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  1. Open Access Politische Rahmenbedingungen

    Erfahren Sie mehr zur politischen Umsetzung von Open Access Positionen der Politik Open-Access-Transformation Open Access Policies...

  2. Open Access Repositorien betreiben

    Intro Publizieren in Repositorien Quelle: verändert nach Koch, M. (2015). Publizieren über das Repositorium der Leibniz Universität Hannover. TIB Blog Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Zum Anlegen eines Repositoriums benötigen Sie u.a. eine geeignete Software. Die meisten Software-Optionen sind Open Source und kostenfrei nutzbar. 2 Sie sollten Ihr Repositorium in Ihrer Institution gut bewerben und verankern. 3 Es ist wichtig, dass Sie Ihr Repositorium gut vernetzen, um es sinnvoll in Mehrwertdienste einzubetten. Diese Vernetzung ist auch für die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der eingestellten Dokumente zentral. Zentrale Fragen Beim Aufbau und Betrieb von Repositorien gibt es einiges zu beachten. Dieser Artikel widmet sich den folgenden zentralen Fragen: Wie richte ich die Grundlage für ein Repositorium ein? Wie kann ich ein Repositorium bewerben und Dokumente einwerben? Was muss ich in rechtlicher Hinsicht beachten? Wie vernetze ich mein Repositorium mit anderen Diensten? Grundlagen einrichten Was sind Repositorien? Hier finden Sie eine Einführung. Fokusgruppe: Zweitveröffentlichung Diskutieren Sie mit Expert*innen über Zweitveröffentlichung. Helpdesk Gern berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. Plan S Repository Self-Assessment Tool Mithilfe dieses Tools des OpenDOAR können Repositorienbetreiber*innen überprüfen, ob ihr Repositorium den Anforderungen des Plan S entspricht. Einen guten ersten Überblick zum Aufbau von Repositorien bietet der Leitfaden zum Aufbau von Open-Access-Publikationsplattformen ( Beringer & Arning, 2020 ). Im Wesentlichen benötigt man zum Starten einen Server und eine geeignete Software. Das Einrichten und Betreiben eines Repositoriums sollte man gerade in technischer Hinsicht nicht unterschätzen. Falls die Institution, an der das Repositorium angesiedelt werden soll, über kein IT-Personal verfügt, welches für den Aufbau eines Repositoriums qualifiziert ist, empfiehlt es sich, auf externe Service-Anbieter wie z.B. Bibliotheken oder Bibliotheksverbünde zurückzugreifen. In Baden-Württemberg z.B. werden diverse Repositorien vom BSZ gehostet , in Berlin und Brandenburg vom KOBV . Der GBV ist hier in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen aktiv. Darüber hinaus gibt es kommerzielle Anbieter wie OpenRepository . In Deutschland sind die meisten Software-Optionen Open Source, kostenlos verfügbar und besitzen ähnliche Basis-Funktionen: Sie können Materialien nach einem Upload bereitstellen und mit Metadaten versehen. Sie können Metadaten über verschiedene standardisierte Schnittstellen (u.a. OAI-PMH ) einsammeln und zur Verfügung stellen. Gängige Anwendungen für Open-Access - und Forschungsdaten repositorien, Hochschulbibliografien und digitale Sammlungen sind etwa DSpace , EPrints , OPUS , Invenio/CDSware oder MyCoRe , während e-journalbezogene Repositorien zumeist mit OJS arbeiten ( Weimar, 2020 ). Die deutsche Initiative für Netzwerkinformation bietet einen Überblick da­rüber, welcher Publikationsdienst welche Plattform verwendet. Darüber hinaus beschreibt sie in ihrem DINI-Zertifikat die technischen und organisatorischen Anforderungen an Repositorien (mehr dazu im Kapitel Wie vernetze ich mein Repositorium mit anderen Diensten? ). Auch wenn v.a. in der Anfangsphase eines Repositoriums die DINI-Zertifizierung noch in weiter Ferne zu liegen scheint, ist eine Orientierung an den Anforderungen sinnvoll. Repositorium bewerben & Dokumente einwerben Nicht allen Wissenschaftler*innen erschließt sich der Nutzen eines Reposito­riums sofort ( Euler, 2018 ). Überzeugungsarbeit ist besonders dann nötig, wenn Autor*innen zu Open Access aufgefordert, aber nicht verpflichtet werden. Was also können Sie tun, um zur Nutzung Ihres Repositoriums anzuregen? Sprechen Sie Wissenschaftler*innen gezielt an Erfahrungsgemäß sind Öffentlichkeitsarbeit und offene Kommunikation mit Wissenschaftler*innen zielführend ( Rodrigues et al., 2017 ): Je gezielter die Ansprache, desto größer die Erfolgsaussichten ( Euler, 2018 ). Sprechen Sie Wissenschaftler*innen an, die auf ihrer eigenen Webseite veröffentlichen. Erfahrungsgemäß erfassen sie schnell die Vorteile eines Repositoriums. Sie eignen sich überdies als Multiplikator*innen und können so weitere Personen von der Nutzung eines Repositoriums überzeugen. Dasselbe gilt für Personen, die bereits Erfahrungen mit Open Access gemacht haben. Vielen dürfte diese Rolle nicht bewusst sein - sprechen Sie diese also gezielt an. Je höher das Renommee der Multiplikator*innen, desto größer tendenziell auch ihr Erfolg. Verankern Sie Ihr Repositorium in Ihrer Institution bzw. in Fachkreisen Die Attraktivität eines Repositoriums - ob institutionell oder disziplinär - steigt, wenn es als vernetzter Service mit Mehrwerten für verschiedene Zielgruppen (z. B. Autor*innen) wahrgenommen wird ( Müller & Scholze, 2012; Euler, 2018; Macgregor, 2020; Rodrigues et al., 2017 ). Machen Sie also Werbung für Ihr Repositorium. Theoretisch lassen sich Repositorien am besten füllen, indem Einrich­tungen ihre Wissenschaftler*innen per Erklärung (Mandat) dazu verpflichten, im Repositorium zu veröffentlichen. In Deutschland ist dies nach aktueller Rechtslage nicht realisierbar, jedoch räumt das Gesetz über die Hochschulen in Baden-Württemberg (§ 44 Abs. 6) den Hochschulen ein, "die Angehörigen ihres wissenschaftlichen Personals durch Satzung [zu] verpflichten, das Recht auf nichtkommerzielle Zweitveröffentlichung nach einer Frist von einem Jahr nach Erstveröffentlichung für wissenschaftliche Beiträge wahrzunehmen, die im Rahmen der Dienstaufgaben entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung erschienen sind". Zumindest diese Mandatsform ist für institutionelle Repositorien also teilweise möglich. Anders in der Schweiz, in Österreich und bei von der EU geförderten Projekten: Institutionen wie die Universitäten St. Gallen und Zürich verpflichten zu Open Access, sofern dem rechtlich nichts im Weg steht. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) verpflichtet seit 2020 dazu, Resultate zu 100% Open Access zu veröffentlichen. Dasselbe Prinzip gilt für den FWF sowie für Publikationen aus EU-Projekten ( Europäische Kommission, 2021, S. 108 ). Als Betreiber*in eines institutionellen Repositoriums sollten Sie überdies die Hochschulleitung regelmäßig über den aktuellen Stand Ihres Reposi­toriums informiert halten. Open Access unterstützende Hochschulleitun­gen sind wichtige strategische Partner für Betreiber*innen institutioneller Repositorien. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Repositorium online möglichst präsent ist - institutionelle Repositorien sollten auf der Webseite der Institution gut sichtbar eingebettet werden, während disziplinäre Repositorien an für das Fach besonders zentralen Orten im Web erwähnt werden sollten. Nutzen Sie überzeugende Argumente Argumentieren Sie mit den Gründen für Open Access (z. B. Zitierhäufig­keit, Sichtbarkeit und dauerhafte Verfügbarkeit). Vergegenwärtigen Sie sich auch Vorbehalte , damit Sie überzeugend gegenargumentieren können. Viele Institutionen und Organisationen unterstützen Open Access. Erwähnen Sie dies im Gespräch mit Wissenschaftler*innen und nennen Sie Fürsprecher, die in den jeweiligen Forschungskontexten relevant sind. Nutzen Sie den Umstand, dass Projektbewilligungen häufig an die Bedingung geknüpft sind, dass projektbezogene Publikationen kostenlos zugänglich gemacht werden müssen. Hierfür bieten sich Repositorien optimal an. Gestalten Sie die Nutzung des Repositoriums angenehm Oft empfinden Wissenschaftler*innen das Einpflegen von Daten in Repo­sitorien als aufwändig, speziell das Eintragen von Metadaten. Gestalten sie diese Prozesse also möglichst zeitökonomisch bzw. nehmen Sie den Wissenschaftler*innen diese Arbeit ab. So wächst ihre Bereit­schaft zur Nutzung des Repositoriums ( Euler, 2018; Tobias, 2018; Voigt & Dittmann, 2019 ). Eine weitere Möglichkeit liegt im Vernetzen des Reposi­toriums mit Diensten, in denen die Informationen bereits