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        <title>Autoren-RSS-Feed</title>
        <description>Beiträge von Autor Wenxin Shangguan</description>
        <language>de</language>
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<item><title>Wissenschaftskommunikation outsourcen: kommerzielle Anbieter, Fallstricke und bessere Alternativen</title><link>https://open-access.network/blog/wissenschaftskommunikation-outsourcen-kommerzielle-anbieter-fallstricke-und-bessere-alternativen</link><comments>https://open-access.network/blog/wissenschaftskommunikation-outsourcen-kommerzielle-anbieter-fallstricke-und-bessere-alternativen#comments</comments><pubDate>Tue, 21 Jul 2026 09:55:00 +0200</pubDate><category>Beratung</category><dc:creator>Deborah Sielert</dc:creator><dc:creator>Wenxin Shangguan</dc:creator><guid>https://open-access.network/blog/wissenschaftskommunikation-outsourcen-kommerzielle-anbieter-fallstricke-und-bessere-alternativen</guid><description>Wissenschaftskommunikation outsourcen: kommerzielle Anbieter, Fallstricke und bessere Alternativen

Autorinnen: Wenxin Shangguan, Deborah Sielert
Kategorie: Werkstattbericht
Tags: Beratung

Teaser:
Die Open-Access-Transformation konzentriert sich seit ihrem Beginn größtenteils auf Zeitschriftenartikel. Während Bücher in den vergangenen Jahren mehr Aufmerksamkeit erhalten haben, werden andere Publikationsformate allerdings weiterhin oft vergessen. In diesem Blogartikel beleuchte Wenxin Shangguan und Deborah Sielert Herausforderungen und Möglichkeiten für alternative Formen der Wissenschaftskommunikation.
Dieser Blogbeitrag ist zuerst am 01.06.2026 im TIB-Blog erschienen.
„Dear Dr Musterfrau, I came across your paper and thought your work could make a real impact if shared beyond academia.“
Wer heutzutage wissenschaftlich publiziert, kennt sicherlich solche E-Mails, die zuhauf in Postfächern von Forschenden landen. Anders als beim Predatory Publishing, wo Autor*innen mit schnellen aber qualitativ fragwürdigen Angeboten für die Publikation von Artikeln angesprochen werden (mehr dazu in diesem Blog-Beitrag), beziehen sich obige E-Mails auf Angebote im Bereich der Wissenschaftskommunikation, die sich an ein breiteres Publikum richten.
Anbieter wie „SciPod“, „SciTube“, „Research Outreach“ und ähnliche bieten an, Forschungsergebnisse in populäre Formate wie Podcasts, Videos oder Infografiken zu übertragen.
Doch sind diese Dienste seriös? Und wer soll sie bezahlen?
Dieser Beitrag ordnet die kommerziellen Dienstleister*innen ein, diskutiert Alternativen und erklärt, warum Publikationsfonds hier meist nicht die Finanzierung übernehmen.
Warum Wissenschaftskommunikation oft delegiert wird
Die Erwartung, dass Forschung in die Gesellschaft wirkt, wächst stetig. In politischen Debatten wird betont, das Vertrauen der Bevölkerung in die Wissenschaft zu stärken. Daher gelten wissenschaftskommunikative Tätigkeiten als wichtiger Aspekt des Wissenschaftstransfers, um die Lücke zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft zu schließen.
Fördergeber*innen legen zunehmend Wert auf Transfer-Aktivitäten und die Dissemination von Forschungsergebnissen zu relevanten Zielgruppen. Personen- und institutionenbezogene Evaluationskriterien berücksichtigen immer häufiger auch öffentliche Sichtbarkeit und Transfer.
Um Wissenschaft für Nicht-Expert*innen zugänglich zu machen, braucht es vielfältige Publikationsformen (Elliott, 2022). Dem stehen jedoch die Rahmenbedingungen der meisten Forschenden gegenüber: Ihnen fehlen oft Kompetenzen, Zeit oder Ressourcen. Hinzu kommt der sogenannte „Sagan-Effekt“ (Martinez-Conde, 2016), der von einer aktiven Beteiligung abhalten kann.
