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  1. Implementierung von Open Access

    Intro Open Access in 60 Sekunden Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Open Access in 60 Sekunden, open-access.network. https://doi.org/10.5446/50831 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Die Einführung von Open Access sollte strategisch gemeinsam von Leitungsebene und Bibliothek umgesetzt werden. 2 Die Einrichtung, die Open Access implementiert, sollte sich mit einer Open Access Policy klar zu Open Access bekennen. 2 Infrastruktur-Angebote an Wissenschaftler*innen zur praktischen Umsetzung von Open Access sind essenziell. Open Access implementieren Open Access verbessert den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen und erhöht die Sichtbarkeit einer Wissenschaftsinstitution. Die Prinzipien des Open Access werden von Forschenden durchaus akzeptiert und geschätzt ( Dallmeier-Tiessen et al., 2011; Ross-Hellauer et al., 2017 ), doch es bedarf konkreter Maßnahmen, um Open Access praktisch zu implementieren. Wie steht die Politik zu Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access Policies Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Praxistipp Im Praxistipp Open Access unterstützen - Praxistipps für Hochschulen finden Sie Tipps, wie Open Access von Hochschulseite unterstützt werden kann. Rolle der Hochschulleitung Für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung von Open Access ist eine strategische Befürwortung durch die Leitung einer Institution eine wichtige Voraussetzung. Eine klare Positionierung, z. B. in Form einer Policy , vermittelt mit gewissem Nachdruck, dass die offene Bereitstellung von Forschungsergeb­nissen an der Einrichtung geschätzt und gefördert wird. So können von zentraler Stelle aus ein nachhaltiger Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sowie nötige Umschichtungen befördert werden. Bei der praktischen Umsetzung von Open Access ist eine Zusammenarbeit der Einrichtungsleitung mit Bibliothek und Rechenzentrum zentral, da dort i. d. R. die Maßnahmen umgesetzt und die Services angeboten werden. Rolle der Bibliotheken Bibliotheken sind wichtige Akteure im Bereich Open Access. Sie sind bewährte Mittler*innen der Literatur- und Informationsversorgung und kümmern sich um die Beschaffung und Bereitstellung sowohl gedruckter als auch elektronischer Medien. An vielen Einrichtungen übernehmen sie gemeinsam mit dem Rechen­zentrum einen großen Teil der praktischen Umsetzung von Open-Access-Ange­boten, z. B. als Betreibende von Hochschulschriftenservern und Repositorien , indem sie Unterstützung bei der Gründung von Open-Access-Zeitschriften leisten oder selbst Universitätsverlage gründen. Meist übernehmen sie auch die Verwaltung von Open-Access-Publikationsfonds . In der Regel sind Bibliotheken auch diejenigen, die innerhalb ihrer Institution ein Bewusstsein für Open Access schaffen und die Open-Access-Transforma­tion vorantreiben. Sie stehen im engen Kontakt mit den Fachbereichen und kennen deren Interesse und Bedarfe an Open-Access-Angeboten. Darüber hinaus sind sie gut mit der Bandbreite fachlicher Angebote und Erfordernisse im Bereich Open Access vertraut. Im Folgenden werden konkrete Maßnahmen zur Einführung und Umsetzung von Open Access aufgezeigt. Sinnvoll ist dabei eine intensive Zusammenarbeit von Bibliothek, Forschenden, Rechenzentrum und Einrichtungsleitung. Open Access zu implementieren umfasst nicht nur die Bereitstellung einer technischen Infrastruktur, sondern auch umfassende, zielgruppenspezifische Marketingaktivitäten zu Open Access. Praxistipp Im Praxistipp Open Access unterstützen - Praxistipps für Hochschulbibliotheken finden Sie Tipps, wie Open Access vonseiten der Bibliotheken unterstützt werden kann. Diese Maßnahmen haben sich zur Implementierung von Open Access bewährt: Unterzeichnung der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen Die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen kann von wissenschaftlich arbeitenden oder wissenschafts­fördernden Institutionen , sowie Kultureinrichtungen (z. B. Bibliotheken oder Museen) unterschrieben werden. Bei Interesse daran sollten Einrichtungsleitungen mit dem Präsidium der Max-Planck-Gesellschaft in Kontakt treten. Mit der Unterzeichnung bekennt sich eine Institution dazu, die wissenschaftliche Diskussion durch die konsequente Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten zu fördern und wissenschaftliche Erkenntnisse einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Verabschiedung einer Open Access Policy Die nachhaltigste Möglichkeit, den Open-Access-Gedanken in einer In­stitution zu implementieren, liegt in der institutionellen Selbstverpflich­tung, z. B. in Form einer offiziellen Policy bzw. Leitlinie zu Open Access oder Open Science. Neben einem Bekenntnis der Institution zu Open Access/Open Science enthält sie in der Regel die Aufforderung an die Einrichtungsmitglieder, Publikationen Open Access zur Verfügung zu stellen. Dies kann entweder unmittelbar durch eine Veröffentlichung auf dem goldenen Weg geschehen oder - im Rahmen der rechtlichen Mög­lichkeiten - durch die parallele Zweitveröffentlichung der Publikationen in institutionellen Repositorien. Einen beispielhaften Aufbau und zentrale Inhalte eines Policy-Dokumentes haben wir hier auf der Seite Open Access Policies zusammengefasst. ROARMAP listet Open-Access-Mandate und -Richtlinien von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Forschungsförderern der ganzen Welt auf. Institutionen können auch eigene Anreizsysteme für Open Access schaffen. So kann beispielsweise im Rahmen der leistungsorientierten Mittelvergabe auch Open Access als Bewertungskriterium berücksichtigt werden. Ernennung von Open-Access-Beauftragten Neben der Erarbeitung einer eigenen Open-Access-Leitlinie empfiehlt sich die Ernennung einer oder eines Open-Access-Beauftragten als zentrale Ansprechperson zu Open-Access-Themen, die als Schnittstelle zwischen der Bibliothek und den Interessen der Wissenschaftler*innen fungiert. Sie übernehmen eine beratende Rolle und sind umfassend – d.h. über Fächergrenzen hinaus – über die Entwicklung des wissenschaft­lichen Publikationsverhaltens informiert. Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE hat eine Übersicht der Open-Access-Beauf­tragten an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen erstellt. Informationsmaterialien sowie Fortbildungen für Open-Access-Beauftragte bieten die Train-the-Trainer-Workshops des Projekts open-access.network. Durchführen von Informationsveranstaltungen Das Bekenntnis einer Institution zu Open Access alleine reicht nicht aus. Es ist auch wichtig, allen Mitgliedern deutlich zu machen, was dieses Be­kenntnis konkret für sie bedeutet. Das Thema Open Access sollte daher auch auf Ebene der Fachbereiche, der Institute und der Arbeitsgruppen erläutert werden. Wichtig beim Marketing für Open Access ist also eine breite und auf allen Ebenen stattfindende Informationsvermittlung. Jährlich in der dritten Oktoberwoche findet die internationale Open Access Week statt. Dabei wird das Thema Open Access weltweit an vielen verschiedenen Orten lokal aufgegriffen, um für den freien Zugang zu Wissen und Information aus öffentlich geförderter Forschung zu werben und vor Ort zu informieren. Diese Woche bietet einen guten Anlass, an der eigenen Einrichtung über Open Access zu informieren. Eine Reihe von Informationsmaterialien, die nachgenutzt werden können, findet sich auf der Seite Materialien sowie in der Zenodo-Community des Projekts open-access.network . Informationsvideos rund um Open Access gibt es im TIB AV Portal in der Serie des open-access.network . Aufbau und Vernetzung eines Repositoriums Neben strategischen und kommunikativen Maßnahmen bei der Umsetz­ung von Open Access sind auch konkrete Infrastrukturdienste notwendig, um Open-Access-Dokumente geeignet einstellen und präsentieren zu können. Hochschulschriften- und Dokumentenserver, in der Regel betrieben durch die jeweilige Bibliothek, sind mittlerweile an den meisten Einrich­tungen Standard. Mit dem Betrieb von institutionellen Repositorien werden Hochschulangehörigen professionell umfassende Publikations­services geboten. Diese reichen von der Veröffentlichung von Disserta­tionen und Schriftenreihen, über die Zweitveröffentlichung von Artikeln und Monografien bis hin zur Archivierung von Videoaufzeichungen, Postern und Präsentationsfolien. Detaillierte Informationen zum Aufsetzen und Betreiben von Repositorien finden sich auf der Seite Repositorien betreiben . In der Fokusgruppe Zweitveröffentlichung haben Anbietende von Zweitveröffentlichungsservices (ZVS) die Möglichkeit, sich zu praktischen und rechtlichen Fragen auszutauschen. Beispiele für institutionelle Publikationsdienste sind KOPS , das institutio­nelle Repositorium der Universität Konstanz, GRO.publications / GRO.