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        <title>Autoren-RSS-Feed</title>
        <description>Beiträge von Autor Sarah Dellmann</description>
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<item><title>Ziele von (Diamond) Open Access</title><link>https://open-access.network/blog/ziele-von-diamond-open-access</link><comments>https://open-access.network/blog/ziele-von-diamond-open-access#comments</comments><pubDate>Mon, 08 Sep 2025 09:01:00 +0200</pubDate><category>Diamond Open Access</category><category>Open Access Transformation</category><category>Open Access in der Praxis</category><category>Open Access in den Fachdisziplinen</category><dc:creator>Sarah Dellmann</dc:creator><dc:creator>Simone Franz</dc:creator><dc:creator>Achim Oßwald</dc:creator><guid>https://open-access.network/blog/ziele-von-diamond-open-access</guid><description>Veranstaltungsbericht zur Diskussion der o-bib-Themenschwerpunkte
Überblick

Am 15. Juli 2025 kamen rund 85 Personen und die geschäftsführenden Herausgeber*innen der Zeitschrift „o-bib. Das offene Bibliotheksjournal“ sowie die Initiator*innen eines Themenschwerpunkts in einem oa.talk miteinander ins Gespräch. Anlass war der jüngst zum 10-jährigen Jubiläum der Zeitschrift publizierte Themenschwerpunkt „Diamond Open Access – Konzepte, Rahmenbedingungen, Erfahrungen“ sowie der von den Initiator*innen eingebrachte Themenschwerpunkt „Ziele von Open Access“, die sich dem aktuellen Stand der Open-Access-Transformation widmeten.

Vor dem Hintergrund der zu diesen Calls eingegangenen Beiträge diskutierte der oa.talk grundsätzliche Fragen: Warum wollen wir Open Access? Was wollen wir mit Open Access erreichen und verändern? Und was genau meinen wir damit? Dabei drängten sich den Organisator*innen ausgehend von informellen Gesprächen auch diese Fragen auf: Was hält engagierte Personen davon ab, sich klar(er) zu positionieren? Welche Voraussetzungen müssen wir schaffen, damit sich Interessierte in die Diskussion einbringen?
Nach einer kurzen Einführung zur Genese der beiden Calls stellten die o-bib-Herausgeber*innen und Initiator*innen Aspekte der Publikationen vor, die sie für besonders erwähnenswert halten.

Heidrun Wiesenmüller (o-bib) beeindruckte, wie offen die Beiträge beschreiben, wie beispielsweise der Umstieg von Fachzeitschriften, mit den angegliederten nationalen und internationalen Fachgesellschaften, gelingt – bei gleichzeitigem Wettbewerb um Sichtbarkeit. Datenschutz und -souveränität, aber auch Abhängigkeitspfade und lokale Bedingungen in Forschung und Lehre würden adressiert. Herauszulesen sei das starke Bestreben der Fachwissenschaften um Zusammenarbeit mit der Library and Information Science Community. Für die Weiterentwicklung von o-bib fand sie insbesondere den Beitrag von Sona Arasteh et al. über das europäische DIAMAS-Projekt hilfreich, um Praktiken, Qualität und Nachhaltigkeit von Diamond Open Access auf der Grundlage des Diamond Open Access Standards (DOAS) zu verbessern.

Michaela Voigt (TU Berlin) wies darauf hin, dass es dringend nötig sei, die sogenannten Transformationsverträge zu evaluieren – vor allem hinsichtlich der Frage, ob und was transformiert werde. Es sei eine genuine Aufgabe von Bibliotheken, sich mit der Finanzierung von Diamond Open Access zu beschäftigen. Bibliotheken sollten sich zudem an der finanziellen Absicherung von wissenschaftsgeleiteten, nicht-gewinnorientierten Open-Access-Initiativen beteiligen – und zwar nicht nur im Sinne des Verursacherprinzips. Die Diamond-Open-Access-Finanzierung sollte genauso selbstverständlich ein Handlungsfeld in Bibliotheken sein und bei der Budgetplanung berücksichtigt werden wie andere Aufgaben. Hierbei verwies sie auf die Texte unter anderem von Mittermaier, Wiese et al. sowie Drößler et al.

Jana Rumler (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei [IGB] im Forschungsverbund Berlin e. V.) hob die reflektierten Beiträge von Heft et al. sowie Riedl et al. hervor, die das Problembewusstsein und die Sensibilisierung für Open-Access-Aktivitäten aus der Perspektive einzelner Fach- und Publikationskulturen deutlich beschreiben. Open Access in den ethnologischen Fächern, der Germanistik, der Gesundheitsforschung, der Medienwissenschaft, den Neurowissenschaften und der Psychologie zeige eindrücklich das Engagement, die Hoffnungen und den Kampf, Reputationsstrukturen und Infrastruktur-Support in einen neuen „Styleguide“ (Heft et al., S. 9) zu überführen. Beide Beiträge lassen viel Raum, um beispielsweise über Synergien nachzudenken.

