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  1. OA Publizieren

    Intro Der Weg einer Publikation Quelle: verändert nach Rücknagel, J. & Schmeja, S. (2021). Open Access Basics - How to publish and What to Consider? (S.4). Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4530414 ( CC BY 4.0 International ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Autor*innen können ihre Publikation als Erstveröffentlichung oder Zweitveröffentlichung frei verfügbar machen. 2 Bei der Auswahl des Publikationsortes sind Kriterien wie die thematische Ausrichtung, Qualität und Kosten zu beachten. 3 Im Zuge der Veröffentlichung sollten Autor*innen auf die Vergabe von Nutzungsrechten achten. Wissenschaftliches Publizieren Erst wenn Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse publizieren, werden ihre Erkenntnisse sichtbar und können entsprechend gewürdigt und zitiert werden. Für lange Zeit war das Publizieren in Printmedien, z. B. als Zeitschriftenartikel, Buch oder Beitrag in Sammelbänden die gängigste Möglichkeit, wissenschaftliche Information dauerhaft festzuhalten und zu verbreiten. Durch die Möglichkeit elektronischer Veröffentlichungen und vor allem durch Open Access ist eine Vielzahl alternativer Publikationsmöglichkeiten entstan­den. Dies erhöht signifikant die Zitierhäufigkeit und damit auch die Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen ( Swan, 2010; Li et al., 2018 ). Welche Aspekte bei der Open-Access-Publikation zu beachten sind, wird im Folgenden aufgezeigt. Wissenschaftler*innen können durch ihr eigenes Publikationsverhalten den Wandel zu einer offenen Wissenschaftskommunikation aktiv mitgestalten. Wie, steht in diesem Praxistipp "Open Access unterstützen" . Praxistipp Welche Publikationsvarianten von Open Access gibt es? Welche kommen für mich in Frage? Wo kann ich gemäß Open Access publizieren? Wie finde ich ein passendes Journal? Was erwarten Forschungsfördernde? Die Antworten gibt's hier in unserem Praxistipp: Wo und wie offen publizieren? Eine Einführung in Open Access Praxistipp Eine Zusammenstellung von Einzelaufgaben und Leistungen, die im wissenschaftlichen Open-Access-Publikationsprozess möglich sind, bietet der Leistungskatalog des Projekts AuROA (Autor:innen und Rechtssicherheit für Open Access), das sich von 2021 bis 2023 mit den heterogenen und komplexen Bedarfen, Perspektiven und Anforderungen an Open-Access-Publizieren in buchaffinen Disziplinen beschäftigt hat. Publikationswege Quelle: Hauss, J. (2026). Wege des Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.21821081 ( CC BY 4.0 International ) Am Anfang einer Publikation steht in der Regel die Entscheidung, wie die For­schungsergebnisse veröffentlicht werden sollen. Gründe für das Open-Access-Publizieren gibt es viele, diese sind auf der Seite Gründe und Vorbehalte zusammengefasst. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Open-Access-Strategien unterscheiden: der goldene und der grüne Weg . Der goldene Weg bezeichnet die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Werke als Artikel in Open-Access-Zeitschriften , als Open-Access-Monografie oder als Beitrag in einem Open Access erscheinenden Sammelwerk oder Konferenz­band. Diese Literatur ist unmittelbar mit Erscheinen frei zugänglich und nachnutzbar , ohne Embargofrist . Der grüne Weg meint das Bereitstellen von Forschungsergebnissen auf institutionellen oder disziplinären Repositorien . Dies kann auch parallel oder nachträglich zur Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder einem Verlag als Zweitveröffentlichung geschehen. Auswahl des Publikationsortes Bei der Auswahl des Publikationsortes spielen mehrere Parameter eine Rolle, die für Closed-Access - und Open-Access-Veröffentlichungen größtenteils gleich sind. Darunter zählen die thematische Ausrichtung, die Art der Qualitätssiche­rung, das Ansehen im Fach sowie gegebenenfalls die Lizenz bedingungen, unter denen die Publikationen bereitgestellt werden, oder die Höhe etwaiger Publikationsgebühren . Im Kontext von Open Access spielen zunehmend die Vorgaben von Förderinstitutionen eine Rolle. Bei den Förderern finden sich nicht nur Regelungen, dass geförderte Wissenschaftler*innen Open Access publizieren sollen, sondern teilweise auch konkrete Anforderungen an die Publikationsorte ( Dreher, 2020; Rücknagel, 2021 ). Weitere Informationen zu den Förderauflagen sowie eine Liste an Förderinstitutionen stellen wir auf der Seite Finanzierung bereit. Die Vorteile einer Open-Access-Dissertation Quelle: Becklas, C., Hauss, J. (2024): Die Vorteile einer Open Access Dissertation. open-access.network, Technische Informationsbibliothek (TIB) et al. https://doi.org/10.5446/68305#t=00:00,01:15 ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Brinken, H. & Rücknagel, J. (2021). Open Access – Das sind Ihre Möglichkeiten für die Publikation von Artikeln. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5045255 ( CC BY-SA 4.0 ). Praxistipp Die folgenden Tools können hilfreich sein, passende Open-Access-Publikationsorte für das eigene Manuskript zu finden: oa.finder (Recherchetool für wissenschaftliche Publikationsorgane; entwickelt von open-access.network ) B!SON (Empfehlungstool für Open-Access-Zeitschriften, entwickelt von TIB und SLUB Dresden ) Erstveröffentlichung (goldener Weg) Geeignete Zeitschriften/Verlage finden Ist eine originäre Open-Access-Publikation über den goldenen Weg z. B. als Zeitschriftenartikel, Monografie oder Beitrag in einem Sammelband geplant, empfiehlt es sich, zunächst nach geeigneten thematischen Zeitschriften bzw. Verlagen mit Open-Access-Angeboten zu suchen. Auf unserer Seite Informationen für verschiedene Fächer haben wir für verschiedene Disziplinen Informationen bereitgestellt, die hilfreiche Anhaltspunkte als Einstieg bieten können. Open-Access-Zeitschriften können über das Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) recherchiert werden. Für Open-Access-Bücher bietet das Directory of Open Access Books (DOAB) oder die Online library and publication platform (OAPEN) eine erste Anlaufstelle. Auch über Gespräche mit Kolleg*innen lassen sich geeignete Publikationsorte finden. Bietet ein Verlag den goldenen Weg nicht an, lohnt oft die konkrete Nachfrage beim Verlag, ob der Artikel in einem Repositorium veröffentlicht werden kann. Qualitätskriterien Open-Access-Publikationen durchlaufen ebenso Qualitätssicherungs­verfahren wie herkömmliche Veröffentlichungen. Auch die Begutach­tungsverfahren unterscheiden sich nicht, vom klassischen Peer Review und Editorial Review bis zum Open-Peer-Review -Verfahren ist hier alles zu finden. Eine Orientierung bei der Auswahl eines geeigneten Verlages für Open-Access-Bücher bieten die Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände ( AG Universitätsverlage, 2018 ). Bei der Qualitätsbewertung zur Auswahl einer Zeitschrift kann auch die Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften helfen ( Brinken et al., 2021 ). Weitere Informationen dazu finden sich auf den Seiten Open-Access-Zeitschriften und Open Access bei Monographien . Die Wirksamkeit und Sichtbarkeit wissenschaftlicher Veröffentlichungen spielen für den Reputationsgewinn und damit für die Karrierechancen einzelner Wissenschaftler*innen eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass die Zitierhäufigkeit von Open-Access-Publikationen zumeist weitaus höher ist als bei Closed-Access-Veröffentlichungen. Übersichten dazu bieten der Open Access Citation Advantage Service oder die groß angelegte Analyse der Verbreitung und Wirkung von Open-Access-Artikeln von Piwowar und Kollegen ( Piwowar et al., 20 18 ). Journal Citation Reports veröffentlicht jährlich den Journal Impact Factor zur Messung der Zitierhäufigkeit von Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften und umfassen darin auch Open-Access-Zeitschriften. Als Alternative zu den traditionellen bibliometrischen Kennzahlen haben sich sogenannte Altmetrics ​​​​​​​ herausgebildet, die verschiedene Web-Reaktionen auf eine wissenschaftliche Publikation einbeziehen. Finanzierung Anders als im Closed Access, bei dem Bibliotheken und Leser*innen für den Zugang zahlen, erfolgt die Finanzierung von Open-Access-Publikatio­nen an anderer Stelle. Hier ist das sogenannte Author-Pays-Modell sehr verbreitet, bei dem die Autor*innen für die Veröffentlichung ihrer Werke Publikationsgebühren ( Article Processing Charges, APCs oder Book Processing Charges, BPCs ) zahlen. Hierzu hilft meist ein Blick auf die Webseite der Zeitschriften oder Verlage. Auch im DOAJ sind Informa­tionen zur Höhe der Publikationsgebühren hinterlegt. Ein Großteil der dort gelisteten Open-Access-Zeitschriften ist allerdings sowohl für Leser*­innen als auch für Autor*innen kostenfrei ( Morrison, 2018 ). Diese Zeit­schriften werden z. B. von Fachgesellschaften, wissenschaftlichen Einrich­tungen, Bibliothekskonsortien oder Ehrenamtlichen unterhalten. Für Open-Access-Bücher stellen die von Universitäten oder deren Bibliothe­ken betriebenen wissenschaftsnahen Verlage sowie von Wissenschaft­ler*innen gegründete Verlagsinitiativen (wie z. B. der Zusammenschluss ScholarLed ) eine preiswerte und qualitativ hochwertige Alternative zu kommerziellen Verlagen dar. Genaue Informationen zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln und -Büchern finden sich auf der Seite Finanzierung . Viele Forschungseinrichtungen verfügen über einen Publikationsfonds , aus dem Open-Access-Publikationsgebühren gezahlt werden können. Die Verwaltung der Fonds ist meist an Bibliotheken angesiedelt. Zudem bieten manche Open-Access-Verlage die Möglichkeit einer institutionellen Mitgliedschaft an, die einem Rabatt-Modell ähnelt. Einrichtungen zahlen für die Mitgliedschaft eine jährliche Gebühr und ermöglichen so ihren Mitgliedern, kostenlos oder zu einer reduzierten Gebühr in der jeweiligen Zeitschrift zu veröffentlichen. Darüber hinaus werden über Transforma ­t ion sverträge, wie z. B. die DEAL-Verträge , Gebühren für einzelne hybride Open-Access-Artikel in Subskriptionzeitschriften zunehmend von Bibliothekskonsortien in einer vertraglich festgelegten Höhe übernom­men. Informationen hierzu bieten die Ansprechpartner*innen an der jeweiligen Einrichtung . Zunehmend rückt auch die konsortiale Förde­rung von echten Open-Access-Modellen in den Fokus, d.h. die Kosten werden von einem Konsortium übernommen und für Autor*innen fallen keine Publikationsgebühren an, unabhängig davon, ob ihre Einrichtung an der Finanzierung teilnimmt oder nicht. Einige Förderorganisationen übernehmen neben der Forschungsfinan­zierung auch die Publikationskosten von Artikeln in Fachzeitschriften und anderen Publikationen. Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) können im Rahmen eines Förderantrags auch Publikationsmittel beantragt werden. In Österreich und der Schweiz haben FWF und SNF dezidierte Förderprogramme zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln und -Büchern etabliert. Auch die Volkswagen-Stiftung übernimmt Publikationskosten der von ihr geförderten Projekte und erwartet Open-Access-Veröffentlichungen. Internationale Förderorganisationen wie der Wellcome Trust und auch das EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 erstatten Publikationskosten für Open-Access-Artikel im Rahmen ihrer Förderungen. Eine Liste der Finanzierungsquellen für Open-Access-Bücher bietet zudem das Open Access Books Toolkit . Praxistipp Einen Überblick über Anforderungen an Open-Access-Zeitschriften und konkrete Kriterien, nach denen sich Autor*innen bei der Wahl eines geeigneten Publikationsortes richten können, gibt es hier im Praxistipp Qualität von OA-Zeitschriften – wo publizieren und wo lieber nicht? Open Access und Forschungförderer Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Finanzierung von Open-Access-Monographien Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Monographien, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49535 ( CC BY 3.0 DE ) Zweitveröffentlichung (grüner Weg) Nicht immer ist es möglich, die Erstveröffentlichung Open Access zu publizieren, z. B. wenn keine geeignete Open-Access-Zeitschrift zur Verfügung steht. Trotz­dem kann eine Publikation Open Access veröffentlicht werden – als Zweitveröff­entlichung auf einem Repositorium. Die Anforderungen der Förderorganisatio­nen oder der eigenen Einrichtung nach Open Access können so erfüllt werden und die Publikation auch auf diesem Wege weltweit für alle frei zugänglich gemacht werden. Geeignetes Repositorium finden Die (Selbst-)Archivierung bzw. Zweitveröffentlichung von Publikationen kann auf institutionellen oder disziplinären Repositorien erfolgen. Welche Repositorien sich in welchem Fach anbieten, ist für einzelne Disziplinen auf der Seite Informationen für verschiedene Fächer aufgeführt. Eine Übersicht bieten auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) sowie das Registry of Open Access Repositories (ROAR) . Für die Bereitstellung von Publikationen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium fallen keine Kosten für Autor*innen oder Leser*innen an. Was bei der (Selbst-)Archivierung speziell zu beachten ist, ist nach Ländern in unserer Rechtssektion nachzulesen. Rechte bei der Zweitveröffentlichung Die meisten Verlage erlauben die parallele Bereitstellung von Werken in Repositorien. Eine Übersicht über die Open Access Policies vieler Zeit­schriftenverlage liefert Sherpa Romeo . Oft darf dabei die letzte Autoren­version nach dem Peer Review (akzeptierte Manuskriptversion) oder die vom Verlag publizierte Endfassung verwendet werden. Verlagsverträge sollten so gestaltet sein, dass sich die Autor*innen die Rechte zur frei zugänglichen Online-Archivierung von Werken sichern. Idealerweise räumen sie dem Verlag nur einfache Nutzungsrechte für die beabsichtig­ten Nutzungsarten ein, keine ausschließlichen Nutzungsrechte. Falls dies nicht möglich ist und keine alternative Veröffentlichungsoption verfügbar ist, können Autor*innen erwägen, dem Verlagsvertrag einen Zusatz bei­zufügen, um sich ihrerseits das einfache Nutzungsrecht für die Online­nutzung auf einem Repositorium vorzubehalten. Auf der Seite Verlags­verträge stehen hierfür verschiedene Lösungsansätze zur Verfügung. Laut § 38 des deutschen Urheberrechtsgesetzes dürfen Urheber*innen wissenschaftliche Beiträge, die im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschung entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinendem Sammlung ver­öffentlicht wurden, nach einer Frist von 12 Monaten zweitveröffentlichen. Eine Bereitstellung in einem Repositorium ist also in diesen Fällen laut Zweitveröffentlichungsrecht möglich, auch wenn dem Verlag ausschließ­liche Nutzungsrechte eingeräumt wurden ( Brehm, 2021 ). Einen Überblick zum Thema Zweitveröffentlichung bietet diese Handreichung vom Kom­munikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz . Bei der originären Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften oder -Verlagen gestaltet sich die Möglichkeit der Zweitveröffentlichung leichter. Diese erlauben in der der Regel eine weitere Bereitstellung der Dokumente auf einem Repositorium unter Nennung des Ortes der Erstveröffentlichung. Auf OpenDOAR kann man nach Repositorien suchen Hier direkt reinklicken! Rechtsfragen Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliche Rahmenbedingungen Wie genau funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Wie genau funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? open-access.network. https://doi.org/10.5446/52952 ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Mayr, C. (2019). CC-Lizenzen Schaubild ( CC BY-ND 4.0 ) Autor*innen, die ihre Arbeiten Open Access verfügbar machen wollen, sollten einige rechtliche Rahmenbedingungen beachten. Zentral ist, dass sie selbst über das Recht zur Online-Verwertung ihrer Dokumente verfügen. Dies ist allerdings in standardmäßigen Verlagsverträgen nicht zwingend gegeben. Eine Übersicht über die rechtliche Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet sich auf der Seite Rechtsfragen . Hier werden Informationen zum Urhe­berrecht, dem Bereitstellen von Dokumenten in Repositorien, Verlagsverträgen, Lizenzen, Haftungsrecht sowie dem Datenschutz gegeben. Open-Access-Lizenzen Ein wichtiger Aspekt von Open Access ist die Nachnutzung der Publikationen. Damit deutlich wird, welche Rechte Dritte bei der (Nach-)Nutzung der Forschungsergebnisse haben, werden Nutzungslizenzen vergeben. Dabei ist es den Autor*innen selbst überlassen, wie frei sie die Nutzung ihrer Werke zulassen wollen. Es wird empfohlen, ein freies, weltweites Zugangsrecht zu einer Publikation zu gestatten und deren Nachnutzung. Die Vergabe freier Lizenzen durch Autor*innen ist in Absprache mit dem jeweiligen Verlag zu tätigen oder richtet sich ggf. nach den Lizenzvorgaben der Repositorien. Im Bereich von Wissenschaft und Forschung sind die offenen Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) am weitesten verbreitet. Eine Übersicht über verschiedene Open-Content-Lizenzmodelle bietet die Seite Lizenzen . Die Einräumung bestimmter Nutzungsrechte anhand solcher Lizen­zen vereinfacht die Rechtsdurchsetzung bei Missbrauch und gibt den Nutzer*in­nen explizite Hinweise darauf, wie das Dokument weiter verwendet werden darf. Gleichzeitig behält der/die Autor*in die Möglichkeit, weitere, über die durch die Lizenz hinausgehende, Nutzungen in gesonderten Verträgen zu erlauben. Predatory Journals / Raubverlage Leider gibt es auch Zeitschriften, die das Erheben von Publikationsgebühren ausnutzen. Solche Predatory Journals , gegründet von sogenannten Raubver­lagen, versuchen teils massiv Wissenschaftler*innen anzuwerben, um in ihren Zeitschriften zu veröffentlichen, ohne die üblichen Standards guter wissen­schaftlicher Praxis einzuhalten. So gibt es keine Qualitätssicherung, beispiels­weise in Form von Peer Review, und keine ausreichende redaktionelle Bearbeitung. Damit schaden solche Predatory Journals der Wissenschaft, denn so werden auch qualitativ minderwertige Beiträge publiziert, die nicht auf ihre wissen­schaftlichen oder ethischen Standards hin untersucht wurden. Publikationen in solchen unseriösen Zeitschriften können der Reputation von Wissenschaftler*­innen erheblichen Schaden zufügen – von einer Einreichung bei diesen Zeitschriften ist daher dringend abzuraten. Quelle: Monash Health Library. Predatory Publishing A-Z Elements ( CC BY-NC 4.0 ) Online-Kurs Hier finden Sie unseren Online-Kurs Predatory Journals erkennen und vermeiden. Sicher publizieren in der Wissenschaft Praxistipp Predatory Journals erkennen Dabei ist es für Autor*innen nicht immer ganz einfach zu erkennen, ob es sich bei einer Zeitschrift um ein Predatory Journal handelt, denn die Anbieter*innen geben sich große Mühe, ihre Zeitschriften seriös erschei­nen zu lassen. Auf professionell aussehenden Webseiten werden zum Teil ganze Editorial Boards mit gefälschten Namen versehen oder be­kannte Forscher*innen teils ohne deren Wissen als Herausgeber*innen aufgeführt. Die Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften kann hier bei der Entscheidungsfindung helfen ( Brinken et al., 2021 ). Weitere Kriterien für die Beurteilung der Seriosität einer Zeitschrift liefert auch die Webseite Think. Check. Submit. Hilfreich kann auch ein Gespräch mit Kolleg*innen sein, ob diese schon einmal etwas von der Zeitschrift gehört haben. In jedem Fall sollte im Verdachtsfall auf die Zeitschrift aufmerksam gemacht werden. Mit offenen Augen und dem richtigen Bewusstsein können versehentliche Publikationen in Raubverlagen verhindert werden. Eine ausführliche Übersicht über das Thema Predatory Publishing und Raubverlage inkl. Beispielen, Checklisten usw. findet sich bei Maxl & Ferus (2023) . Weiterführende Informationen finden Sie in einer Übersicht von Helmholtz Open Science und einem Fact Sheet des Science Media Centers Germany . Darüber hinaus existiert ein Kriterienkatalog zur Erkennung von qualitativ hochwertigen Journals und von sogenannten Fake-Journals . Die Monash Health Library hat die nützlichen Predatory publishing A-Z elements veröffentlicht. Literatur AG Universitätsverlage. (2018, September 11). Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände . https://ag-univerlage.de/?p=1974 Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen. https://doi.org/10.5446/51789 Brinken, H., Rücknagel, J., & Wenninger, A. (2021). Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften . Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4643853 Dreher, L. (2020, August 27). Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten . OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4048489 Li, Y., Wu, C., Yan, E., & Li, K. (2018). Will open access increase journal CiteScores? An empirical investigation over multiple disciplines. PLOS ONE , 13(8), e0201885. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0201885 Maxl, G., & Ferus, A. (2023, June 6). Predatory und andere fragwürdige Praktiken in der wissenschaftlichen Kommunikation . Open Access Talk. https://doi.org/10.5281/zenodo.8010590 Morrison, H. (2018, January 31). DOAJ APC information as of Jan 31, 2018. Sustaining the Knowledge Commons / Soutenir Les Savoirs Communs. Open Access Scholarship / Littérature Savante En Libre Accès . https://sustainingknowledgecommons.org/2018/02/06/doaj-apc-information-as-of-jan-31-2018/ Piwowar, H., Priem, J., Larivière, V., Alperin, J. P., Matthias, L., Norlander, B., Farley, A., West, J., & Haustein, S. (2018). The state of OA: a large-scale analysis of the prevalence and impact of Open Access articles. PeerJ , 6 , e4375. https://doi.org/10.7717/peerj.4375 Projekt AuROA (2023). Leistungskatalog für wissenschaftliche Open-Access-Publikationen . Essen. https://zenodo.org/record/7561443 Rücknagel, J. (2021, April 15). Fördererauflagen zu Open Access - was gilt es zu beachten? OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4694320 Rücknagel, J., & Schmeja, S. (2021, January 28). Open Access Basics - How to publish and What to Consider? OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4530414 Swan, A. (2010). The Open Access citation advantage: Studies and results to date . https://eprints.soton.ac.uk/268516/ Weiterführende Literatur Forschungszentrum Jülich, Zentralbibliothek (2022). Predatory Publishers. "Schwarze Schafe" im Wissenschaftsbetrieb. Checkliste. URL: https://www.fz-juelich.de/de/zb/open-science/predatory-publishers Reimer N., & Halbherr, V. (2021). Kriterienkatalog zur Erkennung von qualitativ hochwertigen Journals und von sogenannten Fake-Journals. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5031928 Schmitz, J., & Schmeja, S. (2019). Bericht zum Workshop "Was tun, wenn es passiert ist? Umgang mit Publikationen, die bei einem Predatory Journal eingereicht wurden." https://doi.org/10.5281/zenodo.3553616 Solomon, D. J., & Björk, B.-C. (2012). A study of open access journals using article processing charges. Journal of the American Society for Information Science and Technology , 63 (8), 1485–1495. https://doi.org/10.1002/asi.22673...

