Suche

  1. Open Access in der Mathematik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Open Access in der Mathematik Im Gegensatz zu vielen naturwissenschaftlichen oder technischen Disziplinen wird in der Mathematik nach wie vor ältere Literatur für aktuelle Forschungsfragen herangezogen. Daher beschränkt sich freier Zugang in der Mathematik nicht auf aktuelle Forschungsergebnisse, sondern schließt auch ältere Literatur mit ein. Die Retrodigitalisierung und der freie Zugriff auf diese digitalen Inhalte spielen in diesem Fach eine große Rolle. Ein weiterer Unterschied zu den meisten naturwissenschaftlichen Disziplinen ist die Akzeptanz von Literatur ohne wissenschaftliche Qualitätsprüfung. So erhielt beispielsweise Grigori Jakowlewitsch Perelman 2006 die Fields-Medaille für eine Reihe von drei Artikeln über den Beweis zur Poincaré-Vermutung, welche er ausschließlich auf dem Preprintserver arXiv veröffentlicht hatte. Auch ohne klassisches Peer-Review-Verfahren konnte Perelmans Beweis so aufgrund der Open-Access -Veröffentlichung von verschiedenen Gruppen überprüft werden. In der Mathematik ist die Kritik an den steigenden Zeitschriftenpreisen sehr verbreitet. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade hier Forschende oftmals zum Boykott von Wissenschaftsverlagen (z. B. The Cost of Knowledge ) aufrufen und sich auch selbst daran beteiligen. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals listet unter dem Stichwort Mathematics 815 Einträge (Stand: November 2025). Publikationsgebühren werden oftmals kritisch gesehen. Vor diesem Hintergrund werden mathematische Zeitschriften häufig in Geschäftsmodellen ohne Publikationsgebühren veröffentlicht. Viele dieser Zeitschriften werden direkt von wissenschaftlichen Institutionen oder Fachgesellschaften herausgegeben. Beispiele hierfür sind: Journal de l'École Polytechnique – Mathématiques Documenta Mathematica Da, wie eingangs erwähnt, in der Mathematik ältere Literatur von großer Bedeutung ist, werden häufig ältere Zeitschriftenbände online frei zugänglich zur Verfügung gestellt, auch wenn die aktuellen Bände Closed Access , also kostenpflichtig sind. In diesen Fällen wird oftmals das Geschäftsmodell der Moving Wall mit Embargofrist angewandt: Für einen gewissen Zeitraum (z.B. die ersten fünf Jahre nach Erscheinen) ist der Zugang kostenpflichtig, anschließend wird er kostenfrei. Bei Veröffentlichen in Open-Access-Zeitschriften ist auch in der Mathematik Vorsicht vor Predatory Publishing geboten. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Subject Mathematics listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 95 Titel, unter Mathematics & science werden 207 Titel aufgeführt. OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Mathematics rund 70 Titel (Stand: November 2025). Im Fach Mathematik werden die meisten Bücher in Verlagen mit traditionellen Geschäftsmodellen veröffentlicht. Open-Access-Bücher sind bislang eine Randerscheinung. Disziplinäre Repositorien Das wichtigste Repositorium in der Mathematik ist das e-Print Archiv arXiv für Physik, Mathematik und verwandte Fächer (siehe Fachseite Physik ). Die lange Zeit gängige Praxis, Preprints auf den eigenen Institutionsseiten zu veröffentlichen, wurde mit der steigenden Bedeutung von arXiv eingestellt. Viele Repositorien in der Mathematik veröffentlichen keine neuen Preprints mehr. Forschungsdaten aus der Mathematik können gut auf Zenodo abgelegt werden oder in fachspezifischen Repositorien, die zum Beispiel mit re3data gefunden werden können. Zusätzlich existieren für das Fach Open-Access-Repositorien mit retrodigitalisierter Literatur. Die bedeutendsten sind: Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ) : enthält u.a. die Kollektion Mathematica , in welcher der gesamte historische Bestand der SUB Göttingen an mathematischer Literatur bis einschließlich 1900 zugänglich gemacht wird. NUMDAM : ist an der Université Grenoble Alpes angesiedelt und beinhaltet viele französische und italienische Zeitschriften. Der Zugang ist frei, allerdings gibt es von Zeitschrift zu Zeitschrift variierende Embargofristen. The University of Michigan Historical Mathematics Collection : enthält Monografien des 19. und frühen 20. Jahrhundert Historical Math Monographs (Cornell University Library) Project Euclid (Cornell University): bietet elektronisch publizierte Zeitschriften an, viele davon im Open Access Eine Übersicht zu diesen und weiteren Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier gibt es eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige hilfreiche Angebote Seit dem Jahr 2021 ist die Informationsplattform zbMATH OPEN (ehemals Zentralblatt für Mathematik) frei zugänglich. Durch offene und nachnutzbare Schnittstellen wird die Vernetzung und der Austausch von wissenschaftlichen Informationen gewährleistet. Die Plattform soll sich als zentraler Punkt in einer offenen globalen Bibliothek für Mathematik etablieren. Ein weiteres freies Recherchetool ist The European Digital Mathematics Library ( EuDML ) . Darüber hinaus gibt es im Rahmen des Committee on Electronic Information and Communication (CEIC) of the International Mathematical Union (IMU) Bestrebungen, eine World Digital Mathematics Library (WDML) zu entwickeln. Darin soll die gesamte mathematische Literatur erschlossen, miteinander verknüpft, dauerhaft frei zugänglich und nachnutzbar werden. Ein erster Schritt ist hierbei durch zbMATH OPEN erfolgt. Zur wissenschaftlichen Qualitätssicherung von Open-Access-Artikeln stellt das Projekt épisciences.org eine freie Plattform zur Verfügung, auf der Beiträge ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen können. So können auch Artikel auf Preprint-Servern wie arXiv einer wissenschaftlichen Qualitätsprüfung unterzogen werden. Open Science in der Mathematik Mathematische Methoden werden immer häufiger auch in der interdisziplinären Forschung erfolgreich angewendet und sind dementsprechend weit verbreitet. So finden Modelle, Parameter, Daten und numerische Algorithmen aus der Mathematik beispielsweise im Bereich maschinelles Lernen Verwendung. In ihrer freien Veröffentlichung liegt folglich ein großer Vorteil für die interdisziplinäre Forschung. Gerade im Bereich der Datenwissenschaften sind hierfür jedoch teils immense Rechnerleistungen nötig (vgl. Mathematical Research Data Initiative ). Traditionell stellt das Beweisen mathematischer Sätze das zentrale Element der mathematischen Publikationskultur dar. Diese Beweise müssen für die Lesenden innerhalb des Beitrags vollständig nachvollziehbar sein. Da im Rahmen von Open-Access-Publikationen sämtliche Inhalte bereits frei verfügbar sind, bestand lange kein Bedarf, zusätzliche Forschungsdaten bereitzustellen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung entstehen jedoch zunehmend rechnergestützte Beweisverfahren, Visualisierungen und weitere Arten mathematischer Forschungsdaten, deren offene Zugänglichkeit immer wichtiger wird. Mathematische Forschungsdaten sind sehr komplex und vielfältig. Der in der Entstehung begriffene MaRDI Knowledge Graph verknüpft viele offene Quellen mathematischer Forschungsdaten. Auf dem MaRDI Portal lassen sich neben dem Graphen weitere, auf die mathematische Community zugeschnittene Forschungsdaten-Services entdecken. Wird in der Mathematik Software entwickelt, dann wird diese oft über Github versioniert und zur Verfügung gestellt . (GitHub gehört seit 2018 zu Microsoft, auf öffentliche Repositorien kann ohne Anmeldung zugegriffen werden. Für das Hochladen eigener Daten ist eine Anmeldung notwendig, die grundlegenden Funktionen des Dienstes stehen kostenlos zur Verfügung.) Viele Universitäten und Forschungsinstitute bieten eigene Git-Instanzen (zum Beispiel auf der Open-Source-Plattform Gitlab basierend) an. In Zeitschriften, die die rechenintensiven Bereiche der Mathematik, zum Beispiel Numerik, abdecken, gibt es teilweise schon eine Überprüfung der Reproduzierbarkeit der Code- und Software-Komponenten eines Papers. Ein Beispiel dafür ist Computational Science and Engineering , ein Journal mit eigenem Code Review Board, das im goldenen Open Access veröffentlicht wird. Es gibt Bestrebungen, dies auf weitere Teile der Mathematik auszudehnen . Der " Jean-Pierre Demailly Prize " zeichnet seit 2024 Projekte aus, die einen Beitrag zur Förderung von Open Science in der Mathematik leisten. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Weiterführende Literatur Boege, T., Fritze, R., Görgen, C., Hanselman, J., Iglezakis, D., Kastner, L., Koprucki, T., Krause, T., Lehrenfeld, C., Polla, S., Reidelbach, M., Riedel, C., Saak, J., Schembera, B., Tabelow, K., & Weber, M. (2022). Research-data management planning in the German mathematical community [Preprint]. arXiv. https://arxiv.org/pdf/2211.12071 Das, P. K. (2017). Anatomy of open access mathematics journals. Journal of Information and Knowledge, 53(6), 447–454. https://doi.org/10.17821/srels/2016/v53i6/98585 Hanselman, J. (2025). Guidelines for writing and reviewing mathematical software. Notices of the AMS. https://www.ams.org/journals/notices/202507/noti3210/noti3210.html Taubert, N. (2021). Green open access in astronomy and mathematics: The complementarity of routines among authors and readers. Minerva, 59, 173–194. https://doi.org/10.1007/s11024-020-09424-3 Teschke, O. (Dezember 2018). Green, gold, platinum, nickel: On the status of open access in mathematics. EMS Newsletter. https://ems.press/content/serial-article-files/10613?nt=1 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Gernot Deinzer, UB Regensburg . Letzte inhaltliche Überarbeitung: Tabea Bacher, Max Planck Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPI MiS) , mit freundlicher Unterstützung von Britta Schneemann, MPI MiS (Stand November 2025)....

