Coffee Lecture: Wie ich meine Paper "befreien" kann - Open Access Zweitveröffentlichungen
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Ziele und Inhalte Fachrepositorien bieten für jeweils spezifische Fach-Communities robuste Publikationsinfrastrukturen und diverse damit verknüpfte Services. Eines ihrer zentralen Ziele ist die Förderung von Open Access innerhalb dieser Communities. Diese digitale Fokusgruppe überführt das bestehende "Vernetzungstreffen Fachrepositorien" in einen neuen Rahmen. So kommen Betreiber*innen von Fachrepositorien sowohl virtuell als auch persönlich regelmäßig zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsame Vorhaben zu planen. Organisatorisches Die Fokusgruppe trifft sich seit dem 18. Mai 2022 in einem Turnus von acht Wochen (mittwochs). Bisher behandelte Themen: Technische Standards (u.a. pfd/a) OA-Transformation - Strategien und Workflows Qualitätsanforderungen an abgelieferte Medienwerke Öffnung der Datenbestände von Fachrepos für computergestützte Analysen Erfahrungen und Strategien bei der Zusammenarbeit mit Verlagen Wenn Sie an der Arbeit der Fokusgruppe interessiert sind, können Sie sich gerne für die Mailingliste anmelden . Wenn Sie aktiv in der Gruppe mitarbeiten möchten, können Sie darüber hinaus ein Userkonto für das Wiki der Gruppe beantragen. Um uns die Zuordnung zu erleichtern, geben Sie bitte an, dass Sie sich für eine Mitarbeit in der Fokusgruppe "Fachrepositorien" interessieren. Bei inhaltlichen Fragen zur Fokusgruppe wenden Sie sich bitte an Christian Woll und Karin Langenkamp . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Repositorien betreiben Hier finden Sie eine Einführung. Fachdisziplinen im Überblick Hier finden Sie eine Einführung....
Hintergrund Wissenschaftliche Bibliotheken und Einrichtungen in Deutschland stehen im Zuge der Open-Access-Transformation vor der Herausforderung, Informationsbudgets zu implementieren. Ziel ist ein einrichtungsweites und transparentes Publikations- und Kostenmonitoring, d. h. die systematische Erfassung und Auswertung des Publikationsaufkommens einer Einrichtung sowie der zentral und dezentral anfallenden Kosten für das Publizieren und die Literaturversorgung. Werkzeuge und Prozesse müssen dabei in enger Kollaboration mit vielen anderen Organisationseinheiten angepasst und entwickelt werden, beispielsweise mit Haushalts- und Drittmittelabteilungen, Controlling, Berichtswesen und Forschung. Forderungen nach einem transparenten Kosten-und Publikationsmonitoring im Kontext der Open-Access-Transformation gibt es bereits seit mehreren Jahren. Mit dem 2021 gestarteten DFG-Förderprogramm "Open-Access-Publikationskosten" und den Anfang 2022 erschienenen Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access gewinnt das Thema weiter an wissenschaftspolitischer Bedeutung. In der ersten Förderphase von open-access.network wurden fünf Workshops mit dem Titel "Budgetentwicklung im Kontext der Open-Access-Transformation" angeboten. Während der Open-Access-Tage 2022 in Bern fand ein Hands-on-Workshop zum Thema Informationsbudget statt. Zwei aktuelle DFG-Projekte setzen sich derzeit mit dem Themengebiet auseinander: OpenCost arbeitet seit 2021 an einem standardisierten Metadatenschema für (Open-Access-)Publikationskosten; das Projekt Transform2Open widmet sich seit Beginn des Jahres 2023 den konzeptionellen Fragen des Kostenmonitorings. Ziele und Inhalte Die Fokusgruppe dient dem praktischen Erfahrungsaustausch zwischen wissenschaftlichen Bibliotheken, die sich der Herausforderung Informationsbudget stellen und bereits erste Schritte gegangen sind. Gemeinsam wollen wir ähnliche Bedarfe und Voraussetzungen identifizieren, notwendige Handlungsfelder diskutieren und mögliche Maßnahmen definieren. Die Gruppe plant konkrete Maßnahmen und organisiert deren Umsetzung. Deswegen ist eine aktive Teilnahme der einzelnen Mitglieder der Gruppe sehr wichtig. Unter anderem geht es um folgende Aspekte: Verständigung auf die Elemente von Informationsbudgets und die Standardisierung von deren Darstellung Zusammenfassung der notwendigen Handlungsschritte zur Einführung eines Informationsbudgets mit der Zielgruppe Bibliotheks-und Einrichtungsleitungen sowie Förderern Teilen von Best Practices Organisatorisches Wenn Sie an der Arbeit der Fokusgruppe interessiert sind, können Sie sich gerne für die Mailingliste anmelden . Die Arbeit in der Gruppe erfolgt über ein Pad . Möchten Sie vertiefend mitarbeiten, können Sie darüber hinaus ein Userkonto für das MediaWiki der Gruppe beantragen. Um uns die Zuordnung zu erleichtern, geben Sie bitte an, dass Sie sich für eine Mitarbeit in der Fokusgruppe "Informationsbudget" interessieren. Darüber hinaus arbeitet die Gruppe an einer Zotero-Collection von Literatur und Quellen zu der Thematik. Publikationen der Fokusgruppe werden perspektivisch in der Zenodo-Collection gesammelt. Zum Organisationsteam der Fokusgruppe gehören: Karolin Bove (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek), Steffi Grimm (Freie Universität Berlin), Sascha Lauer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Margit Schön (Forschungszentrum Jülich) und Agnieszka Wenninger (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung). Bei inhaltlichen Fragen zur Fokusgruppe wenden Sie sich bitte an Margit Schön und Karoline Bove . Kostentransparenz und Informationsbudget Poster zu Kostentransparenz und Informationsbudget Schön, M., Barbers, I., Ferguson, L. M., Meistring, M., & Schultze-Motel, P. (2023). Kostentransparenz und Informationsbudget: Projekte, Initiativen und Infrastrukturen, die die finanzielle Dimension der OA-Transformation in den Blick nehmen. Zenodo. doi.org/10.5281/zenodo.8198940 Austausch Die Fokusgruppe steht in engem Austausch mit verschiedenen BMBF- und DFG-geförderten Projekten. Ein Teilvorhaben des BMBF-geförderten Projekts nimmt neue Ansätze der Open-Access-Finanzierung und die nachhaltige OA-Transformation in den Blick. Das BMBF-geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung von Budgets, Kriterien, Kompetenzen an wissenschaftlichen Einrichtungen rund um die finanziellen Dimensionen der Open-Access-Transformation. Das DFG-geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Schaffung einer technischen Infrastruktur, mit der Publikationskosten über standardisierte Schnittstellen und Formate frei zugänglich abgerufen werden können....
