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  1. EOSC Future Open Days

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  2. Open Access in Fachdisziplinen

    Fach­spezifische Inhalte Hier finden Sie spezifische Informationen zu Open Access in verschiedenen Fächern. Expert*innen aus dem jeweiligen Fach haben hier Informationen z. B. über fachspe­zifische Repositorien , relevante Open-Access-Zeitschriften sowie allgemeine Informationen zur Verbreitung und Akzeptanz von Open Access im jeweiligen Fach für Sie zusammengestellt. Afrikastudien Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft Altertumswissenschaften Anglistik/Amerikanistik Berufsbildungsforschung Biologie Chemie Erziehungswissenschaften Ethnologische Fächer Geowissenschaften Germanistik Geschichtswissenschaften Geschlechterforschung Informatik Informationswissenschaft Ingenieurwissenschaften Kunstgeschichte Künstlerische Fächer Linguistik Materialwissenschaften Mathematik Medienwissenschaft Medizin/Lebenswissenschaften Musikwissenschaften Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien Philosophie Physik Politikwissenschaft Psychologie Rechtswissenschaft Religionswissenschaft Romanistik Soziologie Wirtschaftswissenschaften...

  3. Open Access in den Erziehungswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Erziehungswissenschaften In den Erziehungswissenschaften bzw. in den Educational Sciences ist Open Access als Publikationsform zwar etabliert, nimmt jedoch nach wie vor gegenüber proprietären Verlagsveröffentlichung eine nachrangige Rolle ein. So wird in der EU laut Open Science Monitor nur knapp ein Viertel der Publikationen in den Educational Sciences als Open Access ( grün , gold , bronze usw.) veröffentlicht ( Europäische Kommission, n.d. ). Die bevorzugte Publikationsform in den Erziehungswissenschaften sind Zeitschriftenartikel ( Schmidt-Hertha & Müller, 2020, S. 160 ). Danach folgen Publikationen in Form von Monografien, Sammelbänden und Buchbeiträgen, die zusammen etwa ein Drittel des Publikations-Outputs ausmachen ( Abs et al., 2020 ). Gemäß der Kennzeichnung in der FIS Bildung Literaturdatenbank sind im Jahrgang 2024 42% des Publikationsaufkommens, 32% der insgesamt gelisteten Zeitschriftenaufsätze, ca. 58% der aufgeführten Monografien und Sammelwerke und ca. 61% der gelisteten Sammelwerksbeiträge in deutscher Sprache als Volltext frei verfügbar (Stand: August 2025). Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissen­schaft (DGfE) als wesentliche disziplinäre Institution des deutschsprachigen Raums hat bislang keine klare Position zu Open Access bezogen. Einen weiteren Überblick über fachliche Open-Access-Entwicklungen der deutschsprachigen Erziehungswissenschaft geben die Dissertation von Bambey (2016) sowie die Beiträge von Rummler (2021) sowie Schindler und Rummler (2018) . Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Subject Education 1.980 Zeitschriften (Stand: Oktober 2025). Wichtige deutschsprachige Open-Access-Zeitschriften , die im DOAJ geführt werden, sind: bwp@ DOAJ Die Deutsche Schule doaj Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (FQS) DOAJ IJRVET International Journal for Research in Vocational Education and Training DOAJ Magazin Erwachsenenbildung.at DOAJ MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung DOAJ Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE) DOAJ Zeitschrift für Weiterbildungsforschung DOAJ Wichtige Open-Access-Zeitschriften ohne DOAJ-Eintragung sind: bildungsforschung PhyDid widerstreit-sachunterricht Die Österreichische Volkshochschule (ÖVH) on_education. Journal for Research and Debate Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung . Beträge bis 2013 sowie Beiträge ab 2014 finden sich auf peDOCS. Journal for Educational Research Online (JERO) journal für lehrerInnenbildung Disziplinäre Fachzeitschriften werden häufig von engagierten Einzelpersonen mit Hilfe ihrer Einrichtungen und durch ehrenamtliches Engagement im Open Access herausgegeben, so veröffentlicht beispielsweise das Deutsche Jugend­institut e.V. das Magazin IMPULSE . Auch wenn die DGfE, wie eingangs erwähnt, keine klare Position zu Open Access bezogen hat, gibt sie die Zeitschrift Erzieh­ungswissenschaft im Diamond Open Access heraus. Zudem publiziert ihre Sektion 12 - Medienpädagogik verlegt die oben erwähnte Zeitschrift MedienPädagogik, Sektion Medienpädagogik (DGfE) . In Öster­reich gibt das Forum Neue Medien in der Lehre Austria die Zeitschrift für Hochschulentwicklung im Open Access heraus, während die Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) die viersprachige Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften herausgibt, ebenfalls im Diamond Open Access. In manchen Fällen werden Fördermittel eingeworben oder es findet Sponsoring statt. So wird beispielsweise das Magazin erwachsenenbildung.at vom Bundes­ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) finanziert, während das Online-Fachjournal bwp@ u.a. durch eine Kooperation mit wbv Media und mit Unterstützung von Sponsoren betrieben wird. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) sowie die OAPEN Library listen unter dem Stichwort Education mehr als 1.600 Titel (Stand: März 2024). Darüber hinaus bietet peDOCS einen guten Überblick über erziehungswissen­schaftliche Reihen. Die FIS Bildung Literaturdatenbank weist frei zugängliche Bücher und ihre Beiträge nach. Universitätsverlage und institutionelle Repositorien veröffentlichen mittlerweile einen Großteil der erziehungswissenschaftlichen Open-Access-Bücher ( vgl. Schindler & Rummler, 2018 ). Hierunter fallen neben Forschungsberichten und Sammelbänden vor allem monografische Dissertations- und Habilitations­schriften. Obwohl die DGfE noch keine klare Position zu Open Access bezogen hat, geben ihre Sektionen und Kommissionen als sog. Society Publishers diverse Bücher und Buchreihen im Open Access heraus: Sektion 1 - Historische Bildungsforschung. Reihe: Jahrbuch Historische Bildungsforschung (Verlag Julius Klinkhardt) Sektion 7 - Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Reihe: Jahrbuch der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung (Verlag Barbara Budrich) Sektion 9 - Erwachsenenbildung. Reihe: Schriftenreihe der Sektion Erwachsenenbildung (Verlag Barbara Budrich) Die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) publizierte bis 2022 im Waxmann Verlag Tagungsbände der Reihe Medien in der Wissenschaft im open access . Darüber hinaus unterstützen diverse Verlage erziehungswissenschaftliche Open-Access-Publikationen, darunter Verlag Julius Klinkhardt , Barbara Budrich , Nomos , Beltz Juventa , wbv Media , transcript , Waxmann oder der Werner-Hülsbusch-Verlag . Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien in den Erziehungswissenschaften gehören: peDOCS : fachliches Repositorium des DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation für die Bereiche Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken. DIPFdocs : institutionelles Repositorium des DIPF. texte.online : Veröffentlichungen des Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) zur Erwachsenenbildung. Scripta Paedagogica Online : digitales Textarchiv zur Bildungsgeschichte des deutschsprachigen Raumes (u.a. Zeitschriften, Lehrer*innenverzeichnisse, Schulprogramme). VET Repository : zentrale Publikationsserver des BIBB - Bundesinstitut für Berufsbildung für Literatur im Bereich Berufsbildungsforschung. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories ( OpenDOAR ). Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Das Fachportal Pädagogik stellt bei Literaturrecherchen als virtuelle Fachbiblio­thek Pädagogik den zentralen Einstieg in die (deutschsprachigen) Erziehungs­wissenschaften dar. Es wird vom Informationszentrum Bildung (IZB) des DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main betrieben, der Aufbau wurde von der Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG) gefördert. Das kostenfrei nutzbare Angebot unter­teilt sich in die Bereiche Literatur, Forschungsdaten und Forschungsinforma­tion: Im Bereich Literatur kann man recherchieren, fehlende Literaturnachweise melden, Publikationen via peDOCS veröffentlichen oder die Dienstleis­tungen des Fachinformationsdienstes Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung in Anspruch nehmen. Im Bereich Forschungsdaten finden sich umfassende und dauerhaft doku­mentierte Studien der empirischen Bildungsforschung. Darüber hinaus besteht ein zentraler Zugang zu beschreibenden Studieninformationen (wie eingesetzte Erhebungsinstrumente, erhobene Forschungsdaten und Informationsmaterialien zum Forschungsdatenmanagement). Im Bereich Forschungsinformation gibt es eine themenfokussierte Zusammenstellung relevanter Internetquellen für und über Wissenschaft und Forschung im Bereich Bildung. Das Fachportal Pädagogik ist seit August 2005 online und wurde im September 2017 nach einer kompletten Überarbeitung neu veröffentlicht. Open Science in den Erziehungs­wissenschaften In den Erziehungswissenschaften gibt es auch über Open Access hinaus Bewegungen im Bereich Open Science. So wurden im Heft 61 (2-2020): “ Neue Formen der Archivierung, Bereitstellung und Nachnutzung von Forschungsdaten ” der Zeitschrift Erziehungswissenschaft Argumente zum Thema Open Science und Open Data zusammengetragen, was innerhalb der Disziplin für Diskussionen über neue Formen der Forschung und der Datenerhebung sorgte. Auch entstand ein Austausch darüber, welche Anforderungen diese Modelle mit sich bringen. Das Heft thematisiert überdies, welche Limitierungen und Bedenken vor allem in Bezug auf Datenschutz und die Verwendung offener Forschungsdaten und -prozesse erkennbar sind. Gleichwohl werden sich auch die Erziehungswissenschaften mit Open-Science-Praktiken und Formen des Publizierens verändern, da der Umgang mit offenen Forschungsdaten grundsätzlich unterstützt wird. Hierzu haben die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), die Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) sowie die Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Der Verzeichnisdienst für Forschungsdatenrepositorien re3data verzeichnet auf internationaler Ebene unter dem Suchbegriff „Educational Sciences“ über 100 Datenportale und Repositorien offener erziehungswissenschaftlicher Forschungsdaten (Stand: November 2025). Im deutschsprachigen Raum weist Forschungsdaten Bildung durch einen föderierten Verbund Forschungsdaten übergreifend nach und informiert über das Teilen und Managen von Forschungsdaten in der Bildungsforschung. Zunehmend ist auch eine fachliche Auseinandersetzung mit Open Science zu beobachten, sowie deren Anpassung an die disziplinären Rahmenbedingungen und Möglichkeiten (van Dijk et al., 2021; Krammer & Svecnik, 2020; van der Zee & Reich, 2018). Darüber hinaus beeinflusst die Bewegung der Open-Educational-Resources (OER) die Erziehungswissenschaften. Dieses Themenfeld setzt in Form einer expliziten Forderung nach offenen Zugängen zu Bildung, Bildungsmöglichkeiten und Bildungsmaterialien an historische pädagogische Vorläufer (Deimann, 2020; Hug, 2014) an. Seit einigen Jahren untersuchen vermehrt Studien die Innovationen im Bereich pädagogischer und informationeller Praxis. Darin wird der neue Umgang mit Materialien sowie mit Infrastruktur betont, untersucht und kritisch diskutiert (Schön & Ebner, 2021; Heck et al., 2020; Deimann, 2020; Heinen et al., 2015). Regelmäßige deutschsprachige Neuigkeiten und Informationen zu OER sowie Verzeichnisse und Plattformen (wie u.a. zum OER-Repositorium Baden-Württemberg , twillo ) zu OER gibt es auf der Website OERinfo . Diese Verzeichnisse und Plattformen decken sowohl den Bereich Schule und Erwachsenenbildung als auch den Hochschulbereich ab. In Österreich wurde ein OER-Zertifikat für Lehrende an Hochschulen und für Hochschulen eingeführt ( OER-Zertifikat.at, Schön et al., 2 023). open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Abs, H. J., Kuper, H., Cathleen, G., Ludwig, K., Hüfner, K., Radhoff, M., Ruberg, C., Kerst, C., Wolter, A., Gerecht, M., Krüger, H.