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  1. Implementierung von Open Access

    Intro Open Access in 60 Sekunden Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Open Access in 60 Sekunden, open-access.network. https://doi.org/10.5446/50831 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Die Einführung von Open Access sollte strategisch gemeinsam von Leitungsebene und Bibliothek umgesetzt werden. 2 Die Einrichtung, die Open Access implementiert, sollte sich mit einer Open Access Policy klar zu Open Access bekennen. 2 Infrastruktur-Angebote an Wissenschaftler*innen zur praktischen Umsetzung von Open Access sind essenziell. Open Access implementieren Open Access verbessert den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen und erhöht die Sichtbarkeit einer Wissenschaftsinstitution. Die Prinzipien des Open Access werden von Forschenden durchaus akzeptiert und geschätzt ( Dallmeier-Tiessen et al., 2011; Ross-Hellauer et al., 2017 ), doch es bedarf konkreter Maßnahmen, um Open Access praktisch zu implementieren. Wie steht die Politik zu Open Access? Hier finden Sie eine Einführung. Open Access Policies Hier finden Sie eine Einführung. Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Praxistipp Im Praxistipp Open Access unterstützen - Praxistipps für Hochschulen finden Sie Tipps, wie Open Access von Hochschulseite unterstützt werden kann. Rolle der Hochschulleitung Für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung von Open Access ist eine strategische Befürwortung durch die Leitung einer Institution eine wichtige Voraussetzung. Eine klare Positionierung, z. B. in Form einer Policy , vermittelt mit gewissem Nachdruck, dass die offene Bereitstellung von Forschungsergeb­nissen an der Einrichtung geschätzt und gefördert wird. So können von zentraler Stelle aus ein nachhaltiger Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sowie nötige Umschichtungen befördert werden. Bei der praktischen Umsetzung von Open Access ist eine Zusammenarbeit der Einrichtungsleitung mit Bibliothek und Rechenzentrum zentral, da dort i. d. R. die Maßnahmen umgesetzt und die Services angeboten werden. Rolle der Bibliotheken Bibliotheken sind wichtige Akteure im Bereich Open Access. Sie sind bewährte Mittler*innen der Literatur- und Informationsversorgung und kümmern sich um die Beschaffung und Bereitstellung sowohl gedruckter als auch elektronischer Medien. An vielen Einrichtungen übernehmen sie gemeinsam mit dem Rechen­zentrum einen großen Teil der praktischen Umsetzung von Open-Access-Ange­boten, z. B. als Betreibende von Hochschulschriftenservern und Repositorien , indem sie Unterstützung bei der Gründung von Open-Access-Zeitschriften leisten oder selbst Universitätsverlage gründen. Meist übernehmen sie auch die Verwaltung von Open-Access-Publikationsfonds . In der Regel sind Bibliotheken auch diejenigen, die innerhalb ihrer Institution ein Bewusstsein für Open Access schaffen und die Open-Access-Transforma­tion vorantreiben. Sie stehen im engen Kontakt mit den Fachbereichen und kennen deren Interesse und Bedarfe an Open-Access-Angeboten. Darüber hinaus sind sie gut mit der Bandbreite fachlicher Angebote und Erfordernisse im Bereich Open Access vertraut. Im Folgenden werden konkrete Maßnahmen zur Einführung und Umsetzung von Open Access aufgezeigt. Sinnvoll ist dabei eine intensive Zusammenarbeit von Bibliothek, Forschenden, Rechenzentrum und Einrichtungsleitung. Open Access zu implementieren umfasst nicht nur die Bereitstellung einer technischen Infrastruktur, sondern auch umfassende, zielgruppenspezifische Marketingaktivitäten zu Open Access. Praxistipp Im Praxistipp Open Access unterstützen - Praxistipps für Hochschulbibliotheken finden Sie Tipps, wie Open Access vonseiten der Bibliotheken unterstützt werden kann. Diese Maßnahmen haben sich zur Implementierung von Open Access bewährt: Unterzeichnung der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen Die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen kann von wissenschaftlich arbeitenden oder wissenschafts­fördernden Institutionen , sowie Kultureinrichtungen (z. B. Bibliotheken oder Museen) unterschrieben werden. Bei Interesse daran sollten Einrichtungsleitungen mit dem Präsidium der Max-Planck-Gesellschaft in Kontakt treten. Mit der Unterzeichnung bekennt sich eine Institution dazu, die wissenschaftliche Diskussion durch die konsequente Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten zu fördern und wissenschaftliche Erkenntnisse einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Verabschiedung einer Open Access Policy Die nachhaltigste Möglichkeit, den Open-Access-Gedanken in einer In­stitution zu implementieren, liegt in der institutionellen Selbstverpflich­tung, z. B. in Form einer offiziellen Policy bzw. Leitlinie zu Open Access oder Open Science. Neben einem Bekenntnis der Institution zu Open Access/Open Science enthält sie in der Regel die Aufforderung an die Einrichtungsmitglieder, Publikationen Open Access zur Verfügung zu stellen. Dies kann entweder unmittelbar durch eine Veröffentlichung auf dem goldenen Weg geschehen oder - im Rahmen der rechtlichen Mög­lichkeiten - durch die parallele Zweitveröffentlichung der Publikationen in institutionellen Repositorien. Einen beispielhaften Aufbau und zentrale Inhalte eines Policy-Dokumentes haben wir hier auf der Seite Open Access Policies zusammengefasst. ROARMAP listet Open-Access-Mandate und -Richtlinien von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Forschungsförderern der ganzen Welt auf. Institutionen können auch eigene Anreizsysteme für Open Access schaffen. So kann beispielsweise im Rahmen der leistungsorientierten Mittelvergabe auch Open Access als Bewertungskriterium berücksichtigt werden. Ernennung von Open-Access-Beauftragten Neben der Erarbeitung einer eigenen Open-Access-Leitlinie empfiehlt sich die Ernennung einer oder eines Open-Access-Beauftragten als zentrale Ansprechperson zu Open-Access-Themen, die als Schnittstelle zwischen der Bibliothek und den Interessen der Wissenschaftler*innen fungiert. Sie übernehmen eine beratende Rolle und sind umfassend – d.h. über Fächergrenzen hinaus – über die Entwicklung des wissenschaft­lichen Publikationsverhaltens informiert. Der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE hat eine Übersicht der Open-Access-Beauf­tragten an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen erstellt. Informationsmaterialien sowie Fortbildungen für Open-Access-Beauftragte bieten die Train-the-Trainer-Workshops des Projekts open-access.network. Durchführen von Informationsveranstaltungen Das Bekenntnis einer Institution zu Open Access alleine reicht nicht aus. Es ist auch wichtig, allen Mitgliedern deutlich zu machen, was dieses Be­kenntnis konkret für sie bedeutet. Das Thema Open Access sollte daher auch auf Ebene der Fachbereiche, der Institute und der Arbeitsgruppen erläutert werden. Wichtig beim Marketing für Open Access ist also eine breite und auf allen Ebenen stattfindende Informationsvermittlung. Jährlich in der dritten Oktoberwoche findet die internationale Open Access Week statt. Dabei wird das Thema Open Access weltweit an vielen verschiedenen Orten lokal aufgegriffen, um für den freien Zugang zu Wissen und Information aus öffentlich geförderter Forschung zu werben und vor Ort zu informieren. Diese Woche bietet einen guten Anlass, an der eigenen Einrichtung über Open Access zu informieren. Eine Reihe von Informationsmaterialien, die