Open Publishing Fest
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Intro Zehn Gründe für Open Access Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Es gibt auf wissenschaftspolitischer, institutioneller und wissen­schaftsfördernder Ebene Policies zu Open Access und Open Science. 2 Forschungseinrichtungen können eigene Open Access Policies modular erstellen. 3 Zentrale Elemente einer Open Access Policy sind: Präambel, Selbst­beschreibung, Absichtserklärungen und Begründungen, Handlungs­empfehlungen sowie Hinweise auf technische Services und Bera­tungsangebote. Ziele Im Zuge der Maßnahmen zur Etablierung von Open Access haben sich insbe­sondere auf Ebene der Hochschulen und der nichtuniversitären Forschungs­einrichtungen Open Access Policies als viel genutztes Instrument etabliert. Konkret verfolgen Open Access Policies diese Ziele: Sie sollen Unterstützung für die Open-Access-Bewegung zum Ausdruck bringen. Sie positionieren Einrichtungen im Diskurs zu Open Access. Sie sollen Angehörige der Institution zum Open-Access-Publizieren animieren. Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich Open Access werden dabei zunehmend in den größeren Open-Science-Kontext eingebettet. Dieser Text bietet zunächst einen Überblick über die wichtigsten Akteure der Forschungslandschaft und ihre Leitlinien, ehe konkrete Vorschläge zum Verfassen eigener Policies gemacht werden. Policies wichtiger Akteure Schwerpunktinitiative "Digitale Information" Auf wissenschaftspolitischer Ebene haben sich die großen außeruniversi­tären Forschungsorganisationen, die Hochschulrektorenkonferenz , der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Deutsche For­schungsgemeinschaft (DFG) zur Schwerpunktinitiative Digitale Informa­tion zusammengeschlossen. Diese wird auch als Allianz-Initiative bezeich­net. Ihr Leitbild enthält das Ziel "Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft­ler mit der bestmöglichen Informationsinfrastruktur auszustatten, die sie für ihre Forschung brauchen" ( Steuerungsgremium der Schwerpunktini­tiative "Digitale Information" der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen, 2017, S. 2 ). Des Weiteren setzt sie sich für den weiteren Ausbau des freien Zugangs zu wissenschaftlichem Wissen ein. Außerdem initiierte die Allianz-Initiative im Rahmen des Projekts DEAL bundesweite gemeinsame Lizenzverträge mit bislang zwei großen Wissenschaftsverla­gen in Form der Vereinbarungen mit Springer Nature (2020) und Wiley (2019). Universitäten und andere Hochschulen Zahlreiche Universitäten und andere Hochschulen haben Open Access Policies in der Form von Leitlinien oder Empfehlungen verabschiedet. Viele beschäftigen Open-Access-Beauftragte , die als Ansprechpartner*­innen für alle Open-Access-Themen auch die lokale Umsetzung von Open Access organisieren (Hübner & Riesenweber, 2018). Hochschulen und Universitäten sind weitgehend autonom. Zahlreiche Bundesländer verknüpfen im Rahmen ihrer Hochschulpolitik (Digitalisie­rungsstrategien, Zielvereinbarungen, Wissenschaftspläne, Hochschulge­setzgebung, etc.) die finanzielle Förderung mit dem Thema Open Access. Die Möglichkeiten für Hochschulen und Universitäten, Forscher*innen verbindliche Vorgaben zu machen, halten sich allerdings in Grenzen. Vie­le Hochschulen und Universitäten gehen daher den Weg, über Informa­tionsveranstaltungen und Dienstleistungen für Open Access zu werben und Wissenschaftler*innen so zum Open-Access-Veröffentlichen zu er­mutigen. Über Publikationsfonds für Open-Access-Artikel und für O pen-Access-Monografien und -Sammelbände können Bibliotheken da­rüber hinaus die Förderung von Open Access an bestimmte Bedingungen knüp­fen und so Qualitätsstandards setzen (Open-Access-Büro Berlin, 2020). Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft und die Helmholtz-Gemeinschaft gehen die Open-Access-Transformation sehr konkret an ( Pampel, 2021, S. 33 ff. ): Die Max-Planck-Gesellschaft beschreibt sich selbst als "Mitbegrün­derin der internationalen Open-Access-Bewegung". 2003 veröffent­lichte sie die Berliner Erklärung zum offenen Zugang zu wissenschaft­lichem Wissen und initiierte damit einen Prozess von Folgekonferen­zen zu Open Access und Open Science. Auch im Rahmen der globa­len OA2020 Initiative spielt die Gesellschaft eine wichtige Rolle. Das Bekenntnis zu Open Access hat die Max-Planck-Gesellschaft in ihren Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis verankert: Dort gilt die verbindliche Vorgabe, die mit öffentlichen Mitteln ermöglichten Forschungsergebnisse möglichst frei zugänglich zu veröffentlichen (Max-Planck-Gesellschaft, 2009, S. 2). Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt außerdem mit der Max Planck Digital Library ein umfangreiches Informationsportal und unterstützt eigene Open-Access-Veröffentlichungen mit einem Publikationsfonds. Die Fraunhofer-Gesellschaft folgt einer verbindlichen Fraunhofer-Open-Access-Strategie 2020 , die als Zielmarke angibt, "bis 2020 mindestens jede zweite wissenschaftliche Publikation eines Jahr­gangs per Open Access frei zugänglich zu machen, davon mindestens ein Drittel über den goldenen Weg der Erstveröffentlichung in einer Open-Access-Zeitschrift" (Fraunhofer-Gesellschaft, 2015, S. 2). Auch die Leibniz-Gemeinschaft hat eine weitreichende Open Access Policy verabschiedet. Sie bekennt sich darin nicht nur zu Open Science, sondern sieht sich auch als aktiver Player in der Weiterent­wicklung offener Forschung. Die Forschenden der Leibniz-Gemein­schaft sollen Open Access veröffentlichen und sich für Open-Access-Zeitschriften engagieren. Dabei werden sie von ihren jeweiligen Leibniz-Einrichtungen beraten und unterstützt. Die Helmholtz-Gemeinschaft bettet mit dem Helmholtz Open Science Office die Open-Access-Thematik in den weiteren Open-Science-Kontext ein. Sie hat 2004 als erste Forschungsgesellschaft in Deutschland eine eigene Open-Access-Richtlinie verabschiedet, die für die eigenen Publikationen eine Veröffentlichung "ohne Ausnahme [im Open Access fordert] soweit nicht ausdrücklich Vereinbarungen […] entgegenstehen" ( Helmholtz-Gemeinschaft, 2004 ). Seit 2013 gilt dies auch für Mittelempfänger*innen des Impuls- und Vernetzungs­fonds der Helmholtz-Gemeinschaft. 