stellen sicher, dass Artefakte, die zusammen mit Forschungsarbeiten einge­reicht werden, mit diesen übereinstimmen sowie vollständig, gut dokumentiert und leicht wiederverwendbar sind. Arbeiten, deren Artefakte erfolgreich evaluiert wurden, werden mit einem „Artefacts Evaluated“-Badge ausgezeichnet. Mehrere Verlage wie ACM und Schloss Dagstuhl haben diese Vorgehensweise bereits implementiert. Als Software-Repositorium wird von Entwickler*innen häufig GitHub genutzt, ein kommerzieller Dienst zur Versionsverwaltung von Software-Entwicklungsprojekten. Die Reproduzierbarkeit von Ergebnissen spielt auch bei verschiedenen Zeitschriften eine Rolle, die sich auf die Veröffentlichung von Software, Algorithmen, Beweisverfahren und Daten spezialisiert haben, z. B. das Journal of Open Source Software das Archive of Formal Proofs die Zeitschrift Image Processing On Line die Zeitschrift Data Eine weitere aus der Informatik hervorgegangene Initiative, die aber nicht nur auf die Informatik beschränkt ist, ist das Projekt Software Heritage . Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, Software in Form von Quellcode zu archivieren und zu bewahren. Ende 2020 hatte Software Heritage bereits mehr als 148 Millionen Projekte archiviert. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Jagadish, H. V. (2008). The conference reviewing crisis and a proposed solution. ACM SIGMOD Record , 37 (3), 40-45. https://doi.acm.org/10.1145/1462571.1462582 Konstan, J. A. & Davidson, J. W. (2015). Should conferences meet journals and where? a proposal for "PACM". Communications of the ACM 58(9), 5. https://doi.org/10.1145/2811400 Shneiderman, B. (2008). Science 2.0. Science, 319 (5868), 1349-1350. https://doi.org/10.1126/science.1153539 Vardi, M.Y. (2009). Conferences vs. journals in computing research. Communications of the ACM, 52 (5), 5. https://doi.org/10.1145/1506409.1506410 Vardi, M.Y. (2010). Revisiting the publication culture in computing research. Communications of the ACM, 53 (3), 5. https://doi.org/10.1145/1666420.1666421 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Michael Wagner, Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für Informatik , und Dr. Marc Herbstritt, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Stand: Dezember 2024)....

  9. Open Access in der Informationswissenschaft

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Informations­wissenschaft Die Informationswissenschaft ist in den DACH-Ländern prinzipiell eher als kleines Fach zu betrachten. Der Hochschulverband Informationswissenschaft (HI) listet in den besagten Ländern nur 19 Hochschulen auf, an denen das Fach gelehrt wird. Dabei handelt es sich meist um Fachhochschulen. Die deutschsprachige Publikationslandschaft in der Informationswissenschaft ist folglich überschaubar. Obwohl Open Access als Forschungsgegenstand in der informationswissenschaftlichen Forschung betrachtet wird, dominiert Open Access bisher nicht die Publikationspraxis des Faches. Im Januar 2022 veröffentlichte der HI seine Open-Science-Leitlinie , in der er offenen Zugang zu Texten, Daten, Software und Methoden fordert. Vorausgegangen war die Diskussion eines ersten Entwurfs der Leitlinie durch Mitglieder des HI im Herbst 2021. Die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterzeichnete der HI im November 2021. Open-Access-Zeitschriften Fachlich einschlägige Journale im deutschsprachigen Raum wie Information – Wissenschaft & Praxis der Deutschen Gesellschaft für Information & Wissen (DGI) erscheinen im Closed Access . Das Gleiche gilt international für die Proceedings der Association for Information Management (ASLIB) , sämtliche Publikationen der American Society for Information Science and Technology (asis&t) oder das Journal of Information Science . Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort information science 1.075 Treffer, unter dem verwandten Suchbegriff library science 205 Einträge (Stand: Dezember 2024). In jüngerer Zeit ist im deutschsprachigen Raum mit der Verbreitung von Open-Access-Diamond -Zeitschriften, dem Subscribe-to-Open-Modell und transformativen Verträgen eine steigende Anzahl offen zugänglicher Artikel aus der Informationswissenschaft zu beobachten. Einige Open-Access-Zeitschriften sind: Bibliothek Forschung und Praxis Big Data & Society College and Research Libraries Frontiers in Research Metrics and Analytics Information Research: An International Electronic Journal Information Journal of the Medical Library Association Library and Information Research Libreas : Library Ideas o-bib. Das offene Bibliotheksjournal Scientific Data Quantitative Science Studies Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort library & information sciences listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 79 Titel. Die Online-Bibliothek OAPEN verzeichnet unter der Rubrik library & information sciences 75 Titel (Stand: Dezember 2024). Die Bände zum In­ternational Symposium of Information Science (ISI), das vom HI veranstaltet wird, erscheinen im Open Access, die Beiträge sind auf den Seiten des HI zu finden . Disziplinäre Repositorien Als wichtige disziplinäre Repositori en sind eprints in library & information science (e-Lis) und arXiv zu nennen, in dessen Kategorie "Digital Libraries" viele Publikationen aus der informationswissenschaftlichen Forschung zu finden sind.. Wie in vielen Fächern wird auch im Bereich der Library and Information Science (LIS) Zenodo vermehrt genutzt. In der deutschsprachigen LIS-Community werden Publikationen häufig auch auf den institutionellen Open-Access- Repositorien der Einrichtungen, an denen Forschende zu dem Thema arbeiten, zugänglich gemacht bzw. abgelegt. Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auf der linken Seite finden Sie hilfreiche Services und Tools, um sich über konkrete Fragen zu Open Access zu informieren. Literatur Weiterführende Literatur Asef, E. (2021). Analyse von Open Access Publikationen in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft 2003 bis 2016. Humboldt-Universität zu Berlin. https://doi.org/10.18452/2302 Chen, M., & Du, Y. (2016). The status of open access library and information science journals in SSCI. The Electronic Library , 34 (5), 722–739. https://doi.org/10.1108/EL-05-2015-007 Sahoo, J., Birtia, T., & Mohanty, B. (2017). Open access journals in library and information science: A study on DOAJ. International Journal of Information Dissemination and Technology , 7 (2), 116. https://doi.org/10.5958/2249-5576.2017.00008.5 Way, D. (2010). The open access availability of library and information science literature. College & Research Libraries, 71(4), 302–309. https://doi.org/10.5860/crl-38r1 Bearbeitung der Seite durch: Ulrich Herb, Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek , aktualisiert durch Heinz Pampel und Vivien Petras, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, HU Berlin (Stand: April 2025)...

  10. Open Access in der Kunstgeschichte

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Kunst­geschichte In der Kunstgeschichte wird zunehmend in digitalen Formaten publiziert, wobei Open Access eine besondere Rolle einnimmt. So haben die Universitätsbiblio­thek Heidelberg mit ihrem Fachinformationsdienst Kunst, Design, Fotografie arthistoricum.net gemeinsam mit der Fachcommunity sowie Vertreter*innen der kunstwissenschaftlichen Fach- und Berufsverbände Strategien zum digitalen Publizieren in den Kunst­wissenschaften entwickelt. Weitergeführt wurden diese Gedanken von Maria Effinger 2023 in dem Artikel Kunstgeschichte kommunizieren? Aufgaben, Herausforderungen und Weiterentwicklungspotenziale beim elektronischen Publizieren im Open Access . Ein wei­teres Grundlagenwerk mit dem Titel Digitales Publizieren in den Geisteswissenschaf­ten: Begriffe, Standards, Empfehlungen (2021) wurde von der DHd AG Digitales Publizieren herausgegeben. Antworten auf Fragen zu Bild­rechten bietet der Leitfaden von Veronika Fischer und Grischka Petri Bildrechte in der kunsthistorischen Praxis (2022) Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Suchbegriff History of the arts 87 und unter Fine arts 686 Open-Access-Zeitschriften (Stand: September 2025). Neben neu gegründeten stehen auch retrodigitalisierte Zeitschriftenbände Open Access zur Verfügung. Neue Ausgaben dieser Zeitschriften erscheinen entweder simultan gedruckt und digital oder mit einer Moving Wall. Wichtige, im deutschsprachigen Raum erschienene Open-Access-Zeitschriften sind: 21: Inquiries into Art, History, and the Visual – Beiträge zur Kunstgeschichte und visuellen Kultur DOAJ ABE-Journal: Architecture Beyond Europe DOAJ Belvedere Research Journal ; International Journal for Digital Art History Journal for Art Market Studies DOAJ kritische berichte. Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaft Kunstchronik. Monatsschrift für Kunstwissenschaft Kunstgeschichte. Open Peer Reviewed Journal kunsttexte.de – Journal für Kunst- und Bildgeschichte Pegasus. Beiträge zum Nachleben antiker Kunst und Architektur RIHA Journal DOAJ Sediment – Materialien und Forschungen zur Geschichte des Kunstmarkts transfer – Zeitschrift für Provenienzforschung und Sammlungsgeschichte | Journal for Provenance Research and the History of Collection Im Rahmen des von ihr mitverantworteten Fachinformationsdienstes Kunst, Fotografie und Design, arthistoricum.net stellt die Universitätsbibliothek Heidelberg eine technische Infrastruktur zum Publizieren von Open-Access-Zeitschriften bereit. Das Angebot richtet sich an Kunstwissenschaftler*innen weltweit. Zum Einsatz kommt die Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) des Public Knowledge Project (PKP) . Aktuell (Stand: September 2025) werden 52 Open-Access-Zeitschriften über arthistoricum.net bereitgestellt. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Aus dem Bereich der Kunstgeschichte listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 581 Titel unter dem Stichwort History of art und 36 Titel unter dem Stichwort History of art / art & design styles . OAPEN verzeichnet unter der Rubrik History of art / art & design styles 27 Titel (Stand: September 2025). Viele internationale Museen und Forschungseinrichtungen bieten inzwischen kostenlosen Zugriff auf eine Auswahl ihrer Bücher wie z.B. die Getty Publications Virtual Library des Getty Research Institutes, MetPublications des Metropolitan Museum of Art oder das Canadian Online Art Book Project . Die von der Universitätsbibliothek Heidelberg bereitgestellte Open-Access-Pub­likationsplattform arthistoricum.net -ART-Books veröffentlicht wissen­schaftliche E-Books aus den Fachbereichen Kunstgeschichte, Fotografie und Design. Publiziert werden sowohl Erst- ( goldener Weg ) als auch Zweitveröffent­lichungen ( grüner Weg ). Das kostenfreie Angebot richtet sich an Kunstwissen­schaftler*innen weltweit. Zum Einsatz kommt die Open-Source-Software Open Monograph Press (OMP) des Public Knowledge Project (PKP) . Disziplinäre Repositorien ART-Dok ist die Publikationsplattform von arthistoricum.net. Wissenschaftler*­innen weltweit haben hier die Möglichkeit, kunstwissenschaftliche Online-Publi­kationen (Monographien, Artikel, Vorträge etc.) aus dem Fachbereich Kunstge­schichte kostenfrei und ohne Zugangsbeschränkungen zu veröffentlichen. Auch die Bereitstellung elektronischer Zweitveröffentlichungen bereits gedruckt er­schienener Schriften ist möglich und erwünscht. ART-Dok enthält nahezu 9.500 Open-Access-Publikationen (Stand: September 2025). Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) sowie re3data unter den Stichwörtern Art History und Data Access (Stand: September 2025). Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Fachportale und Plattformen Das Informations- und Serviceportal für die Kunstgeschichte arthistoricum.net wird von der SLUB Dresden und der Universitätsbibliothek Heidelberg betrieben. Der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte fördert die Vernetzung von Menschen, die im Fach Kunstgeschichte digitale Werkzeuge und Methoden entwickeln, anwenden und theoretisch reflektieren. Der Arbeitskreis ist eine Plattform für die Digitale Kunstgeschichte. Der Deutsche Verband für Kunstgeschichte e.V . vertritt die Interessen der in Deutschland und in deutschen Institutionen im Ausland tätigen Kunsthistoriker*innen. Die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen inzwischen frei zugängliche, für die Kunstgeschichte relevante Open-Access-Inhalte bereit. Datenbanken u.