Informationsbudget als Leitungsaufgabe Gemeinsame Veranstaltung von HRK und open-access.network Die geschlossene Verstaltung richtet sich an Leitungspersonen aus Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen und wird in enger Kooperation mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) durchgeführt. Der Online-Workshop findet am 22.09.2025 von 15 bis 16.30 Uhr statt. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe " Finanzielle Gestaltung der Open-Access-Transformation an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ", die im Rahmen des BMFTR-geförderten Projekts open-access.network von der UB der Universität Bielefeld und dem Helmholtz Open Science Office durchgeführt wird. Abstract Drei Jahre nach der Empfehlung des Wissenschaftsrates (2022) an die Wissenschaftseinrichtungen, Informationsbudgets zu etablieren, wollen wir eine Zwischenbilanz ziehen. Wie ist der Stand der Entwicklung? Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht? Ist ein Informationsbudget das passende Steuerungsinstrument zur Kostenkontrolle in der Publikationserwerbung und -finanzierung? Mit der gemeinsamen Veranstaltung "Informationsbudget als Leitungsaufgabe" öffnen die beiden Organisationen – Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das BMFTR-geförderte Projekt open-access.network – einen Diskussionsraum zum Erfahrungsaustausch für Entscheidungsträger*innen auf Leitungsebene der Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Die Veranstaltung bildet den Abschluss der Workshopreihe "Finanzielle Gestaltung der Open-Access-Transformation an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen" im Rahmen des Projekts. Die Teilnahme am Workshop ist möglich für Leitungspersonen, auf Wunsch in Begleitung einer weiteren Person. Wir bitten um verbindliche Anmeldung über das Registrierungsformular auf open-access.network bis zum 21.09.2025. Programm Zeit Titel Sprecher*in 15:00 Begrüßung Katja Dammann (Universitätsbibliothek Bielefeld / open-access.network) MODERATION: Jens-Peter Gaul (HRK) 15:05 Fachinput zum Informationsbudget Gerard Meijer (Direktor am Fritz-Haber-Institut der MPG) 15:20 Erfahrungsbericht Universität Leipzig Henriette Rösch (stellv. Direktorin der Universitätsbibliothek Leipzig) 15:35 Erfahrungsbericht Universität Bielefeld Ulrich Rückert (Prorektor für Digitalisierung und Dateninfrastruktur der Universität Bielefeld) 15:50 Auswertung und Abschlussdiskussion MODERATION: Jens-Peter Gaul (HRK) 16:30 Ende Präsentationen Meijer, G. (2025). Strategic aspects of the OA transformation; Input zum Informationsbudget . https://doi.org/10.5281/zenodo.17192906 Rückert, U., & Pieper, D. (2025). Zum Stand der Einführung eines Informationsbudgets an der Universität Bielefeld . https://doi.org/10.5281/zenodo.17193032 Blogbeitrag Informationsbudget als Leitungsaufgabe. Ein Workshop von Hochschulrektorenkonferenz und open-access.network zur strategischen Steuerung der Open-Access-Transformation. oa.blog . https://doi.org/10.64395/ytm1v-nkz90...
Gemeinsam geht es besser – Kooperationen auf dem Weg zum Informationsbudget Der Online-Workshop findet am 24.09.2024 von 9 bis 12 Uhr statt. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe " Finanzielle Gestaltung der Open-Access-Transformation an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ", die im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network von der UB der Universität Bielefeld und dem Helmholtz Open Science Office durchgeführt wird. Abstract Die Einrichtung eines Informationsbudgets stellt die Wissenschaftseinrichtungen vor sehr unterschiedliche Herausforderungen. Das Ziel ist klar umschrieben, aber den Weg bahnt sich jede Einrichtung selbst. Gibt es trotz der Vielfalt an Rahmenbedingungen und Ansprüchen sinnvolle Kooperationsmöglichkeiten? In diesem Workshop geht es um verschiedene Formen der einrichtungsübergreifenden und internen Zusammenarbeit, denn Vernetzung, Austausch und gemeinsame Projekte wirken als Problemlösungsbooster. Im ersten Vortrag wird der "Kooperationsverbund Thüringer Hochschulbibliotheken" vorgestellt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Frage, wie die Open-Access-Transformation gemeinsam gestaltet werden kann. Aus Jena berichten Henrike Walter für die Ernst-Abbe-Hochschule und Lea Satzinger für die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek über aktuelle Entwicklungen in Thüringen und im Kooperationsverbund. Anschließend folgen Berichte über die konkrete Zusammenarbeit anhand von zwei Praxisbeispielen. Über Kooperationen zum OA-Monitoring und zur OA-Finanzierung sprechen Lea Satzinger für die Universitäts- und Landesbibliothek Jena sowie Peter Blume von der TU Ilmenau. Mit dem dritten Vortrag