Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das deutschlandweite Verbundprojekt open-access.network für weitere drei Jahre. Die Projektleitung liegt weiterhin beim Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz. Die erneute Förderung erfolgt in geringerem Ausmaß und mit einer absteigenden Finanzierung, mit dem Ziel, das Weiterbestehen der Plattform open-access.network in Zusammenarbeit mit dem Verein und den beteiligten Einrichtungen zu sichern.
Erfolgreiche Grundlagenarbeit und Ausbau der Services in den ersten beiden Förderphasen
In den ersten beiden Förderphasen hat open-access.network eine zentrale Informations-, Service- und Vernetzungsinfrastruktur für Open Access (OA) etabliert und erheblich ausgebaut. Die Wirkung der bisherigen Projektarbeit lässt sich auch in der Reichweite des Portals ablesen: Mit durchschnittlich rund 500 eindeutigen täglichen Besuchen ist open-access.network zu einem zentralen Informations- und Austauschort für die Open-Access-Community geworden und unterstützt die Open-Access-Transformation durch verlässliche Inhalte, Qualifizierungsangebote und Vernetzung – und das auch über den D-A-CH und europäischen Raum hinaus. Ein besonderer Erfolg ist zudem der verstärkte Einbezug der Community: So beteiligen sich inzwischen weitere wissenschaftliche Einrichtungen aktiv am oa.helpdesk und stärken mit ihrer Expertise die bundesweite Beratungsstruktur. Ebenso ist es dem Projekt gelungen, den oa.blog als nachhaltigen Service zu etablieren und die Community dafür zu aktivieren: Mittlerweile verantworten Fachleute aus unterschiedlichen Institutionen einen Großteil der Beiträge, während das Projekt die redaktionelle Koordination und Qualitätssicherung übernimmt.
Zu den weiteren umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem:
- die Etablierung eines breiten Angebots an Online-Fortbildungen, Workshops und Vernetzungsformaten für Wissenschaftler*innen
- die Einführung des Vernetzungsangebots oa.hub für Open-Access-Projekte
- die Entwicklung zertifizierter Selbstlernkurse für unterschiedliche Zielgruppen
- die Kooperationen mit Fachgesellschaften und Hochschulen zur zielgruppenspezifischen Ansprache
- die Ausarbeitung von Best Practices zur Weiterentwicklung neuer Open-Access-Finanzierungsmodelle
- der Ausbau der Services wie oa.finder und oa.atlas
Zudem wurde eine weitere Maßnahme zum Aufbau eines nachhaltigen Betriebs von open-access.network sowie der Services mit der Gründung des gleichnamigen Vereins umgesetzt.
Neuer Fokus der dritten Förderphase
In der nun startenden dritten Förderphase knüpft open-access.network an diese Erfolge an und richtet den Blick auf die Vertiefung, Weiterentwicklung und langfristige Sicherung der bundesweiten Open-Access-Infrastruktur. Zentrale Schwerpunkte sind:
- die Verstärkung der Community-Bildung und des Wissensaustauschs innerhalb der Open-Access-Landschaft
- die Weiterentwicklung der bestehenden Tools, Informationsangebote und Fortbildungsformate
- die strategische Begleitung aktueller Herausforderungen der Open-Access-Transformation
- die nachhaltige Integration der Angebote in bestehende Strukturen der Wissenschaftslandschaft
Durch diese Maßnahmen soll die OA-Transformation in Deutschland langfristig stabilisiert und weiter beschleunigt werden.
Kontinuität in der erfolgreichen Zusammenarbeit
Die bewährte Kooperationspartnerschaft wird auch in der dritten Projektphase von 2026 bis 2028 fortgeführt. Weiterhin arbeiten folgende Einrichtungen zusammen:
- Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz
- Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover
- Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen)
- Helmholtz Open Science Office
- Open Research Office Berlin (Freie Universität Berlin)
Alle Partner bringen ihre vielfältige Expertise aus Informationsinfrastruktur, Kompetenzentwicklung und Vernetzungsarbeit ein und tragen gemeinsam dazu bei, Open Access in der Publikationslandschaft strukturell weiter zu verankern.