-H., Sauerwein, M., Schultheiß, J., Schmidt-Hertha, B., Müller, M., Martini, R., & Stelter, A. (2020). Datenreport Erziehungswissenschaft 2020. Erstellt im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.25656/01:18987 Bambey, D. (2016). Fachliche Publikationskulturen und Open Access. Fächerübergreifende Entwicklungstendenzen und Spezifika der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung . https://doi.org/10.25656/01:12331 Deimann, M. (2020). Lernen mit Open Educational Resources. In H. M. Niegemann & A. Weinberger (Eds.), Handbuch Bildungstechnologie. Konzeption und Einsatz digitaler Lernumgebungen (pp. 699–708). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-54368-9_58 Heck, T., Kullmann, S., Hiebl, J., Schröder, N., Otto, D., & Sander, P. (2020). Designing Open Informational Ecosystems on the Concept of Open Educational Resources. Open Education Studies , 2 (1), 252–264. https://doi.org/10.1515/edu-2020-0130 Heinen, R., Kerres, M., & Schindler, C. (2015). Provisioning strong and weak OER: Requirements of open informational ecosystems. Proceedings of Open Education Global 2015 . https://doi.org/10.25656/01:18242 Hug, T. (2014). Bildung für alle – eine Neuauflage? Offenheit und Teilen in der Open Educational Resources (OER) Bewegung. In P. Missomelius (Ed.), Freie Bildungsmedien und digitale Archive. Medien - Wissen - Bildung (pp. 227–256). Innsbruck University Press. https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=1055764 Krammer, G., & Svecnik, E. (2020). Open Science als Beitrag zur Qualität in der Bildungsforschung. Zeitschrift für Bildungsforschung , 10 , 263–278. https://doi.org/10.1007/s35834-020-00286-z Rummler, K. (2021). Open Access Zeitschriften in den Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Ausgewählte Aspekte zum Betrieb wissenschaftlicher Fachzeitschriften. Schweizerische Zeitschrift Für Bildungswissenschaften , 43 (1), 116–128. https://doi.org/10.24452/sjer.43.1.9 Schindler, C., & Rummler, K. (2018). Open Access in der Publikationslandschaft der Erziehungswissenschaft. Eine Sondierung mit Blick auf Monographien und Sammelwerke. Erziehungswissenschaft , 57 (29), 9–18. https://doi.org/10.3224/ezw.v29i2.02 Schmidt-Hertha, B., & Müller, M. (2020). Forschung und Publikationskulturen. In J. Abs, H. Kuper, & R. Martini (Eds.), Datenreport Erziehungswissenschaft 2020 . Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.3224/84742419 Schön, S., & Ebner, M. (2021). Digital gestütztes Lernen in der Erwachsenenbildung - wo liegt die Innovation? In Egger, R. & Härtel, P. (Eds.), Bildung für alle? Für ein offenes und chancengerechtes, effizientes und kooperatives System des lebenslangen Lernens in Österreich (pp. 231–252). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-31054-7_12 Schön, S., Ebner, M., Berger, E., Brandhofer, G., Edelsbrunner, S., Gröblinger, O., Hackl, C., Jadin, T., Kopp, M., Neuböck, K., Proinger, J., Schmölz, A. & Steinbacher, H.P. (2023). Development of an Austrian OER certification for higher education institutions and their employees. In D. Otto, G. Scharnberg, M. Kerres, & O. Zawacki-Richter (Eds.), Distributet learning ecosystems. Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-38703-7_9 van der Zee, T., & Reich, J. (2018). Open Education Science. AERA Open , 4 (3). https://doi.org/10.1177/2332858418787466 van Dijk, W., Schratschneider, C., & Hart, S. A. (2021). Open Science in Education Sciences. Journal of Learning Disabilities , 54 (2), 139–152. https://doi.org/10.1177/0022219420945267 Weiterführende Literatur Mruck, K., Mey, G., Schön, S., Idensen, H., & Purgathofer, P. (2013). Offene Lehr- und Forschungsressourcen. Open Access und Open Educational Resources. In M. Ebner & S. Schön (Eds.), L3T. Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (2. Auflage). https://doi.org/10.25656/01:8356 Schaffert, S. (2004). Kostenlose Online-Literatur der Bildungsforschung. P@psych E-Zine , 9 . https://www.stangl-taller.at/paedpsych/ezine/2004/schaffert04/ Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Klaus Rummler, PH Zürich , Dr. Christoph Schindler, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation , und Dr. Sandra Schön, TU Graz (Stand: November 2025)....

  4. Open Access in den Ethnologischen Fächern

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Fachgesellschaften Seit etwa 2019 haben auch bei den Fachgesellschaften der ethnologischen Fächer sichtbare Entwicklungen zu Open Access an Fahrt aufgenommen. Jedoch hat trotz zunehmender Auseinandersetzung mit Open Access und zahlreichen Umstellungen der von ihnen herausgegebenen Zeitschriften auf Open Access bisher keine der Fachgesellschaften die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterzeichnet. Die International Society for Ethnology and Folklore hat 2019 ihre Zeitschrift Ethnologia Europaea auf Open Access umgestellt. Die Schweizerische Ethnologische Gesellschaft und die Fachgesellschaft Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (damals als Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde) haben 2020 bzw. 2021 ihre Zeitschriften Tsantsa (mittlerweile umbenannt in Schweizerische Zeitschrift für Sozial- und Kulturanthropologie ) bzw. Schweizerisches Archiv für Volkskunde ( Verlagszugang ) von vormals zeitlich verzögertem freiem Zugang auf sofortiges Open Access ab Erscheinen umgestellt. Die im Auftrag des österreichischen Vereins für Volkskunde herausgegebene Österreichische Zeitschrift für Volkskunde machte neue Ausgaben bereits seit 2016 nach einer sechsmonatigen Embargofrist frei zugänglich und ist seit 2024 vollständig auf Open Access umgestellt. Die Publikationen der Österreichischen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde sind teilweise frei zugänglich, der Fachverband gibt jedoch keine Zeitschrift heraus. Die European Association of Social Anthropologists hat 2022 die Umstellung ihrer Zeitschrift Social Anthropology auf Open Access vollzogen. Die Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft hat ihre Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft 2022 auf Open Access umgestellt; die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie hat ihre Zeitschrift für Ethnologie 2024 auf Open Access umgestellt. Die Anthropologische Gesellschaft in Wien publiziert ihre Zeitschrift nicht digital und nicht frei zugänglich. Die Fachgesellschaften im englischsprachigen Raum, das Royal Anthropological Institute und die American Anthropological Association , haben ihre primären Zeitschriften Journal of the Royal Anthropological Institute und American Anthropologist bisher nicht auf Open Access umgestellt. Die Association of Social Anthropologists of the UK publiziert keine primäre Zeitschrift, die auf ihren Jahreskonferenzen basierende Buchreihe ASA Monographs erscheint jedoch nicht frei zugänglich. Viele der Fachgesellschaften geben neben ihren primären Zeitschriften auch andere Publikationen wie Mitteilungen, Buchreihen, Konferenzbände, Vortragspublikationen, Diskussionspapiere sowie weitere thematisch zugeschnittene Zeitschriften heraus. Auch hier ist eine Zunahme von Open Access festzustellen, und teilweise werden solche Publikationen auch zum Ausprobieren von Open Access und neuen Publikationsformen genutzt. Open Access in den ethnologischen Fächern Die ethnologischen Fächer werden hier insbesondere verstanden als die Ethnologie bzw. Sozial- und Kulturanthropologie bzw. Völkerkunde sowie die Europäische Ethnologie bzw. Volkskunde bzw. Empirische/Vergleichende Kulturwissenschaft, zudem die Social Anthropology und Cultural Anthropology und die Folkloristik bzw. Folklore Studies. Die Informationen beziehen sich vorwiegend auf den deutsch- und englischsprachigen Raum. In den ethnologischen Fächern hat die Verbreitung von Open Access in den letzten Jahren zugenommen. Open Access kann jedoch noch nicht als Standard des wissenschaftlichen Publizierens betrachtet werden, denn ein bedeutender Teil der Publikationen erscheint weiterhin nicht frei zugänglich. Die zunehmende Umstellung ganzer Zeitschriften auf Open Access, der steigende Anteil frei zugänglich veröffentlichter Bücher und eine fortwährende Auseinandersetzung mit Open Access sind jedoch ein positiver Trend und machen deutlich, dass Akzeptanz für Open Access in den ethnologischen Fächern grundsätzlich vorhanden ist. Der Anteil frei zugänglicher Zeitschriftenartikel in den ethnologischen Fächern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies ist zum einen mit strukturellen Entwicklungen wie der zunehmenden Forderung und Förderung von Open Access durch wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsförderinstitutionen sowie Open-Access-Transformationsverträge zu erklären. Zum anderen kommt es langsam auch zu einem grundsätzlichen Wandel in der fachlichen Publikationskultur. Allerdings ist beispielsweise das Veröffentlichen von Preprints sowie Postprints über Repositorien in den ethnologischen Fächern weiterhin unüblich. Gerade hier liegt jedoch ein großes Potenzial für mehr Open Access, welches von den individuellen Wissenschaftler*innen selbst genutzt werden kann. Buchveröffentlichungen haben in den ethnologischen Fächern einen besonderen