Philip Zumstein (UB Mannheim) forderte, dass nach über 20 Jahren Open-Access-Arbeit eine grundsätzliche und kritische Diskussion zum verfolgten Weg und den Zielen von Open Access eingefordert werden müsse. Statt einer „Berliner Erklärung 2.0“ sprächen die Texte vielmehr von einer Rückbesinnung auf die ursprünglichen Ziele und Werte sowie einer Schärfung des damit verbundenen Handelns (Dellmann et al.; Dellmann; Dreyer). Open Access selbst sei nicht das Ziel. Verschiedene Stakeholder verfolgen mit Open Access vielmehr verschiedene Ziele: Open Access als Geschäftsmodell bei kommerziellen Verlagen vs. Wertevorstellungen wie Zugang und Teilhabe, Gerechtigkeit, Gemeinwohlorientierung in den ursprünglichen Open-Access-Erklärungen.

Achim Oßwald (o-bib) verwies auf den Beitrag von Becker und Paulsen, die die Fragwürdigkeit von Nutzungsstatistiken von Open-Access-Publikationen beeindruckend verdeutlicht hätten. Offensichtlich könne nicht eindeutig zwischen Zugriffen durch Nutzende und Bots differenziert werden. Wünschenswert sei es, hierfür eine Lösung zu finden. Unter diesem Vorbehalt zeigte er ausgewählte Statistikdaten zu den hohen Zugriffen auf die in den o-bib-Heften 1/25 und 2/25 veröffentlichten Beiträge zu den beiden Calls. Insbesondere die Diskussionsbeiträge hätten großes Interesse gefunden.
Diskussion in 6 Breakout Rooms

Im zweiten Teil des oa.talks diskutierten die Teilnehmenden in sechs Breakout Rooms verschiedene Aspekte beider Themenschwerpunkte.

So wurde in einem Breakout Room darauf hingewiesen, dass Open Access kein neutraler Begriff sei, sondern eine politische Einstellung, die sich demokratischen Strukturen verschreibt. Es gehe dabei unter anderem um Gleichheit, die Förderung von Mehrsprachigkeit und das Aufrechterhalten möglichst diverser Publikationsstrukturen. Darüber hinaus seien mit dem Thema Open Access Fragen der Datensouveränität und -unabhängigkeit verbunden (vgl. Dreyer). Zugleich wurde kritisch angemerkt, dass Open Access durch Begriffe wie Offenheit und Souveränität ‚überfrachtet‘ werde. Dabei bleibe der ‚Globale Süden‘ durch Transformationsverträge und Article Processing Charges (APCs) weiterhin vom Wissenschaftsdiskurs ausgeschlossen. Mit Ausnahme der ethnologischen Fächer (vgl. Heft et al.) werde dieses Missverhältnis bisher eher selten thematisiert. Hier könnten die DOAS ansetzen, die ethische Fragen adressieren und die Teilhabe global verbessern (vgl. Arasteh et al.).

Dass Transformationsverträge und (steigende) APCs die Etats von Bibliotheken und Hochschulen zunehmend belasten, wurde in einigen Breakout Rooms kritisch beleuchtet. So forderten Teilnehmende eine Evaluierung durch die Einrichtungsleitungen, denn bezüglich ihres Transformationspotenzials seien diese Verträge bisher hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben (vgl. Mittermaier). Einige Teilnehmende plädierten deshalb dafür, sie aus der Forschungsförderung herauszunehmen. Nicht zuletzt würden Transformationsverträge das Publizieren in teuren Zeitschriften weiter fördern.

Ein Grund seien bestehende Reputationsmechanismen sowie metrikbasierte Anreizsysteme in der Wissenschaft, die in mehreren Breakout Rooms kritisch diskutiert wurden. Um die Vielfalt von Forschungs- und Publikationskulturen zu bewahren und zu fördern, sei ein von Bibliotheken, Universitäten und der Gesellschaft getragener Systemwechsel notwendig. Dieser müsse sich von bestehenden, fest etablierten (quantitativen) Kriterien der Forschungsbewertung lösen und sich auf die (qualitativen) Inhalte konzentrieren. Hier könnten die San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA), das Agreement on Reforming Research Assessment der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) und die Barcelona Declaration on Open Research Information die Forschungsbewertung nachhaltig verändern.