­data für Text- und Datenpublikationen der Forschungseinrichtung­en in Göttingen oder das TIB AV-Portal der Technischen Informationsbiblio­thek (TIB) für wissenschaftliche Videos. Unterstützung bei der Gründung eigener Verlage und Zeitschriften Universitätsverlage widmen sich vorrangig Publikationen der eigenen Einrichtung. Beim Vertrieb traditioneller Bücher streben sie hohe Qualität zu fairen Preisen an. Neben gedruckten Veröffentlichungen publizieren Universitätsverlage auch Online-Ausgaben und unterstützen damit das Prinzip des Open Access. Der Betrieb der Verlage ist meist an Universi­tätsbibliotheken angesiedelt, die so nicht nur wissenschaftliche Inhalte beschaffen, sondern auch selbst Publikationsmöglichkeiten anbieten. Die Mehrheit der deutschsprachigen Universitätsverlage hat sich in der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage zusammengeschlossen, die u. a. hilfreiche Informationsmaterialien und Handreichungen zu verschiedenen Aspekten des Open-Access-Publizierens erarbeitet hat. Darüber hinaus können Institutionen ihren Forschenden auch bei der Gründung eigener Open-Access-Zeitschriften unterstützen. Viele Biblio­theken bieten dazu Beratungsangebote an oder leisten Unterstützung bei Fragen der konkreten Umsetzung. Detaillierte Informationen zum Gründen und Betreiben von Zeitschriften finden sich auf der Seite Zeitschriften herausgeben . Die Fokusgruppe scholar-led.network bietet einen Ort für in Eigenregie verlegte Zeitschriften und Herausgeber*innen-Kollektive gebührenfreier, von Großverlagen unabhängiger Publikationsprojekte. Aufbau eines Open-Access-Publikationsfonds Der Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren ist zentral für die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der wissenschaft­lichen Informationsversorgung. Ein ausgewiesener Etat für Publikations­gebühren sowie grundlegende Entscheidungen über den Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren sind sinnvoll und können ein wirk­sames Instrument sein, um die ökonomischen Beziehungen zwischen wissenschaftlicher Einrichtung und Verlagen neu zu organisieren. Viele Einrichtungen bieten hierfür institutionelle Open-Access-Publika­tionsfonds an, häufig über die Bibliothek der Einrichtung verwaltet. Mit diesem Fonds übernimmt die Einrichtung Kosten, die bei der Publikation von Open-Access-Artikeln oder - Büchern ihrer Forschenden anfallen. Bibliotheken bieten sich hier als Verwaltungsinstanz an, da sie langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Verlagen besitzen und so über die entsprechenden Kontakte verfügen. Mit den spezifischen Herausforde­rungen rund um Aufbau und Betrieb von Open-Access-Monografien­fonds setzt sich die gleichnamige Fokusgruppe auseinander. Verankerung von Open Access in der gesamten Institution Um Open Access nachhaltig und umfassend zu implementieren, ist es wichtig, das Bewusstsein für Open Access über die Ebene der Leitung und der Bibliothek hinaus zu schärfen. Auch Wissenschaftler*innen, Promovierende, Studierende und das wissenschaftsunterstützende Per­sonal sollten daher in Öffentlichkeitsarbeit und Marketingmaßnahmen eingeschlossen werden. Dies gilt in hohem Maße auch für die Bereiche der Verwaltung, die mit den Anforderungen von Forschungsförder­institutionen und mit der Messung des wissenschaftlichen Outputs zu tun haben. Zudem kann der Open-Access-Gedanke nachhaltig verbreitet werden, wenn er schon früh dem wissenschaftlichen Nachwuchs nahe­gelegt wird, etwa in Studienseminaren oder Graduiertenprogrammen. Literatur Dallmeier-Tiessen, S., Darby, R., Goerner, B., Hyppoelae, J., Igo-Kemenes, P., Kahn, D., Lambert, S., Lengenfelder, A., Leonard, C., Mele, S., Nowicka, M., Polydoratou, P., Ross, D., Ruiz-Perez, S., Schimmer, R., Swaisland, M., & van der Stelt, W. (2011). Highlights from the SOAP project survey. What Scientists Think about Open Access Publishing . ArXiv. https://arxiv.org/abs/1101.5260 Ross-Hellauer, T., Deppe, A., & Schmidt, B. (2017). Survey on open peer review: Attitudes and experience amongst editors, authors and reviewers. PLOS ONE, 12 (12). https://doi.org/10.1371/journal.pone.0189311 Weiterführende Literatur Canadian Association of Research Libraries. (2020). CARL Institutional Open Access Policy Template and Toolkit . Version 1.0. https://www.carl-abrc.ca/oa-policy-template-and-toolkit/ Europäische Kommission. (2012). Online survey on scientific information in the digital age . http://dx.doi.org/10.2777/36123 Fournier, J., Klages, T., & Pampel, H. (2012). Open-Access-Strategien für wissenschaftliche Einrichtungen: Bausteine und Beispiele . Arbeitsgruppe Open Access der Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. https://doi.org/10.2312/allianzoa.005 Harvard Open Access Project (HOAP). (2021). Good practices for university open-access policies . Cyber.Harvard.edu. https://cyber.harvard.edu/hoap/Good_practices_for_university_open-access_policies Jacobs, N. (2019). Implementing open access. Practical steps your institution can take to make progress on the open access journey . Jisc. https://www.jisc.ac.uk/guides/implementing-open-access Jisc. (2019, October 21). Managing your open access costs . Jisc. https://www.jisc.ac.uk/guides/managing-your-open-access-costs Pieper, D. (2020). Kostenmonitoring von Open-Access-Publikationen: Chancen und Herausforderung für Bibliotheken . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4118210 Rösch, H., Geschuhn, K., Barbers, I., Bove, K., Pohlmann, T., & Satzinger, L. (2022). Open Access ermöglichen: Open Access-Transformation und Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken – ein praktischer Leitfaden . https://doi.org/10.5281/zenodo.6090208 Wissenschaftsrat (2022). Empfehlungen zur Transformation des Wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access; Köln. https://doi.org/10.57674/fyrc-vb61 ....

  2. OA Publizieren

    Intro Der Weg einer Publikation Quelle: verändert nach Rücknagel, J. & Schmeja, S. (2021). Open Access Basics - How to publish and What to Consider? (S.4). Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4530414 ( CC BY 4.0 International ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Autor*innen können ihre Publikation als Erstveröffentlichung oder Zweitveröffentlichung frei verfügbar machen. 2 Bei der Auswahl des Publikationsortes sind Kriterien wie die thematische Ausrichtung, Qualität und Kosten zu beachten. 3 Im Zuge der Veröffentlichung sollten Autor*innen auf die Vergabe von Nutzungsrechten achten. Wissenschaftliches Publizieren Erst wenn Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse publizieren, werden ihre Erkenntnisse sichtbar und können entsprechend gewürdigt und zitiert werden. Für lange Zeit war das Publizieren in Printmedien, z. B. als Zeitschriftenartikel, Buch oder Beitrag in Sammelbänden die gängigste Möglichkeit, wissenschaftliche Information dauerhaft festzuhalten und zu verbreiten. Durch die Möglichkeit elektronischer Veröffentlichungen und vor allem durch Open Access ist eine Vielzahl alternativer Publikationsmöglichkeiten entstan­den. Dies erhöht signifikant die Zitierhäufigkeit und damit auch die Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen ( Swan, 2010; Li et al., 2018 ). Welche Aspekte bei der Open-Access-Publikation zu beachten sind, wird im Folgenden aufgezeigt. Wissenschaftler*innen können durch ihr eigenes Publikationsverhalten den Wandel zu einer offenen Wissenschaftskommunikation aktiv mitgestalten. Wie, steht in diesem Praxistipp "Open Access unterstützen" . Praxistipp Welche Publikationsvarianten von Open Access gibt es? Welche kommen für mich in Frage? Wo kann ich gemäß Open Access publizieren? Wie finde ich ein passendes Journal? Was erwarten Forschungsfördernde? Die Antworten gibt's hier in unserem Praxistipp: Wo und wie offen publizieren? Eine Einführung in Open Access Praxistipp Eine Zusammenstellung von Einzelaufgaben und Leistungen, die im wissenschaftlichen Open-Access-Publikationsprozess möglich sind, bietet der Leistungskatalog des Projekts AuROA (Autor:innen und Rechtssicherheit für Open Access), das sich von 2021 bis 2023 mit den heterogenen und komplexen Bedarfen, Perspektiven und Anforderungen an Open-Access-Publizieren in buchaffinen Disziplinen beschäftigt hat. Publikationswege Quelle: Hauss, J. (2026). Wege des Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.21821081 ( CC BY 4.0 International ) Am Anfang einer Publikation steht in der Regel die Entscheidung, wie die For­schungsergebnisse veröffentlicht werden sollen. Gründe für das Open-Access-Publizieren gibt es viele, diese sind auf der Seite Gründe und Vorbehalte zusammengefasst. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Open-Access-Strategien unterscheiden: der goldene und der grüne Weg . Der goldene Weg bezeichnet die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Werke als Artikel in Open-Access-Zeitschriften , als Open-Access-Monografie oder als Beitrag in einem Open Access erscheinenden Sammelwerk oder Konferenz­band. Diese Literatur ist unmittelbar mit Erscheinen frei zugänglich und nachnutzbar , ohne Embargofrist . Der grüne Weg meint das Bereitstellen von Forschungsergebnissen auf institutionellen oder disziplinären Repositorien . Dies kann auch parallel oder nachträglich zur Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder einem Verlag als Zweitveröffentlichung geschehen. Auswahl des Publikationsortes Bei der Auswahl des Publikationsortes spielen mehrere Parameter eine Rolle, die für Closed-Access - und Open-Access-Veröffentlichungen größtenteils gleich sind. Darunter zählen die thematische Ausrichtung, die Art der Qualitätssiche­rung, das Ansehen im Fach sowie gegebenenfalls die Lizenz bedingungen, unter denen die Publikationen bereitgestellt werden, oder die Höhe etwaiger Publikationsgebühren . Im Kontext von Open Access spielen zunehmend die Vorgaben von Förderinstitutionen eine Rolle. Bei den Förderern finden sich nicht nur Regelungen, dass geförderte Wissenschaftler*innen Open Access publizieren sollen, sondern teilweise auch konkrete Anforderungen an die Publikationsorte ( Dreher, 2020; Rücknagel, 2021 ). Weitere Informationen zu den Förderauflagen sowie eine Liste an Förderinstitutionen stellen wir auf der Seite Finanzierung bereit. Die Vorteile einer Open-Access-Dissertation Quelle: Becklas, C., Hauss, J. (2024): Die Vorteile einer Open Access Dissertation. open-access.network, Technische Informationsbibliothek (TIB) et al. https://doi.org/10.5446/68305#t=00:00,01:15 ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Brinken, H. & Rücknagel, J. (2021). Open Access – Das sind Ihre Möglichkeiten für die Publikation von Artikeln. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5045255 ( CC BY-SA 4.0 ). Praxistipp Die folgenden Tools können hilfreich sein, passende Open-Access-Publikationsorte für das eigene Manuskript zu finden: oa.finder (Recherchetool für wissenschaftliche Publikationsorgane; entwickelt von open-access.network ) B!SON (Empfehlungstool für Open-Access-Zeitschriften, entwickelt von TIB und SLUB Dresden ) Erstveröffentlichung (goldener Weg) Geeignete Zeitschriften/Verlage finden Ist eine originäre Open-Access-Publikation über den goldenen Weg z. B. als Zeitschriftenartikel, Monografie oder Beitrag in einem Sammelband geplant, empfiehlt es sich, zunächst nach geeigneten thematischen Zeitschriften bzw. Verlagen mit Open-Access-Angeboten zu suchen. Auf unserer Seite Informationen für verschiedene Fächer haben wir für verschiedene Disziplinen Informationen bereitgestellt, die hilfreiche Anhaltspunkte als Einstieg bieten können. Open-Access-Zeitschriften können über das Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) recherchiert werden. Für Open-Access-Bücher bietet das Directory of Open Access Books (DOAB) oder die Online library and publication platform (OAPEN) eine erste Anlaufstelle. Auch über Gespräche mit Kolleg*innen lassen sich geeignete Publikationsorte finden. Bietet ein Verlag den goldenen Weg nicht an, lohnt oft die konkrete Nachfrage beim Verlag, ob der Artikel in einem Repositorium veröffentlicht werden kann. Qualitätskriterien Open-Access-Publikationen durchlaufen ebenso Qualitätssicherungs­verfahren wie herkömmliche Veröffentlichungen. Auch die Begutach­tungsverfahren unterscheiden sich nicht, vom klassischen Peer Review und Editorial Review bis zum Open-Peer-Review -Verfahren ist hier alles zu finden. Eine Orientierung bei der Auswahl eines geeigneten Verlages für Open-Access-Bücher bieten die Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände ( AG Universitätsverlage, 2018 ). Bei der Qualitätsbewertung zur Auswahl einer Zeitschrift kann auch die Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften helfen ( Brinken et al., 2021 ). Weitere Informationen dazu finden sich auf den Seiten Open-Access-Zeitschriften und Open Access bei Monographien . Die Wirksamkeit und Sichtbarkeit wissenschaftlicher Veröffentlichungen spielen für den Reputationsgewinn und damit für die Karrierechancen einzelner Wissenschaftler*innen eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass die Zitierhäufigkeit von Open-Access-Publikationen zumeist weitaus höher ist als bei Closed-Access-Veröffentlichungen. Übersichten dazu bieten der Open Access Citation Advantage Service oder die groß angelegte Analyse der Verbreitung und Wirkung von Open-Access-Artikeln von Piwowar und Kollegen ( Piwowar et al., 20 18 ). Journal Citation Reports veröffentlicht jährlich den Journal Impact Factor zur Messung der Zitierhäufigkeit von Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften und umfassen darin auch Open-Access-Zeitschriften. Als Alternative zu den traditionellen bibliometrischen Kennzahlen haben sich sogenannte Altmetrics ​​​​​​​ herausgebildet, die verschiedene Web-Reaktionen auf eine wissenschaftliche Publikation einbeziehen. Finanzierung Anders als im Closed Access, bei dem Bibliotheken und Leser*innen für den Zugang zahlen, erfolgt die Finanzierung von Open-Access-Publikatio­nen an anderer Stelle. Hier ist das sogenannte Author-Pays-Modell sehr verbreitet, bei dem die Autor*innen für die Veröffentlichung ihrer Werke Publikationsgebühren ( Article Processing Charges, APCs oder Book Processing Charges, BPCs ) zahlen. Hierzu hilft meist ein Blick auf die Webseite der Zeitschriften oder Verlage. Auch im DOAJ sind Informa­tionen zur Höhe der Publikationsgebühren hinterlegt. Ein Großteil der dort gelisteten Open-Access-Zeitschriften ist allerdings sowohl für Leser*­innen als auch für Autor*innen kostenfrei ( Morrison, 2018 ). Diese Zeit­schriften werden z. B. von Fachgesellschaften, wissenschaftlichen Einrich­tungen, Bibliothekskonsortien oder Ehrenamtlichen unterhalten. Für Open-Access-Bücher stellen die von Universitäten oder deren Bibliothe­ken betriebenen wissenschaftsnahen Verlage sowie von Wissenschaft­ler*innen gegründete Verlagsinitiativen (wie z. B. der Zusammenschluss ScholarLed ) eine preiswerte und qualitativ hochwertige Alternative zu kommerziellen Verlagen dar. Genaue Informationen zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln und -Büchern finden sich auf der Seite Finanzierung . Viele Forschungseinrichtungen verfügen über einen Publikationsfonds , aus dem Open-Access-Publikationsgebühren gezahlt werden können. Die Verwaltung der Fonds ist meist an Bibliotheken angesiedelt. Zudem bieten manche Open-Access-Verlage die Möglichkeit einer institutionellen Mitgliedschaft an, die einem Rabatt-Modell ähnelt. Einrichtungen zahlen für die Mitgliedschaft eine jährliche Gebühr und ermöglichen so ihren Mitgliedern, kostenlos oder zu einer reduzierten Gebühr in der jeweiligen Zeitschrift zu veröffentlichen. Darüber hinaus werden über Transforma ­t ion sverträge, wie z. B. die DEAL-Verträge , Gebühren für einzelne hybride Open-Access-Artikel in Subskriptionzeitschriften zunehmend von Bibliothekskonsortien in einer vertraglich festgelegten Höhe übernom­men. Informationen hierzu bieten die Ansprechpartner*innen an der jeweiligen Einrichtung . Zunehmend rückt auch die konsortiale Förde­rung von echten Open-Access-Modellen in den Fokus, d.h. die Kosten werden von einem Konsortium übernommen und für Autor*innen fallen keine Publikationsgebühren an, unabhängig davon, ob ihre Einrichtung an der Finanzierung teilnimmt oder nicht. Einige Förderorganisationen übernehmen neben der Forschungsfinan­zierung auch die Publikationskosten von Artikeln in Fachzeitschriften und anderen Publikationen. Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) können im Rahmen eines Förderantrags auch Publikationsmittel beantragt werden. In Österreich und der Schweiz haben FWF und SNF dezidierte Förderprogramme zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln und -Büchern etabliert. Auch die Volkswagen-Stiftung übernimmt Publikationskosten der von ihr geförderten Projekte und erwartet Open-Access-Veröffentlichungen. Internationale Förderorganisationen wie der Wellcome Trust und auch das EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 erstatten Publikationskosten für Open-Access-Artikel im Rahmen ihrer Förderungen. Eine Liste der Finanzierungsquellen für Open-Access-Bücher bietet zudem das Open Access Books Toolkit . Praxistipp Einen Überblick über Anforderungen an Open-Access-Zeitschriften und konkrete Kriterien, nach denen sich Autor*innen bei der Wahl eines geeigneten Publikationsortes richten können, gibt es hier im Praxistipp Qualität von OA-Zeitschriften – wo publizieren und wo lieber nicht? Open Access und Forschungförderer Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Finanzierung von Open-Access-Monographien Quelle: Brinken, H. (2020). Finanzierung von Open-Access-Monographien, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49535 ( CC BY 3.0 DE ) Zweitveröffentlichung (grüner Weg) Nicht immer ist es möglich, die Erstveröffentlichung Open Access zu publizieren, z. B. wenn keine geeignete Open-Access-Zeitschrift zur Verfügung steht. Trotz­dem kann eine Publikation Open Access veröffentlicht werden – als Zweitveröff­entlichung auf einem Repositorium. Die Anforderungen der Förderorganisatio­nen oder der eigenen Einrichtung nach Open Access können so erfüllt werden und die Publikation auch auf diesem Wege weltweit für alle frei zugänglich gemacht werden. Geeignetes Repositorium finden Die (Selbst-)Archivierung bzw. Zweitveröffentlichung von Publikationen kann auf institutionellen oder disziplinären Repositorien erfolgen. Welche Repositorien sich in welchem Fach anbieten, ist für einzelne Disziplinen auf der Seite Informationen für verschiedene Fächer aufgeführt. Eine Übersicht bieten auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) sowie das Registry of Open Access Repositories (ROAR) . Für die Bereitstellung von Publikationen auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium fallen keine Kosten für Autor*innen oder Leser*innen an. Was bei der (Selbst-)Archivierung speziell zu beachten ist, ist nach Ländern in unserer Rechtssektion nachzulesen. Rechte bei der Zweitveröffentlichung Die meisten Verlage erlauben die parallele Bereitstellung von Werken in Repositorien. Eine Übersicht über die Open Access Policies vieler Zeit­schriftenverlage liefert Sherpa Romeo . Oft darf dabei die letzte Autoren­version nach dem Peer Review (akzeptierte Manuskriptversion) oder die vom Verlag publizierte Endfassung verwendet werden. Verlagsverträge sollten so gestaltet sein, dass sich die Autor*innen die Rechte zur frei zugänglichen Online-Archivierung von Werken sichern. Idealerweise räumen sie dem Verlag nur einfache Nutzungsrechte für die beabsichtig­ten Nutzungsarten ein, keine ausschließlichen Nutzungsrechte. Falls dies nicht möglich ist und keine alternative Veröffentlichungsoption verfügbar ist, können Autor*innen erwägen, dem Verlagsvertrag einen Zusatz bei­zufügen, um sich ihrerseits das einfache Nutzungsrecht für die Online­nutzung auf einem Repositorium vorzubehalten. Auf der Seite Verlags­verträge stehen hierfür verschiedene Lösungsansätze zur Verfügung. Laut § 38 des deutschen Urheberrechtsgesetzes dürfen Urheber*innen wissenschaftliche Beiträge, die im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschung entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinendem Sammlung ver­öffentlicht wurden, nach einer Frist von 12 Monaten zweitveröffentlichen. Eine Bereitstellung in einem Repositorium ist also in diesen Fällen laut Zweitveröffentlichungsrecht möglich, auch wenn dem Verlag ausschließ­liche Nutzungsrechte eingeräumt wurden ( Brehm, 2021 ). Einen Überblick zum Thema Zweitveröffentlichung bietet diese Handreichung vom Kom­munikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz . Bei der originären Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften oder -Verlagen gestaltet sich die Möglichkeit der Zweitveröffentlichung leichter. Diese erlauben in der der Regel eine weitere Bereitstellung der Dokumente auf einem Repositorium unter Nennung des Ortes der Erstveröffentlichung. Auf OpenDOAR kann man nach Repositorien suchen Hier direkt reinklicken! Rechtsfragen Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliche Rahmenbedingungen Wie genau funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Wie genau funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? open-access.network. https://doi.org/10.5446/52952 ( CC BY 3.0 DE ) Quelle: Mayr, C. (2019). CC-Lizenzen Schaubild ( CC BY-ND 4.0 ) Autor*innen, die ihre Arbeiten Open Access verfügbar machen wollen, sollten einige rechtliche Rahmenbedingungen beachten. Zentral ist, dass sie selbst über das Recht zur Online-Verwertung ihrer Dokumente verfügen. Dies ist allerdings in standardmäßigen Verlagsverträgen nicht zwingend gegeben. Eine Übersicht über die rechtliche Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet sich auf der Seite Rechtsfragen . Hier werden Informationen zum Urhe­berrecht, dem Bereitstellen von Dokumenten in Repositorien, Verlagsverträgen, Lizenzen, Haftungsrecht sowie dem Datenschutz gegeben. Open-Access-Lizenzen Ein wichtiger Aspekt von Open Access ist die Nachnutzung der Publikationen. Damit