Ziele und Inhalte Die Gruppe OA-Künste ist ein 2019 von Anika Wilde ( Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ) und Friederike Kramer ( Universität der Künste Berlin ) gegründetes und moderiertes Netzwerk mit Mailingliste, das für alle künstlerischen Einrichtungen und Hochschulen offensteht. Der Fokus des Netzwerks liegt auf den Bibliotheken als Serviceeinrichtung, die die Etablierung von Open-Access-Strukturen auf verschiedenen Ebenen fördern und mitgestalten können. Ziel ist es, ein Forum für Austausch und Diskussion zu bieten. Zeitgleich sollen Materialien und Informationen geteilt werden, um Synergieeffekte zu nutzen und den Open-Access-Gedanken in den Künsten zu verankern. Organisatorisches Wenn Sie an der Arbeit der Fokusgruppe interessiert sind, können Sie sich gerne für die Mailingliste anmelden . Möchten Sie vertiefend mitarbeiten, können Sie darüber hinaus ein Userkonto für das MediaWiki der Gruppe beantragen. Um uns die Zuordnung zu erleichtern, geben Sie bitte an, dass Sie sich für eine Mitarbeit in der Fokusgruppe "OA-Künste" interessieren. Zum Organisationsteam der Fokusgruppe gehören: Friederike Kramer (Universität der Künste) und Anika Wilde (Hochschule für Schauspielkuns Ernst Busch). Bei inhaltlichen Fragen zur Fokusgruppe wenden Sie sich bitte an Friederike Kramer . Kommende Veranstaltungen Datenmanagementpläne und der RDMO-Service von NFDI4Culture Sie sind digital künstlerisch oder gestalterisch tätig und wollen die bei Ihrer Arbeit anfallenden Daten so managen, dass andere damit arbeiten können? Sie sind eine Hochschuleinrichtung, die Daten aus studentischen Arbeiten oder wissenschaftlichen Projekten im Bereich der Künste entgegennimmt? Der Research Data Management Organiser (RDMO) ist ein flexibles und kostenfreies Werkzeug, das Sie beim Management Ihrer Daten und bei der Planung von digitalen Projekten aller Art unterstützen kann. Der Workshop bietet eine Einführung in das Thema Datenmanagementpläne (DMPs), führt in den RDMO-Service von NFDI4Culture und die Funktionalitäten des Werkzeugs ein und stellt außerdem konkrete Nutzungsmöglichkeiten vor. Die Veranstaltung gliedert sich in drei Teile: Einführung in DMPs Datenmanagement mit dem RDMO - das Tool von innen (mit Übung) Anwendung für die praktische Nutzung Wann? 15. April 2026 15.00-17.00 Uhr Wo? Webex Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Vergangene Veranstaltungen Publikation und Dokumentation non-textueller Materialien am Beispiel des Artistic Research Catalogue Künstlerische Forschung ist ein vielfältiges, interdisziplinäres und oft mit nicht-textlichen Ergebnissen einhergehendes Forschungsgebiet, das in herkömmlichen Repositorien nur schwer zugänglich gemacht werden kann. Der Artistic Research Catalogue der Society for Artistic Research ist eine Open-Access-Datenbank für genau diese Arbeiten und bietet Lösungen für Text, Bild, Audio und Video. Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen fördert den RC aus Open-Access-Mitteln und bietet so der Hochschule für Künste Bremen eine Plattform für künstlerische Forschung und ihre Daten. Jan Charzinski und Kathrin Gollwitzer-Oh stellen in ihrem Vortrag am 19. November 2025 (15:00-16:00 Uhr) den RC vor und zeigen anhand von Beispielen die Veröffentlichung non-textueller Materialien. Der Vortrag wurde erstmals am 25.06.2025 auf der Bibliocon gehalten. Im Anschluss ist eine offene Diskussion zu Standards und Qualitätssicherung im Bereich der Künste geplant. Referent*innen: Jan Charzinski (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen) und Kathrin Gollwitzer-Oh (Hochschule für Künste Bremen) Datum: 19. November 2025 Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr Online-Werkstattgespräch zum Thema „KI trifft Open Access in den Künsten“ Am 25.04.2024 lud die Fokusgruppe OA-Künste zu einem Online-Werkstattgespräch zum Thema „KI trifft Open Access in den Künsten“ ein. Was bedeutet KI eigentlich für die Künste? Wie spielt sie in Werke, deren Veröffentlichung und auch deren Nachnutzung hinein? Was bedeutet das für Open Access und was hat der European AI Act damit zu tun? Beitragende Sonja Thiel, Kuratorin und museologisch Forschende in den Bereichen offene digitale Bildung, Künstliche Intelligenz und digitale Sammlungen Robert Seidel, Künstler in den Feldern Experimentalfilm, Installation, Performance, Sound, etc. Georg Fischer, Mitarbeiter im Open-Research Office Berlin und Autor bei irights.info Oliver Vettermann, Vertreter des Legal Helpdesk von NFDI4Culture...
Diese Fokusgruppe hat ihre Arbeit Ende Dezember 2023 eingestellt. Nach wie vor haben viele Wissenschaftler*innen Fragen im Umgang mit Open Access . Häufig treten rechtliche Unsicherheiten auf, aber auch praktische Fragen, z. B. zur Wahl einer geeigneten Zeitschrift , stellen die Forschenden vor Hürden. An dieser Stelle kommen Helpdesks zum Einsatz. Diese bieten niedrigschwellige Beratungsangebote zu allen Anliegen rund um Open Access. Die Fokusgruppe verfolgte das Ziel, Helpdesk-Beratende zum gemeinschaftlichen Erfahrungsaustausch zu u. a. den folgenden Themen zusammenzubringen: Welche Formen der Helpdesk-Beratung gibt es? Welche Angebote werden von den Wissenschaftler*innen wie aufgenommen? Welche weiteren Angebote sind nötig? Wie funktioniert Helpdesk-Beratung gut (Best Practices)? Wo liegen Probleme und wie können sie gelöst werden? Wie können sich Helpdesks gegenseitig unterstützen? Diese Fokusgruppe ist eingestellt. Das letzte Treffen fand am Freitag, 15. Dezember 2023 statt. Die Dokumentation der Treffen ist im gruppeninternen MediaWiki verfügbar. Wenn Sie Fragen zur Fokusgruppe haben, senden Sie bitte eine E-Mail-Nachricht an Michael Kleineberg oder Paul Schultze-Motel . Weiterführende Literatur Kleineberg, M., Kötter, M., Schmitz, J., Schultze-Motel, P., & Wermbter, K. (2023). Vernetzung zur Open-Access-Beratung: die Fokusgruppe Open-Access-Helpdesks stellt sich vor . Poster, BiblioCon 2023. https://doi.org/10.5281/zenodo.7956296 Helpdesk des Projekts...