nachgenutzt werden können, findet sich auf der Seite Materialien sowie in der Zenodo-Community des Projekts open-access.network . Informationsvideos rund um Open Access gibt es im TIB AV Portal in der Serie des open-access.network . Aufbau und Vernetzung eines Repositoriums Neben strategischen und kommunikativen Maßnahmen bei der Umsetz­ung von Open Access sind auch konkrete Infrastrukturdienste notwendig, um Open-Access-Dokumente geeignet einstellen und präsentieren zu können. Hochschulschriften- und Dokumentenserver, in der Regel betrieben durch die jeweilige Bibliothek, sind mittlerweile an den meisten Einrich­tungen Standard. Mit dem Betrieb von institutionellen Repositorien werden Hochschulangehörigen professionell umfassende Publikations­services geboten. Diese reichen von der Veröffentlichung von Disserta­tionen und Schriftenreihen, über die Zweitveröffentlichung von Artikeln und Monografien bis hin zur Archivierung von Videoaufzeichungen, Postern und Präsentationsfolien. Detaillierte Informationen zum Aufsetzen und Betreiben von Repositorien finden sich auf der Seite Repositorien betreiben . In der Fokusgruppe Zweitveröffentlichung haben Anbietende von Zweitveröffentlichungsservices (ZVS) die Möglichkeit, sich zu praktischen und rechtlichen Fragen auszutauschen. Beispiele für institutionelle Publikationsdienste sind KOPS , das institutio­nelle Repositorium der Universität Konstanz, GRO.publications / GRO.­data für Text- und Datenpublikationen der Forschungseinrichtung­en in Göttingen oder das TIB AV-Portal der Technischen Informationsbiblio­thek (TIB) für wissenschaftliche Videos. Unterstützung bei der Gründung eigener Verlage und Zeitschriften Universitätsverlage widmen sich vorrangig Publikationen der eigenen Einrichtung. Beim Vertrieb traditioneller Bücher streben sie hohe Qualität zu fairen Preisen an. Neben gedruckten Veröffentlichungen publizieren Universitätsverlage auch Online-Ausgaben und unterstützen damit das Prinzip des Open Access. Der Betrieb der Verlage ist meist an Universi­tätsbibliotheken angesiedelt, die so nicht nur wissenschaftliche Inhalte beschaffen, sondern auch selbst Publikationsmöglichkeiten anbieten. Die Mehrheit der deutschsprachigen Universitätsverlage hat sich in der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage zusammengeschlossen, die u. a. hilfreiche Informationsmaterialien und Handreichungen zu verschiedenen Aspekten des Open-Access-Publizierens erarbeitet hat. Darüber hinaus können Institutionen ihren Forschenden auch bei der Gründung eigener Open-Access-Zeitschriften unterstützen. Viele Biblio­theken bieten dazu Beratungsangebote an oder leisten Unterstützung bei Fragen der konkreten Umsetzung. Detaillierte Informationen zum Gründen und Betreiben von Zeitschriften finden sich auf der Seite Zeitschriften herausgeben . Die Fokusgruppe scholar-led.network bietet einen Ort für in Eigenregie verlegte Zeitschriften und Herausgeber*innen-Kollektive gebührenfreier, von Großverlagen unabhängiger Publikationsprojekte. Aufbau eines Open-Access-Publikationsfonds Der Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren ist zentral für die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der wissenschaft­lichen Informationsversorgung. Ein ausgewiesener Etat für Publikations­gebühren sowie grundlegende Entscheidungen über den Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren sind sinnvoll und können ein wirk­sames Instrument sein, um die ökonomischen Beziehungen zwischen wissenschaftlicher Einrichtung und Verlagen neu zu organisieren. Viele Einrichtungen bieten hierfür institutionelle Open-Access-Publika­tionsfonds an, häufig über die Bibliothek der Einrichtung verwaltet. Mit diesem Fonds übernimmt die Einrichtung Kosten, die bei der Publikation von Open-Access-Artikeln oder - Büchern ihrer Forschenden anfallen. Bibliotheken bieten sich hier als Verwaltungsinstanz an, da sie langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Verlagen besitzen und so über die entsprechenden Kontakte verfügen. Mit den spezifischen Herausforde­rungen rund um Aufbau und Betrieb von Open-Access-Monografien­fonds setzt sich die gleichnamige Fokusgruppe auseinander. Verankerung von Open Access in der gesamten Institution Um Open Access nachhaltig und umfassend zu implementieren, ist es wichtig, das Bewusstsein für Open Access über die Ebene der Leitung und der Bibliothek hinaus zu schärfen. Auch Wissenschaftler*innen, Promovierende, Studierende und das wissenschaftsunterstützende Per­sonal sollten daher in Öffentlichkeitsarbeit und Marketingmaßnahmen eingeschlossen werden. Dies gilt in hohem Maße auch für die Bereiche der Verwaltung, die mit den Anforderungen von Forschungsförder­institutionen und mit der Messung des wissenschaftlichen Outputs zu tun haben. Zudem kann der Open-Access-Gedanke nachhaltig verbreitet werden, wenn er schon früh dem wissenschaftlichen Nachwuchs nahe­gelegt wird, etwa in Studienseminaren oder Graduiertenprogrammen. Literatur Dallmeier-Tiessen, S., Darby, R., Goerner, B., Hyppoelae, J., Igo-Kemenes, P., Kahn, D., Lambert, S., Lengenfelder, A., Leonard, C., Mele, S., Nowicka, M., Polydoratou, P., Ross, D., Ruiz-Perez, S., Schimmer, R., Swaisland, M., & van der Stelt, W. (2011). Highlights from the SOAP project survey. What Scientists Think about Open Access Publishing . ArXiv. https://arxiv.org/abs/1101.5260 Ross-Hellauer, T., Deppe, A., & Schmidt, B. (2017). Survey on open peer review: Attitudes and experience amongst editors, authors and reviewers. PLOS ONE, 12 (12). https://doi.org/10.1371/journal.pone.0189311 Weiterführende Literatur Canadian Association of Research Libraries. (2020). CARL Institutional Open Access Policy Template and Toolkit . Version 1.0. https://www.carl-abrc.ca/oa-policy-template-and-toolkit/ Europäische Kommission. (2012). Online survey on scientific information in the digital age . http://dx.doi.org/10.2777/36123 Fournier, J., Klages, T., & Pampel, H. (2012). Open-Access-Strategien für wissenschaftliche Einrichtungen: Bausteine und Beispiele . Arbeitsgruppe Open Access der Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. https://doi.org/10.2312/allianzoa.005 Harvard Open Access Project (HOAP). (2021). Good practices for university open-access policies . Cyber.Harvard.edu. https://cyber.harvard.edu/hoap/Good_practices_for_university_open-access_policies Jacobs, N. (2019). Implementing open access. Practical steps your institution can take to make progress on the open access journey . Jisc. https://www.jisc.ac.uk/guides/implementing-open-access Jisc. (2019, October 21). Managing your open access costs . Jisc. https://www.jisc.ac.uk/guides/managing-your-open-access-costs Pieper, D. (2020). Kostenmonitoring von Open-Access-Publikationen: Chancen und Herausforderung für Bibliotheken . Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4118210 Rösch, H., Geschuhn, K., Barbers, I., Bove, K., Pohlmann, T., & Satzinger, L. (2022). Open Access ermöglichen: Open Access-Transformation und Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken – ein praktischer Leitfaden . https://doi.org/10.5281/zenodo.6090208 Wissenschaftsrat (2022). Empfehlungen zur Transformation des Wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access; Köln. https://doi.org/10.57674/fyrc-vb61 ....

  2. Open Access Politische Rahmenbedingungen

    Erfahren Sie mehr zur politischen Umsetzung von Open Access Positionen der Politik Open-Access-Transformation Open Access Policies...