deutlich wird, welche Rechte Dritte bei der (Nach-)Nutzung der Forschungsergebnisse haben, werden Nutzungslizenzen vergeben. Dabei ist es den Autor*innen selbst überlassen, wie frei sie die Nutzung ihrer Werke zulassen wollen. Es wird empfohlen, ein freies, weltweites Zugangsrecht zu einer Publikation zu gestatten und deren Nachnutzung. Die Vergabe freier Lizenzen durch Autor*innen ist in Absprache mit dem jeweiligen Verlag zu tätigen oder richtet sich ggf. nach den Lizenzvorgaben der Repositorien. Im Bereich von Wissenschaft und Forschung sind die offenen Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) am weitesten verbreitet. Eine Übersicht über verschiedene Open-Content-Lizenzmodelle bietet die Seite Lizenzen . Die Einräumung bestimmter Nutzungsrechte anhand solcher Lizen­zen vereinfacht die Rechtsdurchsetzung bei Missbrauch und gibt den Nutzer*in­nen explizite Hinweise darauf, wie das Dokument weiter verwendet werden darf. Gleichzeitig behält der/die Autor*in die Möglichkeit, weitere, über die durch die Lizenz hinausgehende, Nutzungen in gesonderten Verträgen zu erlauben. Predatory Journals / Raubverlage Leider gibt es auch Zeitschriften, die das Erheben von Publikationsgebühren ausnutzen. Solche Predatory Journals , gegründet von sogenannten Raubver­lagen, versuchen teils massiv Wissenschaftler*innen anzuwerben, um in ihren Zeitschriften zu veröffentlichen, ohne die üblichen Standards guter wissen­schaftlicher Praxis einzuhalten. So gibt es keine Qualitätssicherung, beispiels­weise in Form von Peer Review, und keine ausreichende redaktionelle Bearbeitung. Damit schaden solche Predatory Journals der Wissenschaft, denn so werden auch qualitativ minderwertige Beiträge publiziert, die nicht auf ihre wissen­schaftlichen oder ethischen Standards hin untersucht wurden. Publikationen in solchen unseriösen Zeitschriften können der Reputation von Wissenschaftler*­innen erheblichen Schaden zufügen – von einer Einreichung bei diesen Zeitschriften ist daher dringend abzuraten. Quelle: Monash Health Library. Predatory Publishing A-Z Elements ( CC BY-NC 4.0 ) Online-Kurs Hier finden Sie unseren Online-Kurs Predatory Journals erkennen und vermeiden. Sicher publizieren in der Wissenschaft Praxistipp Predatory Journals erkennen Dabei ist es für Autor*innen nicht immer ganz einfach zu erkennen, ob es sich bei einer Zeitschrift um ein Predatory Journal handelt, denn die Anbieter*innen geben sich große Mühe, ihre Zeitschriften seriös erschei­nen zu lassen. Auf professionell aussehenden Webseiten werden zum Teil ganze Editorial Boards mit gefälschten Namen versehen oder be­kannte Forscher*innen teils ohne deren Wissen als Herausgeber*innen aufgeführt. Die Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften kann hier bei der Entscheidungsfindung helfen ( Brinken et al., 2021 ). Weitere Kriterien für die Beurteilung der Seriosität einer Zeitschrift liefert auch die Webseite Think. Check. Submit. Hilfreich kann auch ein Gespräch mit Kolleg*innen sein, ob diese schon einmal etwas von der Zeitschrift gehört haben. In jedem Fall sollte im Verdachtsfall auf die Zeitschrift aufmerksam gemacht werden. Mit offenen Augen und dem richtigen Bewusstsein können versehentliche Publikationen in Raubverlagen verhindert werden. Eine ausführliche Übersicht über das Thema Predatory Publishing und Raubverlage inkl. Beispielen, Checklisten usw. findet sich bei Maxl & Ferus (2023) . Weiterführende Informationen finden Sie in einer Übersicht von Helmholtz Open Science und einem Fact Sheet des Science Media Centers Germany . Darüber hinaus existiert ein Kriterienkatalog zur Erkennung von qualitativ hochwertigen Journals und von sogenannten Fake-Journals . Die Monash Health Library hat die nützlichen Predatory publishing A-Z elements veröffentlicht. Literatur AG Universitätsverlage. (2018, September 11). Qualitätsstandards für Open-Access-Monografien und -Sammelbände . https://ag-univerlage.de/?p=1974 Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen. https://doi.org/10.5446/51789 Brinken, H., Rücknagel, J., & Wenninger, A. (2021). Checkliste zur Qualität von Open-Access-Zeitschriften . Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4643853 Dreher, L. (2020, August 27). Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten . OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4048489 Li, Y., Wu, C., Yan, E., & Li, K. (2018). Will open access increase journal CiteScores? An empirical investigation over multiple disciplines. PLOS ONE , 13(8), e0201885. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0201885 Maxl, G., & Ferus, A. (2023, June 6). Predatory und andere fragwürdige Praktiken in der wissenschaftlichen Kommunikation . Open Access Talk. https://doi.org/10.5281/zenodo.8010590 Morrison, H. (2018, January 31). DOAJ APC information as of Jan 31, 2018. Sustaining the Knowledge Commons / Soutenir Les Savoirs Communs. Open Access Scholarship / Littérature Savante En Libre Accès . https://sustainingknowledgecommons.org/2018/02/06/doaj-apc-information-as-of-jan-31-2018/ Piwowar, H., Priem, J., Larivière, V., Alperin, J. P., Matthias, L., Norlander, B., Farley, A., West, J., & Haustein, S. (2018). The state of OA: a large-scale analysis of the prevalence and impact of Open Access articles. PeerJ , 6 , e4375. https://doi.org/10.7717/peerj.4375 Projekt AuROA (2023). Leistungskatalog für wissenschaftliche Open-Access-Publikationen . Essen. https://zenodo.org/record/7561443 Rücknagel, J. (2021, April 15). Fördererauflagen zu Open Access - was gilt es zu beachten? OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4694320 Rücknagel, J., & Schmeja, S. (2021, January 28). Open Access Basics - How to publish and What to Consider? OpenAccessTalk. http://doi.org/10.5281/zenodo.4530414 Swan, A. (2010). The Open Access citation advantage: Studies and results to date . https://eprints.soton.ac.uk/268516/ Weiterführende Literatur Forschungszentrum Jülich, Zentralbibliothek (2022). Predatory Publishers. "Schwarze Schafe" im Wissenschaftsbetrieb. Checkliste. URL: https://www.fz-juelich.de/de/zb/open-science/predatory-publishers Reimer N., & Halbherr, V. (2021). Kriterienkatalog zur Erkennung von qualitativ hochwertigen Journals und von sogenannten Fake-Journals. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5031928 Schmitz, J., & Schmeja, S. (2019). Bericht zum Workshop "Was tun, wenn es passiert ist? Umgang mit Publikationen, die bei einem Predatory Journal eingereicht wurden." https://doi.org/10.5281/zenodo.3553616 Solomon, D. J., & Björk, B.-C. (2012). A study of open access journals using article processing charges. Journal of the American Society for Information Science and Technology , 63 (8), 1485–1495. https://doi.org/10.1002/asi.22673...

  3. Online-Workshop am 09. Februar 2022

    Wir wollen mehr Open Access wagen! Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft Der Online-Workshop "Wir wollen mehr Open Access wagen! Wege, Modelle und Services für die Politikwissenschaft" findet am 9. Februar 2022 von 10:00 bis 14:30 Uhr statt. Veranstaltet wird er im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network gemeinsam vom Open-Access-Büro Berlin und dem Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux . Ob Aufsatz, Buchpublikation oder die Veröffentlichung einer Dissertation - die Möglichkeiten im Open Access zu publizieren sind so breit aufgestellt wie die Politikwissenschaft selbst. Der Workshop soll darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Publikationen in den Open Access zu überführen bzw. diese barriere-, kostenfrei und rechtssicher online zur Verfügung zu stellen. Was bedeutet es, ob als Professor*in oder Nachwuchswissenschaftler*in, im Open Access zu publizieren? Welche Beispiele und Angebote bieten Orientierungspunkte? Welche Bedarfe, Vorbehalte und Wünsche der Unterstützung gibt es? Gemeinsam blicken wir auf die Wege des Publizierens, die Chancen, aber auch die Herausforderungen des Publikationsprozesses. In zwei thematischen Blöcken möchten wir eine Möglichkeit zum Austausch für Wissenschaftler*innen und wissenschaftlich Publizierende in der Politikwissenschaft bieten. Jun.-Prof. Arndt Leininger , Ph.D. (Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden, TU Chemnitz) und Dr. Philipp Schulz (Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen) gewähren Einblicke in Ihre Erfahrungen mit dem Thema Open Access. Praktische Umsetzbarkeit und Unterstützungsangebote werden vorgestellt sowie die Gelegenheit zum Netzwerkaufbau geboten. Um Anmeldung über unten stehendes Anmeldeformular wird gebeten. Zielgruppe Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler*innen und Publizierende der Politikwissenschaft. Vorerfahrungen im Bereich Open Access sind nicht erforderlich. Agenda 9:45-10:00 Ankommen 10:00-10:20 Begrüßung & Warm-Up 10:20-10:30 Einführende Impulse 10:30-11:10 Open Access - Erfahrungsberichte (Jun.-Prof. Arndt Leininger, Ph.D., TU Chemnitz & Dr. Philipp Schulz, Uni Bremen) 11:10-11:40 Peer-to-Peer-Austausch 11:40-12:00 Alles was Recht ist (Dipl.-Wirt.Jur. Thomas Hartmann, LL.M., FIZ Karlsruhe) 12:00-12:10 Bewegte Pause mit Noemi 12:10-13:00 Pause 13:00-13:45 Open-Access-Publizieren - Wo & Wie? (Dr. Agathe Gebert, SSOAR & Stefanie Hanneken, transcript Open Library PoWi & Dr. Kurt Salentin, IJCV) 13:45-14:15 Ask the expert - Publikationswege 14:15-14:30 Wrap-Up & Feedback Veranstaltungsort Die Veranstaltung wird online in Zoom (bereitgestellt durch die Universität Bremen) stattfinden. Die Zugangsdaten erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung via Email. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie den Nutzungsbestimmungen von Zoom zu. Anmeldung geschlossen. Beiträge Impulse open-access.network & Einführung in Open Access (Linda Martin, open-access.network) Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux (Regina Pfeifenberger, Pollux) Alles was (Urheber-)Recht ist (Dipl.-Wirt.Jur. Thomas Hartmann, LL.M., FIZ Karlsruhe) Publizieren Publizieren mit SSOAR (Dr. Agathe Gebert, SSOAR) Publizieren in der transcript Open Library Politik (Stefanie Hanneken, transcript) International Journal of Conflict & Violence (Dr. Kurt Salentin, Universität Bielefeld) Organisation Fachinformationsdienst Politikwissenschaft - Pollux Projekt open-access.network Open-Access-Büro Berlin...

