Qualitätssichernde Verfahren für Preprint-Beiträge in der Wissenschaft

Im Forschungsprojekt „PrePrint+ - Qualitäts­sichernde Verfahren für Preprint-Beiträge in der Wissenschaft“, gefördert durch das Bundesminis­terium für Bildung und Forschung, führt das FZI Forschungszentrum Informatik eine Studie durch, in dessen Rahmen Verfahren zur Qualitätssicherung in Open Access Preprint-Archiven erhoben und empirisch untersucht werden. Der Begriff „Preprint“ umfasst frei zugängliche, wissenschaftliche Manuskripte oder Artefakte, die meist (noch) nicht formal begutachtet wurden (Peer-Review) für die Publikation in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Mittels Preprints können Forschende ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zeitnah mit anderen teilen, Kooperationen anregen oder ein erstes Feedback von der wissenschaftlichen Community erhalten.

Die Verbreitung wissenschaftlicher Arbeiten kann potenziell schädlich sein, wenn die Forschungsqualität einer Arbeit nicht den gängigen Standards der Wissenschaft entspricht. Preprint-Nutzende müssen also im Stande sein, die wissenschaftliche Güte nicht begutachteter Arbeiten selbstständig beurteilen zu können. Dies spielt insbesondere bei der (medialen) Kommunikation der Ergebnisse in eine breitere Öffentlichkeit eine enorme Rolle. In der Studie plant das FZI Forschungszentrum Informatik den Status-Quo der Qualitätssicherungsverfahren von Preprint-Archiven zu betrachten, Trends für die Zukunft zu identifizieren und einen Leitfaden zum Umgang mit ungeprüftem Wissen zu erarbeiten.

01.02.2021 - 31.07.2022