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Um das wissenschaftliche Publizieren hinsichtlich einer der Wissenschaft angemessenen Entwicklung zu unterstützen, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Positionspapier „Wissenschaftliches Publizieren als Grundlage und Gestaltungsfeld der Wissenschaftsbewertung: Herausforderungen und Handlungsfelder“ veröffentlicht. Damit will sich die DFG für ein offenes Publikationswesen einsetzen und Anreize für den Aufbau einer an Inhalten orientierten statt durch Metriken gestützten Bewertungskultur für die Wissenschaft schaffen. 

Handlungsfelder für Wissenschaft und Geldgebende

Nach einer Definition der grundsätzlichen Funktionen des wissenschaftlichen Publizierens benennt und diskutiert das Positionspapier dessen aktuellen Herausforderungen: Dazu gehören unter anderem die Auffindbarkeit von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die Qualitätsprüfung und Peer-Einbindung sowie die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaftsbewertung und Publikationswesen. Für die zwei Hauptadressaten – die Wissenschaft und die Geldgebenden – definiert das Papier schließlich jeweils konkrete Handlungsfelder für die Stärkung wissenschaftsadäquater Rahmenbedingungen im wissenschaftlichen Publikations- und Bewertungssystem: In der Verantwortung der (Leitungsebene der) Wissenschaft lägen demnach die Etablierung neuer Formen der Qualitätsprüfung von Veröffentlichungen, der Ausbau der Adressatenorientierung wissenschaftlichen Publizierens und die Stärkung zusätzlicher Systeme der Reputationszuschreibung sowie die Sicherstellung der Hoheit der Wissenschaft über ihre eigenen Daten. In der Verantwortung der Geldgebenden hingegen lägen die Verbreiterung des Spektrums akzeptierter Publikationsformate, ein Einfordern stärker inhaltlich ausgerichteter Leistungsnachweise und die Stärkung der Rezipierendenseite.


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