SciPod &amp; Co.: nicht „predatory“, aber mit Vorsicht zu behandeln
Der Bedarf an Wissenstransfer hat einen Markt für Dienstleister*innen geschaffen, die Forschungsergebnisse aufbereiten und vermarkten. Typische Angebote sind Kurzvideos, Podcasts, Animationen oder Artikel, die für das Publikum meist frei lizenziert und kostenfrei zugänglich sind. Für die Auftraggebenden liegen die Preise für ein Produkt zwischen 1.000 und 4.000 Pfund; oft werden zusätzliche Reichweitenversprechen für Social Media oder Newsletter gemacht bzw. können sie über entsprechende Pakete dazu gebucht werden.
Ihre Kund*innen erreichen die Unternehmen unter anderem über ausgiebige Kaltakquise mit den anfangs dargestellten E-Mails. Vor dem Hintergrund der Sensibilisierung vieler Forschender zum Thema „Predatory Journals“ ruft dies verständlicherweise erst einmal Skepsis hervor. Unserer Einschätzung nach ist zwar keiner der uns bekannten Dienstleister eindeutig als „predatory“ einzustufen, manche Geschäftspraktiken können dennoch unseriös scheinen. Die Diskussionen diesbezüglich unter Forschenden sind kontrovers. Wer trotzdem entsprechende Angebote nutzen will, sollte dies wohlüberlegt tun.
Was Studien und Communities sagen
Auf Plattformen wie ResearchGate oder Reddit wird das Thema diskutiert. Ein Diskussionsteilnehmer berichtet beispielsweise davon, dass die Kommunikation mit dem Editor so langwierig gewesen sei, dass er es am Ende lieber selber gemacht hätte. Andere werden stutzig, weil Informationen über die Höhe der Kosten erst spät im Kommunikationsprozess mit den Anbieter*innen transparent gemacht wurden oder Angaben über Lizenzen inkonsistent sind. Neben aggressivem Marketing werden den Anbieter*innen zum Teil undurchsichtige Gebührenregelungen, übertriebene Reichweitenversprechen oder Qualitätsprobleme attestiert. Demgegenüber stehen aber auch zahlreiche Stimmen, die von positiven Erfahrungen und äußerst zufriedenstellenden Ergebnissen berichten.
Eine Studie von Hamid R. Jamali (2025) befragte 104 Forschende, die Dienste wie researchoutreach.org oder researchfutures.com nutzten. Zwar war die (allgemeine) Zufriedenheit mit der Darstellung der Ergebnisse hoch, doch gaben 67 Prozent an, dass die Publikation keine nennenswerten Auswirkungen hatte. Jamali empfiehlt daher, vorab klare Ziele und Zielgruppen für die Veröffentlichung zu definieren.
Soll ich das Angebot annehmen? Wenn ja, wie?
Wie bei allen Publikationsangeboten empfehlen wir eine sorgfältige Prüfung solcher Angebote hinsichtlich Finanzierung, Lizenzierung, Reichweitenversprechen und Kosten-Nutzen-Abwägung.
•	Finanzierung: Open-Access-Fonds an Universitäten übernehmen diese Kosten in der Regel nicht, da es sich nicht um peer-reviewte Erstveröffentlichungen handelt. Forschende sollten die Finanzierung daher frühzeitig auf andere Weise klären, um nicht aus eigener Tasche zahlen zu müssen.
•	Lizenzierung: Für eine rechtssichere Verbreitung und Nachnutzung ist eine offene Lizenz (ideal: CC BY) essenziell. Bei Fragen zur Auswahl beraten wir gerne (publikationsberatung@tib.eu).
•	Reichweite &amp; Zielgruppe: Die Wahl des Mediums sollte zielgruppenorientiert erfolgen. Die Chancen auf echten Impact steigen, wenn auf bereits etablierte Formate in der eigenen Zielgruppe zurückgegriffen wird, die oft dankbar für Input sind und selten Kosten berechnen. Es lohnt sich eine Recherche: Welche populärwissenschaftlichen Podcasts, Blogs oder Magazine passen zum Thema?