Eine wichtige Rolle könnten dabei Personen spielen, die an der Schnittstelle von Infrastruktur und Wissenschaft tätig sind. So wurde in einem Breakout Room für eine stärkere Zusammenarbeit von Bibliothekspersonal mit Forschenden und Fachgesellschaften plädiert, die das bestehende Publikationssystem nicht mehr unentgeltlich unterstützen wollen. Dazu gehören monopolistische Reviewsysteme und die unbezahlte Redaktions- und Lektoratstätigkeit, die häufig durch den wissenschaftlichen Nachwuchs geleistet werde. Die bisherige Open-Access-Debatte müsse sich noch stärker für die Fachwissenschaften öffnen (vgl. Riedl et al.). Hier beobachtete ein Teilnehmer einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), dass die Akzeptanz von (Diamond) Open Access in den einzelnen Fachdisziplinen stark differiert. Bibliotheken müssten im Verbund mit anderen Einrichtungen der Hochschule und auf strategischer Entscheidungsebene aktiver werden. Dabei müsse auch Open Access noch stärker in den Erwerbungsabteilungen der Bibliotheken verankert werden.

Einige Teilnehmende verbanden mit Diamond Open Access die Hoffnung, die kritisierten Reputationsmechanismen in der Forschungsbewertung aufzubrechen. Diskutiert wurden unter anderem Projekte und Finanzierungsmodelle für Diamond Open Access (beispielsweise Diamond Thinking, KOALA und die Übersicht Diamond OA Publikationsvorhaben finanziell realisieren der Landesinitiative openaccess.nrw) sowie die Notwendigkeit, disziplinspezifische Diamond-Open-Access-Budgets einzurichten. Kritisch angemerkt wurde, dass Diamond-Open-Access-Angebote – anders als Open-Access-Angebote mit APCs/Book Processing Charges (BPCs) – häufig mit der Frage ihrer Nachhaltigkeit konfrontiert werden.

In einem Breakout Room fragten Teilnehmende, ob Diamond Open Access lediglich ein neuer ‚Trend‘ sei, obwohl es gemessen am gesamten Publikationsoutput nach wie vor einen geringen Anteil hat. Die Erfahrungen einer Landesinitiative zeigten auch, dass Neugründungen von Diamond-Open-Access-Publikationsorganen einfacher seien als das Flippen von Zeitschriften. Dabei wurde deutlich, dass die Ermittlung der Kosten für den Umstieg auf Diamond eine Herausforderung sei. Universitätsverlage bieten eine Alternative zu kommerziellen Verlagen. Diese könnten bei der Etablierung fachspezifischer Diamond-Open-Access-Publikationen eine wichtige Rolle spielen. Auch Zweitveröffentlichungen (Green Open Access) und die Verpflichtung dazu wurden mit Blick über Ländergrenzen (Niederlande, Schweiz) diskutiert. Es bleibt abzuwarten, wie die Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) in diesem Bereich künftig – auch im internationalen Kontext – agieren wird.
Fazit und Ausblick

Die beiden o-bib-Themenschwerpunkte und der oa.talk haben gezeigt, wie breit Open Access über 20 Jahre nach der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (2003) inzwischen rezipiert wird. Dennoch waren sich alle einig, dass noch immer Aufklärungsarbeit und Beratung notwendig sind, um bestehende Reputationsmechanismen im Wissenschaftssystem aufzubrechen. Hierbei spielen Bibliotheken eine zentrale Rolle.

Die Gespräche werden sicher bei den anstehenden Open-Access-Tagen in Konstanz vom 17. bis 19. September 2025 unter dem Motto „Mission Accomplished? Open Access und die Re/pro/duktion von Ungleichheit im wissenschaftlichen Publikationswesen“ fortgesetzt werden.

Der Beitrag „Resümee aus Sicht der Initiator*innen des Calls zu den Zielen von Open Access“ gibt einen Überblick über die Artikel dieses Themenschwerpunkts. Die Beiträge zu beiden Themenschwerpunkten sind in den o-bib-Heften 01/2025 und 02/2025 publiziert.
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<item><title>DeepGreen und Diamond</title><link>https://open-access.network/blog/deepgreen-und-diamond</link><comments>https://open-access.network/blog/deepgreen-und-diamond#comments</comments><pubDate>Tue, 14 Jan 2025 15:42:00 +0100</pubDate><category>Diamond Open Access</category><category>Zweitveröffentlichung</category><category>Repositorium</category><dc:creator>Julia Boltze-Fütterer</dc:creator><dc:creator>Sarah Dellmann</dc:creator><dc:creator>Tomasz Stompor</dc:creator><guid>https://open-access.network/blog/deepgreen-und-diamond</guid><description>Auf den Open-Access-Tagen 2024 in Köln war das Projekt DeepGreen mit einem Poster vertreten. DeepGreen ist ein automatisierter Lieferservice für Open-Access-Artikel. Basierend auf Affiliationen und Lizenzinformationen verteilt DeepGreen Verlagsinhalte an institutionelle und fachliche Repositorien. Für diesen Beitrag sprachen die beiden Präsentierenden, Julia Boltze-Fütterer und Tomasz Stompor, mit Sarah Dellmann über die Fragen, die sie mit dem Poster an die Tagungsbesucher*innen diskutieren wollten, sowie über die Gespräche, die im Rahmen der Postersession entstanden sind.