  2. Online-Workshop am 09. Februar 2022

    Wir wollen mehr Open Access wagen! Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft Der Online-Workshop "Wir wollen mehr Open Access wagen! Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft" findet am 9. Februar 2022 von 10:00 bis 14:30 Uhr statt. Veranstaltet wird er im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network gemeinsam vom Open-Access-Büro Berlin und dem Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux . Ob Aufsatz, Buchpublikation oder die Veröffentlichung einer Dissertation - die Möglichkeiten im Open Access zu publizieren sind so breit aufgestellt wie die Politikwissenschaft selbst. Der Workshop soll darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Publikationen in den Open Access zu überführen bzw. diese barriere-, kostenfrei und rechtssicher online zur Verfügung zu stellen. Was bedeutet es, ob als Professor*in oder Nachwuchswissenschaftler*in, im Open Access zu publizieren? Welche Beispiele und Angebote bieten Orientierungspunkte? Welche Bedarfe, Vorbehalte und Wünsche der Unterstützung gibt es? Gemeinsam blicken wir auf die Wege des Publizierens, die Chancen, aber auch die Herausforderungen des Publikationsprozesses. In zwei thematischen Blöcken möchten wir eine Möglichkeit zum Austausch für Wissenschaftler*innen und wissenschaftlich Publizierende in der Politikwissenschaft bieten. Jun.-Prof. Arndt Leininger , Ph.D. (Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden, TU Chemnitz) und Dr. Philipp Schulz (Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen) gewähren Einblicke in Ihre Erfahrungen mit dem Thema Open Access. Praktische Umsetzbarkeit und Unterstützungsangebote werden vorgestellt sowie die Gelegenheit zum Netzwerkaufbau geboten. Um Anmeldung über unten stehendes Anmeldeformular wird gebeten. Zielgruppe Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler*innen und Publizierende der Politikwissenschaft. Vorerfahrungen im Bereich Open Access sind nicht erforderlich. Agenda 9:45-10:00 Ankommen 10:00-10:20 Begrüßung & Warm-Up 10:20-10:30 Einführende Impulse 10:30-11:10 Open Access - Erfahrungsberichte (Jun.-Prof. Arndt Leininger, Ph.D., TU Chemnitz & Dr. Philipp Schulz, Uni Bremen) 11:10-11:40 Peer-to-Peer-Austausch 11:40-12:00 Alles was Recht ist (Dipl.-Wirt.Jur. Thomas Hartmann, LL.M., FIZ Karlsruhe) 12:00-12:10 Bewegte Pause mit Noemi 12:10-13:00 Pause 13:00-13:45 Open-Access-Publizieren - Wo & Wie? (Dr. Agathe Gebert, SSOAR & Stefanie Hanneken, transcript Open Library PoWi & Dr. Kurt Salentin, IJCV) 13:45-14:15 Ask the expert - Publikationswege 14:15-14:30 Wrap-Up & Feedback Veranstaltungsort Die Veranstaltung wird online in Zoom (bereitgestellt durch die Universität Bremen) stattfinden. Die Zugangsdaten erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung via Email. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie den Nutzungsbestimmungen von Zoom zu. Anmeldung geschlossen. Beiträge Impulse open-access.network & Einführung in Open Access (Linda Martin, open-access.network) Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux (Regina Pfeifenberger, Pollux) Alles was (Urheber-)Recht ist (Dipl.-Wirt.Jur. Thomas Hartmann, LL.M., FIZ Karlsruhe) Publizieren Publizieren mit SSOAR (Dr. Agathe Gebert, SSOAR) Publizieren in der transcript Open Library Politik (Stefanie Hanneken, transcript) International Journal of Conflict & Violence (Dr. Kurt Salentin, Universität Bielefeld) Organisation Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux Projekt open-access.network Open-Access-Büro Berlin...

  3. Open Access in Fachdisziplinen

    Fach­spezifische Inhalte Hier finden Sie spezifische Informationen zu Open Access in verschiedenen Fächern. Expert*innen aus dem jeweiligen Fach haben hier Informationen z. B. über fachspe­zifische Repositorien , relevante Open-Access-Zeitschriften sowie allgemeine Informationen zur Verbreitung und Akzeptanz von Open Access im jeweiligen Fach für Sie zusammengestellt. Afrikastudien Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft Altertumswissenschaften Anglistik/Amerikanistik Berufsbildungsforschung Biologie Chemie Erziehungswissenschaften Ethnologische Fächer Geowissenschaften Germanistik Geschichtswissenschaften Geschlechterforschung Informatik Informationswissenschaft Ingenieurwissenschaften Kunstgeschichte Künstlerische Fächer Linguistik Materialwissenschaften Mathematik Medienwissenschaft Medizin/Lebenswissenschaften Musikwissenschaften Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien Philosophie Physik Politikwissenschaft Psychologie Rechtswissenschaft Religionswissenschaft Romanistik Soziologie Wirtschaftswissenschaften...

  4. Open Access in den Afrikastudien

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in den Afrikastudien Die Afrikastudien (im Deutschen auch Afrikawissenschaften genannt) umfassen die interdisziplinär ausgerichteten geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Regionalstudien zu Afrika. Je nach Disziplin ( Ethnologie , Politikwissenschaften , Sprachwissenschaften ) entsprechen die Entwicklungen zu Open Access denen der jeweiligen Fachkulturen: Während Open Access in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern oft keine bedeutende Rolle spielt, sind die Entwicklungen in der Linguistik durchaus dynamischer. Lange waren gedruckte Monographien und Sammelbände die primären Publikationsformen der Afrikastudien, in den letzten Jahren jedoch hat die Bedeutung von (Online-)Zeitschriften stark zugenommen. Für Afrikawissenschaftler*innen ist das Prestige einer Zeitschrift nach wie vor häufig das ausschlaggebende Auswahlkriterium, dies gilt sowohl für disziplinäre als auch für interdisziplinäre Zeitschriften. Auch der Impact Factor gewinnt an Bedeutung, obwohl er für die Evaluation afrikabezogener Publikationen nachweislich ungeeignet ist ( The Journal Impact Factor in African Studies, 2022 ). Die Verbreitung von Open-Access-Publikationsformen ist für die Afrikastudien von besonderer Wichtigkeit, da gedruckte Veröffentlichungen afrikanischer Verlage unter anderem infolge unzureichender Distributionsmöglichkeiten häufig nur schwer zugänglich sind. Zudem sind Veröffentlichungen aus dem Globalen Norden auf dem afrikanischen Kontinent aufgrund der hohen Preise und der Distributionswege der Verlage oft nur schwer zugänglich. Neben der Nutzung des grünen Open Access sind in diesem Kontext der Ausbau von Diamond-Open-Access-Angeboten besonders bedeutsam, insbesondere aufgrund der Hürden, die Open-Access-Publikationsgebühren für Autor*innen aus dem Globalen Süden darstellen. Trotz dieser Umstände ist Open Access in den Afrikastudien im Vergleich zu anderen Disziplinen bislang eher unterrepräsentiert, auch wenn es mittlerweile mehrere wichtige Initiativen zur Förderung von Open Access in den Afrikastudien gibt. Dazu gehören die African Principles for Open Access in Scholarly Communication in and about Africa . Auch das Repositorium AfricArXiv ist eine wichtige Initiative (siehe Abschnitt Disziplinäre Repositorien auf dieser Seite). Best-Practice-Beispiele des Open Access wurden 2017 im Rahmen eines vom FID Afrikastudien organisierten Workshops (VAD e. V., 2017) und 2022 in Zusammenarbeit mit open-access.network vorgestellt. Außerdem präsentiert der FID Afrikastudien in der African Studies Toolbox regelmäßig relevante Informationen zum Thema Open Access , z. B. eine Reihe zum Zweitveröffentlichungsrecht sowie Open-Access-Initiativen von Verlagen mit Reihen zu afrikabezogener Forschung. Letztere Initiativen werden im Abschnitt Open-Access-Bücher auf dieser Seite näher ausgeführt. Open-Access-Zeitschriften Da die Afrikastudien interdisziplinär arbeiten, gibt es kein spezifisches Stichwort zur Suche im Directory of Open Access Journals (DOAJ). Zeitschriften aus Südafrika sind mit 141 Titeln besonders gut repräsentiert, unter dem Stichwort African Studies finden sich 27 Zeitschriften (Stand: März 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Africa Spectrum DOAJ Afriques : Débats, Méthodes et Terrains d'Histoire DOAJ Nordic Journal of African Studies DOAJ Journal of African Languages and Literatures DOAJ The African Journal of Information and Communication DOAJ Die Open-Access-Zeitschriften des Council for the Development of Social Science Research in Africa (CODESRIA) mit Sitz in Dakar wie zum Beispiel Africa Development , African Sociological Review , African Journal of International Affairs , Afrika Zamani gehören zu den Open-Access-Vorreitern der Afrikastudien. Sie sind, inklusive aller zurückliegenden Ausgaben, auf den Webseiten der CODESRIA verfügbar. Die Zeitschrift Africa Spectrum wird seit 1966 beim GIGA Institute for African Affairs (IAA) herausgegeben. Durch Förderung des Auswärtigen Amts , des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hansestadt Hamburg ist sie beim Verlag Sage Open Access verfügbar. Seit 2003 arbeitet die Zeitschrift eng mit der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland (VAD e.V.) zusammen. Mitglieder der VAD stützen diese Zusammenarbeit als Redakteur*innen, als Mitglieder des Editorial Board, als Autor*innen sowie im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens . Ein Abonnement der Druckausgabe ist außerdem in der VAD-Mitgliedschaft enthalten ( Dual Publishing ). African Journals Online (AJOL) ist ein südafrikanischer Online-Dienst, der Zugang zu in Afrika veröffentlichten Forschungsarbeiten bietet und 485 Open-Access-Zeitschriften auflistet (Stand: März 2024). Sabinet , ebenfalls in Südafrika gegründet, bietet Zugang zu Volltext-Zeitschriften aus oder über Afrika und listet 130 Open-Access-Zeitschriften auf (Stand: März 2024). Global Africa ist eine panafrikanische, internationale Zeitschrift, die sich der Verbreitung und dem Streben nach Exzellenz in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung auf dem afrikanischen Kontinent und seiner Diaspora widmet. Global Africa ist nach dem "Diamond Open Access"-Modell kostenlos in Volltext online verfügbar, sobald es auf der Website von Global Africa veröffentlicht wird, ohne Kosten für den Leser und ohne Artikelverarbeitungsgebühren (APC) für Autor*innen und ihre Institutionen. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Africa listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 42 Ergebnisse, unter dem Stichwort African History sind es 218 (Stand: März 2024). Hinzu kommen Bücher aus der Afrikanistik, also den afrikabezogenen Sprachwissenschaften, zum Beispiel die der Language Science Press . OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Africa 25 Titel, unter African History sind es 116. Bei Open Book Publishers findet man unter dem Stichwort Africa Treffer aus unterschiedlichen Disziplinen. Außerdem gibt es eine Reihe von Open-Access-Büchern in der African Studies Collection des Verlags Routledge , die in Zusammenarbeit mit Knowledge Unlatched entstanden ist. Die Africa-Europe Group for Interdisciplinary Studies (AEGIS) veröffentlicht eine Buchreihe beim Verlag Brill , allerdings mit einer Embargofrist von zwei Jahren. Ergänzend zu den bei Brill verlegten Titeln listet die CODESRIA eine große Anzahl von Open-Access-Buchtiteln auf ihrer Website. African Minds ist ein nichtkommerzieller Open-Access-Verlag für wissenschaftliche Bücher mit Sitz in Kapstadt, Südafrika. African Minds publiziert vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Disziplinäre Repositorien Das wichtigste Repositorium der Afrikastudien ist AfricArXiv , ein kostenlos zugängliches digitales Archiv für afrikanische und afrikabezogene Forschung, das vom Open Science Framework (OSF) gehostet wird. Es bietet eine Plattform für Arbeitspapiere, Preprints und akzeptierte Manuskripte ( Postprints ). Es gibt auch Optionen zum Verknüpfen von Forschungsdaten und Code sowie zur Artikelversionierung. AfricArXiv ist multidisziplinär, aber aufgrund des Fokus auf Forschung aus Afrika stellt es eine wertvolle Ressource für die Afrikastudien dar. Das International African Institute (IAI) in London hat in Zusammenarbeit mit AfricArXiv ein interaktives Mapping von digitalen Repositorien in Afrika erstellt. Dieses interaktive Mapping identifiziert und listet institutionelle Repositorien in Afrika auf, wobei der Schwerpunkt ursprünglich auf der Identifizierung von Repositorien an afrikanischen Universitätsbibliotheken lag. Mittlerweile umfasst es auch andere Einrichtungen und deren Dokumentenserver wie zum Beispiel staatliche und internationale Repositorien. Das Mapping stellt überdies die Beziehungen zwischen den Forschungsrepositorien dar. Eine Übersicht zu Repositorien des afrikanischen Kontinents bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) in seiner Länderübersicht . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie ein Einführung. Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa . finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Der Fachinformationsdienst (FID) Afrikastudien an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main bietet der Forschungscommunity in den Afrikawissenschaften einen OJS-Hosting-Service an, der bei der Etablierung einer Open-Access-Zeitschrift unterstützt. Dieser Service umfasst sowohl die technische Bereitstellung, Wartung und regelmäßige Aktualisierung von OJS auf einem dauerhaft verfügbaren Server als auch die Beratung und praktische Unterstützung bei der konzeptionellen Gestaltung und Einrichtung der Zeitschrift(en). Literatur The Journal Impact Factor in African Studies. (2022). African Studies Library. https://africanstudieslibrary.org/en/toolbox/the-journal-impact-factor-in-african-studies/ VAD e. V. Vereinigung für Afrikastudien in Deutschland (2017). Open Access Workshop des FID Afrikastudien . https://www.vad-ev.de/oa-workshop/ Weiterführende Literatur Bezuidenhout, L., Havemann, J., Kitchen, S., De Mutiis, A., & Owango, J. (2020). African Digital Research Repositories: Mapping the Landscape [Data set] . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.3732172 Bezuidenhout, L., Havemann, J., Kitchen, S., De Mutiis, A., & Owango, J. (2020). African Digital Research Repositories: Mapping the Landscape [preprint] . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.3732274 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Anne Schumann-Douosson, Fachinformationsdienst Afrikastudien (Stand: Juli 2024)....