2016 konkretisierte die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Open-Access-Richtlinie und setzte sich die Zielmarke von 100% Open-Access-Publikationen ab dem Publikationsjahr 2025. DFG als zentrale Förderinstitution Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fordert alle Projektneh­menden auf, Projektergebnisse möglichst unmittelbar Open Access zu publizieren und setzt diverse Förderlinien zur Stärkung von Open Access um. Mit ihrer Unterstützung von Forschenden, Bibliotheken, Institutionen und Organisationen ist die DFG zentraler Akteur, was die Umsetzung und Beschleunigung der Open-Access-Transformation in Deutschland angeht. Die DFG hat 2003 die Berliner Erklärung unterzeichnet und äußert die Erwartung , dass geförderte Wissenschaftler*innen "Projektergebnisse zum Zweck der wissenschaftsadäquaten Kommunikation im Open Access" veröffentlichen, genauer gesagt sollen "[d]ie entsprechenden Beiträge [...] direkt in qualitätsgesicherten bzw. fachlich anerkannten Open-Access-Zeitschriften oder auf Open-Access-Plattformen publiziert oder zusätzlich zur Verlagspublikation möglichst ohne Zeitverzug in dis­ziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive (Repositorien) eingestellt werden" (Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2021, S. 41). Eine generelle Verpflichtung zu Open Access, wie sie im Plan S verfolgt wird, lehnt die DFG ab, da sie befürchtet, dass diese zu erhöhten Publika­tionsgebühren führen könnte. Zudem wird die von Plan S geforderte Abkehr vom Journal Impact Factor vonseiten der DFG als weitreichende Umstrukturierung der Leistungsbemessung verstanden, die nicht ohne große Umwälzungen funktioniert (Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2018). Aus diesen Gründen ist die DFG kein Mitglied der cOAlition S, unterstützt jedoch die grundsätzlichen Bestrebungen der Initiative. Fachgesellschaften Auch Fachgesellschaften haben sich bereits früh für Open Access und Open Science stark gemacht. Zu nennen ist hier v.a. die 1994 gegründete Initiative zur elektronischen Information und Kommunikation (IuK-Initiative). Sie setzte sich in der Frühphase der digitalen Transformation für den Aufbau einer virtuellen und digitalen Bibliothek und eine wissenschaftsfreundliche Novelle des Urheberrechts ein (Weisel, 2012). Auch unter den Unterzeichnenden der Berliner Erklärung lassen sich eini­ge Fachgesellschaften finden: Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (2005), die Gesellschaft für Informatik (2007), die Deutsche Gesellschaft für Ur-und Frühgeschichte (2016) oder die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (2017). Bereits 1998 gründete die Deutsche Physikalische Gesellschaft mit dem New Journal of Physics eine Open-Access-Zeit­schrift. Sie gehörte damit zu den Pionieren des Open-Access-Publizierens in Deutschland. Für das Gros der deutschen Fachgesellschaften gilt je­doch, dass sie sich erst langsam und unter dem Druck der internationa­len Entwicklung (insbesondere Plan S) mit Open Access befassen. Nur wenige Fachgesellschaften haben bislang eigene Open Access Policies verabschiedet. Im Zuge der weiteren Entwicklung der Open-Access-Transformation wird die Diskussion innerhalb der Fachgesellschaften aber möglicherweise an Bedeutung zunehmen. Nicht zuletzt, da viele Fachgesellschaften Überlegungen anstellen, ihre eigenen Publikationen auf Open Access umzustellen (Pampel & Strecker, 2020). Eine Policy erstellen Open Access implementieren Hier finden Sie eine Einführung. Positionen der Politik Hier finden Sie eine Einführung. Open Access Policy Making Der Zweck des Policy Making besteht in einem Selbstverständigungsprozess, der idealerweise in der Verabschiedung einer Policy mündet. In diesem Prozess positionieren sich Akteure einer Institution zum Thema Open Access und bilden einen gemeinsamen Standpunkt heraus. Mithilfe dedizierter Policies können Institutionen dokumentieren, dass sie im gegenwärtigen Wandel der Wissen­schaftskommunikation Position beziehen. Voraussetzung für den Erfolg eines Policy-Making-Prozesses ist daher, dass sich alle relevanten Akteure einer Institution anhand eines effektiven Konzepts zur internen Kommunikation beteiligen. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Policy-Making-Prozess Howlett und Rameshs Model unterscheidet fünf Stadien des Policy Making: Agenda Setting, Policy Formulation, Decision Making, Implementation und Evaluation (Howlett et al., 2009, S. 91 ff.) Für den Prozess des Erstellens einer Open Access Policy lassen sich folgende Schritte ableiten: Problemidentifikation Mit der Einführung einer neuen bzw. der Änderung oder Erweiterung einer bereits bestehenden Policy wird auf Bedürfnisse, Probleme, Kon­flikte oder aktuelle Entwicklungen des Umfeldes reagiert. Eine Analyse dieser Kontextfaktoren ist hilfreich, um Argumente für das Agenda Setting zu formulieren und mögliche Widerstände gegen einen Policy-Prozess zu antizipieren. Bereits in dieser Frühphase können Überle­gungen zum organisatorischen Ablauf des Policy-Prozesses angestellt werden. Agenda Setting Leitungspositionen werden adressiert und für das Vorhaben gewonnen. Die Lenkung und Koordination des Prozesses kann von einem Gremium, einer Arbeitsgruppe oder einer Einzelperson übernommen werden. Weitere relevante Akteursgruppen werden informiert und Argumente für einen Policy-Making-Prozess vorgetragen. Der geplante Prozess wird transparent dargelegt. Formulierungs- und Entscheidungsphase Ein Policy-Dokument wird formuliert (s. u.) und mit den zuständigen Stellen der Institution und weiteren Interessenvertretungen mehrfach abgestimmt, ergänzt und/oder umformuliert. Sind alle Änderungs­wünsche berücksichtigt oder begründet zurückgewiesen worden, tritt die beschlussreife Form des Dokumentes den Lauf durch die zuständigen Gremien an. Nach Einarbeitung der daraus folgenden Änderungen wird die Policy schließlich verabschiedet. Kommunikation und Evaluation Wirksamkeit entfaltet eine Policy nur dann, wenn die Handlungsempfeh­lungen und Aufforderungen nach der offiziellen Veröffentlichung des Policy-Dokumentes über zahlreiche weitere Kanäle verbreitet werden. Auf eine überarbeitete oder neu erstellte Policy wird in Newslettern, auf Websites, zu gegebenen Anlässen, auf Vorträgen sowie in Meetings hin­gewiesen. Wünschenswert ist eine transparente Darstellung des Policy-Prozesses, die Bereitstellung einer Lesefassung des Policy-Dokumentes und eine Referenz auf die Beschlussfassung auf den Internetseiten der zuständigen Organisationseinheit (Open-Access-Büro, Universitätsbiblio­thek o. ä.). Mithilfe geeigneter Monitoring-Tools bspw. in Forschungs-In­formations-Systemen oder Plattformen zum Publikationsdatenmanage­ment kann der Impact einer Open Access Policy quantifiziert werden. Die lineare Darstellung des Policy-Making-Prozesses weicht erheblich von den diskontinuierlichen und von Konflikten geprägten Prozessen der wissenschafts­politischen Wirklichkeit ab, kann aber zu Planungszwecken hilfreich sein. Vorbehalte Handlungsempfehlungen