Sarah Dellmann: Liebe Julia Boltze-Fütterer, lieber Tomasz Stompor. Ihr habt in der Postersession auf den Open-Access-Tagen in Köln die Anwesenden gefragt, was Bedarfe sind, die sich aus den derzeit viel diskutierten Entwicklungen rund um Diamond Open Access ableiten. Los ging es mit einer Frage: Ist der Begriff Diamond Open Access klar genug definiert? Den Klebemarken zu urteilen, die beim Poster hinterlassen sind, scheinen die meisten den Begriff nicht klar definiert zu sehen.

Tomasz Stompor: Das erste Feld fokussiert die Frage, inwieweit die Definition von Diamond Open Access schlüssig ist und ob es sich bei dem Begriff nicht eventuell um einen Kategorienfehler handle. Rückmeldungen waren vor allem, dass die Kategorie „Diamond Open Access“ Finanzierungsbedingungen beschreibt - im Unterschied zu den beiden in der Bibliothekswelt etablierten Kategorien „Gold Open Access“ und „Grünes Open Access“, die Zugangsmodalitäten beschreiben. Interessant für uns war auch, dass erst die Frage, ob der Begriff unklar sei, viele zum Denken gebracht hat, die den Begriff bis dahin unhinterfragt verwendet haben. Die Problematisierung, die wir ja auch in der Frage formuliert hatten („Ist Diamond Open Access ein Kategorienfehler?“), fanden aber viele einleuchtend.

SD: Die Frage nach dem, was Diamond Open Access beschreibt, was darunterfällt und was nicht, wird unter Infrastrukturmitarbeitenden und Forschungsförderern lebhaft geführt. Warum ist die Definition für Euch als Dienstanbietende wichtig?

TS: Wenn Diamond Open Access nicht bloß ein Zugangsregime beschreibt, sondern ein Geschäftsmodell, dann gibt es die Komplexität existierender Geschäftsmodelle nicht wider. Das Problem ist, dass es sehr viele Grenzfälle und Ausnahmen gibt, bei denen derzeit gängige Definitionen von Diamond Open Access nicht greifen z.B. bei den Zeitschriften der American Chemical Society (ACS) oder bei der Zeitschrift Amerikastudien der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA).1 In der Keynote von Niels Taubert auf den Open-Access-Tagen 2024 werden Begriffe wie „wissenschaftsgeleitet“ und „scholarly-owned“ als „affektgeladen“ beschrieben. Es sind Begriffe, die eher den Frust gegenüber gewinnorientiert arbeitenden Großverlage oder einen Wunschtraum ausdrücken, aber keine operationalisierbaren Konzepte sind, an denen sich etwas kategorisieren oder messen ließe. Und das macht es für die Weiterentwicklung unseres Dienstes natürlich schwierig.
Foto: Projekt DeepGreen

SD: Ist die mangelnde Eindeutigkeit des Begriffs für eure Arbeit hinderlich?

JBF: Ja und nein. Noch sind wir nicht so weit, das Verfahren zur Integration von Diamond-Open-Access-Inhalten in DeepGreen zu operationalisieren. Wir befinden uns, was die Erweiterung um Diamond angeht, noch in der Recherche- und Konzeptionsphase. Als DeepGreen nehmen wir die Diskussionen um Diamond Open Access und den Wunsch aus Bibliotheken, Aktivitäten in diesem Feld auszubauen, natürlich wahr und fragen uns, was diese Entwicklung für einen Service wie DeepGreen bedeuten könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Antwort noch offen. Klar ist aber, dass wir uns im Laufe des Prozesses darauf einigen müssen, was alles in die Kategorie fällt – und was nicht.

SD: Wie seid ihr vorgegangen?

JBF: Wir haben erstmal den Bedarf ermittelt: Auf der BiblioCON 2024 haben wir unsere teilnehmenden Repositorien gefragt, ob sie einen Service zur Lieferung von Diamond-Open-Access-Artikeln begrüßen würden. Die Rückmeldung war positiv. Die Voraussetzung für die Verarbeitung durch DeepGreen wäre aber, dass die Daten in einem guten Format vorliegen. Das tun sie bislang leider oftmals nicht. Ob sich das für die Diamond Open Access Journals, die mit Open Journal Systems betrieben werden, über ein OJS-Plugin, das an einen Aggregator liefert und ein Mapping vornimmt, lösen lässt, müssen wir noch weiterdenken.