Das Zweitveröffentlichen im Sinne des grünen Wegs spielt nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Transformation zur freien Literaturversorgung . Mitunter ist die Zweitveröffentlichung in Repositorien der bevorzugte oder gar einzige Weg zu Open Access : Wissenschaftliche Zeitschriften sind nicht in allen Disziplinen das vorherrschende Publikationsmedium; insbesondere bei Sammel- und Konferenzbänden fehlt noch häufig die direkte Open-Access-Option über den Verlag. Zudem gibt es weiterhin Umstände, unter denen das direkte Open-Access-Publizieren nicht über Publikationsfonds bzw. Transformationsverträge abgesichert ist. Grünes Open Access spielt außerdem eine wichtige strategische Rolle, um etwa Archivzugänge zu “geflippten” vormaligen Subskriptionszeitschriften zu sichern. Werkzeuge wie unpaywall und Projekte wie DeepGreen haben erfolgreich dazu beigetragen, den grünen Weg für Publizierende und Lesende komfortabler zu gestalten. Nutzer*innen hingegen nehmen den Prozess des Zweitveröffentlichens häufig als aufwändig wahr; auch äußern sie technische und rechtliche Unsicherheiten. Um diese Hürden abzubauen, bieten viele wissenschaftliche Bibliotheken Services wie z.B. Rechteprüfungen, Verlagsanfragen oder das Einstellen ins lokale Repositorium an. Solche Services, auch Zweitveröffentlichungsservices (ZVS) genannt, sind für Anbieter*innen ressourcenintensiv und werfen immer wieder praktische und rechtliche Fragen auf. Angesichts dieser Herausforderungen auf Arbeitsebene soll die Fokusgruppe Zweitveröffentlichung allen Anbieter*innen und Interessent*innen von ZVS einen Raum geben, unter anderem um sich über Fragen und zentrale Themen des ZVS auszutauschen. das eigene lokale Vorgehen im Kontext dieses Austausches zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Ressourcen zu bündeln, damit standortübergreifende Interessen beispielsweise gegenüber Verlagen ohne feste Regelung des Zweitveröffentlichungsrechts vorangebracht werden können. über den Austausch zu Workflows die Arbeitsweise vor Ort wirksamer zu gestalten. sich über rechtliche Fragen auszutauschen. eine gemeinsame Wissensbasis generischer Fragen, Antworten und Informationen aufzubauen und zu pflegen. Kooperationsmöglichkeiten zu eruieren und zu nutzen. Wenn Sie an der Arbeit der Fokusgruppe interessiert sind, können Sie sich gerne für die Mailingliste anmelden . Wenn Sie aktiv in der Gruppe mitarbeiten möchten, können Sie darüber hinaus ein Userkonto für das MediaWiki der Gruppe beantragen. Um uns die Zuordnung zu erleichtern, geben Sie bitte an, dass Sie sich für eine Mitarbeit in der Fokusgruppe "Zweitveröffentlichung" interessieren. Bei Fragen zur Fokusgruppe wenden Sie sich bitte an Arvid Deppe oder Sonja Härkönen . Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen Video über das Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen. ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Repositorien betreiben Hier finden Sie eine Einführung....
Intro Der Weg einer Publikation Quelle: verändert nach Rücknagel, J. & Schmeja, S. (2021). Open Access Basics - How to publish and What to Consider? (S.4). Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4530414 ( CC BY 4.0 International ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Autor*innen können ihre Publikation als Erstveröffentlichung oder Zweitveröffentlichung frei verfügbar machen. 2 Bei der Auswahl des Publikationsortes sind Kriterien wie die thematische Ausrichtung, Qualität und Kosten zu beachten. 3 Im Zuge der Veröffentlichung sollten Autor*innen auf die Vergabe von Nutzungsrechten achten. Wissenschaftliches Publizieren Erst wenn Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse publizieren, werden ihre Erkenntnisse sichtbar und können entsprechend gewürdigt und zitiert werden. Für lange Zeit war das Publizieren in Printmedien, z. B. als Zeitschriftenartikel, Buch oder Beitrag in Sammelbänden die gängigste Möglichkeit, wissenschaftliche Information dauerhaft festzuhalten und zu verbreiten. Durch die Möglichkeit elektronischer Veröffentlichungen und vor allem durch Open Access ist eine Vielzahl alternativer Publikationsmöglichkeiten entstan­den. Dies erhöht signifikant die Zitierhäufigkeit und damit auch die Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen ( Swan, 2010; Li et al., 2018 ). Welche Aspekte bei der Open-Access-Publikation zu beachten sind, wird im Folgenden aufgezeigt. Wissenschaftler*innen können durch ihr eigenes Publikationsverhalten den Wandel zu einer offenen Wissenschaftskommunikation aktiv mitgestalten. Wie, steht in diesem Praxistipp "Open Access unterstützen" . Praxistipp Welche Publikationsvarianten von Open Access gibt es? Welche kommen für mich in Frage? Wo kann ich gemäß Open Access publizieren? Wie finde ich ein passendes Journal? Was erwarten Forschungsfördernde? Die Antworten gibt's hier in unserem Praxistipp: Wo und wie offen publizieren? Eine Einführung in Open Access Praxistipp Eine Zusammenstellung von Einzelaufgaben und Leistungen, die im wissenschaftlichen Open-Access-Publikationsprozess möglich sind, bietet der Leistungskatalog des Projekts AuROA (Autor:innen und Rechtssicherheit für Open Access), das sich von 2021 bis 2023 mit den heterogenen und komplexen Bedarfen, Perspektiven und Anforderungen an Open-Access-Publizieren in buchaffinen Disziplinen beschäftigt hat. Publikationswege Quelle: Hauss, J. (2026). Wege des Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.21821081 ( CC BY 4.0 International ) Am Anfang einer Publikation steht in der Regel die Entscheidung, wie die For­schungsergebnisse veröffentlicht werden sollen. Gründe für das Open-Access-Publizieren gibt es viele, diese sind auf der Seite Gründe und Vorbehalte zusammengefasst. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Open-Access-Strategien unterscheiden: der goldene und der grüne Weg . Der goldene Weg bezeichnet die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Werke als Artikel in Open-Access-Zeitschriften , als Open-Access-Monografie oder als Beitrag in einem Open Access erscheinenden Sammelwerk oder Konferenz­band. Diese Literatur ist unmittelbar mit Erscheinen frei zugänglich und nachnutzbar , ohne Embargofrist . Der grüne Weg meint das Bereitstellen von Forschungsergebnissen auf institutionellen oder disziplinären Repositorien . Dies kann auch parallel oder nachträglich zur Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder einem Verlag als Zweitveröffentlichung geschehen. Auswahl des Publikationsortes Bei der Auswahl des Publikationsortes spielen mehrere Parameter eine Rolle, die für Closed-Access - und Open-Access-Veröffentlichungen größtenteils gleich sind. Darunter zählen die thematische Ausrichtung, die Art der Qualitätssiche­rung, das Ansehen im Fach sowie gegebenenfalls die Lizenz bedingungen, unter denen die Publikationen bereitgestellt werden, oder die Höhe etwaiger Publikationsgebühren . Im Kontext von Open Access spielen zunehmend die Vorgaben von Förderinstitutionen eine Rolle. Bei den Förderern finden sich nicht nur Regelungen, dass geförderte Wissenschaftler*innen Open Access publizieren sollen, sondern teilweise auch konkrete Anforderungen an die Publikationsorte ( Dreher, 2020; Rücknagel, 2021 ). Weitere Informationen zu den Förderauflagen sowie eine Liste an Förderinstitutionen stellen wir auf der Seite Finanzierung bereit. Die Vorteile einer Open-Access-Dissertation Quelle: Becklas, C., Hauss, J. (2024): Die Vorteile einer Open Access Dissertation. open-access.network, Technische Informationsbibliothek (TIB) et al. https://doi.org/10.5446/68305#t=00:00,01:15 ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Brinken, H. & Rücknagel, J. (2021). Open Access – Das sind Ihre Möglichkeiten für die Publikation von Artikeln. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5045255 ( CC BY-SA 4.0 ). Praxistipp Die folgenden Tools können hilfreich sein, passende Open-Access-Publikationsorte für das eigene Manuskript zu finden: oa.finder (Recherchetool für wissenschaftliche Publikationsorgane; entwickelt von open-access.network ) B!SON (Empfehlungstool für Open-Access-Zeitschriften, entwickelt von TIB und SLUB Dresden ) Erstveröffentlichung (goldener Weg) Geeignete Zeitschriften/Verlage finden Ist eine originäre Open-Access-Publikation über den goldenen Weg z. B. als Zeitschriftenartikel, Monografie oder Beitrag in einem Sammelband geplant, empfiehlt es sich, zunächst nach geeigneten thematischen Zeitschriften bzw. Verlagen mit Open-Access-Angeboten zu suchen. Auf unserer Seite Informationen für verschiedene Fächer haben wir für verschiedene Disziplinen Informationen bereitgestellt, die hilfreiche Anhaltspunkte als Einstieg bieten können. Open-Access-Zeitschriften können über das Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) recherchiert werden. Für Open-Access-Bücher bietet das Directory of Open Access Books (DOAB) oder die Online library and publication platform (OAPEN) eine erste Anlaufstelle. Auch über Gespräche mit Kolleg*innen lassen sich geeignete Publikationsorte finden. Bietet ein Verlag den goldenen Weg nicht an, lohnt oft die konkrete Nachfrage beim Verlag, ob der Artikel in einem Repositorium veröffentlicht werden kann. Qualitätskriterien Open-Access-Publikationen durchlaufen ebenso Qualitätssicherungs­verfahren wie herkömmliche Veröffentlichungen. Auch die Begutach­tungsverfahren unterscheiden sich nicht, vom klassischen Peer Review und Editorial Review bis zum Open-Peer-Review -Verfahren ist hier alles zu finden. Eine Orientierung bei der Auswahl eines geeigneten Verlages für Open-Access-Bücher bieten die Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände ( AG Universitätsverlage, 2018 ). Bei der Qualitätsbewertung zur Auswahl einer Zeitschrift kann auch die Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften helfen ( Brinken et al., 2021 ). Weitere Informationen dazu finden sich auf den Seiten Open-Access-Zeitschriften und Open Access bei Monographien . Die Wirksamkeit und Sichtbarkeit wissenschaftlicher Veröffentlichungen spielen für den Reputationsgewinn und damit für die Karrierechancen einzelner Wissenschaftler*innen eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass die Zitierhäufigkeit von Open-Access-Publikationen zumeist weitaus höher ist als bei Closed-Access-Veröffentlichungen. Übersichten dazu bieten der Open Access Citation Advantage Service oder die groß angelegte Analyse der Verbreitung und Wirkung von Open-Access-Artikeln von Piwowar und Kollegen ( Piwowar et al., 20 18 ). Journal Citation Reports veröffentlicht jährlich den Journal Impact Factor zur Messung der Zitierhäufigkeit von Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften und umfassen darin auch Open-Access-Zeitschriften. Als Alternative zu den traditionellen bibliometrischen Kennzahlen haben sich sogenannte Altmetrics herausgebildet, die verschiedene Web-Reaktionen auf eine wissenschaftliche Publikation einbeziehen. Finanzierung Anders als im Closed Access, bei dem Bibliotheken und Leser*innen für den Zugang zahlen, erfolgt die Finanzierung von Open-Access-Publikatio­nen an anderer Stelle. Hier ist das sogenannte Author-Pays-Modell sehr verbreitet, bei dem die Autor*innen für die Veröffentlichung ihrer Werke Publikationsgebühren ( Article Processing Charges, APCs oder Book Processing Charges, BPCs ) zahlen. Hierzu hilft meist ein Blick auf die Webseite der Zeitschriften oder Verlage. Auch im DOAJ sind Informa­tionen zur Höhe der Publikationsgebühren hinterlegt. Ein Großteil der dort gelisteten Open-Access-Zeitschriften ist allerdings sowohl für Leser*­innen als auch für Autor*innen kostenfrei ( Morrison, 2018 ). Diese Zeit­schriften werden z. B. von Fachgesellschaften, wissenschaftlichen Einrich­tungen, Bibliothekskonsortien oder Ehrenamtlichen unterhalten. Für Open-Access-Bücher stellen die von Universitäten oder deren Bibliothe­ken betriebenen wissenschaftsnahen Verlage sowie von Wissenschaft­ler*innen gegründete Verlagsinitiativen (wie z. B. der Zusammenschluss ScholarLed ) eine preiswerte und qualitativ hochwertige Alternative zu kommerziellen Verlagen dar. Genaue Informationen zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln und -Büchern finden sich auf der Seite Finanzierung . Viele Forschungseinrichtungen verfügen über einen Publikationsfonds , aus dem Open-Access-Publikationsgebühren gezahlt werden können. Die Verwaltung der Fonds ist meist an Bibliotheken angesiedelt. Zudem bieten manche Open-Access-Verlage die Möglichkeit einer institutionellen Mitgliedschaft an, die einem Rabatt-Modell ähnelt. Einrichtungen zahlen für die Mitgliedschaft eine jährliche Gebühr und ermöglichen so ihren Mitgliedern, kostenlos oder zu einer reduzierten Gebühr in der jeweiligen Zeitschrift zu veröffentlichen. Darüber hinaus werden über Transforma ­t ion sverträge, wie z. B. die DEAL-Verträge , Gebühren für einzelne hybride Open-Access-Artikel in Subskriptionzeitschriften zunehmend von Bibliothekskonsortien in einer vertraglich festgelegten Höhe übernom­men. Informationen hierzu bieten die Ansprechpartner*innen an der jeweiligen Einrichtung . Zunehmend rückt auch die konsortiale Förde­rung von echten Open-Access-Modellen in den Fokus, d.h. die Kosten werden von einem Konsortium übernommen und für Autor*innen fallen keine Publikationsgebühren an, unabhängig davon, ob ihre Einrichtung an der Finanzierung teilnimmt oder nicht. Einige Förderorganisationen übernehmen neben der Forschungsfinan­zierung auch die Publikationskosten von Artikeln in Fachzeitschriften und anderen Publikationen. Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) können im Rahmen eines Förderantrags auch Publikationsmittel beantragt werden. In Österreich und der Schweiz haben FWF und SNF dezidierte Förderprogramme zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln und -Büchern etabliert. Auch die Volkswagen-Stiftung übernimmt Publikationskosten der von ihr geförderten Projekte und erwartet Open-Access-Veröffentlichungen. Internationale Förderorganisationen wie der Wellcome Trust und auch das EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 erstatten Publikationskosten für Open-Access-Artikel im Rahmen ihrer Förderungen. Eine Liste der Finanzierungsquellen für Open-Access-Bücher bietet zudem das Open Access Books Toolkit . Praxistipp Einen Überblick über Anforderungen an Open-Access-Zeitschriften und konkrete Kriterien, nach denen sich Autor*innen bei der Wahl eines geeigneten Publikationsortes richten können, gibt es hier im Praxistipp Qualität von OA-Zeitschriften – wo publizieren und wo lieber nicht? Open Access und Forschungförderer Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Finanzierung von Open-Access-Monographien Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Monographien, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49535 ( CC BY 3.0 DE ) Zweitveröffentlichung (grüner Weg) Nicht immer ist es möglich, die Erstveröffentlichung Open Access zu publizieren, z. B. wenn keine geeignete Open-Access-Zeitschrift zur Verfügung steht. Trotz­dem kann eine Publikation Open Access veröffentlicht werden – als Zweitveröff­entlichung auf einem Repositorium. Die Anforderungen der Förderorganisatio­nen oder der eigenen Einrichtung nach Open Access können so erfüllt werden und die Publikation auch auf diesem Wege weltweit für alle frei zugänglich gemacht werden. Geeignetes Repositorium finden Die (Selbst-)Archivierung bzw. Zweitveröffentlichung von Publikationen kann auf institutionellen oder disziplinären Repositorien erfolgen. Welche Repositorien sich in welchem Fach anbieten, ist für einzelne Disziplinen auf der Seite Informationen für verschiedene Fächer aufgeführt. Eine Übersicht bieten auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) sowie das Registry of Open Access Repositories (ROAR) . Für die Bereitstellung von Publikationen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium fallen keine Kosten für Autor*innen oder Leser*innen an. Was bei der (Selbst-)Archivierung speziell zu beachten ist, ist nach Ländern in unserer Rechtssektion nachzulesen. Rechte bei der Zweitveröffentlichung Die meisten Verlage erlauben die parallele Bereitstellung von Werken in Repositorien. Eine Übersicht über die Open Access Policies vieler Zeit­schriftenverlage liefert Sherpa Romeo . Oft darf dabei die letzte Autoren­version nach dem Peer Review (akzeptierte Manuskriptversion) oder die vom Verlag publizierte Endfassung verwendet werden. Verlagsverträge sollten so gestaltet sein, dass sich die Autor*innen die Rechte zur frei zugänglichen Online-Archivierung von Werken sichern. Idealerweise räumen sie dem Verlag nur einfache Nutzungsrechte für die beabsichtig­ten Nutzungsarten ein, keine ausschließlichen Nutzungsrechte. Falls dies nicht möglich ist und keine alternative Veröffentlichungsoption verfügbar ist, können Autor*innen erwägen, dem Verlagsvertrag einen Zusatz bei­zufügen, um sich ihrerseits das einfache Nutzungsrecht für die Online­nutzung auf einem Repositorium vorzubehalten. Auf der Seite Verlags­verträge stehen hierfür verschiedene Lösungsansätze zur Verfügung. Laut § 38 des deutschen Urheberrechtsgesetzes dürfen Urheber*innen wissenschaftliche Beiträge, die im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschung entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinendem Sammlung ver­öffentlicht wurden, nach einer Frist von 12 Monaten zweitveröffentlichen. Eine Bereitstellung in einem Repositorium ist also in diesen Fällen laut Zweitveröffentlichungsrecht möglich, auch wenn dem Verlag ausschließ­liche Nutzungsrechte eingeräumt wurden ( Brehm, 2021 ). Einen Überblick zum Thema Zweitveröffentlichung bietet diese Handreichung vom Kom­munikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz . Bei der originären Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften oder -Verlagen gestaltet sich die Möglichkeit der Zweitveröffentlichung leichter. Diese erlauben in der der Regel eine weitere Bereitstellung der Dokumente auf einem Repositorium unter Nennung des Ortes der Erstveröffentlichung. Auf OpenDOAR kann man nach Repositorien suchen Hier direkt reinklicken! Rechtsfragen Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliche Rahmenbedingungen Wie genau funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Wie genau funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? open-access.network. https://doi.org/10.5446/52952 ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Mayr, C. (2019). CC-Lizenzen Schaubild ( CC BY-ND 4.0 ) Autor*innen, die ihre Arbeiten Open Access verfügbar machen wollen, sollten einige rechtliche Rahmenbedingungen beachten. Zentral ist, dass sie selbst über das Recht zur Online-Verwertung ihrer Dokumente verfügen. Dies ist allerdings in standardmäßigen Verlagsverträgen nicht zwingend gegeben. Eine Übersicht über die rechtliche Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet sich auf der Seite Rechtsfragen . Hier werden Informationen zum Urhe­berrecht, dem Bereitstellen von Dokumenten in Repositorien, Verlagsverträgen, Lizenzen, Haftungsrecht sowie dem Datenschutz gegeben. Open-Access-Lizenzen Ein wichtiger Aspekt von Open Access ist die Nachnutzung der Publikationen. Damit deutlich wird, welche Rechte Dritte bei der (Nach-)Nutzung der Forschungsergebnisse haben, werden Nutzungslizenzen vergeben. Dabei ist es den Autor*innen selbst überlassen, wie frei sie die Nutzung ihrer Werke zulassen wollen. Es wird empfohlen, ein freies, weltweites