können unter Vorbehalte gestellt werden, als Begründungen werden bspw. die Wissenschaftsfreiheit oder fachspezifische Publikationskulturen angeführt. Textbeispiel "Unter Achtung der grundgesetzlich ge­schützten Freiheit von Forschung und Lehre und der dadurch gegebenen freien Wahl des Publikationsmediums und -ortes sowie unter Berücksichtigung des unter­schiedlichen Stellenwertes von Open Access in den verschiedenen Fachkulturen tritt die JGU mit folgenden Empfehlungen und Maßnahmen für die Open-Access-Transformation ein:" - Open-Access-Policy der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Technische Services Erwähnung eigener oder von Drittanbietern be­reitgestellter technischer Infrastrukturen für das Open-Access-Publizieren . Hierzu gehören u. a. Repositorien für Publikationen, Daten und Code, Systeme für das Publikationsdatenmanagement, Metadatendienste, Controllinginstrumente, For­schungsinformationssysteme, Open-Journal-Platt­formen, Forschungsdatenmanagementsysteme uvm. Textbeispiel "Die Universität unterstützt die Auffindbar­keit sowie die Verbreitung und damit Sicht­barkeit der wissenschaftlichen Texte durch folgende Maßnahmen: Download-Möglichkeit und -Statistiken im Forschungsportal der Universität Download-Möglichkeit auf den dienst­lichen Webseiten über Pure Plugins Bereitstellung der Titeldaten für Literatursuchdienste und Kataloge (LUX; BASE; GVK etc.) Publikation von Hochschulschriften (Dissertationen und Habilitationen)" - Open Access Strategie der Leuphana Universität Lüneburg Beratungsangebote Erwähnung von Publikationsberatungen für Wissenschaftler*innen, Zeitschriftenredaktionen und Herausgebende sowie anderen universitäts­seitig angebotenen Dienstleistungen für die Unterstützung zum Open-Access-Publizieren Textbeispiel "Informationsveranstaltungen, Workshops, Schulungen und individuelle Beratungen zu Open Access werden vom Open-Access-Team regelmäßig durchgeführt." - Open Access Policy der Universitäts­bibliothek Chemnitz Schlussbestimmung Textbeispiel "Sollten einzelne Bestimmungen dieser Richtlinie unwirksam oder undurchführbar sein oder nach deren Inkrafttreten unwirk­sam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit der Richtlinie im Übrigen unberührt." - Open-Access-Richtlinie der Helmholtz Gemeinschaft 2016 Datum, Unterzeichner*innen, Referenz auf das offizielle Policy-Dokument in der zur Abstimmung gebrachten Fassung, PDF-Download-Option Footer Kontaktdaten, Quellenangaben, weiterführende Links Rights-Retention-Strategie Eine explizite Rights-Retention-Strategie kann ein sinnvoller Bestandteil von Open Access Policies sein. Eine Übersicht über die Landschaft von Rights-Retention-Praktiken in Europa inklusive Empfehlungen für institutionelle Entscheider, Forschungsförderer, Legislative und Verlage findet sich bei Labastida et al. (2023) . Aufbau & Inhalt Open Access Policies beinhalten folgende Elemente: Header Siegel der Institution, Titel des Dokumentes, ggf. Referenz auf den zugehörigen Beschluss in der amtlichen Fassung Präambel Vorangehende Worte, die den gesellschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen Kontext der Open Access Policy erläutern und sich auf das Selbstverständnis der Institution beziehen Textbeispiel "Ohne unmittelbaren und zeitnahen Aus­tausch von Forschungsergebnissen sind Innovationen unmöglich. Als öffentlich geförderte Einrichtung hat die Fraunhofer-Gesellschaft die Verantwortung, die Öffent­lichkeit über ihre Forschungsaktivitäten zu informieren. Projektpartner aus der Indus­trie müssen zugleich in die Lage versetzt werden, die richtigen Ansprechpartner für ihre Projekte zu finden. Die Fraunhofer-Gesellschaft verfolgt aus diesem Grund bei ihren Publikationen das Ziel, uneingeschränkt das Prinzip des freien Zugangs (Open Access), wie es in der Berli­ner Erklärung von 2003 verstanden wird, zu realisieren." - Open Access Policy der Fraunenhofer-Gesellschaft Selbstbeschreibung (sofern nicht in einer Präambel enthalten) Charakterisierung der eigenen Einrichtung, aus der die Übereinstimmung ihrer Ziele und Funk­tion mit einer Open-Access-Kultur hervorgeht. Hinweise enthält das Leitbild der Einrichtung, aus dem ggf. Formulierungen übernommen werden können. Textbeispiel "Die Universität Regensburg steht unter anderem für den Wissens- und Kulturaus­tausch zwischen den Kulturräumen Ost- und Westeuropas sowie Nordamerikas, den Dialog mit der Gesellschaft, für eine weltoffene Universitätskultur und für dauerhafte internationale Beziehungen in Forschung, Lehre und Studium (Leitbild der UR, Stand: 15. Oktober 2007)." - Open Access Policy der Universität Regensburg Definitionen Begriffliche Bestimmung von Open Access und/ oder knappe geschichtliche Einordnung , aus der die Bedeutung des Themengebietes für die Aktivitäten ihrer Akteure hervorgeht Textbeispiel "Open Access steht für den unbeschränk­ten und kostenlosen Zugang zu qualitäts­geprüfter wissenschaftlicher Information im Internet. Durch den Wegfall technischer, finanzieller und rechtlicher Barrieren trägt Open Access dazu bei, wissenschaftliche Innovationsprozesse zu beschleunigen und die Sichtbarkeit von Forschungsergebnis­sen zu verbessern. Dadurch werden wissenschaftlich Arbeitende in ihren Forschungs- und Publikationsprozessen unterstützt und der Nutzen öffentlich ge­förderter Forschung maximiert. Die Stiftung Technische Informationsbibliothek (TIB) als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bekennt sich zu Open Access." - Open-Access-Policy der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Verweise Referenz auf vorangegangene Erklärungen und Initiativen, Übereinstimmungen sowie ggf. aus ihnen hervorgehende Verpflichtungen für die eigene Institution Textbeispiel "Die Leibniz Universität Hannover unter­stützt die wissenschaftspolitische Forde­rung nach offenem Zugang ("Open Access") zu wissenschaftlichem Wissen, wie sie in der "Berliner Erklärung" vom Oktober 2003 niedergelegt und in der "Berlin 3 Open Access" Empfehlung vom März 2005 in Southampton, UK konkretisiert wurde.