  3. Open Access Repositorien betreiben

    Intro Publizieren in Repositorien Quelle: verändert nach Koch, M. (2015). Publizieren über das Repositorium der Leibniz Universität Hannover. TIB Blog Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Zum Anlegen eines Repositoriums benötigen Sie u.a. eine geeignete Software. Die meisten Software-Optionen sind Open Source und kostenfrei nutzbar. 2 Sie sollten Ihr Repositorium in Ihrer Institution gut bewerben und verankern. 3 Es ist wichtig, dass Sie Ihr Repositorium gut vernetzen, um es sinnvoll in Mehrwertdienste einzubetten. Diese Vernetzung ist auch für die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der eingestellten Dokumente zentral. Zentrale Fragen Beim Aufbau und Betrieb von Repositorien gibt es einiges zu beachten. Dieser Artikel widmet sich den folgenden zentralen Fragen: Wie richte ich die Grundlage für ein Repositorium ein? Wie kann ich ein Repositorium bewerben und Dokumente einwerben? Was muss ich in rechtlicher Hinsicht beachten? Wie vernetze ich mein Repositorium mit anderen Diensten? Grundlagen einrichten Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Fokusgruppe: Zweitveröffentlichung Diskutieren Sie mit Expert*innen über Zweitveröffentlichung. Helpdesk Gern berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. Plan S Repository Self-Assessment Tool Mithilfe dieses Tools des OpenDOAR können Repositorienbetreiber*innen überprüfen, ob ihr Repositorium den Anforderungen des Plan S entspricht. Einen guten ersten Überblick zum Aufbau von Repositorien bietet der Leitfaden zum Aufbau von Open-Access-Publikationsplattformen ( Beringer & Arning, 2020 ). Im Wesentlichen benötigt man zum Starten einen Server und eine geeignete Software. Das Einrichten und Betreiben eines Repositoriums sollte man gerade in technischer Hinsicht nicht unterschätzen. Falls die Institution, an der das Repositorium angesiedelt werden soll, über kein IT-Personal verfügt, welches für den Aufbau eines Repositoriums qualifiziert ist, empfiehlt es sich, auf externe Service-Anbieter wie z.B. Bibliotheken oder Bibliotheksverbünde zurückzugreifen. In Baden-Württemberg z.B. werden diverse Repositorien vom BSZ gehostet , in Berlin und Brandenburg vom KOBV . Der GBV ist hier in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen aktiv. Darüber hinaus gibt es kommerzielle Anbieter wie OpenRepository . In Deutschland sind die meisten Software-Optionen Open Source, kostenlos verfügbar und besitzen ähnliche Basis-Funktionen: Sie können Materialien nach einem Upload bereitstellen und mit Metadaten versehen. Sie können Metadaten über verschiedene standardisierte Schnittstellen (u.a. OAI-PMH ) einsammeln und zur Verfügung stellen. Gängige Anwendungen für Open-Access - und Forschungsdaten repositorien, Hochschulbibliografien und digitale Sammlungen sind etwa DSpace , EPrints , OPUS , Invenio/CDSware oder MyCoRe , während e-journalbezogene Repositorien zumeist mit OJS arbeiten ( Weimar, 2020 ). Die deutsche Initiative für Netzwerkinformation bietet einen Überblick da­rüber, welcher Publikationsdienst welche Plattform verwendet. Darüber hinaus beschreibt sie in ihrem DINI-Zertifikat die technischen und organisatorischen Anforderungen an Repositorien (mehr dazu im Kapitel Wie vernetze ich mein Repositorium mit anderen Diensten? ). Auch wenn v.a. in der Anfangsphase eines Repositoriums die DINI-Zertifizierung noch in weiter Ferne zu liegen scheint, ist eine Orientierung an den Anforderungen sinnvoll. Repositorium bewerben & Dokumente einwerben Nicht allen Wissenschaftler*innen erschließt sich der Nutzen eines Reposito­riums sofort ( Euler, 2018 ). Überzeugungsarbeit ist besonders dann nötig, wenn Autor*innen zu Open Access aufgefordert, aber nicht verpflichtet werden. Was also können Sie tun, um zur Nutzung Ihres Repositoriums anzuregen? Sprechen Sie Wissenschaftler*innen gezielt an Erfahrungsgemäß sind Öffentlichkeitsarbeit und offene Kommunikation mit Wissenschaftler*innen zielführend ( Rodrigues et al., 2017 ): Je gezielter die Ansprache, desto größer die Erfolgsaussichten ( Euler, 2018 ). Sprechen Sie Wissenschaftler*innen an, die auf ihrer eigenen Webseite veröffentlichen. Erfahrungsgemäß erfassen sie schnell die Vorteile eines Repositoriums. Sie eignen sich überdies als Multiplikator*innen und können so weitere Personen von der Nutzung eines Repositoriums überzeugen. Dasselbe gilt für Personen, die bereits Erfahrungen mit Open Access gemacht haben. Vielen dürfte diese Rolle nicht bewusst sein - sprechen Sie diese also gezielt an. Je höher das Renommee der Multiplikator*innen, desto größer tendenziell auch ihr Erfolg. Verankern Sie Ihr Repositorium in Ihrer Institution bzw. in Fachkreisen Die Attraktivität eines Repositoriums - ob institutionell oder disziplinär - steigt, wenn es als vernetzter Service mit Mehrwerten für verschiedene Zielgruppen (z. B. Autor*innen) wahrgenommen wird ( Müller & Scholze, 2012; Euler, 2018; Macgregor, 2020; Rodrigues et al., 2017 ). Machen Sie also Werbung für Ihr Repositorium. Theoretisch lassen sich Repositorien am besten füllen, indem Einrich­tungen ihre Wissenschaftler*innen per Erklärung (Mandat) dazu verpflichten, im Repositorium zu veröffentlichen. In Deutschland ist dies nach aktueller Rechtslage nicht realisierbar, jedoch räumt das Gesetz über die Hochschulen in Baden-Württemberg (§ 44 Abs. 6) den Hochschulen ein, "die Angehörigen ihres wissenschaftlichen Personals durch Satzung [zu] verpflichten, das Recht auf nichtkommerzielle Zweitveröffentlichung nach einer Frist von einem Jahr nach Erstveröffentlichung für wissenschaftliche Beiträge wahrzunehmen, die im Rahmen der Dienstaufgaben entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung erschienen sind". Zumindest diese Mandatsform ist für institutionelle Repositorien also teilweise möglich. Anders in der Schweiz, in Österreich und bei von der EU geförderten Projekten: Institutionen wie die Universitäten St. Gallen und Zürich verpflichten zu Open Access, sofern dem rechtlich nichts im Weg steht. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) verpflichtet seit 2020 dazu, Resultate zu 100% Open Access zu veröffentlichen. Dasselbe Prinzip gilt für den FWF sowie für Publikationen aus EU-Projekten ( Europäische Kommission, 2021, S. 108 ). Als Betreiber*in eines institutionellen Repositoriums sollten Sie überdies die Hochschulleitung regelmäßig über den aktuellen Stand Ihres Reposi­toriums informiert halten. Open Access unterstützende Hochschulleitun­gen sind wichtige strategische Partner für Betreiber*innen institutioneller Repositorien. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Repositorium online möglichst präsent ist - institutionelle Repositorien sollten auf der Webseite der Institution gut sichtbar eingebettet werden, während disziplinäre Repositorien an für das Fach besonders zentralen Orten im Web erwähnt werden sollten. Nutzen Sie überzeugende Argumente Argumentieren Sie mit den Gründen für Open Access (z. B. Zitierhäufig­keit, Sichtbarkeit und dauerhafte Verfügbarkeit). Vergegenwärtigen Sie sich auch Vorbehalte , damit Sie überzeugend gegenargumentieren können. Viele Institutionen und Organisationen unterstützen Open Access. Erwähnen Sie dies im Gespräch mit Wissenschaftler*innen und nennen Sie Fürsprecher, die in den jeweiligen Forschungskontexten relevant sind. Nutzen Sie den Umstand, dass Projektbewilligungen häufig an die Bedingung geknüpft sind, dass projektbezogene Publikationen kostenlos zugänglich gemacht werden müssen. Hierfür bieten sich Repositorien optimal an. Gestalten Sie die Nutzung des Repositoriums angenehm Oft empfinden Wissenschaftler*innen das Einpflegen von Daten in Repo­sitorien als aufwändig, speziell das Eintragen von Metadaten. Gestalten sie diese Prozesse also möglichst zeitökonomisch bzw. nehmen Sie den Wissenschaftler*innen diese Arbeit ab. So wächst ihre Bereit­schaft zur Nutzung des Repositoriums ( Euler, 2018; Tobias, 2018; Voigt & Dittmann, 2019 ). Eine weitere Möglichkeit liegt im Vernetzen des Reposi­toriums mit Diensten, in denen die Informationen bereits hinterlegt sind (siehe auch Müller & Scholze, 2012; Macgregor, 2020; Rodrigues et al., 2017 ) - z. B. der universitären Jahresbibliografie oder einem Forschungs­informationssystem. So müssen weniger oder keine Daten händisch hinterlegt werden. Viele Institutionen, darunter die Universitäten Augsburg und Konstanz, bieten zur Unterstützung der Wissenschaftler*innen Zweitveröffent­lichungsservices an. Auch Handreichungen zu Zweitveröffentlichungen können Forschenden weiterhelfen. Machen Sie das Repositorium attraktiv für Wissenschaftler*innen Ermöglichen Sie, dass persönliche Publikationslisten aus dem Reposito­rium erstellt werden können, um diese in anderen Diensten nachnutzen zu können. Aufgrund des Umstands, dass die Forscher*innen diese Listen in verschiedenen Kontexten (z. B. Einwerben von Drittmitteln) nutzen können, steigt ihre Bereitschaft zur Nutzung des Repositoriums. Organisieren Sie Informations- und Schulungsveranstaltungen Vorträge und Workshops sind wichtig, um ein Bewusstsein für Open-Access-Themen wie Repositorien zu schaffen. Halten Sie also Präsentationen zu Ihren Open-Access-Services in Gremien, Instituten oder Kolloquien, sowie auf Fachtagungen oder -konferenzen. Auch Veranstaltungen während der Open Access Week können sinnvoll sein. Gehen Sie auch auf die für Wissenschaftler*innen technisch relevante Seite ein, z. B. das Hochladen von Dokumenten. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Rechtliches Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Open Policy Finder Eine Übersicht über Open-Access-Archivierungsregeln von Verlagen finden Sie hier. Offene Lizenzen für offene Wissenschaft Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Offene Lizenzen für offene Wissenschaft, open-access.network. https://doi.org/10.5446/52864 ( CC BY 3.0 DE ) In erfreulich vielen Fällen dürfen Dokumente in Repositorien eingestellt werden. Open Policy Finder informiert über die Regelungen zahlreicher Verlage, was eine zusätzliche Selbstarchivierung der im Verlag veröffentlichten Texte in Reposito­rien angeht ( Tobias, 2018; Voigt & Dittmann, 2019 ). Beachten Sie, dass Verlage hier oft zwischen der Erlaubnis zur Verfügbarmachung von Preprints und Post­prints unterscheiden. Nicht immer darf die Verlagsfassung online gestellt werden, in vielen Fällen darf nur eine akzeptierte Manuskriptfassung verwendet werden. Es ist zu bedenken, dass bei widerrechtlich eingestellten Dokumenten haftungs­rechtliche Mechanismen greifen. Es stellt sich also die Frage, wer für die öffent­lich bereitgestellten Inhalte verantwortlich ist. Am besten lassen Sie sich von den Autor*innen einen Auftrag zum Einstellen der Dokumente ins Repositorium geben ( Voigt & Dittmann, 2019 ). Aus diesem sollte hervorgehen, auf Basis wel­cher Rechtslage das Dokument im Repositorium liegt. Ein Beispiel einer sol­chen Lizenzvereinbarung finden sie auf der Homepage der Universitätsbibliothek Osnabrück . In jedem Fall sollten Sie Kenntnis über die haftungsrechtlichen Konsequenzen einer potenziellen Zuwiderhandlung besitzen, um das Risiko im Vorfeld einschätzen und vertraglich einschränken zu können (siehe auch: Länderspezifische Infos zum Haftungsrecht in unserer Rechtssektion ). Dokumente, welche unter einer Open-Content-Lizenzen stehen, sind rechtlich eindeutiger definiert als Dokumente, deren Rechte (möglicherweise) teilweise bei einem Verlag liegen. Open-Content-Lizenzen sind standardisiert, folglich können Sie gut nachvollziehen, inwieweit ein Dokument auf Ihrem Repositorium bereitgestellt werden darf. Dies gilt besonders für die im Wissenschaftsbereich weit verbreiteten Creative-Commons-Lizenzen . Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) Es empfiehlt sich, Ihr Repositorium hier in das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) eintragen zu lassen. In OpenDOAR finden Aggregatoren gezielt relevante Repositorien und werten die technischen Informationen für die Nachnutzung aus. Vernetzung mit anderen Diensten Es ist wichtig, dass Sie Ihr Repositorium mit anderen Diensten vernetzen, um es z. B. gelungen in Mehrwertdienste einzubetten ( Müller & Scholze, 2012; Rodrigues et al., 2017 ). Auch für die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der eingestellten Dokumente ist Vernetzung zentral ( Müller & Scholze, 2012 ). Wie genau dies umgesetzt werden kann, wird im Folgenden anhand von Initiativen und Projekten erläutert, die sich der Vernetzung verpflichtet haben. Suchmaschinen: BASE und Google Die von der Universitätsbibliothek Bielefeld betriebene Suchmaschine BASE ist auf wissenschaftliche Webdokumente, u.a. Texte in Reposito­rien, spezialisiert. Sie zählt zu den weltweit größten derart spezialisierten Suchmaschinen - es ist also wichtig, dass Dokumente Ihres Reposito­riums mithilfe von BASE gefunden werden können. Dazu können Sie hier prüfen, ob ihr Repositorium bereits als Datenlieferant indexiert ist und es BASE ggfs. zur Indexierung vorschlagen. Zwingende Voraussetzung einer Indexierung ist, dass die Metadaten der Dokumente über eine valide OAI-PMH-Schnittstelle zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt sollte Ihr Repositorium auch für gängige Suchmaschinen wie Google optimiert werden ( Rajski, 2018 ), damit Dokumente gut auffindbar sind. Schließlich ist v.a. Google Scholar für viele Forscher*innen ein wichtiger erster Einstiegspunkt beim Suchen nach wissenschaftlichen Artikeln ( Rajski, 2018 ). In diesem Zusammenhang sollte die Sitemap des Repositoriums als maschinenlesbares Inhaltsverzeichnis verstanden werden. Es ist wichtig, dass dieses Inhaltsverzeichnis alle Links enthält, welche von den Suchmaschinen erfasst werden sollten. Wichtig ist dabei auch, dass das letzte Änderungsdatum der Seiten aufgeführt wird. Darü­ber hinaus sollten die Seiten mit beschreibenden Metadaten versehen werden, diese sollten gemeinsam mit dem Link zum Volltext versteckt im maschinenlesbaren HTML- < head > der Seite hinterlegt werden. Je vollständiger die Meta-Tags, desto verlässlicher kann die Suchmaschine verschiedene Quellen zusammenführen. Auch Volltexte bis zu einer Größe von 5 MB können so in den Index aufgenommen und über Google Scholar gefunden werden ( Rajski, 2018 ). DINI-Zertifikat Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) hat sich zum Ziel gesetzt Informations- und Kommunikationsdienstleistungen an wissenschaftlichen Institutionen zu verbessern. Dieses Ziel soll u.a. durch eine Weiterentwicklung der institutionellen Informationsinfrastrukturen erreicht werden. In diesem Zusammenhang unterstützt DINI den Aufbau von Repositorien. Durch weltweit zugängliche und längerfristig gesicherte Publikationen soll wissenschaftliche Kommunikation national wie international quali­tativ verbessert werden. In diesem Rahmen entstand das DINI-Zertifikat zur Qualitätssicherung von Open-Access-Repositorien und -Publikations­diensten. Es verfolgt hinsichtlich Repositorien drei Hauptziele ( Müller & Scholze, 2012 ): Es beschreibt die an Repositorien gerichteten Anforderungen detai­lliert: Repositorien werden als Dienstleistungen des wissenschaftli­chen Publizierens verstanden. Diese Dienstleistungen bestehen aus folgenden Komponenten: Technik, Personal, Organisation und Prozesse. Es zeigt auf, wie sich Repositorien technisch und organisatorisch weiterentwickeln können. Es dokumentiert, ob Standards und Empfehlungen eingehalten werden. Diese Dokumentation ist für Repositoriennutzer*innen und -betreiber*innen einsehbar. Da das elektronische Publizieren ebenso wie die damit verbundenen Standards raschen Wandlungen unterliegen, wird das Zertifikat regelmäßig aktualisiert. OpenAIRE Compliance und die Sichtbarkeit von Repositorien Dokumente können erheblich besser gesichtet und nachgewiesen werden, wenn sie in Repositorien abgelegt werden, die bestimmten Vorgaben entsprechen. Diese gehen auf das 