  5. Open Access in den Erziehungswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Erziehungswissenschaften In den Erziehungswissenschaften bzw. in den Educational Sciences ist Open Access als Publikationsform zwar etabliert, nimmt jedoch nach wie vor gegenüber proprietären Verlagsveröffentlichung eine nachrangige Rolle ein. So wird in der EU laut Open Science Monitor nur knapp ein Viertel der Publikationen in den Educational Sciences als Open Access ( grün , gold , bronze usw.) veröffentlicht ( Europäische Kommission, n.d. ). Die bevorzugte Publikationsform in den Erziehungswissenschaften sind Zeitschriftenartikel ( Schmidt-Hertha & Müller, 2020, S. 160 ). Danach folgen Publikationen in Form von Monografien, Sammelbänden und Buchbeiträgen, die zusammen etwa ein Drittel des Publikations-Outputs ausmachen ( Abs et al., 2020 ). Gemäß der Kennzeichnung in der FIS Bildung Literaturdatenbank sind im Jahrgang 2024 42% des Publikationsaufkommens, 32% der insgesamt gelisteten Zeitschriftenaufsätze, ca. 58% der aufgeführten Monografien und Sammelwerke und ca. 61% der gelisteten Sammelwerksbeiträge in deutscher Sprache als Volltext frei verfügbar (Stand: August 2025). Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissen­schaft (DGfE) als wesentliche disziplinäre Institution des deutschsprachigen Raums hat bislang keine klare Position zu Open Access bezogen. Einen weiteren Überblick über fachliche Open-Access-Entwicklungen der deutschsprachigen Erziehungswissenschaft geben die Dissertation von Bambey (2016) sowie die Beiträge von Rummler (2021) sowie Schindler und Rummler (2018) . Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Subject Education 1.980 Zeitschriften (Stand: Oktober 2025). Wichtige deutschsprachige Open-Access-Zeitschriften , die im DOAJ geführt werden, sind: bwp@ DOAJ Die Deutsche Schule doaj Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (FQS) DOAJ IJRVET International Journal for Research in Vocational Education and Training DOAJ Magazin Erwachsenenbildung.at DOAJ MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung DOAJ Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE) DOAJ Zeitschrift für Weiterbildungsforschung DOAJ Wichtige Open-Access-Zeitschriften ohne DOAJ-Eintragung sind: bildungsforschung PhyDid widerstreit-sachunterricht Die Österreichische Volkshochschule (ÖVH) on_education. Journal for Research and Debate Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung . Beträge bis 2013 sowie Beiträge ab 2014 finden sich auf peDOCS. Journal for Educational Research Online (JERO) journal für lehrerInnenbildung Disziplinäre Fachzeitschriften werden häufig von engagierten Einzelpersonen mit Hilfe ihrer Einrichtungen und durch ehrenamtliches Engagement im Open Access herausgegeben, so veröffentlicht beispielsweise das Deutsche Jugend­institut e.V. das Magazin IMPULSE . Auch wenn die DGfE, wie eingangs erwähnt, keine klare Position zu Open Access bezogen hat, gibt sie die Zeitschrift Erzieh­ungswissenschaft im Diamond Open Access heraus. Zudem publiziert ihre Sektion 12 - Medienpädagogik verlegt die oben erwähnte Zeitschrift MedienPädagogik, Sektion Medienpädagogik (DGfE) . In Öster­reich gibt das Forum Neue Medien in der Lehre Austria die Zeitschrift für Hochschulentwicklung im Open Access heraus, während die Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) die viersprachige Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften herausgibt, ebenfalls im Diamond Open Access. In manchen Fällen werden Fördermittel eingeworben oder es findet Sponsoring statt. So wird beispielsweise das Magazin erwachsenenbildung.at vom Bundes­ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) finanziert, während das Online-Fachjournal bwp@ u.a. durch eine Kooperation mit wbv Media und mit Unterstützung von Sponsoren betrieben wird. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) sowie die OAPEN Library listen unter dem Stichwort Education mehr als 1.600 Titel (Stand: März 2024). Darüber hinaus bietet peDOCS einen guten Überblick über erziehungswissen­schaftliche Reihen. Die FIS Bildung Literaturdatenbank weist frei zugängliche Bücher und ihre Beiträge nach. Universitätsverlage und institutionelle Repositorien veröffentlichen mittlerweile einen Großteil der erziehungswissenschaftlichen Open-Access-Bücher ( vgl. Schindler & Rummler, 2018 ). Hierunter fallen neben Forschungsberichten und Sammelbänden vor allem monografische Dissertations- und Habilitations­schriften. Obwohl die DGfE noch keine klare Position zu Open Access bezogen hat, geben ihre Sektionen und Kommissionen als sog. Society Publishers diverse Bücher und Buchreihen im Open Access heraus: Sektion 1 - Historische Bildungsforschung. Reihe: Jahrbuch Historische Bildungsforschung (Verlag Julius Klinkhardt) Sektion 7 - Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Reihe: Jahrbuch der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung (Verlag Barbara Budrich) Sektion 9 - Erwachsenenbildung. Reihe: Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung (Verlag Barbara Budrich) Die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) publizierte bis 2022 im Waxmann Verlag Tagungsbände der Reihe Medien in der Wissenschaft im open access . Darüber hinaus unterstützen diverse Verlage erziehungswissenschaftliche Open-Access-Publikationen, darunter Verlag Julius Klinkhardt , Barbara Budrich , Nomos , Beltz Juventa , wbv Media , transcript , Waxmann oder der Werner-Hülsbusch-Verlag . Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in den Erziehungswissenschaften gehören: peDOCS : fachliches Repositorium des DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation für die Bereiche Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken. DIPFdocs : institutionelles Repositorium des DIPF. texte.online : Veröffentlichungen des Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) zur Erwachsenenbildung. Scripta Paedagogica Online : digitales Textarchiv zur Bildungsgeschichte des deutschsprachigen Raumes (u.a. Zeitschriften, Lehrer*innenverzeichnisse, Schulprogramme). VET Repository : zentrale Publikationsserver des BIBB - Bundesinstitut für Berufsbildung für Literatur im Bereich Berufsbildungsforschung. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories ( OpenDOAR ). Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Das Fachportal Pädagogik stellt bei Literaturrecherchen als virtuelle Fachbiblio­thek Pädagogik den zentralen Einstieg in die (deutschsprachigen) Erziehungs­wissenschaften dar. Es wird vom Informationszentrum Bildung (IZB) des DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main betrieben, der Aufbau wurde von der Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG) gefördert. Das kostenfrei nutzbare Angebot unter­teilt sich in die Bereiche Literatur, Forschungsdaten und Forschungsinforma­tion: Im Bereich Literatur kann man recherchieren, fehlende Literaturnachweise melden, Publikationen via peDOCS veröffentlichen oder die Dienstleis­tungen des Fachinformationsdienstes Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung in Anspruch nehmen. Im Bereich Forschungsdaten finden sich umfassende und dauerhaft doku­mentierte Studien der empirischen Bildungsforschung. Darüber hinaus besteht ein zentraler Zugang zu beschreibenden Studieninformationen (wie eingesetzte Erhebungsinstrumente, erhobene Forschungsdaten und Informationsmaterialien zum Forschungsdatenmanagement). Im Bereich Forschungsinformation gibt es eine themenfokussierte Zusammenstellung relevanter Internetquellen für und über Wissenschaft und Forschung im Bereich Bildung. Das Fachportal Pädagogik ist seit August 2005 online und wurde im September 2017 nach einer kompletten Überarbeitung neu veröffentlicht. Open Science in den Erziehungs­wissenschaften In den Erziehungswissenschaften gibt es auch über Open Access hinaus Bewegungen im Bereich Open Science. So wurden im Heft 61 (2-2020): “ Neue Formen der Archivierung, Bereitstellung und Nachnutzung von Forschungsdaten ” der Zeitschrift Erziehungswissenschaft Argumente zum Thema Open Science und Open Data zusammengetragen, was innerhalb der Disziplin für Diskussionen über neue Formen der Forschung und der Datenerhebung sorgte. Auch entstand ein Austausch darüber, welche Anforderungen diese Modelle mit sich bringen. Das Heft thematisiert überdies, welche Limitierungen und Bedenken vor allem in Bezug auf Datenschutz und die Verwendung offener Forschungsdaten und -prozesse erkennbar sind. Gleichwohl werden sich auch die Erziehungswissenschaften mit Open-Science-Praktiken und Formen des Publizierens verändern, da der Umgang mit offenen Forschungsdaten grundsätzlich unterstützt wird. Hierzu haben die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), die Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) sowie die Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Der Verzeichnisdienst für Forschungsdatenrepositorien re3data verzeichnet auf internationaler Ebene unter dem Suchbegriff „Educational Sciences“ über 100 Datenportale und Repositorien offener erziehungswissenschaftlicher Forschungsdaten (Stand: November 2025). Im deutschsprachigen Raum weist Forschungsdaten Bildung durch einen föderierten Verbund Forschungsdaten übergreifend nach und informiert über das Teilen und Managen von Forschungsdaten in der Bildungsforschung. Zunehmend ist auch eine fachliche Auseinandersetzung mit Open Science zu beobachten, sowie deren Anpassung an die disziplinären Rahmenbedingungen und Möglichkeiten (van Dijk et al., 2021; Krammer & Svecnik, 2020; van der Zee & Reich, 2018). Darüber hinaus beeinflusst die Bewegung der Open-Educational-Resources (OER) die Erziehungswissenschaften. Dieses Themenfeld setzt in Form einer expliziten Forderung nach offenen Zugängen zu Bildung, Bildungsmöglichkeiten und Bildungsmaterialien an historische pädagogische Vorläufer (Deimann, 2020; Hug, 2014) an. Seit einigen Jahren untersuchen vermehrt Studien die Innovationen im Bereich pädagogischer und informationeller Praxis. Darin wird der neue Umgang mit Materialien sowie mit Infrastruktur betont, untersucht und kritisch diskutiert (Schön & Ebner, 2021; Heck et al., 2020; Deimann, 2020; Heinen et al., 2015). Regelmäßige deutschsprachige Neuigkeiten und Informationen zu OER sowie Verzeichnisse und Plattformen (wie u.a. zum OER-Repositorium Baden-Württemberg , twillo ) zu OER gibt es auf der Website OERinfo . Diese Verzeichnisse und Plattformen decken sowohl den Bereich Schule und Erwachsenenbildung als auch den Hochschulbereich ab. In Österreich wurde ein OER-Zertifikat für Lehrende an Hochschulen und für Hochschulen eingeführt ( OER-Zertifikat.at, Schön et al., 2 023). open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Abs, H. J., Kuper, H., Cathleen, G., Ludwig, K., Hüfner, K., Radhoff, M., Ruberg, C., Kerst, C., Wolter, A., Gerecht, M., Krüger, H.-H., Sauerwein, M., Schultheiß, J., Schmidt-Hertha, B., Müller, M., Martini, R., & Stelter, A. (2020). Datenreport Erziehungswissenschaft 2020. Erstellt im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.25656/01:18987 Bambey, D. (2016). Fachliche Publikationskulturen und Open Access. Fächerübergreifende Entwicklungstendenzen und Spezifika der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung . https://doi.org/10.25656/01:12331 Deimann, M. (2020). Lernen mit Open Educational Resources. In H. M. Niegemann & A. Weinberger (Eds.), Handbuch Bildungstechnologie. Konzeption und Einsatz digitaler Lernumgebungen (pp. 699–708). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-54368-9_58 Heck, T., Kullmann, S., Hiebl, J., Schröder, N., Otto, D., & Sander, P. (2020). Designing Open Informational Ecosystems on the Concept of Open Educational Resources. Open Education Studies , 2 (1), 252–264. https://doi.org/10.1515/edu-2020-0130 Heinen, R., Kerres, M., & Schindler, C. (2015). Provisioning strong and weak OER: Requirements of open informational ecosystems. Proceedings of Open Education Global 2015 . https://doi.org/10.25656/01:18242 Hug, T. (2014). Bildung für alle – eine Neuauflage? Offenheit und Teilen in der Open Educational Resources (OER) Bewegung. In P. Missomelius (Ed.), Freie Bildungsmedien und digitale Archive. Medien - Wissen - Bildung (pp. 227–256). Innsbruck University Press. https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=1055764 Krammer, G., & Svecnik, E. (2020). Open Science als Beitrag zur Qualität in der Bildungsforschung. Zeitschrift für Bildungsforschung , 10 , 263–278. https://doi.org/10.1007/s35834-020-00286-z Rummler, K. (2021). Open Access Zeitschriften in den Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Ausgewählte Aspekte zum Betrieb wissenschaftlicher Fachzeitschriften. Schweizerische Zeitschrift Für Bildungswissenschaften , 43 (1), 116–128. https://doi.org/10.24452/sjer.43.1.9 Schindler, C., & Rummler, K. (2018). Open Access in der Publikationslandschaft der Erziehungswissenschaft. Eine Sondierung mit Blick auf Monographien und Sammelwerke. Erziehungswissenschaft , 57 (29), 9–18. https://doi.org/10.3224/ezw.v29i2.02 Schmidt-Hertha, B., & Müller, M. (2020). Forschung und Publikationskulturen. In J. Abs, H. Kuper, & R. Martini (Eds.), Datenreport Erziehungswissenschaft 2020 . Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.3224/84742419 Schön, S., & Ebner, M. (2021). Digital gestütztes Lernen in der Erwachsenenbildung - wo liegt die Innovation? In Egger, R. & Härtel, P. (Eds.), Bildung für alle? Für ein offenes und chancengerechtes, effizientes und kooperatives System des lebenslangen Lernens in Österreich (pp. 231–252). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-31054-7_12 Schön, S., Ebner, M., Berger, E., Brandhofer, G., Edelsbrunner, S., Gröblinger, O., Hackl, C., Jadin, T., Kopp, M., Neuböck, K., Proinger, J., Schmölz, A. & Steinbacher, H.P. (2023). Development of an Austrian OER certification for higher education institutions and their employees. In D. Otto, G. Scharnberg, M. Kerres, & O. Zawacki-Richter (Eds.), Distributet learning ecosystems. Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-38703-7_9 van der Zee, T., & Reich, J. (2018). Open Education Science. AERA Open , 4 (3). https://doi.org/10.1177/2332858418787466 van Dijk, W., Schratschneider, C., & Hart, S. A. (2021). Open Science in Education Sciences. Journal of Learning Disabilities , 54 (2), 139–152. https://doi.org/10.1177/0022219420945267 Weiterführende Literatur Mruck, K., Mey, G., Schön, S., Idensen, H., & Purgathofer, P. (2013). Offene Lehr- und Forschungsressourcen. Open Access und Open Educational Resources. In M. Ebner & S. Schön (Eds.), L3T. Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (2. Auflage). https://doi.org/10.25656/01:8356 Schaffert, S. (2004). Kostenlose Online-Literatur der Bildungsforschung. P@psych E-Zine , 9 . https://www.stangl-taller.at/paedpsych/ezine/2004/schaffert04/ Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Klaus Rummler, PH Zürich , Dr. Christoph Schindler, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation , und Dr. Sandra Schön, TU Graz (Stand: November 2025)....

  6. Open Access in den Ethnologischen Fächern

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Fachgesellschaften Seit etwa 2019 haben auch bei den Fachgesellschaften der ethnologischen Fächer sichtbare Entwicklungen zu Open Access an Fahrt aufgenommen. Jedoch hat trotz zunehmender Auseinandersetzung mit Open Access und zahlreichen Umstellungen der von ihnen herausgegebenen Zeitschriften auf Open Access bisher keine der Fachgesellschaften die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterzeichnet. Die International Society for Ethnology and Folklore hat 2019 ihre Zeitschrift Ethnologia Europaea auf Open Access umgestellt. Die Schweizerische Ethnologische Gesellschaft und die Fachgesellschaft Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (damals als Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde) haben 2020 bzw. 2021 ihre Zeitschriften Tsantsa (mittlerweile umbenannt in Schweizerische Zeitschrift für Sozial- und Kulturanthropologie ) bzw. Schweizerisches Archiv für Volkskunde ( Verlagszugang ) von vormals zeitlich verzögertem freiem Zugang auf sofortiges Open Access ab Erscheinen umgestellt. Die im Auftrag des österreichischen Vereins für Volkskunde herausgegebene Österreichische Zeitschrift für Volkskunde machte neue Ausgaben bereits seit 2016 nach einer sechsmonatigen Embargofrist frei zugänglich und ist seit 2024 vollständig auf Open Access umgestellt. Die Publikationen der Österreichischen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde sind teilweise frei zugänglich, der Fachverband gibt jedoch keine Zeitschrift heraus. Die European Association of Social Anthropologists hat 2022 die Umstellung ihrer Zeitschrift Social Anthropology auf Open Access vollzogen. Die Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft hat ihre Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft 2022 auf Open Access umgestellt; die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie hat ihre Zeitschrift für Ethnologie 2024 auf Open Access umgestellt. Die Anthropologische Gesellschaft in Wien publiziert ihre Zeitschrift nicht digital und nicht frei zugänglich. Die Fachgesellschaften im englischsprachigen Raum, das Royal Anthropological Institute und die American Anthropological Association , haben ihre primären Zeitschriften Journal of the Royal Anthropological Institute und American Anthropologist bisher nicht auf Open Access umgestellt. Die Association of Social Anthropologists of the UK publiziert keine primäre Zeitschrift, die auf ihren Jahreskonferenzen basierende Buchreihe ASA Monographs erscheint jedoch nicht frei zugänglich. Viele der Fachgesellschaften geben neben ihren primären Zeitschriften auch andere Publikationen wie Mitteilungen, Buchreihen, Konferenzbände, Vortragspublikationen, Diskussionspapiere sowie weitere thematisch zugeschnittene Zeitschriften heraus. Auch hier ist eine Zunahme von Open Access festzustellen, und teilweise werden solche Publikationen auch zum Ausprobieren von Open Access und neuen Publikationsformen genutzt. Open Access in den ethnologischen Fächern Die ethnologischen Fächer werden hier insbesondere verstanden als die Ethnologie bzw. Sozial- und Kulturanthropologie bzw. Völkerkunde sowie die Europäische Ethnologie bzw. Volkskunde bzw. Empirische/Vergleichende Kulturwissenschaft, zudem die Social Anthropology und Cultural Anthropology und die Folkloristik bzw. Folklore Studies. Die Informationen beziehen sich vorwiegend auf den deutsch- und englischsprachigen Raum. In den ethnologischen Fächern hat die Verbreitung von Open Access in den letzten Jahren zugenommen. Open Access kann jedoch noch nicht als Standard des wissenschaftlichen Publizierens betrachtet werden, denn ein bedeutender Teil der Publikationen erscheint weiterhin nicht frei zugänglich. Die zunehmende Umstellung ganzer Zeitschriften auf Open Access, der steigende Anteil frei zugänglich veröffentlichter Bücher und eine fortwährende Auseinandersetzung mit Open Access sind jedoch ein positiver Trend und machen deutlich, dass Akzeptanz für Open Access in den ethnologischen Fächern grundsätzlich vorhanden ist. Der Anteil frei zugänglicher Zeitschriftenartikel in den ethnologischen Fächern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies ist zum einen mit strukturellen Entwicklungen wie der zunehmenden Forderung und Förderung von Open Access durch wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsförderinstitutionen sowie Open-Access-Transformationsverträge zu erklären. Zum anderen kommt es langsam auch zu einem grundsätzlichen Wandel in der fachlichen Publikationskultur. Allerdings ist beispielsweise das Veröffentlichen von Preprints sowie Postprints über Repositorien in den ethnologischen Fächern weiterhin unüblich. Gerade hier liegt jedoch ein großes Potenzial für mehr Open Access, welches von den individuellen Wissenschaftler*innen selbst genutzt werden kann. Buchveröffentlichungen haben in den ethnologischen Fächern einen besonderen Stellenwert, denn neben Sammelbänden gilt die Verschriftlichung langjähriger Forschung als monografische Ethnografie als Publikationsgoldstandard und besonders prestigeträchtig. Jedoch werden noch verhältnismäßig wenige Bücher aus den ethnologischen Fächern frei zugänglich veröffentlicht, wobei auch hier der Anteil in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Begünstigt wird dies durch vermehrt vorhandene institutionelle und andere Fördermöglichkeiten für Open-Access-Bücher sowie nicht-profitorientierte und wissenschaftseigene Verlage. Die mitunter hohen Publikationsgebühren für Open Access bei Büchern stellen weiterhin eine bedeutsame Hürde dar. Open Access wurde innerhalb der ethnologischen Fächer seit Mitte der 2000er Jahre zunächst vor allem in Nordamerika diskutiert und umgesetzt. Einige Entwicklungen führten zu mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Dazu zählen unter anderem die Gründung mehrerer Open-Access-Zeitschriften im Jahr 2011 und erste Umstellungen von angesehenen Zeitschriften auf Open Access, darunter Cultural Anthropology im Jahr 2014. Auch die Gründung von Libraria im Jahr 2015, ein aus den ethnologischen Fächern heraus etabliertes Netzwerk mit dem Ziel der Veränderung des Publikationswesens in den Sozialwissenschaften, trug dazu bei. Zudem stand Open Access im Jahr 2018 in unrühmlicher Weise im Rampenlicht, als die 2011 gegründete Open-Access-Zeitschrift HAU: Journal of Ethnographic Theory mit ihrem Open-Access-Modell scheiterte und interne Kontroversen an die Öffentlichkeit kamen. Im deutschsprachigen Raum war es bis dahin um Open Access vergleichsweise ruhig. Hier konzentrierte sich die Diskussion ab etwa 2016 vor allem auf die Veröffentlichung von Forschungsdaten . Ab 2019 erfolgten Umstellungen zahlreicher ethnologischer Zeitschriften auf Open Access, darunter zentrale Zeitschriften von Fachgesellschaften sowie feldbezogene und transdisziplinäre Zeitschriften (siehe unten). Zudem führten gebündelte Umstellungen mehrerer Zeitschriften durch konsortiale Finanzierungsmodelle (siehe unten) zu einem Sprung beim Anteil der Open-Access-Zeitschriften in den ethnologischen Fächern. Mit der zunehmenden Thematisierung sowohl im englisch- als auch im deutschsprachigen Raum sowie der zunehmenden Zahl von auf Open Access umgestellten Zeitschriften ist Open Access spätestens mit dem Jahr 2019 als relevantes Thema in der Breite der ethnologischen Fächer angekommen. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet im Fachgebiet “ Ethnology. Social and cultural anthropology ” mehr als 150 Einträge (Stand: Dezember 2025). In den ethnologischen Fächern wird sowohl in fachbezogenen Zeitschriften als auch in feldbezogenen Zeitschriften (bspw. zu Wissenschaftsforschung, Migrationsforschung, Gender Studies, Museumsforschung, Stadtforschung) sowie in regionsbezogenen Zeitschriften publiziert. Nachfolgend werden hauptsächlich fachbezogene Zeitschriften berücksichtigt. Bekannte deutschsprachige Open-Access-Zeitschriften sind u. a.: Baessler-Archiv Berliner Blätter * Bricolage * Ethnoscripts * Hamburger Journal für Kulturanthropologie * Kulturanthropologie Notizen * Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Paideuma Schweizerisches Archiv für Volkskunde ( Verlagszugang ) Schweizerische Zeitschrift für Sozial- und Kulturanthropologie Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft Zeitschrift für Ethnologie (Journal of Social and Cultural Anthropology) (* Die mit einem Sternchen markierten Zeitschriften veröffentlichen überwiegend oder ausschließlich thematische Sonderhefte.) Bekannte englischsprachige Open-Access-Zeitschriften sind u. a.: Anthropological Journal of European Cultures doaj Cultural Anthropology doaj Ethnologia Europaea doaj Journal of Ethnology and Folkloristics Social Analysis doaj Social Anthropology doaj Teaching Anthropology The Cambridge Journal of Anthropology doaj Aufgrund der Publikationsbreite in den ethnologischen Fächern sowie der Zurechnung sowohl zu den Sozialwissenschaften als auch den Geisteswissenschaften und ebenso den Kulturwissenschaften lassen sich auch entsprechende feldbezogene und transdisziplinäre Open-Access-Zeitschriften hinzurechnen, wie zum Beispiel: Curare – Zeitschrift für Medizinethnologie * Forum Qualitative Sozialforschung doaj Journal of Comparative Research in Anthropology and Sociology doaj Journal of Legal Anthropology doaj kommunikation@gesellschaft Movements – Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung * Mobile Culture Studies * doaj Open Gender Journal doaj sub\urban – Zeitschrift für kritische Stadtforschung * Urbanities – Journal of Urban Ethnography (* Die mit einem Sternchen markierten Zeitschriften veröffentlichen überwiegend oder ausschließlich thematische Sonderhefte.) Nennenswert ist zudem das unter anderem anthropologisch ausgerichtete Journal of Political Ecology , das seit Beginn im Jahr 1994 frei zugänglich erscheint und damit eine der ersten und am längsten existierenden Open-Access-Zeitschriften in den Sozialwissenschaften ist. Mitunter werden mehrere Zeitschriften gebündelt auf Open Access umgestellt. Dies erfolgt in der Regel durch konsortiale Finanzierungsmodelle , bei denen die notwendige Finanzierung durch viele Einrichtungen gemeinschaftlich erfolgt. Zahlreiche im Verlag Berghahn publizierte Zeitschriften wurden mittels der Variante Subscribe-to-Open im Jahr 2020 auf Open Access umgestellt . Mittlerweile umfasst das Paket 16 Zeitschriften (neben einigen bereits genannten u.a. Anthropology of the Middle East, Focaal, Museum Worlds, Religion and Society ). Mit Unterstützung des Fachinformationsdiensts Sozial- und Kulturanthropologie und der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden wurde 2024 eine zunächst dreijährige gebündelte konsortiale Finanzierung des Open Access von sechs deutschsprachigen, wissenschaftsgeleiteten Zeitschriften ermöglicht . Umstellungen von Zeitschriften von Open Access auf Closed Access oder eine Einschränkung des Open-Access-Publikationsmodells sind selten, kommen aber aus verschiedenen Gründen – meistens Problemen der Finanzierung – vor, so auch bei Zeitschriften aus den ethnologischen Fächern. Die bereits oben erwähnte Zeitschrift HAU: Journal of Ethnographic Theory wurde sechs Jahre nach ihrem Start als reine Open-Access-Zeitschrift auf ein Publikationsmodell umgestellt, das Closed Access (mit Möglichkeit der Subskription) und einen eingeschränkten freien Zugang (temporär für neue Ausgaben sowie dauerhaft für ausgewählte Artikel und Zielgruppen) kombiniert ( da Col 2017 ). Die Zeitschriften Journal of Religion and Popular Culture sowie Human Affairs , die früher für einen gewissen Zeitraum frei zugänglich waren, wurden wieder auf Closed Access (Subskription mit hybridem Publikationsmodell) umgestellt. Außerdem ist die Einstellung von Zeitschriften im Publikationswesen üblich und trifft auch Open-Access-Zeitschriften, so zum Beispiel im Fall von Open Anthropology , einem von 2013 bis 2022 bestehenden Open-Access-Pilotexperiment der American Anthropological Association, und im Fall von Museum Anthropology Review , die 2007 mit der Publikation begann und 2023 eingestellt wurde ( Jackson 2023 ). Nicht unerwähnt bleiben soll, dass frühere Ausgaben zahlreicher Zeitschriften frei zugänglich sind. Über ein Digitalisierungsprojekt des Fachinformationsdiensts Sozial- und Kulturanthropologie sind die Jahrgänge vieler deutschsprachiger ethnologischer Zeitschriften mit unterschiedlichem zeitlichen Verzug zur aktuellsten Ausgabe frei zugänglich, darunter Anthropos , Baessler-Archiv , Sociologus , die Zeitschrift für Volkskunde (Vorgängerin der Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft ) und die Zeitschrift für Ethnologie . Die Archive der Zeitschriften Tsantsa (Vorgängerin der Schweizerischen Zeitschrift für Sozial- und Kulturanthropologie), Schweizerisches Archiv für Volkskunde und Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde sind vollständig frei zugänglich. Das Archiv der Ethnologia Europaea ist vollständig frei zugänglich. Für die Zeitschrift American Anthropologist , die primäre Zeitschrift der American Anthropological Association, bestand bis 2022 ein freier Zugang zu allen mehr als 35 Jahre zurückliegenden Ausgaben, der jedoch seitdem nicht mehr verfügbar ist. Eine bemerkenswert hohe Verbreitung hat Open Access in den ethnologischen Fächern bei Zeitschriften aus dem iberoamerikanischen Raum, in dem Open Access generell etablierter ist. Spanischsprachige Zeitschriften aus den ethnologischen Fächern sind daher nahezu ausnahmslos frei zugänglich. Einige bekannte Zeitschriften sind AIBR – Revista de Antropología Iberoamericana , Chungara , Etnográfica , Horizontes Antropológicos , Intersecciones en Antropología und Mana – Estudos de Antropologia Social . Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) sowie die OAPEN Library verzeichnen mehrere Hundert Titel aus dem Feld der ethnologischen Fächer (in Fachgebieten, die die Begriffe „anthropology“ oder „ethnography“ enthalten; Stand: Dezember 2025). Verlage, die ausschließlich oder maßgeblich fachspezifische Bücher frei zugänglich publizieren, sind HAU Books und Open Anthropology Cooperative Press . Weitere Verlage, in denen häufiger englisch- oder deutschsprachige Open-Access-Bücher aus den ethnologischen Fächern erscheinen, sind unter anderen ANU Press , Duke University Press , Mattering Press , Open Humanities Press , Transcript , UCL Press , University of California Press . Disziplinäre Repositorien Wichtige Repositorien in den ethnologischen Fächern sind: Open Anthropology Research Repository Social Science Open Access Repository SocArXiv Social Sciences Research Network Der Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie bietet mit den EthnOA-Repositorien für Texte und für audiovisuelle Medien ein institutionsübergreifendes Angebot für die Open-Access-Publikation von Erst- und Zweitveröffentlichungen. Das Angebot richtet sich auch an Forscher*innen ohne institutionelle Anbindung oder Zugang zu einem institutionellen Repositorium. Aufgrund der bereits genannten multidisziplinären Ausrichtung kommen ebenfalls forschungsrichtungsspezifische Repositorien infrage, wie beispielsweise CrossAsia-Repository für Asienwissenschaften, GenderOpen für Geschlechterforschung, MENAdoc für Nahost- und Islamstudien oder OstDok für Forschung zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Eine Übersicht zu möglichen weiteren relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige hilfreiche Angebote Ein zentrales Fachportal für die ethnologischen Fächer im deutschsprachigen Raum ist EVIFA , das vom Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie betreut wird. Über das Fachportal kann unter anderem frei zugängliche Literatur gesucht und darauf zugegriffen werden. Es enthält zum Beispiel digitalisierte Ausgaben deutschsprachiger Zeitschriften und Monografien aus mehr als zwei Jahrhunderten Forschung. Zudem bietet der Fachinformationsdienst kostenfreien Zugang zu ausgewählten, lizenzpflichtigen Online-Ressourcen . Die Open Encyclopedia of Anthropology (vormals Cambridge Encyclopedia of Anthropology) ist eine frei zugängliche Enzyklopädie, in der begutachtete Artikel zur Einführung in fachliche Themen und Konzepte veröffentlicht werden. Das Portal Open Folklore listete bis 2024 frei verfügbare Ressourcen aus den Folklore Studies, befindet sich aber mit Stand Ende 2024 in einem Prozess der Neuaufstellung. ​​Das Anthropology Book Forum , ein Projekt der American Anthropological Association , veröffentlicht frei zugängliche englischsprachige Buchrezensionen. Über das geschichtswissenschaftliche Fachportal H-Soz-Kult werden frei zugänglich Forschungsberichte, Rezensionen und Neuigkeiten auch in der Kategorie “ Ethnologie und Historische Anthropologie ” veröffentlicht. Im Datenbankinformationssystem DBIS sind in der Kategorie “ Ethnologie ” zahlreiche weitere frei zugängliche fachspezifische Datenbanken und Angebote zu finden. Open Science in den ethnologischen Fächern Der Anspruch von Open Science, den wissenschaftlichen Prozess von der ersten Idee bis zur finalen Publikation zu öffnen und so alle Formen wissenschaftlichen Wissens frei zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu machen, hat für die ethnologischen Fächer sowie die ethnografische Forschung insgesamt weitgehende Konsequenzen und bringt bedeutende Herausforderungen mit sich – und wird entsprechend kontrovers diskutiert. Besonders deutlich wird dies bei Open Research Data, der freien Zugänglichmachung von Forschungsdaten . In den ethnologischen Fächern wird – angesichts zunehmender Anforderungen und Maßgaben von Forschungsförderinstitutionen – seit etwa 2016 verstärkt über Forschungsdatenmanagement sowie die Archivierung und Nachnutzung vor allem ethnografischer Materialien diskutiert. Problematisch ist für die ethnologischen Fächer – wie auch für andere Sozialwissenschaften –, dass hierbei die Besonderheiten qualitativer Daten und insbesondere Materialien aus ethnografischer Forschung unzureichend berücksichtigt sind. Vielmehr liegt dabei ein Verständnis von Daten im Sinne von Rohdaten oder Primärdaten, wie sie vor allem in naturwissenschaftlichen Disziplinen und quantitativ arbeitenden Fachbereichen vorzufinden sind, zugrunde. Bereits der Begriff “Daten“ wird hier spezifisch verwendet: Daten werden als im sozialen Prozess der Feldforschung erzeugt und in Feldbeziehungen eingebettet verstanden. Eine offene Bereitstellung von ethnografischen Forschungsdaten – die meist sensible Informationen über