wechseln wir nach Nordrhein-Westfalen. Die Landesinitiative openaccess.nrw ist eine Serviceeinrichtung für die NRW-Hochschulen, in der sich Universitäten, Fach-, Kunst- und Musikhochschulen zusammengeschlossen haben. Eine der zentralen Aufgaben ist das Monitoring von Publikationszahlen und Publikationskosten. Nina Schönfelder und Jan-Philip Tummes von der Universität Bielefeld berichten über die Erhebungen und fragen: Was sagen uns die Zahlen? Dass Kooperationen die Arbeit erleichtern und neue Lösungsansätze erst ermöglichen, ist kein Geheimnis. Um den Schwung der Gemeinsamkeit in Gang zu setzen, hat sich die Fokusgruppe Informationsbudget gegründet. In diesem informellen Zusammenschluss von Kolleg*innen verschiedener Einrichtungen steht der Austausch im Mittelpunkt. Margit Schön und Irene Barbers vom Forschungszentrum Jülich sprechen über die Motivation zur Gründung der Fokusgruppe und was bislang erreicht wurde. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung über das Registrierungsformular auf open-access.network bis zum 23.09.2024. Programm Zeit Titel Sprecher*in 9:00 Begrüßung und Einführung Katja Dammann (Universität Bielefeld / open-access.network) MODERATION: Paul Schultze-Motel (Helmholtz-Gemeinschaft / open-access.network) 9:10 Open Access und das Informationsbudget – Zusammenarbeit im Kooperationsverbund Thüringer Hochschulbibliotheken Henrieke Walter (Ernst-Abbe-Hochschule Jena) & Lea Satzinger (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena) 9:40 Kooperation zu OA-Monitoring und OA-Finanzierung – zwei Praxisbeispiele Lea Satzinger (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena) & Peter Blume (TU Ilmenau) 10:10 Pause 10:20 Was sagen uns die Zahlen? Monitoring von Publikationen und Publikationskosten auf NRW-Landesebene Nina Schönfelder & Jan-Philip Tummes (Universität Bielefeld) 10:50 Graswurzelbewegung zur Zusammenarbeit – die Fokusgruppe Informationsbudget Margit Schön & Irene Barbers (Forschungszentrum Jülich) 11:20 Auswertung und Abschlussdiskussion MODERATION: Katja Dammann & Paul Schultze-Motel 12:00 Ende Präsentationen Barbers, I., & Schön, M. (2024). Graswurzelbewegung zur Zusammenarbeit – die Fokusgruppe Informationsbudget . https://doi.org/10.5281/zenodo.13842910 Satzinger, L., & Blume, P. (2024). Kooperation zu OA-Monitoring und OA-Finanzierung – zwei Praxisbeispiele . https://doi.org/10.5281/zenodo.13842671 Satzinger, L., & Walter, H. (2024). Open Access und das Informationsbudget – Zusammenarbeit im Kooperationsverbund Thüringer Hochschulbibliotheken . https://doi.org/10.5281/zenodo.13842556 Tummes, J.-P., & Schönfelder, N. (2024). Die Kostenreports der Landesinitiative openaccess.nrw . https://doi.org/10.5281/zenodo.13842883 Blogbeitrag In Kooperation gemeinsam Ziele erreichen. oa.blog . https://doi.org/10.64395/mr725-k8f05...
Personalressourcen und Infrastrukturkosten als Teil des Informationsbudgets Der Online-Workshop findet am 25.02.2025 von 9 bis 12 Uhr statt. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe " Finanzielle Gestaltung der Open-Access-Transformation an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ", die im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network von der UB der Universität Bielefeld und dem Helmholtz Open Science Office durchgeführt wird. Abstract Wie viele Personenstunden sollten ins Informationsbudget eingerechnet werden? Welche Infrastrukturkosten gehören dazu? In diesem Workshop legen wir den Fokus auf Aspekte des Informationsbudgets, die bislang eher wenig beachtet wurden, nämlich Personalaufwände und Betrieb von Infrastruktur für Repositorien, OJS-Instanzen, Publikationsberatung, etc. Zu Beginn stellt Bernhard Mittermaier von der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich sein „Schalenmodell“ des Informationsbudgets vor, wobei er nach einem Überblick über die verschiedenen Kostenarten im Informationsbudget den Bereich der Personalkosten genauer betrachten wird. Anschließend folgt ein Perspektivwechsel. Die Verlegerin Barbara Budrich vom gleichnamigen Verlag betrachtet in ihrem Vortrag den Prozess der Buchpublikation und gewährt einen Einblick in verlagsseitige Abläufe und Aufwände, die in einem Open-Access-Buch stecken. Im dritten Vortrag spricht Tina Osteneck vom Verband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V.. Unter dem Titel „Diamond Open Access kostet nichts? Doch!“ berichtet sie über die Erfahrungen als Fachgesellschaft eine wissenschaftliche Zeitschrift herauszugeben. Abschließend wird Gernot Deinzer von der UB Regensburg seine Einschätzungen und Überlegungen vorstellen, welcher Personalaufwand und welche zentralen und dezentralen Kosten beim Betrieb von OA-Zeitschriften an einer wissenschaftlichen Einrichtung entstehen. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung über das Registrierungsformular auf open-access.network bis zum 24.02.2025. Programm Zeit Titel Sprecher*in 9:00 Begrüßung und Einführung Katja Dammann (Universität Bielefeld / open-access.network) MODERATION: Paul Schultze-Motel (Helmholtz-Gemeinschaft / open-access.network) 9:10 Personalkosten im Schalenmodell des Informationsbudgets Bernhard Mittermaier (Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich, FZJ) 9:40 Mehr als ein Knopfdruck: die unsichtbare Verlagsarbeit hinter OA-Publikationen Barbara Budrich (Verlag Barbara Budrich) 10:10 Pause 10:20 Diamond Open Access kostet nichts? Doch! Tina Osteneck (Verband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V., VHB) 10:50 Wer ist bei Zeitschriften der Universität Regensburg beteiligt und wie können die Kosten abgeschätzt werden? Gernot Deinzer (Universitätsbibliothek Regensburg) 11:20 Auswertung und Abschlussdiskussion MODERATION: Katja Dammann & Paul Schultze-Motel 12:00 Ende Präsentationen Budrich, B. (2025). Mehr als ein Knopfdruck: die unsichtbare Verlagsarbeit hinter OA-Publikationen . https://doi.org/10.5281/zenodo.14938939 Deinzer, G. (2025). Personal- und Kostenaufwand beim Betrieb von Open-Access-Zeitschriften an einer wissenschaftlichen Einrichtung . https://doi.org/10.5281/zenodo.14939048 Mittermaier, B. (2025). Personalkosten im Schalenmodell des Informationsbudgets . https://doi.org/10.5281/zenodo.14938885 Osteneck, T. (2025). Diamond Open Access kostet nichts? Doch! https://doi.org/10.5281/zenodo.14938990 Blogbeitrag Workshop: Personalressourcen und Infrastrukturkosten im Fokus des Informationsbudgets. oa.blog . https://doi.org/10.64395/204x4-td533...
Rechnungen für Publikationskosten abteilungsübergreifend kennzeichnen und erfassen Der Online-Workshop findet am 29.05.2024 von 9 bis 12 Uhr statt. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe " Finanzielle Gestaltung der Open-Access-Transformation an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ", die im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network von der UB der Universität Bielefeld und dem Helmholtz Open Science Office durchgeführt wird. Abstract In Wissenschaftseinrichtungen werden Rechnungen über Publikationskosten in verschiedenen Abteilungen bearbeitet. Grundvoraussetzung für den Aufbau eines Informationsbudgets ist, dass alle Kosten im Kontext wissenschaftlicher Veröffentlichungen klar erfasst und zugeordnet werden. Wie gelingt eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Ziel, die Publikationskosten für die gesamte Einrichtung zu erfassen, zu steuern und schließlich zu budgetieren? Mit diesem Workshop richten wir uns insbesondere an Kolleg*innen-Tandems aus Bibliotheken und Rechnungs- bzw. Finanzabteilungen. Denn nur mit einer gemeinsamen Perspektive lassen sich die wichtigen Fragen für die erfolgreiche Implementierung eines Informationsbudgets klären. Deshalb: Kommen Sie gemeinsam mit einem Finanz- oder Bibliotheksmenschen Ihrer Einrichtung, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen! Im ersten Vortrag geht es um die Frage, welche Informationen zum Thema Publikationskosten die Leitungsebene und relevante Bereiche der Verwaltung benötigen. Melanie Stummvoll und Christian Kaier präsentieren Informationsmaterialien und Musterworkflows sowie Empfehlungen zur Erfassung und Bearbeitung von Publikationskosten, die im Projekt Austrian Transition to Open Access Two (AT2OA 2 ) erarbeitet wurden. Ergänzend berichten die Referent*innen über erste Erfahrungen und eine aktuelle Umfrage zum Thema Publikationskostenmonitoring an österreichischen Forschungseinrichtungen. Im Mittelpunkt der beiden anschließenden Vorträge steht ein Praxisbeispiel aus dem Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam. Zuerst demonstrieren Diana Otto und Luise Ott die Workflows der Rechnungsbearbeitung in der Bibliothek. Anschließend ergänzt Christina Braunwarth aus der Finanzabteilung, wie SAP-Reports im Controlling von Publikationskosten eingesetzt werden können. Die drei Referentinnen haben sich für diese Vorträge erstmals zusammengetan und erkunden nun als Bibliotheks- und Finanzabteilungs-Tandem neue Wege des Austauschs und der Zusammenarbeit. Und wie lassen sich all die Daten sinnvoll erfassen und zusammenbringen? Carsten Elsner und Christian Knoop von der TU Braunschweig stellen das Workflow-Tool CODA (Customizable Open Access Database Application) vor. Die browserbasierte Open-Source-Software bietet eine niedrigschwellige Lösung für Erfassung, Bearbeitung und Reporting publikationsbezogener Daten. Die Nutzung ist frei, die Funktion an den Bedarfen der Community orientiert und sie soll kollaborativ weiterentwickelt werden. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung – gerne im Tandem mit Kolleg*innen aus Bibliothek bzw. Finanzabteilung – über das Registrierungsformular auf open-access.network bis zum 27.05.2024. Programm Zeit Titel Sprecher*in 9:00 Begrüßung und Einführung Katja Dammann (Universität Bielefeld / open-access.network) MODERATION: Paul Schultze-Motel (Helmholtz-Gemeinschaft / open-access.network) 9:10 Erhebung und Analyse von Publikationskosten – Empfehlungen zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit Melanie Stummvoll (Universität Wien) & Christian Kaier (Universität Graz) 9:40 Workflows zur Rechnungsbearbeitung für Publikationskosten am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) Luise Ott, Diana Otto & Franziska Stahlberg (Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) 10:10 Pause 10:20 Einsatz von SAP zum Reporting und Controlling von Publikationskosten Christina Braunwarth (Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) 10:50 CODA – ein Tool zur Verarbeitung von Antrags- und Kostendaten Carsten Elsner & Christian Knoop (TU Braunschweig) 11:20 Auswertung und Abschlussdiskussion MODERATION: Katja Dammann & Paul Schultze-Motel 12:00 Ende Präsentationen Braunwarth, C. (2024). Publikationen – Herausforderungen für interne Schnittstellen und SAP . https://doi.org/10.5281/zenodo.11577823 Elsner, C., & Knoop, C. (2024). Introducing CODA – Customizable Open Access Database Application . https://doi.org/10.5281/zenodo.11578273 Kaier, C., & Stummvoll, M. (2024). Erhebung und Analyse von Publikationskosten – Empfehlungen zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit . https://doi.org/10.5281/zenodo.11576501 Ott, L., Otto, D., & Stahlberg, F. (2024). Workflows zur Rechnungsbearbeitung für Publikationskosten am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) . https://doi.org/10.5281/zenodo.11577384 Blogbeitrag Ein Ziel, zwei Abteilungen: Bibliotheken und Finanzverwaltung im Austausch über Rechnungserfassung von Publikationskosten. oa.blog . https://doi.org/10.64395/g4tqt-xac47...
Erste Schritte zum Informationsbudget: Publikationskosten erfassen und sichtbar machen Der Online-Workshop wird am 07.02.2024 von 9 bis 12 Uhr im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network von der UB der Universität Bielefeld und dem Helmholtz Open Science Office durchgeführt. Es ist die zweite Veranstaltung der Workshopreihe "Finanzielle Gestaltung der Open-Access-Transformation an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen" . Abstract Die Erfassung von Publikationskosten ist zentraler Bestandteil eines transparenten Informationsbudgets an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. In diesem Workshop werden verschiedene Aspekte zur Einführung und Umsetzung des Informationsbudgets thematisiert. Zu Beginn wird die Datenbank Open APC vorgestellt und die Teilnehmer*innen erhalten einen Einblick, wie sie die vielfältigen Abfragemöglichkeiten und -ergebnisse für das Kostenmonitoring- und -reporting in ihrer eigenen Institution nutzen können. In einer kurzen Praxis-Session können die Teilnehmer*innen Zahlen für die eigene Institution abfragen. Anschließend werden zwei verschiedene praktische Ansätze zur Rechnungserfassung vorgestellt: der zentrale Weg, in dem alle Rechnungen zu Publikationskosten an einem Ort zusammengeführt werden und der dezentrale Weg, in dem Publikationskosten anhand von Rechnungsinformationen identifiziert und erfasst werden. Im Fokus der Vorträge stehen die Prozesse der Entwicklung, Entscheidung und Implementierung an den jeweiligen Hochschulen. Teil drei widmet sich der Einbindung und Nachnutzung von Kostendaten. In einem Praxisbeispiel wird vorgestellt, wie die Erfassung von Publikationskosten in einem Repositorium erfolgt und wie Kosteninformationen mithilfe des im Projekt openCost entwickelten Metadatenschemas über eine Schnittstelle wieder extern zur Verfügung gestellt werden können. Die vorgestellten Beispiele möchten wir im zweiten Online-Workshop dieser Reihe mit Teilnehmer*innen aus Wissenschaftseinrichtungen und Hochschulen diskutieren. Dabei werden die einrichtungsspezifischen und -übergreifenden Herausforderungen praxisorientiert verglichen und bewertet. Ziele des Workshops sind Einblicke in praktische Lösungsansätze zur Erfassung von Publikationskosten sowie Austausch und Vernetzung der Teilnehmer*innen auf dem Weg zu einem transparenten Informationsbudget. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung über das Registrierungsformular auf open-access.network bis zum 05.02.2024. Programm Zeit Titel Sprecher*in 9:00 Begrüßung und Einführung Katja Dammann (Universität Bielefeld / open-access.network) MODERATION: Paul Schultze-Motel (Helmholtz-Gemeinschaft / open-access.network) 9:15 Transparentes Kostenreporting mit OpenAPC Julia Bartlewski (Universität Bielefeld) 9:40 Praktischer Einblick in die OpenAPC-Daten – Demonstration anhand interaktiver Treemap-Diagramme Julia Bartlewski (Universität Bielefeld) 10:00 Pause 10:10 Erfassung von Publikationskosten an der Universität Regensburg: der (lange) Weg zu einer zentralen Rechnungsbearbeitung Gernot Deinzer (Universität Regensburg) 10:35 Von Nadeln und Heuhaufen: erste Schritte zu einem Informationsbudget für die Universität Münster Viola Voß (Universität Münster) 11:00 openCost & DESY: Zentrale Erfassung und Nachnutzung von Kostendaten im Repositorium Lisa-Marie Stein (Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY) 11:25 Auswertung und Abschlussdiskussion MODERATION: Katja Dammann & Paul Schultze-Motel 12:00 Ende Präsentationen Bartlewski, J. (2024). Transparentes Kostenreporting mit OpenAPC . https://doi.org/10.5281/zenodo.10649830 Deinzer, G. (2024). Erfassung von Publikationskosten an der Universität Regensburg: d er (lange) Weg zu einer zentralen Rechnungsbearbeitung . https://doi.org/10.5281/zenodo.10650327 Stein, L.-M. (2024). openCost & DESY: z entrale Erfassung und Nachnutzung von Kostendaten im Repositorium . https://doi.org/10.5281/zenodo.10650661 Voß, V. (2024). Von Nadeln und Heuhaufen: e rste Schritte zu einem Informationsbudget für die Universität Münster . https://doi.org/10.5281/zenodo.10650395 Blogbeitrag Die ersten Schritte zum Informationsbudget gemeinsam gehen. oa.blog . https://doi.org/10.64395/4rqnf-s5z09...
Open-Access-Transformation der wissenschaftlichen Buchproduktion aus der Perspektive von Institutionen Der Online-Workshop wird am 07.10.2022, 10 bis 14.30 Uhr im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network vom Helmholtz Open Science Office veranstaltet. Die Veranstaltung ist Teil der Workshopreihe "Open-Access-Monografien" . Abstract Ziel dieses Workshops ist die vertiefte Diskussion der Frage, wie eine Transformation des wissenschaftlichen Buchmarktes hin zu Open Access erreicht werden kann und wie die Akteure Wissenschaft, Verlage und Forschungsförderer die Transformation des Publizierens wissenschaftlicher Bücher unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf der Perspektive von Forschungsinstitutionen, die diese Transformation voranbringen wollen. Wichtige Aspekte, die dabei bedacht werden müssen, wie Kooperation zur Erbringung von Publikationsdienstleistungen Gemeinschaftsfinanzierung von Open-Access-Büchern und Aktivitäten zur Open-Access-Transformation der wissenschaftlichen Buchproduktion werden in Vorträgen vorgestellt und diskutiert. Hauptzielgruppen des Workshops sind Bibliothekar*innen und "Open Access Professionals", Entscheider*innen von Hochschulen oder Forschungsinstitutionen und Vertreter*innen von Verlagen. Programm Zeit Titel Sprecher*in 10:00 Begrüßung und Einführung Paul Schultze-Motel (Helmholtz-Gemeinschaft / open-access.network) 10:10 Development of the Open Access Book "Market" From a Macro Perspective Niels Stern (OAPEN) 10:45 Der Publikationsfonds für Open-Access-Monografien des Landes Brandenburg – welche Motivation und welche Förderziele stehen dahinter? Anita Eppelin (VuK Open Access Brandenburg) 11:20 Anforderungen von Fördergebern an Open-Access-Bücher Katharina Rieck (FWF / cOAlition S) 11:55 Mittagspause 12:50 GEMEINSCHAFTSFINANZIERUNG VON OPEN-ACCESS-BUCHPUBLIKATIONEN: ZWEI ANSÄTZE Open Book Collective: Community-geleitete Governance und Finanzierung von Infrastrukturen für Open-Access-Bücher Tobias Steiner (COPIM) KOALA: Konsortiale Finanzierung von Open-Access-Schriftenreihen Katharina Schulz (KOALA) 13:25 Kommerzialisierung vs. scholar-led – Historie der Universitätsverlage in Deutschland Margo Bargheer (SUB Göttingen) 14:00 Diskussion / Resümee 14:30 Ende Präsentationen Bargheer, M. (2022). Kommerzialisierung vs. Scholar led – Historie der Universitätsverlage in Deutschland . https://doi.org/10.5281/zenodo.7194512 Eppelin, A., & Zeltner, A. (2022). Der Publikationsfonds für Open-Access-Monografien des Landes Brandenburg – Motivation und Förderziele . https://doi.org/10.5281/zenodo.7155640 Rieck, K. (2022). Anforderungen von Fördergebern an Open-Access-Bücher . https://doi.org/10.5281/zenodo.7220864 Schulz, K. (2022). KOALA: Konsortiale Finanzierung von Open-Access-Schriftenreihen . https://doi.org/10.5281/zenodo.7221008 Steiner, T. (2022). Open Book Collective: Community-geleitete Governance und Finanzierung von Infrastrukturen für Open Access-Bücher . https://doi.org/10.5281/zenodo.7152952 Stern, N. (2022). Development of the Open Access Book “Market” from a Macro Perspective . https://doi.org/10.5281/zenodo.7220909...