  4. Open Access Repositorien

    Intro Publizieren in Repositorien Quelle: verändert nach Koch, M. (2015). Publizieren über das Repositorium der Leibniz Universität Hannover. TIB Blog Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Repositorien sind Dokumentenserver, auf denen Materialien archiviert und entgeltfrei zugänglich gemacht werden können. 2 Man unterscheidet zwischen institutionellen und disziplinären Repositorien. 2 Über OAI-Schnittstellen werden die Inhalte und Metadaten der Repositorien zur Verfügung gestellt, das DINI-Zertifikat sichert die Qualitätsstandards von Dokumentenservern. Was sind Repositorien? Repositorien sind an Universitäten oder Forschungseinrichtungen betriebene Dokumentenserver, auf denen wissenschaftliche Materialien archiviert und weltweit entgeltfrei zugänglich gemacht werden. Kategorien von Repositorien Unterschieden werden institutionelle und disziplinäre Repositorien. Als institutio­nelle Repositorien werden Dokumentenserver bezeichnet, die von Institutionen (meist Universitätsbibliotheken, anderen Infrastruktureinrichtungen oder For­schungsorganisationen) betrieben werden. Sie ermöglichen ihren Mitgliedern die digitale Publikation wissenschaftlicher Dokumente. Disziplinäre Repositorien hingegen sind institutionsübergreifend. Diese stehen Wissenschaftler*innen zur Publikation und Archivierung ihrer Arbeiten zu bestimmten Themen zur Verfü­gung, z. B. für eine Fachdisziplin . Beispiele hierfür sind: media/rep/ als Open-Access-Repositorium für medienwissenschaftliche Publikationen , Social Science Open Access Repository (SSOAR) für die Sozialwissenschaften , PubMed Central für die Biowissenschaften oder arXiv für wissenschaftliche Publikationen vor allem aus Physik , Mathematik und Informatik . Sowohl die Bereitstellung der wissenschaftlichen Publikation für Autor*innen auf institutionellen oder disziplinären Repositorien als auch der Zugriff für Nutzer*innen sind in der Regel entgeltfrei. Mit Stand November 2021 verzeichnete das Directory of Open Access Reposi­tories (OpenDOAR) 5.771 Repositorien, mittels derer Universitäten und For­schungseinrichtungen Wissenschaftler*innen die Zugänglichmachung wissenschaftlicher Dokumente ermöglichen. Repositorien betreiben Finden Sie hier eine Einführung. Open Access Helpdesk Stellen Sie hier Ihre konkreten Fragen rund um Open Access. Fokusgruppe Zweitveröffentlichung Fokusgruppe Zweitveröffentlichung. Diskutieren Sie mit Expert*innen über Zweitveröffentlichungen. Rechte Rechte bei Zweitveröffentlichung Dokumente, die auf Repositorien bereitgestellt werden, erscheinen häufig auch formal, z. B. in einer Zeitschrift, einem Sammelband oder als Monografie in einem Verlag. Die Nutzung von Repositorien zur Zweitver­öffentlichung von Werken, die auch in einem Verlag erschienen sind, entspricht dem grünen Weg des Open Access . Anders als z. B. bei Open-Access-Zeitschriften sind in diesem Fall Content-Lizenzen von unterge­ordneter Bedeutung. Wissenschaftler*innen, die ein Werk zusätzlich zur formalen Veröffentlichung auch auf einem Dokumentenserver zugäng­lich machen, haben oft bereits ihre sämtlichen Nutzungsrechte an den Verlag abgetreten und können die parallele Publikation auf dem Dokumentenserver daher nicht mehr unter eine Content-Lizenz stellen. Vielmehr setzt die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung bereits im Verlag oder Journal erschienener Dokumente voraus, dass man sich entweder als Autor*in die Rechte zur Publikation des Werkes auf einem Repositorium vorbehalten hat oder dass das Werk unter die einschlägigen Regelungen des Urheberrechts (in Deutschland z. B. das Zweitveröffentlichungsrecht ) fällt. Eine Open Access Policy des Verlages könnte auch die Option vorsehen, dass das Werk unter die Open-Access-Regelungen der Allianz-Lizenzen fällt. Eine kurze Information zum Bereitstellen formal erschienener Werke auf Dokumentenservern ist in der Infografik am Ende dieser Seite dargestellt. Rechte bei goldenem Open Access Einfacher gestaltet sich die Rechtesituation, wenn Repositorien zur Primärpublikation wissenschaftlicher Werke im Sinne des goldenen Wegs des Open Access genutzt werden, etwa zur Veröffentlichung von Tagungsbänden, Schriftenreihen oder anderer Texte, die nicht parallel in einem Verlag erscheinen. In diesen Fällen haben die Autor*innen meist die ausschließlichen Rechte an den Inhalten und sind in der Wahl der Bedingungen, unter denen sie verfügbar gemacht werden, vollkommen frei: So können diese unter eine der erwähnten Content-Lizenzen gestellt oder einfach zu den Bedingungen des Urheberrechts bereitgestellt werden. Primärpublikationen auf Repositorien, die oft als Preprints bezeichnet werden, finden sich unter anderem auf den Dokumenten­servern arXiv oder Zenodo . Da sich auf Repositorien oft Inhalte unterschiedlicher Herkunft oder fachlicher Zuordnung finden, bietet sich zur Dokumentrecherche die Nutzung einer speziellen Suchmaschine wie der Bielefeld Academic Search Engine (BASE) an, die auf Volltexte von Repositorien zugreift. Rechtsfragen Hier finden Sie eine Einführung. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Inhalt und Mehrwert von Repositorien Die Gestaltungsformen und Funktionalitäten von Repositorien sind unterschied­lich und reichhaltig. Neben der klassischen Unterscheidung zwischen institutio­nellen und disziplinären Repositorien variieren die Angebote der verschiedenen Repositorien auch durch den dargebotenen Inhalt, zusätzliche Dienstleistungen und ihre technische Ausgestaltung. Viele Dokumentenserver sehen vor, jegliche Art elektronischer (Text-)Dokumente – z. B. Preprints und Postprints von Artikeln in Zeitschriften, Arbeitspapiere, Bücher und Buchbeiträge, Abschlussar­beiten sowie Lehr- und Lernmaterialien – zu archivieren, andere schließen einige Dokumentarten aus. Vernetzte Repositorien bieten über ihre Schnittstellen und Nachweisdienste zahlreiche Mehrwertdienste an: die virtuelle Zusammenführung thematisch verwandter Dokumente aus unterschiedlichen Dokumentenservern; dies verhindert umständliches Recherchieren auf zahlreichen verschiedenen Servern und gewährt möglichst einfachen Zugang zu wissenschaftlichen Texten Personalisierungsfunktionen, z. B. die Erstellung von Profilen, mit denen Leser*innen über neue Dokumente zu einem Thema informiert werden können. die automatische Erstellung von Publikationslisten bzw. Bibliografien von Autor*innen oder Arbeitsgruppen; diese können dynamisch in eigene Webseiten oder andere Online-Profile, z. B. in Forschungsinformations­systeme eingebunden werden. Dienste wie Unpaywall , INSPIRE oder Google Scholar erlauben es, verschiedene Versionen des gleichen Dokuments zu identifizieren. Damit können Nutzer*innen, die keinen Zugriff auf eine formale Closed-Access -Publikation haben, unter Umständen eine Open-Access-Version auf einem Dokumentenserver finden. Repositorien erlauben oft den Download bibliografischer Daten, die wiederum in Literaturverwaltungsprogramme importiert werden können. Damit wird eine bequeme Nutzung der Informationen in weiteren Publikationen ermöglicht. Services wie INSPIRE und Google Scholar ermöglichen es, Zitationszahlen für Werke auf Dokumentenservern zu ermitteln und so den Zitationsimpact der Dokumente zu bestimmen. Statistische Informationen zeigen die Verbreitung und Wirkung von Doku­menten auf Repositorien. Diese können in Form von Downloadstatistiken (z. B. unter Nutzung der Daten des DFG -Projekts Open-Access-Statistik (OAS) , unter Nutzung einer eigenen Statistik-Lösung) ermittelt werden. Altmetrics-Informationen erfassen die Zirkulation wissenschaftlicher Informationen in wissenschaftlichen und öffentlichen Netzwerken und Medien. Durch wechselseitige Verlinkungen zwischen zusammengehörigen Objekten, wie Texten und Forschungsdaten oder -software, können Wissenschaftler*innen den ganzen Output eines Forschungsvorhabens integriert zugänglich machen. Dokumentenserver erlauben es wissenschaftlichen Autor*innen, in einfacher Art und Weise den Förderleitlinien von Forschungsförderern nachzukommen, nach denen projektbezogene Publikationen im Open Access verfügbar zu machen sind. Viele Repositorien ermöglichen es sogar, eine Publikation einem speziellen Forschungsprojekt zuzuordnen. Wer z. B. ein Dokument in Zenodo oder ein anderes OpenAIRE -kompatibles Repositorium einspielt, kann durch Metadaten die EU Grant ID beifügen. Die genannten Mehrwerte und Funktionen haben zum Ziel, die Sichtbarkeit und Verbreitung der Publikationen auf den Dokumentservern zu steigern. Dabei setzen Repositorien vor allem auf Vernetzung und Kooperationen mit anderen Informationsangeboten oder Suchmaschinen. Ebenso wichtig ist die Verbindung mit persönlichen oder Institutswebsites, Jahresbibliographien oder Forschungsinformationssystemen. Auffindbarkeit der Dokumente Die Nutzung des Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH) bei den meisten Repositorien erleichtert die Suche nach wissenschaftlichen Dokumenten immens. Außerdem sichert es die bereits beschriebene Verbreitung der Open-Access-Informationen. Das OAI-PMH erlaubt die Zusammenführung der Metadaten von Dokumenten auf verteilten Repositorien in einer Datenbank. Technisch betrachtet ist das OAI-PMH ein XML-basiertes Protokoll, welches der Abfrage und Übertragung von Metadaten dient. Ein OAI-Service-Provider (z. B. OAIster oder BASE) unterstützt die Suche, indem er auf das OAI-PMH zurückgreift. Der Service-Provider sammelt Meta­daten der einzelnen Repositorien (den Data-Providern) ein, bereitet diese auf und stellt sie für Suchanfragen bereit. Dies garantiert die Auffindbarkeit sowie die maximale Verbreitung und damit Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Texte. Qualitätsstandards Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) will die Verbesserung der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen sowie die dafür notwendigen Entwicklungen fördern und unterstützen. Die Entwicklung des DINI-Zertifikats für Open-Access-Publikationsdienste ermöglicht die standardisierte Beurteilung des begutachteten Dokumentenservers und der erbrachten Dienstleistung und versteht sich als Qualitätskontrolle für Dokumenten- und Publikationsservices. Die der Zertifizierung zugrunde liegenden Kriterien umfassen unter anderem die Sichtbarkeit des Gesamtangebotes, die Betreuung der Autor*innen, die Sicherheit, Authentizität und Integrität des technischen Systems sowie die Langzeitverfügbarkeit und Auffindbarkeit der dort archivierten Dokumente. Derzeit (Stand: November 2021) sind 469 Repositorien DINI-zertifiziert. Im Oktober 2019 wurde das DINI-Zertifikat in der sechsten Auflage veröffentlicht. Übersichtslisten von Repositorien The Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) Deutsche Repositorien im OpenDOAR Österreichische Repositorien im OpenDOAR Schweizer Repositorien im OpenDOAR Registry of Open Access Repositories (ROAR) Suchdienste für Repositorien OAIster BASE Google Scholar Literatur Weiterführende Literatur Demetres, M. R., Delgado, D., & Wright, D. N. (2020). The Impact of Institutional Repositories: A Systematic Review. Journal of the Medical Library Association, 108 (2), 177–184. https://doi.org/10.5195/jmla.2020.856 ....