  2. Open Access in der Medienwissenschaft

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Medien­wissen­schaft Die Medienwissenschaft beschäftigt sich mit der Theorie, Geschichte und Ästhe­tik von Medien und Mediensystemen. Die kulturwissenschaftliche Medienwis­senschaft ist in Deutschland in den 1970er-Jahren vor allem auf dem Nährbo­den der germanistischen Literaturwissenschaft entstanden, hat ihre Begriffe und Methoden aber auch aus der Theaterwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Philosophie entlehnt. Die Filmwissenschaft ist teils fester Bestandteil medienwissenschaftlicher Studiengänge, wird aber auch als eigener Abschluss geführt. Die Medienkulturwissenschaft unterscheidet sich von der sozialwissen­schaftlich und empirisch ausgerichteten Publizistik und Kommunikationswissen­schaft, wobei es in manchen Instituten und Studiengängen zu Überschnei­dungen kommen kann. Wie in den meisten geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern erfolgt der Umstieg auf Open Access im Fach in breiter Front erst seit wenigen Jahren. Ein Grund hierfür liegt in der medienwissenschaftlichen Publikationskultur, in der Monografien und Sammelbände weiterhin eine große Rolle spielen. Die Ver­lagsreputation ist für Publikationsaktivitäten in der Medienwissenschaft ein wichtiges Kriterium, bibliometrische Indikatoren wie der Journal Impact Factor spielen dagegen bislang nur eine untergeordnete Rolle. In den letzten Jahren haben die Verlage ihr Engagement für Open Access deutlich gesteigert, sodass den Wissenschaftler*innen sowohl auf dem goldenen als auch auf dem grünen Weg zahlreiche Optionen zur Open-Access-Veröffentlichung zur Verfügung stehen. Mit dem Flipping der Zeitschrift für Medienwissenschaft (ZfM) , die seit 2017 Open Access bei transcript erscheint, hat die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) ein wichtiges Zeichen gesetzt. Ein weiterer Meilenstein war die Einrich­tung des an der Universität Marburg angesiedelten Fachrepositoriums media/rep/ in 2018. Im gleichen Jahr wurde in der GfM auch die AG Open Media Studies und das gleichnamige Blog gestartet. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) listet unter dem Suchwort Media 326 Einträge (Stand: März 2024). Wichtige medienwissenschaftliche Open-Access-Zeitschriften aus dem deutsch­sprachigen und europäischen Raum sind: Apparatus. Film, Media and Digital Cultures of Central and Eastern Europe DOAJ ffk Journal Journal for Religion, Film and Media DOAJ Kieler Beiträge zur Filmmusikforschung MEDIENwissenschaft | Rezensionen Reviews mediaesthetics – Journal of Poetics of Audiovisual Images Nach dem Film Navigationen – Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften NECSUS – European Journal of Media Studies DOAJ Paidia – Zeitschrift für Computerspielforschung Research in Film and History DOAJ Spheres – Journal for Digital Cultures Zeitschrift für Medienwissenschaft DOAJ Eine der ersten Zeitschriften, die nach einem Embargo online verfügbar waren, war das filmwissenschaftliche Journal montage AV , dessen umfangreiches Archiv frei im Internet heruntergeladen werden kann. Nach einer Frist von zwölf Mona­ten sind auch die Ausgaben von Digital Culture & Society verfügbar. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Das Directory of Open Access Books (DOAB) listet in der Rubrik Media studies 932 Titel, in der OAPEN Library sind es in der Rubrik Media studies 891. Hinzu kommen v. a. für die Filmwissenschaft relevante Kategorien wie Film theory & criticism, Film, TV & radio oder Films, cinema mit insgesamt 612 (DOAB) bzw. 464 Titeln in den Kategorien bei OAPEN (Stand: März 2024). Zu den wichtigsten deutschen Verlagen, die medienwissenschaftliche Titel als Open Access veröffentlichen, gehören De Gruyter , Springer , transcript und Schüren . meson press , entstanden aus einem Projekt der Universität Lüneburg, veröffentlicht ausschließlich Open-Access-Bücher . Diese Schriftenreihen stellen eine Auswahl ihrer Titel im Open Access zur Verfügung: Cinepoetics – Poetologien audiovisueller Bilder Medien'Welten – Braunschweiger Schriften zur Medienkultur Medien – Wissen – Bildung Zürcher Filmstudien Im Rahmen eines BMBF-geförderten Projekts zur Open-Access-Transforma­tion startete transcript 2021 zusammen mit dem Fachinformationsdienst Medien-, Film- und Kommunikationswissenschaft adlr.link die Open Library Medienwissenschaft . Disziplinäre Repositorien Das für die deutschsprachigen Medienwissenschaften wichtigste Repositorium ist das 2018 gestartete Repositorium für Medienwissenschaft media/rep/ . Das Fachrepositorium sammelt medienwissenschaftliche Publikationen und macht diese im Open Access verfügbar. Zu den gesammelten Dokumenten gehören Artikel und Beiträge, Monografien, Schriftenreihen sowie komplette Zeitschrif­tenarchive . Unter anderem sind dort montage AV , AugenBlick , Navigationen , die Zeitschrift für Medienwissenschaft , Digital Culture & Society , VIEW und NECSUS Euro­pean Journal of Media Studies verfügbar. Neben Veröffentlichungen in Textform archiviert media/rep/ auch Videos und ab Ende 2021 auch Audiodateien. Darüber hinaus werden viele medienwissenschaftliche Publikationen auch im Social Science Open Access Repository (SSOAR) zweitveröffentlicht. Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie rechtliche Informationen rund um Open Access. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Der Fachinformationsdienst Medien-, Film- und Kommunikationswissen­schaft adlr.link an der Universitätsbibliothek Leipzig betreibt das zentrale Suchportal des Fachs, in dem Open-Access-Ressourcen besonders gekenn­zeichnet werden. Das Open-Media-Studies-Blog bietet ein öffentliches Forum für aktuelle Debatten rund um den Themenkomplex Open Science, Open Access, Openness und Zugang in den Medienwissenschaften und darüber hinaus. Open Access in Media Studies ist eine kuratierte Website, deren Ziel es ist, über medienwissenschaftliche Open-Access-Publikationen zu informieren und diese zu fördern. MediArXiv ist ein Community-geführtes digitales Archiv für Medien-, Film- und Kommunikationsforschung mit integrierter Publikationsplattform für Working Papers, Preprints , Postprints und veröffentlichte Manuskripte. Das Blog filmwissenschaft.umsonst sammelt und kommentiert deutsch­sprachige Open-Access-Publikationen aus den Bereichen Medien-, Film- und Fernsehwissenschaft. Film Studies For Free ist ein Blog, das Open-Access-Ressourcen aus Film- und Medienwissenschaft kommentiert bzw. auf diese verlinkt. Auch die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen inzwischen für die Medienwissenschaft relevante Open-Access-Inhalte bereit. Open Science in der Medien­wissen­schaft Die 2018 gegründete AG Open Media Studies der GfM hat es sich zum Ziel gemacht, die Medienwissenschaft für Open Science in ihrer vollen Breite zu sensibilisieren und Arbeitsprozesse transparenter zu machen. Ab 2022 nimmt das Repositorium für Medienwissenschaft media/rep/ in Zusammenarbeit mit NFDI4Culture auch Forschungsdaten der Medien­wissenschaft auf. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Weiterführende Literatur Kammerer, D. (2020, December 14). Nicht nur suchen und finden, sondern entdecken und erforschen. Dietmar Kammerer über das Open-Access-Repositorium media/rep/ als Werkzeug medienwissenschaftlicher Forschung. Open-Media-Studies-Blog Der Zeitschrift Für Medienwissenschaft . https://zfmedienwissenschaft.de/online/open-media-studies-blog/nicht%20nur%20suchen%20und%20finden Bearbeitung der Inhalte der Seite: Dr. Dietmar Kammerer, Philipps-Universität Marburg / NFDI4Culture , Andreas Kirchner , Universität Konstanz / open-access.network. Letzte inhaltliche Überarbeitung: Dr. Kai Matuszkiewicz, Philipps-Universität Marburg (Stand: Juli 2024)....

  3. Open Access in der Romanistik

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Linguistik Hier finden Sie eine Einführung. Open Access in der Romanistik Wenngleich die Romanistik den Zugriff auf digitale Publikationen hoch schätzt, ist Open Access hier im Vergleich zu anderen Disziplinen eher unterrepräsentiert. Die Publikationskultur der Disziplin ist heterogen, aber etablierte Modelle der Publikation und Dissemination von Forschungsergebnissen nehmen eine zentrale Rolle ein. Einen besonderen Stellenwert hat nach wie vor die gedruckte Monographie. Auch Sammelbände sind neben Zeitschriften eine wichtige Publikationsform. Vermehrt setzen Verlage und verlagsunabhängige Zeitschriften, aber auch Forschende und Verbände neue Akzente in Form von Open-Access-Publikationen und -Initiativen. Dies betrifft bislang vor allem den Zeitschriftenbereich, zunehmend aber auch Monographien und Sammelbände. Das Thema nimmt immer stärkeren Eingang in die romanistische Publikationskultur, nicht zuletzt durch die Positionierungen und Forderungen der Forschungsförderer. Viele kleine Verlage, die in der Romanistik einen wesentlichen Teil des Publikationsoutputs verantworten, haben inzwischen entsprechende Angebote. Auch das Informationsangebot und die Vernetzungsaktivitäten des Fachinformationsdienstes (FID) Romanistik sind zu nennen. Aus der Community kamen Impulse durch Zeitschriftenneugründungen sowie durch das Positionspapier Open Access und Forschungsdaten. Ein Positionspapier der AG Digitale Romanistik ( Schöch et al., 2017 ) der AG Digitale Romanistik des Deutschen Romanistikverbands . Das Thema bekommt auch durch Workshops des Romanistikverbands insbesondere im Mittelbau-Bereich stärkere Präsenz, wie auch durch überfachliche Diskussionen und Fortbildungsangebote an Graduiertenschulen. Best-practice-Beispiele und konkrete Erfahrungsberichte wurden 2017 in einem Workshop mit Beteiligung von Verlagen, Herausgebenden und Forschenden präsentiert ( Hornung & Trapp, 2018 ). Eine Umfrage ( Hornung et al., 2017 ) des FID Romanistik aus dem Jahr 2016 gibt Aufschluss hinsichtlich der Frage, wie Open Access im Fach wahrgenommen wird und erläutert, welche Faktoren die Forscher*innen im Publikationsprozess hinsichtlich der Entscheidung zwischen Open oder Closed Access beeinflussen. Sie zeigt, dass dabei das Renommee von Verlag, Reihe, Zeitschrift und Herausgebenden entscheidende Faktoren sind. In einigen Fällen hängt von ihnen ab, ob Forschende Open oder Closed Access veröffentlichen, in anderen Fällen ist die Überzeugung der Forscher*innen von Open Access ein eigenständiger Faktor