“ - Open-Access-Resolution der Leibniz Universität Hannover Begründung Begründung für die mit der Policy angestrebte Unterstützung von Open Access aus der Perspek­tive der Einrichtung und/oder einer übergeord­neten Perspektive Textbeispiel "Ausgehend von ihrer Verantwortung für einen umfassenden Zugang zu wissen­schaftlichem Wissen unterstützt die Universität Heidelberg den Ausbau von Open Access nachdrücklich." - Open Access Policy der Universität Heidelberg Absichtserklärungen Nennung der selbst gesetzten Ziele im Bereich Open Access. Dies kann die Bereitstellung einer geeigneten organisatorischen, finanziellen und technischen Infrastruktur zum Open-Access-Publizieren sein, das Erreichen einer bestimmten Quote an Open-Access-Publikationen innerhalb einer gesetzten Frist, die Durchführung weiterer hochschulpolitischer Maßnahmen sowie die Beteiligung an Transformationsprozessen und an­deren, institutionsübergreifenden Entwicklungen. Zudem können die gleichberechtigte Berücksichti­gung von qualitätsgeprüften Open-Access-Publi­kationen in Zielvereinbarungen und leistungsbe­zogenen Mittelvergabeverfahren sowie die Um­setzung von Maßnahmen zur internen Kommuni­kation (Schulungen, Beauftragte) festgeschrieben werden. Textbeispiele "Bei der Beurteilung wissenschaftlicher Leistung behandelt die Universität Kassel Beiträge, die ein Begutachtungsverfahren durchlaufen haben, gleichgewichtig, unab­hängig davon, ob es sich um kostenpflich­tige oder frei zugängliche Beiträge handelt. […] Darüber hinaus bietet die Universität Kassel gemäß ihrer Forschungsdaten-Leitlinie an, auch Forschungsdaten, die im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Arbeiten entstehen oder erhoben werden, frei zugänglich zu machen. Die Universität Kassel strebt an, die an ihr entstandenen Veröffentlichungen in großem Umfang auf dem universitären Publikationsserver KOBRA9 verfügbar zu machen, der eine optimale Auffindbarkeit, Authentizität, Integrität und persistente Zitierbarkeit dieser Veröffentlichungen ermöglicht." - Open-Access-Policy der Universität Kassel "Die MLU unterstützt und berät Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Herausgabe von wissenschaftlichen Open Access Formaten und beim Aufbau auch von verlagsunabhängigen OA-Publikations­wegen. Dies erfordert regelmäßige Schulungs- und Informationsangebote der Forschenden genauso wie der Mitarbeiter/­-innen. Hierfür sollen adäquate Formate entwickelt und regelmäßig durchgeführt werden. Die MLU etabliert Instrumente zur Unterstützung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Begleichung anfallender Publikationskosten innerhalb eines bestimmten finanziellen Rahmens. Insbesondere richtet sie einen Publika­tionsfonds ein und schafft die Voraussetz­ungen dafür, weitere Mittel für diesen Zweck einzuwerben." - Open Access Policy Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Handlungsempfehlungen, Aufforderungen oder Verpflichtungen für Publizierende Die Verbindlichkeitsgrade der Formulierungen können variieren. Sie reichen von der Handlungs­empfehlung über die Aufforderung bis zur Ver­pflichtung. Handlungsmöglichkeiten sind unter anderem: Forschung und Lehre im Sinne der Ziele von Open Science, Open Access und Open Education Die Veröffentlichung von Forschungsergeb­nissen und wissenschaftlichen Publikationen in einem Open-Access-Format Die Archivierung von Forschungsergebnissen oder wissenschaftlichen Publikationen auf ei­nem institutionseigenen Dokumentenserver bzw. in einem Repositorium zu einem be­stimmten Zeitpunkt relativ zur Erstveröffent­lichung (parallel oder ggf. nach Ablauf einer Embargofrist ) Die Publikation unter freien Nutzungslizenzen wie den Creative-Commons-Lizenzen Die Berücksichtigung von Publikationskosten in Anträgen zur Einwerbung von Drittmitteln Die Sicherung eines dauerhaften Verwertungsrechtes gegenüber Verlagen Der Verzicht auf die Abtretung eines aus­schließlichen Nutzungsrechtes an die Verlage Das Engagement als Gutachter*in und Herausgeber*in von qualitätsgeprüften Open-Access-Zeitschriften bzw. für eine progressive Open-Access-Politik in Verlagen Für Führungskräfte: Empfehlung für Mitarbei­tende, Forschungsergebnisse in qualitätsge­prüften Open-Access-Formaten zu prüfen Textbeispiele 1 "Um Offenheit in Lehre und Forschung an der TU Hamburg nachhaltig zu verankern, empfehlen wir allen TUHH-Angehörigen, wo möglich und sinnvoll die Ziele von Open Science, Open Access und Open Education aktiv zu verfolgen." - Policy für Offenheit der TU Hamburg 2 "Die Humboldt-Universität empfiehlt des­halb allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihre Beiträge in Open-Access-Journalen einzureichen sowie Monographien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen." - Open-Access-Erklärung der Humboldt-Universität zu Berlin 3 "Die Ruhr-Universität Bochum fordert ihre Hochschulangehörigen auf, alle veröffent­lichten, wissenschaftlich referierten Artikel als elektronische Kopie (Selbstarchivierung) auf einem frei zugänglichen Dokumenten­server abzulegen (Grüner Weg), soweit da­gegen keine rechtlichen Bedenken bestehen." - Open Access-Resolution der Ruhr-Universität Bochum 4 "Die TU Braunschweig empfiehlt ihren Autorinnen und Autoren die Verwendung freier Publikationslizenzen, die eine Ver­breitung im Open Access fördern (bevor­zugt Creative-Commons-Lizenz CC BY)." - Leitlinie zu Open Access an der TU Braunschweig 5 "Die Förderregularien vieler Drittmittelge­ber erlauben es, Mittel für Artikelbearbei­tungsgebühren (APC) im Projektbudget bereits bei der Antragstellung einzuplanen. Das BMBF hat zudem einen Post-Grant Fund zur Förderung von Open-Access-Publikationen aus abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten eingerichtet. Es ist dringend empfehlenswert bei der Planung und Durchführung von Drittmittelprojekten von solchen Möglichkeiten Gebrauch zu machen." - Open Access an der Universität Greifswald 6 "Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden darin bestärkt, in Verlagsverhand­lungen das Publikationsrecht bzw. das Recht für die Archivierung elektronischer Versionen zu sichern, wie es die Richtlinien der DFG und anderer Forschungsförderer vorsehen." - Open Access Strategie der Leuphana Universität Lüneburg 7 "Bei der Veröffentlichung in einer zugangs­beschränkten Verlagspublikation empfiehlt die Hochschule Reutlingen, auf die Abtre­tung ausschließlicher Nutzungsrechte zu verzichten und sich ein einfaches Nutzungsrecht zur öffentlichen Zugänglich­machung vorzubehalten, um eine spätere Zweitveröffentlichung im Repositorium der Hochschule Reutlingen zu ermöglichen." - Open Access Policy der Hochschule Reutlingen 8 "Sie als wissenschaftlicher Autor arbeiten häufig auch als Gutachter, Herausgeber oder Redakteur für wissenschaftliche Zeitschriften. Achten Sie darauf, welche Preispolitik der Verlag gegenüber den Abnehmern verfolgt und wirken Sie gegebenenfalls auf eine bessere Open Access-Politik der Verlage hin." - Open Access-Politik der Universität Göttingen 9 "In ihrer Funktion als Führungskraft wer­den alle Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler aufgefordert, auch ihren Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern das Veröffentli­chen im Sinne von