Personen oder Gruppen enthalten – ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Offenheit muss hier vielmehr in Abhängigkeit des jeweils konkreten Forschungsfeldes sowie unter forschungsethischen und rechtlichen Aspekten betrachtet und abgewogen werden. Relevante Aspekte und wichtige Fragen sind hierbei unter anderem, a) ob ausreichende Einverständniserklärungen von Personen aus dem Forschungsfeld vorliegen oder diese überhaupt eingeholt werden können, b) ob Forschungsdaten allein den Forschenden gehören (beispielsweise im Falle von Interviews oder Aufzeichnungen von Gesprächssituationen) und c) welche Konsequenzen sich daraus womöglich ergeben oder wie sich Schutzmaßnahmen wie Pseudonymisierung oder Anonymisierung auf die Nachnutzbarkeit ethnografischen Materials auswirken. Verpflichtungen zur Offenheit von Forschungsdaten werden vor allem aus rechtlichen und ethischen Gründen breit abgelehnt, verbunden mit der Befürchtung, dass Forschungen insbesondere in vertraulichen und sensiblen Kontexten erschwert oder gar unmöglich gemacht werden könnten. (Zu diesen und weiteren Aspekten sowie der grundsätzlichen Thematik siehe Imeri 2018 und 2019 ). Mehrere Fachgesellschaften haben in Positionspapieren zu diesen Fragen und den fachspezifischen Anforderungen beim Umgang mit Forschungsdaten Stellung bezogen sowie ihre Debatten in Fachpublikationen transparent gemacht. Das Fachportal EVIFA des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie bietet umfassende Informationen zu Forschungsdaten in den ethnologischen Fächern . Im Rahmen des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie sind zudem beim Forschungsdatenzentrum Qualiservice an der Universität Bremen Workflows und Verfahren erarbeitet worden, die die Archivierung und Nachnutzung nahezu der gesamten Bandbreite ethnografischer Daten ermöglichen ( Rizzolli et al. 2024 ). Qualiservice bietet Beratung für einzelne Forschende, aber auch Projekte, Projektverbünde und Institutionen an. Mit DATA AFFAIRS ist im Sonderforschungsbereich 1171 “Affective Societies” an der Freien Universität Berlin eine Plattform erarbeitet worden, die Forschende, Lehrende und Studierende zum interaktiven Lernen zum Thema Datenmanagement in der ethnografischen Forschung einlädt. Sie enthält neben Texten zu einzelnen Aspekten des Datenmanagements auch anschauliche Beispiele, Erlebnisberichte, Übungen, ein Glossar und anderes mehr. Open Methodology, das Offenlegen der im Forschungsprozess verwendeten oder entwickelten Methoden, ist für die ethnologischen Fächer im Grunde nicht neu. Methoden werden in der Regel in Publikationen, insbesondere bei monografischen Ethnografien, offengelegt und erläutert – und dabei auch die Konsequenzen der gewählten Vorgehensweise für den Forschungsprozess reflektiert. In dieser Hinsicht ist hier die Verbindung mit und die Relevanz von Open Access zu betonen. Anders stellt sich die Sachlage dar, wenn das Offenlegen der Methoden bereits vor der eigentlichen Forschung oder im Forschungsprozess erfolgen soll und insofern unter Open Methodology im weiteren Sinne auch die transparente und offene Dokumentation der Schritte des Forschungsprozesses verstanden wird. Hierbei ergeben sich aufgrund der engen Verbindung zum Forschungsfeld und den Forschungsdaten ähnliche Herausforderungen und damit auch Abwägungsfragen wie bei Open Data. Open Source, das öffentliche Bereitstellen von Quellcode, spielt in den ethnologischen Fächern bisher kaum eine Rolle, da die Entwicklung von Programmen und Software in der Forschung kaum vorkommt. Es sprechen jedoch keine grundsätzlichen Gründe gegen Open Source. Bei in der ethnologischen Forschung verwendeter Software, insbesondere der für die qualitative Datenanalyse, besteht allerdings Potenzial für einen stärkeren Einsatz für die Entwicklung und Nutzung quelloffener Software. Dies ist nicht zuletzt relevant, weil die Funktionsweise zumeist verwendeter proprietärer Software eine Blackbox darstellt und eine Offenlegung dieses Teils der Methode entsprechend nicht gänzlich möglich ist. Bei offenen Evaluationsverfahren (Open Evaluation) besteht kein nennenswerter Unterschied zu anderen Disziplinen. So wäre ein offener Peer-Review-Prozess ( Open Peer Review ) in den ethnologischen Fächern ebenso möglich wie in anderen Fächern. Fachzeitschriften oder andere fachspezifische Publikationsmodelle , die ein offenes Peer-Review-Verfahren anwenden, gibt es bisher jedoch nicht. Mit SOCIOS besteht seit 2024 ein Angebot für ein offenes Peer-Review von Preprints in den Sozialwissenschaften, und damit auch für die ethnologischen Fächer. Das Bereitstellen offener und freier Lehrmaterialien (Open Educational Resources) ist eng mit der Veröffentlichung von Büchern und Zeitschriften im Open-Access-Modell verbunden. Beispielsweise erschien mit Perspectives: An Open Invitation to Cultural Anthropology (2017; zweite, überarbeitete Auflage 2020) ein Lehrbuch zur Einführung in die Kulturanthropologie Open Access. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur da Col, G. (2017). Free gifts that must be invented. HAU: Journal of Ethnographic Theory, 7(2), i–vii. https://doi.org/10.14318/hau7.3.001 Jackson, J. B. (2023). On Museum Anthropology Review (2007–2023). Museum Anthropology Review, 17(1–2), 1–10. https://doi.org/10.14434/mar.v17i1-2.35839 Imeri, S. (2018). Order, archive, share. Research data in the ethnological disciplines. Journal for European Ethnology and Cultural Analysis, 3(2), 215–240. doi.org/10.18452/20810 Imeri, S. (2019). ‚Open Data‘ in den ethnologischen Fächern. Möglichkeiten und Grenzen eines Konzepts. In J. Klinger & M. Lühr (Eds.), Forschungsdesign 4.0 - 1 (Vol. 1, pp. 45–59). Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. https://doi.org/10.25366/2019.07 Rizzolli, M., Imeri, S., & Huber, E. (2024): Ethnografische Forschungsmaterialien zur Archivierung und Nachnutzung vorbereiten und dokumentieren – ein Überblick für Forschende. Qualiservice Working Papers 6-2024. https://doi.org/10.26092/elib/2723 Weiterführende Literatur Jackson, J. B., & Anderson, R. (2014). Anthropology and Open Access. Cultural Anthropology, 29(2), 236–263. https://doi.org/10.14506/ca29.2.04 Kelty, C. M., Fischer, M. M. J., Golub, A., Jackson, J. B., Christen, K., Brown, M. F., & Boellstorff, T. (2008). Anthropology of/in Circulation. The Future of Open Access and Scholarly Societies. Cultural Anthropology, 23(3), 559–588. https://doi.org/10.1111/j.1548-1360.2008.00018.x Miller, D. (2012). Open access, scholarship, and digital anthropology. HAU: Journal of Ethnographic Theory, 2(1), 385–411. https://doi.org/10.14318/hau2.1.016 Zeitlyn, D., Corsín Jimenez, A., Willinsky, J., Waterston, A., Tritton, R., Kelty, C. M., Ardevol, E., Jemielnak, D., Sanchez-Criado, T., Abadal, E., Gatti, R., García, B., Rasero, V., Nugent, S., Gideon, J., Aibar, E., Malo de Molina, T., & Rodríguez Lópes, J. (2014). Preguntas frecuentes sobre acceso abierto - La economía política en torno a las publicaciones en antropología y otras ciencias sociales. FAQs About Open Access – The Political Economy of Publishing in Anthropology and Beyond (A. Montoya, M. Pérez, G. Dallemagne, & V. del Arco, Eds.). http://openaccessmadrid2014.wordpress.com Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft, Band 118, Ausgabe 1/2, 2022 (mit einem Forum zum Thema Open Access) Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Kathleen Heft , Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin / Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie, und Marc Lange , Helmholtz Open Science Office (Stand: Dezember 2025). Die Autor:innen danken Sabine Imeri für die Kommentare zum Abschnitt zu Open Research Data....

  7. Open Access in den Musikwissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Musikwissen­schaft Wie in vielen anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen geht auch in der Musikwissenschaft das Primat der Printpublikation bzw. der digitalen Publika­tionen im Closed Access erst langsam zugunsten von Open-Access -Publikatio­nen zurück. Dazu trägt auch die Struktur des Faches bei, das neben der univer­sitären Verankerung vor allem an Musikhochschulen und freien Forschungsin­stituten verortet ist, die nur teilweise über eigene Infrastrukturen wie institu­tionelle Repositorien verfügen. Eine stärkere Orientierung Richtung Open Access wird u. a. von den Fachgesell­schaften für Musiktheorie und für Musikwissenschaft (z. B. durch die Zeit­schrift ZGMTH oder Publikationen der GfM ) sowie von einzelnen Wissenschaft­ler*innen vorangetrieben. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Subject Music and books on music 89 Einträge (Stand: April 2024), nur wenige davon sind in Deutschland angesiedelt bzw. deutschsprachig. In Deutschland beginnt die Zahl der genuinen Open-Access-Zeitschriften erst seit einigen Jahren zu wachsen. Diese werden zumeist nicht über Verlage herausgegeben, sondern werden oftmals über eine eigene Plattform der jeweiligen Herausgebenden bereitgestellt (z. B. bei den Zeitschriften ZGMTH und ACT ). Seit 2018 bietet der Fachinformationsdienst (FID) Musikwissenschaft unter dem Label musiconn.publish auch einen Hosting-Service für Open-Access-Zeitschriften. Wichtige deutschsprachige Open-Access-Zeitschriften sind: Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie DOAJ troja - Jahrbuch für Renaissancemusik ACT. zeitschrift für musik und performance Musik & Ästhetik Einige Zeitschriften stellen ihre Inhalte in Absprache mit den Rechteinhaber*­innen nach einer gewissen "moving wall" frei zur Verfügung. Dazu gehören in Deutschland u. a. Bach-Jahrbuch Schütz-Jahrbuch Forum Musikbibliothek Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort music listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 1.495 Titel (Stand: April 2024), wobei diese vorwiegend aus dem englischsprachigen Raum kommen. OAPEN verzeichnet unter der Rubrik music 156 Titel, auch diese zumeist englischsprachig. Open-Access-Bücher sind im deutschsprachigen Raum zumeist als hybrides An­gebot in den einschlägigen Verlagen zu finden, zu nennen sind unter anderem Schott , transcript oder Allitera . Neben den Verlagsangeboten finden sich auch Bücher, die über Repositorien wie musiconn.publish bereitgestellt werden. Disziplinäre Repositorien Seit 2018 fungiert musiconn.publish als musikwissenschaftliches Fachreposito­rium für Deutschland. Das Repositorium dient der kostenfreien elektronischen Publikation, dem Nachweis und der langfristigen Archivierung von musikwissen­schaftlicher Fachliteratur. Dieser Service ist Teil des DFG -geförderten, gemein­schaftlich von der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) München und der Säch­sischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden betriebenen Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft. Er steht allen inte­ressierten Autor*innen des genannten Fachgebiets zur Verfügung und enthält Open-Access-Artikel und -Bücher. Einige Verlage (z. B. der Georg Olms Verlag) nutzen die Möglichkeit, über dieses Repositorium eigene Publikationen im Open Access zweitzuveröffentlichen . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Andrea Hammes, SLUB Dresden (Stand: Dezember 2021)....