bei der Entscheidung. Peer-Review -Verfahren sind kein entscheidender Faktor, auch in punkto Begutachtung nehmen Herausgebende und Verlage eine prominente Bedeutung ein. Der hohe Verbreitungsgrad von Open-Access-Publikationen sowie deren Auffindbarkeit werden zwar geschätzt, sind aber nicht ausschlaggebend. Impact Factors, die in anderen Disziplinen zentral sind, spielen in der Romanistik kaum eine Rolle. Eine neuere Umfrage des FID (Schepers 2024) lässt auf eine geschärfte Aufmerksamkeit für Open Access schließen: Es werden konkrete Anliegen und Problemstellungen wie die Finanzierung von Open-Access-Monographien oder Möglichkeiten der Zweitveröffentlichung von Verlagspublikationen formuliert. Diese verweisen zugleich auf Informationsbedarf und Hindernisse des Open-Access-Publizierens. Open-Access-Zeitschriften Das Directory of Open Access Journals listet unter den Stichwörtern Romanic languages 66 Einträge und French literature - Italian literature - Spanish literature - Portuguese literature 176 Einträge (Stand: April 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: apropos [Perspektiven auf die Romania] Estudios Culturales Hispánicos (Universität Regensburg) HeLix – Dossiers zur romanischen Literaturwissenschaft Horizonte – Neue Serie • Nuova Serie Romanische Studien Versants – Revista suiza de literaturas románicas (Universität Bern) Zeitschrift für Katalanistik – Revista d’Estudis Catalans (Deutscher Katalanistenverband) Aus angrenzenden und übergeordneten Bereichen wie der allgemeinen Linguistik und vergleichenden Literaturwissenschaft oder den Digital Humanities sind weitere Zeitschriften auch für die Romanistik relevant, darunter: Glossa: a journal of general linguistics HiN – Alexander von Humboldt im Netz Iberoamericana. América Latina - España - Portugal iMex. México Interdisciplinario/Interdisciplinary Mexico Miradas – Zeitschrift für Kunst- und Kulturgeschichte der Amérikas und der iberischen Halbinsel PhiN – Philologie im Netz Pragmática Sociocultural / Sociocultural Pragmatics Textpraxis. Digitales Journal für Philologie Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht ZfdG - Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften Daneben sind Rezensionsjournale wie fabula.org für die Frankoromanistik zu nennen. Eine Bibliodiversität wird auch mit Blick auf die im romanischen Ausland fester verankerten Open-Access-Publikationen sichtbar, in besonderem Maße hinsichtlich lateinamerikanischer Angebote der Plattformen sciELO , Redalyc , AmeliCA und Latindex ( Müller, 2020 ). Unter den deutschsprachigen Angeboten finden sich aber auch frühe Pionierprojekte. Insbesondere startete PhiN – Philologie im Netz bereits 1997 als reine Open-Access-Publikation. Die Anzahl von Open-Access-Zeitschriften steigt vor allem durch Neugründungen wie apropos [Perspektiven auf die Romania] . Hingegen sind Transformationen bestehender Periodika in der deutschsprachigen Romanistik bislang noch selten. Gewissen Beispielcharakter kann aber etwa die Zeitschrift für Katalanistik haben, die alle Ausgaben hybrid gedruckt und digital Open Access zur Verfügung stellt und dafür auch die älteren Jahrgänge seit Ersterscheinung im Jahr 1988 retrodigitalisiert hat. Eine ähnliche Neupositionierung liegt im Falle von Versants vor. Die Zeitschrift Horizonte - Neue Serie • Nuova Serie wurde nach Einstellung des subskriptionsbasierten Vorläufers Horizonte als eigenständige Open-Access-Publikation neu gegründet. Spektakulär war 2016 die Gründung der Open Access Zeitschrift Glossa , die 2016 aus einem Konflikt zwischen dem Herausgebergremium der Zeitschrift Lingua und dem Verlag Elsevier entstanden ist. Während Publizierende anderer Disziplinen häufig Gebühren (APCs) für Open-Access-Publikationen zahlen müssen, ist dieses Finanzierungsmodell in der Romanistik mit wenigen Ausnahmen nicht üblich. Zumeist ist das Publizieren für die Forschenden kostenfrei, da viele reine Open-Access-Zeitschriften von Instituten bzw. in Eigeninitiative der Herausgebenden betrieben werden ( Diamond Open Access ). Ausnahmen davon sind hybride Zeitschriften der großen Verlage, in denen einzelne Artikel gegen Zahlung von Gebühren Open Access veröffentlicht werden. Relevant ist auch die Möglichkeit einer Zweitveröffentlichung der Beiträge auf einem Dokumentenserver nach einer Embargofrist von 12 Monaten. Im Beispiel von promptus – Würzburger Beiträge zur Romanistik wird dies von den Herausgebenden umgesetzt. In der Romanistik ist das Zeitschriften-Hosting in Eigenbetrieb oder durch die lokalen Bibliotheken relativ gängig, von denen manche auch überregional aktiv sind. Das lässt sich am Beispiel der Zeitschrift apropos [Perspektiven auf die Romania] demonstrieren, die von der Hamburg University Press mit der freien Software Open Journal Systems (OJS) gehostet wird. Die französische Plattform OpenEdition Journals beherbergt zahlreiche weitere romanistisch relevante Zeitschriften aus verschiedenen Ländern. Zu nennen sind auch der Publikationsservice des Iberoamerikanischen Instituts , die Hostingangebote vieler lokaler Universitätsbibliotheken sowie die Open Library of Humanities . Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Suchbegriff Romance languages führt das Directory of Open Access Books 171 Einträge, unter Romance literature 193; hinzu kommen die Titel der romanistischen Einzeldisziplinen wie bspw. Catalan language mit 45 Titeln. OAPEN führt unter Romance languages 804 Titel, unter Romance literature 121 (Stand: April 2024). Beispiele im Bereich frei verfügbarer Monographien und Sammelbände, die in der Regel Open Access und parallel gedruckt erscheinen, sind: die Beihefte der Zeitschrift Romanische Studien die Reihe Imágenes de la diversidad funcional. Literatura, artes escénicas, visuales y virtuales , die seit 2018 bei Peter Lang erscheint die Reihe Aula , die de Gruyter seit 2020 verlegt die Angebote der hybrid publizierenden Universitätsverlage , die bereits früh Open-Access-Modelle entwickelt haben die französische Plattform OpenEdition Books die Reihe Open Romance Linguistics bei Language Science Press die geisteswissenschaftlichen Publikationsreihen bei Open Humanities Press und Open Book Publishers Einzeltitel bei diversen Verlagen mit romanistischem Programm, darunter AVM, de Gruyter, Peter Lang, transcript und Vervuert. Das Panorama dieser Publikationen ist äußerst heterogen. Mit hohem Anteil umfasst es Neuerscheinungen. Daneben stehen Titel, die nach einer gewissen Frist frei zugänglich gemacht werden oder als Neuauflage oder Übersetzung Open Access erscheinen, wie im Falle von Joachim Küppers Klassiker Discursive "Renovatio" in Lope de Vega and Calderón . Auch gab es eine erste Initiative zum Freikauf von Verlagspublikationen in Partnerschaft von mehreren Fachverlagen mit Knowledge Unlatched, die aber nicht erfolgreich war . Nachdem die DFG Open Access zum prioritären Publikationsmodus der geförderten Projekte erklärt hat und dies bei weiteren Forschungsförderern bereits verpflichtend ist, ist eine Stärkung der OA-Monographie in der Romanistik zu erwarten. Ein Hemmnis sind hier allerdings die zusätzlichen Kosten, die bei den meisten traditionellen Verlagen für den freien Zugang einer Monografie entstehen. Flächendeckende Förderprogramme gibt es derzeit nicht. Möglich sind Kostenübernahmen punktuell über Monografienfonds, die inzwischen an vielen wissenschaftlichen Institutionen eingerichtet wurden, über die DFG oder über Stiftungen. Bei Drittmittelprojekten ist die Beantragungen von Open-Access-Kosten im Projektantrag die einfachste Möglichkeit. Eine ergänzende Rolle können die Universitätsverlage spielen sowie die in der Übersicht aufgeführten Angebote abseits der traditionellen Verlage. Disziplinäre Repositorien Ein romanistisches Repositoriumsangebot stellt der FID Romanistik seit 2025 in Form einer romanistischen Sammlung bereit. Es steht zur Nutzung durch die gesamte Romanistik bereit, wenngleich es technisch gesehen als Teil des Repositorium.Hamburg angelegt ist. Alle Artikel in dieser Sammlung werden auch im Suchportal des Fachinformationsdienstes verzeichnet. Für Teilbereiche des Fachs und angrenzende Disziplinen existieren weitere Repositorien wie Archivum Medii Aevi Digitale für Mittelalterforschung, AfricArXiv für die Afrikastudien, CompaRe für die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft oder das Linguistik-Repository für die allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft. Für die ausgeprägte Repositorienlandschaft Lateinamerikas ist das Netzwerk LA Referencia zu nennen. Die wissenschaftlichen Repositorien Portugals aggregiert RCAAP . Relevant sind auch das für die Geistes- und Sozialwissenschaften Frankreichs maßgebliche Archive ouverte HAL , das international etablierte Universalrepositorium zenodo.org und die Plattformen der lokalen Bibliotheken. Die Inhalte der genannten Repositorien sind teilweise über regionale und überregionale Suchsysteme suchbar, auch kann die Suchmaschine BASE für Recherchen mit dezidiertem Open-Access-Schwerpunkt zielführend eingesetzt werden. Eine Übersicht zu relevanten Repositorien bietet das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Praxistipp Open-Access-Literatur finden Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa.finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Weitere hilfreiche Angebote existieren sowohl mit spezifisch romanistischer als auch mit übergreifender Ausrichtung. Für die Forschenden der jeweiligen Institution warten die lokalen Bibliotheken mit ihren Publikationsservices und Beratungsmöglichkeiten auf. Auch Graduiertenschulen vermitteln zunehmend Beratungs- und Schulungsangebote. Ein fachspezifisches Informations- und Beratungsangebot bietet der FID Romanistik an. So werden über die Projektwebsite grundlegende Informationen zu Open Access und insbesondere zu rechtlichen Fragen präsentiert. Dabei werden konkrete Anwendungsfälle aus der romanistischen Publikationspraxis beispielsweise mit Bezug auf Erst- und Zweitveröffentlichung im Open Access, die Rolle von Übersetzungen oder auf Verlage und Repositorien in unterschiedlichen Ländern behandelt. Auch eine persönliche Beratung wird angeboten. Im Romanistik-Blog finden sich Informationen zu aktuellen Themen, rechtlichen Themen, Förderbedingungen sowie konkreten Angeboten und Projekten. Auch die Online-Archive JSTOR und Project MUSE stellen inzwischen für die