Zugangsrecht zu einer Publikation zu gestatten und deren Nachnutzung. Die Vergabe freier Lizenzen durch Autor*innen ist in Absprache mit dem jeweiligen Verlag zu tätigen oder richtet sich ggf. nach den Lizenzvorgaben der Repositorien. Im Bereich von Wissenschaft und Forschung sind die offenen Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) am weitesten verbreitet. Eine Übersicht über verschiedene Open-Content-Lizenzmodelle bietet die Seite Lizenzen . Die Einräumung bestimmter Nutzungsrechte anhand solcher Lizen­zen vereinfacht die Rechtsdurchsetzung bei Missbrauch und gibt den Nutzer*in­nen explizite Hinweise darauf, wie das Dokument weiter verwendet werden darf. Gleichzeitig behält der/die Autor*in die Möglichkeit, weitere, über die durch die Lizenz hinausgehende, Nutzungen in gesonderten Verträgen zu erlauben. Predatory Journals / Raubverlage Leider gibt es auch Zeitschriften, die das Erheben von Publikationsgebühren ausnutzen. Solche Predatory Journals , gegründet von sogenannten Raubver­lagen, versuchen teils massiv Wissenschaftler*innen anzuwerben, um in ihren Zeitschriften zu veröffentlichen, ohne die üblichen Standards guter wissen­schaftlicher Praxis einzuhalten. So gibt es keine Qualitätssicherung, beispiels­weise in Form von Peer Review, und keine ausreichende redaktionelle Bearbeitung. Damit schaden solche Predatory Journals der Wissenschaft, denn so werden auch qualitativ minderwertige Beiträge publiziert, die nicht auf ihre wissen­schaftlichen oder ethischen Standards hin untersucht wurden. Publikationen in solchen unseriösen Zeitschriften können der Reputation von Wissenschaftler*­innen erheblichen Schaden zufügen – von einer Einreichung bei diesen Zeitschriften ist daher dringend abzuraten. Quelle: Monash Health Library. Predatory Publishing A-Z Elements ( CC BY-NC 4.0 ) Online-Kurs Hier finden Sie unseren Online-Kurs Predatory Journals erkennen und vermeiden. Sicher publizieren in der Wissenschaft Praxistipp Predatory Journals erkennen Dabei ist es für Autor*innen nicht immer ganz einfach zu erkennen, ob es sich bei einer Zeitschrift um ein Predatory Journal handelt, denn die Anbieter*innen geben sich große Mühe, ihre Zeitschriften seriös erschei­nen zu lassen. Auf professionell aussehenden Webseiten werden zum Teil ganze Editorial Boards mit gefälschten Namen versehen oder be­kannte Forscher*innen teils ohne deren Wissen als Herausgeber*innen aufgeführt. Die Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften kann hier bei der Entscheidungsfindung helfen ( Brinken et al., 2021 ). Weitere Kriterien für die Beurteilung der Seriosität einer Zeitschrift liefert auch die Webseite Think. Check. Submit. Hilfreich kann auch ein Gespräch mit Kolleg*innen sein, ob diese schon einmal etwas von der Zeitschrift gehört haben. In jedem Fall sollte im Verdachtsfall auf die Zeitschrift aufmerksam gemacht werden. Mit offenen Augen und dem richtigen Bewusstsein können versehentliche Publikationen in Raubverlagen verhindert werden. Eine ausführliche Übersicht über das Thema Predatory Publishing und Raubverlage inkl. Beispielen, Checklisten usw. findet sich bei Maxl & Ferus (2023) . Weiterführende Informationen finden Sie in einer Übersicht von Helmholtz Open Science und einem Fact Sheet des Science Media Centers Germany . Darüber hinaus existiert ein Kriterienkatalog zur Erkennung von qualitativ hochwertigen Journals und von sogenannten Fake-Journals . Die Monash Health Library hat die nützlichen Predatory publishing A-Z elements veröffentlicht. Literatur AG Universitätsverlage. (2018, September 11). Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände . https://ag-univerlage.de/?p=1974 Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen. https://doi.org/10.5446/51789 Brinken, H., Rücknagel, J., & Wenninger, A. (2021). Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften . Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4643853 Dreher, L. (2020, August 27). Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten . OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4048489 Li, Y., Wu, C., Yan, E., & Li, K. (2018). Will open access increase journal CiteScores? An empirical investigation over multiple disciplines. PLOS ONE , 13(8), e0201885. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0201885 Maxl, G., & Ferus, A. (2023, June 6). Predatory und andere fragwürdige Praktiken in der wissenschaftlichen Kommunikation . Open Access Talk. https://doi.org/10.5281/zenodo.8010590 Morrison, H. (2018, January 31). DOAJ APC information as of Jan 31, 2018. Sustaining the Knowledge Commons / Soutenir Les Savoirs Communs. Open Access Scholarship / Littérature Savante En Libre Accès . https://sustainingknowledgecommons.org/2018/02/06/doaj-apc-information-as-of-jan-31-2018/ Piwowar, H., Priem, J., Larivière, V., Alperin, J. P., Matthias, L., Norlander, B., Farley, A., West, J., & Haustein, S. (2018). The state of OA: a large-scale analysis of the prevalence and impact of Open Access articles. PeerJ , 6 , e4375. https://doi.org/10.7717/peerj.4375 Projekt AuROA (2023). Leistungskatalog für wissenschaftliche Open-Access-Publikationen . Essen. https://zenodo.org/record/7561443 Rücknagel, J. (2021, April 15). Fördererauflagen zu Open Access - was gilt es zu beachten? OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4694320 Rücknagel, J., & Schmeja, S. (2021, January 28). Open Access Basics - How to publish and What to Consider? OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4530414 Swan, A. (2010). The Open Access citation advantage: Studies and results to date . https://eprints.soton.ac.uk/268516/ Weiterführende Literatur Forschungszentrum Jülich, Zentralbibliothek (2022). Predatory Publishers. "Schwarze Schafe" im Wissenschaftsbetrieb. Checkliste. URL: https://www.fz-juelich.de/de/zb/open-science/predatory-publishers Reimer N., & Halbherr, V. (2021). Kriterienkatalog zur Erkennung von qualitativ hochwertigen Journals und von sogenannten Fake-Journals. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5031928 Schmitz, J., & Schmeja, S. (2019). Bericht zum Workshop "Was tun, wenn es passiert ist? Umgang mit Publikationen, die bei einem Predatory Journal eingereicht wurden." https://doi.org/10.5281/zenodo.3553616 Solomon, D. J., & Björk, B.-C. (2012). A study of open access journals using article processing charges. Journal of the American Society for Information Science and Technology , 63 (8), 1485–1495. https://doi.org/10.1002/asi.22673...