2009 gestartete Projekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) zurück. In diesem Kontext wurden Metadaten-Elemente definiert, mit deren Hilfe Repositorien Dokumente auszeichnen können, um diese im Sinne des Prinzips der enhanced publications mit weiteren Materialien zu verknüpfen ( Kaiser & McNeill, 2019 ). So können beispielsweise Verknüpfungen mit Forschungsdaten oder Projektförderinformationen vorgenommen werden. Auch Informationen über Wissenschaftler*innen können so eingebettet werden. Verschiedene Softwarelösungen für Repositorien bieten inzwischen Schnittstellen zur Sicherstellung der OpenAIRE-Compliance. Falls beispielsweise ein lokales Repositorium die für DSpace oder EPrints notwendigen Metadaten-Schemata nicht nach OpenAIRE-Vorgaben erfüllt, kann die Verknüpfung mit weiteren Materialien manuell über das OpenAIRE-Portal erfolgen. Dieses Portal erlaubt dabei eine gezielte Suche nach Publikationen, Daten, Projekten oder Personen. Confederation of Open Access Repositories (COAR) Auch die Confederation of Open Access Repositories (COAR) verfolgt das Ziel, Repositorien für Wissenschaftler*innen attraktiver zu machen. Dies soll erreicht werden, indem die Sichtbarkeit, Verbreitung und Verwertbarkeit wissenschaftlicher Materialien auf Open-Access-Repositorien mittels organisatorisch-technischer Absprachen erhöht werden ( Rodrigues et al., 2017 ). Im Gegensatz zum DINI-Zertifikat findet dies auf internationaler Ebene statt. Zentral ist dabei die Vernetzung der Repositorien mit der bestehenden Infrastruktur ( Rodrigues et al., 2017 ). Überdies sind der Austausch unter Repositorienbetreiber*innen sowie die Entwicklung von Modellen und Strategien der Content-Gewinnung von großer Bedeutung ( Rodrigues et al., 2017 ). BASE BASE (Bielefeld Academic Search Engine) ist eine der weltweit größten Suchmaschinen für wissenschaftliche Web-Dokumente. Der Index umfasst über 240 Millionen Dokumente von über 8.000 Datenlieferanten. Praxistipp Im COAR Community Framework for Best Practices in Repositories finden sich praktische Tipps und Hinweise für Repositorienbetreiber*innen. Literatur Beringer, C., & Arning, U. (2020). Leitfaden zum Aufbau von Open-Access- Publikationsplattformen für den Goldenen und Grünen Weg. Publisso. ZB MED-Publikationsportal Lebenswissenschaften. https://doi.org/10.4126/FRL01-006419770 Euler, E. (2018). Repositorien und ihre Bedeutung für die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1204919 European Commission. (2021). Horizon Europe (HORIZON). Euratom Research and Training Programme (EURATOM). General Model Grant Agreement. EIC Accelerator Contract. https://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/docs/2021-2027/common/agr-contr/general-mga_horizon-euratom_en.pdf Kaiser, O., & McNeill, G. (2019). OpenAIRE für RepositorymanagerInnen - Wie Repository ManagerInnen Open Science unterstützen können. Mitteilungen der VÖB, 72 (2), 373–382. https://doi.org/10.31263/voebm.v72i2.2815 Macgregor, G. (2020). Enhancing Content Discovery of Open Repositories: An Analytics-Based Evaluation of Repository Optimizations. Publications, 8(1) (8). https://doi.org/10.3390/publications8010008 Müller, U., & Scholze, F. (2012, November 14). Aufbau und Vernetzung eines Repositoriums. das bibliothekswesen. Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen. https://www.dasbibliothekswissen.de/Aufbau-und-Vernetzung-eines-Repositoriums.html Rajski, B. (2018). ABI Technikfrage. Wie kommt das Repositorium in die Suchmaschine? ABI Technik, 38 (1), 116. https://doi.org/10.1515/abitech-2018-0017 Rodrigues, E., Bollini, A., Cabezas, A., Castelli, D., Carr, L., Chan, L., Humphrey, C., Johnson, R., Knoth, P., Manghi, P., Matizirofa, L., Perakakis, P., Schirrwagen, J., Selematsela, D., Shearer, K., Walk, P., Wilcox, D., & Yamaji, K. (2017). Next Generation Repositories: Behaviours and Technical Recommendations of the COAR Next Generation Repositories Working Group. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1215013 Tobias, R. (2018). Optimierung der Workflows für Zweitveröffentlichungen – der „Grüne Weg“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). O| bib. Das offene Bibliotheksjournal, 5 (4), 71–83. https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H4S71-83 Voigt, M., & Dittmann, S. (2019). 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Archivalia. https://archiv.twoday.net/stories/3264283/...

  4. Open Access umsetzen

    Hier können Sie sich über die praktische Anwendung von Open Access informieren Zeitschriften herausgeben Repositorien betreiben Implementierung von Open Access Zeitschriften transformieren...

  5. Open-Access-Policies

    Intro Zehn Gründe für Open Access Quelle: verändert nach Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4643859 ( CC BY 4.0 International ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Es gibt auf wissenschaftspolitischer, institutioneller und wissen­schaftsfördernder Ebene Policies zu Open Access und Open Science. 2 Forschungseinrichtungen können eigene Open Access Policies modular erstellen. 3 Zentrale Elemente einer Open Access Policy sind: Präambel, Selbst­beschreibung, Absichtserklärungen und Begründungen, Handlungs­empfehlungen sowie Hinweise auf technische Services und Bera­tungsangebote. Ziele Im Zuge der Maßnahmen zur Etablierung von Open Access haben sich insbe­sondere auf Ebene der Hochschulen und der nichtuniversitären Forschungs­einrichtungen Open Access Policies als viel genutztes Instrument etabliert. Konkret verfolgen Open Access Policies diese Ziele: Sie sollen Unterstützung für die Open-Access-Bewegung zum Ausdruck bringen. Sie positionieren Einrichtungen im Diskurs zu Open Access. Sie sollen Angehörige der Institution zum Open-Access-Publizieren animieren. Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich Open Access werden dabei zunehmend in den größeren Open-Science-Kontext eingebettet. Dieser Text bietet zunächst einen Überblick über die wichtigsten Akteure der Forschungslandschaft und ihre Leitlinien, ehe konkrete Vorschläge zum Verfassen eigener Policies gemacht werden. Policies wichtiger Akteure Schwerpunktinitiative "Digitale Information" Auf wissenschaftspolitischer Ebene haben sich die großen außeruniversi­tären Forschungsorganisationen, die Hochschulrektorenkonferenz , der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Deutsche For­schungsgemeinschaft (DFG) zur Schwerpunktinitiative Digitale Informa­tion zusammengeschlossen. Diese wird auch als Allianz-Initiative bezeich­net. Ihr Leitbild enthält das Ziel "Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft­ler mit der bestmöglichen Informationsinfrastruktur auszustatten, die sie für ihre Forschung brauchen" ( Steuerungsgremium der Schwerpunktini­tiative "Digitale Information" der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen, 2017, S. 2 ). Des Weiteren setzt sie sich für den weiteren Ausbau des freien Zugangs zu wissenschaftlichem Wissen ein. Außerdem initiierte die Allianz-Initiative im Rahmen des Projekts DEAL bundesweite gemeinsame Lizenzverträge mit bislang zwei großen Wissenschaftsverla­gen in Form der Vereinbarungen mit Springer Nature (2020) und Wiley (2019). Universitäten und andere Hochschulen Zahlreiche Universitäten und andere Hochschulen haben Open Access Policies in der Form von Leitlinien oder Empfehlungen verabschiedet. Viele beschäftigen Open-Access-Beauftragte , die als Ansprechpartner*­innen für alle Open-Access-Themen auch die lokale Umsetzung von Open Access organisieren (Hübner & Riesenweber, 2018). Hochschulen und Universitäten sind weitgehend autonom. Zahlreiche Bundesländer verknüpfen im Rahmen ihrer Hochschulpolitik (Digitalisie­rungsstrategien, Zielvereinbarungen, Wissenschaftspläne, Hochschulge­setzgebung, etc.) die finanzielle Förderung mit dem Thema Open Access. Die Möglichkeiten für Hochschulen und Universitäten, Forscher*innen verbindliche Vorgaben zu machen, halten sich allerdings in Grenzen. Vie­le Hochschulen und Universitäten gehen daher den Weg, über Informa­tionsveranstaltungen und Dienstleistungen für Open Access zu werben und Wissenschaftler*innen so zum Open-Access-Veröffentlichen zu er­mutigen. Über Publikationsfonds für Open-Access-Artikel und für O pen-Access-Monografien und -Sammelbände können Bibliotheken da­rüber hinaus die Förderung von Open Access an bestimmte Bedingungen knüp­fen und so Qualitätsstandards setzen (Open-Access-Büro Berlin, 2020). Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft und die Helmholtz-Gemeinschaft gehen die Open-Access-Transformation sehr konkret an ( Pampel, 2021, S. 33 ff. ): Die Max-Planck-Gesellschaft beschreibt sich selbst als "Mitbegrün­derin der internationalen Open-Access-Bewegung". 2003 veröffent­lichte sie die Berliner Erklärung zum offenen Zugang zu wissenschaft­lichem Wissen und initiierte damit einen Prozess von Folgekonferen­zen zu Open Access und Open Science. Auch im Rahmen der globa­len OA2020 Initiative spielt die Gesellschaft eine wichtige Rolle. Das Bekenntnis zu Open Access hat die Max-Planck-Gesellschaft in ihren Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis verankert: Dort gilt die verbindliche Vorgabe, die mit öffentlichen Mitteln ermöglichten Forschungsergebnisse möglichst frei zugänglich zu veröffentlichen (Max-Planck-Gesellschaft, 2009, S. 2). Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt außerdem mit der Max Planck Digital Library ein umfangreiches Informationsportal und unterstützt eigene Open-Access-Veröffentlichungen mit einem Publikationsfonds. Die Fraunhofer-Gesellschaft folgt einer verbindlichen Fraunhofer-Open-Access-Strategie 2020 , die als Zielmarke angibt, "bis 2020 mindestens jede zweite wissenschaftliche Publikation eines Jahr­gangs per Open Access frei zugänglich zu machen, davon mindestens ein Drittel über den goldenen Weg der Erstveröffentlichung in einer Open-Access-Zeitschrift" (Fraunhofer-Gesellschaft, 2015, S. 2). Auch die Leibniz-Gemeinschaft hat eine weitreichende Open Access Policy verabschiedet. Sie bekennt sich darin nicht nur zu Open Science, sondern sieht sich auch als aktiver Player in der Weiterent­wicklung offener Forschung. Die Forschenden der Leibniz-Gemein­schaft sollen Open Access veröffentlichen und sich für Open-Access-Zeitschriften engagieren. Dabei werden sie von ihren jeweiligen Leibniz-Einrichtungen beraten und unterstützt. Die Helmholtz-Gemeinschaft bettet mit dem Helmholtz Open Science Office die Open-Access-Thematik in den weiteren Open-Science-Kontext ein. Sie hat 2004 als erste Forschungsgesellschaft in Deutschland eine eigene Open-Access-Richtlinie verabschiedet, die für die eigenen Publikationen eine Veröffentlichung "ohne Ausnahme [im Open Access fordert] soweit nicht ausdrücklich Vereinbarungen […] entgegenstehen" ( Helmholtz-Gemeinschaft, 2004 ). Seit 2013 gilt dies auch für Mittelempfänger*innen des Impuls- und Vernetzungs­fonds der Helmholtz-Gemeinschaft. 2016 konkretisierte die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Open-Access-Richtlinie und setzte sich die Zielmarke von 100% Open-Access-Publikationen ab dem Publikationsjahr 2025. DFG als zentrale Förderinstitution Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fordert alle Projektneh­menden auf, Projektergebnisse möglichst unmittelbar Open Access zu publizieren und setzt diverse Förderlinien zur Stärkung von Open Access um. Mit ihrer Unterstützung von Forschenden, Bibliotheken, Institutionen und Organisationen ist die DFG zentraler Akteur, was die Umsetzung und Beschleunigung der Open-Access-Transformation in Deutschland angeht. Die DFG hat 2003 die Berliner Erklärung unterzeichnet und äußert die Erwartung , dass geförderte Wissenschaftler*innen "Projektergebnisse zum Zweck der wissenschaftsadäquaten Kommunikation im Open Access" veröffentlichen, genauer gesagt sollen "[d]ie entsprechenden Beiträge [...] direkt in qualitätsgesicherten bzw. fachlich anerkannten Open-Access-Zeitschriften oder auf Open-Access-Plattformen publiziert oder zusätzlich zur Verlagspublikation möglichst ohne Zeitverzug in dis­ziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive (Repositorien) eingestellt werden" (Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2021, S. 41). Eine generelle Verpflichtung zu Open Access, wie sie im Plan S verfolgt wird, lehnt die DFG ab, da sie befürchtet, dass diese zu erhöhten Publika­tionsgebühren führen könnte. Zudem wird die von Plan S geforderte Abkehr vom Journal Impact Factor vonseiten der DFG als weitreichende Umstrukturierung der Leistungsbemessung verstanden, die nicht ohne große Umwälzungen funktioniert (Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2018). Aus diesen Gründen ist die DFG kein Mitglied der cOAlition S, unterstützt jedoch die grundsätzlichen Bestrebungen der Initiative. Fachgesellschaften Auch Fachgesellschaften haben sich bereits früh für Open Access und Open Science stark gemacht. Zu nennen ist hier v.a. die 1994 gegründete Initiative zur elektronischen Information und Kommunikation (IuK-Initiative). Sie setzte sich in der Frühphase der digitalen Transformation für den Aufbau einer virtuellen und digitalen Bibliothek und eine wissenschaftsfreundliche Novelle des Urheberrechts ein (Weisel, 2012). Auch unter den Unterzeichnenden der Berliner Erklärung lassen sich eini­ge Fachgesellschaften finden: Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (2005), die Gesellschaft für Informatik (2007), die Deutsche Gesellschaft für Ur-und Frühgeschichte (2016) oder die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (2017). Bereits 1998 gründete die Deutsche Physikalische Gesellschaft mit dem New Journal of Physics eine Open-Access-Zeit­schrift. Sie gehörte damit zu den Pionieren des Open-Access-Publizierens in Deutschland. Für das Gros der deutschen Fachgesellschaften gilt je­doch, dass sie sich erst langsam und unter dem Druck der internationa­len Entwicklung (insbesondere Plan S) mit Open Access befassen. Nur wenige Fachgesellschaften haben bislang eigene Open Access Policies verabschiedet. Im Zuge der weiteren Entwicklung der Open-Access-Transformation wird die Diskussion innerhalb der Fachgesellschaften aber möglicherweise an Bedeutung zunehmen. Nicht zuletzt, da viele Fachgesellschaften Überlegungen anstellen, ihre eigenen Publikationen auf Open Access umzustellen (Pampel & Strecker, 2020). Eine Policy erstellen Open Access implementieren Hier finden Sie eine Einführung. Positionen der Politik Hier finden Sie eine Einführung. Open Access Policy Making Der Zweck des Policy Making besteht in einem Selbstverständigungsprozess, der idealerweise in der Verabschiedung einer Policy mündet. In diesem Prozess positionieren sich Akteure einer Institution zum Thema Open Access und bilden einen gemeinsamen Standpunkt heraus. Mithilfe dedizierter Policies können Institutionen dokumentieren, dass sie im gegenwärtigen Wandel der Wissen­schaftskommunikation Position beziehen. Voraussetzung für den Erfolg eines Policy-Making-Prozesses ist daher, dass sich alle relevanten Akteure einer Institution anhand eines effektiven Konzepts zur internen Kommunikation beteiligen. open-access.network ( CC BY 4.0 International ) Policy-Making-Prozess Howlett und Rameshs Model unterscheidet fünf Stadien des Policy Making: Agenda Setting, Policy Formulation, Decision Making, Implementation und Evaluation (Howlett et al., 2009, S. 91 ff.) Für den Prozess des Erstellens einer Open Access Policy lassen sich folgende Schritte ableiten: Problemidentifikation Mit der Einführung einer neuen bzw. der Änderung oder Erweiterung einer bereits bestehenden Policy wird auf Bedürfnisse, Probleme, Kon­flikte oder aktuelle Entwicklungen des Umfeldes reagiert. Eine Analyse dieser Kontextfaktoren ist hilfreich, um Argumente für das Agenda Setting zu formulieren und mögliche Widerstände gegen einen Policy-Prozess zu antizipieren. Bereits in dieser Frühphase können Überle­gungen zum