TS: Wir wollten daher wissen, ob dieser Wunsch nach Bündelung von unseren Nutzenden überhaupt geteilt wird. Die meisten Gesprächspartner*innen stimmten dem Wunsch nach einer stärkeren Bündelung und Standardisierung zu und hoben hervor, dass dies eine qualitätssichernde Funktion hätte.

SD: Nun sind auf den Open-Access-Tagen ja vor allem Bibliotheksmitarbeitende anwesend. Wir haben aber auch erlebt, dass Standardisierung von Herausgebenden in Zeitschriften von kleinen Fächern oft als Bedrohung wahrgenommen wird. Es ist nicht immer leicht, zu vermitteln, dass technische Standardisierung ein Qualitätsmerkmal ist und dass dies etwas anders bedeutet als den Verlust von Formatvielfalt oder gar der Standardisierung von Inhalten.

TS: Genau. Das bringt uns zur zweiten Frage des Posters, in der wir nach der Indexierung von Diamond Journals und deren Langzeitverfügbarkeit gefragt haben. Die Frage, die wir hier aufgeworfen haben, betrifft die diverse Landschaft der Diamond Journals und ob sich durch Bündelung und Standardisierung deren Sichtbarkeit erhöhen ließe oder ob solche Maßnahmen nicht die Vielfalt einschränken.

SD: Welche Fragen stellt ihr euch in dem Prozess?

JBF: Eine große Herausforderung ist, dass Diamond-Open-Access-Zeitschriften oft klein sind. DeepGreen hingegen ist ein Service, der Masse liefert. Diese kritische Masse braucht es. Diese Erfahrung haben die Kolleg*innen des Schweizerischen Projektes GOAL gemacht: Aufwand und Ergebnis lohnten sich in diesem Projekt nicht, da die Masse zu gering für eine Automatisierung war. Wir brauchen also eine Bündelung, um DeepGreen mit Diamond-Inhalten wirtschaftlich bestücken zu können. Wir hatten dann die Idee eines Diamond-Open-Access-Aggregators und haben auf dem Poster deswegen nach dem Nutzen eines solchen gefragt. Aggregation erfordert jedoch Bündelung und Standardisierung.

TS: … und die ist unter Diamond-Open-Access-Zeitschriften nicht besonders ausgeprägt, wie die Open Access Diamond Journals Study (Bosman et al., 2021) zeigt. Zeitschriften, die solche Qualitätskriterien nicht erfüllen würden, würden natürlich trotzdem weiter bestehen, aber sie würden eventuell nicht aggregiert werden. Klare Kriterien für Qualitätssicherung sind deshalb wichtig.

SD: Wie stellt ihr euch eine Aggregation vor?

TS: Das ist die große Frage. Klar ist, dass nicht jede Zeitschrift einzeln irgendwohin abliefern soll, das wird nicht funktionieren. Wir denken gerade über ein OJS-Plugin nach, das Metadaten an eine zentrale Infrastruktur, eine Registry, abliefert, wie sie z.B. gerade im Projekt CRAFT-OA entwickelt wird. Ein anderer Startpunkt ist die Diamond Liste von Open-Access-Zeitschriften, die in Deutschland gehostet werden (Bruns et al., 2022). Wären die 345 Diamond Open Access Journals dieser Liste relevant für die DeepGreen-Teilnehmenden? Diese Frage wurde mit großer Übereinstimmung bejaht.

SD: Welche Herausforderungen und Desiderate gibt es, welche Aufgaben müssten gegebenenfalls von anderen erledigt werden?

TS: Ein weiterer Umstand, der augenfällig ist, den wir als DeepGreen aber nicht lösen können, ist der geäußerte Bedarf von Herausgebenden von kleinen und verlagsunabhängigen Zeitschriften nach technischer Unterstützung. Beratung allein ist nicht ausreichend, es bedarf hier wirklich auch Unterstützung bei der Umsetzung technischer, bibliothekarischer und verlegerischer Standards. Mehrere Kolleg*innen, die in FIDs tätig sind, berichten uns von „inhaltlich relevanten Zeitschriften, die aber technisch schlecht aufgesetzt sind“. Das ist schade und stellt eine Servicelücke dar. Ein von Bibliotheken organisierter Journalservice wäre hier eine Abhilfe.

JBF: Begonnen hat DeepGreen mit einem Fokus auf grüne Open-Access-Inhalte, aber DeepGreen ist abhängig von der Lizenzlandschaft, und die ist im Wandel. Generell gesehen nehmen z.B. Allianzlizenzen und Nationallizenzen – also klassische Zweitveröffentlichungen und „grüne“ Inhalte – an Umfang ab, während Transformationsverträge – also Erstveröffentlichung oder „goldene“ Inhalte – zunehmen. Insofern ist die Diamond-Entwicklung eine Chance für uns, uns an neue Bedarfe anzupassen, um einen Service zu liefern, der für unsere Nutzenden hilfreich ist – und es unter neuen Bedingungen auch bleibt.

