Deutschland beteiligt sich an Open Research Europe

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Deutschland beteiligt sich an der Open-Access-Publikationsplattform Open Research Europe (ORE), die zu einer europäischen Infrastruktur ausgebaut wird. Das teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit. Die 2021 von der Europäischen Kommission gestartete Plattform stand bislang nur Forschenden aus EU-geförderten Projekten offen. Ab Herbst 2026 können Wissenschaftler*innen aus den beteiligten Ländern – darunter Deutschland – ihre Ergebnisse unabhängig von einer Projektförderung kostenfrei veröffentlichen.

Europäisches Konsortium - Transparente Begutachtung - Stärkung von Diamond Open Access

ORE wird künftig von einem Konsortium aus elf europäischen Ländern getragen. In Deutschland übernimmt das BMFTR die Vertragspartnerschaft, die DFG verantwortet die Umsetzung und beteiligt sich an der Weiterentwicklung. Die Beteiligung ist zunächst bis Ende 2030 vorgesehen. Ein zentrales Merkmal von ORE ist die offene Begutachtung: Peer Reviews sind öffentlich einsehbar und machen wissenschaftliche Diskurse sichtbar. Ziel ist es, Qualitätssicherung nachvollziehbarer zu gestalten und den Fokus stärker auf den wissenschaftlichen Gehalt einzelner Publikationen zu legen. Die technische Umsetzung erfolgt durch das CERN. ORE versteht sich als nicht-kommerzielle Infrastruktur und stärkt den Ansatz von Diamond Open Access, bei dem weder für Autor*innen noch Leser*innen Gebühren anfallen.

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