Stellenwert, denn neben Sammelbänden gilt die Verschriftlichung langjähriger Forschung als monografische Ethnografie als Publikationsgoldstandard und besonders prestigeträchtig. Jedoch werden noch verhältnismäßig wenige Bücher aus den ethnologischen Fächern frei zugänglich veröffentlicht, wobei auch hier der Anteil in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Begünstigt wird dies durch vermehrt vorhandene institutionelle und andere Fördermöglichkeiten für Open-Access-Bücher sowie nicht-profitorientierte und wissenschaftseigene Verlage. Die mitunter hohen Publikationsgebühren für Open Access bei Büchern stellen weiterhin eine bedeutsame Hürde dar. Open Access wurde innerhalb der ethnologischen Fächer seit Mitte der 2000er Jahre zunächst vor allem in Nordamerika diskutiert und umgesetzt. Einige Entwicklungen führten zu mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Dazu zählen unter anderem die Gründung mehrerer Open-Access-Zeitschriften im Jahr 2011 und erste Umstellungen von angesehenen Zeitschriften auf Open Access, darunter Cultural Anthropology im Jahr 2014. Auch die Gründung von Libraria im Jahr 2015, ein aus den ethnologischen Fächern heraus etabliertes Netzwerk mit dem Ziel der Veränderung des Publikationswesens in den Sozialwissenschaften, trug dazu bei. Zudem stand Open Access im Jahr 2018 in unrühmlicher Weise im Rampenlicht, als die 2011 gegründete Open-Access-Zeitschrift HAU: Journal of Ethnographic Theory mit ihrem Open-Access-Modell scheiterte und interne Kontroversen an die Öffentlichkeit kamen. Im deutschsprachigen Raum war es bis dahin um Open Access vergleichsweise ruhig. Hier konzentrierte sich die Diskussion ab etwa 2016 vor allem auf die Veröffentlichung von Forschungsdaten . Ab 2019 erfolgten Umstellungen zahlreicher ethnologischer Zeitschriften auf Open Access, darunter zentrale Zeitschriften von Fachgesellschaften sowie feldbezogene und transdisziplinäre Zeitschriften (siehe unten). Zudem führten gebündelte Umstellungen mehrerer Zeitschriften durch konsortiale Finanzierungsmodelle (siehe unten) zu einem Sprung beim Anteil der Open-Access-Zeitschriften in den ethnologischen Fächern. Mit der zunehmenden Thematisierung sowohl im englisch- als auch im deutschsprachigen Raum sowie der zunehmenden Zahl von auf Open Access umgestellten Zeitschriften ist Open Access spätestens mit dem Jahr 2019 als relevantes Thema in der Breite der ethnologischen Fächer angekommen. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet im Fachgebiet “ Ethnology. Social and cultural anthropology ” mehr als 150 Einträge (Stand: Dezember 2025). In den ethnologischen Fächern wird sowohl in fachbezogenen Zeitschriften als auch in feldbezogenen Zeitschriften (bspw. zu Wissenschaftsforschung, Migrationsforschung, Gender Studies, Museumsforschung, Stadtforschung) sowie in regionsbezogenen Zeitschriften publiziert. Nachfolgend werden hauptsächlich fachbezogene Zeitschriften berücksichtigt. Bekannte deutschsprachige Open-Access-Zeitschriften sind u. a.: Baessler-Archiv Berliner Blätter * Bricolage * Ethnoscripts * Hamburger Journal für Kulturanthropologie * Kulturanthropologie Notizen * Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Paideuma Schweizerisches Archiv für Volkskunde ( Verlagszugang ) Schweizerische Zeitschrift für Sozial- und Kulturanthropologie Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft Zeitschrift für Ethnologie (Journal of Social and Cultural Anthropology) (* Die mit einem Sternchen markierten Zeitschriften veröffentlichen überwiegend oder ausschließlich thematische Sonderhefte.) Bekannte englischsprachige Open-Access-Zeitschriften sind u. a.: Anthropological Journal of European Cultures doaj Cultural Anthropology doaj Ethnologia Europaea doaj Journal of Ethnology and Folkloristics Social Analysis doaj Social Anthropology doaj Teaching Anthropology The Cambridge Journal of Anthropology doaj Aufgrund der Publikationsbreite in den ethnologischen Fächern sowie der Zurechnung sowohl zu den Sozialwissenschaften als auch den Geisteswissenschaften und ebenso den Kulturwissenschaften lassen sich auch entsprechende feldbezogene und transdisziplinäre Open-Access-Zeitschriften hinzurechnen, wie zum Beispiel: Curare – Zeitschrift für Medizinethnologie * Forum Qualitative Sozialforschung doaj Journal of Comparative Research in Anthropology and Sociology doaj Journal of Legal Anthropology doaj kommunikation@gesellschaft Movements – Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung * Mobile Culture Studies * doaj Open Gender Journal doaj sub\urban – Zeitschrift für kritische Stadtforschung * Urbanities – Journal of Urban Ethnography (* Die mit einem Sternchen markierten Zeitschriften veröffentlichen überwiegend oder ausschließlich thematische Sonderhefte.) Nennenswert ist zudem das unter anderem anthropologisch ausgerichtete Journal of Political Ecology , das seit Beginn im Jahr 1994 frei zugänglich erscheint und damit eine der ersten und am längsten existierenden Open-Access-Zeitschriften in den Sozialwissenschaften ist. Mitunter werden mehrere Zeitschriften gebündelt auf Open Access umgestellt. Dies erfolgt in der Regel durch konsortiale Finanzierungsmodelle , bei denen die notwendige Finanzierung durch viele Einrichtungen gemeinschaftlich erfolgt. Zahlreiche im Verlag Berghahn publizierte Zeitschriften wurden mittels der Variante Subscribe-to-Open im Jahr 2020 auf Open Access umgestellt . Mittlerweile umfasst das Paket 16 Zeitschriften (neben einigen bereits genannten u.a. Anthropology of the Middle East, Focaal, Museum Worlds, Religion and Society ). Mit Unterstützung des Fachinformationsdiensts Sozial- und Kulturanthropologie und der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden wurde 2024 eine zunächst dreijährige gebündelte konsortiale Finanzierung des Open Access von sechs deutschsprachigen, wissenschaftsgeleiteten Zeitschriften ermöglicht . Umstellungen von Zeitschriften von Open Access auf Closed Access oder eine Einschränkung des Open-Access-Publikationsmodells sind selten, kommen aber aus verschiedenen Gründen – meistens Problemen der Finanzierung – vor, so auch bei Zeitschriften aus den ethnologischen Fächern. Die bereits oben erwähnte Zeitschrift HAU: Journal of Ethnographic Theory wurde sechs Jahre nach ihrem Start als reine Open-Access-Zeitschrift auf ein Publikationsmodell umgestellt, das Closed Access (mit Möglichkeit der Subskription) und einen eingeschränkten freien Zugang (temporär für neue Ausgaben sowie dauerhaft für ausgewählte Artikel und Zielgruppen) kombiniert ( da Col 2017 ). Die Zeitschriften Journal of Religion and Popular Culture sowie Human Affairs , die früher für einen gewissen Zeitraum frei zugänglich waren, wurden wieder auf Closed Access (Subskription mit hybridem Publikationsmodell) umgestellt. Außerdem ist die Einstellung von Zeitschriften im Publikationswesen üblich und trifft auch Open-Access-Zeitschriften, so zum Beispiel im Fall von Open Anthropology , einem von 2013 bis 2022 bestehenden Open-Access-Pilotexperiment der American Anthropological Association, und im Fall von Museum Anthropology Review , die 2007 mit der Publikation begann und 2023 eingestellt wurde ( Jackson 2023 ). Nicht unerwähnt bleiben soll, dass frühere Ausgaben zahlreicher Zeitschriften frei zugänglich sind. Über ein Digitalisierungsprojekt des Fachinformationsdiensts Sozial- und Kulturanthropologie sind die Jahrgänge vieler deutschsprachiger ethnologischer Zeitschriften mit unterschiedlichem zeitlichen Verzug zur aktuellsten Ausgabe frei zugänglich, darunter Anthropos , Baessler-Archiv , Sociologus , die Zeitschrift für Volkskunde (Vorgängerin der Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft ) und die Zeitschrift für Ethnologie . Die Archive der Zeitschriften Tsantsa (Vorgängerin der Schweizerischen Zeitschrift für Sozial- und Kulturanthropologie), Schweizerisches Archiv für Volkskunde und Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde sind vollständig frei zugänglich. Das Archiv der Ethnologia Europaea ist vollständig frei zugänglich. Für die Zeitschrift American Anthropologist , die primäre Zeitschrift der American Anthropological Association, bestand bis 2022 ein freier Zugang zu allen mehr als 35 Jahre zurückliegenden Ausgaben, der jedoch seitdem nicht mehr verfügbar ist. Eine bemerkenswert hohe Verbreitung hat Open Access in den ethnologischen Fächern bei Zeitschriften aus dem iberoamerikanischen Raum, in dem Open Access generell etablierter ist. Spanischsprachige Zeitschriften aus den ethnologischen Fächern sind daher nahezu ausnahmslos frei zugänglich. Einige bekannte Zeitschriften sind AIBR – Revista de Antropología Iberoamericana , Chungara , Etnográfica , Horizontes Antropológicos , Intersecciones en Antropología und Mana – Estudos de Antropologia Social . Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) sowie die OAPEN Library verzeichnen mehrere Hundert Titel aus dem Feld der ethnologischen Fächer (in Fachgebieten, die die Begriffe „anthropology“ oder „ethnography“ enthalten; Stand: Dezember 2025). Verlage, die ausschließlich oder maßgeblich fachspezifische Bücher frei zugänglich publizieren, sind HAU Books und Open Anthropology Cooperative Press . Weitere Verlage, in denen häufiger englisch- oder deutschsprachige Open-Access-Bücher aus den ethnologischen Fächern erscheinen, sind unter anderen ANU Press , Duke University Press , Mattering Press , Open Humanities Press , Transcript , UCL Press , University of California Press . Disziplinäre Repositorien Wichtige Repositorien in den ethnologischen Fächern sind: Open Anthropology Research Repository Social Science Open Access Repository SocArXiv Social Sciences Research Network Der Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie bietet mit den EthnOA-Repositorien für Texte und für audiovisuelle Medien ein institutionsübergreifendes Angebot für die Open-Access-Publikation von Erst- und Zweitveröffentlichungen. Das Angebot richtet sich auch an Forscher*innen ohne institutionelle Anbindung oder Zugang zu einem institutionellen Repositorium. Aufgrund der bereits genannten multidisziplinären Ausrichtung kommen ebenfalls forschungsrichtungsspezifische Repositorien infrage, wie beispielsweise CrossAsia-Repository für Asienwissenschaften, GenderOpen für Geschlechterforschung, MENAdoc für Nahost- und Islamstudien oder OstDok für Forschung zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Eine Übersicht zu möglichen weiteren relevanten Repositorien bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige hilfreiche Angebote Ein zentrales Fachportal für die ethnologischen Fächer im deutschsprachigen Raum