Open Access für Nachwuchsforschende – Folge im Podcast „NachwuchsFragen“

Open Access für Nachwuchsforschende – Folge im Podcast „NachwuchsFragen“

Worauf müssen Wissenschaftler*innen am Beginn ihrer akademischen Karriere beim Open-Access-Publizieren achten? Und welche Informationsangebote und Tools können dieser Zielgruppe beim Einstieg in die Open-Access-Thematik helfen? Über diese und viele weitere Fragen hat Deborah Sielert im Podcast „NachwuchsFragen“ der Graduiertenakademie an der Leibniz-Universität Hannover gesprochen.

Open-Access-Publizieren aus Nachwuchsperspektive

In der 43-minütigen Folge „Publizieren mit Open Access“ gibt Deborah Sielert eine Einführung in das Thema Open Access, die speziell für junge Wissenschaftler*innen mit noch wenig Erfahrung im wissenschaftlichen Publikationssystem zugeschnitten ist. Neben einem kurzen geschichtlichen Abriss der Entwicklungen des wissenschaftlichen Publizierens, die zur Open-Access-Transformation geführt haben, erklärt sie zentrale Begriffe und Abkürzungen, von APC über DEAL bis hin zu CC-BY-NC und den Zugangswegen zu Open Access mit ihren verschiedenen Farbbezeichnungen. 

Besonders spannend ist Deborah Sielerts doppelte Perspektive: Einerseits hat sie während ihrer Promotion eigene Erfahrungen als junge Forscherin gemacht, andererseits sieht sie nun als Open-Access-Beraterin an der TIB auch die weitläufigen Hintergründe des wissenschaftlichen Publizierens. In dieser Doppelrolle berichtet sie von den Herausforderungen, mit denen Early Career Researchers beim Open-Access-Publizieren konfrontiert sind, und benennt gleichzeitig Lösungen und Hilfsangebote. Bei der mitunter mühevollen Suche nach einem passenden Publikationsort für eine Open-Access-Publikation können neben den einrichtungsspezifischen Beratungsangeboten an der Bibliothek beispielsweise das B!SON-Tool oder auch der Erfahrungsaustausch mit der Fachcommunity unterstützen. Außerdem spüren insbesondere Wissenschaftler*innen am Anfang ihrer Karriere den Publikationsdruck der weit verbreiteten „Publish or Perish“-Kultur, was unseriöse Predatory Journals versuchen für ihre Zwecke zu nutzen. Auch hier können technische Angebote wie Positiv- bzw. Negativlisten von „Think Check Submit“ oder das Verzeichnis DOAJ, aber auch die persönliche Open-Access-Beratung an der eigenen Einrichtung Unsicherheiten reduzieren und für derartige Stolpersteine im Publikationswesen sensibilisieren.

„Ich hätte gerne mehr Wissen über den Publikationsmarkt und Themen wie Lizenzen gehabt, denn da besteht für mich ein Zusammenhang zu Selbstwirksamkeit und zum selbstbewussten Navigieren durch die Promotions- und Postdoc-Phase.“

– Deborah Sielert –

Rückblickend auf ihre eigenen Erfahrungen während der Promotion macht Deborah Sielert deutlich, wie wichtig der Informationsfluss an junge Wissenschaftler*innen ist. Wer seine Rechte als Urheber*in kennt, kann selbstbewusster mit Verlagen verhandeln und informierte Entscheidungen treffen. Nachwuchsforschende sind nicht den Zwängen eines starren Systems ausgeliefert, sondern können aktiv Einfluss nehmen – etwa durch die bewusste Wahl eines Journals oder einer Lizenz. „Im Rückblick, wenn ich jetzt nochmal publizieren wollen würde, würde ich eher schauen, welches Journal ich zum Beispiel vom Geschäftsmodell her unterstützenswert finde“, resümiert sie diesen Gedanken.

Link zur Folge

Die Podcastfolge kann auf der Webseite des „NachwuchsFragen“-Podcast oder auf allen gängigen Podcast-Plattformen gehört werden.


Zitiervorschlag

Sielert, Deborah & Flaig, Sebastian (2026): Open Access für Nachwuchsforschende – Folge im Podcast „NachwuchsFragen“. open-access.network. DOI: 10.64395/hsdb7-ak430


Dieser Beitrag ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0).


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