Wir wollen mehr Open Access wagen! Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft Der Online-Workshop "Wir wollen mehr Open Access wagen! Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft" findet am 9. Februar 2022 von 10:00 bis 14:30 Uhr statt. Veranstaltet wird er im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network gemeinsam vom Open-Access-Büro Berlin und dem Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux . Ob Aufsatz, Buchpublikation oder die Veröffentlichung einer Dissertation - die Möglichkeiten im Open Access zu publizieren sind so breit aufgestellt wie die Politikwissenschaft selbst. Der Workshop soll darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Publikationen in den Open Access zu überführen bzw. diese barriere-, kostenfrei und rechtssicher online zur Verfügung zu stellen. Was bedeutet es, ob als Professor*in oder Nachwuchswissenschaftler*in, im Open Access zu publizieren? Welche Beispiele und Angebote bieten Orientierungspunkte? Welche Bedarfe, Vorbehalte und Wünsche der Unterstützung gibt es? Gemeinsam blicken wir auf die Wege des Publizierens, die Chancen, aber auch die Herausforderungen des Publikationsprozesses. In zwei thematischen Blöcken möchten wir eine Möglichkeit zum Austausch für Wissenschaftler*innen und wissenschaftlich Publizierende in der Politikwissenschaft bieten. Jun.-Prof. Arndt Leininger , Ph.D. (Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden, TU Chemnitz) und Dr. Philipp Schulz (Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen) gewähren Einblicke in Ihre Erfahrungen mit dem Thema Open Access. Praktische Umsetzbarkeit und Unterstützungsangebote werden vorgestellt sowie die Gelegenheit zum Netzwerkaufbau geboten. Um Anmeldung über unten stehendes Anmeldeformular wird gebeten. Zielgruppe Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler*innen und Publizierende der Politikwissenschaft. Vorerfahrungen im Bereich Open Access sind nicht erforderlich. Agenda 9:45-10:00 Ankommen 10:00-10:20 Begrüßung & Warm-Up 10:20-10:30 Einführende Impulse 10:30-11:10 Open Access - Erfahrungsberichte (Jun.-Prof. Arndt Leininger, Ph.D., TU Chemnitz & Dr. Philipp Schulz, Uni Bremen) 11:10-11:40 Peer-to-Peer-Austausch 11:40-12:00 Alles was Recht ist (Dipl.-Wirt.Jur. Thomas Hartmann, LL.M., FIZ Karlsruhe) 12:00-12:10 Bewegte Pause mit Noemi 12:10-13:00 Pause 13:00-13:45 Open-Access-Publizieren - Wo & Wie? (Dr. Agathe Gebert, SSOAR & Stefanie Hanneken, transcript Open Library PoWi & Dr. Kurt Salentin, IJCV) 13:45-14:15 Ask the expert - Publikationswege 14:15-14:30 Wrap-Up & Feedback Veranstaltungsort Die Veranstaltung wird online in Zoom (bereitgestellt durch die Universität Bremen) stattfinden. Die Zugangsdaten erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung via Email. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie den Nutzungsbestimmungen von Zoom zu. Anmeldung geschlossen. Beiträge Impulse open-access.network & Einführung in Open Access (Linda Martin, open-access.network) Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux (Regina Pfeifenberger, Pollux) Alles was (Urheber-)Recht ist (Dipl.-Wirt.Jur. Thomas Hartmann, LL.M., FIZ Karlsruhe) Publizieren Publizieren mit SSOAR (Dr. Agathe Gebert, SSOAR) Publizieren in der transcript Open Library Politik (Stefanie Hanneken, transcript) International Journal of Conflict & Violence (Dr. Kurt Salentin, Universität Bielefeld) Organisation Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux Projekt open-access.network Open-Access-Büro Berlin...
Intro Publizieren in Repositorien Quelle: verändert nach Koch, M. (2015). Publizieren über das Repositorium der Leibniz Universität Hannover. TIB Blog Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Repositorien sind Dokumentenserver, auf denen Materialien archiviert und entgeltfrei zugänglich gemacht werden können. 2 Man unterscheidet zwischen institutionellen und disziplinären Repositorien. 2 Über OAI-Schnittstellen werden die Inhalte und Metadaten der Repositorien zur Verfügung gestellt, das DINI-Zertifikat sichert die Qualitätsstandards von Dokumentenservern. Was sind Repositorien? Repositorien sind an Universitäten oder Forschungseinrichtungen betriebene Dokumentenserver, auf denen wissenschaftliche Materialien archiviert und weltweit entgeltfrei zugänglich gemacht werden. Kategorien von Repositorien Unterschieden werden institutionelle und disziplinäre Repositorien. Als institutio­nelle Repositorien werden Dokumentenserver bezeichnet, die von Institutionen (meist Universitätsbibliotheken, anderen Infrastruktureinrichtungen oder For­schungsorganisationen) betrieben werden. Sie ermöglichen ihren Mitgliedern die digitale Publikation wissenschaftlicher Dokumente. Disziplinäre Repositorien hingegen sind institutionsübergreifend. Diese stehen Wissenschaftler*innen zur Publikation und Archivierung ihrer Arbeiten zu bestimmten Themen zur Verfü­gung, z. B. für eine Fachdisziplin . Beispiele hierfür sind: media/rep/ als Open-Access-Repositorium für medienwissenschaftliche Publikationen , Social Science Open Access Repository (SSOAR) für die Sozialwissenschaften , PubMed Central für die Biowissenschaften oder arXiv für wissenschaftliche Publikationen vor allem aus Physik , Mathematik und Informatik . Sowohl die Bereitstellung der wissenschaftlichen Publikation für Autor*innen auf institutionellen oder disziplinären Repositorien als auch der Zugriff für Nutzer*innen sind in der Regel entgeltfrei. Mit Stand November 2021 verzeichnete das Directory of Open Access Reposi­tories (OpenDOAR) 5.771 Repositorien, mittels derer Universitäten und For­schungseinrichtungen Wissenschaftler*innen die Zugänglichmachung wissenschaftlicher Dokumente ermöglichen. Repositorien betreiben Finden Sie hier eine Einführung. Open Access Helpdesk Stellen Sie hier Ihre konkreten Fragen rund um Open Access. Fokusgruppe Zweitveröffentlichung Fokusgruppe Zweitveröffentlichung. Diskutieren Sie mit Expert*innen über Zweitveröffentlichungen. Rechte Rechte bei Zweitveröffentlichung Dokumente, die auf Repositorien bereitgestellt werden, erscheinen häufig auch formal, z. B. in einer Zeitschrift, einem Sammelband oder als Monografie in einem Verlag. Die Nutzung von Repositorien zur Zweitver­öffentlichung von Werken, die auch in einem Verlag erschienen sind, entspricht dem grünen Weg des Open Access . Anders als z. B. bei Open-Access-Zeitschriften sind in diesem Fall Content-Lizenzen von unterge­ordneter Bedeutung. Wissenschaftler*innen, die ein Werk zusätzlich zur formalen Veröffentlichung auch auf einem Dokumentenserver zugäng­lich machen, haben oft bereits ihre sämtlichen Nutzungsrechte an den Verlag abgetreten und können die parallele Publikation auf dem Dokumentenserver daher nicht mehr unter eine Content-Lizenz stellen. Vielmehr setzt die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung bereits im Verlag oder Journal erschienener Dokumente voraus, dass man sich entweder als Autor*in die Rechte zur Publikation des Werkes auf einem Repositorium vorbehalten hat oder dass das Werk unter die einschlägigen Regelungen des Urheberrechts (in Deutschland z. B. das Zweitveröffentlichungsrecht ) fällt. Eine Open Access Policy des Verlages könnte auch die Option vorsehen, dass das Werk unter die Open-Access-Regelungen der Allianz-Lizenzen fällt. Eine kurze Information