ä. Der Art Discovery Group Catalogue ist eine internationale Datenbank mit Beständen von Kunst- und Museumsbibliotheken in den USA und Europa. Die Katalogsuche von arthistoricum.net ermöglicht die Recherche nach kunsthistorisch relevanter Literatur sowie Volltext durchsuchbare Textkollektionen, Bildquellen und Fachrepositorien. Das Getty Research Portal ist ein Fachportal des Getty Research Institute. Das Portal bietet weltweiten Zugang zu digitalisierter Literatur der Kunstgeschichte im Open Access. Das Datenbank-Infosystem (DBIS) bietet eine Übersicht zu weiteren Datenbanken im Bereich Kunstgeschichte und Architektur . Bilddatenbanken Das Bildarchiv Foto Marburg gehört zur Philipps-Universität Marburg und ist das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte. Mit etwa 2,6 Millionen Aufnahmen ist es eines der größten Bildarchive zur europäischen Kunst und Architektur. Die Deutsche Fotothek mit ihren rund 7 Millionen Bilddokumenten ist ein Universalarchiv der Kunst- und Kulturgeschichte in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden . heidICON ist die Objekt- und Multimediadatenbank der Universitätsbibliothek Heidelberg . prometheus ist ein verteiltes digitales Bildarchiv für Forschung und Lehre mit Sitz am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln . Die webbasierte Bildersammlung mit knapp 4 Millionen hochauflösender Bilddateien zur Kunst und Archäologie verbindet gegenwärtig 128 Instituts-, Forschungs- und Museumsdatenbanken unter einer Oberfläche. Open Science in der Kunst­geschichte Auch wenn Open Access in jüngster Zeit starken Zuspruch erfährt, stellen recht­liche, technische und organisatorische Fragen bezüglich der Publikation und Ar­chivierung von kunsthistorischen Forschungsdaten nach wie vor viele Wissen­schaftler*innen vor Hürden beim Open-Access-Publizieren . Um Abhilfe zu schaffen, hat das im Oktober 2020 gegründete Konsortium NFDI4Culture sich das Ziel gesetzt, eine Infrastruktur für Forschungsdaten materieller und immateriel­ler Kulturgüter zu schaffen und dabei auf die Bedarfe der Communities einzuge­hen. Der NFDI4Culture Helpdesk berät Kunstwissenschaftler*innen zu verschiedenen Aspekten im Umgang mit Forschungsdaten. Hier können Fragen zu rechtlichen Aspekten, zur Publikation und Archivierung von Daten, zur Digitali­sierung generell, zu Open-Access-Standards und auch zur Unterstützung bei der Antragsplanung gestellt werden. Mit der FAIR-Clearing-Stelle wurde zudem ein Beratungsangebot geschaffen, das die Anwendung von Qualitätsstandards wie der FAIR-Kriterien für Forschungsdaten fördert. Neben der Möglichkeit, Forschungsdaten in den jeweiligen institutionellen For­schungsdatenrepositorien zu archivieren, können über arthistoricum.net­@heiDATA Forschungsdaten online publiziert und archiviert werden, die in Verbindung zu Open-Access-Publikationen auf arthistoricum.net stehen. DARIAH-EU ist ein europäisches Netzwerk, das nicht nur digitale Forschung und Lehre in den Kunst- und Geisteswissenschaften unterstützt und verbessert, son­dern auch den Übergang zu Open Science in den Kunst- und Geisteswissen­schaften fördert. Das Münchner Memorandum " Forschungsdaten in der Kunstgeschichte: 10 Thesen " formuliert aus Sicht des Faches in Deutschland aktuelle Anforderungen, Positionen und Impulse zur weiteren Entwicklung digitaler kunsthistorischer Forschungsdaten und ihrer Infrastruktur. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Praxistipp Wie und unter welchen Bedingungen audiovisuelle Materialien als Open Educational Resources in Forschung und Lehre genutzt werden dürfen, erläutert das Rechtsgutachten von Klimpel & Rack (2023) . Literatur AG Digitales Publizieren (2021). Digitales Publizieren in den Geisteswissenschaften: Begriffe, Standards, Empfehlungen. https://doi.org/10.17175/wp_2021_001_v2 Effinger, M., & Kohle, H. (Hrsg.) (2021). Die Zukunft des kunsthistorischen Publizierens. arthistoricum.net. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.663 Effinger, M. (2023). Kunstgeschichte kommunizieren? Aufgaben, Herausforderungen und Weiterentwicklungspotenziale beim elektronischen Publizieren im Open Access. kritische berichte 51(1). https://doi.org/10.11588/kb.2023.1.92820 Fischer, V., & Petri, G. (2022). Bildrechte in der kunsthistorischen Praxis. Ein Leitfaden. Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage. Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V . http://doi.org/ 10.11588/artdok.00007769 Deutscher Verband für Kunstgeschichte e. V., Universitätsbibliothek Heidelberg, Zentralinstitut für Kunstgeschichte (2024). Forschungsdaten in der Kunstgeschichte: 10 Thesen - Münchner Memorandum 2024. https://doi.org/10.11588/artdok.00009194 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Alexandra Büttner. Letzte inhaltliche Überarbeitung: Maria Effinger, UB Heidelberg (Stand: Oktober 2025)....