Open Access zu ermög­lichen." - TUM Open Access Policy Literatur Deutsche Forschungsgemeinschaft. (2018). Stellungnahme der DFG zur Gründung von „cOAlition S“ zur Unterstützung von Open Access. Information für die Wissenschaft Nr. 56. https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2018/info_wissenschaft_18_56/index.html Deutsche Forschungsgemeinschaft. (2021). Verwendungsrichtlinien. Allgemeine Bedingungen für Förderverträge mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) . https://www.dfg.de/formulare/2_00/v/dfg_2_00_de_v0121.pdf Fraunhofer-Gesellschaft. (2015). Fraunhofer Open Access-Strategie 2020 . https://www.openaccess.fraunhofer.de/content/dam/openaccess/de/documents/Fraunhofer-Open-Access-Strategie-2020.pdf Helmholtz-Gemeinschaft. (2004). Beschluss zur Umsetzung der „Berliner Erklärung“, 2004 . https://os.helmholtz.de/open-science-in-der-helmholtz-gemeinschaft/open-access/open-access-richtlinien/#c2532 Howlett, M., Ramesh, M., & Perl, A. (2009). Studying public policy : policy cycles & policy subsystems (3rd edition). Oxford University Press. Hübner, A., & Riesenweber, C. (2018). Datentabelle Inhalte der Open-Access-Policies deutscher Hochschulen . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1291855 Labastida i Juan, I., Melinščak Zlodi, I., Proudman, V., & Treadway, J. (2023). Opening knowledge: retaining rights and open licensing in Europe . SPARC Europe. https://doi.org/10.5281/zenodo.8084051 Max-Planck-Gesellschaft. (2009). Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis . https://www.mpg.de/229457/Regeln_guter_wiss_Praxis__Volltext-Dokument_.pdf Open-Access-Büro Berlin. (2020). Empfehlung: Förderbedingungen für die Publikationsfonds für Monografien und Sammelbände an den Berliner Universitäten . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4110229 Pampel, H. (2021). Strategische und operative Handlungsoptionen für wissenschaftliche Einrichtungen zur Gestaltung der Open-Access-Transformation . Philosophische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. https://doi.org/10.18452/22946 Pampel, H., & Strecker, D. (2020). Wissenschaftliche Fachgesellschaften und Open Access in Deutschland. Bericht . https://gfzpublic.gfz-potsdam.de/rest/items/item_5000001_1/component/file_5000002/content Steuerungsgremium der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. (2017). Den digitalen Wandel in der Wissenschaft gestalten. Die Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Leitbild 2018 - 2022 . https://gfzpublic.gfz-potsdam.de/pubman/faces/ViewItemOverviewPage.jsp?itemId=item_2829902 Weisel, L. (2012). Interview zur Auflösung der IuK-Initiative Wissenschaft. LIBREAS. Library Ideas , 20 . https://libreas.eu/ausgabe20/texte/01weisel.htm Weiterführende Literatur Angelaki, M. (2021). Model Policy on Open Science for Research Performing Organisations (RPOs) . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4666050 Canadian Association of Research Libraries. (2020). CARL Institutional Open Access Policy Template and Toolkit . https://www.carl-abrc.ca/oa-policy-template-and-toolkit/ Harvard Open Access Project (HOAP). (2021). Good practices for university open-access policies . Cyber.Harvard.Edu. https://cyber.harvard.edu/hoap/Good_practices_for_university_open-access_policies Macquarie University. (n.d.). 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Intro Bedeutung des DEAL-Wiley-Vertrags für Open Access Bedeutung und Chancen des DEAL-Wiley-Vertrags für die Open-Access-Transformation Quelle: Jobmann, A. (2019). Bedeutung und Chancen des DEAL-Wiley-Vertrags für die Open-Access-Transformation. OA2020-de.org. Verfügbar unter: https://oa2020.ub.uni-bielefeld.de/blog/2019/03/18/bedeutung_chancen_wileydeal_openaccesstransformation/ Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Open-Access-Transformation meint die möglichst komplette Umstellung des akademischen Publikationswesens auf Open Access. 2 Eine Vielzahl von Maßnahmen und Akteuren tragen zur Transformation bei. 3 Transformation lebt von der Implementierung in der Praxis mit klaren Zielen. Open-Access-Transformation Unter Open-Access-Transformation wird die möglichst komplette Umstellung des akademischen Publikationswesens auf Open Access verstanden. Dies impliziert eine Abkehr vom traditionellen Subskriptions - und Erwerbsmodell, bei dem Bibliotheken für den Zugang zu wissenschaftlichen Werken bezahlen. Wenngleich aktuelle Bemühungen sich auf den Bereich wissenschaftlicher Zeitschriften konzentrieren, sind für eine komplette Transformation alle Publikationstypen miteinzubeziehen. Ebenso sind alle Regionen der Erde einzuschließen. In Deutschland und Europa ist die Open-Access-Transformation als politisches Ziel seit einiger Zeit durch EU und Bundesregierung, aber auch durch Landesregierungen (vgl. Positionen der Politik ), Wissenschaftsorganisationen und Förderorganisationen (vgl. Open Access und Forschungsförderer ) gesetzt. Die Entwicklung ist dynamisch und von einer Vielzahl verschiedener Ansätze und Akteur*innen geprägt. Kritik wird aus unterschiedlichen Perspektiven geäußert: Während beispielsweise von einzelnen Verlagen oder Fachgesellschaften auf eine Verlangsamung oder auf Ausnahmen gedrängt wird, wird von anderer Seite auf womöglich nicht-intendierte Folgen der Transformationsansätze verwiesen. Hierzu gehören eine weitere Stärkung der Position großer Verlage, mögliche Lock-in-Effekte oder eine weitere Steigerung ohnehin schon zu hoher Publikationsgebühren . Scholar-led-Initiativen bringen den Wunsch ein, Publikationsinfrastrukturen in die Hand der wissenschaftlichen Institutionen selbst zu legen. Neben dem Bestreben einer freien Zugänglichkeit von wissenschaftlicher Forschung bringen sie eine kritische Sicht auf das wissenschaftliche Publikationssystem ein und setzen alternative Maßstäbe zur Forschungsevaluation auf die Agenda. Video zum Stand von Open Access 2023 Quelle: Philipp Zumstein. (2023, September 29). Der Weg ist nicht das Ziel: Über Ideale und Irrwege bei der Open-Access-Transformation. Open-Access-Tage 2023 (OAT23), Berlin. Zenodo. doi.org/10.5281/zenodo.8388502 oa.helpdesk Stellen Sie hier Ihre konkreten Fragen rund um Open Access. Instrumente der Transformation Eine Grundlage vieler Transformationsansätze ist die Umwidmung von Erwer­bungsmitteln. Die Idee ist, dass keine zusätzlichen Mittel benötigt werden, son­dern die bisherigen (globalen) Mittel für Open Access-Publikationen verwendet werden. Um dies umsetzen zu können, müssen Verlage angehalten werden, ih­re Publikationen auf Open-Access-Modelle umzustellen. Die Umstellung existie­render Publikationen eröffnet