ist EVIFA , das vom Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie betreut wird. Über das Fachportal kann unter anderem frei zugängliche Literatur gesucht und darauf zugegriffen werden. Es enthält zum Beispiel digitalisierte Ausgaben deutschsprachiger Zeitschriften und Monografien aus mehr als zwei Jahrhunderten Forschung. Zudem bietet der Fachinformationsdienst kostenfreien Zugang zu ausgewählten, lizenzpflichtigen Online-Ressourcen . Die Open Encyclopedia of Anthropology (vormals Cambridge Encyclopedia of Anthropology) ist eine frei zugängliche Enzyklopädie, in der begutachtete Artikel zur Einführung in fachliche Themen und Konzepte veröffentlicht werden. Das Portal Open Folklore listete bis 2024 frei verfügbare Ressourcen aus den Folklore Studies, befindet sich aber mit Stand Ende 2024 in einem Prozess der Neuaufstellung. ​​Das Anthropology Book Forum , ein Projekt der American Anthropological Association , veröffentlicht frei zugängliche englischsprachige Buchrezensionen. Über das geschichtswissenschaftliche Fachportal H-Soz-Kult werden frei zugänglich Forschungsberichte, Rezensionen und Neuigkeiten auch in der Kategorie “ Ethnologie und Historische Anthropologie ” veröffentlicht. Im Datenbankinformationssystem DBIS sind in der Kategorie “ Ethnologie ” zahlreiche weitere frei zugängliche fachspezifische Datenbanken und Angebote zu finden. Open Science in den ethnologischen Fächern Der Anspruch von Open Science, den wissenschaftlichen Prozess von der ersten Idee bis zur finalen Publikation zu öffnen und so alle Formen wissenschaftlichen Wissens frei zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu machen, hat für die ethnologischen Fächer sowie die ethnografische Forschung insgesamt weitgehende Konsequenzen und bringt bedeutende Herausforderungen mit sich – und wird entsprechend kontrovers diskutiert. Besonders deutlich wird dies bei Open Research Data, der freien Zugänglichmachung von Forschungsdaten . In den ethnologischen Fächern wird – angesichts zunehmender Anforderungen und Maßgaben von Forschungsförderinstitutionen – seit etwa 2016 verstärkt über Forschungsdatenmanagement sowie die Archivierung und Nachnutzung vor allem ethnografischer Materialien diskutiert. Problematisch ist für die ethnologischen Fächer – wie auch für andere Sozialwissenschaften –, dass hierbei die Besonderheiten qualitativer Daten und insbesondere Materialien aus ethnografischer Forschung unzureichend berücksichtigt sind. Vielmehr liegt dabei ein Verständnis von Daten im Sinne von Rohdaten oder Primärdaten, wie sie vor allem in naturwissenschaftlichen Disziplinen und quantitativ arbeitenden Fachbereichen vorzufinden sind, zugrunde. Bereits der Begriff “Daten“ wird hier spezifisch verwendet: Daten werden als im sozialen Prozess der Feldforschung erzeugt und in Feldbeziehungen eingebettet verstanden. Eine offene Bereitstellung von ethnografischen Forschungsdaten – die meist sensible Informationen über Personen oder Gruppen enthalten – ist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Offenheit muss hier vielmehr in Abhängigkeit des jeweils konkreten Forschungsfeldes sowie unter forschungsethischen und rechtlichen Aspekten betrachtet und abgewogen werden. Relevante Aspekte und wichtige Fragen sind hierbei unter anderem, a) ob ausreichende Einverständniserklärungen von Personen aus dem Forschungsfeld vorliegen oder diese überhaupt eingeholt werden können, b) ob Forschungsdaten allein den Forschenden gehören (beispielsweise im Falle von Interviews oder Aufzeichnungen von Gesprächssituationen) und c) welche Konsequenzen sich daraus womöglich ergeben oder wie sich Schutzmaßnahmen wie Pseudonymisierung oder Anonymisierung auf die Nachnutzbarkeit ethnografischen Materials auswirken. Verpflichtungen zur Offenheit von Forschungsdaten werden vor allem aus rechtlichen und ethischen Gründen breit abgelehnt, verbunden mit der Befürchtung, dass Forschungen insbesondere in vertraulichen und sensiblen Kontexten erschwert oder gar unmöglich gemacht werden könnten. (Zu diesen und weiteren Aspekten sowie der grundsätzlichen Thematik siehe Imeri 2018 und 2019 ). Mehrere Fachgesellschaften haben in Positionspapieren zu diesen Fragen und den fachspezifischen Anforderungen beim Umgang mit Forschungsdaten Stellung bezogen sowie ihre Debatten in Fachpublikationen transparent gemacht. Das Fachportal EVIFA des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie bietet umfassende Informationen zu Forschungsdaten in den ethnologischen Fächern . Im Rahmen des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie sind zudem beim Forschungsdatenzentrum Qualiservice an der Universität Bremen Workflows und Verfahren erarbeitet worden, die die Archivierung und Nachnutzung nahezu der gesamten Bandbreite ethnografischer Daten ermöglichen ( Rizzolli et al. 2024 ). Qualiservice bietet Beratung für einzelne Forschende, aber auch Projekte, Projektverbünde und Institutionen an. Mit DATA AFFAIRS ist im Sonderforschungsbereich 1171 “Affective Societies” an der Freien Universität Berlin eine Plattform erarbeitet worden, die Forschende, Lehrende und Studierende zum interaktiven Lernen zum Thema Datenmanagement in der ethnografischen Forschung einlädt. Sie enthält neben Texten zu einzelnen Aspekten des Datenmanagements auch anschauliche Beispiele, Erlebnisberichte, Übungen, ein Glossar und anderes mehr. Open Methodology, das Offenlegen der im Forschungsprozess verwendeten oder entwickelten Methoden, ist für die ethnologischen Fächer im Grunde nicht neu. Methoden werden in der Regel in Publikationen, insbesondere bei monografischen Ethnografien, offengelegt und erläutert – und dabei auch die Konsequenzen der gewählten Vorgehensweise für den Forschungsprozess reflektiert. In dieser Hinsicht ist hier die Verbindung mit und die Relevanz von Open Access zu betonen. Anders stellt sich die Sachlage dar, wenn das Offenlegen der Methoden bereits vor der eigentlichen Forschung oder im Forschungsprozess erfolgen soll und insofern unter Open Methodology im weiteren Sinne auch die transparente und offene Dokumentation der Schritte des Forschungsprozesses verstanden wird. Hierbei ergeben sich aufgrund der engen Verbindung zum Forschungsfeld und den Forschungsdaten ähnliche Herausforderungen und damit auch Abwägungsfragen wie bei Open Data. Open Source, das öffentliche Bereitstellen von Quellcode, spielt in den ethnologischen Fächern bisher kaum eine Rolle, da die Entwicklung von Programmen und Software in der Forschung kaum vorkommt. Es sprechen jedoch keine grundsätzlichen Gründe gegen Open Source. Bei in der ethnologischen Forschung verwendeter Software, insbesondere der für die qualitative Datenanalyse, besteht allerdings Potenzial für einen stärkeren Einsatz für die Entwicklung und Nutzung quelloffener Software. Dies ist nicht zuletzt relevant, weil die Funktionsweise zumeist verwendeter proprietärer Software eine Blackbox darstellt und eine Offenlegung dieses Teils der Methode entsprechend nicht gänzlich möglich ist. Bei offenen Evaluationsverfahren (Open Evaluation) besteht kein nennenswerter Unterschied zu anderen Disziplinen. So wäre ein offener Peer-Review-Prozess ( Open Peer Review ) in den ethnologischen Fächern ebenso möglich wie in anderen Fächern. Fachzeitschriften oder andere fachspezifische Publikationsmodelle , die ein offenes Peer-Review-Verfahren anwenden, gibt es bisher jedoch nicht. Mit SOCIOS besteht seit 2024 ein Angebot für ein offenes Peer-Review von Preprints in den Sozialwissenschaften, und damit auch für die ethnologischen Fächer. Das Bereitstellen offener und freier Lehrmaterialien (Open Educational Resources) ist eng mit der Veröffentlichung von Büchern und Zeitschriften im Open-Access-Modell verbunden. Beispielsweise erschien mit Perspectives: An Open Invitation to Cultural Anthropology (2017; zweite, überarbeitete Auflage 2020) ein Lehrbuch zur Einführung in die Kulturanthropologie Open Access. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur da Col, G. (2017). Free gifts that must be invented. HAU: Journal of Ethnographic Theory, 7(2), i–vii. https://doi.org/10.14318/hau7.3.001 Jackson, J. B. (2023). On Museum Anthropology Review (2007–2023). Museum Anthropology Review, 17(1–2), 1–10. https://doi.org/10.14434/mar.v17i1-2.35839 Imeri, S. (2018). Order, archive, share. Research data in the ethnological disciplines. Journal for European Ethnology and Cultural Analysis, 3(2), 215–240. doi.org/10.18452/20810 Imeri, S. (2019). ‚Open Data‘ in den ethnologischen Fächern. Möglichkeiten und Grenzen eines Konzepts. In J. Klinger & M. Lühr (Eds.), Forschungsdesign 4.0 - 1 (Vol. 1, pp. 45–59). Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. https://doi.org/10.25366/2019.07 Rizzolli, M., Imeri, S., & Huber, E. (2024): Ethnografische Forschungsmaterialien zur Archivierung und Nachnutzung vorbereiten und dokumentieren – ein Überblick für Forschende. Qualiservice Working Papers 6-2024. https://doi.org/10.26092/elib/2723 Weiterführende Literatur Jackson, J. B., & Anderson, R. (2014). Anthropology and Open Access. Cultural Anthropology, 29(2), 236–263. https://doi.org/10.14506/ca29.2.04 Kelty, C. M., Fischer, M. M. J., Golub, A., Jackson, J. B., Christen, K., Brown, M. F., & Boellstorff, T. (2008). Anthropology of/in Circulation. The Future of Open Access and Scholarly Societies. Cultural Anthropology, 23(3), 559–588. https://doi.org/10.1111/j.1548-1360.2008.00018.x Miller, D. (2012). Open access, scholarship, and digital anthropology. HAU: Journal of Ethnographic Theory, 2(1), 385–411. https://doi.org/10.14318/hau2.1.016 Zeitlyn, D., Corsín Jimenez, A., Willinsky, J., Waterston, A., Tritton, R., Kelty, C. M., Ardevol, E., Jemielnak, D., Sanchez-Criado, T., Abadal, E., Gatti, R., García, B., Rasero, V., Nugent, S., Gideon, J., Aibar, E., Malo de Molina, T., & Rodríguez Lópes, J. (2014). Preguntas frecuentes sobre acceso abierto - La economía política en torno a las publicaciones en antropología y otras ciencias sociales. FAQs About Open Access – The Political Economy of Publishing in Anthropology and Beyond (A. Montoya, M. Pérez, G. Dallemagne, & V. del Arco, Eds.). http://openaccessmadrid2014.wordpress.com Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft, Band 118, Ausgabe 1/2, 2022 (mit einem Forum zum Thema Open Access) Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Kathleen Heft , Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin / Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie, und Marc Lange , Helmholtz Open Science Office (Stand: Dezember 2025). Die Autor:innen danken Sabine Imeri für die Kommentare zum Abschnitt zu Open Research Data....