Nutzung interner und externer Alternativen
Als erste Anlaufstelle sollten Forschende die Presse- oder Öffentlichkeitsarbeit ihrer Einrichtung kontaktieren. Oft bieten Hochschulen, Bibliotheken oder Fachgesellschaften eigene Formate an. Ein Beispiel ist die Podcast-Liste des Fachportals für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung: FID intRecht. Das Borg-Netzwerk versucht mit dem WissKom Wiki aktuell eine Wikibase-basierte Online-Bibliothek für wissenschaftliche Podcasts und Videos aufzubauen. Die TIB bietet mit dem AV-Portal und dem ConRec Service Möglichkeiten Forschungsergebnisse visuell aufzubereiten bzw. online zur Verfügung zu stellen.
Wo solche Angebote fehlen, lohnt es sich, deren Entwicklung aktiv anzuregen. Die Finanzierungslücke versuchen derzeit nur wenige Initiativen zu füllen, wie etwa der HRA-Förderfonds der Hamburg Research Academy.
Fazit: Vorzug nicht-kommerzielle Alternativen
Kommerzielle Anbieter sind zwar divers, verfolgen aber primär Gewinnziele, die nicht immer mit den Werten der Wissenschaftsgemeinschaft (Transparenz, Offenheit) übereinstimmen. Insgesamt raten wir dazu, den Fokus auf nicht-kommerzielle Alternativen der Wissenschaftskommunikation zu legen, dies kann die Arbeit in und mit Wikipedia, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder community-getragenen Podcasts und Blogs bedeuten. In allen Fällen sind nicht nur die Publikationen selbst frei zugänglich, sondern auch kostenfrei für Autor*innen, mit zum Teil besseren Reichweiten als bei kommerziellen Anbietern.

Literatur
•	Elliott, K. C. (2022). Open Science for Non-Specialists: Making Open Science Meaningful Beyond the Scientific Community. Philosophy of Science 89(5), 1013–1023. https://doi.org/10.1017/psa.2022.36
•	Jamali, H. (2025): Worth the Cost? Researchers’ Use and Experience With Commercial Services for Research Outreach. Journal of Librarianship and Scholarly Communication 13(1). https://doi.org/10.31274/jlsc.18409
•	Martinez-Conde, S. (2016): Has Contemporary Academia Outgrown the Carl Sagan Effect? Journal of Neuroscience 36(7), 2077-2082. https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0086-16.2016

Die Erstveröffentlichung im TIB-Blog wurde für die Zweitveröffentlichung im oa.blog in folgendem Umfang redaktionell angepasst:
•	Es wurden kleine formale Anpassungen in Hinblick auf Blog-spezifischen redaktionelle Standards vorgenommen.
•	Es wurde ein Teaser vorangestellt.
•	Es wurden Links zum Glossar und zu den Informationsseiten von open-access.network hinzugefügt.

Dieser Beitrag ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0)
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<item><title>Kollektiv und wissenschaftsgeleitet: Neue Angebote für Diamond Open Access</title><link>https://open-access.network/blog/kollektiv-und-wissenschaftsgeleitet-neue-angebote-fuer-diamond-open-access</link><comments>https://open-access.network/blog/kollektiv-und-wissenschaftsgeleitet-neue-angebote-fuer-diamond-open-access#comments</comments><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 08:00:00 +0200</pubDate><category>Diamond Open Access</category><category>Open Access Finanzierung</category><category>Open Access Transformation</category><dc:creator>Martina Benz</dc:creator><dc:creator>Wenxin Shangguan</dc:creator><dc:creator>Karin Stork</dc:creator><guid>https://open-access.network/blog/kollektiv-und-wissenschaftsgeleitet-neue-angebote-fuer-diamond-open-access</guid><description>Kollektiv und wissenschaftsgeleitet: Neue Angebote für Diamond Open Access
Ein Bericht über zwei Veranstaltungen von open-access.network am 10. und 11. Juni 2026
Karin Stork, Martina Benz, Wenxin Shangguan
Wie bereits in der vorangegangenen Förderphase, bleibt die Umsetzung von Diamond Open Access (DOA) ein wichtiger Themenschwerpunkt für open-access.network. Mitte Juni fanden zwei Veranstaltungen zur Frage der Organisierung und Finanzierung von DOA statt. Sie zeigen, dass das Community-basierter Diamond Open Access inzwischen von unterschiedlichen Initiativen in verschiedenen fachlichen Kontexten ermöglicht wird – eine dynamische Entwicklung, die Hoffnung auf eine nachhaltige und wissenschaftsgeleitete Open-Access-Transformation weckt.
