Positionspapier der DFG: Open Science als Teil der Wissenschaftskultur

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In ihrem Positionspapier Open Science als Teil der Wissenschaftskultur – Positionierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft nennt die DFG vier Grundbedingungen für das Gelingen von Open Science: die Wahrung der Wissenschaftsfreiheit, die gute wissenschaftliche Praxis als Rahmenbedingungen sowie die Berücksichtigung geltenden Rechts und schließlich, dass auch für die Infrastrukturen für Open Science eine wissenschaftsgesteuerte Governance vorzusehen ist. 

Chancen von Open Science

Die Einhaltung dieser Grundbedingungen hinsichtlich Open Science können nach Ansicht der DFG folgende Chancen für die Wissenschaft bieten:

  • die Verbesserung von Forschungsprozessen
  • eine erhöhte Transparenz auch für die Replikation von Forschung
  • die Unterstützung des gleichberechtigten Zugangs zu wissenschaftlicher Information
  • die Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit 
  • Innovationen werden erleichtert

Herausforderungen bei der Umsetzung von Open Science

Mit einer umfassenden Umsetzung von Open Science sei aber auch der Umgang mit einigen Herausforderungen verbunden. Dazu gehören unter anderem die Gefahr der steigenden Preisentwicklungen im Publikationssektor oder die Abhängigkeit der Wissenschaft von den Dienstleistungen großer Konzerne. Außerdem müsse angesichts eines erwartbaren Anstiegs der Anzahl der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen  eine umfassende Qualitätssicherung gewährleistet werden. Gleichzeitig müssten Regularien getroffen werden, um eine problematische Kommerzialisierung der offenen wissenschaftlichen Praxis zu verhindern.

Was unternimmt die DFG  zur Umsetzung von Open Science?

Die DFG arbeitet aktiv an der Umgestaltung hin zu einem offenen Wissenschaftssystem mit, indem sie die Finanzierung von Open Access und den Aufbau von (Publikations-, Daten- und Software-)Infrastrukturen für Open Science fördert. Sie unterstützt mit dem Action Plan for Diamond Open Access den wissenschaftsgetriebenen Ausbau von Publikationsinfrastrukturen. Zudem beteiligt sie sich an nationalen und internationalen Diskussionen über die Weiterentwicklung von Open Science und wirkt unter anderem am Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und der European Open Science Cloud (EOSC) mit. Die DFG betont aber, dass die Realisierung von Open Science eine staaten- und systemübergreifende Aufgabe ist.

Das Positionspapier Open Science als Teil der Wissenschaftskultur finden Sie unter folgendem Link auf zenodo.org: doi.org/10.5281/zenodo.7193838


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