Intro Finanzierung von Open-Access-Monographien Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Monographien, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49535 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Es gibt eine Vielzahl an Geschäfts- und Finanzierungsmodellen für Open-Access-Bücher. 2 Die einzelnen Modelle haben individuelle Vor- und Nachteile, teilweise lassen sie sich miteinander kombinieren. 3 Neben den im deutschsprachigen Raum weit verbreiteten Book Processing Charges (BPCs) sind vor allem der parallele Verkauf von Druckausgaben, die institutionelle Förderung von Open Access sowie konsortiale Modelle von Bedeutung. Vielfältiger Wandel Open Access beinhaltet den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Infor­mation und deren freier Nachnutzung . Da Open-Access-Bücher für Leser*in­nen kostenlos zugänglich sind, können die im Rahmen der Veröffentlichung entstehenden Kosten nicht mehr über Buchkäufe gedeckt werden, sondern müssen durch alternative Geschäftsmodelle finanziert werden. In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften enorm gestiegen. Im Zuge dessen haben sich verschie­dene Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für Open-Access-Bücher entwickelt. Diese Modelle weisen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu den gängigen Modellen für Zeitschriften auf, sind aber im Vergleich vielfältiger und experimenteller. In der Praxis werden häufig verschiedene Ansätze miteinander kombiniert. Im Folgenden werden die wichtigsten Finanzierungsmodelle für Open-Access-Bücher im deutschsprachigen Raum kurz vorgestellt. Die Übersicht greift auf bestehende Typologien mit unterschiedlichen Komplexitätsgraden zurück, die zur weiterführenden Lektüre sehr zu empfehlen sind ( Collins et al., 2015; Speicher et al., 2018, Penier et al., 2020 ). Für die hier vorgestellte Auswahl er­wies sich darüber hinaus die knappe Übersicht des Open Access Book Toolkits ( OAPEN, 2020 ) als hilfreich. Open-Access-Bücher Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Nützliche Hinweise für die Umsetzung finden sich im Guide "How to Begin the OA Transition" ( Estelle et al., 2025 ). Video zum Publizieren von Open-Access-Büchern Quelle: Stern, N. (2020). Publishing your book in Open Access?, open-access.network. https://doi.org/10.5446/52108 ( CC BY 3.0 DE ) Publikationsgebühren (BPCs) Vorteile BPCs ermöglichen die Anerkennung und Übernahme von Kosten, die mit der Veröffentlichung qualitativ hochwertiger Open-Access-Buchpublika­tionen verbunden sind. Da Forschungsförderer , Stiftungen und Autor*­innen im deutschsprachigen Raum seit vielen Jahren auch herkömmliche Buchpublikationen über sogenannte Druckkostenzuschüsse finanzieren, ist die Hürde zur Zahlung von BPCs hier niedriger als in anderen Ländern. Nachteile Das Modell verstärkt bestehende Ungerechtigkeiten im akademischen System, indem es Autor*innen bevorteilt, die in gesicherten Positionen an finanzkräftigen Einrichtungen oder in gut ausgestatteten Drittmittel­projekten arbeiten. Autor*innen, die an weniger ausgestatteten Institu­tionen tätig sind, werden ebenso benachteiligt wie unabhängige Autor*­innen. Auf globaler Ebene benachteiligt das Modell Autor*innen aus dem globalen Süden. Kritisiert wird zudem, dass kommerzielle Verlage ihre tatsächlichen Kosten und Leistungen nicht klar darstellen, weshalb die Erstattung von BPCs zunehmend an die Einhaltung von Standards in Bezug auf Qualität und Transparenz geknüpft wird. Praxistipp Hier finden Sie hilfreiche Empfehlungen und Checklisten zu Qualitätsstandards für Open-Access-Bücher: Arbeitsgemeinschaft Universitätsverlage Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt OGeSoMo Fokusgruppe "Open-Access-Bücher" Diskutieren Sie mit Expert*innen über aktuelle Entwicklungen bei Open-Access-Büchern. Fokusgruppe "Open-Access-Monografienfonds" Diskutieren Sie mit Expert*innen über Förderbedingungen und -summen bestehender Monografienfonds. Publikationsgebühren für Bücher, auch BPCs (Book Processing Charges) ge­nannt, werden von Verlagen erhoben, um die bei der Veröffentlichung entste­henden Kosten zu decken. Sie bilden das Pendant zu den aus dem Zeitschrif­tenbereich bekannten APCs (Article Processing Charges) . Die Höhe der BPCs ist von Verlag zu Verlag unterschiedlich, der Umfang der Beträge liegt zwischen wenigen Hundert bis hin zu mehreren Tausend Euro. Dies hat verschiedene Gründe: Die von den Verlagen angebotenen Leistungen, Services und Lizenz­optionen unterscheiden sich ebenso wie die veröffentlichten Bücher. Auch Unterschiede in den Kosten- und Einnahmestrukturen der Verlage spielen eine wichtige Rolle. Und schließlich gibt es Verlage, die neben