hinterlegt sind (siehe auch Müller & Scholze, 2012; Macgregor, 2020; Rodrigues et al., 2017 ) - z. B. der universitären Jahresbibliografie oder einem Forschungs­informationssystem. So müssen weniger oder keine Daten händisch hinterlegt werden. Viele Institutionen, darunter die Universitäten Augsburg und Konstanz, bieten zur Unterstützung der Wissenschaftler*innen Zweitveröffent­lichungsservices an. Auch Handreichungen zu Zweitveröffentlichungen können Forschenden weiterhelfen. Machen Sie das Repositorium attraktiv für Wissenschaftler*innen Ermöglichen Sie, dass persönliche Publikationslisten aus dem Reposito­rium erstellt werden können, um diese in anderen Diensten nachnutzen zu können. Aufgrund des Umstands, dass die Forscher*innen diese Listen in verschiedenen Kontexten (z. B. Einwerben von Drittmitteln) nutzen können, steigt ihre Bereitschaft zur Nutzung des Repositoriums. Organisieren Sie Informations- und Schulungsveranstaltungen Vorträge und Workshops sind wichtig, um ein Bewusstsein für Open-Access-Themen wie Repositorien zu schaffen. Halten Sie also Präsentationen zu Ihren Open-Access-Services in Gremien, Instituten oder Kolloquien, sowie auf Fachtagungen oder -konferenzen. Auch Veranstaltungen während der Open Access Week können sinnvoll sein. Gehen Sie auch auf die für Wissenschaftler*innen technisch relevante Seite ein, z. B. das Hochladen von Dokumenten. Video über das Zeitveröffentlichungsrecht Quelle: Brehm, E. (2021). Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler*innen, open-access.network. https://doi.org/10.5446/51789 ( CC BY 3.0 DE ) Rechtliches Rechtliches Hier finden Sie eine Einführung. Open Policy Finder Eine Übersicht über Open-Access-Archivierungsregeln von Verlagen finden Sie hier. Offene Lizenzen für offene Wissenschaft Quelle: Brinken, H., Hauss, J. & Rücknagel, J. (2021). Offene Lizenzen für offene Wissenschaft, open-access.network. https://doi.org/10.5446/52864 ( CC BY 3.0 DE ) In erfreulich vielen Fällen dürfen Dokumente in Repositorien eingestellt werden. Open Policy Finder informiert über die Regelungen zahlreicher Verlage, was eine zusätzliche Selbstarchivierung der im Verlag veröffentlichten Texte in Reposito­rien angeht ( Tobias, 2018; Voigt & Dittmann, 2019 ). Beachten Sie, dass Verlage hier oft zwischen der Erlaubnis zur Verfügbarmachung von Preprints und Post­prints unterscheiden. Nicht immer darf die Verlagsfassung online gestellt werden, in vielen Fällen darf nur eine akzeptierte Manuskriptfassung verwendet werden. Es ist zu bedenken, dass bei widerrechtlich eingestellten Dokumenten haftungs­rechtliche Mechanismen greifen. Es stellt sich also die Frage, wer für die öffent­lich bereitgestellten Inhalte verantwortlich ist. Am besten lassen Sie sich von den Autor*innen einen Auftrag zum Einstellen der Dokumente ins Repositorium geben ( Voigt & Dittmann, 2019 ). Aus diesem sollte hervorgehen, auf Basis wel­cher Rechtslage das Dokument im Repositorium liegt. Ein Beispiel einer sol­chen Lizenzvereinbarung finden sie auf der Homepage der Universitätsbibliothek Osnabrück . In jedem Fall sollten Sie Kenntnis über die haftungsrechtlichen Konsequenzen einer potenziellen Zuwiderhandlung besitzen, um das Risiko im Vorfeld einschätzen und vertraglich einschränken zu können (siehe auch: Länderspezifische Infos zum Haftungsrecht in unserer Rechtssektion ). Dokumente, welche unter einer Open-Content-Lizenzen stehen, sind rechtlich eindeutiger definiert als Dokumente, deren Rechte (möglicherweise) teilweise bei einem Verlag liegen. Open-Content-Lizenzen sind standardisiert, folglich können Sie gut nachvollziehen, inwieweit ein Dokument auf Ihrem Repositorium bereitgestellt werden darf. Dies gilt besonders für die im Wissenschaftsbereich weit verbreiteten Creative-Commons-Lizenzen . Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) Es empfiehlt sich, Ihr Repositorium hier in das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) eintragen zu lassen. In OpenDOAR finden Aggregatoren gezielt relevante Repositorien und werten die technischen Informationen für die Nachnutzung aus. Vernetzung mit anderen Diensten Es ist wichtig, dass Sie Ihr Repositorium mit anderen Diensten vernetzen, um es z. B. gelungen in Mehrwertdienste einzubetten ( Müller & Scholze, 2012; Rodrigues et al., 2017 ). Auch für die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der eingestellten Dokumente ist Vernetzung zentral ( Müller & Scholze, 2012 ). Wie genau dies umgesetzt werden kann, wird im Folgenden anhand von Initiativen und Projekten erläutert, die sich der Vernetzung verpflichtet haben. Suchmaschinen: BASE und Google Die von der Universitätsbibliothek Bielefeld betriebene Suchmaschine BASE ist auf wissenschaftliche Webdokumente, u.a. Texte in Reposito­rien, spezialisiert. Sie zählt zu den weltweit größten derart spezialisierten Suchmaschinen - es ist also wichtig, dass Dokumente Ihres Reposito­riums mithilfe von BASE gefunden werden können. Dazu können Sie hier prüfen, ob ihr Repositorium bereits als Datenlieferant indexiert ist und es BASE ggfs. zur Indexierung vorschlagen. Zwingende Voraussetzung einer Indexierung ist, dass die Metadaten der Dokumente über eine valide OAI-PMH-Schnittstelle zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt sollte Ihr Repositorium auch für gängige Suchmaschinen wie Google optimiert werden ( Rajski, 2018 ), damit Dokumente gut auffindbar sind. Schließlich ist v.a. Google Scholar für viele Forscher*innen ein wichtiger erster Einstiegspunkt beim Suchen nach wissenschaftlichen Artikeln ( Rajski, 2018 ). In diesem Zusammenhang sollte die Sitemap des Repositoriums als maschinenlesbares Inhaltsverzeichnis verstanden werden. Es ist wichtig, dass dieses Inhaltsverzeichnis alle Links enthält, welche von den Suchmaschinen erfasst werden sollten. Wichtig ist dabei auch, dass das letzte Änderungsdatum der Seiten aufgeführt wird. Darü­ber hinaus sollten die Seiten mit beschreibenden Metadaten versehen werden, diese sollten gemeinsam mit dem Link zum Volltext versteckt im maschinenlesbaren HTML- < head > der Seite hinterlegt werden. Je vollständiger die Meta-Tags, desto verlässlicher kann die Suchmaschine verschiedene Quellen zusammenführen. Auch Volltexte bis zu einer Größe von 5 MB können so in den Index aufgenommen und über Google Scholar gefunden werden ( Rajski, 2018 ). DINI-Zertifikat Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) hat sich zum Ziel gesetzt Informations- und Kommunikationsdienstleistungen an wissenschaftlichen Institutionen zu verbessern. Dieses Ziel soll u.a. durch eine Weiterentwicklung der institutionellen Informationsinfrastrukturen erreicht werden. In diesem Zusammenhang unterstützt DINI den Aufbau von Repositorien. Durch weltweit zugängliche und längerfristig gesicherte Publikationen soll wissenschaftliche Kommunikation national wie international quali­tativ verbessert werden. In diesem Rahmen entstand das DINI-Zertifikat zur Qualitätssicherung von Open-Access-Repositorien und -Publikations­diensten. Es verfolgt hinsichtlich Repositorien drei Hauptziele ( Müller & Scholze, 2012 ): Es beschreibt die an Repositorien gerichteten Anforderungen detai­lliert: Repositorien werden als Dienstleistungen des wissenschaftli­chen Publizierens verstanden. Diese Dienstleistungen bestehen aus folgenden Komponenten: Technik, Personal, Organisation und Prozesse. Es zeigt auf, wie sich Repositorien technisch und organisatorisch weiterentwickeln können. Es dokumentiert, ob Standards und Empfehlungen eingehalten werden. Diese Dokumentation ist für Repositoriennutzer*innen und -betreiber*innen einsehbar. Da das elektronische Publizieren ebenso wie die damit verbundenen Standards raschen Wandlungen unterliegen, wird das Zertifikat regelmäßig aktualisiert. OpenAIRE Compliance und die Sichtbarkeit von Repositorien Dokumente können erheblich besser gesichtet und nachgewiesen werden, wenn sie in Repositorien abgelegt werden, die bestimmten Vorgaben entsprechen. Diese gehen auf das 2009 gestartete Projekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) zurück. In diesem Kontext wurden Metadaten-Elemente definiert, mit deren Hilfe Repositorien Dokumente auszeichnen können, um diese im Sinne des Prinzips der enhanced publications mit weiteren Materialien zu verknüpfen ( Kaiser & McNeill, 2019 ). So können beispielsweise