<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
    <channel>
        <title>Autoren-RSS-Feed</title>
        <description>Beiträge von Autor Anastasiia Afanaseva</description>
        <language>de</language>
        <link>https://open-access.network/blog/autorinnen/author/anastasiia-afanaseva/blog.author.xml</link>
        <lastBuildDate>Wed, 12 Aug 2026 18:06:23 +0200</lastBuildDate>
        
    
        
            
            
<item><title>Diamond Open Access vermitteln und fördern - eine Session, viele Denkanstöße</title><link>https://open-access.network/blog/diamond-open-access-vermitteln-und-foerdern-eine-session-viele-denkanstoesse</link><comments>https://open-access.network/blog/diamond-open-access-vermitteln-und-foerdern-eine-session-viele-denkanstoesse#comments</comments><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 10:15:00 +0200</pubDate><category>Diamond Open Access</category><category>Open Access Transformation</category><dc:creator>Linda Martin</dc:creator><dc:creator>Alexander Heit</dc:creator><dc:creator>Anke Butz</dc:creator><dc:creator>Anastasiia Afanaseva</dc:creator><guid>https://open-access.network/blog/diamond-open-access-vermitteln-und-foerdern-eine-session-viele-denkanstoesse</guid><description>Im April 2026 luden open-access.network und das Bibliotheks- und Informationssystem (BIS) der Carl von Ossietzky Universität zum Open-Access-Barcamp nach Oldenburg ein.
Innerhalb der Session „Diamond-Open-Access-Angebote – aber disziplinspezifisch“ entstand innerhalb weniger Minuten ein intensiver Austausch voller praktischer Erfahrungen aus dem Beratungsalltag. Aus der zunächst geplanten Aufsplittung nach Fachbereichen formte sich ein Diskurs, in dem Diamond Open Access allgemein und eingebettet in den größeren Kontext von Open Access (OA) und Open Science (OS) betrachtet wurde. 
Fachübergreifende Herausforderungen
Den Einstieg in das Thema bildete eine Sammlung häufiger Fragestellungen. Gemeinsam arbeiteten die Teilnehmenden aus dem publikationsunterstützenden Bereich heraus, welche Anforderungen für das Diamond-Open-Access-Publizieren im Allgemeinen bestehen und welche je nach Fachdisziplin unterschiedlich ausfallen. Über alle Disziplinen hinweg wurden dabei unter anderem folgende Herausforderungen benannt:
das Fehlen von Basiswissen zu (Diamond) Open Access in allen Qualifikationsstufen
die Verbindung der Zuschreibung von Renommee mit tradierten Verlagen und einem damit verbundenen Wunsch des Reputationsaufbaus. Hier wurde die strukturelle Abhängigkeit der Early Career Researchers von ihren Mentor*innen als „first mover problem“ hervorgehoben
rechtliche Unsicherheiten in Bezug auf Rechte an Bildern und Daten (Urheberrecht) sowie allgemein zum Publikationsprozess (z. B. Lizenzvergabe)
die Akquise von Mitteln zur Finanzierung der eigenen Publikation bzw. der Publikationsorgane (vom Projektstatus zur Langzeitfinanzierung von Diensten)
die Herstellung von Sichtbarkeit der eigenen Forschung inklusive der Vernetzung von Texten, Daten, Code usw.
die Stärkung des Austausches zwischen der Bibliothek und den Wissenschaftler*innen
Um den oben genannten Herausforderungen zu begegnen, müsse Wissen ausgebaut und die Kommunikation zwischen den Wissenschaftler*innen und den publikationsunterstützenden Diensten gestärkt werden. Gleichzeitig können sich die Antworten auf die oben genannten Fragen je nach Anforderungen in den Disziplinen teilweise unterscheiden. So empfehle sich der Aufbau eines allgemeinen Informationsangebots neben disziplinspezifischen Angeboten. Als einzubindende Akteur*innen innerhalb einzelner Einrichtungen wurden Professor*innen, Early Career Researchers, die Abteilung Forschung und Transfer, Fachreferent*innen und Lehrende identifiziert. Eine besondere Rolle nähmen Student*innen ein, da sie zum einen in regelmäßigem Kontakt mit der Bibliothek stünden und zum anderen Kenntnisse über die wissenschaftliche Kommunikation, darunter das Publizieren, künftig selbst in die Wissenschaft einbringen.
Hausinterne Lösungen und externe Angebote
Die Teilnehmer*innen teilten Erfahrungen bestehender Angebote an ihren Einrichtungen bzw. Diensten. Dabei wurden drei Bereiche als besonders relevant für die Stärkung von Diamond Open Access wahrgenommen: das Community Building (Schulungs- und Austauschangebote), die Bereitstellung bzw. Beratung zu Tools und Infrastrukturen sowie die Information zu rechtlichen Fragen.
Als vielversprechende Formate für den Aufbau und die Stärkung von disziplinorientierten Communities of Practice für das (Diamond-)Open-Access-Publizieren wurden identifiziert:
ein regelmäßiger, direkter Kontakt zu Professor*innen inkl. Aufnahme der Bedarfe