  5. Open Access in den Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien Die Nahost-, Mittelost-, Nordafrika- und Islamstudien, auch Wissenschaften mit Bezug zur MENA-Region (Middle East and North Africa) oder früher Orientalistik genannt, umfassen eine Reihe von philologisch, religions-, kultur- sowie regionalwissenschaftlich ausgerichteten Disziplinen (u. a. Arabistik, Islamwissenschaft, Iranistik, Turkologie). Diese Disziplinen gehören zusammen mit anderen “kleinen Fächern” der Fachgruppe “Außereuropäische Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften” an. Darüber hinaus gibt es an einzelnen Standorten auch Fachbereiche, die sich auf Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft der MENA-Region fokussieren. Die Ausrichtung der jeweiligen Fachdisziplinen stellt sich je nach Standort und Ausstattung unterschiedlich dar, wobei das inter- und transdisziplinäre Arbeiten ein Hauptmerkmal vieler Fachkulturen ist. Diese Vielfalt spiegelt sich in einer heterogenen Publikationslandschaft wider. Für geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen üblich, wird vorherrschend in Zeitschriften und Büchern publiziert, die entweder thematisch, regional oder chronologisch ausgerichtet sind. Daneben existieren die eher generalistisch angelegten Periodika nationaler und internationaler Fachgesellschaften (bspw. die Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft ZDMG , die aus einem retro-digitalisierten Bestand besteht und seit 2016 hybrid Open Access über den Verlag Harrassowitz publiziert). Zentrale Fachgesellschaften sind die Deutsche Morgenländische Gesellschaft (DMG), die Deutsche Orient-Gesellschaft, die European Association for Modern Arabic Literature (EURAMAL), die Association for Iranian Studies (AIS), die Societas Iranologica Europaea (SIE), die Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient (DAVO), Deutsche Orient-Stiftung, Deutsche Vereinigung für Religionswissenschaft e.V. (DVWR) sowie die Royal Asiatic Society. In den Wissenschaften mit Bezug zur MENA-Region ist die Publikationskultur weiterhin von der gedruckten Publikation und der Verlagspublikation geprägt. Bei elektronischen Publikationen wird häufig auf das Dateiformat PDF gesetzt, um die gedruckte Veröffentlichung nachzuempfinden (inkl. Seitenzahl und Layout). Zudem wird die wissenschaftliche Reputation ähnlich wie in anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen über Publikationsorte und Herausgeber*innenschaften produziert. Es wird häufig auch dann bei renommierten, traditionsreichen Verlagen publiziert, wenn deren Angebote keine Open-Access-Option beinhalten bzw. diese nicht finanzierbar ist. Open-Access-Zeitschriften Es gibt bisher nur wenige etablierte Zeitschriften, die vollständig im Open Access erscheinen, beispielsweise die Acta Orientalia , das Journal of Arabic and Islamic Studies oder Aethiopica . Diese Zeitschriften werden häufig von Wissenschaftler*innen an Forschungseinrichtungen herausgegeben. Hervorzuheben ist jedoch, dass es im Mittleren Osten und Asien ein breiteres Angebot an meist universitären Open-Access-Zeitschriften gibt, die auch im DOAJ gelistet sind . Zudem zeigen Open-Access-Zeitschriften, welche die Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) nutzen, eine weitaus höhere Sprachdiversität als bspw. die in der kostenpflichtigen Datenbank Scopus gelisteten Artikel (vgl. Khanna et al. 2022, Fig. 6). Die Hegemonie der englischen Sprache wird heute auch unter Aspekten der Bibliodiversität in Frage gestellt. Diese Herausforderung stellt für Wissenschaften mit Bezug zur MENA-Region einen wichtigen Aspekt der Dekolonisierung von Wissen und Wissenschaft dar (vgl. Berger 2021). Aber auch die Dekolonisierung von Open Access spielt dabei eine Rolle, da offene Wissenschaft und einige der angewandten Geschäftsmodelle zu neuen globalen Hierarchien und Ungleichheiten führen (vgl. Piron 2018). Wissenschaftler*innen aus dem deutschsprachigen Raum veröffentlichen aber weiterhin überwiegend in Zeitschriften, bei denen nur vereinzelte Beiträge oder Bände im Open Access zugänglich sind. Außer in den einschlägigen Fachzeitschriften werden auch viele Artikel mit Bezug zur MENA-Region in Zeitschriften veröffentlicht, deren thematischer Fokus anders gesetzt ist (z. B. Mittelalter, Philosophie, Medizin, Recht, Soziologie, Politik, u. a.). Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Bei Monografien und Sammelbänden ist der Anteil der Open-Access-Publikationen höher als bei Zeitschriftenartikeln. Das Directory of Open Access Books (DOAB) listet unter dem Stichwort “Middle East” 556 Publikationen (Stand: April 2024). Der größte Teil dieser Publikationen wird durch Taylor & Francis (insg. 47) und MDPI - Multidisciplinary Digital Publishing Institute (insg. 22) veröffentlicht. Open-Access-Bücher werden bevorzugt bei etablierten Verlagen veröffentlicht, doch haben die Verlage erfolgreich Modelle für die Open-Access-Publikation von Reihen und Einzelbänden etabliert. Ein Grund für eine größere Verbreitung von Open Access bei Monografien und Konferenzbänden mag darin begründet liegen, dass Forscher*innen zunehmend dazu verpflichtet werden, die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung und Tagungen im Open Access zugänglich zu machen. Das Team hinter dem Blog Access to Mideast and Islamic Resources (AMIR) stellt Informationen über frei zugängliches Material über die MENA-Region zur Verfügung, u. a. auch neue Open Access veröffentlichte Bücher. Manuskripte und Kulturdaten Ein wichtiger Teil der Forschung ist textbasiert, weshalb besonders Methoden der Digital Humanities von Bedeutung für Wissenschaften mit Bezug zur MENA-Region sind. Die Digitalisate von textbasierten Quellen können als Objekte mit technischen oder kontextuellen Metadaten ergänzt und unter Open-Access-Lizenzen veröffentlicht werden. Die Öffnung von Forschung geschieht hier u. a. durch die Digitalisierung von Manuskripten und Periodika, siehe bspw. Jara'id: A Chronology of Arabic Periodicals (1800-1929) . Regional weit voneinander entfernt gelagerte Materialien können so auf unterschiedliche Weise zusammengeführt und unter offenen Lizenzen nachnutzbar publiziert werden. Wichtige Netzwerke sind das Islamicate Digital Humanities Network (IDHN) und die Open Islamicate Texts Initiative (OpenITI) . Disziplinäre Repositorien Der Fachinformationsdienst Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien bietet mit MENAdoc dem gesamten Fächerspektrum ein Open-Access-Repositorium an. MENAdoc bietet Open Access Grün zu Sammelbänden, Monographien und Einzelartikeln. Dabei werden in Kooperation mit Institutionen und Verlagen teilweise ganze Reihen im Open Access zugänglich gemacht (z. B. mit den Orient-Instituten Istanbul und Beirut). Teilweise erscheinen monographische Reihen auf MENAdoc im Diamond Open Access , z. B. MECAM-Papers oder die “Diskussionspapiere — Wirtschaft, Gesellschaft und Geographie im Vorderen Orient” . Je nach Schwerpunkt der Publikationen werden Forschungsergebnisse auf verschiedenen Fachrepositorien veröffentlicht, u. a. Medienwissenschaft, Soziologie etc. Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Arabic Collections Online (ACO) ist eine öffentlich zugängliche digitale Bibliothek mit gemeinfreien Inhalten in arabischer Sprache. Arabic and Middle Eastern Electronic Library (AMEEL) ist ein webbasiertes Portal und eine digitale Sammlung von Informationen zum Studium des Nahen Ostens, einschließlich seiner Geschichte, Kultur, Entwicklung und Gegenwart. Das Digital Assets Repository (DAR) ist ein an der Bibliotheca Alexandrina entwickeltes System zur Erstellung und Pflege der digitalen Sammlungen der Bibliothek, dazu gehören gemeinfreie digitalisierte Bücher. Die Hindawi Foundation ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in England, die Arabisch sprachige Bücher und Übersetzungen frei zugänglich publiziert, ohne Open Access Lizenz. Die Qatar Digital Library ist ein wachsendes Archiv und deckt die moderne Geschichte und Kultur des Golfs und der weiteren Region ab. Sie enthält Archive, Karten, Manuskripte, Tonaufnahmen, Fotos und vieles mehr, komplett mit kontextbezogenen Erläuterungen und Links, sowohl auf Englisch als auch auf Arabisch. Die Objekte können kostenlos genutzt und weiterverwendet werden. Es gibt Bemühungen, Masterarbeiten und Dissertationen elektronisch zu archivieren und zugänglich zu machen, u. a. durch das Egyptian Universities Libraries Consortium . Qalamos bietet einen direkten Zugang zu Metadaten und Digitalisaten orientalischer Handschriftensammlungen in Deutschland. Angestrebt ist der möglichst vollständige Nachweis der in deutschen Gedächtnisinstitutionen bewahrten orientalischen Bestände und ihrer Digitalisate. Zudem gibt es die Online-Datenbank des Museums für Islamische Kunst Berlin, in der Informationen zu Objekten und Werken verfügbar sind. Diese ist Teil des Online Portals “Islamic·Art” mit weiteren Open Access lizenzierten Materialien. Middle Eastern and North African Newspapers ist eine Open-Access-Sammlung, die vom Center for Research Libraries gefördert wird. Literatur Berger, M. (2021). Bibliodiversity at the Centre: Decolonizing Open Access. Development and Change 52(2), 383–404. https://doi.org/10.1111/dech.12634 . Khanna, S., Ball, J., Alperin, J. P., & Willinsky, J. (2022). Recalibrating the scope of scholarly publishing: A modest step in a vast decolonization process. Quantitative Science Studies 3(4), 912–30. https://doi.org/10.1162/qss_a_00228 . Piron, F. (2018). Postcolonial Open Access. In U. Herb & J. Schöpfel (Eds.), Open divide: critical studies on open access . Library Juice Press. https://corpus.ulaval.ca/entities/publication/2f42da75-af39-46b1-8ce1-f48ff76c059e Weiterführende Literatur Augustin, L. M. (2016, 01st September). Open Access publishing in and about the Middle East and North Africa: prospects and challenges. TRANSREGIONAL ACADEMIES . https://academies.hypotheses.org/1954 . Cross, C., Romanov, M., & Miller, M. T. (2023, 11th July). About Islamicate Digital Humanities . http://islamicate-dh.github.io/about/ . Hanafi, S., & Rigas, A. (2015). Knowledge Production in the Arab World: The Impossible Promise . Taylor & Francis Ltd. Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Josef Peter Jeschke, Fachinformationsdienst Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien (FID Nahost) , und Maike Neufend, Open Reserach Office Berlin (OROB) (Stand: September 2023)....

