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Im Rahmen des Projekts open-access.network lud das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz vom 16. bis 18. November 2022 zur vierten Open Access Staff Week.

Insgesamt waren 9 Mitarbeitende verschiedener Bibliotheken aus Deutschland und der Schweiz zu Gast vor Ort in Konstanz. Bei bester Aussicht auf den Bodensee bot die Open Access Staff Week die Möglichkeit, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und mit Mitarbeiter*innen aus dem KIM auszutauschen. Dabei standen vor allem die eigenen Erfahrungen bei der Umsetzung von Open Access im Mittelpunkt.

Auftakt in konstruktiver Atmosphäre

Das Team Open Science gestaltete zusammen mit Kolleg*innen aus der Abteilung Medienbearbeitung des KIM, die sich mit Open Access beschäftigen, ein vielfältiges Programm. Dabei wurde viel Wert auf den Aufbau einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre und die Darstellung und Diskussion von Good-Practice-Ansätzen im Bereich Open Access gelegt. Diese können dabei helfen, den vielfältigen Herausforderungen zu begegnen, denen sich die Teilnehmenden an ihren jeweiligen Einrichtungen bei der Umsetzung von Open Access gegenübersehen.

Nach der Anreise an den Bodensee erwartete die Teilnehmenden zunächst eine kleine Stärkung, bevor sie herzlich von KIM-Direktor Oliver Kohl-Frey begrüßt wurden. Die stellvertretende Direktorin Dr. Anja Oberländer gab anschließend einen Überblick über die Aufstellung und Umsetzung der Themen Open Access und Open Science am KIM, bevor Andreas Kirchner das Projekt open-access-network vorstellte. Zum Abschluss des Tages boten ein Speed-Dating auf der KIM-Terrasse, eine Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen ausführlich Gelegenheit zur Vernetzung.

Der lange Weg zum Informationsbudget

Der zweite Tag der Staff Week stand ganz im Zeichen von Open Access in der Praxis. Er begann mit einer Einführung in das institutionelle Repositorium KOPS der Universität Konstanz durch Susanne Bohner und Anke Rautenberg. In einer interaktiven Übung wurden verschiedene Lösungsansätze zur Umsetzung der Zweitveröffentlichung an den verschiedenen Häusern gesammelt. Danach stellte Annemarie Otto, Abteilungsleiterin der Medienbearbeitung am KIM, den Publikationsfonds der Universität Konstanz vor. Auch hier wurde unter Moderation von Anke Rautenberg, Sachgebietsleiterin Universitätspublikationen, nach dem kurzen Impulsvortrag Wert auf den Austausch der Praktiker*innen gelegt. An verschiedenen Stationen haben die Teilnehmenden in Kleingruppen über die konkrete Umsetzung und Herausforderungen eines Publikationsfonds diskutiert. Im Anschluss daran gaben Annemarie Otto und Anja Oberländer einen Einblick in den Stand der Entwicklung am KIM hin zu einem integrierten Informationsbudget. Alle drei Sessions hatten gemeinsam, dass jeweils im Anschluss an die Vorträge durch verschiedene interaktive Elemente und Techniken ein konstruktiver Austausch untereinander zu den jeweiligen Themen erreicht wurde. Nach der Mittagspause erhielten die Teilnehmenden eine informative und kurzweilige Bibliotheksführung durch Fachreferentin Livia Gertis. Danach gab es für alle die Gelegenheit, bei einem Open Space Probleme und Anliegen aus ihrer eigenen Arbeit einzubringen und in der Gruppe zu diskutieren. Den Tagesabschluss bildeten ein Besuch im Fastnachtsmuseum im historischen Rheintorturm und ein gemeinsames Abendessen.

Erfolgsfaktoren für Open Access

Der dritte Tag schloss inhaltlich direkt an den Vortag an, mit einer Session zum Thema „Erwerbung neu denken“, in welcher durch Dr. Martina Benz und Dr. Danny Flemming das Projekt KOALA vorgestellt wurde. In einer Gruppenarbeit wurden dann anhand möglicher Zukunftsszenarien strategische Maßnahmen und Stellschrauben identifiziert, die für den kurz-, mittel- und langfristigen Erfolg oder Misserfolg von Open Access entscheidend sind. Im weiteren Verlauf stellte Andreas Kirchner die KIM-internen Strukturen und Kommunikation als Erfolgsfaktor für die Umsetzung von Open Access vor und Matthias Landwehr, Leiter des Team Open Science, berichtete über die Einführung der Open Science Policy an der Universität Konstanz. Auch dieser Input wurde rege aufgenommen und diskutiert.

Rundum-Sorglos-Paket“ und Wunsch nach mehr

Die Open Access Staff Week in Konstanz war insgesamt die vierte Staff Week des Projekts open-access.network, davon die zweite in Präsenz. Die teilweise recht lange Anreise der Teilnehmenden, die aus allen Teilen Deutschlands kamen, wurde belohnt durch konstruktive und gewinnbringende Interaktion. In angenehmer und kollegialer Atmosphäre gab es einen praxisnahen Austausch, der so nur in Präsenz möglich ist. Am Ende der Veranstaltung wurde von mehreren Teilnehmenden konstatiert, dass sie gern noch mehr Zeit gehabt hätten, um Themen weiter zu vertiefen und gemeinsam neue Ideen und Lösungen für die tägliche Arbeit mit dem Thema Open Access zu entwickeln. Viel Lob wurde geäußert für die Organisation und das „Rundum-Sorglos-Paket“.

Bei Fragen zur Open Access Staff Week oder allgemein zu diesem Format freuen wir uns über eine E-Mail an open-access.network(at)uni-konstanz.de.


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