1 Bei der ACS handelt es sich um eine Fachgesellschaft, die jedoch auch Journals im closed access anbietet. Die Zeitschrift DGfA ist ebenfalls eine Fachgesellschaft, die ihre open access Zeitschrift Amerikastudien bei einem gewinnorientierten Verlag herausgibt.

Das Titelbild ist KI-generiert.</description><enclosure
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<item><title>Fair Open Access fördern</title><link>https://open-access.network/blog/fair-open-access-foerdern</link><pubDate>Mon, 01 Jul 2024 00:00:00 +0200</pubDate><category>Open Access Transformation</category><category>Diamond Open Access</category><category>Fair OA</category><dc:creator>Sarah Dellmann</dc:creator><dc:creator>Michaela Voigt</dc:creator><guid>https://open-access.network/blog/fair-open-access-foerdern</guid><description>Am 14./15. Mai fand in Göttingen das 3. von open-access.network organisierte Open Access Barcamp statt. In einer Session wurde die Frage diskutiert, was Bibliotheken tun können, um Fair Open Access zu fördern. Der folgende Blogbeitrag knüpft an diesen Austausch in einer Gruppe von ca. 20 Personen an. Den Diskussionspunkten stellen wir eine Definition vorweg.
Begrifflichkeiten

Der Begriff Diamond Open Access ist in aller Munde, nicht zuletzt seit der Veröffentlichung der „OA Diamond Journals Study“ in 2021 (vgl. Becerril et al., 2021 und Bosman et al. 2021) und den darauf folgenden „Action Plan for Diamond Open Access“ aus 2022 (Ancion et al. 2022); eine gemeinsame Unternehmung von Science Europe, der cOAlition S, OPERAS, und der französischen Forschungsorganisation ANR.
Zwar gibt es immer noch keine allgemein geteilte Definition. Wir können aber feststellen, dass Diamond Open Access als ein Sammelbegriff für Geschäftsmodelle verwendet wird, in denen die Publikationskosten nicht an Autor*innen (bzw. Herausgeber*innen) weitergegeben werden. In einigen Definitionen wird zudem festgehalten, dass sich die Infrastruktur oder das Publikationsorgan in akademischer oder öffentlich-rechtlicher Trägerschaft befinden muss.1 Da es keine geteilte Definition gibt, gibt es auch – noch? – keine allgemeinverbindlichen Kriterien, anhand derer wir beurteilen können, ob ein Publikationsorgan oder eine Infrastruktur Diamond Open Access ist.

Fair Open Access hingegen definiert einen Kriterienkatalog, anhand dessen sich Zeitschriften in Hinsicht auf das Erfüllen bestimmter Werte beschreiben lassen – unabhängig von Geschäftsmodell oder Trägerschaft. Die sog. Fair Open Access Alliance (FOAA)2 hat fünf Prinzipien formuliert, die eine Zeitschrift erfüllen muss, um als Fair Open Access zu gelten: Sie ist 1. wissenschaftsgeleitet, 2. die Autor*innen behalten die Rechte an ihren Werken, 3. die Inhalte sind vollständig und unmittelbar Open Access, 4. die Einreichung und Veröffentlichung von Beiträgen ist nicht unmittelbar mit Kosten verbunden und 5. ggf. anfallende Gebühren sind niedrig, der Leistung angemessen und werden transparent dargestellt. Anders als bei Diamond sind Zeitschriften, deren Geschäftsmodell auch APCs umfasst, nicht per se ausgeschlossen, solange es sich um keine verpflichtende APC-Zahlung handelt, und die Zeitschrift grundsätzlich non-profit ist (vgl. „Clarification notes“ der FOAA principles). Diese Prinzipien wurden speziell mit Blick auf Zeitschriften formuliert, lassen sich aber (entsprechend weitergedacht) auch auf andere Publikationsorgane und Infrastrukturen anwenden.

Diamond und Fair Open Access sind weder synonym, noch schließen sie einander aus; keins von beiden ist eine Teilmenge des anderen, doch gibt es Überlappungen: Tatsächlich erfüllen viele (aber nicht alle!) Diamond-Open-Access-Zeitschriften die Kriterien von Fair Open Access.3 Andersherum gibt es bei vielen (aber nicht allen!) Verlagen, die Diamond-Zeitschriften im Portfolio haben, breite Zustimmung zu den Werten, die hinter den Fair-Open-Access-Kriterien stehen.4 Und, um es noch komplizierter zu machen, gibt es auch not-for-profit Zeitschriften, die sich über APCs finanzieren und die den Kriterien für Fair Open Access entsprechen, aufgrund der APCs aber nicht als Diamond-Open-Access-Zeitschrift gelten (z. B. Quantum).5

Anders gesagt: Diamond Open Access und Fair Open Access nehmen jeweils unterschiedliche Perspektiven ein. Da wir uns im Folgenden mit Kriterien für Fördermöglichkeiten von Bibliotheken beschäftigen, plädieren wir in diesem Fall für die Verwendung Fair Open Access.