Romanistik relevante Open-Access-Inhalte bereit. Open Science in der Romanistik Auch die freie Zugänglichkeit und Nachnutzbarkeit von Primärtexten, Abbildungen und Forschungsdaten sowie die Maschinenlesbarkeit von Texten und Verfahren wie Text- und Data-Mining stehen zunehmend in der Diskussion. Plattformen mit entsprechender Agenda aus den romanischen Ländern sind etwa Gallica (Frankreich), die Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes (Spanien) oder die Biblioteca Italiana (Italien). Ein jüngeres Beispiel für die Nachnutzbarkeit von Abbildungen ist die Entscheidung der Biblioteca Nacional de España , nach welcher seit März 2020 Bildwerke aus ihren Beständen zur Verwendung in wissenschaftlichen Publikationen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Im Themenbereich Forschungsdaten ist das Konsortium Text+ aus dem Kontext der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu nennen, das eine Infrastruktur für Sprach- und Textdaten aufbaut und sich zunächst auf digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen konzentriert. Auch für die Romanistik relevant sind allgemein geisteswissenschaftliche Projekte wie CLARIAH-DE bzw. die Vorgängerprojekte CLARIN und DARIAH-DE , inklusive der Forschungsdaten-Repositorien DARIAH-DE Repository und dem TextGrid Repository . Eine spezifisch romanistische Initiative ist das Forschungsdaten-Verzeichnis auf romanistik.de . Ein Informations- und Unterstützungsangebot bietet der FID Romanistik an. Einen besonderen Schwerpunkt auf den nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten in Übereinstimmung mit den FAIR-Prinzipien legt eine seit 2020 erscheinende Blogartikelserie der AG Digitale Romanistik . open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Literatur Hornung, C., von Deylen, W., Tannous, I., & Wonke-Stehle, J. (2017, 9. Februar). Auswertung der Umfrage des FID Romanistik zu Open Access in der Romanistik. Romanistik-Blog - Das Blog des Fachinformationsdienstes. https://blog.fid-romanistik.de/2017/02/09/auswertung-der-umfrage-des-fid-romanistik-zu-open-access-in-der-romanistik/ Hornung, C., & Trapp, M. (2018). Open Access-Publizieren in der Romanistik: Standortbestimmung und Perspektiven. Romanistik-Blog - Das Blog des Fachinformationsdienstes. https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2018/02/OA-Workshop-Protokoll-SUBHH-11-2017.pdf Müller, C. (2020). Elektronisches Publizieren und Open Access: Die Perspektive Lateinamerikas. B. i. t. Online, 23 (4), 374–380. https://www.b-i-t-online.de/heft/2020-04-fachbeitrag-mueller.pdf Schepers, L. (2024). Umfrageergebnisse: Romanistisches Publizieren in frühen Karrierephasen. Romanistik-Blog - Das Blog des Fachinformationsdienstes. blog.fid-romanistik.de/2024/05/30/umfrageergebnisse-romanistisches-publizieren-in-fruehen-karrierephasen/ Schöch, C., Rißler-Pipka, N., Mühlschlegel, U., Gerstenberg, A., & Ehrlicher, H. (2017). Open Access und Forschungsdaten. Ein Positionspapier der AG Digitale Romanistik. In Mitteilungsheft Frühjahr 2017 (pp. 50–59). Deutscher Romanistenverband. https://doi.org/10.5281/zenodo.3834226 Weiterführende Literatur Agnetta, M. (2019). Wie closed darf open access sein? / Eine Momentaufnahme der Publikationskultur in der deutschen Romanistik. Digitalkulturen/Cultures Numériques. Herausforderungen Und Interdisziplinäre Forschungsperspektiven/Enjeux et Perspectives Interdisciplinaire , 16, 33–50. https://doi.org/10.14361/9783839442159-002 [ Open Access Preprint auf dem Romanistik-Blog ] Graf, D., Fadeeva, Y., & Falkenstein-Feldhoff, K. (Eds.). (2020). Bücher im Open Access: Ein Zukunftsmodell für die Geistes- und Sozialwissenschaften? Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.17185/duepublico/72237 Hornung, C (2022). Open Access in der Romanistik - Coffee Lecture. https://www.youtube.com/watch?v=NBRLDzIeLLc Nonnenmacher, K. (2015). Die Zeitschrift als Idee. Einladung an Leser und Autoren. Romanische Studien, 1 , 5–24. https://www.romanischestudien.de/index.php/rst/issue/view/1 Schöch, C. (2020). Was heißt und zu welchem Ende publiziert man im Open Access? Open Access Week 2020, Universitätsbibliothek Trier. https://christofs.github.io/publ/#/ | als Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=9RQy4wtYls0 Söllner, K., & Mittermaier, B. (2017). Praxishandbuch Open Access . de Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110494068 Bearbeitung der Inhalte der Seite: Christoph Hornung (Stand: Juni 2024)....

  4. Open Publishing Fest

    ...

  5. Open-Access-Bücher

    Intro Open Access in 60 Sekunden Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Open Access in 60 Sekunden, open-access.network. https://doi.org/10.5446/50831 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Open Access hat sich im Bereich der Buchpublikationen in den letzten Jahren zu einem hochgradig dynamischen Feld entwickelt. 2 Die Publikationslandschaft wissenschaftlicher Bücher ist sehr heterogen, sodass die bei Zeitschriften etablierten Open-Access-Modelle nicht einfach übertragen werden können. 3 Auch im Bereich der Open-Access-Bücher ist inzwischen eine leistungsfähige Infrastruktur mit verschiedenen Publikations- und Finanzierungsmöglichkeiten entstanden. Ein dynamisches Feld Open Access bei Büchern – dieses lange vernachlässigte Thema hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Bis in die 2010er-Jahre hinein legten Forschungsförderer , Bibliotheken, Verlage und Autor*innen den Schwerpunkt ihrer Open-Access-Aktivitäten auf den Bereich wissenschaftlicher Zeitschriften. Doch inzwischen haben die Stakeholder im wissenschaftlichen Publikationswesen auch die enormen Potenziale von Open Access für Bücher erkannt und Maßnahmen zur Transformation eingeleitet ( Bargheer et al., 2017; Ferwerda et al., 2017; Stone & Marques, 2018 ). Die Durchführung zahlreicher Studien und Projekte auf nationaler und internationaler Ebene, verbesserte Förderstrukturen und neue Finanzierungsmodelle sowie lebendige Initiativen, Arbeitsgruppen und Diskussionsforen zeigen dies eindrucksvoll. open-access.network (2021) ( CC BY 4.0 International ) Wissenschaftliche Bücher open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Monografien, Sammelbände und Co. Hier gibt es eine Begriffslandkarte zu Open Access und Büchern. Vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften nimmt das Buch als Publi­kationsform weiterhin eine wichtige Rolle ein. Die textorientierten Disziplinen verwenden das umfangreichere Buchformat im Sinne des long arguments , in welchem der theoretische Ansatz umfangreich dargelegt werden muss. Auch die Ergebnisse inter- und transdisziplinärer Forschung lassen sich nur einge­schränkt in Form einer Forschungsberichterstattung publizieren, wie es in Zeitschriftenartikeln möglich ist. Gängige Ausprägungen sind Monografien, Sammelbände oder Konferenzbände. In der Regel erscheinen wissenschaftliche Bücher in verschiedenen Ausgaben: als digitale Publikation bzw. E-Book und zusätzlich als gedruckter Band. Veröff­entlicht werden sie entweder in Reihen oder als singuläre Publikation. Inhaltlich und technisch ist ein Großteil der Open-Access-Bücher ein digitales Pendant zu einem gedruckten Buch, das neben seinem Inhalt in der Regel Navigations­elemente wie Inhalts- oder Abbildungsverzeichnisse aufweist. Durch die digitale Bereitstellung sind jedoch vertiefte Inhaltserschließungen durch Mehrfach­apparate (Fußnoten, Endnoten, kritische Editionen) sowie auch Anreicherungen durch Links auf weitere Wissensbestände wie Wikipedia, Fachdatenbanken oder Primärquellen und Digitalisate möglich. Außerdem können bei E-Books Forschungsdaten, virtuelle Forschungsumgebungen oder dynamische Objekte wie Skripte, Visualisierungen oder Software eingebunden werden. Was sind Open-Access-Bücher? Um ein Open-Access-Buch handelt es sich, wenn der Zugriff auf das E-Book nicht durch Lizenz- oder Bezahlschranken begrenzt wird, sondern unmittelbar nach Erscheinen dauerhaft kostenfrei und nachnutzbar zur Verfügung steht. Einnahmen können Verlage solcher Bücher über Publikationsgebühren ( Book Processing Charge, BPC ) und den Verkauf der häufig im digitalen Print-on-Demand-Verfahren hergestellten Druckausgabe ( Dual Publishing ) erzielen, andere Verlage finanzieren die Grundkosten ihres Open-Access-Segments über Crowdfunding (z.B. Knowledge Unlatched, konsortiale Transformationsverträge) oder über institutionelle Mitgliedschaften (z.B. OBP, OLH oder Language Science Press). Wie bei Open-Access-Zeitschriften sollten Autor*innen und Herausgeber*­innen von Sammelbänden den Verlagen oder Publikationsplattformen keine ausschließlichen Nutzungsrechte übertragen müssen. Zur Lizenzierung empfiehlt sich die Verwendung einer offenen Creative-Commons-Lizenz wie CC BY oder CC BY-SA. Studien legen nahe, dass Bücher durch eine Open-Access-Publikation eine größere und diversere Leser*innenschaft ( Lucraft, 2021 ) gewinnen. Neben einer direkten Veröffentlichung über den goldenen Weg gibt es auch bei Büchern die Möglichkeit einer Zweitveröffentlichung über den grünen Weg des Open Access (siehe auch Grün und Gold ). Open-Access-Bücher in einzelnen Fächern Hier finden Sie heraus, wie gängig Open-Access-Bücher in den unterschiedlichen Disziplinen sind. Verbreitete Mythen Noch immer halten sich einige Mythen rund um das Open-Access-Publizieren. Das Open Access Book Toolkit hilft bei der Aufklärung. Open Access Helpdesk Bei Fragen zu Open-Access-Büchern hilft Ihnen unser Helpdesk gerne weiter. Zeitschriften- und Monografienkrise Sie möchten mehr zur Geschichte des Open Access erfahren? Hier haben wir die wichtigsten Meilensteine zusammengestellt. Die Gründe für die langjährige Vernachlässigung von Open Access bei Büchern reichen bis in die Anfänge der Bewegung zurück, die in den 1990er-Jahren unter dem Eindruck der Zeitschriftenkrise von den Naturwissenschaften ausging. Buchpublikationen spielen dort traditionell allenfalls eine marginale Rolle. Erst Mitte der 2000er-Jahre mehrten sich die Diskussionen über das Aufkommen einer Monografienkrise ( vgl. Herb, 2015) als Folge der Zeitschriftenkrise. Steigende Buchpreise, Versorgungslücken in den Bibliotheken und Autor*innen, die während des Veröffentlichungsprozesses immer mehr Aufgaben selbst erledigen und dennoch teils hohe Druckkostenzuschüsse an die Verlage zahlen müssen: Die Probleme des Closed Access traten nun auch im Bereich wissenschaftlicher Bücher deutlich zutage. Unterschiede zu Open-Access-Zeitschriften Vor dem Hintergrund der Monografienkrise und der zunehmenden Etablierung von Open Access im Bereich der Zeitschriften wurde die Forderung nach Open Access auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften lauter. Im Vergleich zu wissenschaftlichen Zeitschriften weist die Publikationslandschaft bei Büchern jedoch einige Besonderheiten auf, von denen hier die wichtigsten genannt werden sollen (vgl. Snijder, 2019; Open Access Books Toolkit, 2020 ): In den Geistes- und Teilen der Sozialwissenschaften spielen kleine und mittelgroße Buchverlage mit hohem Renommee in ihren Spezialgebieten eine bedeutende Rolle. Enge Beziehungen zwischen Autor*innen und Verlagen sind dabei keine Seltenheit. Beide Gruppen stehen Open Access teils abwartend bis kritisch gegenüber, auch weil es den Beteiligten in diesem Setting schwerer fällt, die notwendigen Kompetenzen im sich schnell wandelnden Publikationswesen vorzuhalten. So ist z.B. das Wissen um die Selbstarchivierungsrechte der Urheber*innen nicht flächen­deckend vorhanden. Häufig müssen sie mit den Verlagen in Verhandlung treten, um sich die Rechte zur Bereitstellung auf einem Repositorium zu sichern. Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Zeitschriften sind Druckausgaben bei Büchern trotz generell rückläufiger Verkaufszahlen weiterhin von Bedeutung und werden nicht zuletzt auch von den Autor*innen gewünscht. Die Verbreitungskanäle und Rezeptionsprozesse sind weiterhin auf die Verarbeitung von physischen und kostenpflichtigen Objekten ausgerichtet. Buch ist nicht gleich Buch: Die Bandbreite reicht von einfachen Sammel- und Konferenzbänden über aufwändig gestaltete, mehrere hundert Seiten umfassende Monografien bis hin zu experimentellen, multimedial angereicherten Publikationsprojekten. Einreichungs-, Begutachtungs- und Redaktionsprozesse sind weniger standardisiert als im Zeitschriftenbereich. Gerade im deutschsprachigen Raum zeichnen häufig die Herausgeber*innen oder Verlagsmitarbeiter*­innen in einem Editorial Review für die Qualitätskontrolle verantwortlich. Die Kosten für die Veröffentlichung von Open-Access-Büchern variieren stark, liegen aber in der Regel durch den höheren Umfang über denen von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften. Hinzu kommt, dass bestimmte Buch­typen wie Handbücher, Lexika oder Editionen aufwendige redaktionelle Prozesse erfordern, die seitens der Verlage eingepreist werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Open-Access-Bücher in der Kosteneffizienz hinter Zeitschriften zurückstehen. Bei den hochpreisigen Open-Access-Zeitschriften kommerzieller Verlage liegt der Preis pro Seite sogar mehrfach über dem, was für die überwiegende Mehrheit von Buchprojekten aufgerufen wird. All diese Faktoren machen deutlich, dass die für Zeitschriften entwickelten Modelle und Werkzeuge auf die spezifischen Anforderungen von Open-Access-Büchern angepasst werden müssen, um ihr Potenzial voll entfalten zu können. Dies gilt nicht zuletzt im Hinblick auf die Entwicklung nachhaltiger Geschäfts­modelle für kleine und mittlere Verlage (siehe hierzu auch das internationale Projekt Community-led Open Publication Infrastructures for Monographs, COPIM ), den Aufbau geeigneter Publikationsinfrastrukturen oder die Entwick­lung adäquater Förderinstrumente. Sowohl das Bundesministerium für Bil­dung und Forschung (BMBF) (heute: BMFTR - Bundesministerium für ­Forschung, Technologie und Raumfahrt) als auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) haben hierfür jüngst Programme aufgelegt (BMBF: Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access , 2020; DFG: Förderprogramm Open-Access-Publikationskosten , ab 2021), die diese Herausforderungen adressieren. Open-Access-Zeitschriften Hier finden Sie eine Einführung. Open Access und Forschungsförderer Hier finden Sie eine Einführung. Warum ist Open Access bei Büchern so kompliziert? Das Open Access Books Toolkit erklärt, worin sich Open-Access-Bücher und -Zeitschriften unterscheiden. Zukunftsmusik oder State of the Art – Experimentelle Formate für Bücher? Bericht zur Erhebung Der Bericht fasst wesentliche Ergebnisse einer im Rahmen des Projekts open-access.network durchgeführten Erhebung zusammen. Angebote für Bücher Video zum Publizieren von Open-Access-Büchern Quelle: Stern, N. (2020). Publishing your book in Open Access?, open-access.network. https://doi.org/10.5446/52108 ( CC BY 3.0 DE ) Arbeitsgemeinschaft Universitätsverlage Hier erfahren Sie mehr über die Mitglieder und Prinzipien der AG. ScholarLed Hier erfahren Sie mehr über die Mitglieder und Prinzipien der ScholarLed-Initiative. Praxistipp Das Projekt COPIM liefert wertvolle Hinweise zu Community-geführter Publikationsinfrastruktur für Monografien. Insbesondere findet sich dort ein Report über Ressourcen, Workflows, Werkzeuge und Plattformen . Auch wenn es im Rahmen der Open-Access-Transformation von Büchern noch zahlreiche Herausforderungen zu meistern gilt, haben Autor*innen bereits jetzt umfassende Möglichkeiten, ein Open-Access-Buch zu publizieren. Viele etab­lierte Verlage haben Open-Access-Modelle in ihr Portfolio aufgenommen und bieten Veröffentlichungen über den goldenen Weg unter Verwendung von CC-Lizenzen an. Auch bezüglich einer Zweitveröffentlichung nach einer Embargo­frist über den grünen Weg besteht häufig Gesprächsbereitschaft. Die verlags­seitig vielfach geäußerte Befürchtung, Open Access führe zu gravierenden Einbrüchen in den Verkaufszahlen der Druckausgaben, wurde inzwischen in verschiedenen Studien entkräftet ( Graf et al., 2020; Snijder, 2019; Collins & Milloy, 2016 ). Eine preiswerte und qualitativ hochwertige Alternative zu kommerziellen Verlagen stellen die von Universitäten oder deren Bibliotheken betriebenen wissenschaftsnahen Verlage dar, von denen sich eine Mehrheit in der Arbeits­gemeinschaft der Universitätsverlage zusammengeschlossen haben. Gemein­sam haben sie verschiedene Materialien rund um das Open-Access-Publizieren von Büchern erstellt, darunter auch ein Papier zu Qualitätsstandards ( AG Universitätsverlage, 2018 ), das auch für die Prüfung eines Open-Access-Angebots und die Auswahl eines Verlags hilfreich ist. Schließlich gibt es ähnlich wie bei Zeitschriften inzwischen auch einige von Wissenschaftler*innen gegründete Verlagsinitiativen (z. B. den Zusammen­schluss ScholarLed ), die sich einem fairen Open Access verpflichtet fühlen und sich durch eine hohe Transparenz bezüglich ihrer Geschäftsmodelle auszeich­nen ( vgl. Nordhoff, 2018; Barnes & Gatti, 2020 ). Inzwischen werden wissen­schaftliche Bücher auch vermehrt über Plattformen des institutionellen Publi­zierens ( OMP , PubPub , Janeway ) veröffentlicht, bei denen kein verlegerisches Geschäftsmodell zum Tragen kommt, sondern die Plattformen als Gemein­schaftsgut finanziert werden, was spezifische Herausforderungen mit sich bringt. Finanzierung Um die Autor*innen und Herausgeber*innen finanziell zu entlasten, stellen inzwischen viele Einrichtungen spezielle Mittel für Open-Access-Bücher bereit. Auch auf Länderebene befinden sich Publikationsfonds im Aufbau. Die DFG unterstützt Institutionen in ihrem 2021 neu eingerichteten Förderprogramm Open-Access-Publikationskosten mit bis zu 5.000 € für in DFG-Projekten entstandene Bücher. Der gleiche Betrag kann im Rahmen der DFG-Projekt­förderung jährlich für Buchpublikationen über die projektinternen Publika­tionsmittel abgerufen werden. Zudem besteht für Quellen- und Werkeditionen sowie für Werke von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung die Möglichkeit, Publikationsbeihilfen zu beantragen. In Österreich und der Schweiz haben FWF und SNF bereits seit geraumer Zeit dezidierte Förderprogramme zur Finanzierung von Open-Access-Büchern etabliert. Speziell an Nachwuchswissenschaftler*innen im Bereich der Digital Humanities richtet sich das 2021 eingeführte Stipendium für Open-Access-Bücher von DARIAH-EU, über das bis zu 7.000 € pro Buch bereitgestellt werden. Video zur Finanzierung von Open-Access-Monographien Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Monographien, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49535 ( CC BY 3.0 DE ) Open-Access-Bücher finden Praxistipp Zahlreiche Suchmaschinen sind auf Open-Access-Fachpublikationen spezialisiert und ermöglichen den weltweiten, kostenfreien Zugang auf Volltexte. Zudem gibt es spezielle Sucheinstiege für das Finden von Open-Access-Büchern. Einen Überblick bietet unser Praxistipp "Open Access Literatur finden" . Directory of Open Access Books (DOAB) Das DOAB ist die zentrale Datenbank für Open-Access-Bücher, die auch fachspezifisch durchsucht werden kann. Open-Access-Bücher sind an vielen Stellen nachgewiesen und häufig in den gewohnten Datenbanken und Suchmaschinen recherchierbar. Auf Open-Access-Inhalte spezialisiert ist die Suchmaschine BASE , die auch eine gezielte Suche nach Büchern oder Buchkapiteln ermöglicht. Zusätzlich sind Open-Access-Bücher auch gut über die gängigen Suchmaschinen wie z. B. Google Scholar zu finden. Eine wichtige Rolle in Bezug auf die Find- und Sichtbarkeit spielt das Directory of Open Access Books (DOAB) als zentrale Datenbank für Open-Access-Bücher, das sowohl fachspezifisch als auch nach Sprache und Verlag durchsucht werden kann. Dort hinterlegte Metadaten werden in diverse Bibliothekskataloge eingespeist. Auch die kombinierte Online-Bibliothek und Publikationsplattform von OAPEN (Open Access Publishing in European Networks) sowie geistes- und sozialwissenschaftliche Fachrepositorien wie media/rep/ oder SSOAR eignen sich für die Recherche nach Open-Access-Büchern. Einen Einstieg bieten zudem die fachspezifischen Einführungen auf open-access.network. Fazit und Ausblick Die Umsetzung von Open Access für Bücher ist über Jahrzehnte nur von sehr wenigen Akteur*innen systematisch betrieben worden und damit eine Randerscheinung geblieben. Auch wenn diese Pioniere das wissenschaftliche Potenzial von Open Access für die buchaffinen Disziplinen früh erkannt hatten, fehlte es an flächendeckenden Praktiken, Ansätzen und Anbietern. Doch auch wenn es noch immer Nachholbedarf gibt, ist dieser Bereich inzwischen von einer hohen Dynamik geprägt: Es werden umfassende Studien (z. B. in Projekten wie COPIM und OPERAS-P ) durchgeführt, Publikationsfonds eingerichtet bzw. ausgebaut, neue Geschäftsmodelle entwickelt und neue Verlagsprojekte initiiert. Darüber hinaus werden Netzwerke wie das Open Access Books Network , ENABLE! oder die Fokusgruppe Open-Access-Bücher gegründet, Handreichungen und Empfehlungen formuliert ( vgl. Adema, 2019; Godel et al., 2020 ) sowie Informationsplattformen wie das von OAPEN initiierte Open Access Books Toolkit erstellt. Von den insgesamt 20 ab 2021 durch das BMBF (heute BMFTR) geförderten Projekten zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access sind zudem weitere Impulse für die Open-Access-Transformation wissenschaftlicher Bücher zu erwarten. Ausgewählte Projekte und Initiativen zur Vernetzung COPIM OPERAS-P Open Access Books Network ENABLE! Fokusgruppe "Open-Access-Bücher" Diskutieren Sie mit Expert*innen über Open-Access-Bücher. Fokusgruppe "Open-Access-Monografienfonds" Diskutieren Sie mit Expert*innen über Open-Access-Monografienfonds. Literatur Adema, J. (2019). Towards a Roadmap for Open Access Monographs . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.3238545 Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage. (2018). Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände (Version 1). Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.3562239 Bargheer, M., Dogan, Z.M., Horstmann, W., Mertens, M. & Rapp, A. (2017). Unlocking the digital potential of scholarly monographs in 21st century research. LIBER Quarterly, 27(1), pp.194–211. http://doi.org/10.18352/lq.10174 Barnes, L. & Gatti, R. (2020, May 28). The cost of Open Access books: a publisher writes. Open Book Publishers. https://blogs.openbookpublishers.com/the-cost-of-open-access-books-a-publisher-writes/ Collins, E., & Milloy, C. (2016). OAPEN-UK final report: A five-year study into open access monograph publishing in the humanities and social sciences (p. 94). https://oapen.fra1.digitaloceanspaces.com/7a65d73f1087444d80807833a320fa36.pdf Ferwerda, E., Pinter, F., & Stern, N. (2017). A Landscape Study on Open Access and Monographs: Policies, Funding and Publishing in Eight European Countries . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.815932 Godel, R., Herb, U., Hillenkötter, K., Holzer, Angela, Nordhoff, S., Schäffler, H., Siegert, O., & Arbeitsgruppe „Wissenschaftliches Publikationssystem“ der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. (2020). Förderung wissenschaftlicher Buchpublikationen im Open Access (Open-Access-Bücher): Standards und Richtlinien für die Gestaltung infrastruktureller Rahmenbedingungen und die Vergabe von Fördermitteln durch wissenschaftliche Einrichtungen: Handreichung der AG Wissenschaftliches Publikationssystem im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen . 13 p. https://doi.org/10.3249/ALLIANZOA.014 Graf, D., Fadeeva, Y., Falkenstein-Feldhoff, K., (Hg.) (2020). Bücher im Open Access. Ein Zukunftsmodell für die Geistes- und Sozialwissenschaften? Verlag Barbara Budrich. https://www.doi.org/10.17185/duepublico/72237 Herb, U. (2015). Open Science in der Soziologie: Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme zur offenen Wissenschaft und eine Untersuchung ihrer Verbreitung in der Soziologie. Schriften zur Informationswissenschaft 67. Verlag Werner Hülsbusch. https://doi.org/10.22028/D291-23737 Lucraft, M. (2021, March 3). Open Access to academic books creates larger, more diverse and more equitable readerships. LSE Impact Blog . https://blogs.lse.ac.uk/impactofsocialsciences/2021/03/03/open-access-to-academic-books-creates-larger-more-diverse-and-more-equitable-readerships/ Nordhoff, S. (2018). Cookbook for Open Access books . Language Science Press. https://doi.org/10.5281/zenodo.1286925 Open Access Books Toolkit (2020, October 9). The difference between an open access book and an open access journal . https://oabooks-toolkit.org/the-oabooks-landscape/1323435-oa-books-vs-oa-journals;jsessionid=08F1DF2737084E6DAD2E12BE59C55FD0 Snijder, R. (2019). The deliverance of open access books. Examining usage and dissemination . Amsterdam University Press. https://www.doi.org/10.26530/OAPEN_1004809 Stone, G., & Marques, M. (2018). Knowledge Exchange Survey on Open Access Monographs . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1475446 Weiterführende Literatur Projekt AuROA (2023). Leistungskatalog für wissenschaftliche Open-Access-Publikationen . Essen. https://zenodo.org/record/7561443 Neylon, C., Ozaygen, A., Montgomery, L., Huang, C.-K. (Karl), Pyne, R., Lucraft, M., & Emery, C. (2021). More readers in more places: The benefits of open access for scholarly books. Insights , 34 (1), 1-27. https://doi.org/10.1629/uksg.558 Snijder, R. (2023). Measured in a context: making sense of open access book data. Insights the UKSG Journal , 36 , 20. https://doi.org/10.1629/uksg.627 Taylor, M. (2020). An Altmetric Attention Advantage for Open Access Books in the Humanities and Social Sciences. Scientometrics , 125 (3), 2523–43. https://doi.org/10.1007/s11192-020-03735-8 ....

  6. Open-Access-Geschäftsmodelle für Zeitschriften

    Intro Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Es gibt verschiedene Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für Open-Access-Zeitschriften. 2 Grundsätzlich lassen sich drei Formen der Finanzierung unterschei­den: APC-basierte, institutionelle und konsortiale Modelle. 3 Im Rahmen der Open-Access-Transformation sollten effiziente, transparente und faire Modelle bevorzugt angewendet werden. Kosten von Zeitschriften Open Access beinhaltet den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Informa­tion und deren freier Nachnutzung. Da Open-Access-Zeitschriften für Leser*in­nen kostenlos zugänglich sind, können bei der Produktion entstehende Kosten ( Grossmann & Brembs, 2021 ) nicht über Subskriptionen wieder eingenommen werden, sondern müssen durch alternative Geschäftsmodelle finanziert werden. Die sogenannte Zeitschriftenkrise und die damit verbundenen großen Gewinne wissenschaftlicher Verlage aus öffentlichen Mitteln waren wesentliche Gründe für das Aufkommen der Open-Access-Bewegung. Deshalb ist es sinnvoll, bei Geschäftsmodellen zwischen Kostendeckung und Gewinnerzielung zu unterscheiden, speziell dort, wo es um die Umschichtung von Kosten für die Open-Access-Transformation von Zeitschriften geht. In jedem Fall müssen Betriebs- und Personalkosten finanziert werden, die benötigt werden, um Werke entgegenzunehmen, zu verwalten, zu veröffentlichen und zu verteilen. Dazu kommen Kosten, die für die Infrastruktur, wie Serverka­pazitäten und Webseiten anfallen. Im Bereich der Publikation von Daten oder multimedialen Inhalten kommen neue Anforderungen hinzu. Im Bereich des goldenen Wegs des Open Access existieren eine Reihe unter­schiedlicher Geschäftsmodelle ( Keller, 2017 ; Russell, 2019 ; Waidlein et al., 2021 ). Grundsätzlich lassen sich Open-Access-Zeitschriften durch Publikationsgebühren ( APCs ), durch Institutionen oder durch Konsortien finanzieren. Bei Modellen, die gänzlich ohne APCs auskommen, spricht man auch von Diamond Open Access . Praxistipp Hier finden Sie die Folien zum Open Access Talk Open-Access-Finanzierung: Fragen und Probleme . Quelle: verändert nach Oberländer, A. (2020). Open Access – Es ist nicht alles Gold, was glänzt. In: Open Science. Von Daten zu Publikationen. Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4018594 ( CC BY 4.0 International ) Alternative Geschäftsmodelle für Open-Access-Publikationen Quelle: Strauß, H., Rücknagel, J., & Hauss, J. (2022). Alternative Geschäftsmodelle für Open-Access-Publikationen. https://doi.org/10.5446/60353 ( CC BY 3.0 DE ) Finanzierung vonseiten der Autor*innen Article processing charges (APCs) Zentral am Author-Pays-Modell ist, dass zwischen Annahme und Veröff­entlichung eines Beitrags die Zahlung der als Article Processing Charges (APCs) bezeichneten Publikationskosten durch die Autor*innen bzw. deren Institution erfolgt. Die Verfügbarkeit von Mitteln und die Akzeptanz für derartige Zahlungen hängen auch von der Publikationskultur der Fachdisziplin ab. Weitere Faktoren sind der Zugang zu Drittmitteln und die berufliche Position der Autor*innen. Deshalb werden APCs häufig kritisch gesehen : Befürchtet wird, dass sie Zugangsbarrieren insbeson­dere für Autor*innen aus Ländern des globalen Südens oder für Wissen­schaftler*innen am Beginn ihrer Karriere schaffen. Andererseits bieten viele kommerzielle Open-Access-Zeitschriften die Möglichkeit, auf APCs in Einzelfällen (z. B. für Autor*innen aus Ländern mit niedrigem und mittle­rem Einkommen; Lawson, 2015 ) zu verzichten bzw. diese Kosten auf die APC-zahlenden Autor*innen umzulegen. Viele Forschungsförderer verlangen, dass aus geförderten Projekten entstehende Veröffentlich­ungen zu Open-Access-Bedingungen publiziert werden und übernehmen im Gegenzug die Zahlung von APCs. Die Ausweitung von APC-Modellen kann jedoch zu einer Belastung der Forschungsetats führen. Publikationsfonds Ein Instrument zur institutionellen Unterstützung von Autor*innen bei anfallenden APCs sind Publikationsfonds , mit denen viele Universitäten und Forschungseinrichtungen stellvertretend für ihre Autor*innen Publi­kationskosten übernehmen ( Bruch et al., 2014 ; vgl. die Übersicht im Open Access Directory). Vielfach fließen auch für den Literaturerwerb, insbesondere für Zeitschriftenabonnements vorgesehene Mittel in Publi­kationsfonds ein. Auf diese Weise bezahlen zwar nach wie vor wissen­schaftliche Einrichtungen für Publikationen, diese sind nun jedoch weltweit frei zugänglich. In Deutschland ist die Einführung von Publikationsfonds seit langem mit institutionellen Förderprogrammen der Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG) verbunden. Seit 2020 können Hochschulen und außeruni­versitäre Forschungseinrichtungen im neu ausgerichteten DFG-Förder­programm Open-Access-Publikationskosten festgelegte Zuschüsse zur Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse im Open Access beantragen. Mit dieser Teilfinanzierung von Einzelpublikationen wird auch weiterhin der Betrieb von Publikationsfonds unterstützt. Zuschüsse zu den Open-Access-Publikationsgebühren sind u. a. für Zeitschriftenartikel, auch für Artikel aus Transformationsverträgen wie denen des Projekts DEAL möglich. Einige deutsche Bundesländer stellen für die Förderung von Open Access aus Landesmitteln eine Finanzierung von Publikationsfonds zur Verfü­gung, darunter Schleswig-Holstein (bis 2024). Darüber hinaus