organisatorischen Ablauf des Policy-Prozesses angestellt werden. Agenda Setting Leitungspositionen werden adressiert und für das Vorhaben gewonnen. Die Lenkung und Koordination des Prozesses kann von einem Gremium, einer Arbeitsgruppe oder einer Einzelperson übernommen werden. Weitere relevante Akteursgruppen werden informiert und Argumente für einen Policy-Making-Prozess vorgetragen. Der geplante Prozess wird transparent dargelegt. Formulierungs- und Entscheidungsphase Ein Policy-Dokument wird formuliert (s. u.) und mit den zuständigen Stellen der Institution und weiteren Interessenvertretungen mehrfach abgestimmt, ergänzt und/oder umformuliert. Sind alle Änderungs­wünsche berücksichtigt oder begründet zurückgewiesen worden, tritt die beschlussreife Form des Dokumentes den Lauf durch die zuständigen Gremien an. Nach Einarbeitung der daraus folgenden Änderungen wird die Policy schließlich verabschiedet. Kommunikation und Evaluation Wirksamkeit entfaltet eine Policy nur dann, wenn die Handlungsempfeh­lungen und Aufforderungen nach der offiziellen Veröffentlichung des Policy-Dokumentes über zahlreiche weitere Kanäle verbreitet werden. Auf eine überarbeitete oder neu erstellte Policy wird in Newslettern, auf Websites, zu gegebenen Anlässen, auf Vorträgen sowie in Meetings hin­gewiesen. Wünschenswert ist eine transparente Darstellung des Policy-Prozesses, die Bereitstellung einer Lesefassung des Policy-Dokumentes und eine Referenz auf die Beschlussfassung auf den Internetseiten der zuständigen Organisationseinheit (Open-Access-Büro, Universitätsbiblio­thek o. ä.). Mithilfe geeigneter Monitoring-Tools bspw. in Forschungs-In­formations-Systemen oder Plattformen zum Publikationsdatenmanage­ment kann der Impact einer Open Access Policy quantifiziert werden. Die lineare Darstellung des Policy-Making-Prozesses weicht erheblich von den diskontinuierlichen und von Konflikten geprägten Prozessen der wissenschafts­politischen Wirklichkeit ab, kann aber zu Planungszwecken hilfreich sein. Vorbehalte Handlungsempfehlungen können unter Vorbehalte gestellt werden, als Begründungen werden bspw. die Wissenschaftsfreiheit oder fachspezifische Publikationskulturen angeführt. Textbeispiel "Unter Achtung der grundgesetzlich ge­schützten Freiheit von Forschung und Lehre und der dadurch gegebenen freien Wahl des Publikationsmediums und -ortes sowie unter Berücksichtigung des unter­schiedlichen Stellenwertes von Open Access in den verschiedenen Fachkulturen tritt die JGU mit folgenden Empfehlungen und Maßnahmen für die Open-Access-Transformation ein:" - Open-Access-Policy der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Technische Services Erwähnung eigener oder von Drittanbietern be­reitgestellter technischer Infrastrukturen für das Open-Access-Publizieren . Hierzu gehören u. a. Repositorien für Publikationen, Daten und Code, Systeme für das Publikationsdatenmanagement, Metadatendienste, Controllinginstrumente, For­schungsinformationssysteme, Open-Journal-Platt­formen, Forschungsdatenmanagementsysteme uvm. Textbeispiel "Die Universität unterstützt die Auffindbar­keit sowie die Verbreitung und damit Sicht­barkeit der wissenschaftlichen Texte durch folgende Maßnahmen: Download-Möglichkeit und -Statistiken im Forschungsportal der Universität Download-Möglichkeit auf den dienst­lichen Webseiten über Pure Plugins Bereitstellung der Titeldaten für Literatursuchdienste und Kataloge (LUX; BASE; GVK etc.) Publikation von Hochschulschriften (Dissertationen und Habilitationen)" - Open Access Strategie der Leuphana Universität Lüneburg Beratungsangebote Erwähnung von Publikationsberatungen für Wissenschaftler*innen, Zeitschriftenredaktionen und Herausgebende sowie anderen universitäts­seitig angebotenen Dienstleistungen für die Unterstützung zum Open-Access-Publizieren Textbeispiel "Informationsveranstaltungen, Workshops, Schulungen und individuelle Beratungen zu Open Access werden vom Open-Access-Team regelmäßig durchgeführt." - Open Access Policy der Universitäts­bibliothek Chemnitz Schlussbestimmung Textbeispiel "Sollten einzelne Bestimmungen dieser Richtlinie unwirksam oder undurchführbar sein oder nach deren Inkrafttreten unwirk­sam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit der Richtlinie im Übrigen unberührt." - Open-Access-Richtlinie der Helmholtz Gemeinschaft 2016 Datum, Unterzeichner*innen, Referenz auf das offizielle Policy-Dokument in der zur Abstimmung gebrachten Fassung, PDF-Download-Option Footer Kontaktdaten, Quellenangaben, weiterführende Links Rights-Retention-Strategie Eine explizite Rights-Retention-Strategie kann ein sinnvoller Bestandteil von Open Access Policies sein. Eine Übersicht über die Landschaft von Rights-Retention-Praktiken in Europa inklusive Empfehlungen für institutionelle Entscheider, Forschungsförderer, Legislative und Verlage findet sich bei Labastida et al. (2023) . Aufbau & Inhalt Open Access Policies beinhalten folgende Elemente: Header Siegel der Institution, Titel des Dokumentes, ggf. Referenz auf den zugehörigen Beschluss in der amtlichen Fassung Präambel Vorangehende Worte, die den gesellschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen Kontext der Open Access Policy erläutern und sich auf das Selbstverständnis der Institution beziehen Textbeispiel "Ohne unmittelbaren und zeitnahen Aus­tausch von Forschungsergebnissen sind Innovationen unmöglich. Als öffentlich geförderte Einrichtung hat die Fraunhofer-Gesellschaft die Verantwortung, die Öffent­lichkeit über ihre Forschungsaktivitäten zu informieren. Projektpartner aus der Indus­trie müssen zugleich in die Lage versetzt werden, die richtigen Ansprechpartner für ihre Projekte zu finden. Die Fraunhofer-Gesellschaft verfolgt aus diesem Grund bei ihren Publikationen das Ziel, uneingeschränkt das Prinzip des freien Zugangs (Open Access), wie es in der Berli­ner Erklärung von 2003 verstanden wird, zu realisieren." - Open Access Policy der Fraunenhofer-Gesellschaft Selbstbeschreibung (sofern nicht in einer Präambel enthalten) Charakterisierung der eigenen Einrichtung, aus der die Übereinstimmung ihrer Ziele und Funk­tion mit einer Open-Access-Kultur hervorgeht. Hinweise enthält das Leitbild der Einrichtung, aus dem ggf. Formulierungen übernommen werden können. Textbeispiel "Die Universität Regensburg steht unter anderem für den Wissens- und Kulturaus­tausch zwischen den Kulturräumen Ost- und Westeuropas sowie Nordamerikas, den Dialog mit der Gesellschaft, für eine weltoffene Universitätskultur und für dauerhafte internationale Beziehungen in Forschung, Lehre und Studium (Leitbild der UR, Stand: 15. Oktober 2007)." - Open Access Policy der Universität Regensburg Definitionen Begriffliche Bestimmung von Open Access und/ oder knappe geschichtliche Einordnung , aus der die Bedeutung des Themengebietes für die Aktivitäten ihrer Akteure hervorgeht Textbeispiel "Open Access steht für den unbeschränk­ten und kostenlosen Zugang zu qualitäts­geprüfter wissenschaftlicher Information im Internet. Durch den Wegfall technischer, finanzieller und rechtlicher Barrieren trägt Open Access dazu bei, wissenschaftliche Innovationsprozesse zu beschleunigen und die Sichtbarkeit von Forschungsergebnis­sen zu verbessern. Dadurch werden wissenschaftlich Arbeitende in ihren Forschungs- und Publikationsprozessen unterstützt und der Nutzen öffentlich ge­förderter Forschung maximiert. Die Stiftung Technische Informationsbibliothek (TIB) als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bekennt sich zu Open Access." - Open-Access-Policy der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Verweise Referenz auf vorangegangene Erklärungen und Initiativen, Übereinstimmungen sowie ggf. aus ihnen hervorgehende Verpflichtungen für die eigene Institution Textbeispiel "Die Leibniz Universität Hannover unter­stützt die wissenschaftspolitische Forde­rung nach offenem Zugang ("Open Access") zu wissenschaftlichem Wissen, wie sie in der "Berliner Erklärung" vom Oktober 2003 niedergelegt und in der "Berlin 3 Open Access" Empfehlung vom März 2005 in Southampton, UK konkretisiert wurde.