die Ausrichtung kontaktreicher Veranstaltungen, die ein Mikro-Feedback ermöglichen (z. B. Coffee Lectures)
die Schaffung von Angeboten für Early Career Researchers (z. B. Teilnahme an Promovierendennetzwerken und Graduiertenkollegs, Einbindung von Early Career Research Offices)
die Etablierung einer Ansprechperson für Open Access und Open Science
die Implementierung von Open Access und Open Science in Curricula
Um ein Basiswissen zu Diamond Open Access und zum wissenschaftlichen Publizieren zu etablieren, könne zusätzlich auf externe Angebote zurückgegriffen werden. So werden u.a. die Angebote von open-access.network und der Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) als hilfreich wahrgenommen. Zur Unterstützung bei rechtlichen Fragestellungen könne auf folgende Angebote verwiesen bzw. zurückgegriffen werden: das Netzwerk Recht &amp; Open Research, die Legal Helpdesks der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), irights.info, Helpdesk Rechtsfragen der Landesinitiative open-access.nrw und die Servicestelle Urheberrecht des FID Media.
Als relevante infrastrukturelle Angebote wurden die Bereitstellung von Open-Source-Software zur Publikation (z.B. Open Journal Systems, Open Monograph Press) und die Nutzung externer Publikationsangebote für das Diamond-OA-Publizieren (z.B. Open Research Europe) genannt. Die Unterstützung bei der Indexierung in Datenbanken (z.B. Elektronische Zeitschriftenbibliothek, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Diamond Discovery Hub, Directory of Open Access Journals, Directory of Open Access Books) wird als wichtig erachtet.
Disziplinspezifische Anforderungen und die Einbettung in Open Science
Neben den oben genannten fachübergreifenden Herausforderungen wurden auch Anforderungen sichtbar, die sich je nach Fachdisziplin unterscheiden. So seien beispielsweise mehrsprachige Benutzeroberflächen bzw. die Ausgabe mehrsprachiger Inhalte bei einer internationalen Einbettung der Disziplin (z. B. Klimafolgenforschung) notwendig. Angehörige ‚junger‘ Fachdisziplinen (z. B. Gender Studies) seien gegenüber nicht-kommerziellen Publikationsangeboten aufgeschlossener als diejenigen tradierter Fachdisziplinen (z. B. Chemie). Letztere bedürften einer größeren Beratung zu Diamond-Open-Access-Angeboten, da diese insbesondere Angebote im Rahmen von Publish-und-Read-Verträgen nutzen würden. Die Entscheidung für den Aufbau und die Ausgestaltung eigener Publikationsorte unterscheide sich ebenfalls entlang der Ressourcen des jeweiligen Fachbereichs: So würden sich die Wissenschaftler*innen je nach Größe der Fachdisziplin eher für Eigenlösungen oder kooperative Projekte entscheiden.
Eine disziplinübergreifende Herausforderung, mit der sich viele Herausgeber*innen wissenschaftlicher Publikationen konfrontiert sähen, stelle hingegen die Akquise von Gutachter*innen für die Sicherung wissenschaftlicher Qualität (z. B. Peer Review, Lektorat) dar.
Bei der Sammlung von Impulsen wurde deutlich, dass die Publikation von Forschungsergebnissen ganzheitlich gedacht und in den größeren Kontext von OS eingeordnet werden sollte. So bestehen in vielen Bereichen Unterstützungsangebote, auf die zurückgegriffen werden könne. Exemplarisch wurden Dienste aus den Bereichen Open Data (OD) und Open Educational Research (OER) genannt. Bei der Etablierung von Basiswissen zu Open Data wurde die Plattform forschungsdaten.info genannt, bei fachspezifischer Ausrichtung kann auf Informationen bzw. Angebote der NFDI-Konsortien, der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft, des Qualiservices (Sozialwissenschaften) oder des Verbundes Forschungsdaten Bildung (Bildungswissenschaften) verwiesen werden. Im Bereich der OER, die insbesondere für Akteur*innen aus der Lehre relevant seien, wurden ORCA.nrw, OERinfo, Twillo oder ZOERR genannt.
Angebote sichtbar machen und Austausch fördern
Die lebhafte Diskussion zeigte, dass Diamond Open Access als Teil einer breiten Facettierung wissenschaftlicher Kommunikation gedacht werden sollte. Es bestehen bereits Angebote, die sowohl allgemeine als auch disziplinspezifische Bedarfe abdecken. Die Kenntnisse der einrichtungsspezifischen und übergeordneten Dienste sollten, auch vor dem Hintergrund sich wandelnder Publikationsprozesse, dauerhaft ausgebaut werden. Die Herstellung von Überblickswissen nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Wissenschaftsgeleitete Kommunikation profitiert dabei von Kooperation und dem stetigen Austausch zwischen allen Akteur*innen.</description><enclosure
            length="439297"
            type="image/jpeg"
            url="https://open-access.network/fileadmin/user_upload/DSC_0486-lowRes.jpg" /></item>


            
        



    </channel>
</rss>