die Möglichkeit, erworbene Reputation und Erfahrungen mitzunehmen. Transformationsverträge Das Instrument mit der größten Aufmerksamkeit und den größten Open-Access-Effekten sind momentan Transformationsverträge , bei denen ein Teil der Inhalte von Subskriptionszeitschriften auf Open Access um­gestellt wird und die Erwartung besteht, dass die Quote schrittweise auf 100% steigt. Allerdings ist nicht immer klar, ob eine solche Umstellung verbindlich erreicht wird (vgl. u.a. Mittermaier 2021, 2025, Rothfritz et al. 2024) . Ins Feld der Transformationsverträge gehört auch das deutsche Projekt DEAL (s. u.). Die Konzentration auf den Publi­kationsoutput aus einzelnen Institutionen oder Ländern erfordert zwingend ähnliche und komplementäre Aktivitäten in anderen Ländern. Die Hoffnung ist, dass damit eine kritische Schwelle überschritten wird, oberhalb derer Verlage ihre Portfolios komplett auf Open Access umstellen. Transformative Journals Ergänzend können einzelne Zeitschriften als Transformative Journals aufgestellt werden mit einem klaren Ziel eines stetig wachsenden Open-Access-Anteils (vgl. Plan S ). Journal Flipping Für einzelne Zeitschriften stellt die komplette und sofortige Umstellung auf Open Access, das so genannte Journal Flipping , die schnellste Möglichkeit der Trans­formation dar. Abhängig davon, wie sich der Verlag positioniert und wer die Titelrechte besitzt, kann eine solche Umstellung unter Fortführung des Namens oder durch einen Abzug der Redaktion und einen Neustart an anderem Ort erfolgen. Neugründung Neugründung von Publikationen: Neue Zeitschriften, Buchreihen oder Konferenzveröffentlichungen werden von Anfang an als Open-Access-Produkte geplant. Diese Instrumente werden durch verschiedene Akteure angetrieben und über das Bereitstellen der umfangreichen Publikationsmittel hinaus unterstützt: Wissenschaftliche Einrichtungen Wissenschaftliche Einrichtungen unterstützen diesen Prozess durch den Betrieb von Publikationsangeboten, Universitätsverlagen, Zeitschrif­tenplattformen etc. Diese Angebote sind unkommerziell und werden ggf. sogar durch die Übernahme der Betriebskosten bezuschusst, sodass der Kostendruck sinkt und die wissenschaftliche Kontrolle steigt. Förderer Förderer unterstützen einerseits finanziell bei anfallenden Publikationskosten von Open-Access-Artikeln und -Monographien. Andererseits unterstützen sie durch Open-Access-Auflagen (oder schwächer: -Erwartungen) Open-Access-Entscheidungen von Autor*innen. Darüber hinaus fördern verschiedene Programme Projekte zur Infrastrukturbildung für die Open-Access-Transformation. Bibliotheken Bibliotheken verhandeln Open-Access-Verträge aller Art, betreiben das Publikations- und Kostenmonitoring und entwickeln neue Open-Access-Modelle. Sie setzen Erwerbungsmittel zunehmend für Open Access ein (vgl. Bibliotheksstatistik und Open Access Monitor ). Monitoring-Verfahren kontrollieren die Open-Access-Umstellung gemäß institutioneller und gesetzlicher Vorgaben und die Einhaltung von Open Access Policies . Bibliotheken und kommerzielle Akteure Bibliotheken und kommerzielle Akteure betreiben Konsortien bzw. wickeln eine gemeinschaftliche Finanzierung von Open-Access-Publikationen ab. Open-Access-Repositorien Open-Access-Repositorien dienender parallelen Bereitstellung im Open Access (vgl. grüner Weg ) und decken damit Open-Access-Erwartungen von Förderern ab (siehe auch Plan S und die Rights Retention Strategy ). Wie in nahezu allen anderen Aspekten der Open-Access-Diskussion dominieren im Transformationskontext wissenschaftliche Zeitschriften. Grundsätzlich sind alle Instrumente auch auf Bücher und Buchreihen sowie weitere Publikations­arten wie Konferenzveröffentlichungen anwendbar. Hier sind sämtliche Akteure weiter gefordert, alle Publikationen in ihre Maßnahmen zur Open-Access-Transformation einzubeziehen. Verschiedene Ansätze der Transformation können parallel erfolgen, jedoch kol­lidieren sie auch gelegentlich. Dies geschieht insbesondere dann, wenn es um knappe Ressourcen oder um strategische Ausrichtungen geht. Während Trans­formationsverträge stärker auf große Konvolute setzen (große Zeitschriften­pakete, große Verlage), betonen Ansätze wie das Journal Flipping eher Aspekte wie Kontrolle durch die Wissenschaft oder eine komplette und sofortige Open-Access-Umstellung. Eine Herausforderung für alle Ansätze ist die andauernde Suche nach nachhaltigen Finanzierungsmöglichkeiten in Anknüpfung an bisherige Erwerbungsstrukturen und unter deren Weiterentwicklung (vgl. Schenke, Stork & Tullney 2025 ). Open Access und Forschungsförderer Hier finden Sie eine Einführung. Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Folgen der Transformation Wesentliche Folge der Open-Access-Transformation ist ein wachsender Anteil frei verfügbarer und ggf. nachnutzbarer wissenschaftlicher Literatur (vgl. Gründe und Vorbehalte ). Innerhalb wissenschaftlicher Einrichtungen verändert die Open-Access-Transformation Arbeitsschritte und Zuständigkeiten. Einrichtungsübergreifend ergeben sich ggf. Bedarfe nach einer Neuverteilung finanzieller Mittel. Hintergrund ist jeweils, dass Kosten des wissenschaftlichen Publizierens zunehmend in Anlehnung an das Publikationsaufkommen verteilt werden, nicht mehr in Anlehnung an die reine Größe wissenschaftlicher Einrichtungen. Neue Aufgaben entstehen vor allem für wissenschaftliche Bibliotheken. Hier müssen Erwerbungsmittel neu eingesetzt werden, ein Monitoring der Entwicklung der Publikationszahlen stattfinden sowie finanzielle Unterstützung für Publikationskosten und konsortiale Finanzierungsmodelle bereitgestellt werden. Transformationsverträge müssen betreut werden, Aufgaben zwischen Verlagen, Bibliotheken und Autor*innen teilweise neu verteilt werden. Je nach Einrichtungsorganisation findet auch die Beratung von Wissenschaftler*innen zum Open-Access-Publizieren in den Bibliotheken statt. Open Access hat sich so mittlerweile von einem Sonderthema zu einer Kernaufgabe der Bibliotheken entwickelt. Wesentliche Akteure Wissenschaftsorganisationen Die Allianz-Initiative (Schwerpunktinitiative "Digitale Information" der Allianz der Wissenschaftsorganisationen) hat in den letzten Jahren mehrfach Positionspapiere zur Open-Access-Transformation veröffentlicht (insbesondere Bruch et al., 2016). Kernforderungen waren: die Verankerung von Open Access in den Bibliotheken, in der Lizenzierungspraxis und in den Erwerbungsetats, die sukzessive Umschichtung der Erwerbungsmittel sowie die Offenlegung der Subskriptionskosten bzw. der Open-Access-Publikationskosten und -zahlen und der Aufbau skalierbarer Prozesse in den Bibliotheken. 