“ - Open-Access-Resolution der Leibniz Universität Hannover Begründung Begründung für die mit der Policy angestrebte Unterstützung von Open Access aus der Perspek­tive der Einrichtung und/oder einer übergeord­neten Perspektive Textbeispiel "Ausgehend von ihrer Verantwortung für einen umfassenden Zugang zu wissen­schaftlichem Wissen unterstützt die Universität Heidelberg den Ausbau von Open Access nachdrücklich." - Open Access Policy der Universität Heidelberg Absichtserklärungen Nennung der selbst gesetzten Ziele im Bereich Open Access. Dies kann die Bereitstellung einer geeigneten organisatorischen, finanziellen und technischen Infrastruktur zum Open-Access-Publizieren sein, das Erreichen einer bestimmten Quote an Open-Access-Publikationen innerhalb einer gesetzten Frist, die Durchführung weiterer hochschulpolitischer Maßnahmen sowie die Beteiligung an Transformationsprozessen und an­deren, institutionsübergreifenden Entwicklungen. Zudem können die gleichberechtigte Berücksichti­gung von qualitätsgeprüften Open-Access-Publi­kationen in Zielvereinbarungen und leistungsbe­zogenen Mittelvergabeverfahren sowie die Um­setzung von Maßnahmen zur internen Kommuni­kation (Schulungen, Beauftragte) festgeschrieben werden. Textbeispiele "Bei der Beurteilung wissenschaftlicher Leistung behandelt die Universität Kassel Beiträge, die ein Begutachtungsverfahren durchlaufen haben, gleichgewichtig, unab­hängig davon, ob es sich um kostenpflich­tige oder frei zugängliche Beiträge handelt. […] Darüber hinaus bietet die Universität Kassel gemäß ihrer Forschungsdaten-Leitlinie an, auch Forschungsdaten, die im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Arbeiten entstehen oder erhoben werden, frei zugänglich zu machen. Die Universität Kassel strebt an, die an ihr entstandenen Veröffentlichungen in großem Umfang auf dem universitären Publikationsserver KOBRA9 verfügbar zu machen, der eine optimale Auffindbarkeit, Authentizität, Integrität und persistente Zitierbarkeit dieser Veröffentlichungen ermöglicht." - Open-Access-Policy der Universität Kassel "Die MLU unterstützt und berät Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Herausgabe von wissenschaftlichen Open Access Formaten und beim Aufbau auch von verlagsunabhängigen OA-Publikations­wegen. Dies erfordert regelmäßige Schulungs- und Informationsangebote der Forschenden genauso wie der Mitarbeiter/­-innen. Hierfür sollen adäquate Formate entwickelt und regelmäßig durchgeführt werden. Die MLU etabliert Instrumente zur Unterstützung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Begleichung anfallender Publikationskosten innerhalb eines bestimmten finanziellen Rahmens. Insbesondere richtet sie einen Publika­tionsfonds ein und schafft die Voraussetz­ungen dafür, weitere Mittel für diesen Zweck einzuwerben." - Open Access Policy Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Handlungsempfehlungen, Aufforderungen oder Verpflichtungen für Publizierende Die Verbindlichkeitsgrade der Formulierungen können variieren. Sie reichen von der Handlungs­empfehlung über die Aufforderung bis zur Ver­pflichtung. Handlungsmöglichkeiten sind unter anderem: Forschung und Lehre im Sinne der Ziele von Open Science, Open Access und Open Education Die Veröffentlichung von Forschungsergeb­nissen und wissenschaftlichen Publikationen in einem Open-Access-Format Die Archivierung von Forschungsergebnissen oder wissenschaftlichen Publikationen auf ei­nem institutionseigenen Dokumentenserver bzw. in einem Repositorium zu einem be­stimmten Zeitpunkt relativ zur Erstveröffent­lichung (parallel oder ggf. nach Ablauf einer Embargofrist ) Die Publikation unter freien Nutzungslizenzen wie den Creative-Commons-Lizenzen Die Berücksichtigung von Publikationskosten in Anträgen zur Einwerbung von Drittmitteln Die Sicherung eines dauerhaften Verwertungsrechtes gegenüber Verlagen Der Verzicht auf die Abtretung eines aus­schließlichen Nutzungsrechtes an die Verlage Das Engagement als Gutachter*in und Herausgeber*in von qualitätsgeprüften Open-Access-Zeitschriften bzw. für eine progressive Open-Access-Politik in Verlagen Für Führungskräfte: Empfehlung für Mitarbei­tende, Forschungsergebnisse in qualitätsge­prüften Open-Access-Formaten zu prüfen Textbeispiele 1 "Um Offenheit in Lehre und Forschung an der TU Hamburg nachhaltig zu verankern, empfehlen wir allen TUHH-Angehörigen, wo möglich und sinnvoll die Ziele von Open Science, Open Access und Open Education aktiv zu verfolgen." - Policy für Offenheit der TU Hamburg 2 "Die Humboldt-Universität empfiehlt des­halb allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihre Beiträge in Open-Access-Journalen einzureichen sowie Monographien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen." - Open-Access-Erklärung der Humboldt-Universität zu Berlin 3 "Die Ruhr-Universität Bochum fordert ihre Hochschulangehörigen auf, alle veröffent­lichten, wissenschaftlich referierten Artikel als elektronische Kopie (Selbstarchivierung) auf einem frei zugänglichen Dokumenten­server abzulegen (Grüner Weg), soweit da­gegen keine rechtlichen Bedenken bestehen." - Open Access-Resolution der Ruhr-Universität Bochum 4 "Die TU Braunschweig empfiehlt ihren Autorinnen und Autoren die Verwendung freier Publikationslizenzen, die eine Ver­breitung im Open Access fördern (bevor­zugt Creative-Commons-Lizenz CC BY)." - Leitlinie zu Open Access an der TU Braunschweig 5 "Die Förderregularien vieler Drittmittelge­ber erlauben es, Mittel für Artikelbearbei­tungsgebühren (APC) im Projektbudget bereits bei der Antragstellung einzuplanen. Das BMBF hat zudem einen Post-Grant Fund zur Förderung von Open-Access-Publikationen aus abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten eingerichtet. Es ist dringend empfehlenswert bei der Planung und Durchführung von Drittmittelprojekten von solchen Möglichkeiten Gebrauch zu machen." - Open Access an der Universität Greifswald 6 "Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden darin bestärkt, in Verlagsverhand­lungen das Publikationsrecht bzw. das Recht für die Archivierung elektronischer Versionen zu sichern, wie es die Richtlinien der DFG und anderer Forschungsförderer vorsehen." - Open Access Strategie der Leuphana Universität Lüneburg 7 "Bei der Veröffentlichung in einer zugangs­beschränkten Verlagspublikation empfiehlt die Hochschule Reutlingen, auf die Abtre­tung ausschließlicher Nutzungsrechte zu verzichten und sich ein einfaches Nutzungsrecht zur öffentlichen Zugänglich­machung vorzubehalten, um eine spätere Zweitveröffentlichung im Repositorium der Hochschule Reutlingen zu ermöglichen." - Open Access Policy der Hochschule Reutlingen 8 "Sie als wissenschaftlicher Autor arbeiten häufig auch als Gutachter, Herausgeber oder Redakteur für wissenschaftliche Zeitschriften. Achten Sie darauf, welche Preispolitik der Verlag gegenüber den Abnehmern verfolgt und wirken Sie gegebenenfalls auf eine bessere Open Access-Politik der Verlage hin." - Open Access-Politik der Universität Göttingen 9 "In ihrer Funktion als Führungskraft wer­den alle Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler aufgefordert, auch ihren Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern das Veröffentli­chen im Sinne von Open Access zu ermög­lichen." - TUM Open Access Policy Literatur Deutsche Forschungsgemeinschaft. (2018). Stellungnahme der DFG zur Gründung von „cOAlition S“ zur Unterstützung von Open Access. Information für die Wissenschaft Nr. 56. https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2018/info_wissenschaft_18_56/index.html Deutsche Forschungsgemeinschaft. (2021). Verwendungsrichtlinien. Allgemeine Bedingungen für Förderverträge mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) . https://www.dfg.de/formulare/2_00/v/dfg_2_00_de_v0121.pdf Fraunhofer-Gesellschaft. (2015). 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