Unsere Prämisse lautet: Wir unterstützen in erster Linie Werte (freier Zugang zu Information für alle, freie Teilhabe am wissenschaftlichen Diskurs für alle, Handlungsfähigkeit der Wissenschaft bzw. Wissenschaftler*innen) und erst in zweiter Linie Geschäftsmodelle – nicht andersherum. Unbenommen bleibt, dass es darum geht, relevante Inhalte und Initiativen mit geeigneter wissenschaftlicher Qualitätssicherung zu fördern.

Wie kann eine solche Förderung aussehen? Im Folgenden tragen wir die beim Barcamp diskutierten Aspekte zusammen. Dabei konzentrieren wir uns auf Ideen für Ausgabenarten und andere Aktivitäten – und lassen Fragen der operativen Umsetzung an dieser Stelle außer Betracht.
Finanzierung von Fair Open Access

Die FOAA principles benennen sehr konkret Kriterien von Fair Open Access; daneben sind lokale Kriterien zu berücksichtigen. Viele Einrichtungen werden ihre Unterstützung für ein Publikationsorgan oder eine Infrastruktur an allgemeine Erwerbungskriterien knüpfen (hier beispielhaft):

    Hat die Infrastruktur oder das Publikationsorgan fachliche Relevanz für die Einrichtung?
    Publizieren Wissenschaftler*innen der eigenen Einrichtung in der Zeitschrift oder Reihe?
    Sind Wissenschaftler*innen der eigenen Einrichtung als Herausgeber*innen der Zeitschrift oder Reihe beteiligt? Sind Sie womöglich in herausgehobener Rolle Mitglied im Editorial Board (z. B. Editor-in-Chief)?
    Sind die Inhalte relevant für die Lehre?

Ist der institutionelle Rahmen geklärt, stellt sich die Frage, was eigentlich genau unterstützt werden soll, kann und darf:

    Personalkosten für (unterstützende und/oder inhaltliche) Redaktionstätigkeiten und/oder Arbeiten an Infrastruktur
    Finanzierung verlegerischer Dienstleistungen Dritter: Satz, Klärung von Bildrechten, Anfertigen von Übersetzungen und barrierefreie Umsetzung der Publikation
    finanzielle Unterstützung für Journal Flipping
    finanzielle Unterstützung für Infrastruktur und/oder intermediäre Organisationen, häufig durch institutionelle Mitgliedschaften (z. B. DOAJ, DOAB, OAPEN, ORCID, DSpace, PKP als Organisation hinter OJS/OMP, arXiv, AEUP, COAR)
    Finanzierung von konkreten Publikationsdienstleistungen, etwa einer Zeitschrift (über ein Konsortium oder als Einzelförderung)

Nicht-monetäre Unterstützung

Zunehmend ist Kritik auch von Wissenschaftler*innen an DEAL und ähnlichen Publish-and-Read-Verträgen zu vernehmen, die sich bei der Ausrichtung des institutionellen Open-Access-Förderhandelns benachteiligt bzw. nicht gesehen fühlen, da die Publikationskultur in ihrer Disziplin nicht zur Förderlogik passt.6

Auch vor diesem Hintergrund wollen wir betonen, dass Fair Open Access auch ohne einen Fair-Open-Access-Fonds gefördert werden kann. Zuallererst sind dabei Repositorien, Hochschulverlage oder Zeitschriftenhosting zu nennen – immer vorausgesetzt, dass sie ein klares Open-Access-Profil haben. Diese Publikationsservices und Infrastrukturangebote sind vielerorts etabliert und wir plädieren sehr dafür, für deren Betrieb und weiteren Ausbau ausreichend Personalressourcen in den Bibliotheken bereitzustellen.
Darüber hinaus sind weitere Aktivitäten denkbar, die entweder den Open-Access-Beratungsalltag betreffen, oder eher mittelbar wirken:

    Identifizierung von Fair-Open-Access-Aktivitäten an der eigenen Institution
    Professionalisierung von Diamond- bzw. Fair-Open-Access-Journalen unterstützen (z. B. durch die Vermittlung von Knowhow und/oder Ansprechpartner*innen, die den Prozess der DOAJ-Indexierung begleiten), kurz gesagt: Zeitschriftenredaktionen dazu befähigen, etablierte Förderauflagen zu erfüllen.
    Awareness in der eigenen Institution erhöhen (insbesondere für Fair Open Access bzw. für Zusammenhänge des wissenschaftlichen Publikationsmarktes und die lokalen Auswirkungen des Kostendrucks)
    Veränderung in Research Assessment an eigener Institution bewirken (z. B. durch den Stellenwert bei Openness in Bewerbungsverfahren7)
    bei Einrichtungen mit Konsortialstellen: Konsortialverhandlungen und -bildungen für Fair-OA-Zeitschriften unterstützen („KOALA-Konsortien selbst machen“)
    Ausweitung des Beratungsangebots auf Zielgruppe Herausgeber*innen