Verknüpfungen mit Forschungsdaten oder Projektförderinformationen vorgenommen werden. Auch Informationen über Wissenschaftler*innen können so eingebettet werden. Verschiedene Softwarelösungen für Repositorien bieten inzwischen Schnittstellen zur Sicherstellung der OpenAIRE-Compliance. Falls beispielsweise ein lokales Repositorium die für DSpace oder EPrints notwendigen Metadaten-Schemata nicht nach OpenAIRE-Vorgaben erfüllt, kann die Verknüpfung mit weiteren Materialien manuell über das OpenAIRE-Portal erfolgen. Dieses Portal erlaubt dabei eine gezielte Suche nach Publikationen, Daten, Projekten oder Personen. Confederation of Open Access Repositories (COAR) Auch die Confederation of Open Access Repositories (COAR) verfolgt das Ziel, Repositorien für Wissenschaftler*innen attraktiver zu machen. Dies soll erreicht werden, indem die Sichtbarkeit, Verbreitung und Verwertbarkeit wissenschaftlicher Materialien auf Open-Access-Repositorien mittels organisatorisch-technischer Absprachen erhöht werden ( Rodrigues et al., 2017 ). Im Gegensatz zum DINI-Zertifikat findet dies auf internationaler Ebene statt. Zentral ist dabei die Vernetzung der Repositorien mit der bestehenden Infrastruktur ( Rodrigues et al., 2017 ). Überdies sind der Austausch unter Repositorienbetreiber*innen sowie die Entwicklung von Modellen und Strategien der Content-Gewinnung von großer Bedeutung ( Rodrigues et al., 2017 ). BASE BASE (Bielefeld Academic Search Engine) ist eine der weltweit größten Suchmaschinen für wissenschaftliche Web-Dokumente. Der Index umfasst über 240 Millionen Dokumente von über 8.000 Datenlieferanten. Praxistipp Im COAR Community Framework for Best Practices in Repositories finden sich praktische Tipps und Hinweise für Repositorienbetreiber*innen. Literatur Beringer, C., & Arning, U. (2020). Leitfaden zum Aufbau von Open-Access- Publikationsplattformen für den Goldenen und Grünen Weg. Publisso. ZB MED-Publikationsportal Lebenswissenschaften. https://doi.org/10.4126/FRL01-006419770 Euler, E. (2018). Repositorien und ihre Bedeutung für die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1204919 European Commission. (2021). Horizon Europe (HORIZON). Euratom Research and Training Programme (EURATOM). General Model Grant Agreement. EIC Accelerator Contract. https://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/docs/2021-2027/common/agr-contr/general-mga_horizon-euratom_en.pdf Kaiser, O., & McNeill, G. (2019). OpenAIRE für RepositorymanagerInnen - Wie Repository ManagerInnen Open Science unterstützen können. Mitteilungen der VÖB, 72 (2), 373–382. https://doi.org/10.31263/voebm.v72i2.2815 Macgregor, G. (2020). Enhancing Content Discovery of Open Repositories: An Analytics-Based Evaluation of Repository Optimizations. Publications, 8(1) (8). https://doi.org/10.3390/publications8010008 Müller, U., & Scholze, F. (2012, November 14). Aufbau und Vernetzung eines Repositoriums. das bibliothekswesen. Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen. https://www.dasbibliothekswissen.de/Aufbau-und-Vernetzung-eines-Repositoriums.html Rajski, B. (2018). ABI Technikfrage. Wie kommt das Repositorium in die Suchmaschine? ABI Technik, 38 (1), 116. https://doi.org/10.1515/abitech-2018-0017 Rodrigues, E., Bollini, A., Cabezas, A., Castelli, D., Carr, L., Chan, L., Humphrey, C., Johnson, R., Knoth, P., Manghi, P., Matizirofa, L., Perakakis, P., Schirrwagen, J., Selematsela, D., Shearer, K., Walk, P., Wilcox, D., & Yamaji, K. (2017). Next Generation Repositories: Behaviours and Technical Recommendations of the COAR Next Generation Repositories Working Group. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.1215013 Tobias, R. (2018). Optimierung der Workflows für Zweitveröffentlichungen – der „Grüne Weg“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). O| bib. Das offene Bibliotheksjournal, 5 (4), 71–83. https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H4S71-83 Voigt, M., & Dittmann, S. (2019). Zweitveröffentlichungsservice der TU Berlin – Automatisierungsmöglichkeiten für den Workflow. LIBREAS. Library Ideas, 35 . https://libreas.eu/ausgabe35/voigt/ Weimar, A. (2020, September 17). Aufbau und Betrieb eines Open-Access-Repositoriums am Beispiel OPUS. Open-Access-Tage 2020. https://doi.org/10.5281/zenodo.4032208 Weiterführende Literatur Arning, U. (2021, März 15). Aufbau einer qualitätsgesicherten Open-Access-Publikationsplattform – die drei wichtigsten Überlegungen aus Sicht einer Publikationsmanagerin. FIS & EPUB. Gemeinsamer Blog der DINI AG Forschungsinformationssystem und Elektronisches Publizieren . https://blogs.tib.eu/wp/dini-ag-blog/2021/03/15/aufbau-oa-publikationsplattform/ Demetres, M. R., Delgado, D., & Wright, D. N. (2020). The Impact of Institutional Repositories: A Systematic Review. Journal of the Medical Library Association, 108 (2), 177–184. https://doi.org/10.5195/jmla.2020.856 . Graf, K. (2017). Wie füllt man die Open-Access-Dokumentenserver? Archivalia. https://archiv.twoday.net/stories/3264283/...

  3. Open Access Train the Trainer

    Train-the-Trainer-Workshop für Open-Access-Multiplikator*innen Die Online-Veranstaltung richtet sich im Besonderen an Open-Access-Beauftragte und Berufsgruppen, die den wissenschaftlichen Publikationsprozess unterstützen bzw. im direkten Austausch mit den Wissenschaftler*innen stehen. Ziel des Workshops ist die Vermittlung von Trainingsmethoden und didaktischen Kompetenzen. Künftigen Multiplikator*innen in Bibliotheken und anderen publikationsunterstützenden Bereichen sollen Fertigkeiten für eigene Trainingseinheiten vermittelt und eine Community of Practice aufgebaut und gestärkt werden. Grundkenntnisse zu Open Access sind von Vorteil. Ziele des Workshops Teilnehmer*innen… werden didaktisch geschult, um das eigene Training mit ihren Zielgruppen, unter Verständnis der eigenen Rolle, künftig umzusetzen. Von Relevanz sind hierbei auch die Wege des Lernens und die Möglichkeiten zur Motivation. werden Ideen zur methodischen Umsetzung eigener Veranstaltungen vermittelt. nutzen im Rahmen des Online-Formats Tools, die helfen können, das eigene Training online durchzuführen. werden für verschiedene Bereiche von Open Access sensibilisiert. erhalten die Möglichkeit sich auszutauschen und zu vernetzen. Alle Teilnehmer*innen erhalten im Nachgang der Veranstaltung Zugang zu den Workshop-Unterlagen. Organisation Die Veranstaltungsreihe ist abgeschlossen. Materialien zu Train-the-Trainer-Workshops Hier finden Sie die Materialien zu den vergangenen Train-the-Trainer-Workshops. Vergangene Veranstaltungen 1 2 3 Nächste 2022 Nov 30 12. Train-the-Trainer-Workshop: Open Access für Fachreferent*innen und Open-Access-Beauftrage – Multiplikator*innen für eine offene Wissenschaft 30. November 2022 2022 Nov 25 11. Train-the-Trainer-Workshop: Open Access für Fachreferent*innen und Open-Access-Beauftrage – Multiplikator*innen für eine offene Wissenschaft 25. November 2022 2022 Mai 11 Train-the-Trainer-Workshop für Fachreferent*innen der STM-Fächer 11. Mai 2022 bis 12. Mai 2022 2022 Mrz 30 Train-the-Trainer-Workshop: Open Access für Fachreferenten*innen der Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften 30. März 2022 bis 31. März 2022 2022 Feb 22 Train the Trainer Workshop für Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften 22. Februar 2022 bis 23. Februar 2022 2021 Sep 21 Train-the-Trainer-Workshop für Open-Access-Multiplikator*innen an außeruniversitären Forschungseinrichtungen 21. September 2021 bis 22. September 2021 Die Online-Veranstaltung richtet sich im Besonderen an Open-Access-Beauftragte und Berufsgruppen, die den wissenschaftlichen Publikationsprozess unterstützen bzw. im direkten Austausch mit den Wissenschaftler*innen stehen. Ziel des Workshops ist die Vermittlung von Trainingsmethoden und didaktischen Kompetenzen. Künftigen Multiplikator*innen in Bibliotheken und anderen publikationsunterstützenden Bereichen sollen Fertigkeiten für eigene Trainingseinheiten vermittelt und eine Community of Practice aufgebaut und gestärkt werden. Grundkenntnisse zu Open Access sind von Vorteil. 1 2 3 Nächste...

  4. Open Access umsetzen

    Hier können Sie sich über die praktische Anwendung von Open Access informieren Zeitschriften herausgeben Repositorien betreiben Implementierung von Open Access Zeitschriften transformieren...

