Stellungnahme zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens

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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) stellt am 1. Dezember 2021 ihr "DPG-Positionspapier zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens" vor, in dem sie eine Reform des wissenschaftlichen Publikationswesens fordert. Ziel der Erneuerung müsse es sein, Forschungsergebnisse universell zugänglich zu machen, innovative und qualitätssichernde Publikationsmodelle zu fördern und eine transparente Kostenstruktur herzustellen. Hierbei sieht die DPG unter anderem eine aktivere Rolle von Akteur*innen in der Wissenschaft: "Entscheidungskompetenz und Verantwortung sollen wieder stärker von den Forschenden übernommen werden". Das Papier nennt konkrete Handlungsoptionen in vier Handlungsfeldern:

  • Open Access,
  • Kosten- und Datentransparenz,
  • Absenken der Eintrittsschwelle für Innovationen und neue Marktteilnehmer*innen,
  • Rolle der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Für den Bereich Open Access schlägt der gemeinnützige Verein DPG vor, "eine allgemeinzugängliche Archivierung der last submitted version eines Artikels als dessen Open-Access-Version anzuerkennen, um so mit geringen Kosten die Zugänglichkeit von Forschungsergebnissen von Verhandlungen mit Verlagen weitestgehend zu entkoppeln". Des Weiteren lehnt das Positionspapier das gegenwärtige Subskriptionsmodell bei Ergänzung zusätzlicher von den Autor*innen getragener Kosten (APCs/BPCs) ab. Ebenso seien Festpreismodelle, in denen Open-Access-Artikel pauschal mit Beträgen vergütet werden, nur als Übergang zu einem transparenten, kostenrealistischen Modell zu rechtfertigen; so fern sie nicht in Verhandlungen zwischen Wissenschaft und Verlagen regelmäßig kostenrealistisch angepasst würden. Außerdem fordert die DPG die Unterstützung von Finanzmodellen, welche stabile Rahmenbedingungen für nicht-kommerzielle Open-Access-Plattformen bietet.

Das Positionspapier lesen Sie hier https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-dpg/wissenschaftssystem/dpg-positionspapier-zur-zukunft-des-wissenschaftlichen-publikationswesens


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