  5. Open Access Repositorien betreiben

    Intro Publizieren in Repositorien Quelle: verändert nach Koch, M. (2015). Publizieren über das Repositorium der Leibniz Universität Hannover. TIB Blog Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Zum Anlegen eines Repositoriums benötigen Sie u.a. eine geeignete Software. Die meisten Software-Optionen sind Open Source und kostenfrei nutzbar. 2 Sie sollten Ihr Repositorium in Ihrer Institution gut bewerben und verankern. 3 Es ist wichtig, dass Sie Ihr Repositorium gut vernetzen, um es sinnvoll in Mehrwertdienste einzubetten. Diese Vernetzung ist auch für die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der eingestellten Dokumente zentral. Zentrale Fragen Beim Aufbau und Betrieb von Repositorien gibt es einiges zu beachten. Dieser Artikel widmet sich den folgenden zentralen Fragen: Wie richte ich die Grundlage für ein Repositorium ein? Wie kann ich ein Repositorium bewerben und Dokumente einwerben? Was muss ich in rechtlicher Hinsicht beachten? Wie vernetze ich mein Repositorium mit anderen Diensten? Grundlagen einrichten Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Fokusgruppe: Zweitveröffentlichung Diskutieren Sie mit Expert*innen über Zweitveröffentlichung. Helpdesk Gern berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. Plan S Repository Self-Assessment Tool Mithilfe dieses Tools des OpenDOAR können Repositorienbetreiber*innen überprüfen, ob ihr Repositorium den Anforderungen des Plan S entspricht. Einen guten ersten Überblick zum Aufbau von Repositorien bietet der Leitfaden zum Aufbau von Open-Access-Publikationsplattformen ( Beringer & Arning, 2020 ). Im Wesentlichen benötigt man zum Starten einen Server und eine geeignete Software. Das Einrichten und Betreiben eines Repositoriums sollte man gerade in technischer Hinsicht nicht unterschätzen. Falls die Institution, an der das Repositorium angesiedelt werden soll, über kein IT-Personal verfügt, welches für den Aufbau eines Repositoriums qualifiziert ist, empfiehlt es sich, auf externe Service-Anbieter wie z.B. Bibliotheken oder Bibliotheksverbünde zurückzugreifen. In Baden-Württemberg z.B. werden diverse Repositorien vom BSZ gehostet , in Berlin und Brandenburg vom KOBV . Der GBV ist hier in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen aktiv. Darüber hinaus gibt es kommerzielle Anbieter wie OpenRepository . In Deutschland sind die meisten Software-Optionen Open Source, kostenlos verfügbar und besitzen ähnliche Basis-Funktionen: Sie können Materialien nach einem Upload bereitstellen und mit Metadaten versehen. Sie können Metadaten über verschiedene standardisierte Schnittstellen (u.a. OAI-PMH ) einsammeln und zur Verfügung stellen. Gängige Anwendungen für Open-Access - und Forschungsdaten repositorien, Hochschulbibliografien und digitale Sammlungen sind etwa DSpace , EPrints , OPUS , Invenio/CDSware oder MyCoRe , während e-journalbezogene Repositorien zumeist mit OJS arbeiten ( Weimar, 2020 ). Die deutsche Initiative für Netzwerkinformation bietet einen Überblick da­rüber, welcher Publikationsdienst welche Plattform verwendet. Darüber hinaus beschreibt sie in ihrem DINI-Zertifikat die technischen und organisatorischen Anforderungen an Repositorien (mehr dazu im Kapitel Wie vernetze ich mein Repositorium mit anderen Diensten? ). Auch wenn v.a. in der Anfangsphase eines Repositoriums die DINI-Zertifizierung noch in weiter Ferne zu liegen scheint, ist eine Orientierung an den Anforderungen sinnvoll. Repositorium bewerben & Dokumente einwerben Nicht allen Wissenschaftler*innen erschließt sich der Nutzen eines Reposito­riums sofort ( Euler, 2018 ). Überzeugungsarbeit ist besonders dann nötig, wenn Autor*innen zu Open Access aufgefordert, aber nicht verpflichtet werden. Was also können Sie tun, um zur Nutzung Ihres Repositoriums anzuregen? Sprechen Sie Wissenschaftler*innen gezielt an Erfahrungsgemäß sind Öffentlichkeitsarbeit und offene Kommunikation mit Wissenschaftler*innen zielführend ( Rodrigues et al., 2017 ): Je gezielter die Ansprache, desto größer die Erfolgsaussichten ( Euler, 2018 ). Sprechen Sie Wissenschaftler*innen an, die auf ihrer eigenen Webseite veröffentlichen. Erfahrungsgemäß erfassen sie schnell die Vorteile eines Repositoriums. Sie eignen sich überdies als Multiplikator*innen und können so weitere Personen von der Nutzung eines Repositoriums überzeugen. Dasselbe gilt für Personen, die bereits Erfahrungen mit Open Access gemacht haben. Vielen dürfte diese Rolle nicht bewusst sein - sprechen Sie diese also gezielt an. Je höher das Renommee der Multiplikator*innen, desto größer tendenziell auch ihr Erfolg. Verankern Sie Ihr Repositorium in Ihrer Institution bzw. in Fachkreisen Die Attraktivität eines Repositoriums - ob institutionell oder disziplinär - steigt, wenn es als vernetzter Service mit Mehrwerten für verschiedene Zielgruppen (z. B. Autor*innen) wahrgenommen wird ( Müller & Scholze, 2012; Euler, 2018; Macgregor, 2020; Rodrigues et al., 2017 ). Machen Sie also Werbung für Ihr Repositorium. Theoretisch lassen sich Repositorien am besten füllen, indem Einrich­tungen ihre Wissenschaftler*innen per Erklärung (Mandat) dazu verpflichten, im Repositorium zu veröffentlichen. In Deutschland ist dies nach aktueller Rechtslage nicht realisierbar, jedoch räumt das Gesetz über die Hochschulen in Baden-Württemberg (§ 44 Abs. 6) den Hochschulen ein, "die Angehörigen ihres wissenschaftlichen Personals durch Satzung [zu] verpflichten, das Recht auf nichtkommerzielle Zweitveröffentlichung nach einer Frist von einem Jahr nach Erstveröffentlichung für wissenschaftliche Beiträge wahrzunehmen, die im Rahmen der Dienstaufgaben entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung erschienen sind". Zumindest diese Mandatsform ist für institutionelle Repositorien also teilweise möglich. Anders in der Schweiz, in Österreich und bei von der EU geförderten Projekten: Institutionen wie die Universitäten St. Gallen und Zürich verpflichten zu Open Access, sofern dem rechtlich nichts im Weg steht. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) verpflichtet seit 2020 dazu, Resultate zu 100% Open Access zu veröffentlichen. Dasselbe Prinzip gilt für den FWF sowie für Publikationen aus EU-Projekten ( Europäische Kommission, 2021, S. 108 ). Als Betreiber*in eines institutionellen Repositoriums sollten Sie überdies die Hochschulleitung regelmäßig über den aktuellen Stand Ihres Reposi­toriums informiert halten. Open Access unterstützende Hochschulleitun­gen sind wichtige strategische Partner für Betreiber*innen institutioneller Repositorien. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Repositorium online möglichst präsent ist - institutionelle Repositorien sollten auf der Webseite der Institution gut sichtbar eingebettet werden, während disziplinäre Repositorien an für das Fach besonders zentralen Orten im Web erwähnt werden sollten. Nutzen Sie überzeugende Argumente Argumentieren Sie mit den Gründen für Open Access (z. B. Zitierhäufig­keit, Sichtbarkeit und dauerhafte Verfügbarkeit). Vergegenwärtigen Sie sich auch Vorbehalte , damit Sie überzeugend gegenargumentieren können. Viele Institutionen und Organisationen unterstützen Open Access. Erwähnen Sie dies im Gespräch mit Wissenschaftler*innen und nennen Sie Fürsprecher, die in den jeweiligen Forschungskontexten relevant sind. Nutzen Sie den Umstand, dass Projektbewilligungen häufig an die Bedingung geknüpft sind, dass projektbezogene Publikationen kostenlos zugänglich gemacht werden müssen. Hierfür bieten sich Repositorien optimal an. Gestalten Sie die Nutzung des Repositoriums angenehm Oft empfinden Wissenschaftler*innen das Einpflegen von Daten in Repo­sitorien als aufwändig, speziell das Eintragen von Metadaten. Gestalten sie diese Prozesse also möglichst zeitökonomisch bzw. nehmen Sie den Wissenschaftler*innen diese Arbeit ab. So wächst ihre Bereit­schaft zur Nutzung des Repositoriums ( Euler, 2018; Tobias, 2018; Voigt & Dittmann, 2019 ). Eine weitere Möglichkeit liegt im Vernetzen des Reposi­toriums mit Diensten, in denen die Informationen bereits hinterlegt sind (siehe auch Müller & Scholze, 2012; Macgregor, 2020; Rodrigues et al., 2017 ) - z. B. der universitären Jahresbibliografie oder einem Forschungs­informationssystem. So müssen weniger oder keine Daten händisch hinterlegt werden. Viele Institutionen, darunter die Universitäten Augsburg und Konstanz, bieten zur Unterstützung der Wissenschaftler*innen Zweitveröffent­lichungsservices an. Auch Handreichungen zu Zweitveröffentlichungen können Forschenden weiterhelfen. Machen Sie das Repositorium attraktiv für Wissenschaftler*innen Ermöglichen Sie, dass persönliche Publikationslisten aus dem Reposito­rium erstellt werden können, um diese in anderen Diensten nachnutzen zu können. Aufgrund des Umstands, dass die Forscher*innen diese Listen in verschiedenen Kontexten (z. B. Einwerben von Drittmitteln) nutzen können, steigt ihre Bereitschaft zur Nutzung des Repositoriums. Organisieren Sie Informations- und Schulungsveranstaltungen Vorträge und Workshops sind wichtig, um ein Bewusstsein für Open-Access-Themen wie Repositorien zu schaffen. Halten Sie also Präsentationen zu Ihren Open-Access-Services in Gremien, Instituten oder Kolloquien, sowie auf Fachtagungen oder -konferenzen. Auch Veranstaltungen während der Open Access Week können sinnvoll sein. Gehen Sie auch auf die für Wissenschaftler*innen technisch relevante Seite ein, z. B. das Hochladen von Dokumenten. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Rechtliches Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Open Policy Finder Eine Übersicht über Open-Access-Archivierungsregeln von Verlagen finden Sie hier. Offene Lizenzen für offene Wissenschaft Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Offene Lizenzen für offene Wissenschaft, open-access.network. https://doi.org/10.5446/52864 ( CC BY 3.0 DE ) In erfreulich vielen Fällen dürfen Dokumente in Repositorien eingestellt werden. Open Policy Finder informiert über die Regelungen zahlreicher Verlage, was eine zusätzliche Selbstarchivierung der im Verlag veröffentlichten Texte in Reposito­rien angeht ( Tobias, 2018; Voigt & Dittmann, 2019 ). Beachten Sie, dass Verlage hier oft zwischen der Erlaubnis zur Verfügbarmachung von Preprints und Post­prints unterscheiden. Nicht immer darf die Verlagsfassung online gestellt werden, in vielen Fällen darf nur eine akzeptierte Manuskriptfassung verwendet werden. Es ist zu bedenken, dass bei widerrechtlich eingestellten Dokumenten haftungs­rechtliche Mechanismen greifen. Es stellt sich also die Frage, wer für die öffent­lich bereitgestellten Inhalte verantwortlich ist. Am besten lassen Sie sich von den Autor*innen einen Auftrag zum Einstellen der Dokumente ins Repositorium geben ( Voigt & Dittmann, 2019 ). Aus diesem sollte hervorgehen, auf Basis wel­cher Rechtslage das Dokument im Repositorium liegt. Ein Beispiel einer sol­chen Lizenzvereinbarung finden sie auf der Homepage der Universitätsbibliothek Osnabrück . In jedem Fall sollten Sie Kenntnis über die haftungsrechtlichen Konsequenzen einer potenziellen Zuwiderhandlung besitzen, um das Risiko im Vorfeld einschätzen und vertraglich einschränken zu können (siehe auch: Länderspezifische Infos zum Haftungsrecht in unserer Rechtssektion ). Dokumente, welche unter einer Open-Content-Lizenzen stehen, sind rechtlich eindeutiger definiert als Dokumente, deren Rechte (möglicherweise) teilweise bei einem Verlag liegen. Open-Content-Lizenzen sind standardisiert, folglich können Sie gut nachvollziehen, inwieweit ein Dokument auf Ihrem Repositorium bereitgestellt werden darf. Dies gilt besonders für die im Wissenschaftsbereich weit verbreiteten Creative-Commons-Lizenzen . Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) Es empfiehlt sich, Ihr Repositorium hier in das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) eintragen zu lassen. In OpenDOAR finden Aggregatoren gezielt relevante Repositorien und werten die technischen Informationen für die Nachnutzung aus. Vernetzung mit anderen Diensten Es ist wichtig, dass Sie Ihr Repositorium mit anderen Diensten vernetzen, um es z. B. gelungen in Mehrwertdienste einzubetten ( Müller & Scholze, 2012; Rodrigues et al., 2017 ). Auch für die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der eingestellten Dokumente ist Vernetzung zentral ( Müller & Scholze, 2012 ). Wie genau dies umgesetzt werden kann, wird im Folgenden anhand von Initiativen und Projekten erläutert, die sich der Vernetzung verpflichtet haben. Suchmaschinen: BASE und Google Die von der Universitätsbibliothek Bielefeld betriebene Suchmaschine BASE ist auf wissenschaftliche Webdokumente, u.a. Texte in Reposito­rien, spezialisiert. Sie zählt zu den weltweit größten derart spezialisierten Suchmaschinen - es ist also wichtig, dass Dokumente Ihres Reposito­riums mithilfe von BASE gefunden werden können. Dazu können Sie hier prüfen, ob ihr Repositorium bereits als Datenlieferant indexiert ist und es BASE ggfs. zur Indexierung vorschlagen. Zwingende Voraussetzung einer Indexierung ist, dass die Metadaten der Dokumente über eine valide OAI-PMH-Schnittstelle zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt sollte Ihr Repositorium auch für gängige Suchmaschinen wie Google optimiert werden ( Rajski, 2018 ), damit Dokumente gut auffindbar sind. Schließlich ist v.a. Google Scholar für viele Forscher*innen ein wichtiger erster Einstiegspunkt beim Suchen nach wissenschaftlichen Artikeln ( Rajski, 2018 ). In diesem Zusammenhang sollte die Sitemap des Repositoriums als maschinenlesbares Inhaltsverzeichnis verstanden werden. Es ist wichtig, dass dieses Inhaltsverzeichnis alle Links enthält, welche von den Suchmaschinen erfasst werden sollten. Wichtig ist dabei auch, dass das letzte Änderungsdatum der Seiten aufgeführt wird. Darü­ber hinaus sollten die Seiten mit beschreibenden Metadaten versehen werden, diese sollten gemeinsam mit dem Link zum Volltext versteckt im maschinenlesbaren HTML- < head > der Seite hinterlegt werden. Je vollständiger die Meta-Tags, desto verlässlicher kann die Suchmaschine verschiedene Quellen zusammenführen. Auch Volltexte bis zu einer Größe von 5 MB können so in den Index aufgenommen und über Google Scholar gefunden werden ( Rajski, 2018 ). DINI-Zertifikat Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) hat sich zum Ziel gesetzt Informations- und Kommunikationsdienstleistungen an wissenschaftlichen Institutionen zu verbessern. Dieses Ziel soll u.a. durch eine Weiterentwicklung der institutionellen Informationsinfrastrukturen erreicht werden. In diesem Zusammenhang unterstützt DINI den Aufbau von Repositorien. Durch weltweit zugängliche und längerfristig gesicherte Publikationen soll wissenschaftliche Kommunikation national wie international quali­tativ verbessert werden. In diesem Rahmen entstand das DINI-Zertifikat zur Qualitätssicherung von Open-Access-Repositorien und -Publikations­diensten. Es verfolgt hinsichtlich Repositorien drei Hauptziele ( Müller & Scholze, 2012 ): Es beschreibt die an Repositorien gerichteten Anforderungen detai­lliert: Repositorien werden als Dienstleistungen des wissenschaftli­chen Publizierens verstanden. Diese Dienstleistungen bestehen aus folgenden Komponenten: Technik, Personal, Organisation und Prozesse. Es zeigt auf, wie sich Repositorien technisch und organisatorisch weiterentwickeln können. Es dokumentiert, ob Standards und Empfehlungen eingehalten werden. Diese Dokumentation ist für Repositoriennutzer*innen und -betreiber*innen einsehbar. Da das elektronische Publizieren ebenso wie die damit verbundenen Standards raschen Wandlungen unterliegen, wird das Zertifikat regelmäßig aktualisiert. OpenAIRE Compliance und die Sichtbarkeit von Repositorien Dokumente können erheblich besser gesichtet und nachgewiesen werden, wenn sie in Repositorien abgelegt werden, die bestimmten Vorgaben entsprechen. Diese gehen auf das 2009 gestartete Projekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) zurück. In diesem Kontext wurden Metadaten-Elemente definiert, mit deren Hilfe Repositorien Dokumente auszeichnen können, um diese im Sinne des Prinzips der enhanced publications mit weiteren Materialien zu verknüpfen ( Kaiser & McNeill, 2019 ). So können beispielsweise Verknüpfungen mit Forschungsdaten oder Projektförderinformationen vorgenommen werden. Auch Informationen über Wissenschaftler*innen können so eingebettet werden. Verschiedene Softwarelösungen für Repositorien bieten inzwischen Schnittstellen zur Sicherstellung der OpenAIRE-Compliance. Falls beispielsweise ein lokales Repositorium die für DSpace oder EPrints notwendigen Metadaten-Schemata nicht nach OpenAIRE-Vorgaben erfüllt, kann die Verknüpfung mit weiteren Materialien manuell über das OpenAIRE-Portal erfolgen. Dieses Portal erlaubt dabei eine gezielte Suche nach Publikationen, Daten, Projekten oder Personen. Confederation of Open Access Repositories (COAR) Auch die Confederation of Open Access Repositories (COAR) verfolgt das Ziel, Repositorien für Wissenschaftler*innen attraktiver zu machen. Dies soll erreicht werden, indem die Sichtbarkeit, Verbreitung und Verwertbarkeit wissenschaftlicher Materialien auf Open-Access-Repositorien mittels organisatorisch-technischer Absprachen erhöht werden ( Rodrigues et al., 2017 ). Im Gegensatz zum DINI-Zertifikat findet dies auf internationaler Ebene statt. Zentral ist dabei die Vernetzung der Repositorien mit der bestehenden Infrastruktur ( Rodrigues et al., 2017 ). Überdies sind der Austausch unter Repositorienbetreiber*innen sowie die Entwicklung von Modellen und Strategien der Content-Gewinnung von großer Bedeutung ( Rodrigues et al., 2017 ). BASE BASE (Bielefeld Academic Search Engine) ist eine der weltweit größten Suchmaschinen für wissenschaftliche Web-Dokumente. Der Index umfasst über 240 Millionen Dokumente von über 8.000 Datenlieferanten. Praxistipp Im COAR Community Framework for Best Practices in Repositories finden sich praktische Tipps und Hinweise für Repositorienbetreiber*innen. Literatur Beringer, C., & Arning, U. (2020). Leitfaden zum Aufbau von Open-Access- Publikationsplattformen für den Goldenen und Grünen Weg. Publisso. ZB MED-Publikationsportal Lebenswissenschaften. https://doi.org/10.4126/FRL01-006419770 Euler, E. (2018). Repositorien und ihre Bedeutung für die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1204919 European Commission. (2021). Horizon Europe (HORIZON). Euratom Research and Training Programme (EURATOM). General Model Grant Agreement. EIC Accelerator Contract. https://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/docs/2021-2027/common/agr-contr/general-mga_horizon-euratom_en.pdf Kaiser, O., & McNeill, G. (2019). OpenAIRE für RepositorymanagerInnen - Wie Repository ManagerInnen Open Science unterstützen können. Mitteilungen der VÖB, 72 (2), 373–382. https://doi.org/10.31263/voebm.v72i2.2815 Macgregor, G. (2020). Enhancing Content Discovery of Open Repositories: An Analytics-Based Evaluation of Repository Optimizations. Publications, 8(1) (8). https://doi.org/10.3390/publications8010008 Müller, U., & Scholze, F. (2012, November 14). Aufbau und Vernetzung eines Repositoriums. das bibliothekswesen. Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen. https://www.dasbibliothekswissen.de/Aufbau-und-Vernetzung-eines-Repositoriums.html Rajski, B. (2018). ABI Technikfrage. Wie kommt das Repositorium in die Suchmaschine? ABI Technik, 38 (1), 116. https://doi.org/10.1515/abitech-2018-0017 Rodrigues, E., Bollini, A., Cabezas, A., Castelli, D., Carr, L., Chan, L., Humphrey, C., Johnson, R., Knoth, P., Manghi, P., Matizirofa, L., Perakakis, P., Schirrwagen, J., Selematsela, D., Shearer, K., Walk, P., Wilcox, D., & Yamaji, K. (2017). Next Generation Repositories: Behaviours and Technical Recommendations of the COAR Next Generation Repositories Working Group. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1215013 Tobias, R. (2018). Optimierung der Workflows für Zweitveröffentlichungen – der „Grüne Weg“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). O| bib. Das offene Bibliotheksjournal, 5 (4), 71–83. https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H4S71-83 Voigt, M., & Dittmann, S. (2019). Zweitveröffentlichungsservice der TU Berlin – Automatisierungsmöglichkeiten für den Workflow. LIBREAS. Library Ideas, 35 . https://libreas.eu/ausgabe35/voigt/ Weimar, A. (2020, September 17). Aufbau und Betrieb eines Open-Access-Repositoriums am Beispiel OPUS. Open-Access-Tage 2020. https://doi.org/10.5281/zenodo.4032208 Weiterführende Literatur Arning, U. (2021, März 15). Aufbau einer qualitätsgesicherten Open-Access-Publikationsplattform – die drei wichtigsten Überlegungen aus Sicht einer Publikationsmanagerin. FIS & EPUB. Gemeinsamer Blog der DINI AG Forschungsinformationssystem und Elektronisches Publizieren . https://blogs.tib.eu/wp/dini-ag-blog/2021/03/15/aufbau-oa-publikationsplattform/ Demetres, M. R., Delgado, D., & Wright, D. N. (2020). The Impact of Institutional Repositories: A Systematic Review. Journal of the Medical Library Association, 108 (2), 177–184. https://doi.org/10.5195/jmla.2020.856 . Graf, K. (2017). Wie füllt man die Open-Access-Dokumentenserver? Archivalia. https://archiv.twoday.net/stories/3264283/...

  6. Open Access in Fachdisziplinen

    Fach­spezifische Inhalte Hier finden Sie spezifische Informationen zu Open Access in verschiedenen Fächern. Expert*innen aus dem jeweiligen Fach haben hier Informationen z. B. über fachspe­zifische Repositorien , relevante Open-Access-Zeitschriften sowie allgemeine Informationen zur Verbreitung und Akzeptanz von Open Access im jeweiligen Fach für Sie zusammengestellt. Afrikastudien Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft Altertumswissenschaften Anglistik/Amerikanistik Berufsbildungsforschung Biologie Chemie Erziehungswissenschaften Ethnologische Fächer Geowissenschaften Germanistik Geschichtswissenschaften Geschlechterforschung Informatik Informationswissenschaft Ingenieurwissenschaften Kunstgeschichte Künstlerische Fächer Linguistik Materialwissenschaften Mathematik Medienwissenschaft Medizin/Lebenswissenschaften Musikwissenschaften Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien Philosophie Physik Politikwissenschaft Psychologie Rechtswissenschaft Religionswissenschaft Romanistik Soziologie Wirtschaftswissenschaften...