  5. Open Access und Forschungförderer

    Intro Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten Quelle: Dreher, L. (2020). Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten, open-access.network. https://doi.org/10.5446/48698 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Viele Förderorganisationen verpflichten ihre Förderempfänger*innen inzwischen zu Open Access und machen teilweise sehr konkrete Vorgaben zur Umsetzung. 2 Zahlreiche Förderorganisationen unterstützen Wissenschaftler*­innen bei Publikationskosten, die im Open Access entstehen können. 3 Es gibt auch Programme, die gezielt Open Access fördern. Förderer und ihre Vorgaben Förderorganisationen spielen im Wissenschaftsbetrieb eine zentrale Rolle. In vielen Disziplinen ist Forschung ohne ihre Unterstützung praktisch unmöglich. Während es in Deutschland seitens der Förderer keinen Zwang zu Open Access gibt, machen Einrichtungen im Ausland verpflichtende Open-Access-Vorgaben für Publikationen, die unter ihrer Förderung entstehen. Vorreiter sind hier beispielsweise der Wellcome Trust (Großbritannien) sowie die National Institutes of Health (NIH; USA). Falls Förderorganisationen festlegen, dass unter ihrer Förderung entstandene Forschungsergebnisse und -publikationen Open Access veröffentlicht werden müssen, können sie folgende Maßnahmen ergreifen: Pflicht zur Open-Access-Veröffentlichung von Forschungsdaten oder Projektveröffentlichungen (ggfs. mit Einhaltung einer Embargofrist ) mindestens in einem Repositorium Festsetzen von Höchstgrenzen für Embargofristen oder Pflicht zum Verzicht auf Embargofristen Die meisten öffentlichen Förderorganisationen erwarten goldene Open-Access-Veröffentlichungen oder die Bereitstellung über den grünen Weg nach einer Embargofrist. Häufig verlangen sie die Verwendung freier Lizenzen . Es ist ratsam, die Vorgaben von Förderorganisation und Verlagen abzugleichen und sich bei Unklarheiten frühzeitig zu erkundigen. Viele Förderorganisationen haben Open Access Policies , in denen sie sich eindeutig positionieren. In der Regel klären die Policies auch konkrete Förderbedingungen. Hilfreiche Informa­tionen über spezifische Policies von Förderorganisationen bietet Open Policy Finder . Bei kleineren Diskrepanzen zwischen Förderern und Verlagen sollten Autor*in­nen Kontakt zum Verlag aufnehmen. Bei zu großen Diskrepanzen sollten alternative Publikationsorte in Betracht gezogen werden. Im Folgenden werden die Open-Access-Vorgaben wichtiger Förderorganisatio­nen sowie deren Förderprogramme skizziert. Politische Positionierungen zu Open Access auf (supra-)nationaler Ebene finden Sie unter Positionen der Politik . Praxistipps Hier finden Sie die Folien zum Open Access Talk Fördererauflagen zu Open Access – was gilt es zu beachten? Hier finden Sie die Handreichung Open Access in die Förderpraxis integrieren – Empfehlungen für Stiftungen und private Förderer Finanzierung Hier finden Sie eine Einführung. Open Policy Finder Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Open Access Policies von Forschungsförderern. re3data Hier finden Sie Repositorien für Forschungsdaten. Helpdesk Gern berät unser Helpdesk bei Fragen zu Open Access. cOAlition S & Plan S Video zu Plan S und Förderung Quelle: Rooryck, J. (2020). Plan S and Funding. What is going to change?, open-access.network. https://doi.org/10.5446/49702 ( CC BY 3.0 DE ) Die 2018 ins Leben gerufene cOAlition S verfolgt mit Plan S die Strategie, den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen aus öffentlichen Förder­geldern sicherzustellen: Seit 2021 müssen Publikationen aus Forschungspro­jekten mit Förderung durch cOAlition-S-Mitglieder in Open-Access-Zeitschriften oder Open-Access-Publikationsplattformen veröffentlicht bzw. sofort und ohne Embargofrist in Open-Access-Repositorien öffentlich zugänglich gemacht werden ( Rücknagel, 2021 ). Prinzipien des Plan S Im Fokus der Initiative stehen die 10 Prinzipien des Plan S . Diese gelten verbindlich für alle von cOAlition-S-Mitgliedern geförderten Projekte. Wesentliche Prinzipien sind ( Rücknagel, 2021 ): Autor*innen bzw. deren Institutionen behalten Rechte an den Publikationen. Publikationen müssen mit der Veröffentlichung frei verfügbar und unter offener Lizenz veröffentlicht werden, bevorzugt CC BY. Gegebenenfalls sollen nicht Autor*innen, sondern deren Einrich­tungen oder Förderorganisationen Publikationskosten übernehmen, die im Open Access entstehen. Die Preisgestaltung der Publikationsorgane soll fair und transparent sein. Hybride Publikationsformen sollen nicht gefördert werden, außer es liegen transformative arrangements vor. Förderer sollen die Qualität der Forschungsleistung bewerten, nicht das Renommee des Publikationsorgans. Über das von der cOAlition S bereitgestellte Journal Checker Tool kann ermittelt werden, ob eine Open-Access-Zeitschrift kompatibel mit den Anforderungen des Plan S ist. Mitglieder der cOAlition S Zu den bekanntesten Mitgliedern der cOAlition S gehören: Europäische Kommission Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Agence nationale de la recherche (ANR) Research Council of Norway (RCN) World Health Organization (WHO) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) haben sich öffentlich zur cOAlition S bekannt, wirken allerdings nicht aktiv am Plan S mit. Europäische Kommission Die Europäische Kommission verpflichtete ihre Förderungsempfänger*innen bereits im Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 (2014-2020) zu Open Access. Das darauf folgende Programm Horizon Europe (2021-2027) schließt an diese Maßgabe an. Die Europäische Kommission bietet in diesem Zusammen­hang die für Förderempfänger*innen kostenfrei nutzbare Plattform Open Research Europe (ORE) an. Preprints , die auf ORE eingestellt werden, werden vor der Veröffentlichung eingehend geprüft - so soll sichergestellt werden, dass sie mit allen Policies und ethischen Rahmenbedingungen konform sind. Nach der Publikation findet ein Open-Peer-Review-Prozess statt. Nach der Begutachtung werden die Postprints an wichtige Literaturdatenbanken und Repositorien geschickt. Weitere Details zum Verfahren finden sich hier . Bedingungen Einen Überblick über die Rahmenbedingungen von Horizon Europe zum Thema Open Access finden sich in diesem Factsheet zu Open Science . Wissenschaftliche Publikationen müssen unmittelbar im Open Access veröffentlicht werden, Forschungsdaten sollen im Sinne der FAIR-Prin­zipien so offen wie möglich gehandhabt werden - unter bestimmten Umständen wird ein gewisser Grad an Closed Access toleriert. Für begut­achtete wissenschaftliche Publikationen gilt im Rahmen des Model Grant Agreements ( Europäische Kommission, 2021, S. 108-109 ): Spätestens zum Veröffentlichungszeitpunkt muss eine maschinen­lesbare elektronische Kopie der publizierten Fassung bzw. des finalen Manuskripts in einem vertrauenswürdigen Repositorium (nachzuschlagen im OpenDOAR ) veröffentlicht werden. Veröffentlichungen müssen unmittelbar im Open Access unter CC BY oder einer gleichwertigen Lizenz veröffentlicht werden. Monografien bzw. lange Textpublikationen können kommerzielle Nutzung oder Bearbeitung ausschließen (z.B. CC BY-NC, CC BY-ND). Über das Repositorium müssen Informationen über Forschungser­gebnisse bereitgestellt werden sowie über Instrumente, die zur Validierung der Ergebnisse benötigt werden. Darüber hinaus müssen Geförderte (oder Autor*innen) genügend Rechte am geistigen Eigentum behalten. Metadaten von Publikationen, die in Repositorien abgelegt wurden, müssen mit CC 0 oder einer äquivalenten Lizenz versehen werden. Weitere Details, auch zu den Rahmenbeding­ungen des Forschungsdatenmanagements, finden sich auf S. 108-109 des Model Grant Agreements ( Europäische Kommission, 2021 ). Unterstützung bei Publikationskosten Publikationsgebühren werden unter den folgenden Bedingungen übernommen ( Europäische Kommission, 2021, S. 109 ): Die Veröffentlichung muss in einem reinen Open-Access-Publikationsorgan erfolgen. Der Publikationsort muss Open-Access-Publikationsstandards erfüllen (Lizenzierung, Peer Review). Projekte zur Förderung von Open Access Die Europäische Kommission fördert mehrere Projekte zu Open Access und Open Science wie OpenAIRE, die Forschungsdateninfrastruktur EOSC und das HIRMEOS-Projekt . Im Rahmen von OpenAIRE entstand auch das universelle Datenrepositorium Zenodo . Zum Anschauen des Videos auf YouTube auf das Bild klicken. Open Research Europe: The new EU open access publishing platform. Quelle: EU Science & Innovation (2021). Open Research Europe: The new EU open access publishing platform. YouTube https://www.youtube.com/watch?v=Z7bW2_xX3iU Praxistipp Hier finden Sie die Folien zum Open Access Talk Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten . Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Mit seiner neuen Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access ( BMBF, 2020 ) hat das BMFTR (vormals BMBF) in Deutschland die Etablierung von Open Access als Standard wissenschaftlichen Publizierens gestärkt. Im Rahmen einer nationalen Open-Access-Strategie soll die Open-Access-Trans­formation beschleunigt werden. Bis 2025 sollen 70 % aller neu erscheinenden wissenschaftlichen Publikationen ausschließlich oder zusätzlich Open Access veröffentlicht werden. Open Access ist keine Pflicht - die Entscheidung bleibt in der Hand der vom BMFTR geförderten Wissenschaftler*innen. Diese werden allerdings aufgefor­dert, Forschungsergebnisse aus den geförderten Projekten über den goldenen oder den grünen Weg des Open Access zu publizieren. Unterstützung bei Publikationskosten Bei Open-Access-Veröffentlichungen anfallende Publikationskosten können über Projektmittel gedeckt bzw. mitbeantragt werden. Für Veröffentlichungen während der Laufzeit des Projektes sind die Publikationskosten für Open Access auf diese Weise gesichert. Der Post-Grant-Fund finanziert Publikationskosten, wenn es sich um Er­gebnisse aus bereits abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten han­delt ( BMBF, 2017 ). Der Bewilligungszeitraum darf höchstens drei Jahre zurückliegen; Beiträge müssen überdies unter einer Lizenz ver­öffentlicht werden, welche "mindestens das entgeltfreie, unwiderrufliche, weltweite Recht einräumt, in elektronischer Form zu lesen, zu vervielfältigen, weiter­zugeben oder öffentlich zugänglich zu machen" ( Rücknagel, 2021 ). Projekte zur Förderung des Open Access Das damalige BMBF förderte 20 Projekte für die Transformation zu Open Access . Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Die DFG hat 2003 die Berliner Erklärung unterzeichnet und äußert die Erwar­tung , dass geförderte Wissenschaftler*innen "Projektergebnisse zum Zweck der wissenschaftsadäquaten Kommunikation im Open Access" veröffentlichen, ge­nauer gesagt sollen "[d]ie entsprechenden Beiträge [...] direkt in qualitätsgesich­erten bzw. fachlich anerkannten Open-Access-Zeitschriften oder auf [...]-Platt­formen publiziert oder zusätzlich zur Verlagspublikation möglichst ohne Zeitver­zug in disziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive (Reposito­rien) eingestellt werden" ( Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2021, S. 42-43 ). Auch wenn die DFG die cOAlition S unterstützt, gibt es bislang keine Pflicht zu Open Access. Programme zur Unterstützung bei Publikationskosten Die DFG bietet folgende Fördermöglichkeiten zur Unterstützung bei Publikationskosten: Das Förderprogramm Open-Access-Publikationskosten löst das langjährige Programm Open Access Publizieren ab. Es gewährt wis­senschaftlichen Einrichtungen festgelegte Open-Access-Zuschüsse. Einzelpersonen können die Publikationskostenpauschale für Open-Access-Veröffentlichungen verwenden, sollten dabei allerdings Rücksprache mit der eigenen Bibliothek bzw. zentralen Servicestellen halten, um Doppelförderung zu vermeiden. Über das Förderprogramm Publikationsbehilfe können u. a. ausschließlich kostenpflichtige elektronische Buchpublikationen sowie Open-Access-E-books gefördert werden. In jedem Fall muss hier laut Merkblatt ein Verzicht auf Open Access explizit begründet werden. Programme zur Förderung von Open Access Im Rahmen des Förderprogramms Infrastrukturen für wissenschaft­liches Publizieren unterstützt die DFG Projekte mit Open-Access-Bezug. Das Förderprogramm hat drei thematische Schwerpunkte: Strukturbildung für die Open-Access-Transformation Open-Access-Infrastrukturen Digitales Publizieren Im Rahmen desselben Programms können überdies Projekte beantragt werden, die sich der Gründung oder dem Ausbau einer einzelnen Open-Access-Zeitschrift widmen oder auf die Transformation einer bestehenden Zeitschrift abzielen. Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Auch der österreichische Wissenschaftsfonds FWF hat die Berliner Erklärung unterzeichnet und wirkt an der cOAlition S mit. Wissenschaftler*innen, deren Projekte teilweise oder vollständig vom FWF gefördert werden, werden folglich dazu verpflichtet , referierte Forschungsergebnisse Open Access zu veröffentlichen. Bedingungen Drei Publikationsmodelle sind möglich ( Rücknagel, 2021 ): Veröffentlichung in Open-Access-Publikationsmedien Veröffentlichung in transformativen Open-Access-Publikations­medien Unmittelbare Selbstarchivierung des akzeptierten Manuskripts zum Veröffentlichungszeitpunkt unter einer CC-BY-Lizenz oder einer äqui­valenten offenen Lizenz. In Ausnahmefällen kann CC BY-ND verwen­det werden, dies muss allerdings vom FWF genehmigt werden. Bis zu drei Jahre nach Projektende können Kostenanträge für begutachtete Publikationen gestellt werden. An den Publikationsort werden folgende Anforderungen gestellt ( Rücknagel, 2021 ): Eine Veröffentlichung in hybriden Zeitschriften ist gemäß Plan S nicht ausreichend, außer es existiert ein transformative arrangement . Über das Journal Checker Tool kann ermittelt werden, ob eine Zeitschrift den Anforderungen des Plan S entspricht. Die Qualität des Publikationsorts muss angemessen sein: Zeitschriften müssen im DOAJ , Verlage im DOAB und Repositorien im OpenDOAR gelistet sein. Preisgestaltung und Qualitätssicherung ( Peer-Review ) müssen transparent sein. Auch Forschungsdaten müssen seit Januar 2019 Open Access und im Sinne der FAIR-Prinzipien veröffentlicht werden, sofern sie den wissen­schaftlichen Publikationen eines FWF-geförderten Projekts zugrunde­liegen. Bei allen weiteren Forschungsdaten liegt es im Ermessen der Projektleiter*innen, ob diese frei zugänglich veröffentlicht werden. Müssen Forschungsdaten veröffentlicht werden, soll dies schnellstmög­lich und unter Verwendung einer CC-BY-Lizenz oder einer ähnlichen offenen Lizenz geschehen, spätestens jedoch zusammen mit der wissenschaftlichen Publikation, der die Forschungsdaten zugrundeliegen. Sollte ein offener Zugang zu Forschungsdaten nicht möglich sein, muss dies begründet werden. Programm zur Förderung des Open Access Der FWF fördert selbstständige Publikationen , wobei "auch neue digitale Formate wie beispielsweise Apps, Wiki-Modelle, wissenschaftlich kom­mentierte Datenbanken" gefördert werden. Die Förderung der Etablie­rung oder Modernisierung von wissenschaftlichen Zeitschriften wird mit dem Ziel gefördert, den Mindestanforderungen des Plan S zu entsprechen. Schweizerischer Nationalfonds (SNF) Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat die Berliner Erklärung unterzeich­net, unterstützt Plan S ( Philipp, 2018 ) und verpflichtet Förderempfänger*innen dazu, Ergebnisse aus SNF-geförderter Forschung Open Access zu veröffentli­chen, da "[m]it öffentlichen Geldern finanzierte Forschungsresultate [...] ein öffentliches Gut sind" und "daher digital und kostenlos zugänglich" sein sollten. Bedingungen Wissenschaftler*innen können zwischen dem grünen und dem goldenen Weg wählen. Auch hybride Veröffentlichungen erfüllen die Kriterien des SNF – anders als bei goldenen Veröffentlichungen werden hier allerdings keine Publikationsgebühren vom SNF übernommen. Ein Leitfaden beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten und das Vorgehen zur Erfüllung der Open-Access-Vorgaben des SNF. Über den goldenen Weg anfallende Publikationskosten können über die Open-Access-Plattform des SNF (mySNF) beantragt werden. Der SNF empfiehlt dabei, zu überprüfen, ob die Zeitschrift der Wahl im DOAJ gelistet ist. Ist dies der Fall, werden die Open-Access-Verpflichtungen des SNF automatisch erfüllt. Wählen Autor*innen den grünen Weg, müssen Zeitschriftenartikel spä­testens nach sechs Monaten, Bücher und Buchkapitel spätestens nach zwölf Monaten öffentlich zugänglich sein. Publikationen müssen mindes­tens als Author's Accepted Manuscript , d. h. mit den Änderungen nach dem Peer Review online gestellt werden (Verlagslayout ist nicht nötig). Die Publikation muss in einem Repositorium abgelegt werden, welches einen dauerhaft kostenfreien Zugang ermöglicht. Falls Verlage längere Embargofristen als die vom SNF zulässigen vorschreiben, stellt der SNF im Leitfaden einen Formulierungsvorschlag für die Kontaktaufnahme mit dem Verlag zur Verfügung. Dort finden sich auch die an Repositorien gestellten Anforderungen sowie eine Liste akzeptierter institutioneller Repositorien. Programm zur Förderung des Open Access Open-Access-Buchpublikationen werden auch außerhalb einer Projektförderung durch den SNF unterstützt. VolkswagenStiftung Die VolkswagenStiftung befürwortet grundsätzlich Open Access und erwartet "dass die Ergebnisse der von ihr geförderten Vorhaben der Öffentlichkeit nicht nur über die herkömmlichen Printmedien" sondern auch im Open Access zugänglich gemacht werden ( VolkswagenStiftung, 2021, S. 7 ). Embargofristen zwischen sechs und zwölf