Die erste Veranstaltung in dieser Reihe fand am 10. Juni statt. Dort stellten sich mehrere konsortiale Finanzierungsangebote sowie der Diamond Funding Navigator vor. Im Anschluss daran gab es an virtuellen Messeständen die Möglichkeit, mit den Vertreter*innen der Initiativen ins Gespräch zu kommen. Am 11. Juni stellten im Rahmen der oa.talks das Open Journals Collective, das Open Book Collective und Thoth ihre Angebote vor. 
Vielfältige Angebote konsortialer Finanzierung
Zu Beginn der ersten Veranstaltung am 10. Juni ging Juliane Finger, Open-Access-Beauftragte der ZBW und dort mit für das Projekt SeDOA verantwortlich, in einem Einführungsvortrag auf die Ergebnisse der SeDOA-Bedarfserhebung und die Relevanz des Themas Finanzierung ein. Während aktuell verschiedene Modelle zur Finanzierung von DOA diskutiert werden (vgl. Mittermaier 2026, Tautz et al. 2025), kämpfen viele Journals, die zu einem DOA-Modell wechseln wollen, mit knappen Ressourcen. Die Lösung der Finanzierungsfrage ist deshalb eine zentrale Komponente für das Ermöglichen eines Flippings zu Diamond Open Access. Konsortiale Finanzierungsmodelle setzen dort an, indem sie eine Möglichkeit bieten, Zeitschriften durch die Organisation von Finanzierungskonsortien, meist getragen von wissenschaftlichen Bibliotheken, zu unterstützen. Vier solcher Initiativen wurden im Anschluss an den einführenden Vortrag vorgestellt.
Neben OLEcon und KOALA TIB waren dies mit edu_constort_oa und dem FID Media zwei von Fachinformationsdiensten (FID) getragene Angebote. OLEcon, angesiedelt am Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, ZBW, und über ein BMFTR-Projekt finanziert, ermöglicht Zeitschriften aus den Wirtschaftswissenschaften eine konsortiale Finanzierung. KOALA TIB organisiert Finanzierungskonsortien für wissenschaftliche Journals aus den technischen Fächern und führt damit für diese Disziplinen den Dienst fort, der in den Projekten KOALA und KOALA-AV entwickelt und erweitert wurde. Damit entstanden auf dem KOALA -Modell basierende konsortiale Finanzierungsinitiativen, wie die des FID Media, der seinen Fokus auf medienwissenschaftliche Zeitschriften setzt. 
Das Projekt edu_consort_oa, angesiedelt am FID Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, organisiert entsprechend Finanzierungen für die Bildungs- und Erziehungswissenschaft und hat damit bereits erfolgreich OA-Bücher und Zeitschriften auf ein DOA-Modell umstellen können. 
Einen Überblick über diese und weitere Initiativen bietet der an der Technischen Informationsbibliothek (TIB) entwickelte Diamond Funding Navigator (DFN). Der DFN ermöglicht die Suche nach Möglichkeiten kollektiver Finanzierung und erlaubt Bibliotheken die Recherche von Publikationen der eigenen Einrichtung in den Zeitschriften, für die die Konsortialinitiative Unterstützung sammelt. Damit bietet der DFN eine wichtige Infrastruktur zur Verknüpfung von Initiativen und zur Verbreitung von Informationen über Diamond Open Access. 
Nach Abschluss der Projektvorstellungen hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, in den einzelnen Breakouträumen Nachfragen zu den Initiativen und Angeboten zu stellen. 
Die große Zahl an Veranstaltungsteilnehmer*innen bewies einmal mehr das große Interesse am Thema Diamond Open Access und an den vielfältigen konkreten Möglichkeiten, Zeitschriften bei der Umstellung auf DOA finanziell zu unterstützen. 