ihren tatsächlichen Kosten auch Schätzungen über entgangene Verkaufserlöse in die Berechnung ihrer BPCs einbeziehen. Ob sich eine parallele Open-Access-Publikation jedoch überhaupt auf die Verkaufszahlen im Print auswirkt, ist umstritten. Verschiede­ne Studien haben gezeigt, dass die Angst der Verlage vor gravierenden Einbrü­chen unbegründet ist ( Collins et al., 2015; Ferwerda et al., 2018; Snijder, 2019; Graf et al., 2020 ). Die Erhebung von Publikationsgebühren ist bei Open-Access-Büchern weit ver­breitet (vgl. Penier et al., 2020, S. 46-52 ). Das Modell wird sowohl von kommer­ziellen als auch von Scholar-Led- und Universitätsverlagen eingesetzt. Bezahlt werden BPCs in der Regel von Forschungsförderern oder den Einrichtungen, an denen die Autor*innen tätig sind. Inzwischen haben zahlreiche Einrichtungen – in Deutschland oftmals mit Unterstützung der DFG – hierfür Publikationsfonds eingerichtet. Gerade unabhängige Autor*innen und solche, die an finanziell schwächeren Einrichtungen tätig sind, müssen jedoch selbst für die Kosten aufkommen. Durch die autor*innenseitige Finanzierung wird das Modell auch als Author-Pays-Modell bezeichnet. Verkauf von Druckausgaben Bei der parallelen Veröffentlichung gedruckter Buchausgaben, teils auch Dual Publishing genannt, handelt es sich um ein hybrides Modell, bei dem über zusätzliche Verkäufe Einnahmen generiert werden. Dabei ersetzen die Erlöse aus dem Printbereich die Publikationsgebühren in der Regel nicht vollständig, sondern dienen lediglich als Ergänzung. Sowohl bei kommerziellen als auch bei von Wissenschaftler*innen geführten und Universitätsverlagen ist der Verkauf gedruckter Bücher – ganz im Gegen­satz zum Zeitschriftenbereich – noch immer sehr weit verbreitet. Dabei setzten kommerzielle Buchverlage in der Vergangenheit häufig auf Embargofristen und restriktive Lizenzierungsmodelle . Auch durch die Vorgaben der Forschungsför­derer ist inzwischen aber eine klare Tendenz zum goldenen Weg und offenen CC-Lizenzen erkennbar. Vorteile Der Verkauf von Druckausgaben (Paperbacks, Hardcover) kann für Ver­lage eine wichtige Einnahmequelle sein. Dank digitaler Technologien und schlanker Vertriebsstrukturen ist der hierfür erforderliche Zusatzauf­wand in den letzten Jahren merklich gesunken. Solange von Seiten der Bibliotheken und Leser*innen noch eine entsprechende Nachfrage be­steht, ist es für Verlage sinnvoll, wissenschaftliche Bücher auch weiterhin in gedruckter Form anzubieten und hierfür auch die bestehenden Kanäle des Buchhandels zu nutzen. Nachteile Trotz der Einsparungen durch den Einsatz von Verfahren wie Print-on-demand sind Herstellung und Vertrieb von Druckausgaben mit einem gewissen Kosten- und Verwaltungsaufwand verbunden. Sollte die Nachfrage nach gedruckten wissenschaftlichen Büchern in Zukunft (weiter) sinken, verliert auch das Modell an Attraktivität. Open Access und Forschungsförderer Hier finden Sie eine Einführung. Institutionelle Förderung Vorteile Für Institutionen und ihre Bibliotheken kann es sinnvoll sein, einen Teil des Budgets, das sie für die Finanzierung von (Open-Access-)Publika­tionen aufwenden, in den Aufbau eigener Publikationsservices zu inves­tieren. So können sie den eigenen (und ggfs. anderen) Wissenschaftler*­innen attraktive Konditionen gewähren, bestehende Infrastrukturen und Kenntnisse nutzen und die Reputation der eigenen Einrichtung steigern. Nachteile Um Autor*innen und Herausgeber*innen ein attraktives Publikationsum­feld bieten zu können, ist ein nicht unerhebliches Maß an Engagement nötig. Nur wenn die Aktivitäten langfristig und nachhaltig angelegt sind, kann das Modell seine Potenziale entfalten. Arbeitsgemeinschaft Universitätsverlage Hier erfahren Sie mehr über die Mitglieder und Prinzipien der AG. Im Rahmen ihrer Open-Access-Förderung bieten Hochschulen und Forschungs­einrichtungen eigene Publikationsservices für Open-Access-Bücher an. Diese können von der Einrichtung eines Repositoriums oder einer Publikationsplatt­form bis hin zum Betreiben eines Universitätsverlags reichen. Die institutionelle Förderung kann auf finanzieller, personeller oder infrastruktureller Ebene erfol­gen. Bibliotheken kommt hierbei häufig eine zentrale Rolle zu. Die Unterstüt­zung ermöglicht es Universitätsverlagen, Publikationsgebühren entweder nied­rig zu halten oder gar komplett darauf zu verzichten. Dass Universitätsverlage nicht gewinnorientiert arbeiten, wirkt sich ebenfalls positiv auf die Preisgestal­tung aus. Die Nutzung der Services kann auf Mitglieder der eigenen Universität beschränkt sein oder sich auch an Wissenschaftler*innen anderer Institutionen richten. Vor allem Einrichtungen, in denen die Geistes- und Sozialwissenschaften stark vertreten sind, bieten