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Für den Diamond Open Access Standard (DOAS) steht ab sofort eine deutsche Fassung eines zentralen Referenzdokuments für faires und gemeinwohlorientiertes wissenschaftliches Publizieren zur Verfügung. Der DOAS ist eines der Hauptergebnisse des Projekts DIAMAS und formuliert erstmals einen gemeinsamen Qualitätsrahmen für Diamond-Open-Access-Zeitschriften. Ziel des DOAS ist es, wissenschaftliche Zeitschriften als öffentliches Gut zu stärken – definiert und kontrolliert von wissenschaftlichen Communitys. Die nun verfügbare deutsche Version erleichtert den Zugang zum Standard, unterstützt seine Verbreitung im deutschsprachigen Raum und fördert die weitere Professionalisierung von Diamond-Open-Access-Initiativen.

Zielgruppen und Entwicklungsprozess "Diamondisation"

Diamond Open Access (Diamond OA) bezeichnet Publikationsmodelle, bei denen weder Autor*innen noch Leser*innen Gebühren zahlen. Der DOAS richtet sich an wissenschaftliche Publikationsdienstleister*innen wie Universitäten, Fachgesellschaften oder community-getragene Verlage, die die rechtliche, ethische und wissenschaftliche Verantwortung für ihre Zeitschriften tragen. Nicht alle Initiativen erfüllen derzeit vollständig die Anforderungen von Diamond OA. Für diesen Entwicklungsprozess prägt der DOAS den Begriff der Diamondisation: die schrittweise Annäherung an ein vollständig gebührenfreies, community-gesteuertes Publikationsmodell.

Sieben Kernkomponenten für verantwortungsvolles Publizieren

Inhaltlich ist der DOAS entlang von sieben Kernkomponenten aufgebaut, darunter Finanzierung, Governance, Open-Science-Praktiken, redaktionelle Qualität, technische Infrastruktur, Sichtbarkeit sowie Chancengerechtigkeit, Diversität und Mehrsprachigkeit. Diese Kriterien sind nicht nur als Maßstab für Diamond OA zu verstehen, sondern als allgemeine Qualitätsmerkmale verantwortungsvollen wissenschaftlichen Publizierens

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