Britische Community-Initiativen für nachhaltiges DOA
Der Open-Access-Talk (oa.talk) am 11. Juni ging noch einen Schritt weiter und befasste sich mit dem Engagement und der Zusammenarbeit von drei wissenschaftsgeleiteten Initiativen aus Großbritannien, die auf globaler Ebene aktiv sind. Die Referent*innen Caroline Ball (Open Book Collective, Tom Shaw (Open Journals Collective) und Toby Steiner (Thoth Open Metadata) teilten ihre Erfahrungen und Perspektiven hinsichtlich ihrer Zusammenarbeit für nachhaltiges und community-geleitetes Diamond Open Access. Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf dem Engagement der Community und der Bedeutung organisationsübergreifender Kooperation zur Förderung von DOA.
Caroline Ball, Community Engagement Lead beim Open Book Collective, eröffnete den Vortrag mit einem Hinweis auf die strukturellen Schwierigkeiten für wissenschaftsgeleitete Open-Access-Verlage, die in den derzeitigen Förderstrukturen der Bibliotheken kaum berücksichtigt werden. Das Open Book Collective (OBC) stellt eine Antwort auf dieses Problem dar. Es versucht nicht nur, ein Fördermodell zwischen Konsortien und Verlagen anzubieten, sondern will auch eine Gemeinschaft aufbauen, die die Bibliodiversität fördert.
Die Praxis des Open Book Collective, Diamond Open Access langfristig zu unterstützen, wird durch den Austausch von Ressourcen und Wissen mit dem Open Journals Collective ergänzt. Tom Shaw, Library Engagement Lead beim Open Journals Collective (OJC), stellte daraufhin das im Aufbau befindliche OJC/OBC-Impact-Dashboard vor, über das eine Übersicht über die Veröffentlichungen der beteiligten Journals bzw. Verlage gewonnen werden kann (Ball et al. 2026).
Anschließend verlagerte sich der Fokus auf die offene Infrastruktur. Vor allem kleinere Verlage profitieren von den Dienstleistungen von Thoth Open Metadata, da diese ihnen helfen, Metadaten so aufzubereiten, dass ihre Produkte in Nachweissystemen sichtbar gemacht werden können. Toby Steiner, COO von Thoth Metadata, zeigte darauf, dass gemeinnützig betriebene, offene Infrastrukturen, die auf Interoperabilität ausgelegt sind, ebenfalls kollektive Unterstützung benötigen, da sie die Grundlage für Diamond Open Access bilden. Der Vortrag endete mit einem Aufruf zu Zusammenarbeit und Austausch mit deutschen Fachleuten aus dem Bibliotheks- und Verlagswesen.
Beide Veranstaltungen zeigen, wie weit entwickelt  Services für Diamond Open Access mittlerweile sind. Wünschenswert ist jetzt die Förderung von Austausch und Kooperation der verschiedenen Initiativen, um nachhaltiges, faires und wissenschaftsgeleitetes Open Access weiter zu verankern.


Literatur
Ball, C., Shaw, T., &amp; Steiner, T. (2026). Open Book Collective, Open Journals Collective, and Thoth: Collaborating for a sustainable Diamond OA future. oa.talk, online. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.20639612 
Butz, A., Hennig, F., Matuszkiewicz, K., Finger, J., Eppelin, A., &amp; Kuhlwilm, R. (2026). Neue Angebote für die Konsortiale Finanzierung von Diamond Open Access. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.20627711
Mittermaier, Bernhard. “Der Deutschland-Fonds Diamond Open Access DeFDOA.” 114. BiblioCon, with Bernhard Mittermaier, Berlin, 2026, p. 19 May 202622 May 2026; doi:10.34734/FZJ. DOI.org (Datacite), https://doi.org/10.34734/FZJ-2026-02505. 
Tautz, Diethard, et al. Ein neues Verfahren zur direkten Finanzierung wissenschaftlicher Publikationen. With MyCoRe Community, MyCoRe Community, 2025, vol. vol. 38. DOI.org (Datacite), https://doi.org/10.26164/LEOPOLDINA_03_01261.
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