  6. Open Access in den Wirtschaftswissenschaften

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in den Wirtschafts­wissenschaften Open Access ist immer auch Teil des Publikationsmarktes und des Publikationsverhaltens insgesamt. Dabei ist für die Wirtschaftswissenschaften insbesondere relevant, dass es hier eine ausgeprägte Preprint kultur gibt. Diese Veröffentlichungen vor einem Peer Review durch Fachzeitschriften erfolgen in der Regel als sogenannte "Working Papers" oder "Discussion Papers". Sie werden zumeist von wirtschaftswissenschaftlichen Instituten oder Fakultäten herausgegeben und sind in der Regel frei zugänglich. Die meisten Zeitschriftenartikel sind also vorab bereits als Working Paper erschienen ( Baumann & Wohlrabe, 2020 ) und über fachliche Repositorien oder Nachweisdatenbanken wie SSRN , RePEc oder EconStor frei zugänglich. Zudem ist darüber gut ablesbar, wie sich das Publikationsaufkommen in der Wirtschaftsforschung entwickelt. Trotz der Preprintkultur sind Zeitschriftenartikel nach wie vor das wichtigste Publikationsformat in den Wirtschaftswissenschaften. Bei den Zeitschriften gibt es eine starke Fixierung auf Rankings (z. B. vom Forschungsmonitoring der ETH Zürich für das Handelsblatt oder die WirtschaftsWoche). Die wichtigsten Fachverlage für wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften sind vor allem Elsevier , Springer und Wiley . Die Fachzeitschriften werden von den Verlagen zum überwiegenden Teil als Subskriptions - bzw. Hybrid -Zeitschriften angeboten. Daher hat der in den letzten Jahren zunehmende Trend zu überregionalen und nationalen Transformationsverträgen in Deutschland (wie etwa DEAL , siehe marketwatch ) aber auch international zu einer Zunahme von Open-Access-Artikeln in Hybrid -Zeitschriften aus der Wirtschaftsforschung geführt. Dieser Effekt ist deutlich stärker als die Zunahme an Open-Access-Artikeln aus Gold-Open-Access -Zeitschriften. Innerhalb der Wirtschaftswissenschaften lässt sich noch nach den Sub-Disziplinen Volkswirtschaftslehre (VWL) und Betriebswirtschaftslehre (BWL) differenzieren. Dabei ist die Preprintkultur in der VWL stärker ausgeprägt, zudem ist der Anteil der – in beiden Fächern dominierenden – englischsprachigen Veröffentlichungen noch höher als in der BWL. Open-Access-Zeitschriften Open-Access-Zeitschriften spielen in den Wirtschaftswissenschaften immer noch eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil ist zwar in den letzten Jahren proportional gestiegen, liegt aber immer noch im einstelligen Prozentbereich, verglichen zu allen anderen Journals ( Laakso & Björk, 2021 ). Dies hat verschiedene Gründe, u. a. die starke Bedeutung von Rankings, die vor allem etablierte (Subskriptions-)Zeitschriften bevorzugen und gleichzeitig eine geringe Bereitschaft von Autor*innen, in Open-Access-Zeitschriften mit APCs zu veröffentlichen ( Severin et al., 2018 ). Folgende Open-Access-Zeitschriften spielen für die Wirtschaftsforschung, insbesondere in Deutschland, eine relevante Rolle (in Klammern die herausgebende Einrichtung bzw. der Verlag) Quantitative Economics DOAJ (Econometric Society) Theoretical Economics DOAJ (Econometric Society) Health Economics Review DOAJ (Springer) Journal for Labour Market Research DOAJ (IAB, Springer) Energy Strategy Reviews DOAJ (Elsevier) Environmental Research Letters DOAJ (IOP) Economics E-Journal DOAJ (DeGruyter) Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik (De Gruyter Brill) German Economic Review (Verein für Socialpolitik, De Gruyter Brill) Schmalenbach Journal of Business Research (VHB / Schmalenbach-Gesellschaft, Springer) German Journal of Agricultural Economics DOAJ (Gewisola, TIP Open Publishing) Wirtschaftsdienst DOAJ (ZBW, Springer) Intereconomics DOAJ (ZBW, Springer) Interessant dabei ist die Tatsache, dass über die Hälfte der genannten Zeitschriften keine APCs erhebt, also dem Modell des Diamond Open Access folgt. Stattdessen werden die Publikationskosten hier eher über die herausgebenden Institute oder Fachgesellschaften getragen. Dies mag damit zusammenhängen, dass es in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, anders als in den Natur- und Lebenswissenschaften, keine ausgeprägte APC-Kultur gibt bzw. die Zahlung von APCs weniger verbreitet ist ( Borrego 2023 ). Im Rahmen des Diamond-Open-Access-Ansatzes werden seit einigen Jahren zunehmend wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschriften in ein Open-Access-Modell überführt. Dies geschieht auf zwei unterschiedlichen Wegen: Einerseits über kommerzielle Transformationsmodelle wie Subscribe to Open, über das z. B. der Verlag De Gruyter Brill mehrere wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften geöffnet hat. Zum anderen findet die Umstellung zunehmend auch in nicht-kommerziellen Kontexten statt, in denen die Titelrechte an einer Zeitschrift nicht bei einem kommerziellen Verlag, sondern bei einer Wissenschaftseinrichtung oder Fachgesellschaft liegen. Hier ist etwa die Open Library Economics der ZBW zu nennen, über die ebenfalls wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften in den Open Access überführt werden. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Die Bedeutung von Verlagsmonographien für die wirtschaftswissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahren immer weiter abgenommen und spielt aktuell nur eine kleine Rolle, z. B. in Form von Sammelbänden oder als populärwissenschaftliche Veröffentlichungen bekannter Professor*innen. Davon ausgenommen sind Lehrbücher, die nach wie vor von einer großen Zahl an Studierenden genutzt werden. Gerade Lehrbücher und populärwissenschaftliche Titel sind jedoch aufgrund ihrer hohen Umsätze im traditionellen Verkaufsmodell (auch außerhalb von Bibliotheksetats) nur schwer in ein Open-Access-Geschäftsmodell zu transformieren. Einen guten Überblick über das Open-Access-Büchersegment an wirtschaftswissenschaftlicher Literatur aus den Bereichen Economics, Business, Management oder Finance bietet das Directory of Open Access Books (DOAB) – dort werden mehrere hundert Open-Access-Bücher aus diesem Themenfeld gelistet. Die weitere Finanzierung von Open-Access-Büchern wird zunehmend durch institutionelle Open-Access-Monographienfonds unterstützt, die in Deutschland an immer mehr Wissenschaftseinrichtungen entstehen (vgl. dazu auch die Fokusgruppe Open-Access-Monographienfonds ). Disziplinäre Repositorien In den Wirtschaftswissenschaften gibt es nicht nur "das eine" Fachrepositorium , vielmehr sind hier über die Jahre mehrere relevante Publikationsorte entstanden, die nicht nur, aber doch vor allem für die im Fach bestehende Publikationskultur der Preprints (bzw. Working Papers) relevant sind. Zu den wichtigsten Repositorien in den Wirtschaftswissenschaften gehören: SSRN : Das zum Elsevier-Konzern gehörende Social Science Research Network (SSRN) deckt zwar ein größeres Fächerspektrum ab als nur die Wirtschaftswissenschaften, gilt aber vor allem in der Wirtschaftsforschung als größtes Fachrepositorium der Disziplin. Insgesamt hat man hier Zugriff auf etwa 1,6 Millionen Volltexte im Open Access, wobei etwa 900.000 auf den Bereich Wirtschaftswissenschaften entfallen. EconStor : Der Publikationssserver der ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft enthält etwa 300.000 Volltexte im Open Access. Dies sind vor allem Working Papers, aber auch Konferenzbeiträge und Zeitschriftenaufsätze. Die EconStor-Publikationen sind auch Teil des RePEc -Angebots und werden darüber hinaus in Google Scholar und EconBiz nachgewiesen. AgEcon Search : Das fachliche Repositorium wird von der University of Minnesota betrieben und hauptsächlich durch die Fachgesellschaft " Agricultural and Applied Economics Association " finanziert. Es enthält etwa 200.000 frei zugängliche Volltexte, v. a. aus den Bereichen der Agrarökonomie und der angewandten Ökonomik. Alle Publikationen auf AgEcon Search sind auch in RePEc nachgewiesen. MPRA : Das Munich Personal RePEc Archive (MPRA) wird an der Universitätsbibliothek München gehostet und enthält über 60.000 wirtschaftswissenschaftliche Publikationen aus aller Welt. Diese stammen in der Regel nicht von Institutionen oder Verlagen, sondern werden von Einzelforscher*innen per Self-Upload eingereicht und dann von einem Redaktionsteam freigeschaltet und in RePEc nachgewiesen. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Bei vielen Wirtschaftsforschenden (vor allem in der VWL) ist die Plattform RePEc (Research Papers in Economics) bekannt. Sie stellt eine Mischung aus Verbundkatalog, Institutionen-Registry und Rankingsystem dar, wobei die ca. 5 Millionen Nachweise für den Verbundkatalog dezentral von den Wissenschaftseinrichtungen und Fachverlagen eingespielt werden. Mit Hilfe einer automatischen Zitationsanalyse und Downloadstatistiken sowie Angaben von über 70.000 Forschenden weltweit mit eigenen Accounts produziert RePEc u. a. Rankings von Forschenden, Wissenschaftseinrichtungen und Fachzeitschriften. Der gesamte Service ist nicht-kommerziell und kostenfrei und wird auf ehrenamtlicher Basis von verschieden Ökonomen auf verteilt liegenden Servern betrieben. Das vom ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft betriebene Suchportal EconBiz umfasst über 10 Millionen Publikationsnachweise und kann in der Suche auch auf Open-Access-Volltexte eingeschränkt werden. Zudem gibt es hier einen weltweiten kalendarischen Überblick zu z. B. Fachtagungen, Kongressen und Sommerkursen in den Wirtschaftswissenschaften. Open Science in den Wirtschafts­wissenschaften Unter den weiteren Open-Science-Aspekten mit Relevanz für die Wirtschaftswissenschaften ist insbesondere der Bereich der Forschungsdaten zu nennen, diese werden mehr und mehr offen und nach den FAIR-Prinzipien zugänglich gemacht. Hier kümmert sich in Deutschland unter anderem der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) um die Weiterentwicklung und hat dabei etwa Kriterien für den Zugang zu fachlichen Forschungsdatenzentren entwickelt. Zudem gibt es im Rahmen der Initiative NFDI (Nationale Forschungsdateninfrastruktur) auch fachliche Konsortien aus den Wirtschaftswissenschaften, z. B. KonsortSWD oder BERD . Darüber hinaus kümmert sich vor allem die ZBW um die Weiterentwicklung von Open Science in den Wirtschaftswissenschaften, beispielsweise mit ihren Forschungsaktivitäten , der jährlich stattfindenden Open Science Conference sowie umfangreichen Marketingaktivitäten . Außerdem gibt es hier mit dem Open Economics Guide auch ein eigenes Informationsangebot für die Zielgruppe Wirtschaftsforschung. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Baumann, A., & Wohlrabe, K. (2020). Where Have All the Working Papers Gone? Evidence from Four Major Economics Working Paper Series. https://hdl.handle.net/10419/219146 Borrego, Á. (2023). Article processing charges for open access journal publishing: A review. Learned Publishing, 36: 359-378. https://doi.org/10.1002/leap.1558 Laakso, M., & Björk, B.-C. (2021). Open access journal publishing in the business disciplines: A closer look at the low uptake and discipline-specific considerations. https://doi.org/10.1177/09610006211006769 Severin, A., Egger, M., Eve, M. P., & Hürlimann, D. (2020). Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: an evidence-based review. F1000Research, 7, 1925. https://doi.org/10.12688/f1000research.17328.2 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Olaf Siegert, Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) (Stand: August 2025)....