2024 veröffentlichte die Allianz-Initiative eine Studie zur Kartierung und Beschreibung der Open-Access-Dienste in Deutschland ( Biela et al., 2024 ), die den Status Quo der öffentlich finanzierten, wissenschaftlichen Open-Access-Dienste und -Infrastrukturen in Deutschland wiedergibt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist ein zentraler wissenschaftspolitischer Akteur der Open-Access-Transformation. Mit mehreren Förderprogrammen unterstützt die DFG den Aufbau und Betrieb von Open-Access-Publikationsfonds und -Infrastrukturen und beeinflusst damit maßgeblich die Entwicklungen in diesen Bereichen. In ihren wissenschaftspolitischen Positionen unterstützt die DFG zentrale Initiativen wie die Berliner Erklärung, OA2020, den Action Plan for Diamond Open Access , die EU-Ratsschlussfolgerungen zum wissenschaftlichen Publizieren sowie den International Science Council (ISC) und kooperiert mit weiteren nationalen und internationalen Open-Access-Initiativen. Obwohl sie die Bestrebungen der cOAlition S unterstützt , verpflichtet die DFG nicht zum Open-Access-Publizieren. In zwei Positionspapieren ( DFG, 2018 ; DFG, 2022 ) nimmt sie zu aktuellen Herausforderungen im wissenschaftlichen Publikationswesen Stellung. Der Wissenschaftsrat veröffentlichte 2022 umfassende „ Empfehlungen zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access “ und gibt darin das standardmäßige Publizieren im goldenen Open Access als Ziel der Transformation aus. Um Publikationskosten zu monitoren und die Finanzierung des wissenschaftlichen Publizierens langfristig strategisch zu planen, sollen wissenschaftliche Einrichtungen Informationsbudgets etablieren. DEAL-Konsortium Das DEAL-Konsortium entstand zunächst als Projekt DEAL, angestoßen von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen und unter Federführung der Hochschulrektorenkonferenz. Ziel ist es, einheitliche nationale Lizenzverträge für alle (digitalen) Zeitschriften großer kommerzieller Wissenschaftsverlage abzuschließen. Die Verträge, die das DEAL-Konsortium stellvertretend für mehr als 900 teilnahmeberechtigte Organisationen abschließt, enthalten eine Open-Access-Komponente: Mitglieder der teilnehmenden Institutionen können ohne weitere Kosten für die Autor*innen Open Access in Subskriptionszeitschriften (so genannte hybride Zeitschriften ) der Verlage publizieren (was zu einem hohen Open-Access-Anteil der Publikationen aus deutschen Institutionen führt). Zudem erhalten sie Zugriff auf das gesamte Zeitschriftenportfolio. Der Verlagsvertragspartner DEAL Open Access Services (DEAS) gGmbH stellt die Veröffentlichungsgebühren zentral in Rechnung und rechnet diese anschließend mit den teilnehmenden Institutionen ab. Bisher wurden DEAL-Verträge mit drei Verlagen geschlossen: mit Wiley , Springer Nature und Elsevier . Arbeitskreis Forum 13+ Der Arbeitskreis Forum 13+ wurde als unabhängiger Arbeitskreis aus Expert*innen deutscher Bibliothekskonsortien gegründet, der die Aushandlung von Transformationsverträgen zwischen wissenschaftlichen Institutionen und kleinen und mittleren Verlagen bzw. Fachgesellschaften - jenseits der großen Fachverlage, mit denen im Rahmen von DEAL Verträge abgeschlossen wurden - koordiniert. In dieser Funktion veröffentlichte der Arbeitskreis eine Handreichung zur Bewertung von Open-Access-Transformationsverträgen und Verlagsangeboten . Plan S/cOAlition S Plan S ist eine Initiative einer internationalen Gruppe von Forschungs- und Forschungsförderorganisationen ( cOAlition S ). Plan S fordert seit 2021, dass wissenschaftliche Veröffentlichungen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, in anerkannten Open-Access-Zeitschriften, -Plattformen oder -Repositorien ohne Embargo veröffentlicht werden müssen. Gemeinsame Implementierungs­richtlinien werden in den jeweiligen Förderrichtlinien der teilnehmenden Forschungsförderer umgesetzt. Kernelement ist eine grundsätzliche Abkehr von hybridem Open Access (Ausnahmen nur bei erkennbarer Transformation). Großer Wert wird auf eine Kostentransparenz der Verlage gelegt. Damit steht Plan S auch für den allgemeinen Trend, dass Förderorganisationen die momentan schärfsten und einfachsten Instrumente in der Hand haben – durch das Verknüpfen von Drittmittelzusagen mit Open-Access-Pflichten können sie entscheidend eingreifen. Deutsche Förderer sind allerdings nicht offiziell Mitglied der cOAlition S. Open-Access-Konsortien Unter dem Namen SCOAP³ – Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics hat sich ein internationales Konsortium unter Führung des CERN zur Förderung von Open Access im Bereich der Hochenergiephysik gebildet. Es handelt sich um eine weltweit einmalige Initiative, in der mehrere wesentliche Verlagszeitschriften des Felds komplett auf Open Access umgestellt worden sind, ohne dass Autor*innen APCs bezahlen müssen. Bibliotheken und Organisationen aus der gesamten Welt zahlen in das Projekt ein. Berechnungsgrundlage ist der jeweilige Publikationsoutput der wissenschaftlichen Einrichtungen. Als Konsortialmodell ermöglicht KOALA eine nachhaltige Finanzierung für Diamond Open Access . Wissenschaftliche Einrichtungen – insbesondere Bibliotheken und Forschungseinrichtungen – finanzieren gemeinschaftlich Zeitschriften, die so in ein Diamond-Open-Access-Modell überführt werden können: Thematisch fokussierte Zeitschriftenbündel werden zur Finanzierung angeboten und, sobald das Finanzierungsziel erreicht ist, für drei Jahre finanziert und vollständig frei zugänglich gemacht. Als zentraler Dienstleister koordiniert die TIB Hannover das KOALA-Modell im Regelbetrieb. Fachcommunities und Fachgesellschaften Fachgesellschaften sind Organe der wissenschaftlichen Selbstorganisation und fachlichen Standardsetzung. Einige von ihnen haben die Berliner Erklärung unterzeichnet, diskutieren das Thema Open Access organisationsintern (vgl. Bärwollf et al., 2023 ) oder nehmen wissenschaftspolitisch Stellung zur Open-Access-Transformation - wie z.B. die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) in einem Positionspapier ( DPG, 2021 ), in dem sie sich kritisch zur Open-Access-Entwicklung äußert. Autor*innen Zentrale Gestalter*innen der Open-Access-Transformation sind, neben institutionellen Akteur*innen, die Forschenden selbst. Durch ihre Wahl eines Open-Access-Publikationsorgans und -modells , das Nutzen ihres Zweitveröffentlichungsrechts und eine entsprechende Lizenzierung ihrer Publikationen können Autor*innen entscheidend zur freien Zugänglichkeit ihrer Forschungsergebnisse beitragen. Darüber hinaus können Forschende auch selbst eine Open-Access-Zeitschrift gründen oder flippen oder sich in Scholar-led -Initiativen für Diamond Open Access engagieren. Open-Access-Transformation in der Praxis Die vielen verschiedenen Ansätze zur Open-Access-Transformation eint, dass zukünftig ein möglichst großer Anteil wissenschaftlicher Publikationen frei verfügbar sein soll. Um die Maßnahmen beurteilen und weiterentwickeln zu können, sollten sie so transparent wie möglich ausgestaltet sein. Dazu gehört die Angabe etwaiger Zwischenschritte auf dem Weg zur kompletten Open-Access-Umstellung (insbesondere bei Transformationsverträgen), die Verankerung unumkehrbarer Schritte zur Erhöhung des Open-Access-Anteils und eine Transparenz über zugrundeliegende Publikationszahlen ( Informationsbudget ). Kostendämpfende Mechanismen sollten eingebaut werden, um einen weiteren Anstieg der Publikationsgebühren zu verhindern. Eine Vernetzung der Akteure ist anzustreben, ohne die Vielfalt der Optionen grundsätzlich einzuschränken. Für neue Initiativen ist es jedoch anzuraten, sich Rat und Unterstützung zu holen. Das Projekt open-access.network bietet Vernetzungs- und individuelle Beratungsmöglichkeiten. Da die Open-Access-Transformation als politisches Ziel und als Absicht der Wissenschafts- und Wissenschaftsförderorganisationen klar verankert ist, sind alle Akteure der Wissenschaftslandschaft aufgefordert, in ihren jeweiligen Handlungsfeldern entsprechend zu wirken. Die Umstellung auf Open Access hat viele zu berücksichtigende Aspekte - von Wissenschaftsfreiheit über wissenschaftliche Kontrolle, nachhaltige und faire Finanzierung, zusätzliche Arbeiten in Einrichtungen bis hin zu Rufen nach Mittelverschiebungen zwischen Einrichtungen. Aber das ganz unmittelbare Kriterium bleibt: Gelingt ein möglichst kompletter Umstieg auf Open Access? Literatur Bärwolff, T., Benz, M., Dreyer, M., Neufend, M., Kindling, M., Kirchner, A., & Schmidt, B. (2023). Open4DE Landscape Report. Open Research Office Berlin. doi.org/10.21428/986c5d43.bab38f02 Biela, J., Stalla, M., Hohmann, L., & Holzer, A. C. (2024). Kartierung und Beschreibung der Open-Access-Dienste in Deutschland. https://doi.org/10.5281/zenodo.11121906 . Bruch, C., Geschuhn, K., Hanig, K., Hillenkötter, K., Pampel, H., Schäffler, H., Scheiner, A., Scholze, F., Stanek, U., Timm, A., & Tullney, M. (2016). Empfehlungen zur Open-Access- Transformation. Strategische und praktische Verankerung von Open Access in der Informationsversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen. Empfehlungen der Ad-hoc-AG Open-Access-Gold im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. https://doi.org/10.3249/allianzoa.011 Deutsche Forschungsgemeinschaft (2018). Förderung von Informationsinfrastrukturen für die Wissenschaft. https://www.dfg.de/resource/blob/173200/positionspapier-informationsinfrastrukturen.pdf Deutsche Forschungsgemeinschaft | AG Publikationswesen. (2022). Wissenschaftliches Publizieren als Grundlage und Gestaltungsfeld der Wissenschaftsbewertung. https://doi.org/10.5281/zenodo.6538163 Deutsche Physikalische Gesellschaft (2021). Positionspapier zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens. https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-dpg/wissenschaftssystem/pdf/dpg-positionspapier_publikationswesen_final.pdf Mittermaier, Bernhard: Transformationsverträge – Stairway to Heaven oder Highway to Hell?, in: 027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur / Journal for Library Culture 8 (2), 2021. https://doi.org/10.21428/1bfadeb6.d80f0652 Mittermaier, B. (2025). Transformationsverträge sind eine Sackgasse: In Erinnerung an Irene Barbers (1966–2025). O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal Herausgeber VDB, 12(1), 1-22. https://doi.org/10.5282/o-bib/6117 Rothfritz, Laura; Herb, Ulrich; Schmal, W. Benedikt: Trapped in Transformative Agreements? A Multifaceted Analysis of > 1,000 Contracts, 2024, https://doi.org/10.48550/arXiv.2409.20224 Schenke, J., Stork, K. S., & Tullney, M. (2025). Das Diamond-Open-Access-Modell KOALA aus erwerbungsbibliothekarischer Sicht: Ein Auswertungsbericht. O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal Herausgeber VDB, 12(2), 1-16. https://doi.org/10.5282/o-bib/6162 Weiterführende Literatur Arning, U., Bargheer, M., Meinecke, I., Schobert, D., & Tobias, R. (2022). Open-Access-Transformation für Bücher: Die Rolle von institutionellen Verlagen und Publikationsdiensten. https://doi.org/10.5281/zenodo.6346234 ESAC Initiative: Guidelines for Transformative Agreements, 11.08.2024, https://esac-initiative.org/about/transformative-agreements/guidelines-for-transformative-agreements , Stand: 18.09.2024. Hacker, A., & Tullney, M. (2020). “Stell Dir vor, es ist 2020 und Open Access läuft immer noch nicht.“. https://doi.org/10.5446/49691 Knoche, M. (2021). Raus aus den DEAL-Verträgen! Sieben Gründe für den Ausstieg. Aus Der Forschungsbibliothek Krekelborn. https://biblio.hypotheses.org/2598 Oberländer, A., & Tullney, M. (2021). Gemeinschaftliche Open-Access-Finanzierung als Aufgabe für Bibliotheken. https://doi.org/10.5446/52895 Pampel, H. (2021). Strategische und operative Handlungsoptionen für wissenschaftliche Einrichtungen zur Gestaltung der Open-Access-Transformation. Philosophische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. https://doi.org/10.18452/22946 Rösch, H., Geschuhn, K., Barbers, I., Bove, K., Pohlmann, T., & Satzinger, L. (2022). Open Access ermöglichen: Open Access-Transformation und Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken – ein praktischer Leitfaden. doi.org/10.5281/zenodo.6090208 Schimmer, R., & Geschuhn, K. (2017). 3c. Open-Access-Transformation: Die Ablösung des Subskriptionswesens durch Open-Access-Geschäftsmodelle. In K. Söllner & B. Mittermaier (Eds.), Praxishandbuch Open Access (pp. 173–180). https://doi.org/10.1515/9783110494068-020 Schön, M., & Mittermaier, B. (2025). Empfehlungen zur Gestaltung des institutionellen Publikationskostenmonitorings. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.14748772 Šimukovič, Elena: Transformative Agreements Are a Blind Alley, in: Katina Magazine, 2024, https://doi.org/10.1146/katina-20241008-1 Taubert, N., Sterzik, L., & Bruns, A. (2024). Mapping the German Diamond Open Access journal landscape. Minerva, 62(2), 193–227. https://doi.org/10.1007/s11024-023-09519-7 Wissenschaftsrat (2022): Empfehlungen zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access. https://doi.org/10.57674/fyrc-vb61 . Ziegler, G.M., & Dirnagl, U. (2024): Warum die „Deal“-Verträge (k)ein Gewinn für die Wissenschaft sind. https://www.forschung-und-lehre.de/politik/warum-die-deal-vertraege-kein-gewinn-fuer-die-wissenschaft-sind-6595...