  8. Open Access in der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in der AVL Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL) erforscht auf transnationale, interkulturelle und interdisziplinäre Weise Literatur aus allen Sprachräumen, Epochen und Kulturen. Dabei betreibt sie Grundlagenforschung in den Bereichen Literaturtheorie, Ästhetik und Poetik sowie Literatursemiotik. Neben dem Vergleich unterschiedlicher Literaturen beschäftigt sich die AVL mit der Beziehung der Literatur zu anderen Medien- und Wissensformen. In der lange Zeit sehr stark auf Printmedien fixierten AVL ist das Open-Access-Publizieren noch nicht standortübergreifend als Praxis etabliert. Obwohl sich außerhalb des deutschsprachigen Raums vereinzelt Fachwissenschaftler*innen, wie z.B. Jean-Claude Guédon in Kanada, aktiv für Open Access engagieren (vgl. Eve, 2014, S. 24 ), gibt es weiterhin fach­politisch noch keine offizielle Stellungnahme aus der deutschen AVL. Als Grund hierfür können die heterogenen geisteswissenschaftlichen Publikationskulturen angeführt werden, mit denen die AVL traditionell verbunden ist. Ihre Hauptpub­likationsformen sind die Monografie und der Sammelband. Die Verlagsreputa­tion ist für Publikationsaktivitäten innerhalb der AVL ein wichtiges Kriterium und hat daher direkten Einfluss darauf, wie viel Fachliteratur Open Access erscheint. Für die Publikationspraxis spielen dagegen bibliometrische Indikatoren wie der Journal Impact Factor , Zitationsraten etc. kaum eine Rolle. Open Access hat in der AVL in den letzten Jahren jedoch verstärkt an Bedeutung gewonnen. Angesehene Verlage ermöglichen und treiben mittlerweile Open Access Gold voran und sind auch offen(er) für Open Access Grün . Zugleich gibt es vermehrt institutionelle Angebote zur Förderung von Open-Access-Mono­grafien und -Sammelbänden ( Open-Access-Publikationsfonds ; Förderung von Publikationskosten über Drittmittel; Publikationsbeihilfe der DFG ). Beides hat eine Zunahme von Open-Access-Erstveröffentlichungen zur Folge. Zudem nutzen immer mehr Forscher*innen die Möglichkeit der Zweitpublikation auf institutionellen Repositorien oder Fachrepositorien wie CompaRe . Auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wie z.B. das Leibniz-Zentrum für Literatur und Kulturforschung (ZfL) oder das ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry sind hier aktiv geworden. Ersteres ist Unterzeichner der Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities , macht zahlreiche Publikationen auf CompaRe verfügbar und verfolgt weitere Open-Access-Projekte . Letzteres archiviert nicht nur Publikationen der ICI Berlin Press auf CompaRe , sondern betreibt auch das hauseigene ICI Berlin Repository . Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (DGAVL) hat sich dazu entschieden, ihre Jahrbücher nach einer Embargofrist im Open Access verfügbar zu machen. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Stichwort Literature (General) 271 Einträge (Stand: März 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: DIEGESIS DOAJ Komparatistik Online LiTheS DOAJ interlitteraria DOAJ Acta Iassyensia Comparationis DOAJ Internationale literaturwissenschaftliche Diamond Open Access Journals lassen sich auch in der Open Library of Humanities finden. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Literature & Literary Studies listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 1738 Titel; unter Literature: History & Criticism sind es 1538 Titel. OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Literature & Literary Studies 875 Titel. Unter der Rubrik Literature: History & Criticism sind es 1074 Titel (Stand: März 2024). Internationale Open-Access-Bücher, die einen literaturwissenschaftlichen Fach­bezug haben und ohne BPCs als Open Access Diamond veröffentlicht werden, lassen sich auch auf der Website von Open Book Publishers finden. Besondere Relevanz für das Open-Access-Publizieren innerhalb der AVL hat der transcript Verlag . Disziplinäre Repositorien Das zentrale Repositorium der AVL heißt Compa rative Literature Re pository – CompaRe . Es ist das zentrale Open-Access-Serviceangebot von avldigital.de , dem Online-Portal des Fachinformationsdienstes Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) . Im Fachrepositorium CompaRe, das auch für Primärveröffentlichungen zur Verfügung steht, können Komparatist*innen, komparatistische Forschungseinrichtungen und Projekte sowie Fachverlage neue oder bereits anderweitig erschienene Publikationen online zugänglich machen. Wichtig für die AVL sind auch die folgenden Repositorien benachbarter Philologien, Disziplinen und Einrichtungen: GiNDok (Fachrepositorium des Fachinformationsdienst Germanistik ) GenderOpen (Repositorium zur Geschlechterforschung , dessen literaturwissenschaftliche Inhalte besonders relevant für die AVL sind) The Stacks (Fachrepositorium für Amerikastudien, Anglistik , Anglophone Literaturen und Kulturen, Australien- & Neuseelandstudien, Großbritannien- & Irlandstudien und Kanadastudien, einschließlich aller Unterdisziplinen) ICI Berlin Repository (Multidisziplinäres Repositorium des ICI Berlin) Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie ein Einführung. Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Neben dem Fachrepositorium CompaRe bietet der FID AVL einen E-Journal-Hosting-Service für Open-Access-Zeitschriften und andere regelmäßig erscheinende digitale Publikationen wie Arbeitspapiere oder Schriftenreihen an. Call for Papers für Open-Access-Sammelbände und andere Publikationsformen mit Fachbezug zur AVL können über die Kommunikationsplattform Vernetzen beworben werden, die auf dem Fachportal avldigital.de zu finden ist. Die Open-Access-Publikation von Büchern (Monografien und Sammelbände) aus der AVL wird vom FID durch einen fachspezifischen Publikationsfonds gefördert, der aus Eigenmitteln der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg finanziert wird. Auch die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen inzwischen für die AVL relevante Open-Access-Inhalte bereit. Literatur Eve, M. P. (2014). Open Access and the Humanities. Contexts, Controversies and the Future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Weiterführende Literatur Graf, D., Fadeeva, Y., & Falkenstein-Feldhoff, K. (Eds.). (2020). Bücher im Open Access: Ein Zukunftsmodell für die Geistes- und Sozialwissenschaften? Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.17185/DUEPUBLICO/72237 Messerschmidt, N. (2011). Open Access in den Literaturwissenschaften. Ergebnisse qualitativer Interviews mit Wissenschaftlern der Deutschen Literatur. https://doi.org/10.18452/14147 Projekt AuROA (2022). Publizieren und Open Access in den Geisteswissenschaften. Erkenntnisse aus dem Projekt AuROA zu den Stakeholdern im Publikationsprozess . Link: https://projekt-auroa.de/stakeholder/#perspektiven . Söllner, K. (2017). Geisteswissenschaften. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (1st edition, pp. 247–253). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Bearbeitung der Inhalte der Seite: Arne Mrotzek, Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) (Stand: August 2024)....

  9. Open Access in der Altertumswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Altertums­wissenschaften Unter dem Begriff Altertumswissenschaften werden alle Fächer gebündelt, die sich mit den Kulturen der Klassischen Antike und der vorderasiatischen und europäischen Frühgeschichte befassen, insbesondere der sprachlichen und materiellen Hinterlassenschaften. Dank der Heterogenität der Fächer ist es schwierig, generelle Aussagen zur Entwicklung von Open Access in den Alter­tumswissenschaften zu treffen. Dennoch hat in den vergangenen Jahren in den verschiedenen Fachdisziplinen eine Hinwendung zum Open Access-Publizieren stattgefunden. So haben die Universitätsbibliothek Heidelberg und der Fachin­formationsdienst Propylaeum gemeinsam mit Vertreter*innen der Landes­denkmalämter sowie der altertumswissenschaftlichen Berufsverbände Strate­gien zum digitalen Publizieren in den Archäologien entwickelt (s. Mainzer The­sen zum Open Access Publizieren in der Archäologie ). Auch in der Ägyptologie, der Alten Geschichte und der Klassischen Philologie gibt es inzwischen einige be­deutende Zeitschriften und Buchreihen, die Open Access erscheinen. Zu nennen ist hier beispielsweise das Projekt Digital Classics Online , das von den Althistoriker*innen der Universität Leipzig gestartet wurde und in dessen Rahmen auch die Reihe Digital Classics Books entstanden ist. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet aktuell unter den Suchbe­griffen Archaeology, Ancient History, Greek language and literature. Latin language and literature und History of the Greco-Roman World 226 Open-Access-Zeitschriften auf (Stand: März 2024). Neben diesen neu ge­gründeten Journals werden bestehende Fachzeitschriften retrodigitalisiert und Open Access veröffentlicht. Neue Ausgaben dieser Zeitschriften erscheinen zeitgleich im Print und online oder mit einer Moving Wall. Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Aegyptiaca. Journal of the History of Reception of Ancient Egypt CIPEG Journal: Ancient Egyptian & Sudanese Collections and Museums Archäologische Informationen Archaeology International DOAJ Axon. Greek historical inscriptions DOAJ Ciceroniana DOAJ Digital Classics Online DOAJ Forum Classicum Frankfurter elektronische Rundschau zur Altertumskunde Fundberichte Hessen Digital Gallia DOAJ Göttinger Forum für Altertumswissenschaft Journal of Greek Linguistics DOAJ Journal of Neolithic Archaeology DOAJ Pylon. Editions and Studies of Ancient Texts Tyche – Beiträge zur Alten Geschichte, Papyrologie und Epigraphik In Zusammenarbeit mit dem Fachinformationsdienst Propylaeum stellt die Uni­versitätsbibliothek Heidelberg eine technische Infrastruktur zum Publizieren von Open-Access-Zeitschriften bereit. Das Angebot richtet sich an Altertumswissenschaftler*innen weltweit. Aktuell (Stand: März 2024) werden 48 Open-Access-Zeitschriften über Propylaeum bereitgestellt. Darüber hinaus publiziert die Plattform iDAI.publications des Deutschen Archä­ologischen Instituts digital verfügbare Zeitschriften (und Monografien) des eigenen Instituts, z. B. Archäologischer Anzeiger, Chiron und e-Forschungsberichte . The Ancient World Online ( AWOL ) als Onlineressource vom Institute for the Study of the Ancient World der New York University enthält eine Liste von Open-Access-Zeitschriften im Bereich der Altertumswissenschaften (Stand: Februar 2026). Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Aus dem Bereich der Altertumswissenschaften listet das Directory of Open Access Books (DOAB) unter Themen wie Archaeology, Ancient history to c 500 CE, Classical history / classical civilisation etc. aktuell 2274 Titel (Stand: März 2024). Die OAPEN Library verzeichnet über 2024 Titel (Stand: März 2024) aus dem Feld der Altertumswissenschaften. Die von der Universitätsbibliothek Heidelberg bereitgestellte Open-Access-Pub­likationsplattform Propylaeum eBOOKs veröffentlicht wissenschaftliche Open-Access-Monografien der Fachbereiche Ägyptologie, Alte Geschichte, Byzantinis­tik, Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Mittel- und Neulateinische Philologie und Vor- und Frühgeschichte. Veröffentlicht werden sowohl Erstpub­likationen ( goldener Weg ) als auch Zweitveröffentlichungen ( grüner Weg ). Das kostenfreie Angebot richtet sich an Altertumswissenschaftler*innen weltweit. Von Bedeutung ist darüber hinaus die in der Edition Topoi erscheinende Reihe Berlin Studies of the Ancient World . The Ancient World Online ( AWOL ) als Onlineressource vom Institute for the Study of the Ancient World der New York University enthält eine Alphabetische Liste der Open-Access-Monografie-Reihen in den Altertumswissenschaften (Stand: Februar 2026). Disziplinäre Repositorien Propylaeum-DOK ist die Publikationsplattform des Fachinformationsdiensts Propylaeum. Hier können Altertumswissenschaftler*innen fachspezifische Online-Publikationen (Monografien, Artikel, Vorträge etc.) kostenfrei und ohne Zugangsbeschränkungen veröffentlichen. Auch die Bereitstellung elektronischer Zweitveröffentlichungen bereits gedruckt erschienener Schriften ist möglich und erwünscht. Propylaeum-DOK enthält über 5.550 OA-Publikationen (Stand: Februar 2023). Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Fachportale und Plattformen Propylaeum – Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften : von der UB Heidelberg und der BSB München betriebenes Informations- und Serviceportal für die Altertumswissenschaften Datenbanken u. Ä. PropylaeumSEARCH : zentrales Rechercheportal von Propylaeum, über das Fachbibliographien, Fachausschnitte einschlägiger Bibliothekskataloge und Volltextdatenquellen gleichzeitig durchsucht werden können iDAI.objects arachne : zentrale Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln sowie Teil der iDAI.world Bilddatenbanken Beazley Archive Pottery Database: vom Classical Art Research Centre (CARC) der University of Oxford betriebene, weltweit größte Datenbank für Fotografien antiker Keramik Corpus Vasorum Antiquorum : vom Classical Art Research Centre (CARC) im Namen der Union Académique Internationale (UAI) betriebene Datenbank, über die mehr als 400 digitalisierte Kataloge zu antiker Keramik aus 24 Ländern frei verfügbar gemacht werden Virtual Catalogue of Roman Coins (VCRC) : enthält Abbildungen und Beschreibungen von Münzen von der frühen Republik bis zum Ende des vierten Jahrhunderts n. Chr. Open Science in den Altertums­wissenschaften Edition Topoi, Collections : Informationsinfrastruktur zur peer-reviewten Open-Access-Veröffentlichung von zitierfähigen Forschungsdaten wie 3D-Modellen, hochauflösenden Bildern, Daten und Datenbanken Forschungsdaten bei Propylaeum : Neben der Möglichkeit, Daten in institutionellen Forschungsdatenrepositorien zu archivieren, können über Propylaeum Forschungsdaten langzeitarchiviert werden, die in Verbindung zu dort publizierten Open-Access-Publikationen stehen. Forschungsdaten bei IANUS : deutsches Forschungsdatenzentrum für die Disziplinen der Archäologie und der Altertumswissenschaften. Open-Access-Lehrbücher für alte Sprachen und OERs von The Ancient World Online ( AWOL ) open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Weiterführende Literatur Mainzer Thesen zum Open Access Publizieren in der Archäologie (ein Entwurf) . (2018). Propylaeum.de. https://www.propylaeum.de/fileadmin/media/publizieren/Mainzer_Thesen_draft_2018_04_11-2.pdf Bearbeitung der Inhalte der Seite: Dr. Katrin Bemmann, UB Heidelberg (Stand: Februar 2023)....