Monaten sind möglich ( Rücknagel, 2021 ). Unterstützung bei Publikationskosten Article Processing Charges (APCs) und Book Processing Charges (BPC) können zweckgebunden beantragt werden. Hinsichtlich der Qualitätsan­forderungen an Zeitschriften und Buchverlage ist zu beachten ( VolkswagenStiftung, 2018 ): Zeitschriften müssen im DOAJ verzeichnet sein. Bei Monografien sollten Verlage gewählt werden, die im DOAB gelistet oder OASPA-Mitglieder sind. Eine weitere Voraussetzung zur Erstattung der Publikationskosten ist, dass Persistent Identifiers (wie z. B. DOIs ), Metadaten und möglichst offene CC-Lizenzen vergeben werden. Die Volkswagenstiftung empfiehlt überdies, dass die Verwertungsrechte bei den Autor*innen bleiben ( VolkswagenStiftung, 2018 ). Die Stiftung unterstützt die nachhaltige Speicherung sowie den offenen Zugang zu Forschungsdaten aus den von ihr unterstützten Projekten im Sinne der FAIR-Prinzipien. Antragsteller*innen werden aufgefordert, einen Datenmanagementplan mit einzureichen. Weitere Details zu Forschungsdaten sowie Open-Source-Programmen, die bei den von der Stiftung geförderten Projekten entstehen, finden sich im Leitfaden der VolkswagenStiftung ( 2018 ). Literatur Bundesministerium für Bildung und Forschung. (2017, August 28). Richtlinie zur Förderung von Open Access-Publikationen aus abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten (Post-Grant-Fund), Bundesanzeiger vom 01.09.2017 . BMBF.de. https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2017/09/1404_bekanntmachung Bundesministerium für Bildung und Forschung. (2020, May 18). Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access, Bundesanzeiger vom 17.06.2020 . BMBF.de. https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2020/06/3044_bekanntmachung Deutsche Forschungsgemeinschaft. (2021). Verwendungsrichtlinien. Allgemeine Bedingungen für Förderverträge mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) . https://www.dfg.de/formulare/2_00/v/dfg_2_00_de_v0121.pdf Europäische Kommission. (2021). Horizon Europe (HORIZON) Euratom Research and Training Programme (EURATOM). General Model Grant Agreement EIC Accelerator Contract. https://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/docs/2021-2027/common/agr-contr/general-mga_horizon-euratom_en.pdf Philipp, T. (2018, September 4). Freier Zugang zu Publikationen: Der SNF unterstützt den europäischen Plan S . SNF.Ch. https://www.snf.ch/de/0pAC5oBtDJQ10ABP/news/news-180904-freier-zugang-der-snf-unterstuetzt-plan-s Rücknagel, J. (2021, April 15). Fördererauflagen zu Open Access - was gilt es zu beachten? OpenAccessTalk. https://doi.org/10.5281/zenodo.4694320 Volkswagenstiftung. (2018). Information Open Access - Open Data - Open Source . https://www.volkswagenstiftung.de/sites/default/files/downloads/OpenAccessOpenDataOpenSource-Hinweise_10_2018.pdf VolkswagenStiftung. (2021). Bewilligungsgrundsätze . https://www.volkswagenstiftung.de/sites/default/files/downloads/Bewilligungsgrunds%C3%A4tze%2002_2021.pdf Weiterführende Literatur Dreher, L. (2021). Open-Access-Vorgaben in EU-Projekten. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5223006 Europäische Kommission. (2017). H2020 Programme. Guidelines to the Rules on Open Access to Scientific Publications and Open Access to Research Data in Horizon 2020. (Version 3.2.). https://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/grants_manual/hi/oa_pilot/h2020-hi-oa-pilot-guide_en.pdf Rooryck, J. (2020). Plan S and funding - what is going to change?. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.4159203...

  6. Open Publishing Fest

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  7. Open-Access-Geschäftsmodelle für Zeitschriften

    Intro Finanzierung von Open-Access-Artikeln Quelle: Becklas Dorow, C., Hauss, J. (2026). Open-Access-Artikel finanzieren – welche Wege gibt es?. Technische Informationsbibliothek (TIB), open-access.network. https://doi.org/10.5446/73319 ( CC BY 3.0 DE ) Das erfahren Sie in diesem Artikel 1 Es gibt verschiedene Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für Open-Access-Zeitschriften. 2 Grundsätzlich lassen sich drei Formen der Finanzierung unterschei­den: APC-basierte, institutionelle und konsortiale Modelle. 3 Im Rahmen der Open-Access-Transformation sollten effiziente, transparente und faire Modelle bevorzugt angewendet werden. Kosten von Zeitschriften Open Access beinhaltet den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Informa­tion und deren freier Nachnutzung. Da Open-Access-Zeitschriften für Leser*in­nen kostenlos zugänglich sind, können bei der Produktion entstehende Kosten ( Grossmann & Brembs, 2021 ) nicht über Subskriptionen wieder eingenommen werden, sondern müssen durch alternative Geschäftsmodelle finanziert werden. Die sogenannte Zeitschriftenkrise und die damit verbundenen großen Gewinne wissenschaftlicher Verlage aus öffentlichen Mitteln waren wesentliche Gründe für das Aufkommen der Open-Access-Bewegung. Deshalb ist es sinnvoll, bei Geschäftsmodellen zwischen Kostendeckung und Gewinnerzielung zu unterscheiden, speziell dort, wo es um die Umschichtung von Kosten für die Open-Access-Transformation von Zeitschriften geht. In jedem Fall müssen Betriebs- und Personalkosten finanziert werden, die benötigt werden, um Werke entgegenzunehmen, zu verwalten, zu veröffentlichen und zu verteilen. Dazu kommen Kosten, die für die Infrastruktur, wie Serverka­pazitäten und Webseiten anfallen. Im Bereich der Publikation von Daten oder multimedialen Inhalten kommen neue Anforderungen hinzu. Im Bereich des goldenen Wegs des Open Access existieren eine Reihe unter­schiedlicher Geschäftsmodelle ( Keller, 2017 ; Russell, 2019 ; Waidlein et al., 2021 ). Grundsätzlich lassen sich Open-Access-Zeitschriften durch Publikationsgebühren ( APCs ), durch Institutionen oder durch Konsortien finanzieren. Bei Modellen, die gänzlich ohne APCs auskommen, spricht man auch von Diamond Open Access . Praxistipp Hier finden Sie die Folien zum Open Access Talk Open-Access-Finanzierung: Fragen und Probleme . Quelle: verändert nach Oberländer, A. (2020). Open Access – Es ist nicht alles Gold, was glänzt. In: Open Science. Von Daten zu Publikationen. Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4018594 ( CC BY 4.0 International ) Alternative Geschäftsmodelle für Open-Access-Publikationen Quelle: Strauß, H., Rücknagel, J., & Hauss, J. (2022). Alternative Geschäftsmodelle für Open-Access-Publikationen. https://doi.org/10.5446/60353 ( CC BY 3.0 DE ) Finanzierung vonseiten der Autor*innen Article processing charges (APCs) Zentral am Author-Pays-Modell ist, dass zwischen Annahme und Veröff­entlichung eines Beitrags die Zahlung der als Article Processing Charges (APCs) bezeichneten Publikationskosten durch die Autor*innen bzw. deren Institution erfolgt. Die Verfügbarkeit von Mitteln und die Akzeptanz für derartige Zahlungen hängen auch von der Publikationskultur der Fachdisziplin ab. Weitere Faktoren sind der Zugang zu Drittmitteln und die berufliche Position der Autor*innen. Deshalb werden APCs häufig kritisch gesehen : Befürchtet wird, dass sie Zugangsbarrieren insbeson­dere für Autor*innen aus Ländern des globalen Südens oder für Wissen­schaftler*innen am Beginn ihrer Karriere schaffen. Andererseits bieten viele kommerzielle Open-Access-Zeitschriften die Möglichkeit, auf APCs in Einzelfällen (z. B. für Autor*innen aus Ländern mit niedrigem und mittle­rem Einkommen; Lawson, 2015 ) zu verzichten bzw. diese Kosten auf die APC-zahlenden Autor*innen umzulegen. Viele Forschungsförderer verlangen, dass aus geförderten Projekten entstehende Veröffentlich­ungen zu Open-Access-Bedingungen publiziert werden und übernehmen im Gegenzug die Zahlung von APCs. Die Ausweitung von APC-Modellen kann jedoch zu einer Belastung der Forschungsetats führen. Publikationsfonds Ein Instrument zur institutionellen Unterstützung von Autor*innen bei anfallenden APCs sind Publikationsfonds , mit denen viele Universitäten und Forschungseinrichtungen stellvertretend für ihre Autor*innen Publi­kationskosten übernehmen ( Bruch et al., 2014 ; vgl. die Übersicht im Open Access Directory). Vielfach fließen auch für den Literaturerwerb, insbesondere für Zeitschriftenabonnements vorgesehene Mittel in Publi­kationsfonds ein. Auf diese Weise bezahlen zwar nach wie vor wissen­schaftliche Einrichtungen für Publikationen, diese sind nun jedoch weltweit frei zugänglich. In Deutschland ist die Einführung von Publikationsfonds seit langem mit institutionellen Förderprogrammen der Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG) verbunden. Seit 2020 können Hochschulen und außeruni­versitäre Forschungseinrichtungen im neu ausgerichteten DFG-Förder­programm Open-Access-Publikationskosten festgelegte Zuschüsse zur Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse im Open Access beantragen. Mit dieser Teilfinanzierung von Einzelpublikationen wird auch weiterhin der Betrieb von Publikationsfonds unterstützt. Zuschüsse zu den Open-Access-Publikationsgebühren sind u. a. für Zeitschriftenartikel, auch für Artikel aus Transformationsverträgen wie denen des Projekts DEAL möglich. Einige deutsche Bundesländer stellen für die Förderung von Open Access aus Landesmitteln eine Finanzierung von Publikationsfonds zur Verfü­gung, darunter Schleswig-Holstein (bis 2024). Darüber hinaus können zwischen Open-Access-Verlagen und Wissenschaftseinrichtungen geschlossene Verträge die Abwicklung von APCs sowie etwaige Rabatte regeln. Hybride Zeitschriften: Open Access als Ausnahme Ein stark umstrittenes Geschäftsmodell sind kostenpflichtige Open-Access-Optionen für einzelne Artikel in eigentlich subskriptionsbasierten Zeitschriften (die dann häufig als hybride Zeitschriften bezeichnet werden). Auf diese Weise bezieht die Zeitschrift nicht nur Einnahmen aus Abonnements, sondern zusätzlich aus Artikeln, die gegen eine Publika­tionsgebühr zur Open-Access-Nutzung freigeschaltet werden. Die Kosten pro Artikel sind in der Regel deutlich höher als bei reinen Open-Access-Zeitschriften, obwohl eine Doppelfinanzierung vorliegt. Diese häufig als Double Dipping kritisierte Mehrfachfinanzierung wird hauptsächlich von kommerziellen Verlagen betrieben und auf existierende Zeitschriften angewandt, die nicht in Open-Access-Zeitschriften umgewandelt werden sollen. Weitere Vorbehalte gegen dieses Modell beziehen sich darauf, dass solche hybriden Modelle keinen Beitrag zur Transformation des wissenschaftlichen Publikationsmarktes hin zu Open Access leisten, dass Kostenberechnungen intransparent sind und dass einzelne Open-Access-Artikel in Closed-Access-Zeitschriften keine ausreichende Sicht­barkeit erreichen würden. In Verhandlungen mit Verlagen (z. B. bei einzelnen Abonnements, aber auch bei Nationallizenzen und Konsortial­modellen) drängen öffentliche Einrichtungen zumeist auf Gegenmaß­nahmen zum Double Dipping, z. B. durch eine anteilige Senkung der Abonnementkosten, die dem Anteil von Open-Access-Artikeln entspricht. In Deutschland hat das DEAL-Konsortium mit den Wissenschaftsverlagen Springer Nature, Wiley und Elsevier Transformationsverträge abgeschlossen, um dieses Problem wirksam zu beheben. Das Author-Pays-Modell ist inzwischen weit verbreitet und wird fälschlicherwei­se häufig synonym für alle Open-Access-Geschäftsmodelle verwendet. Dabei haben Zeitschriften schon vor Beginn der Open-Access-Bewegung ihre Autor*­innen zur Finanzierung herangezogen, umgekehrt verlangen sehr viele Open-Access-Zeitschriften kein Geld von ihren Autor*innen. So erheben von den insgesamt 20.949 im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelisteten Zeitschriften (Stand: August 2025) 13.824 keine Publikationsgebühren . Institutionelle Finanzierung Geschäftsmodelle, die auf direkte Zahlungen von Autor*innen setzen, bringen einen großen Verwaltungsaufwand mit sich. Darüber hinaus wird befürchtet, dass durch APCs ungleiche Zugangsvoraussetzungen zu wissenschaftlichen Publikationsmöglichkeiten entstehen. Deshalb gibt es Interesse an Modellen, die direkt auf eine Finanzierung durch Institutionen setzen. Institutionen können z. B. Publikationsdienste anbieten oder Open-Access-Zeitschriften komplett finanzieren, sodass auch andere Autor*innen davon profitieren. Eine traditionsreiche Variante ist die (Teil-)Finanzierung von Publikationen über Fachgesellschaften oder andere Institutionen einer Wissenschaftsdisziplin. Einige Fachgesellschaften finanzieren ihre Publikationsaktivitäten traditionell durch Mitgliedsbeiträge. Hierbei sind die organisierten Wissenschaftler*innen in der Regel sowohl Nutzer*innen als auch Autor*innen der dort veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel, sodass die Kosten der Open-Access-Publikation auf beide Gruppen verteilt sind. Ein Beispiel für eine Zeitschrift, die von einer Community getragen wird, ist Documenta Mathematica , die durch die Deutsche Mathematiker-Vereinigung gegründet wurde. Die elektronisch im Open Access und gegen eine geringe Gebühr auch als Printausgabe vertriebene Zeitschrift verursacht nach Angaben der Vereinigung nur geringe Kosten, die überwiegend von der Vereinigung bezahlt werden. Letztendlich beruhen viele Open-Access-Zeitschriften auf dem Engagement der beteiligten Personen - die entweder im Rahmen ihrer Anstellung oder ehren­amtlich an der Zeitschrift mitarbeiten. Die Unterstützung durch Personal und ggf. die Übernahme von Sachkosten kann als eine wichtige Form institutioneller Unterstützung angesehen werden. Darüber hinaus investieren viele wissen­schaftliche Einrichtungen heute in eigene Publikationsdienste, beispielsweise Plattformen und Services zur Erstellung von Zeitschriften mithilfe der Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) . Die Institution subventioniert hier die Kosten für die Bereitstellung der Inhalte und ist ggf. für Teile des Publikationsprozesses verantwortlich. Praxistipp Das OA Journals Toolkit bietet praxisorientierte Hinweise zur Gründung neuer Open-Access-Zeitschriften. Ergänzend dazu liefern die Handreichungen des Projekts Scholar-led Plus wertvolle Unterstützung bei der Weiterentwicklung, Professionalisierung und langfristigen Verstetigung wissenschaftsgeleiteter Publikationstätigkeiten an Ihrer Institution. Seit Mai 2025 ergänzt die Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) dieses Angebot: Als DFG-gefördertes Projekt übernimmt SeDOA eine koordinierende Rolle mit dem Ziel, die Effizienz des Diamond Open Access (DOA) Publizierens in Deutschland nachhaltig zu steigern – durch die Optimierung bislang dezentral erbrachter Dienstleistungen, die zentrale Bereitstellung relevanter Informationen sowie die gezielte Förderung struktureller und technischer Innovationen. Zeitschriften herausgeben Hier finden Sie eine Einführung. Redaktionsprozess bei Open Journal Systems (OJS) Quelle: OJS-net.de Gemeinschaftliche Finanzierung: Konsortium, Mitgliedschaft und Crowdfunding Quelle: Wrzesinski, Marcel: Nachhaltige Finanzierung und Organisation von Zeitschriften. Wissenschaftsgeleitete Zeitschriften: Workflows, Finanzierung und Governance, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, 2023. https://doi.org/10.5446/62588 KOALA – Konsortiale Open Access Lösungen Aufbauen Das Konsortialmodell KOALA ermöglicht eine nachhaltige Finanzierung für Diamond-Open-Access -Publikationen. KOALA schnürt thematisch fokussierte Zeitschriften zu Bündeln, die wissenschaftlichen Einrichtungen – insbesondere Bibliotheken und Forschungseinrichtungen – zur gemeinschaftlichen Finanzierung angeboten werden. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Größe und Art der Einrichtung, der Anzahl des wissenschaftlichen Personals und der Studierenden. Sobald das Finanzierungsziel für ein Zeitschriftenbündel erreicht ist, werden die enthaltenen Titel für drei Jahre gesichert finanziert und vollständig frei zugänglich gemacht. Regelbetrieb an der TIB Hannover Die TIB fungiert als zentraler Dienstleister und Koordinator für das KOALA-Modell und betreibt das Angebot im Regelbetrieb für Zeitschriften in ihrem Fächerspektrum (Natur- und Technikwissenschaften). Dabei übernimmt sie das Hosting, das Konsortialmanagement und die Kommunikation mit den Verlagen und Partnerinstitutionen. Durch diesen organisatorischen Rahmen wird eine stabile, transparente und faire Finanzierung von Open-Access-Zeitschriften im MINT-Bereich gewährleistet. KOALA an der SLUB Dresden Seit 2024 wird das KOALA-Modell auch an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) pilotiert. Unter dem Namen KOALA-SLUB wurden Zeitschriftenbündel-Angebote für unterschiedliche Fachbereiche entwickelt. Die SLUB Dresden übernimmt dafür äquivalent zur TIB Hannover die Organisation der KOALA-Finanzierungslösung. OLEcon OLEcon unterstützt Diamond-Open-Access-Zeitschriften aus den Wirtschaftswissenschaften durch die Organisation einer konsortialer Ko-Finanzierung für Zeitschriften, die entweder bereits Open Access publizieren, sich neu gründen oder aus einem Subskriptionsmodell wechseln ( flippen ) möchten. Das Pledging erfolgt jährlich. Das Bündel der OLEcon-Zeitschriften wächst stetig an. Zeitschriften können sich in regelmäßigen Ausschreibungsrunden für eine Förderung bewerben. Bereits geförderte Zeitschriften werden nach drei Jahren evaluiert. Neben der angestrebten breiten institutionellen Beteiligungetabliert OLEcon ein System zur Erfolgskontrolle, damit das Konsortium möglichst stabil und nachhaltig funktionieren kann. edu_consort_oa edu_consort_oa setzt sich zum Ziel durch Crowdfunding und konsortiale Finanzierung Open-Access-Publikationen in der Erziehungswissenschaft, Bildungsforschung und Fachdidaktik nachhaltig zu finanzieren. Bibliotheken können sich in Edu_consort_oa an jährlichen Finanzierungsrunden zur Finanzierung von Open-Access-Monografien und Diamond-Open-Access-Zeitschriften beteiligen. Derzeit werden jährlich rund 20 E-Books als Paket sowie erstmals bis zu fünf Diamond Open-Access-Zeitschriften für zwei Jahre (einzeln, nicht im Paket) gefördert. Eine Übersicht der geförderten E-Books kann auf der Internetseite des Fachportals Pädagogik eingesehen werden. Alle geförderten Titel sind über peDOCS und die FIS Bildung Literaturdatenbank zugänglich. OACIP Ziel des Open Access Community Investment Program (OACIP) ist es, nicht-kommerzielle Diamond-Open-Access-Zeitschriften durch ein konsortiales Finanzierungsmodell langfristig zu unterstützen. Wissenschaftliche Institutionen können gezielt qualitätsgesicherte Publikationen fördern, die anhand standardisierter Kriterien zu Transparenz und Nachhaltigkeit bewertet werden. Der Finanzierungszeitraum erstreckt sich je über drei Jahre. Institutionen können entweder alle oder einzelne angebotene Journals mitfinanzieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in einen „General Fund“ einzuzahlen, mit dem Finanzierungslücken der OACIP-Journals aufgefüllt werden. 