  7. Open Access in den künstlerischen Fächern

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in den künst­lerischen Fächern In den letzten Jahren haben sich auch die künstlerischen Fächer immer mehr zum Thema Open Access positioniert. Sie nehmen hierbei aufgrund ihrer Stellung zwischen Künsten und Wissenschaften stets eine besondere Rolle ein. Die künstlerischen Fächer zeichnen sich nicht nur durch eine Vielzahl an Disziplinen aus, die sowohl künstlerisch wie wissenschaftlich als auch künstlerisch-wissenschaftlich arbeiten, sondern auch durch eine überaus diverse Publikationslandschaft mit Akteur*innen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Bildung und (Kreativ-)Wirtschaft. Die Vielfalt der künstlerischen Fächer zeigt sich auch im breiten Spektrum der Veröffentlichungen, die text- wie nicht-textbasiert sein können. Ob Künstler*innenbücher, Ausstellungskataloge, Fotos, Musik-/Performance-Inszenierungen oder 3D-Objekte – die Publikationen unterliegen meist zahlreichen rechtlichen Fragen und sind für die Veröffentlichungsplattformen häufig eine Herausforderung. Die derzeitig vorhandenen Infrastrukturen für Open-Access-Veröffentlichungen sind meist auf textbasierte Publikationen ausgelegt und reichen für die Bedürfnisse in den Künsten nicht aus. Die im Bereich der Forschungsdaten zum Teil schon vorhan­denen oder im Aufbau befindlichen Infrastrukturen sind wichtige Anknüpfungs­punkte und wegweisend für Open-Access-Infrastrukturen (nicht nur) in den Künsten. Mit der engen Verbindung zur Kreativwirtschaft betreffen die Entwicklungen in den künstlerischen Fächern zudem einen für die Open-Access-Community neu­en Bereich: die wirtschaftliche Existenz von Künstler*innen. Kunstschaffende sind sowohl bei Kultur- und Bildungseinrichtungen als auch in der Kulturindus­trie tätig. Sie sind auf die Vermarktung ihrer Inhalte angewiesen, die Finanzie­rung der Publikationen erfolgt nur teilweise über Publikationstantiemen. Zudem sind sie häufig Mitglieder von Verwertungsgesellschaften und können ihre Werke daher nur eingeschränkt frei lizenzieren. Eine Open-Access-Strategie in den künstlerischen Fächern muss daher die Einkommenssicherung der Kunst­schaffenden miteinbeziehen. Die künstlerischen Fächer zeigen schon heute deutlich, dass Open Access immer im Kontext aller Open-Science-Bausteine und aller Akteur*innen gesehen werden muss. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter den Stichworten fine arts 627 und music and books on Music 89 Einträge (Stand: März 2024). Die gelisteten Open-Access-Zeitschriften bedienen häufig die auf die Künste bezogenen Wissenschaften und kaum die Künste bzw. die künstlerische Praxis. Zeitschriften sind zudem nicht die dominierende Publikationsform in den künstlerischen Fächern. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort fine arts listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 169 Titel. Die OAPEN Library verzeichnet unter dem Schlagwort art 450 Titel (Stand: März 2024). Allerdings werden als Suchergebnis überwiegend Publikationen aus den Bereichen Kunst- / Geschichte oder auch Ethnologie aufgelistet, weniger aus den Bereichen bildende oder angewandte Künste. Seit 2021 etablieren sich erste Open-Library-Konsortien, wie z. B. die Open Library Medienwissenschaft oder seit 2023 auch KOALA Medienwissenschaften . Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten disziplinären Repositorien in den Künsten gehören: ART-Dok , Fachinformationsdienst Kunst - Fotografie - Design musiconn , Portal des Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft media/rep/ , Open Access-Repositorium für medienwissenschaftliche Publikationen Die genannten Repositorien sind auf textbasierte Publikationen ausgerichtet. Die zunehmende Bedeutung von Open Access in den Künsten verändert auch die disziplinären Repositorien. Bedarfe werden aufgezeigt und neue Projekte entstehen, die sich mit dem Aufbau von Repositorien für nicht textbasierte und multimediale Medien beschäftigen. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Fokusgruppe "OA-Künste" Die digitale Fokusgruppe OA-Künste ist ein Netzwerk mit Mailingliste, das für alle künstlerischen Einrichtungen und Hochschulen offensteht. Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Das Netzwerk Open Access in den Künsten bietet allen künstlerischen Einrich­tungen und Hochschulen ein Forum für Austausch und Diskussion. Dabei sollen Materialien und Informationen geteilt und der Open-Access-Gedanke in den Künsten verankert werden. Der Fokus des Netzwerks liegt auf Bibliotheken, die als Serviceeinrichtung die Etablierung von Open-Access-Strukturen auf verschie­denen Ebenen fördern und mitgestalten. Auch in Kunst- und Museumsbibliotheken gewinnt Open Access an Bedeutung ( Hahn, 2018 ). Neben der Bereitstellung von textorientierten elektronischen Res­sourcen verwalten diese Bibliotheken schon lange analoge Sondersammlungen wie Bildarchive, grafische Sammlungen oder Künstlerbücher. Hier kann Open Access ein Schritt der digitalen Transformation, der Erweiterung des Samm­lungsprofils und des Informationsangebots sein. Dies kann über Synergieeffekte auch Open Access in den Künsten voranbringen. Die AKMB - Arbeitsgemein­schaft der Kunst- und Museumsbibliotheken bietet schon seit mehreren Jahren Fortbildungen im Bereich Open Access an. Open Science in den künst­le­rischen Fächern Open Science ist auch in den Künsten ein zentrales Thema. Der Prozess des Kunstschaffens und auch das Werk selbst bewegen sich häufig zwischen mehre­ren Open-Science-Komponenten. Angesichts der Diversität der Inhalte und For­mate ist es in den Künsten daher sehr sinnvoll, sich nicht nur auf Open Access zu fokussieren, sondern Open Science in seiner Gänze zu betrachten, z. B. auch offene Forschungsdaten. Neben den Open-Access-Infrastrukturen geben auch Angebote von Kulturein­richtungen und Forschungsdateninfrastrukturen Anknüpfungspunkte. Die bei NFDI4Culture und anderen Vertretern aus dem GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums) vorhandene Expertise bietet eine für die Künste wertvolle Unterstützung für die Etablierung von Publikationsinfrastrukturen. Das Konsortium NFDI4Culture ist Teil des Projektes Nationale Forschungs­dateninfrastruktur (NFDI) und vertritt dort die Kunst-, Musik- Theater-, Tanz-, Architektur-, Film- und Medienwissenschaft. Ziel des Konsortiums ist der Aufbau verschiedener Services wie Beratungs- und Trainingsangebote, Handrei­chungen sowie Foren zum fachspezifischen Austausch. NFDI4Culture setzt sich außer­dem mit der komplexen Rechtslage im Umgang mit Kulturgut auseinander, etwa mit Fragen zu Provenienz oder Urheberrechten. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Hahn, C. (2018). Open Access im Museum . Herbstfortbildung AKMB Dresden. https://www.initiativefortbildung.de/pdf/schlaglichter_AKMB2018/Hahn_OA_Museum.pdf Weiterführende Literatur Somajni, Chiara; Tóth-Czifra, Erzsébet; Barbieri, Chiara; Marazza, Suzanna and Pensa, Iolanda (2024). Open Science for Arts, Design andMusic: Guidelines for Researchers, Librarians and Practitioners in the Humanities . SUPSI, CC0 1.0 except where otherwise stated. DOI: 10.5281/zenodo.13896781 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Anika Wilde, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch , und Friederike Kramer, Universitätsbibliothek der UdK Berlin (Stand: Juli 2024)....

  8. Open Access in der Anglistik / Amerikanistik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Linguistik Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Anglistik/ Amerikanistik Mit Anglistik / Amerikanistik wird hier ein Fächerspektrum benannt, das an deutschen Universitäten mit unterschiedlichen, oft programmatischen Namen (z. B. Anglophone Literaturen und Kulturen oder British and American Studies ) be­zeichnet wird und auch verschiedene regional ausgerichtete und interdisziplinär arbeitende Kulturwissenschaften umfassen kann. Die folgenden Informationen beziehen sich deshalb zum Teil auch auf die Großbritannien-, Irland-, Amerika-, Kanada-, Australien- und Neuseelandstudien sowie übergreifende Forschungs­felder wie die postkolonialen Studien. Neben der Existenz genuin philologischer Themen und Fragestellungen werden nach dem aktuellen Selbstverständnis der Fächer aus dem Anglistik-Kontinuum u. a. auch die Geschichte, Gesellschaft, Po­litik, Kulturgeographie, Massenmedien und Populärkultur der jeweiligen Länder mit unterschiedlichen methodologischen Ansätzen untersucht. Mit dieser fortlaufenden thematischen und disziplinären Öffnung der Anglistik / Amerikanistik konnte die Verbreitung und Akzeptanz von Open-Access-Publika­tionsformen bisher nicht ganz mithalten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, lassen sich aber vor allem in der geisteswissenschaftlichen Publikationskultur finden, die sich zum Teil stark von den Vertriebswegen und Arbeitsmethoden der Naturwissenschaften unterscheidet. Als Ausnahme ist hier die Linguistik zu nennen, die nicht nur in ihren Methoden, sondern auch in der Ausprägung der Wissenschaftskommunikation den Naturwissenschaften näher steht; hier ist z. B. das Konzept der Preprints bzw. der Versionierung von Artikeln weitläufig be­kannt. In den Literatur- und Kulturwissenschaften ist die gedruckte Verlagspub­likation meist noch immer Standard, vor allem bei Qualifikationsarbeiten bzw. Monografien. Die Kosten für Open-Access-Publikationen in der Anglistik / Amerikanistik werden bisher üblicherweise nicht über Article Processing Charges (APCs) finanziert, sondern über Book Processing Charges (BPCs) zur Veröffenltichung von Monografien. Die Veröffentlichung von Open-Access-Monografien wird verschiedentlich unterstützt z.B. über den Monografien-Fonds auf Institutions- oder Landesebene, verlagsseitige Pledging-Initiativen wie Knowledge Unlatched , Drittmittelförderung oder Mitgliedsbeiträge von Fachgesellschaften. Zu einer wichtigen Infrastruktur für geisteswissenschaftliche Open-Access-Zeitschriften hat sich die von verschiedenen Institutionen finanziell unterstützte Open Library of Humanities entwickelt, auf deren Plattform eine ganze Reihe von Zeitschriften aus dem Bereich Anglistik / Amerikanistik zu finden ist. Darüber hinaus wird auch die französische Plattform Hypotheses (als Teil von OpenEdition ) für wissenschaftliche Blogs von zahlreichen deutschen Instituten und Wissen­schaftler*innen zur Publikation ihrer Forschungsarbeiten genutzt. Insgesamt ist die Open-Access-Entwicklung in der Anglistik / Amerikanistik als positiv zu bewerten. Viele Autor*innen, Verlage und Fördereinrichtungen for­dern und unterstützen die Weiterentwicklung der Bereitstellung wissenschaft­licher Ergebnisse im Open Access. Der erstarkende Trend auch in den Geisteswissenschaften, Forschungsergebnisse in Form von Artikeln und Special Issues zu publizieren, trägt auch zu einer vitaleren Open-Access-Fachkultur bei. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter den Schlagwör­tern Language and Literature: English language 92 Einträge, Language and Literature: English Literature 61 Einträge, Language and Literature: American Literature 20 Einträge, History of Great Britain 4 Einträge, History America: America 9 Einträge, History America: United States 2 Einträge und History America: United States local history 3 Einträge (Stand: Mai 2025). Die Fachzuordnung im DOAJ ist nicht immer präzise. Einige der für die Anglistik / Amerikanistik relevanten Zeitschriften sind zum Teil unter den allgemeineren Kategorien wie Language and Literature zu finden. Bei spezifischen Forschungsinteressen lohnt es sich deshalb, auch nach freien Stichwörtern zu suchen. Es existieren außerdem eine Reihe qualitativ hochwertiger Zeitschriften, die bisher nicht im DOAJ gelistet sind. Die oben angegeben Zahlen stellen also nur Orientierungswerte dar. Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Anglistik Journal for the Study of British Cultures Amerikastudien / American Studies New American Studies Journal: A Forum European Journal for American Studies Zeitschrift für Australienstudien/Australian Studies Journal Canada and Beyond European Journal of American Studies Review of Irish Studies in Europe Journal of Transnational American Studies On Culture Postcolonial Text Transformative Works and Cultures Viele lange nur gedruckt erhältliche Fachzeitschriften halten mit ihren meist zu­sätzlich vertriebenen elektronischen Fassungen am klassischen Subskriptions­modell ohne Open-Access-Komponente fest. Andere Fachzeitschriften sind nach wie vor nur gedruckt erhältlich, dies gilt vor allem für thematisch stark spe­zialisierte Zeitschriften. Eine begrüßenswerte Tendenz beim Umstieg von der gedruckten auf eine digitale Version lässt sich bei den Zeitschriften der zentra­len Fachgesellschaften (z. B. Deutscher Anglistenverband , Deutsche Gesell­schaft für Amerikastudien, Gesellschaft für Australienstudien ) beobachten, die mittlerweile fast alle (zusätzlich) Open Access zur Verfügung stehen. Manche dieser Zeitschriften werden weiterhin bei wissenschaftlichen Verlagen, andere über die Webseiten der Gesellschaften herausgegeben. Im Gegensatz dazu wird etwa die Zeitschrift der European Association of American Studies (Vereinigung der nationalen Fach­gesellschaften zu den Amerikastudien) schon seit ihrer Gründung Open Access veröffentlicht. Auf der anderen Seite gab es schon früh einzelne Internet-Publikationen, die von engagierten Wissenschaftler*innen ohne Verlagsunterstützung erfolgreich als scholar-led -Publikation im Diamond Open Access umgesetzt wurden. Neben dem freien weltweiten Zugang wurde v.a. das Potenzial des webbasierten Publizierens erkannt (Hyper­links, Integration von Bildern und audiovisuellen Quellen). Dazu zählen z. B. in Deutschland die Erfurt Electronic Studies in English (1995-2011), das American Studies Journal (seit 1996) sowie Early Modern Literary Studies (Großbritannien, seit 1995) oder Romanticism on the Net (RoN) (Kanada, seit 1996). Auch im Be­reich der Publikationen von early career scholars ist Open Access mittlerweile ein etabliertes Modell: Die Artikel der Current Objectives of Postgraduate Ame­rican Studies (COPAS) (seit 2000) sowie aspeers: emerging voices in american studies (seit 2008 im Dual-Publishing-Modell ) wurden von Beginn an unter CC-Lizenzen veröffentlicht. Manchen dieser frühen oder schon lange laufenden Online-Veröffentlichungen fehlen Merkmale, die sich mittlerweile als Standards für Open-Access-Zeitschrif­ten durchgesetzt haben, wie z. B. DOIs für einzelne Aufsätze oder auch Konzep­te für die Langzeitarchivierung. Der Fachinformationsdienst Anglo-American Culture (FID AAC) bietet hier bereits erste Dienstleistungen an, z. B. für die Zeitschrift für Australienstudien , für die DOIs vergeben und deren Jahrgänge auf dem Fachrepositorium The Stacks archiviert werden. Der FID Anglo-American Culture kuratiert eine Liste von fachrelevanten Open Access-Zeitschriften . Die Liste wird regelmäßig überprüft und erweitert. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) findet zu den Suchbegriffen English literature , English language und American literature insgesamt 451 Treffer (Stand: Mai 2025). Unter den allgemeineren Suchbegriffen American Studies (470 Treffer) und English Studies (43 Treffer) sind ebenfalls zahlreiche Monografien zu finden. Hinzu kommen Veröffentlichungen aus den Bereichen postcolonial studies , literary studies , cultural studies etc. Da die Plattform keine einheit­liche inhaltliche Erschließung anbietet, lohnt sich eine Stichwortsuche nach dem gesuchten Forschungsthema. Zusätzlich bietet die Plattform OAPEN Direktzu­griff auf viele hundert Titel zu den oben genannten Suchbegriffen. Die steigende Verfügbarkeit einer solchen Bandbreite von Open-Access-Büchern und Dokumenten ist eine positive Entwicklung der letzten Jahre. Als wichtige kommerzielle Verlage im deutschsprachigen Kontext, die ein nennens­wertes Open-Access-Angebot für die Fachcommunities rund um die Anglistik / Amerikanistik aufweisen, sind transcript , DeGruyter/Brill und Peter Lang zu nennen. Darüber hinaus bieten mehrere deutsche Universitätsverlage Möglichkeiten, Monografien im Open Access zu publizieren: Exemplarisch seien hier die Schriftenreihe Göttinger Schriften zur Englischen Philologie des Universitätsverlags Göttingen erwähnt oder Berlin University Publishing. Mittlerweile sind die meisten dieser Monografien und Sammelbände über zentrale Plattformen wie OAPEN nachge­wiesen und finden so auch ihren Weg in bibliothekarische Nachweissysteme. Es ist abzusehen, dass die Zahl der Open-Access-Bücher und die Zahl der Open Access fordernden Wissenschaftler*innen in den nächsten Jahren weiter steigt. Nicht nur wird mittlerweile die Open-Access-Publikation von Forschungsergebnissen von Drittmittelgebern wie der DFG oder dem BMFTR zur Förderbedingung erklärt, sondern Initiativen wie Enable! auf nationaler Ebene oder Knowledge Unlatched auf internationaler Ebene haben sich als zusätzliche Katalysatoren etabliert. Viele internationale Verlage, wie z. B. MIT Press haben ihre Geschäftsmodelle zu Gunsten von Open Access umgestellt oder erweitert und bieten eine Vielzahl ihrer Titel unter freien Lizenzen an. Disziplinäre Repositorien Zu den wichtigsten Repositorien für die Anglistik / Amerikanistik gehören: The Stacks ist das interdisziplinäre Fachrepositorium für die folgenden Disziplinen: Amerikastudien, Anglistik, Anglophone Postkoloniale Studien, Australien- und Neuseelandstudien, Großbritannien- und Irlandstudien so­wie Kanadastudien einschließlich aller Unterdisziplinen. Es handelt sich um ein Angebot des FID Anglo-American Culture und wird von der Niedersäch­sischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen betrieben. Neben Zweitveröffentlichungen von Verlagspublikationen (Artikel und Monogra­fien) können Wissenschaftler*innen hier bislang unveröffentlichte Doku­mente wie z. B. Vortragsmanuskripte, Lehrmaterialien oder Tagungspro­gramme publizieren. Das Repositorium archiviert außerdem ganze Zeit­schriftenbände, Schriftenreihen und Sammelbände. Alle Dokumente werden entweder sofort oder nach einem frei wählbaren Embargo Open Access zugänglich gemacht. Das Repositorium wurde 2021 mit dem DINI-Zertifikat ausgezeichnet. Humanities Commons (CORE): CORE ist ein interdisziplinäres Open-Access-Repositorium für die Geisteswissenschaften, das u.a. von der MLA (Modern Language Association) betrieben wird. Das Repositorium enthält auch graue Literatur (Lehrmaterialien, Vortragsmanuskripte). GenderOpen ist das Fachrepositorium für die Geschlechterforschung und wird vom Margherita-von-Brentano-Zentrum an der Freien Universität Ber­lin, dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Hum­boldt-Universität zu Berlin und dem Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin betrieben. media/rep/ ist das Fachrepositorium der kulturwissenschaftlichen Medien­wissenschaft sowie thematisch angrenzender Fächer und wird vom Institut für Medienwissenschaft in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg betrieben. CompaRe ist das Fachrepositorium für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und wird vom FID Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft betreut. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Der Bereich English Language and Litera­ture Commons des Digital Commons Network listet als thematisches Verzeichnis Nachweise aus institutionellen Repositorien weltweit (mit einem Schwerpunkt auf US-amerikanischen Institutionen). Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Auch die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen frei zugängliche, für die Anglistik / Amerikanistik relevante Open-Access-Inhalte bereit. Open Science in der Anglistik/ Amerikanistik Größere Open-Science-Initiativen wie Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen e.V. sind meist nicht fachspezifisch, sondern richten sich an die Geisteswissenschaften insgesamt. Open Science meint hier vor allem den Zugang zu digitalen Materialien (historische Quellen, literarische Texte, Sprach­korpora) sowie die Aufbereitung von (meist textbasierten) Forschungsdaten durch digitale Werkzeuge und deren nachhaltige Bereitstellung (z. B. im DARIAH-DE Repository ). Gerade in Forschungsbereichen, in denen nicht nur Texte, sondern auch audio­visuelle Quellen zum Forschungsgegenstand gehören, gab es schon früh Pio­nierprojekte im Internet, um von den Möglichkeiten der vielfältigen Verknüpf­ung zu profitieren (Hypermedia) sowie die freie Zugänglichkeit und - v. a. auch interdisziplinäre - Nachnutzbarkeit zu ermöglichen. So liegen beispielsweise die Ursprünge von The Rossetti Archive und The Victorian Web in den 1990er Jahren. Größere Editionsprojekte neueren Datums sind z. B. The Walt Whitman Archive und das James Joyce Digital Archive . In Deutschland schlagen vor allem Wissenschaftler*innen im Bereich der Digital Humanities sowie Projekte an wissenschaftlichen Bibliotheken neue Wege ein. Eine Verankerung von Open Science in den zentralen Fachgesellschaften gibt es bisher nur teilweise, z. B. durch die Digital American Studies Initiative (DASI) , die als Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien u. a. thematische Diskussionsforen auf den Jahrestagungen organisiert. Potenzial für eine zentrale Strategie im Umgang mit sprach- und textbasierten Forschungsdaten liegt aktuell auch in den geisteswissenschaftlichen Konsortien (z. B. Text+ ) innerhalb der Nationalen Forschungsdaten­infrastruktur (NFDI) . open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Weiterführende Literatur Blumesberger, S. (2023). FAIRe Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften: Umfrage über Aufbereitung und Archivierung von Daten. o-bib – das offene Bibliotheksjournal. 10 (4). https://doi.org/10.5282/o-bib/5883 Dreher, L., Lang, I., & Oberländer, A. (2020). Bereitschaft zu Open Access in den Geisteswissenschaften. o-bib – das offene Bibliotheksjournal, 7 (2), 1–20. https://doi.org/10.5282/o-bib/5512 Elstermann, A. (2017). The power of digital publishing: Rethinking knowledge distribution in English philology. In A.-J. Zwierlein, J. Petzold, K. Boehm, & M. Decker (Eds.), Anglistentag 2017 Regensburg. Proceedings: Vol. XXXIX (pp. 39–50). Wissenschaftlicher Verlag Trier. https://www.wvttrier.de/top/Proceedings_2017_WVT.pdf Eve, M. P. (2014). Open Access and the humanities. Contexts, controversies and the future . Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781316161012 Fitzpatrick, K. (2011). Planned obsolescence: Publishing, technology, and the tuture of the academy. New York University Press. http://mcpress.media-commons.org/plannedobsolescence/ (Link leads to manuscript version with open peer review .) Projekt AuROA (2022). Publizieren und Open Access in den Geisteswissenschaften. Erkenntnisse aus dem Projekt AuROA zu den Stakeholdern im Publikationsprozess . Link: https://projekt-auroa.de/stakeholder/#perspektiven . Severin, A., Egger, M., Eve, M. P., & Hürlimann, D. (2020). Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: an evidence-based review. F1000Research, 7 , 1925. https://doi.org/10.12688/f1000research.17328.2 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Wiebke Kartheus, UB Greifswald (Stand: Mai 2025)....