  7. Open Access in den Afrikastudien

    Was ist Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Was spricht für, was gegen Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access publizieren Hier finden Sie eine Einführung. Video zur Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Open Access in den Afrikastudien Die Afrikastudien (im Deutschen auch Afrikawissenschaften genannt) umfassen die interdisziplinär ausgerichteten geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Regionalstudien zu Afrika. Je nach Disziplin ( Ethnologie , Politikwissenschaften , Sprachwissenschaften ) entsprechen die Entwicklungen zu Open Access denen der jeweiligen Fachkulturen: Während Open Access in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern oft keine bedeutende Rolle spielt, sind die Entwicklungen in der Linguistik durchaus dynamischer. Lange waren gedruckte Monographien und Sammelbände die primären Publikationsformen der Afrikastudien, in den letzten Jahren jedoch hat die Bedeutung von (Online-)Zeitschriften stark zugenommen. Für Afrikawissenschaftler*innen ist das Prestige einer Zeitschrift nach wie vor häufig das ausschlaggebende Auswahlkriterium, dies gilt sowohl für disziplinäre als auch für interdisziplinäre Zeitschriften. Auch der Impact Factor gewinnt an Bedeutung, obwohl er für die Evaluation afrikabezogener Publikationen nachweislich ungeeignet ist ( The Journal Impact Factor in African Studies, 2022 ). Die Verbreitung von Open-Access-Publikationsformen ist für die Afrikastudien von besonderer Wichtigkeit, da gedruckte Veröffentlichungen afrikanischer Verlage unter anderem infolge unzureichender Distributionsmöglichkeiten häufig nur schwer zugänglich sind. Zudem sind Veröffentlichungen aus dem Globalen Norden auf dem afrikanischen Kontinent aufgrund der hohen Preise und der Distributionswege der Verlage oft nur schwer zugänglich. Neben der Nutzung des grünen Open Access sind in diesem Kontext der Ausbau von Diamond-Open-Access-Angeboten besonders bedeutsam, insbesondere aufgrund der Hürden, die Open-Access-Publikationsgebühren für Autor*innen aus dem Globalen Süden darstellen. Trotz dieser Umstände ist Open Access in den Afrikastudien im Vergleich zu anderen Disziplinen bislang eher unterrepräsentiert, auch wenn es mittlerweile mehrere wichtige Initiativen zur Förderung von Open Access in den Afrikastudien gibt. Dazu gehören die African Principles for Open Access in Scholarly Communication in and about Africa . Auch das Repositorium AfricArXiv ist eine wichtige Initiative (siehe Abschnitt Disziplinäre Repositorien auf dieser Seite). Best-Practice-Beispiele des Open Access wurden 2017 im Rahmen eines vom FID Afrikastudien organisierten Workshops (VAD e. V., 2017) und 2022 in Zusammenarbeit mit open-access.network vorgestellt. Außerdem präsentiert der FID Afrikastudien in der African Studies Toolbox regelmäßig relevante Informationen zum Thema Open Access , z. B. eine Reihe zum Zweitveröffentlichungsrecht sowie Open-Access-Initiativen von Verlagen mit Reihen zu afrikabezogener Forschung. Letztere Initiativen werden im Abschnitt Open-Access-Bücher auf dieser Seite näher ausgeführt. Open-Access-Zeitschriften Da die Afrikastudien interdisziplinär arbeiten, gibt es kein spezifisches Stichwort zur Suche im Directory of Open Access Journals (DOAJ). Zeitschriften aus Südafrika sind mit 141 Titeln besonders gut repräsentiert, unter dem Stichwort African Studies finden sich 27 Zeitschriften (Stand: März 2024). Wichtige Open-Access-Zeitschriften sind: Africa Spectrum DOAJ Afriques : Débats, Méthodes et Terrains d'Histoire DOAJ Nordic Journal of African Studies DOAJ Journal of African Languages and Literatures DOAJ The African Journal of Information and Communication DOAJ Die Open-Access-Zeitschriften des Council for the Development of Social Science Research in Africa (CODESRIA) mit Sitz in Dakar wie zum Beispiel Africa Development , African Sociological Review , African Journal of International Affairs , Afrika Zamani gehören zu den Open-Access-Vorreitern der Afrikastudien. Sie sind, inklusive aller zurückliegenden Ausgaben, auf den Webseiten der CODESRIA verfügbar. Die Zeitschrift Africa Spectrum wird seit 1966 beim GIGA Institute for African Affairs (IAA) herausgegeben. Durch Förderung des Auswärtigen Amts , des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hansestadt Hamburg ist sie beim Verlag Sage Open Access verfügbar. Seit 2003 arbeitet die Zeitschrift eng mit der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland (VAD e.V.) zusammen. Mitglieder der VAD stützen diese Zusammenarbeit als Redakteur*innen, als Mitglieder des Editorial Board, als Autor*innen sowie im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens . Ein Abonnement der Druckausgabe ist außerdem in der VAD-Mitgliedschaft enthalten ( Dual Publishing ). African Journals Online (AJOL) ist ein südafrikanischer Online-Dienst, der Zugang zu in Afrika veröffentlichten Forschungsarbeiten bietet und 485 Open-Access-Zeitschriften auflistet (Stand: März 2024). Sabinet , ebenfalls in Südafrika gegründet, bietet Zugang zu Volltext-Zeitschriften aus oder über Afrika und listet 130 Open-Access-Zeitschriften auf (Stand: März 2024). Global Africa ist eine panafrikanische, internationale Zeitschrift, die sich der Verbreitung und dem Streben nach Exzellenz in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung auf dem afrikanischen Kontinent und seiner Diaspora widmet. Global Africa ist nach dem "Diamond Open Access"-Modell kostenlos in Volltext online verfügbar, sobald es auf der Website von Global Africa veröffentlicht wird, ohne Kosten für den Leser und ohne Artikelverarbeitungsgebühren (APC) für Autor*innen und ihre Institutionen. Was sind Open-Access-Zeitschriften? Hier finden Sie eine Einführung. Praxistipp Qualität von Zeitschriften – Wo publizieren und wo lieber nicht? open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Was sind Open-Access-Bücher? Hier finden Sie eine Einführung. open-access.network (2026) ( CC BY 4.0 International ) Open-Access-Bücher Unter dem Stichwort Africa listet das Directory of Open Access Books (DOAB) 42 Ergebnisse, unter dem Stichwort African History sind es 218 (Stand: März 2024). Hinzu kommen Bücher aus der Afrikanistik, also den afrikabezogenen Sprachwissenschaften, zum Beispiel die der Language Science Press . OAPEN verzeichnet unter der Rubrik Africa 25 Titel, unter African History sind es 116. Bei Open Book Publishers findet man unter dem Stichwort Africa Treffer aus unterschiedlichen Disziplinen. Außerdem gibt es eine Reihe von Open-Access-Büchern in der African Studies Collection des Verlags Routledge , die in Zusammenarbeit mit Knowledge Unlatched entstanden ist. Die Africa-Europe Group for Interdisciplinary Studies (AEGIS) veröffentlicht eine Buchreihe beim Verlag Brill , allerdings mit einer Embargofrist von zwei Jahren. Ergänzend zu den bei Brill verlegten Titeln listet die CODESRIA eine große Anzahl von Open-Access-Buchtiteln auf ihrer Website. African Minds ist ein nichtkommerzieller Open-Access-Verlag für wissenschaftliche Bücher mit Sitz in Kapstadt, Südafrika. African Minds publiziert vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Disziplinäre Repositorien Das wichtigste Repositorium der Afrikastudien ist AfricArXiv , ein kostenlos zugängliches digitales Archiv für afrikanische und afrikabezogene Forschung, das vom Open Science Framework (OSF) gehostet wird. Es bietet eine Plattform für Arbeitspapiere, Preprints und akzeptierte Manuskripte ( Postprints ). Es gibt auch Optionen zum Verknüpfen von Forschungsdaten und Code sowie zur Artikelversionierung. AfricArXiv ist multidisziplinär, aber aufgrund des Fokus auf Forschung aus Afrika stellt es eine wertvolle Ressource für die Afrikastudien dar. Das International African Institute (IAI) in London hat in Zusammenarbeit mit AfricArXiv ein interaktives Mapping von digitalen Repositorien in Afrika erstellt. Dieses interaktive Mapping identifiziert und listet institutionelle Repositorien in Afrika auf, wobei der Schwerpunkt ursprünglich auf der Identifizierung von Repositorien an afrikanischen Universitätsbibliotheken lag. Mittlerweile umfasst es auch andere Einrichtungen und deren Dokumentenserver wie zum Beispiel staatliche und internationale Repositorien. Das Mapping stellt überdies die Beziehungen zwischen den Forschungsrepositorien dar. Eine Übersicht zu Repositorien des afrikanischen Kontinents bietet auch das Open Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) in seiner Länderübersicht . Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Rechtliches Hier finden Sie ein Einführung. Open Access Helpdesk Gerne berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. oa.finder Der oa . finder zeigt Ihnen aus zehntausenden Zeitschriften, welche Gold Open Access sind, ob sie APCs erheben und wie hoch diese sind. Außerdem können Finanzierungsmodalitäten der eigenen Einrichtung angezeigt werden. Sonstige Angebote Der Fachinformationsdienst (FID) Afrikastudien an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main bietet der Forschungscommunity in den Afrikawissenschaften einen OJS-Hosting-Service an, der bei der Etablierung einer Open-Access-Zeitschrift unterstützt. Dieser Service umfasst sowohl die technische Bereitstellung, Wartung und regelmäßige Aktualisierung von OJS auf einem dauerhaft verfügbaren Server als auch die Beratung und praktische Unterstützung bei der konzeptionellen Gestaltung und Einrichtung der Zeitschrift(en). Literatur The Journal Impact Factor in African Studies. (2022). African Studies Library. https://africanstudieslibrary.org/en/toolbox/the-journal-impact-factor-in-african-studies/ VAD e. V. Vereinigung für Afrikastudien in Deutschland (2017). Open Access Workshop des FID Afrikastudien . https://www.vad-ev.de/oa-workshop/ Weiterführende Literatur Bezuidenhout, L., Havemann, J., Kitchen, S., De Mutiis, A., & Owango, J. (2020). African Digital Research Repositories: Mapping the Landscape [Data set] . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.3732172 Bezuidenhout, L., Havemann, J., Kitchen, S., De Mutiis, A., & Owango, J. (2020). African Digital Research Repositories: Mapping the Landscape [preprint] . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.3732274 Bearbeitung der Inhalte dieser Seite: Dr. Anne Schumann-Douosson, Fachinformationsdienst Afrikastudien (Stand: Juli 2024)....