zum Bereitstellen formal erschienener Werke auf Dokumentenservern ist in der Infografik am Ende dieser Seite dargestellt. Rechte bei goldenem Open Access Einfacher gestaltet sich die Rechtesituation, wenn Repositorien zur Primärpublikation wissenschaftlicher Werke im Sinne des goldenen Wegs des Open Access genutzt werden, etwa zur Veröffentlichung von Tagungsbänden, Schriftenreihen oder anderer Texte, die nicht parallel in einem Verlag erscheinen. In diesen Fällen haben die Autor*innen meist die ausschließlichen Rechte an den Inhalten und sind in der Wahl der Bedingungen, unter denen sie verfügbar gemacht werden, vollkommen frei: So können diese unter eine der erwähnten Content-Lizenzen gestellt oder einfach zu den Bedingungen des Urheberrechts bereitgestellt werden. Primärpublikationen auf Repositorien, die oft als Preprints bezeichnet werden, finden sich unter anderem auf den Dokumenten­servern arXiv oder Zenodo . Da sich auf Repositorien oft Inhalte unterschiedlicher Herkunft oder fachlicher Zuordnung finden, bietet sich zur Dokumentrecherche die Nutzung einer speziellen Suchmaschine wie der Bielefeld Academic Search Engine (BASE) an, die auf Volltexte von Repositorien zugreift. Rechtsfragen Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Inhalt und Mehrwert von Repositorien Die Gestaltungsformen und Funktionalitäten von Repositorien sind unterschied­lich und reichhaltig. Neben der klassischen Unterscheidung zwischen institutio­nellen und disziplinären Repositorien variieren die Angebote der verschiedenen Repositorien auch durch den dargebotenen Inhalt, zusätzliche Dienstleistungen und ihre technische Ausgestaltung. Viele Dokumentenserver sehen vor, jegliche Art elektronischer (Text-)Dokumente – z. B. Preprints und Postprints von Artikeln in Zeitschriften, Arbeitspapiere, Bücher und Buchbeiträge, Abschlussar­beiten sowie Lehr- und Lernmaterialien – zu archivieren, andere schließen einige Dokumentarten aus. Vernetzte Repositorien bieten über ihre Schnittstellen und Nachweisdienste zahlreiche Mehrwertdienste an: die virtuelle Zusammenführung thematisch verwandter Dokumente aus unterschiedlichen Dokumentenservern; dies verhindert umständliches Recherchieren auf zahlreichen verschiedenen Servern und gewährt möglichst einfachen Zugang zu wissenschaftlichen Texten Personalisierungsfunktionen, z. B. die Erstellung von Profilen, mit denen Leser*innen über neue Dokumente zu einem Thema informiert werden können. die automatische Erstellung von Publikationslisten bzw. Bibliografien von Autor*innen oder Arbeitsgruppen; diese können dynamisch in eigene Webseiten oder andere Online-Profile, z. B. in Forschungsinformations­systeme eingebunden werden. Dienste wie Unpaywall , INSPIRE oder Google Scholar erlauben es, verschiedene Versionen des gleichen Dokuments zu identifizieren. Damit können Nutzer*innen, die keinen Zugriff auf eine formale Closed-Access -Publikation haben, unter Umständen eine Open-Access-Version auf einem Dokumentenserver finden. Repositorien erlauben oft den Download bibliografischer Daten, die wiederum in Literaturverwaltungsprogramme importiert werden können. Damit wird eine bequeme Nutzung der Informationen in weiteren Publikationen ermöglicht. Services wie INSPIRE und Google Scholar ermöglichen es, Zitationszahlen für Werke auf Dokumentenservern zu ermitteln und so den Zitationsimpact der Dokumente zu bestimmen. Statistische Informationen zeigen die Verbreitung und Wirkung von Doku­menten auf Repositorien. Diese können in Form von Downloadstatistiken (z. B. unter Nutzung der Daten des DFG -Projekts Open-Access-Statistik (OAS) , unter Nutzung einer eigenen Statistik-Lösung) ermittelt werden. Altmetrics-Informationen erfassen die Zirkulation wissenschaftlicher Informationen in wissenschaftlichen und öffentlichen Netzwerken und Medien. Durch wechselseitige Verlinkungen zwischen zusammengehörigen Objekten, wie Texten und Forschungsdaten oder -software, können Wissenschaftler*innen den ganzen Output eines Forschungsvorhabens integriert zugänglich machen. Dokumentenserver erlauben es wissenschaftlichen Autor*innen, in einfacher Art und Weise den Förderleitlinien von Forschungsförderern nachzukommen, nach denen projektbezogene Publikationen im Open Access verfügbar zu machen sind. Viele Repositorien ermöglichen es sogar, eine Publikation einem speziellen Forschungsprojekt zuzuordnen. Wer z. B. ein Dokument in Zenodo oder ein anderes OpenAIRE -kompatibles Repositorium einspielt, kann durch Metadaten die EU Grant ID beifügen. Die genannten Mehrwerte und Funktionen haben zum Ziel, die Sichtbarkeit und Verbreitung der Publikationen auf den Dokumentservern zu steigern. Dabei setzen Repositorien vor allem auf Vernetzung und Kooperationen mit anderen Informationsangeboten oder Suchmaschinen. Ebenso wichtig ist die Verbindung mit persönlichen oder Institutswebsites, Jahresbibliographien oder Forschungsinformationssystemen. Auffindbarkeit der Dokumente Die Nutzung des Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH) bei den meisten Repositorien erleichtert die Suche nach wissenschaftlichen Dokumenten immens. Außerdem sichert es die bereits beschriebene Verbreitung der Open-Access-Informationen. Das OAI-PMH erlaubt die Zusammenführung der Metadaten von Dokumenten auf verteilten Repositorien in einer Datenbank. Technisch betrachtet ist das OAI-PMH ein XML-basiertes Protokoll, welches der Abfrage und Übertragung von Metadaten dient. Ein OAI-Service-Provider (z. B. OAIster oder BASE) unterstützt die Suche, indem er auf das OAI-PMH zurückgreift. Der Service-Provider sammelt Meta­daten der einzelnen Repositorien (den Data-Providern) ein, bereitet diese auf und stellt sie für Suchanfragen bereit. Dies garantiert die Auffindbarkeit sowie die maximale Verbreitung und damit Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Texte. Qualitätsstandards Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) will die Verbesserung der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen sowie die dafür notwendigen Entwicklungen fördern und unterstützen. Die Entwicklung des DINI-Zertifikats für Open-Access-Publikationsdienste ermöglicht die standardisierte Beurteilung des begutachteten Dokumentenservers und der erbrachten Dienstleistung und versteht sich als Qualitätskontrolle für Dokumenten- und Publikationsservices. Die der Zertifizierung zugrunde liegenden Kriterien umfassen unter anderem die Sichtbarkeit des Gesamtangebotes, die Betreuung der Autor*innen, die Sicherheit, Authentizität und Integrität des technischen Systems sowie die Langzeitverfügbarkeit und Auffindbarkeit der dort archivierten Dokumente. Derzeit (Stand: November 2021) sind 469 Repositorien DINI-zertifiziert. Im Oktober 2019 wurde das DINI-Zertifikat in der sechsten Auflage veröffentlicht. Übersichtslisten von Repositorien The Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) Deutsche Repositorien im OpenDOAR Österreichische Repositorien im OpenDOAR Schweizer Repositorien im OpenDOAR Registry of Open Access Repositories (ROAR) Suchdienste für Repositorien OAIster BASE Google Scholar Literatur Weiterführende Literatur Demetres, M. R., Delgado, D., & Wright, D. N. (2020). The Impact of Institutional Repositories: A Systematic Review. Journal of the Medical Library Association, 108 (2), 177–184. https://doi.org/10.5195/jmla.2020.856 ....