Fair Open Access ist kein Nice-to-have

Bibliotheken sind eine der primären zahlenden „Kund*innen“ wissenschaftlicher Publikationen – es liegt in unserem Versorgungsauftrag, den Zugang für die Forschenden unserer Institutionen zu gestalten. Wir können und sollten Verantwortung übernehmen, damit – als Folge der Transformation von Geschäftsmodellen – aus der Subskriptionskrise keine handfeste Publikationskrise erwächst. Das bedeutet, so unsere Meinung, in Konsequenz, dass sich Bibliotheken aktiv(er) mit der nachhaltigen Ausgestaltung von wissenschaftseigenen, not-for-profit Publikationsstrukturen beschäftigen – dazu gehört auch die Finanzierung.8 Fair bzw. Diamond Open Access müssen im Etat fest eingeplant werden – Fair Open Access ist kein Nice-to-Have.

Folgende (institutionelle) Aktivitäten möchten wir exemplarisch erwähnen:

    KU Leuven: Fund for Fair Open Access
    Universität Amsterdam: UvA Diamond Open Access Fund
    TU Berlin: Fair Open Access Fonds
    Niedersächsischer Beirat für Bibliotheksangelegenheiten: NiedersachsenOPEN
    ZBW: Förderung von Open-Access-Infrastrukturen; Open Library of Economics (OLEcon)

Wir freuen uns auf weitere Beispiele in den Kommentaren.

1 Für eine ausführliche (kritische) Auseinandersetzung mit dem Begriff empfehlen wir die Lektüre von Dellmann et al., 2022.
2 Die Fair Open Access Alliance ist eine Stiftung niederländischen Rechts, in der sich Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus Bibliotheken zu einer Art Dachorganisation zusammengeschlossen haben, um die Kräfte ähnlicher Initiativen zu bündeln (u. a. LingOA, MathOA oder Open Library of Humanities). Die frühere Webseite www.fairopenaccess.org ist seit Anfang 2024 leider nicht mehr erreichbar; die Inhalte sind glücklicherweise noch über das Internet Archive einsehbar (Stand November 2023).
3 Die durch KOALA finanzierten Zeitschriften und Schriftenreihen müssen APC-frei sein und darüber hinaus auch weitere Mindeststandards erfüllen, weshalb ein Großteil dieser Zeitschriften zugleich Diamond Open Access und Fair Open Access sind. KOALA erlaubt allerdings die Finanzierung von Zeitschriften und Schriftenreihen bei einem gewinnorientiert arbeitenden Verlag.
4 So geben auch kommerzielle Großverlage APC-freie Open-Access-Zeitschriften heraus (vgl. etwa die Vielzahl an Einträgen im DOAJ mit Filter „Journals without fees“), häufig erfolgt die Finanzierung dabei über eine Institution oder Fachgesellschaft.
5 Demmy Verbeke und Laura Mesotten (2022) beschreiben eindrücklich die Herausforderungen, not-for-profit Zeitschriften, die sich über APCs finanzieren, aus dem Fair Open Access Fonds zu unterstützen. In ihrem Artikel erläutern sie, warum sie letztlich davon Abstand nahmen, not-for-profit APCs aus dem Fair Open Access Fonds der KU Leuven zu begleichen. Vgl. Verbeke &amp; Mesotten, 2022.
6 So diskutiert Kai Matuszkiewicz die Hindernisse für mehr Open Access in der Medienwissenschaft in einem Blogbeitrag auf open.access-network.
7 Als Beispiel für Veränderung wollen wir die Universität Utrecht hervorheben: Hintergründe zum angepassten Research Assessmennt liefert auch folgender Beitrag: https://www.uu.nl/en/news/it-is-not-black-and-white.
8 Auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Finanzierung weist auch die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hin, die in einer Stellungnahme vom Mai 2024 „die wissenschaftlichen Einrichtungen sowie deren Zuwendungsgeber [dazu aufrufen], Investitionen in nicht-kommerzielle Angebote als strategisch bedeutsamen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Publikationsinfrastruktur zu sehen“.
Literatur:

    Ancion, Z. et al. (2022): Action Plan for Diamond Open Access. https://doi.org/10.5281/zenodo.6282403.
    Becerril, A. et al. (2021): The OA Diamond Journals Study. Part 2: Recommendations. https://doi.org/10.5281/zenodo.4562790.
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