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Fünf Expertinnen aus der AG Universitätsverlag haben das Positionspapier Open-Access-Transformation für Bücher: die Rolle von institutionellen Verlagen und Publikationsdiensten vorgelegt. Das Papier schließt an die aktuelle Debatte um wissenschaftsgeleitete – auch scholar-led genannte – Open-Access-Publikationsinfrastrukturen für den Bereich Bücher an. Es nimmt Handlungsfelder in den Fokus, in denen Forschungseinrichtungen eine professionelle und kommerziell unabhängige Open-Access-Publikationsinfrastruktur ausbauen und etablieren sollten.

Gestaltungsspielräume für institutionelle Publikationsangebote

Im Bereich der Open-Access-Zeitschriften gibt es bereits Geschäfts- und Publikationsmodelle, die vornehmlich das kommerzielle Verlagswesen bestreitet, wohingegen entsprechende Modelle im Buchbereich und damit zusammenhängende Förderstrategien und Prozesse erst am Anfang stehen. An dieser Stelle sehen die Autorinnen des Positionspapiers die Chance für Forschungseinrichtungen, sich als Infrastrukturanbieter für Open-Access-Bücher zu etablieren. Dafür empfiehlt das Papier die weitere Professionalisierung der eigenen Publikationsinfrastruktur – RepositorienPreprintserver, institutionelle Publikationsdienste und wissenschaftseigene Verlage – zu einem ganzheitlichen Publikationsangebot durch die Mitgestaltung der öffentlichen Hand im Sinne der Forschenden.

Wissenschaftseinrichtung in der Pflicht für OA-Transformation

Die fünf Autorinnen aus der AG Universitätsverlage sehen die Wissenschaftseinrichtungen für die Umsetzung einer nachhaltigen und finanzierbaren Open-Access-Transformation von Büchern in der Pflicht, eine aktivere Rolle einzunehmen. Dafür nennen sie vier konkrete Handlungsfelder für Wissenschaftseinrichtungen:

  1. Aufbau nachhaltiger Publikationsdienste im Sinne von OA und Open Science
  2. Vernetzung und Transfer von Wissen der Wissenschaftseinrichtungen untereinander
  3. Gewährleistung der Unabhängigkeit des institutionellen Publikationsdienstes gegenüber kommerzieller Partner
  4. Etablierung institutioneller Publikationsdienste als qualitativ hochwertige Alternativen zu kommerziellen Publikationskanälen

Das komplette Positionspapier "Open-Access-Transformation für Bücher: die Rolle von institutionellen Verlagen und Publikationsdiensten" von den Autorinnen Ursula Arning, Margo Bargheer, Isabella Meinecke, Dagmar Schobert und Regine Tobias lesen Sie hier: https://doi.org/10.5281/zenodo.6346234


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