2024 wurden durch OACIP acht Journals sowohl aus dem MINT-Bereich als auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften finanziert. SCOAP³ SCOAP³ (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) ist ein internationales Konsortium zur Open-Access-Finanzierung im Bereich der Hochenergiephysik. Es hat zum Ziel, wissenschaftliche Artikel weltweit frei zugänglich zu machen – ohne Publikationsgebühren für Autor*innen. Die Finanzierung übernehmen über 3.000 Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen aus mehr als 40 Ländern. Koordiniert wird SCOAP³ vom CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Verlagen. Die Beiträge der Partner richten sich nach dem Publikationsaufkommen und werden zentral verwaltet. SCOAP³ transformiert bestehende Subskriptionsmodelle in ein gemeinschaftlich finanziertes Open-Access-Modell. In der aktuellen Finanzierungsphase (2025–2027) sind weltweit elf Zeitschriften frei zugänglich. Durch gemeinschaftliche Finanzierungsmodelle für Open-Access-Publikationen entfallen sowohl Publikations- als auch Subskriptionsgebühren ( Diamond Open Access ). Um eine solche kostenfreie Veröffentlichung für Forschende zu ermöglichen, schließen sich wissenschaftliche Einrichtungen zusammen und tragen gemeinsam die Kosten. Dafür existieren verschiedene Ansätze, darunter konsortiale Finanzierung, Mitgliedschaftsmodelle und Crowdfunding. Diese Modelle lassen sich nicht immer eindeutig voneinander abgrenzen, weisen jedoch bestimmte Grundcharakteristika auf. Die konsortiale Finanzierung beschreibt ein kollaboratives Modell, bei dem mehrere wissenschaftliche Institutionen – typischerweise Bibliotheken, Hochschulen oder Forschungsförderer – gemeinsam die Finanzierung von Open-Access-Zeitschriften, -Büchern oder -Infrastrukturen übernehmen ( Reinsfelder & Pike, 2018 ). Beispiele sind KOALA , OLEcon und Scoap3 . Mitgliedschaftsmodelle , wie beispielsweise die Open Library of Humanities (OLH) , ermöglichen wissenschaftlichen Einrichtungen über einen festen jährlichen Mitgliedsbeitrag die Infrastruktur, redaktionelle Arbeit, Qualitätssicherung und Langzeitarchivierung von Diamond Open Access Zeitschriften zu finanzieren. Beim Crowdfunding wird in der Regel ein konkretes Vorhaben zur Finanzierung ausgeschrieben, z. B. bestimmte Zeitschriften- oder Buchpakete. Eine bekannte Plattform für die Realisierung von Open-Access-Publikationen im Crowdfunding-Verfahren ist Knowledge Unlatched . Meist sind Crowdfunding-Kampagnen zeitlich befristet. Wird das Finanzierungsziel erreicht, kann das Projekt umgesetzt werden. Auch wenn Crowdfunding oft projektbezogen ist, zielen viele Initiativen auf längerfristige Strukturen ab. Erfolgreiches Crowdfunding kann z. B. den Grundstein für eine spätere Mitgliedschafts- oder Konsortialfinanzierung legen. Ein weiteres Modell ist Subscribe to Open (S2O) , bei dem Open-Access-Periodika durch bestehende Subskriptionen finanziert werden. Bibliotheken und Institutionen werden jährlich eingeladen, ihr Abonnement zu den bisherigen Konditionen zu verlängern – mit dem Ziel, die Inhalte der Zeitschrift für alle frei zugänglich zu machen. Wird das Finanzierungsziel erreicht, erscheint der gesamte Jahrgang im Open Access. Wird es nicht erreicht, bleibt der Zugang wie bisher beschränkt. S2O bietet damit einen sanften Übergang zu Open Access, ohne strukturelle Umstellungen für Bibliotheken oder Mehrkosten für Forschende. Praxistipp Der Diamond Funding Navigator von der TIB bündelt Angebote für die kollektive Finanzierung von Diamond-Open-Access-Publikationen weltweit - laufende und zurückliegende. Dies soll insbesondere Personen, die in der Literaturerwerbung und Lizenzierung tätig sind, sowie Fachreferent:innen dabei unterstützen, passende Finanzierungsangebote zu finden. Weitere Finanzierungsoptionen Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Open-Access-Veröffentlichungen ist der parallele Verkauf der Inhalte in separaten (Druck-)Ausgaben. Im digitalen Bereich gibt es verschiedene Versuche, so genannte Freemium-Modelle umzusetzen, bei denen die kostenpflichtige Variante mehr Nutzen liefern soll als die kostenlose Variante. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass parallel zur HTML-Variante eines Artikels die als höherwertig eingestufte PDF-Fassung nur für zahlende Kund*innen zugänglich gemacht wird. Ein Beispiel dafür ist das in den Sozial- und Geisteswissenschaften angesiedelte Projekt OpenEdition . OpenEdition OpenEdition ist eine digitale Publikationsplattform, die sich auf die Geistes- und Sozialwissenschaften spezialisiert hat. Sie wurde in Frankreich gegründet und wird vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS) unterstützt. OpenEdition bietet Wissenschaftler*innen und Einrichtungen Infrastruktur und Services für die Veröffentlichung und Sichtbarmachung von wissenschaftlichen Inhalten im Open Access. Die Plattform umfasst vier zentrale Angebote: OpenEdition Journals (wissenschaftliche Zeitschriften) OpenEdition Books (monografische Werke) Hypothèses (wissenschaftliche Blogs) Calenda (wissenschaftlicher Veranstaltungskalender) Ziel von OpenEdition ist es, den freien Zugang zu qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Informationen zu fördern und eine nachhaltige, nicht-kommerzielle Publikationsumgebung für die akademische Community bereitzustellen. Transformation und Transparenz Die Transformation von einer von Abonnements geprägten Landschaft wissen­schaftlicher Zeitschriften hin zu einer hauptsächlich Open-Access-orientierten Landschaft stellt im Bereich der Geschäftsmodelle eine große Herausforderung dar. In Deutschland versucht das Projekt DEAL durch Konsortialverträge mit einer Open-Access-Komponente ( publish and read ) zu einer Transformation von Zeitschriften beizutragen. Während es möglich scheint, Zeitschriften kom­plett umzustellen und den Betrieb dabei kostendeckend zu gestalten, führen die hohen Beträge, die im Author-Pays-Modell in Rechnung gestellt werden, womöglich insgesamt eher zu einer Kostensteigerung für die Wissenschaft (Mittermaier, 2025). Mit ESAC (Efficiency and Standards for Article Charges) hat sich eine internationale Initiative gegründet, die die Abwicklung der Publikationskosten im Rahmen von Transformationsverträgen effizient und transparent gestalten möchte. Literatur Borrego, A. (2023). Article processing charges for open access journal publishing: A review . Learned Publishing: Volume 36 (3), 359-378. https://doi.org/10.1002/leap.1558 Bruch, C., Fournier, J., & Pampel, H. (2014). Open-Access-Publikationsfonds: Eine Handreichung (Arbeitsgruppe Open Access der Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, Ed.). https://doi.org/10.2312/allianzoa.006 Keller, A. (2017). Finanzierungsmodelle für Open-Access-Zeitschriften. Bibliothek Forschung und Praxis , 41 (1), 22–35. https://doi.org/10.1515/bfp-2017-0012 Lawson, S. (2015). Fee waivers for open access journals. Publications , 3 (3), 155–167. https://doi.org/10.3390/publications3030155 Mittermaier, B. (2025). Transformationsverträge sind eine Sackgasse. O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal. Herausgeber VDB, 12(1), 1-22. https://doi.org/10.5282/o-bib/6117 Reinsfelder, T. L., & Pike, C. A. (2018). Using library funds to support open access publishing through crowdfunding: Going beyond article processing charges. Collection Management , 48 (3). https://doi.org/10.1080/01462679.2017.1415826 (Zweitveröffentlichung: https://hdl.handle.net/1805/15059 ) Russell, B. 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