können zwischen Open-Access-Verlagen und Wissenschaftseinrichtungen geschlossene Verträge die Abwicklung von APCs sowie etwaige Rabatte regeln. Hybride Zeitschriften: Open Access als Ausnahme Ein stark umstrittenes Geschäftsmodell sind kostenpflichtige Open-Access-Optionen für einzelne Artikel in eigentlich subskriptionsbasierten Zeitschriften (die dann häufig als hybride Zeitschriften bezeichnet werden). Auf diese Weise bezieht die Zeitschrift nicht nur Einnahmen aus Abonnements, sondern zusätzlich aus Artikeln, die gegen eine Publika­tionsgebühr zur Open-Access-Nutzung freigeschaltet werden. Die Kosten pro Artikel sind in der Regel deutlich höher als bei reinen Open-Access-Zeitschriften, obwohl eine Doppelfinanzierung vorliegt. Diese häufig als Double Dipping kritisierte Mehrfachfinanzierung wird hauptsächlich von kommerziellen Verlagen betrieben und auf existierende Zeitschriften angewandt, die nicht in Open-Access-Zeitschriften umgewandelt werden sollen. Weitere Vorbehalte gegen dieses Modell beziehen sich darauf, dass solche hybriden Modelle keinen Beitrag zur Transformation des wissenschaftlichen Publikationsmarktes hin zu Open Access leisten, dass Kostenberechnungen intransparent sind und dass einzelne Open-Access-Artikel in Closed-Access-Zeitschriften keine ausreichende Sicht­barkeit erreichen würden. In Verhandlungen mit Verlagen (z. B. bei einzelnen Abonnements, aber auch bei Nationallizenzen und Konsortial­modellen) drängen öffentliche Einrichtungen zumeist auf Gegenmaß­nahmen zum Double Dipping, z. B. durch eine anteilige Senkung der Abonnementkosten, die dem Anteil von Open-Access-Artikeln entspricht. In Deutschland hat das DEAL-Konsortium mit den Wissenschaftsverlagen Springer Nature, Wiley und Elsevier Transformationsverträge abgeschlossen, um dieses Problem wirksam zu beheben. Das Author-Pays-Modell ist inzwischen weit verbreitet und wird fälschlicherwei­se häufig synonym für alle Open-Access-Geschäftsmodelle verwendet. Dabei haben Zeitschriften schon vor Beginn der Open-Access-Bewegung ihre Autor*­innen zur Finanzierung herangezogen, umgekehrt verlangen sehr viele Open-Access-Zeitschriften kein Geld von ihren Autor*innen. So erheben von den insgesamt 20.949 im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelisteten Zeitschriften (Stand: August 2025) 13.824 keine Publikationsgebühren . Institutionelle Finanzierung Geschäftsmodelle, die auf direkte Zahlungen von Autor*innen setzen, bringen einen großen Verwaltungsaufwand mit sich. Darüber hinaus wird befürchtet, dass durch APCs ungleiche Zugangsvoraussetzungen zu wissenschaftlichen Publikationsmöglichkeiten entstehen. Deshalb gibt es Interesse an Modellen, die direkt auf eine Finanzierung durch Institutionen setzen. Institutionen können z. B. Publikationsdienste anbieten oder Open-Access-Zeitschriften komplett finanzieren, sodass auch andere Autor*innen davon profitieren. Eine traditionsreiche Variante ist die (Teil-)Finanzierung von Publikationen über Fachgesellschaften oder andere Institutionen einer Wissenschaftsdisziplin. Einige Fachgesellschaften finanzieren ihre Publikationsaktivitäten traditionell durch Mitgliedsbeiträge. Hierbei sind die organisierten Wissenschaftler*innen in der Regel sowohl Nutzer*innen als auch Autor*innen der dort veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel, sodass die Kosten der Open-Access-Publikation auf beide Gruppen verteilt sind. Ein Beispiel für eine Zeitschrift, die von einer Community getragen wird, ist Documenta Mathematica , die durch die Deutsche Mathematiker-Vereinigung gegründet wurde. Die elektronisch im Open Access und gegen eine geringe Gebühr auch als Printausgabe vertriebene Zeitschrift verursacht nach Angaben der Vereinigung nur geringe Kosten, die überwiegend von der Vereinigung bezahlt werden. Letztendlich beruhen viele Open-Access-Zeitschriften auf dem Engagement der beteiligten Personen - die entweder im Rahmen ihrer Anstellung oder ehren­amtlich an der Zeitschrift mitarbeiten. Die Unterstützung durch Personal und ggf. die Übernahme von Sachkosten kann als eine wichtige Form institutioneller Unterstützung angesehen werden. Darüber hinaus investieren viele wissen­schaftliche Einrichtungen heute in eigene Publikationsdienste, beispielsweise Plattformen und Services zur Erstellung von Zeitschriften mithilfe der Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) . Die Institution subventioniert hier die Kosten für die Bereitstellung der Inhalte und ist ggf. für Teile des Publikationsprozesses verantwortlich. Praxistipp Das OA Journals Toolkit bietet praxisorientierte Hinweise zur Gründung neuer Open-Access-Zeitschriften. Ergänzend dazu liefern die Handreichungen des Projekts Scholar-led Plus wertvolle Unterstützung bei der Weiterentwicklung, Professionalisierung und langfristigen Verstetigung wissenschaftsgeleiteter Publikationstätigkeiten an Ihrer Institution. Seit Mai 2025 ergänzt die Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) dieses Angebot: Als DFG-gefördertes Projekt übernimmt SeDOA eine koordinierende Rolle mit dem Ziel, die Effizienz des Diamond Open Access (DOA) Publizierens in Deutschland nachhaltig zu steigern – durch die Optimierung bislang dezentral erbrachter Dienstleistungen, die zentrale Bereitstellung relevanter Informationen sowie die gezielte Förderung struktureller und technischer Innovationen. Zeitschriften herausgeben Hier finden Sie eine Einführung. Redaktionsprozess bei Open Journal Systems (OJS) Quelle: OJS-net.de Gemeinschaftliche Finanzierung: Konsortium, Mitgliedschaft und Crowdfunding Quelle: Wrzesinski, Marcel: Nachhaltige Finanzierung und Organisation von Zeitschriften. Wissenschaftsgeleitete Zeitschriften: Workflows, Finanzierung und Governance, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, 2023. https://doi.org/10.5446/62588 KOALA – Konsortiale Open Access Lösungen Aufbauen Das Konsortialmodell KOALA ermöglicht eine nachhaltige Finanzierung für Diamond-Open-Access -Publikationen. KOALA schnürt thematisch fokussierte Zeitschriften zu Bündeln, die wissenschaftlichen Einrichtungen – insbesondere Bibliotheken und Forschungseinrichtungen – zur gemeinschaftlichen Finanzierung angeboten werden. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Größe und Art der Einrichtung, der Anzahl des wissenschaftlichen Personals und der Studierenden. Sobald das Finanzierungsziel für ein Zeitschriftenbündel erreicht ist, werden die enthaltenen Titel für drei Jahre gesichert finanziert und vollständig frei zugänglich gemacht. Regelbetrieb an der TIB Hannover Die TIB fungiert als zentraler Dienstleister und Koordinator für das KOALA-Modell und betreibt das Angebot im Regelbetrieb für Zeitschriften in ihrem Fächerspektrum (Natur- und Technikwissenschaften). Dabei übernimmt sie das Hosting, das Konsortialmanagement und die Kommunikation mit den Verlagen und Partnerinstitutionen. Durch diesen organisatorischen Rahmen wird eine stabile, transparente und faire Finanzierung von Open-Access-Zeitschriften im MINT-Bereich gewährleistet. KOALA an der SLUB Dresden Seit 2024 wird das KOALA-Modell auch an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) pilotiert. Unter dem Namen KOALA-SLUB wurden Zeitschriftenbündel-Angebote für unterschiedliche Fachbereiche entwickelt. Die SLUB Dresden übernimmt dafür äquivalent zur TIB Hannover die Organisation der KOALA-Finanzierungslösung. OLEcon OLEcon unterstützt Diamond-Open-Access-Zeitschriften aus den Wirtschaftswissenschaften durch die Organisation einer konsortialer Ko-Finanzierung für Zeitschriften, die entweder bereits Open Access publizieren, sich neu gründen oder aus einem Subskriptionsmodell wechseln ( flippen ) möchten. Das Pledging erfolgt jährlich. Das Bündel der OLEcon-Zeitschriften wächst stetig an. Zeitschriften können sich in regelmäßigen Ausschreibungsrunden für eine Förderung bewerben. Bereits geförderte Zeitschriften werden nach drei Jahren evaluiert. Neben der angestrebten breiten institutionellen Beteiligungetabliert OLEcon ein System zur Erfolgskontrolle, damit das Konsortium möglichst stabil und nachhaltig funktionieren kann. edu_consort_oa edu_consort_oa setzt sich zum Ziel durch Crowdfunding und konsortiale Finanzierung Open-Access-Publikationen in der Erziehungswissenschaft, Bildungsforschung und Fachdidaktik nachhaltig zu finanzieren. Bibliotheken können sich in Edu_consort_oa an jährlichen Finanzierungsrunden zur Finanzierung von Open-Access-Monografien und Diamond-Open-Access-Zeitschriften beteiligen. Derzeit werden jährlich rund 20 E-Books als Paket sowie erstmals bis zu fünf Diamond Open-Access-Zeitschriften für zwei Jahre (einzeln, nicht im Paket) gefördert. Eine Übersicht der geförderten E-Books kann auf der Internetseite des Fachportals Pädagogik eingesehen werden. Alle geförderten Titel sind über peDOCS und die FIS Bildung Literaturdatenbank zugänglich. OACIP Ziel des Open Access Community Investment Program (OACIP) ist es, nicht-kommerzielle Diamond-Open-Access-Zeitschriften durch ein konsortiales Finanzierungsmodell langfristig zu unterstützen. Wissenschaftliche Institutionen können gezielt qualitätsgesicherte Publikationen fördern, die anhand standardisierter Kriterien zu Transparenz und Nachhaltigkeit bewertet werden. Der Finanzierungszeitraum erstreckt sich je über drei Jahre. Institutionen können entweder alle oder einzelne angebotene Journals mitfinanzieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in einen „General Fund“ einzuzahlen, mit dem Finanzierungslücken der OACIP-Journals aufgefüllt werden. 