inzwischen eigene Publikationsmöglichkeiten für Bücher an. Die Mehrheit der deutschsprachigen Universitätsverlage hat sich in der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage zusammengeschlossen. Zu den bekanntesten Verlagen zählen der Universitätsverlag Göttingen , Heidelberg University Publishing und KIT Scientific Publishing . Bibliothekskonsortien Im Rahmen von Bibliothekskonsortien verpflichten sich Bibliotheken dazu, einen Beitrag zur Open-Access-Publikation einer Auswahl an Büchern zu leisten. Diese Bundles können entweder thematisch gruppiert oder auf (einzelne oder mehrere) Verlage bezogen sein. Sobald sich genügend Bibliotheken beteiligt haben und das finanzielle Ziel erreicht wurde, werden die Bücher frei zugänglich gemacht. Dieses Erlösmodell ähnelt dem aus anderen Bereichen bekannten Crowdfunding, wobei die Crowd hier aus Institutionen besteht. Konsortiale Modelle sind im Bereich der Zeitschriften bereits weit verbreitet. Für die Geisteswissenschaften ist vor allem das Crowdfunding-Modell der Open Lib­rary of Humanities (OLH) von Bedeutung. Im Buchbereich nimmt Knowledge Unlatched eine Vorreiterrolle ein und hat bislang über 3.000 Bücher (Stand: November 2021) Open Access zugänglich gemacht. Aktuell werden im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Beschleunigung der Transfor­mation zu Open Access des BMBF mehrere Vorhaben gefördert, die konsor­tiale Modelle für Buchreihen entwickeln (KOALA, OAdine, TOAA). Auf interna­tionaler Ebene beschäftigt sich das Projekt COPIM mit der (Weiter-)Entwicklung alternativer Geschäftsmodelle. Vorteile Konsortiale Modelle ermöglichen den Verzicht auf BPCs mit all ihren Nachteilen, weshalb sie für Autor*innen sehr attraktiv sein können. Darüber hinaus bieten sie Verlagen einen niedrigschwelligen Weg hin zur Open-Access-Transformation des eigenen Programms. Auf Seiten der Bibliotheken können sie schließlich den mit der Erwerbung von Büchern einhergehenden Bearbeitungsaufwand erheblich reduzieren. Nachteile Es gibt keine Garantie dafür, dass immer genügend Bibliotheken gefunden werden, die sich an der Finanzierung eines Bundles beteiligen. Zudem besteht die Gefahr, dass Bibliotheken vor dem Hintergrund knapper Budgets darauf spekulieren, dass die erforderlichen Summen auch ohne ihr Zutun erreicht werden können (Freerider-Problematik). Kommerziell ausgerichtete Modelle können darüber hinaus Skepsis bei Bibliotheken hervorrufen und zu deren Zurückhaltung beitragen. Weitere Modelle Die hier skizzierten Modelle stellen lediglich eine Auswahl dar. Unter den zahlreichen weiteren Modellen, die häufig noch nicht flächendeckend erprobt sind, sollen zwei zumindest kurz erwähnt werden: das Freemium-Modell und das Modell institutioneller Mitgliedschaften. Freemium Im Freemium-Modell veröffentlicht ein Verlag oder Dienstleister eine Ausgabe des Buchs Open Access, ohne von den Autor*innen eine Publika­tionsgebühr zu verlangen. Diese kostenlose Open-Access-Veröffentlichung wird über andere Einnahmequellen subventioniert. Dies kann z. B. durch den Verkauf von digitalen Ausgaben mit zusätzlichen Funktionalitäten und in anderen Formaten (enhanced HTML, e-pub/mobi, etc.) geschehen. Das Modell wird zwar bereits von einigen Verlagen und Plattformen wie z. B. OpenEdition und Open Book Publishers erfolgreich angewendet, ob es sich bewährt, wird sich jedoch noch zeigen müssen. Institutionelle Mitgliedschaften Ein weiteres Modell stellen institutionelle Mitgliedschaften dar. Hierbei zahlen Bibliotheken oder andere Einrichtungen – häufig im Rahmen von Konsortialverträgen – einen jährlichen Mitgliedsbeitrag an einen Verlag, der einen Teil der Kosten für die Veröffentlichung von Büchern über­nimmt. Mitgliedseinrichtungen und ihre Autor*innen können darüber hinaus weitere Rabatte erhalten. Das Modell ist vor allem im Zeitschrif­tenbereich verbreitet, wird aber auch von wissenschaftlichen Buchver­lagen wie Open Book Publishers oder Punctum Books eingesetzt und kann einen wichtigen Beitrag zur Vereinfachung und Entbürokratisierung des Open-Access-Publizierens leisten. Literatur Collins, E., Milloy, C., & Stone, G. (2015). Guide to open access monograph publishing for arts, humanities and social science researchers. Helping researchers to understand the opportunities and challenges of publishing a scholarly monograph in open access. AHRC/Jisc Collections. eprints.hud.ac.uk/id/eprint/25391/ http://eprints.hud.ac.uk/id/eprint/25391/1/Guide-to-open-access-monograph-publishing-for-researchers-final.pdf Estelle, L., Jago, D., Jones, R., Laakso, M., Snijder, R., & Wise, A. (2025). How to begin the OA transition: a guide for smaller and specialist publishers. 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