Open Access in der Germanistik
Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der Germanistik In der Germanistik lässt sich eine Tendenz zu größerer Offenheit und Akzeptanz gegenüber Open Access beobachten. Darin ähnelt sie anderen Philologien, wie z.B. der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft , in denen ähnliche Entwicklungen stattfinden. Gleichwohl ist die Printfixiertheit in der Germanistik noch immer dominant, ebenso eng bleibt die Verknüpfung zwischen publizierendem Verlag und wissenschaftlicher Reputation. Vorurteile gegenüber Open Access betreffen neben der Sorge um wissenschaftliche Qualität auch die langfristige Verfügbarkeit ausschließlich online erschienener Forschungsbeiträge. Für die Publikationspraxis spielen bibliometrische Indikatoren wie der Journal Impact Factor , Zitationsraten etc. in der Regel eine geringe Rolle. Die Geschäftsmodelle vieler Verlagshäuser mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt sind im Wandel, nicht zuletzt durch die Open-Access-Positionierung der großen nationalen Fördereinrichtungen. Angesehene Verlage ermöglichen und treiben mittlerweile Open Access Gold voran und sind auch offen(er) für Open Access Grün . Zugleich gibt es vermehrt institutionelle Angebote zur Förderung von Open-Access-Monografien und Open-Access-Sammelbänden (Open-Access- Publikationsfonds ; Förderung von Publikationskosten über Drittmittel; Publikationsbeihilfe der DFG ). Beides hat eine Zunahme von Open-Access-Erstveröffentlichungen zur Folge. Zudem nutzen immer mehr Forscher*innen die Möglichkeit der Zweitpublikation auf Repositorien ihrer Hochschulbibliothek bzw. Forschungseinrichtung oder zentralen Fachrepositorien wie GiNDok . Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung langsam aber stetig fortsetzt. Eine eindeutige Positionierung des Deutschen Germanistenverbands (DGV) steht noch aus. Gleichwohl haben sich innerhalb dieser zentralen Fachgesellschaft Arbeitsgruppen etabliert (AG Digitales in Forschung und Lehre; AG Germanistik im digitalen Zeitalter), die sich mit der Digitalisierung und den sich wandelnden Arbeits-, Lehr- und Forschungsweisen im Fach befassen. Hierbei spielt die Auseinandersetzung mit dem Open-Access-Publizieren eine wichtige Rolle. Die AG Germanistik im digitalen Zeitalter hat sich inzwischen aufgelöst. Kritisch zu Open Access äußern sich regelmäßig die Verantwortlichen des Instituts für Textkritik . Open Access in der Linguistik Finden Sie hier eine Einführung. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort (Subject) “German Literature ” 14 und unter “ Germanic languages ” 4 Einträge (ohne skandinavische Sprachen). (Stand: November 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: IASLonline Philologie im Netz (PhiN) Textpraxis. Digitales Journal für Philologie ( DOAJ ) Linguistik online ( DOAJ ) Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZiG) literaturkritik.de Transit. A Journal of Travel, Migration and Multiculturalism in the German-speaking World ( DOAJ ) Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaft (ZfdG) Außerdem zu erwähnen (wenngleich nicht im DOAJ gelistet) sind die „ Germanistischen Mitteilungen “ und die Zeitschrift für Wortbildung . Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Eine Suche nach "German literature" im Directory of Open Access Books erzielt 166 Treffer, nach "German language" 217 Treffer, nach "German linguistics" 22 Treffer und nach "German studies" 171 Treffer (Stand: März 2024). Open-Access-Bücher, die einen germanistischen Fachbezug haben und ohne BPC s im Diamond Open Access veröffentlicht sind, lassen sich auch auf der Website von Open Book Publishers unter "German Studies" finden. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in der Germanistik gehören GiNDok, betrieben vom Fachinformationsdienst (FID) Germanistik und Bestandteil des Portals “ Germanistik im Netz (GiN) ”, sowie der Publikationsserver des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS): GiNDok Publikationsserver des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) Der IDS-Publikationsserver enthält vor allem Veröffentlichungen aus dem Bereich der germanistischen Sprachwissenschaft. GiNDok dient Einzelforscher*innen, Verlagen, Institutionen und Projekten als Plattform für Erst- und Zweitveröffentlichungen aus allen Teilbereichen des Fachs und für nahezu alle Textgattungen. Darüber hinaus bietet der FID Germanistik auch einen E-Journal-Hosting-Service auf Basis der Software OJS an. Wichtig für die Germanistik sind auch die folgenden Repositorien benachbarter Disziplinen: CompaRe - Fachrepositorium für die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft AMAD - Interdisziplinäres Open-Access-Fachrepositorium und Wissenschaftsblog für Mittelalterforschung PsyArxiv (vor allem in germanistischer Linguistik) PhilPapers Eine Übersicht zu relevanten Repositorien im Bereich “ Language and Literature ” gibt auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie rechtliche Informationen rund um Open Access. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige hilfreiche Angebote Der Fachinformationsdienst (FID) Germanistik hat eine Reihe von Tutorials veröffentlicht, die u.a. über die Vorteile des OA-Publizierens informieren und darüber hinaus einschlägige praktische Informationen zu relevanten Themen wie der Langzeitarchivierung oder zu der Zitationsweise digitaler Publikationen kompakt und verständlich auflisten. Literatur Weiterführende Literatur Baillot, A. (2019). Digitales Publizieren und Open Access in der Germanistik. Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbands , 66 (3), 237–247. https://doi.org/10.14220/mdge.2019.66.3.237 Eve, M. P. (2014). Open Access and the Humanities. Contexts, Controversies and the Future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Messerschmidt, N. (2011). Open Access in den Literaturwissenschaften. Ergebnisse qualitativer Interviews mit Wissenschaftlern der Deutschen Literatur . https://doi.org/10.18452/14147 Söllner, K. (2017). Geisteswissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (1st edition, pp. 247–253). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Volker Michel, Fachinformationsdienst Germanistik . Letzte inhaltliche Überarbeitung: Stefan Hartmann, Heinrich Heine Universität Düsseldorf (Stand: November 2024)....