2024 wurden durch OACIP acht Journals sowohl aus dem MINT-Bereich als auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften finanziert. SCOAP³ SCOAP³ (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) ist ein internationales Konsortium zur Open-Access-Finanzierung im Bereich der Hochenergiephysik. Es hat zum Ziel, wissenschaftliche Artikel weltweit frei zugänglich zu machen – ohne Publikationsgebühren für Autor*innen. Die Finanzierung übernehmen über 3.000 Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen aus mehr als 40 Ländern. Koordiniert wird SCOAP³ vom CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Verlagen. Die Beiträge der Partner richten sich nach dem Publikationsaufkommen und werden zentral verwaltet. SCOAP³ transformiert bestehende Subskriptionsmodelle in ein gemeinschaftlich finanziertes Open-Access-Modell. In der aktuellen Finanzierungsphase (2025–2027) sind weltweit elf Zeitschriften frei zugänglich. Durch gemeinschaftliche Finanzierungsmodelle für Open-Access-Publikationen entfallen sowohl Publikations- als auch Subskriptionsgebühren ( Diamond Open Access ). Um eine solche kostenfreie Veröffentlichung für Forschende zu ermöglichen, schließen sich wissenschaftliche Einrichtungen zusammen und tragen gemeinsam die Kosten. Dafür existieren verschiedene Ansätze, darunter konsortiale Finanzierung, Mitgliedschaftsmodelle und Crowdfunding. Diese Modelle lassen sich nicht immer eindeutig voneinander abgrenzen, weisen jedoch bestimmte Grundcharakteristika auf. Die konsortiale Finanzierung beschreibt ein kollaboratives Modell, bei dem mehrere wissenschaftliche Institutionen – typischerweise Bibliotheken, Hochschulen oder Forschungsförderer – gemeinsam die Finanzierung von Open-Access-Zeitschriften, -Büchern oder -Infrastrukturen übernehmen ( Reinsfelder & Pike, 2018 ). Beispiele sind KOALA , OLEcon und Scoap3 . Mitgliedschaftsmodelle , wie beispielsweise die Open Library of Humanities (OLH) , ermöglichen wissenschaftlichen Einrichtungen über einen festen jährlichen Mitgliedsbeitrag die Infrastruktur, redaktionelle Arbeit, Qualitätssicherung und Langzeitarchivierung von Diamond Open Access Zeitschriften zu finanzieren. Beim Crowdfunding wird in der Regel ein konkretes Vorhaben zur Finanzierung ausgeschrieben, z. B. bestimmte Zeitschriften- oder Buchpakete. Eine bekannte Plattform für die Realisierung von Open-Access-Publikationen im Crowdfunding-Verfahren ist Knowledge Unlatched . Meist sind Crowdfunding-Kampagnen zeitlich befristet. Wird das Finanzierungsziel erreicht, kann das Projekt umgesetzt werden. Auch wenn Crowdfunding oft projektbezogen ist, zielen viele Initiativen auf längerfristige Strukturen ab. Erfolgreiches Crowdfunding kann z. B. den Grundstein für eine spätere Mitgliedschafts- oder Konsortialfinanzierung legen. Ein weiteres Modell ist Subscribe to Open (S2O) , bei dem Open-Access-Periodika durch bestehende Subskriptionen finanziert werden. Bibliotheken und Institutionen werden jährlich eingeladen, ihr Abonnement zu den bisherigen Konditionen zu verlängern – mit dem Ziel, die Inhalte der Zeitschrift für alle frei zugänglich zu machen. Wird das Finanzierungsziel erreicht, erscheint der gesamte Jahrgang im Open Access. Wird es nicht erreicht, bleibt der Zugang wie bisher beschränkt. S2O bietet damit einen sanften Übergang zu Open Access, ohne strukturelle Umstellungen für Bibliotheken oder Mehrkosten für Forschende. Praxistipp Der Diamond Funding Navigator von der TIB bündelt Angebote für die kollektive Finanzierung von Diamond-Open-Access-Publikationen weltweit - laufende und zurückliegende. Dies soll insbesondere Personen, die in der Literaturerwerbung und Lizenzierung tätig sind, sowie Fachreferent:innen dabei unterstützen, passende Finanzierungsangebote zu finden. Weitere Finanzierungsoptionen Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Open-Access-Veröffentlichungen ist der parallele Verkauf der Inhalte in separaten (Druck-)Ausgaben. Im digitalen Bereich gibt es verschiedene Versuche, so genannte Freemium-Modelle umzusetzen, bei denen die kostenpflichtige Variante mehr Nutzen liefern soll als die kostenlose Variante. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass parallel zur HTML-Variante eines Artikels die als höherwertig eingestufte PDF-Fassung nur für zahlende Kund*innen zugänglich gemacht wird. Ein Beispiel dafür ist das in den Sozial- und Geisteswissenschaften angesiedelte Projekt OpenEdition . OpenEdition OpenEdition ist eine digitale Publikationsplattform, die sich auf die Geistes- und Sozialwissenschaften spezialisiert hat. Sie wurde in Frankreich gegründet und wird vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS) unterstützt. OpenEdition bietet Wissenschaftler*innen und Einrichtungen Infrastruktur und Services für die Veröffentlichung und Sichtbarmachung von wissenschaftlichen Inhalten im Open Access. Die Plattform umfasst vier zentrale Angebote: OpenEdition Journals (wissenschaftliche Zeitschriften) OpenEdition Books (monografische Werke) Hypothèses (wissenschaftliche Blogs) Calenda (wissenschaftlicher Veranstaltungskalender) Ziel von OpenEdition ist es, den freien Zugang zu qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Informationen zu fördern und eine nachhaltige, nicht-kommerzielle Publikationsumgebung für die akademische Community bereitzustellen. Transformation und Transparenz Die Transformation von einer von Abonnements geprägten Landschaft wissen­schaftlicher Zeitschriften hin zu einer hauptsächlich Open-Access-orientierten Landschaft stellt im Bereich der Geschäftsmodelle eine große Herausforderung dar. In Deutschland versucht das Projekt DEAL durch Konsortialverträge mit einer Open-Access-Komponente ( publish and read ) zu einer Transformation von Zeitschriften beizutragen. Während es möglich scheint, Zeitschriften kom­plett umzustellen und den Betrieb dabei kostendeckend zu gestalten, führen die hohen Beträge, die im Author-Pays-Modell in Rechnung gestellt werden, womöglich insgesamt eher zu einer Kostensteigerung für die Wissenschaft (Mittermaier, 2025). Mit ESAC (Efficiency and Standards for Article Charges) hat sich eine internationale Initiative gegründet, die die Abwicklung der Publikationskosten im Rahmen von Transformationsverträgen effizient und transparent gestalten möchte. Literatur Borrego, A. (2023). Article processing charges for open access journal publishing: A review . Learned Publishing: Volume 36 (3), 359-378. https://doi.org/10.1002/leap.1558 Bruch, C., Fournier, J., & Pampel, H. (2014). Open-Access-Publikationsfonds: Eine Handreichung (Arbeitsgruppe Open Access der Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, Ed.). https://doi.org/10.2312/allianzoa.006 Keller, A. (2017). Finanzierungsmodelle für Open-Access-Zeitschriften. Bibliothek Forschung und Praxis , 41 (1), 22–35. https://doi.org/10.1515/bfp-2017-0012 Lawson, S. (2015). Fee waivers for open access journals. Publications , 3 (3), 155–167. https://doi.org/10.3390/publications3030155 Mittermaier, B. (2025). Transformationsverträge sind eine Sackgasse. O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal. Herausgeber VDB, 12(1), 1-22. https://doi.org/10.5282/o-bib/6117 Reinsfelder, T. L., & Pike, C. A. (2018). Using library funds to support open access publishing through crowdfunding: Going beyond article processing charges. Collection Management , 48 (3). https://doi.org/10.1080/01462679.2017.1415826 (Zweitveröffentlichung: https://hdl.handle.net/1805/15059 ) Russell, B. (2019, October 23). Guest Post — The Future of Open Access Business Models: APCs Are Not the Only Way. The Scholarly Kitchen Blog . https://scholarlykitchen.sspnet.org/2019/10/23/guest-post-the-future-of-open-access-business-models-apcs-are-not-the-only-way/ Waidlein, N., Wrzesinski, M., Dubois, F., & Katzenbach, C. (2021). Working with budget and funding options to make open access journals sustainable (No. 2021–1; HIIG Discussion Paper Series). HIIG. https://doi.org/10.5281/zenodo.4558790 Weiterführende Literatur Bickel, L., Clasen, N., & Flohr, R. (2019, November 13). Open-Access-Tage 2019: Geschäftsmodelle und ihre finanziellen Folgen für die Open-Access-Transformation. ZBW MediaTalk . https://www.zbw-mediatalk.eu/de/2019/11/open-access-tage-2019-geschaeftsmodelle-und-ihre-finanziellen-folgen-fuer-die-open-access-transformation/ Björk, B.-C., & Korkeamäki, T. (2020). Adoption of the open access business model in scientific journal publishing: A cross-disciplinary study. College & Research Libraries , 81 (7). https://doi.org/10.5860/crl.81.7.1080 Bosman, J. & Kramer, B. (2018, Mai 16). Linking impact factor to ‘open access’ charges creates more inequality in academic publishing. Times Higher Education Blog. https://www.timeshighereducation.com/blog/linking-impact-factor-open-access-charges-creates-more-inequality-academic-publishing Budzinski, O., Grebel, T., Wolling, J., & Zhang, X. (2020). Drivers of article processing charges in open access. Scientometrics , 124 (3), 2185–2206. https://doi.org/10.1007/s11192-020-03578-3 Demeter, M., & Istratii, R. (2020). Scrutinising What Open Access Journals Mean for Global Inequalities. Publishing Research Quarterly, 36 (4), 505–522. https://doi.org/10.1007/s12109-020-09771-9 . Frick, C., & Kaier, C. (2020). Publikationskosten für Zeitschriftenartikel abseits von Open-Access-Publikationsfonds – Lost in Transformation? o-bib – das offene Bibliotheksjournal, 7 (2), 1–15. https://doi.org/10.5282/o-bib/5586 Ginsparg, P. (2021). Lessons from arXiv’s 30 years of information sharing. Nature Review Physics , 3 , 602–603. https://doi.org/10.1038/s42254-021-00360-z Grossmann, A., & Brembs, B. (2021). Current market rates for scholarly publishing services. F1000Research , 10 . https://doi.org/10.12688/f1000research.27468.2 Jahn, N., & Tullney, M. (2016). A study of institutional spending on open access publication fees in Germany. PeerJ 4 . https://doi.org/10.7717/peerj.2323 Kändler, U., & Tullney, M. (2019, October 15). Jenseits von APC: Kriterien für Geschäftsmodelle . Open-Access-Tage 2019, Hannover. https://doi.org/10.5281/zenodo.3490914 Michael, A. (2020, August 27). Sustainable open access – what’s next? The Scholarly Kitchen Blog . https://scholarlykitchen.sspnet.org/2020/08/27/sustainable-open-access-whats-next/ Oberländer, A., & Dreher, L. (2019, September 30). Jenseits von APC: Überblick über alternative Open-Access-Modelle . Open-Access-Tage 2019, Hannover. https://doi.org/10.5281/zenodo.3490737 Schönfelder, N. (2018). APCs—Mirroring the impact factor or legacy of the subscription-based model?. Universität Bielefeld. https://doi.org/10.4119/UNIBI/2931061 Shamash, K. (2016). Article processing charges (APCs) and subscriptions: Monitoring open access costs. Jisc. https://www.jisc.ac.uk/sites/default/files/apc-and-subscriptions-report.pdf Tautz, D., Holzer, A., Schmidt, K. M., Buchner, J., Grötschel, M. & Jurburg, S. (2025). Ein neues Verfahren zur direkten Finanzierung und Evaluation wissenschaftlicher Zeitschriften . Diskussion Nr. 38, Halle (Saale): Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. https://doi.org/10.26164/leopoldina_03_01261 Tobschall, E. (2021, October 27). ArXiv ist 30! TIB-Blog . https://blogs.tib.eu/wp/tib/2021/10/27/arxiv-ist-30/...